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News des Tages: Mit Klopapier Waldbrand entfacht: Deutscher muss lange hinter Gitter

Von der Leyen bedauert Bundeswehr-Aussagen +++ Drei-Fragezeichen-Sprecher von der Meden ist tot +++ IS-Verdächtiger in Leipzig festgenommen +++ Die News des Tages im Überblick.

La Palma

Einsatzkräfte kämpfen gegen den völlig vermeidbaren Waldbrand an

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.32 Uhr: 2:1 gegen USA: Eishockey-Team feiert bei Heim-WM Auftaktsieg +++

Mit einem überraschenden Sieg ist das deutsche Eishockey-Nationalteam in die Heim-Weltmeisterschaft gestartet. Ohne Kapitän Christian Ehrhoff gewann der Gastgeber am Abend in Köln mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) gegen Mitfavorit USA. NHL-Stürmer Tobias Rieder (11. Minute) und Patrick Hager (54.) erzielten vor 18 688 Zuschauern in der ausverkauften Arena die deutschen Tore. Dank eines starken NHL-Torhüters Thomas Greiss schürte das Team Hoffnungen auf ein ähnlich erfolgreiches Turnier wie 2010. Vor sieben Jahren war Deutschland bis ins Halbfinale vorgedrungen. Nächster Gegner ist bereits am Samstag Mitfavorit Schweden (20.15 Uhr/Sport1). 

+++ 22.11 Uhr: Rund 3000 Flüchtlinge an einem Tag aus dem Mittelmeer gerettet +++

Etwa 3000 Flüchtlinge sind an nur einem Tag aus dem Mittelmeer gerettet worden. Die Menschen seien bei rund 20 Einsätzen geborgen worden, sagte ein Sprecher der italienischen Küstenwache am Freitagabend. Tote habe es bei den Rettungsaktionen nicht gegeben.

Allerdings hatte am Freitag die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sechs Leichen nach Sizilien gebracht. Sie seien vermutlich mehrere Tage vor der libyschen Küste im Wasser getrieben, teilte die Organisation weiter mit. In diesem Jahr sind bereits mehr als 1000 Migranten im Mittelmeer ums Leben gekommen.

+++ 20.17 Uhr: Trump unterzeichnet Haushaltsgesetz +++

Die US-Regierung kann nun definitiv bis zum Ende des Haushaltjahres im September weiterarbeiten. Präsident Donald Trump unterzeichnete nach Angaben einer Sprecherin am Freitag ein entsprechendes Gesetz, das in den vergangenen Tagen den US-Kongress passiert hatte. Das Budget umfasst einige wichtige Anliegen Trumps wie eine Erhöhung der Ausgaben für Verteidigung und Grenzsicherung, aber bei weitem nicht in dem von ihm angestrebten Umfang. Insgesamt hat das Gesetz ein Volumen von 1,1 Billionen Dollar.

Ohne dieses Gesetz wäre die US-Regierung am Freitag um Mitternacht in den sogenannten "Shutdown" gegangen, sie wäre zahlungsunfähig gewesen und hätte ihre Aufgaben auf das Nötigste reduzieren müssen. Die nächste Runde des Budgetprozesses folgt nun im September.

+++ 19.36 Uhr: Mit Klopapier Waldbrand entfacht: Deutscher muss lange hinter Gitter +++

Die Bilder vom verheerenden Waldbrand auf der Kanareninsel La Palma gingen im vorigen Sommer um die Welt. Die Ursache wirkte bizarr: Ein junger Deutscher hatte das Naturparadies durch das Abbrennen benutzten Klopapiers in Flammen gesetzt. Wegen grob fahrlässiger Brandstiftung wurde er nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, wie das zuständige Landgericht in Santa Cruz de Tenerife bestätigte.Der geständige 27-Jährige muss nach dem Urteil außerdem mehrere betroffene Gemeinden und Privatpersonen sowie die Familie eines bei der Brandbekämpfung ums Leben gekommenen Forstarbeiters finanziell entschädigen. Nach Berichten von Medien werden allein die Ausgaben der Inselregierung für Brandbekämpfung, andere Notmaßnahmen und Wiederaufforstung auf mindestens 1,8 Millionen Euro geschätzt. Bei dem Brand waren Anfang August knapp 5000 Hektar Pinien- und Kiefernwald vernichtet worden. Dem Deutschen wurde "grobe Fahrlässigkeit" zur Last gelegt. Der als "Aussteiger" bezeichnete Mann war wenige Stunden nach dem Ausbruch des Feuers festgenommen worden.


