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News des Tages: Mann stirbt bei Raubüberfall in Hessen - Großfahndung nach sechs Tätern

Hessen: Toter bei Raubüberfall mit Feuer - Großfahndung läuft +++ Bayerns Innenminister Herrmann soll Ministerpräsident werden wollen +++ Trudeau entschuldigt sich bei LGBT-Community +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Experten der Spurensicherung der Polizei untersuchen ein Haus in Laubach (Hessen)

Experten der Spurensicherung der Polizei untersuchen ein Haus in Laubach (Hessen): Hier überfielen sechs Täter ein Paar und setzten das Haus in Brand. Ein Mann starb.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.49 Uhr: Alle Länder sollten laut USA Handelsbeziehungen mit Pjöngjang stoppen +++

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest haben die USA alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen und Handelsbeziehungen mit Pjöngjang zu beenden. Das forderte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, der über die Lage beriet. Zugleich warnte Haley, "im Falle eines Kriegs" werde die Führung in Nordkorea "vollkommen zerstört" werden.

+++ 23.30 Uhr: USA rufen Deutschland zu Abzug des Botschafters aus Nordkorea auf +++

Die USA haben das Auswärtige Amt in Berlin aufgefordert, seinen Botschafter aus Nordkorea abzuziehen. Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea sollten diese abbrechen, um den Druck auf Nordkorea im Atomstreit mit dem kommunistischen Land zu erhöhen, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Mittwoch in Washington. "Ruft Euren Botschafter zurück", sagte sie mit Blick auf Deutschland. 


Die Bundesrepublik gehört anders als die USA zu den Ländern, die bisher ihre diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea trotz dessen Atomprogramm aufrechterhalten haben. Deutschland wird gegenwärtig von dem Diplomaten Thomas Schäfer in Nordkorea repräsentiert.

+++ 21.00 Uhr: Herrmann will Berichte über CSU-Spitzenkandidatur nicht kommentieren +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann will Berichte über seine eigenen Karrierepläne in der CSU für die Landtagswahl 2018 nicht öffentlich kommentieren. "Ich bleibe dabei, ich sage da im Moment nichts zu, ist das ein Gebot des Anstands", sagte Herrmann in der "Münchner Runde" der Bayerischen Fernsehens. Wiederholt wich er der Frage aus, ob er im Fall eines Verzichts von Ministerpräsident Horst Seehofer Interesse an der Spitzenkandidatur habe. Zuvor hatten die "Süddeutsche Zeitung" und der "Münchner Merkur"
übereinstimmend berichtet, Herrmann habe in einer vertraulichen Sitzung in der Staatskanzlei erklärt, er wolle Seehofer als Ministerpräsident beerben. 

Joachim Herrmann bringt sich in Stellung: Der bayerische Innenminister will offenbar nächster Ministerpräsident werden

Joachim Herrmann bringt sich in Stellung: Der bayerische Innenminister will offenbar nächster Ministerpräsident werden 

+++ 20.45 Uhr: Nach tödlichem Überfall und Feuer - Großfahndung in Hessen +++

Bei einem Raubüberfall in den eigenen vier Wänden ist ein Mann in Hessen gestorben. Seine Leiche lag in dem brennenden Wohnhaus in Laubach bei Gießen. Die Polizei geht davon aus, dass der Tote der Bewohner des Hauses ist.

Sechs Täter sollen den 57-Jährigen und und seine 59 Jahre alte Lebensgefährtin in der Nacht überwältigt und den Brand gelegt haben. Das Opfer wurde am frühen Mittwochmorgen tot im Keller gefunden. Wie der Mann zu Tode kam, stand zunächst nicht fest. Dies sollte eine Obduktion klären. Die 59-Jährige erlitt leichte Verletzungen, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten.

Die Ermittler sprachen von einer "ungewöhnlichen" Tat und suchten mit einem Großaufgebot nach den Tätern. Es werde "in alle Richtungen" ermittelt. Die Täter sollen maskiert und dunkel gekleidet gewesen sein und neben französisch laut Zeugenaussage auch "marokkanisch" gesprochen haben. In einem Straßengraben in der Nähe des Tatorts fand die Polizei ein Auto mit Hamburger Kennzeichen, mit dem die Täter offensichtlich zum Haus des Opfers gekommen waren. Es handele sich wahrscheinlich um einen Mietwagen, der dort festgefahren worden sei. Die Ermittler gehen davon aus, dass die sechs Täter nach ihrer Tat zudem das Auto des Opfers stahlen und damit flüchteten. Auch nach diesem Fahrzeug suchen die Beamten.