+++ 19.09 Uhr: Weltweiter Schlag gegen Kinderporno-Szene - 900 Festnahmen +++

Internationalen Ermittlern ist ein großer Schlag gegen einen weltweiten Kinderpornoring gelungen. Rund 900 Menschen seien weltweit festgenommen worden, knapp 370 davon in Europa, teilte Europol mit. 296 sexuell missbrauchte Kinder seien identifiziert oder gerettet worden, teilten das FBI in Washington und Europol in Den Haag am Freitag mit. Die bislang geheim gehaltene Operation dauerte mehr als zwei Jahre. Anfang dieser Woche waren die drei Hauptverantwortlichen der Internet-Plattform "Playpen" in den USA zu Gefängnisstrafen von bis zu 30 Jahren verurteilt worden, darunter der 58 Jahre Schöpfer der Website aus Florida. Playpen ist nach Angaben von Europol eine der weltweit größten Kinderporno-Plattformen mit mehr als 150.000 Nutzern. Federführend für die Aktion war das amerikanische FBI. Nach Angaben der US-Bundespolizei wurden allein in den USA 25 Menschen angeklagt, die Kinderpornografie produziert und 51 Menschen, die Kinder körperlich missbraucht haben sollen. 55 Kinder seien allein in den USA identifiziert und gerettet worden. 

+++ 18.57 Uhr: Trump vermeidet Chaos in New York und verbringt Wochenende lieber in New Jersey +++

US-Präsident Donald Trump verbringt sein Wochenende einmal nicht in seinem Nobelresort Mar-al-Lago und geht auch geplanten Protesten in New York aus dem Weg: Es zieht ihn in seinen Trump National Golf Course in New Jersey. Er wolle "Chaos" in New York vermeiden und außerdem Steuergelder sparen, schrieb Trump auf Twitter. Anders als sein Vorgänger Barack Obama verlässt Trump am Wochenende Washington, wann immer er kann. So auch am späten Donnerstagabend, als er nach einem Treffen mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull Richtung New Jersey aufbrach. Wegen der hohen Kosten, die seine häufigen Ausflüge unter anderem aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen verursachen, stehen die Wochenendreisen Trumps in der Kritik.

+++ 17.03 Uhr: Anti-Terror-Einsatz in Sachsen - Polizei nimmt IS-Verdächtigen fest +++

Anti-Terror-Einsatz in der Fahrschule: Die Bundesanwaltschaft hat nahe Leipzig ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat festnehmen lassen. Der 39-jährige Syrer Ahmad A.A. soll im Bürgerkrieg in seiner Heimat eine Kampfeinheit der terroristischen Al-Nusra-Front angeführt haben, wie die Behörde mitteilte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es keine aktuelle terroristische Gefährdung. Die sächsische Polizei war am Donnerstag zusammen mit bayerischen LKA-Beamten zu einem Großeinsatz in das Örtchen Wachau südlich von Leipzig ausgerückt. Auf dem Grundstück eines unscheinbaren Hauses, in dem unter anderem eine Fahrschule untergebracht ist, wurde der 39-Jährige gestellt. Wie ein Fahrlehrer am Freitag sagte, wollte der Verdächtige dort einen Kurs beginnen. Er sei angemeldet gewesen.

+++ 16.35 Uhr: Mutmaßlicher Extremist nahe Militärbasis in Frankreich festgenommen +++

In der Nähe einer Militärbasis in Frankreich ist ein mutmaßlicher Extremist festgenommen worden. Die Polizei habe den früheren Soldaten in der Umgebung eines Luftwaffenstützpunkts in der nördlichen Stadt Evreux in Gewahrsam genommen, hieß es von Seiten der Ermittler. Zudem seien Waffen gefunden worden. In Frankreich gelten wegen der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag hohe Sicherheitsvorkehrungen.

+++ 15.57 Uhr: Sächsische Polizei bekommt Büros auf zwei Rädern +++

Sie sind mit Laptop, Drogenprüfgeräten, Schallpegelmessern und Geräten zur Geschwindigkeitskontrolle ausgestattet: Mit vier Motorrädern vom Typ "Victory Cross Country Tour" soll die sächsische Polizei künftig im Grenzgebiet zu Tschechien unterwegs sein. Sachsens Innenminister Markus Ulbig übergab die Autos in Zschopau an die Polizei. Rund 196.000 Euro haben die Motorräder gekostet. Die Maschinen sind laut sächsischem Innenministerium bundesweit einzigartig und wurden in sächsisch-tschechischer Zusammenarbeit entwickelt. Sie sollen künftig im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz zum Einsatz kommen. "Mit den funktionellen Motorrädern bekommen die Chemnitzer Polizisten ein Büro auf zwei Rädern. Das macht sie gerade im Grenzbereich des Erzgebirges besonders mobil und effektiv", erklärte Ulbig. 

+++ 15.16 Uhr: Polizei findet mehr als ein Kilo Haschisch in einem Brot +++

Mit mehr als einem Kilo Haschisch versteckt in einem Brot ist ein Mann auf dem Erfurter Hauptbahnhof erwischt worden. Beim Begleiter des 35-Jährigen fanden die Polizisten ein weiteres Tütchen mit Cannabis, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Zum Wert der gefundenen Drogen und zu ihrer Bestimmung machte die Polizei keine Angaben. Der 35-Jährige sei der Polizei bereits wegen Drogendelikten bekannt.

+++ 15.11 Uhr: Flüchtlingsamt sperrt am Fall Franco A. beteiligte Dolmetscher +++

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat nach dem Auffliegen des als Flüchtling getarnten Bundeswehrsoldaten Franco A. alle an dem Fall beteiligten Dolmetscher für weitere Einsätze gesperrt. 2000 positive Asylentscheidungen von Syrern und Afghanen im Zeitraum von Anfang Januar 2016 bis zum 27. April 2017 würden nun erneut überprüft, teilte die Behörde mit. "Jedes einzelne Verfahren, an dem die Verantwortlichen im Fall Franco A. beteiligt waren, wird von langjährigen Mitarbeitern des Bundesamtes untersucht." Das BAMF stimme sich dabei eng mit der Staatsanwaltschaft ab. So sollen laut dem Bundesinnenministerium mögliche "systematische Mängel" beim BAMF gefunden werden. Franco A. wird verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.


+++ 14.40 Uhr: Le Pen in Reims ausgebuht +++

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen ist bei einem ihrer letzten Auftritte vor der Stichwahl am Sonntag ausgebuht worden. Die Rechtspopulistin besuchte unangekündigt die Kathedrale der westfranzösischen Stadt Reims, wo früher die Könige gekrönt wurden. Als Le Pen den zum Weltkulturerbe gehörenden Bau durch einen Seitenausgang verließ, skandierten rund hundert Demonstranten "Marine, gib das Geld zurück". Gegen Le Pen und andere Europaabgeordnete ihrer Partei Front National ermittelt die Justiz in einer Scheinbeschäftigungsaffäre. Sie sollen Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten entlohnt haben, obwohl diese in Wirklichkeit Parteiaufgaben übernahmen.