+++ 20.10 Uhr: Mann soll Laserstrahl auf Polizeihubschrauber gerichtet haben - Prozessauftakt +++

Mit schweren Vorwürfen der Verteidigung gegen die Ermittlungsbehörden hat ein Prozess um eine Laserattacke auf einen Polizeihubschrauber beim G20-Gipfel in Hamburg begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27 Jahre alten Angeklagten einen versuchten gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr und gefährliche Körperverletzung vor. Nach Darstellung der Behörde richtete der gebürtige Greifswalder am Abend des 6. Juli aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung mehrmals einen grünen Laserstrahl auf den Polizeihubschrauber, der in einer Höhe von 400 Metern über Altona kreiste.

Der Laserstrahl habe den Piloten der "Libelle 2" und einen Flugtechniker jeweils im rechten Auge getroffen. Der Pilot konnte den Angaben zufolge mehrere Sekunden lang nichts sehen. Er habe den Helikopter aus dem Laserstrahl weggedreht, wodurch der Hubschrauber in eine Vorwärtsbewegung überging und 60 bis 90 Meter an Höhe verlor.

Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes ermittelt. Dann sah das Landgericht bei einer Haftprüfung aber keine Anhaltspunkte dafür, dass der Angeklagte einen Absturz des Hubschraubers und damit den Tod der Besatzung billigend in Kauf nahm.

+++ 18.45 Uhr: Herrmann will offenbar Ministerpräsident in Bayern werden +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will nach Medienberichten in die Fußstapfen von Horst Seehofer treten und bayerischer Ministerpräsident werden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" und der "Münchner Merkur" berichteten, hat Herrmann bereits am Montag bei einem Geheimtreffen in der Münchner Staatskanzlei angekündigt, sich um die CSU-Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2018 zu bewerben. An dem Treffen soll neben Seehofer ein kleiner Kreis weiterer hochrangiger CSU-Politiker teilgenommen haben.

Eine Bestätigung war am Mittwochabend zunächst nicht zu erhalten. Sollte Herrmann tatsächlich die Spitzenkandidatur anstreben, zeichnet sich eine Kampfabstimmung zwischen Herrmann und Finanzminister Markus Söder ab. 

+++ 18.32 Uhr: Keine Verletzten bei ICE-Entgleisung in Basel +++

Bei der Entgleisung eines deutschen ICE im Bahnhof von Basel ist nach Angaben der Schweizer Bahnen (SBB) niemand verletzt worden. Drei Waggons seien aus den Schienen gesprungen, teilte das Unternehmen mit. Auch ein Fahrleitungsmast sei beschädigt worden.

Laut Online-Auskunft der Deutschen Bahn handelte es sich um einen Intercity-Express, der am Vormittag in Hamburg losgefahren war und um 18.00 Uhr Zürich erreichen sollte.

+++ 18.18 Uhr: SPD will Glyphosat nun zumindest in Deutschland weitgehend verhindern +++

Erst sorgte Deutschland in der EU für die Zulassung des Pflanzengifts - nun will die Bundesregierung die Glyphosat-Anwendung hierzulande aber einschränken. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zeigte sich zu entsprechenden Schritten bereit. Seine hochumstrittene Entscheidung zu Gunsten des Unkrautvernichters in Brüssel sorgte bei der SPD dennoch weiter für Verärgerung. Schmidt hatte sich offenbar auch über eine klare Mahnung des Kanzleramts hinweggesetzt. SPD-Chef Martin Schulz kritisierte den Alleingang von Schmidt als "skandalös". 

+++ 18.13 Uhr: Tausende gehen gegen Aus für Siemens auf die Straße +++

Rund 2500 Menschen haben im sächsischen Görlitz gegen die geplante Schließung des Siemens-Werkes und den Stellenabbau beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier protestiert. Nach Angaben der IG Metall Ostsachsen formierte sich zwischen beiden Werkstoren eine etwa einen Kilometer lange Menschenkette.

Siemens hatte Mitte November über seine Planungen informiert, die Werke in Görlitz und in Leipzig zu schließen. Hintergrund ist nach Konzernangaben eine sinkende Nachfrage nach großen Gas- und Dampfturbinen.

+++ 17.45 Uhr: 28 Soldaten in Türkei wegen Putschversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt +++

In der Türkei sind 28 Soldaten wegen des Putschversuchs vom 15. Juli 2016 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Verurteilten wurden der "Verletzung der Verfassung" schuldig befunden, nachdem sie in der Putschnacht versucht hatten, den Istanbuler Sabiha-Gökcen-Flughafen zu besetzen, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete.

In der Nacht des 15. Juli 2016 hatte eine Gruppe Militärs versucht, Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stürzen. Bei Kämpfen und Zusammenstößen auf den Straßen waren 249 Menschen getötet worden, doch scheiterte der Umsturzversuch am Widerstand loyaler Truppen und der Bürger, die sich zu zehntausenden den Putschisten auf den Straßen entgegenstellten.

+++ 17.42 Uhr: ICE im Bahnhof Basel entgleist +++

Im Bahnhof von Basel ist am Mittwoch ein ICE entgleist. Das bestätigten die Schweizer Bahnen SBB, zunächst ohne Einzelheiten nennen zu können. Ob es Verletzte gab, werde noch geklärt. Einzelne Wagen des ICE 75 seien im Einfahrtbereich des Bahnhofs aus den Gleisen gesprungen, teilte die Deutsche Bahn über Twitter mit.

Wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda unter Berufung auf die SBB berichtete, handelte es sich um einen Intercity-Express-Zug mit Fahrziel Zürich. Mehrere Wagen seien an einer Weiche auf der Bahnhofsausfahrt aus den Schienen gesprungen. Der Basler Bahnhof SBB sei am späten Nachmittag komplett gesperrt worden.

+++ 16.42 Uhr: Randale in Athen - Aktivisten gegen Hausversteigerungen +++

Um die Versteigerung von Dutzenden Häusern zu verhindern, haben linke Aktivisten Gerichte in Athen und Thessaloniki ins Chaos gestürzt. Sie lieferten sich Schlägereien mit der Polizei, die massiv Schlagstöcke und Tränengas einsetzte, um die Aktivisten daran zu hindern, die Gerichtssäle zu betreten und die Versteigerungen zu stoppen.

Es handelt sich um Immobilien, deren Besitzer die Raten ihrer Kredite an die Banken nicht zurückzahlen können, wie zahlreiche Reporter berichteten. Eine der Bedingungen für den Abschluss des griechischen Stabilisierungsprogramms ist auch die Regelung der faulen Immobilienkredite, die die Banken des Landes belasten.

+++ 15.50 Uhr: Alle Parteien im Bundestag wollen U-Ausschuss zum Fall Amri +++

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor knapp einem Jahr wird es im Bundestag vermutlich doch noch einen Untersuchungsausschuss zum Umgang der Behörden mit dem Attentäter Anis Amri geben. Neben der Union sprachen sich inzwischen auch alle anderen Fraktionen für ein solches Gremium aus.

Nach den Untersuchungsausschüssen in den Landesparlamenten von Berlin und Nordrhein-Westfalen sei es "konsequent, wenn der Bund nun abschießend die Versäumnisse auf Bundesebene untersucht", sagte SPD-Fraktionsvize Eva Högl. "Ein Untersuchungsausschuss ist der richtige Weg, die scheinbar endlose Kette von Pannen im Fall Amri aufzuarbeiten." Wichtig sei, "dass wir am Ende fundierte Ergebnisse bekommen, wie die bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden umgesetzt werden kann."

+++ 14.57 Uhr: Agentur: Verurteilter General in Krankenhaus in Den Haag gestorben +++

Der vom UN-Kriegsverbrechertribunal zu 20 Jahren Haft verurteilte bosnisch-kroatische General Slobodan Praljak ist einem Agenturbericht zufolge in einem Krankenhaus in Den Haag gestorben. Das berichtete die kroatische Nachrichtenagentur Hina am Mittwoch. Praljak hatte nach seiner Verurteilung eine Flüssigkeit getrunken, seiner Verteidigerin zufolge handelte es sich um Gift.