+++ 13.05 Uhr: Erneute Panne beim Abitur +++

Weitere Abi-Panne in Baden-Württemberg: In Östringen hat eine Schule versäumt, eine falsche Jahreszahl in einer Deutsch-Prüfungsaufgabe zu korrigieren. Wegen der Gefahr einer Fehlinterpretation sollen Schüler nun selbst entscheiden, ob sie die bereits geschriebene Klausur bewerten lassen oder lieber nachschreiben, bestätigte das Kultusministerium in Stuttgart. Zuvor hatte die "Rhein-Neckar-Zeitung" darüber berichtet. Das Ministerium hatte vor Ostern alle Schulen darauf hingewiesen, dass das richtige Erscheinungsjahr der Kurzgeschichte "Auf der Felsenkuppe" 1960 und nicht 1949 ist. Das Östringer Leibniz-Gymnasium vergaß, die Schüler zu informieren. Erst nach der Klausur fiel es auf. Dem Zeitungsbericht zufolge hatten mehrere Schüler wegen der falschen Zeitangabe ihren Interpretationsschwerpunkt auf die Nachkriegsthematik gelegt - und das Thema damit verfehlt.

+++ 12.45 Uhr: Nordkorea beschuldigt USA und Südkorea eines Mordkomplotts gegen Kim +++

Nordkorea hat die Geheimdienste der USA und Südkoreas beschuldigt, einen Giftanschlag auf den Machthaber Kim Jong-un geplant zu haben. Eine von beiden Ländern unterstützte Terroristengruppe sei in Nordkorea mit dem Ziel eingedrungen, Kim mit einer biochemischen Substanz zu töten. Das habe das nordkoreanische Ministerium für Staatssicherheit am Freitag erklärt, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien. In der Erklärung wurden die CIA und Südkoreas Geheimdienst als Terroristengruppen bezeichnet und mit ihrer Zerstörung gedroht. Die Lage in der Region ist wegen des aggressiven Ausbaus des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms sehr angespannt.

Zehn Fakten über Nordkorea


+++ 12.40 Uhr: Regierung würde Todesstrafen-Referendum in Deutschland untersagen +++

Die Bundesregierung würde in Deutschland ein von Ankara veranlasstes Referendum über die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei untersagen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin: "Es ist politisch nicht vorstellbar, dass wir einer solchen Abstimmung in Deutschland über eine Maßnahme, die unserem Grundgesetz und europäischen Werte klar widerspricht, zustimmen würden."

+++ 12.15 Uhr: Trump trifft EU-Spitzen am 25. Mai in Brüssel +++

Das erste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und den EU-Spitzen findet am 25. Mai in Brüssel statt. Trump werde dann mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk zusammentreffen, hieß es am Freitag in Brüssel. Der Immobilienmilliardär Trump hatte die EU vor seinem Amtsantritt unter anderem als "ein Mittel zum Zweck für Deutschland" bezeichnet.

+++ 11.24 Uhr: Von der Leyen bedauert Interview-Äußerungen +++

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre Interview-Äußerungen mit harter Kritik an Strukturen in der Bundeswehr bedauert. Die Soldaten leisteten einen "unverzichtbaren Dienst für unser Land", wofür sie Dank und Anerkennung verdienten, sagte von der Leyen nach Angaben des Magazins "Spiegel" vom Freitag bei ihrem Treffen mit Generälen am Vortag. "Ich wünschte, ich hätte diese Sätze am Wochenende in dem Fünf-Minuten-Interview über den Rechtsextremisten vorweggesagt."

Hans-Ulrich Jörges' Klartext: Leitkultur und Bundeswehr - worum es bei den Debatten wirklich geht


+++ 10.55 Uhr: Bundesanwaltschaft lässt IS-Verdächtigen in Sachsen festnehmen +++

Die Bundesanwaltschaft hat in Sachsen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat festnehmen lassen. Der 29-jährige Syrer Ahmad A. soll im Bürgerkrieg in seiner Heimat eine Kampfeinheit der terroristischen Vereinigung Jabhat al-Nusra angeführt haben, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Er soll im November 2012 an der Eroberung der syrischen Stadt Dibsi Afnan und im Februar 2013 an der Eroberung von Tabka beteiligt gewesen sein. Im Frühjahr 2013 soll er sich dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen haben.