+++ 14.15 Uhr: Afghanistan vollstreckt wieder Todesurteile - Mörder hingerichtet +++

Eineinhalb Jahre nach der letzten Hinrichtung sind in Afghanistan wieder Todesurteile vollstreckt worden. Fünf wegen Entführung und Mord Verurteilte wurden am Mittwoch in einem Gefängnis in Kabul gehängt, teilte das Innenministerium mit. Die Männer seien Teil einer organisierten kriminellen Gruppe in der Provinz Herat gewesen, so ein Ministeriumssprecher auf Facebook. Todesurteile werden in Afghanistan selten vollstreckt. Zuletzt ordnete Präsident Aschraf Ghani im Mai vergangenen Jahres die Hinrichtung von sechs wegen Terrorismus verurteilten Häftlingen an.

+++ 13.49 Uhr: Dänische Polizei findet zweiten Arm - Zusammenhang mit U-Boot-Fall wahrscheinlich +++

Taucher haben in einer Bucht bei Kopenhagen einen weiteren menschlichen Arm gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um einen Teil der Leiche der schwedischen Journalistin Kim Wall handelt. Ein Zusammenhang zum mysteriösen U-Boot-Fall um den mordverdächtigen Erfinder Peter Madsen liege nahe, erklärte Polizeisprecher Jens Møller Jensen am Mittwoch. An der gleichen Stelle in der Køge-Bucht südlich von Kopenhagen war in der vergangenen Woche bereits ein anderer Arm gefunden worden.

Das Leichenteil soll an diesem Donnerstag rechtsmedizinisch untersucht werden. Ist es tatsächlich Walls Arm, wäre die Suche nach den Leichenteilen der zerstückelten 30-Jährigen abgeschlossen. Mehrere Monate lang suchte die Polizei und fand erst den Torso, dann Kopf und Beine.

+++ 13.29 Uhr: "Charlie Hebdo" stellt deutsche Ausgabe ein +++

Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" stellt nach einem Jahr seine deutsche Ausgabe wieder ein. Das letzte deutsche Heft erscheint an diesem Donnerstag, wie das Blatt ankündigte. "Es fiel uns nicht leicht, Euch zu verstehen, so wie es Euch sicher nicht immer leichtfiel, uns zu verstehen", schrieben die Chefredakteure Gérard Biard und Minka Schneider. "Und wir selbst wussten nicht, wie viele Leser es braucht, damit eine gedruckte Zeitung heute rentabel ist. Zu viele jedenfalls, um unseren Besuch bei Euch zu verlängern."

Das französische Magazin ist für seine bissige und oft provokante Satire bekannt. Es erlangte international traurige Berühmtheit, als im Januar 2015 Islamisten einen Anschlag auf die Redaktion verübten und zwölf Menschen ermordeten, darunter mehrere bekannte Zeichner.

+++ 13.20 Uhr: Mandant nach Zwischenfall vor Haager UN-Tribunal in medizinischer Behandlung +++

Nach dem dramatischen Zwischenfall vor dem UN-Tribunal in Den Haag befindet sich der Angeklagte Slobodan Praljak in medizinischer Behandlung. Er sei am Leben und werde von Ärzten betreut, teilte der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) am Mittwoch mit. Der 72-Jährige hatte nach der Urteilsverkündung aus einer kleinen Flasche getrunken und nach Angaben seines Anwalts womöglich Gift genommen.

+++ 13 Uhr: BGH hebt Haftbefehl gegen inhaftierten Offizier Franco A. auf +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Haftbefehl gegen den wegen Terrorverdachts festgenommenen Bundeswehroffizier Franco A. aufgehoben. Es gebe keinen dringende Tatverdacht für die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, teilte der BGH am Mittwoch in Karhsruhe zur Begründung mit. Die Bundesanwaltschaft verdächtigte A., er habe aus rechtsextremen Motiven Anschläge auf hochrangige Politiker geplant.

+++ 12.35 Uhr: Internationaler Flughafen auf Bali nimmt Betrieb wieder auf +++

Zehntausende auf der indonesischen Ferieninsel Bali festsitzende Touristen haben am Mittwoch die erlösende Nachricht erhalten: Der internationale Flughafen in der Inselhauptstadt Denpasar nahm am Mittwoch zumindest vorerst den Betrieb wieder auf, weil die Aschewolke des Vulkans Agung in eine andere Richtung zog. Die Gefahr eines Vulkanausbruchs blieb aber unvermindert groß, wie die indonesischen Behörden mitteilten. Ein Flughafensprecher gab die Inbetriebnahme des Flughafens Ngurah Rai am Nachmittag (Ortszeit) erst kurz vorher bekannt. Als Grund gab er an, dass die Vulkanasche mittlerweile in eine andere Richtung geweht werde. Zunächst war aber nicht klar, wann tatsächlich wieder Flugzeuge starten. Auf der Nachbarinsel Lombok war der Flughafen nach mehreren vorübergehenden Schließungen ebenfalls geöffnet. 

+++ 11.51 Uhr: Zwischenfall beim UN-Tribunal: Angeklagter soll Gift genommen haben +++

Vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag hat sich am Mittwoch ein dramatischer Vorfall abgespielt: Der Angeklagte Slobodan Praljak nahm nach Angaben seines Anwalts offenbar Gift, als die Richter die 20-jährige Haftstrafe gegen ihn bestätigten. Der 72-jährige Praljak, ein ehemaliger bosnisch-kroatischer Offizier, rief im Gerichtssaal, er sei "kein Krimineller", und nahm dann einen Schluck aus einer kleinen braunen Flasche. In dem Berufungsverfahren vor dem UN-Tribunal erfolgte die Urteilsverkündung im Fall von insgesamt sechs ehemaligen politischen und militärischen Führern der bosnischen Kroaten während des Bosnien-Kriegs (1992-1995).  Außer Praljak handelt es sich um den ehemaligen "Regierungschef" der selbstproklamierten Bosnisch-kroatischen Republik Herceg-Bosna, Jadranko Prlic, den ehemaligen Verteidigungsminister Bruno Stojic sowie drei Militärs. Gegen Prlic wurde die 25-jährige Haftstrafe aufrecht erhalten, wie das Gericht am Mittwoch urteilte. Die sechs Angeklagten waren  2013 für schuldig befunden worden, an der Vertreibung bosnischer Muslime beteiligt gewesen zu sein, um ein kroatisches Territorium zu gründen.

+++ 11.23 Uhr: Kreise: Stuttgart 21 wird mehr als eine Milliarde Euro teurer und ein Jahr später fertig +++

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 wird einem Medienbericht zufolge teurer und dauert länger als geplant. Wie die Zeitung "Bild am Sonntag" am Mittwoch unter Berufung auf Angaben aus dem Aufsichtsrat berichtete, rechnet die Bahn nach neuen externen Prüfungen der Pläne mit einer weiteren Verzögerung und Fertigstellung bis Ende 2024. Ursprünglich sollte das Projekt 2023 fertig sein. Die Deutsche Bahn erwarte außerdem eine Erhöhung des Kostenrahmens von 6,5 Milliarden auf 7,6 Milliarden Euro, berichtete die "BamS". Das solle auf einer Sondersitzung des Kontrollgremiums Ende Januar beschlossen werden.

Ein Bahnsprecher bestätigte die Existenz eines externen Gutachtens im Auftrag des Bahnvorstands und des Prüfungsausschusses. Die Ergebnisse sollen bei der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember besprochen werden. "Dem können wir nicht vorgreifen", sagte der Sprecher. Auch im Bundesverkehrsministerium hieß es, derlei Fragen seien Sache des Aufsichtsrats und könnten nicht kommentiert werden.

+++ 11.17 Uhr: Gabriel bestellt nordkoreanischen Botschafter ein +++

Außenminister Sigmar Gabriel hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "rücksichtsloses Verhalten" und "enorme Gefahr" für die internationale Sicherheit verurteilt. "Dies ist ein erneuter Bruch des Völkerrechts durch Nordkorea", erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Er kündigte noch für Mittwoch die Einbestellung des nordkoreanischen Botschafters ins Auswärtige Amt an, um gegen den Raketentest zu protestieren.

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben am frühen Mittwochmorgen eine neuartige Interkontinentalrakete (ICBM) getestet, mit der es das gesamte Gebiet der USA mit Atomsprengköpfen angreifen kann. Die Regierung in Pjöngjang habe damit die Spannungen in der Region erneut verschärft, erklärte Gabriel. "Dies beweist einmal mehr, wie ernst die Bedrohung ist, die Nordkorea für den Weltfrieden darstellt."
Dieser Bedrohung müsse sich die Weltgemeinschaft eindeutig und entschlossen entgegenstellen. Der geschäftsführende Außenminister forderte Nordkorea auf, die Raketentests und alle anderen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Atomprogramm einzustellen. "Wir müssen den Druck auf Nordkorea weiter erhöhen. Nur so kann es gelingen, eine friedliche Lösung zu finden und Nordkorea zur Einsicht in die Notwendigkeit von Gesprächen zu bringen."