+++ 9.45 Uhr: Drei-Fragezeichen-Sprecher Von der Meden ist tot +++

Der Synchronsprecher Andreas von der Meden ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das teilte seine Produktionsfirma Europa Hörspiele auf Facebook mit. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Stimme. Er sprach unter anderen die Figuren Skinny Norris ("Drei Fragezeichen"), Kermit und Onkel Quentin ("Fünf Freunde"). Im Fernsehen war er die deutsche Stimme von US-Schauspieler David Hasselhoff.

+++ 8.39 Uhr: Polizei erschießt Mann nach Messerattacke +++

Polizisten in Baden-Württemberg haben einen Mann erschossen, der alarmierte Beamte mit einem Messer bedrohte. Wie die Polizei in Freiburg am späten Donnerstag mitteilte, wurden Einsatzkräfte zu einer Rehaeinrichtung in Emmendingen gerufen, weil sich ein Bewohner aggressiv verhielt. Der 61-Jährige griff die Polizisten demnach "unmittelbar mit einem Messer" an. Die Beamten schossen daraufhin auf den Mann, der noch vor Ort starb. Die Polizei sprach von Notwehr. Der Vorfall soll nun geprüft werden.

+++ 8.16 Uhr: Chinas selbst entwickeltes Passagierflugzeug hebt ab +++

Nach mehr als acht Jahren Entwicklungszeit ist Chinas erstes großes Passagierflugzeug zum Jungfernflug abgehoben. Wie auf Live-Bildern im Staatsfernsehen zu sehen war, startete die "C919" ihren Testflug vom Shanghaier Flughafen Pudong. Der staatliche Flugzeugbauer Comac will mit dem Flieger, der über 168 Sitzplätze und eine Reichweite von 4075 Kilometern verfügt, der bislang übermächtigen amerikanischen und europäischen Konkurrenz Marktanteile abnehmen. Der Mittelstrecken-Jet mit nur einem Gang zwischen den Sitzreihen zielt auf das absatzstärkste Flugzeugsegment ab, das bisher vom Airbus A320 und der Boeing 737 beherrscht wird.

+++ 7.22 Uhr: Lastwagen mit Schweinehälften stürzt um - A7 bei Hamburg gesperrt +++

Weil ein mit Schweinehälften beladener Lastwagen auf der A7 umgekippt ist, müssen Autofahrer im Großraum Hamburg mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Der 40-Tonner war in der Nacht zum Freitag an einer Baustellenkurve nahe der Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen-Nord von der Fahrbahn abgekommen, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Der Fahrer wurde laut Feuerwehr verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Mit Hilfe von zwei Kränen wurde der Lastwagen geborgen. Diesel sei ausgelaufen und habe die Fahrbahn massiv verunreinigt. Die Fahrbahn sei in beide Richtungen gesperrt.
Es staue sich auf einige Kilometer in Richtung Hamburg und in Richtung Flensburg.

+++ 6.57 Uhr: SEK nimmt zwei Personen fest - Hintergründe unklar +++

Bei einem Großeinsatz der Polizei mit Spezialkräften in Wachau nahe Leipzig hat es zwei Festnahmen gegeben. Das bestätigte ein Sprecher der Leipziger Polizei, nachdem die Behörde nachts zunächst von mindestens einer Festnahme am Donnerstag gesprochen hatte. Dabei war den ersten Angaben zufolge ein Haftbefehl der Bundesanwaltschaft vollstreckt worden. Letzteres wollte der Polizeisprecher am Freitagmorgen nicht bestätigen, er verwies auf die Polizei Bayern als federführende Ermittlungsbehörde. Diese wiederum gab an, für weitere Auskünfte auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

+++ 6.52 Uhr: Flüchtlingsbehörde überprüft nach Bundeswehr-Skandal 2000 Asylverfahren +++

Infolge der Affäre um den mutmaßlich rechtsextremen Bundeswehr-Offizier Franco A. überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) rund 2000 abgeschlossene Asylverfahren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesinnenministeriums berichtete, will die Behörde klären, ob es möglicherweise systematische Mängel im Umgang mit Asylanträgen gab. Der Oberleutnant A. hatte monatelang ein Doppelleben als syrischer Flüchtling geführt und soll einen Anschlag geplant haben.