+++ 11.07 Uhr: Lebenslange Haft für Mord an Ex-Freundin +++

Im Prozess um tödliche Schüsse auf eine junge Frau in Bargteheide hat das Landgericht Lübeck den 36 Jahre alten Angeklagten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann seine ehemalige Freundin in seine Wohnung gelockt und mit drei Schüssen getötet hat. Der Angeklagte habe die von der Frau ausgesprochene Trennung nicht akzeptieren wollen und somit aus niederen Gründen gehandelt, sagte der Richter zur Begründung. Mit dem noch nicht rechtskräftigen Urteil folgte das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert, aber kein konkretes Strafmaß beantragt.

+++ 11.06 Uhr: AfD-Politikerin wegen Volksverhetzung zu Geldstrafe verurteilt +++

Wegen Volksverhetzung ist die saarländische AfD-Politikerin Jeanette Ihme am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 2250 Euro (90 Tagessätze à 25 Euro) verurteilt worden. Das Amtsgericht Ottweiler sah es als erwiesen an, dass die 40-Jährige gegen Teile der Bevölkerung zum Hass aufgestachelt und zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen aufgefordert hatte. Außerdem habe Ihme, die dem Landesvorstand der AfD angehört, mit einem Facebook-Post den Tatbestand des Angriffes auf die Menschenwürde erfüllt.

Ihme hatte vor Gericht eingeräumt, dass sie im August auf ihrer Facebook-Seite nach einem Zeitschriftenbericht über NGO-Schiffe zur Rettung von Flüchtlingen geschrieben hatte, diese sollten versenkt werden, da sie "kriminelle Schlepperbanden" seien und "Kundschaft" ins Land brächten, die sich benähmen wie "Primaten". Das letzte Wort nutzte sie vor Gericht, um zu "bekräftigen, dass es mir leid tut". Bei dem Kommentar habe es sich um eine "Affekthandlung" gehandelt. Mit dem Urteil blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwältin (110 Tagessätze à 25 Euro). Der Verteidiger kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen. 

+++ 10.11 Uhr: Mutmaßlicher New-York-Attentäter plädiert vor Gericht auf nicht schuldig +++

Der mutmaßliche New-York-Attentäter hat vor Gericht die Vorwürfe des vielfachen Mordes und versuchten Mordes zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert. Der 29-jährige Usbeke Sayfulla Saipov erschien am Dienstag (Ortszeit) in einem dunkelblauen Sträflingsanzug und mit Fußfesseln vor einem Bundesgericht in New York. Er ließ seinen Anwalt David Patton für sich sprechen, der mitteilte, dass Saipov sich für unschuldig erkläre. Saipov hatte am 31. Oktober nach Erkenntnissen der Ermittler mit einem gemieteten Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn mit einem Bauchschuss nieder. Saipov bekannte sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und gab gegenüber den Ermittlern an, er habe so viele Menschen wie möglich töten wollen.

Die Anklage gegen den 29-Jährigen umfasst 22 Punkte, darunter acht wegen Mordes und zwölf wegen versuchten Mordes. Ihm drohen damit nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

+++ 7.54 Uhr: Internationaler Flughafen auf Bali nimmt Betrieb in Kürze wieder auf +++

Der wegen der Aschewolken des Vulkans Agung geschlossene internationale Flughafen auf der indonesischen Ferieninsel Bali nimmt in Kürze seinen Betrieb wieder auf. Der seit Montag geschlossene Airport in der Inselhauptstadt Denpasar werde am Mittwochnachmittag (Ortszeit) wieder öffnen, weil die Vulkanasche mittlerweile in eine andere Richtung geweht werde, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur AFP. Wegen der Flughafensperrung hatten tausende Touristen auf Bali festgesessen.

+++ 6.47 Uhr: Sechs Autos in Unfall verwickelt - 15 Verletzte +++

Auf der Autobahn 57 am Niederrhein sind bei einem Unfall mit sechs Autos 15 Menschen verletzt worden. Einer der Verletzten war in Lebensgefahr, drei wurden schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Autos waren in der Nacht zum Mittwoch nahe Uedem in Fahrtrichtung Niederlande ineinandergekracht. Unter den sechs beteiligten Wagen war auch ein Lastwagen. Die Autobahn war auch am Mittwochmorgen noch gesperrt, die Bergungsarbeiten dauerten an.

+++ 6.10 Uhr: Trudeau entschuldigt sich bei LGBT-Community +++

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich bei den Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) des Landes für Jahrzehnte der Diskriminierung durch den Staat entschuldigt. "Ihr seid Fachkräfte. Ihr seid Patrioten. Und vor allem seid ihr unschuldig. Für all Euer Leid verdient ihr Gerechtigkeit und Frieden", sagte Trudeau am Dienstag (Ortszeit) im kanadischen Unterhaus.

Mit seiner Entschuldigung wandte sich Trudeau an die kanadischen Beamten, Soldaten und Mitarbeiter der Bundespolizei, die zwischen den 1950er und 1990er Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, kriminalisiert und teilweise aus dem Staatsdienst entlassen worden waren. Zur Entschädigung zahlt Kanada den Betroffenen nun insgesamt 145 Millionen kanadische Dollar (96 Millionen Euro).

+++ 4.57 Uhr: Unfall in Kieswerk: Arbeiter stirbt - Kollege verschüttet +++

Bei einem Unglück in einem Kieswerk im Münsterland ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Ein zweiter Mann wurde unter dem herabgerutschten Kies verschüttet. Er konnte bislang nicht gerettet werden, wie die Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte. Die Bergung wurde in der Nacht unterbrochen. Sie sollte am Morgen - gegen 8.00 Uhr - fortgesetzt werden. Ein 42-jähriger Niederländer wurde am Dienstagabend tot geborgen.
Insgesamt vier Arbeiter waren in Isselburg-Anholt von dem herabrutschenden Kies verschüttet worden. Zwei konnten leicht verletzt gerettet werden, wie die Polizei weiter mitteilte.

Die vier Arbeiter waren im Bereich eines aufgeschütteten Kiesbergs beschäftigt, als aus noch ungeklärter Ursache ein Teil der Steine ins Rutschen geriet. Die beiden geretteten Männer wurden von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.

+++ 3.27 Uhr: Bali: Flughafen wegen Vulkanasche dritten Tag in Folge geschlossen +++

Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs bleibt der internationale Flughafen der Ferieninsel Bali auch am Mittwoch noch geschlossen. Die Schließung des Airports nahe der Hauptstadt Denpasar gelte zunächst bis 7.00 Uhr (Ortszeit) am Donnerstagmorgen, sagte Katastrophenschutzsprecher Sutopo Nugroho. Der tropische Zyklon "Cempaka" treibe Vulkanasche des Mount Agung auf einer Höhe von gut 7600 Metern in südwestliche Richtung, so der Sprecher. Es wird unter anderem befürchtet, dass die Asche die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen könnte. Mehrere Tausende Urlauber sitzen deshalb auf Bali fest, darunter nach Schätzungen auch mehrere hundert Deutsche. 

+++ 1.17 Uhr: Apple kündigt Software-Update wegen Sicherheitslücke auf Macs an +++

Apple will einen Fehler in seinem aktuellen Betriebssystem für Mac-Computer ausbessern, durch den der Passwort-Schutz ausgehebelt werden kann. Ein Computer-Experte wies den Konzern am Dienstag per Twitter darauf hin, dass sich jeder mit einem sogenannten Root-Account für Änderungen am System in die Computer einloggen könne. Dazu reiche es an Rechnern mit dem MacOS-System "High Sierra" aus, den Benutzernamen "root" zu wählen, kein Passwort einzugeben und mehrfach den Login-Knopf zu drücken.

"Wir arbeiten an einem Software-Update, um das Problem anzugehen", erklärte Apple dazu in einer Stellungnahme. In der Zwischenzeit empfahl der Konzern den Nutzern, ein Passwort für den Root-Account zu setzen. Über den Zugriff kann man System-Einstellungen verändern - so könnte über ihn zum Beispiel eine schützende Firewall deaktiviert werden. Ein Fehler dieser Art ist ein blaues Auge für Apple, denn der Konzern wirbt mit einem besonderen Augenmerk auf Datenschutz und Sicherheit auf seinen Geräten. Zunächst blieb unklar, wie es zu der Sicherheitslücke kommen konnte.

tim/tyr / DPA / AFP