+++ 5.52 Uhr: Taxifahrer stirbt bei Unfall mit acht Schwerverletzten +++

Schreckliche Bilanz eines Verkehrsunfalls in Nordhessen: Ein Taxifahrer ist beim Frontalzusammenstoß seines Wagens mit einem anderen Auto ums Leben gekommen, zudem wurden acht Menschen schwer verletzt. Der Wagen eines 25-Jährigen war in der Nacht zum Freitag auf die Gegenfahrbahn geraten und in einer Kurve mit dem entgegenkommenden Taxi zusammengeprallt, wie die Polizei mitteilte. Der 44 Jahre alte Taxifahrer wurde bei dem Aufprall eingeklemmt und tödlich verletzt. Seine vier Fahrgäste sowie die vier Insassen des anderen Wagens, der sich mehrfach überschlug, kamen in Krankenhäuser. Vermutlich sei der 25-Jährige zu schnell unterwegs gewesen, hieß es.


+++ 5.39 Uhr: Heftige Zusammenstöße bei Studentenprotesten in Venezuela +++

In Venezuela hat es bei Studentenprotesten gegen Staatschef Nicolás Maduro erneut heftige Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften gegeben. Polizei und Nationalgarde gingen am Donnerstag mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor, die an der Zentraluniversität in der Hauptstadt Caracas einen Protestmatsch gestartet hatten. Im nördlichen Bundesstaat Anzoátegui wurde ein Studentenführer bei einer Versammlung an seiner Universität aus nächster Nähe erschossen.

Die Studenten hatten für Donnerstag zu landesweiten Kundgebungen gegen Maduro aufgerufen. In Caracas marschierten hunderte Demonstranten an der Zentraluniversität, der größten Universität des Landes, los. Sie kamen jedoch nicht weit: Direkt vor dem Campus wurden sie von den Einsatzkräften gestoppt. Polizei und Nationalgarde setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, einige Demonstranten warfen Steine und Brandsätze zurück. "Wir sind Studenten, keine Terroristen", skandierten die Demonstranten.

+++ 4:56 Uhr Anführer von Boko Haram weist Berichte über Verletzung zurück +++

Die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram hat Berichte über eine Verletzung ihres Anführers Abubakar Shekau dementiert. In einem 14-minütigen Video, das am Donnerstag im Internet veröffentlicht wurde, sagte Shekau, er sei "lebendig" und unverletzt. Er wisse gar nichts von einem Luftangriff, fügte Shekau hinzu, der wie üblich in Tarnkleidung und mit einem Sturmgewehr auftrat. Auch keiner seiner Männer sei getötet worden. Die nigerianische Armee hat in der Vergangenheit schon mehrfach behauptet, Shekau getötet zu haben.

+++ 4.34 Uhr: Gabriel kritisiert Netanjahu +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sein Treffen mit Regierungskritikern in Israel verteidigt. Zugleich kritisierte er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der ein geplantes Treffen im Streit abgesagt und dem deutschen Außenminister später Instinktlosigkeit vorgeworfen hatte.
"Unter Demokraten muss es möglich sein, sich auch mit regierungskritischen Organisationen zu treffen", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung . Er würde wieder genauso handeln.

+++ 4.32 Uhr: Aus Schwulenclub "Pulse" in Orlando wird nach Attentat ein Museum +++

Der Schwulenclub "Pulse" in Orlando im US-Bundesstaat Florida, in dem ein Attentäter im Juni 49 Menschen tötete, soll bald in ein Museum und eine Gedenkstätte umgewandelt werden. Wie die Besitzerin Barbara Poma am Donnerstag ankündigte, will sie damit "dauerhaft" einen Beitrag zur Aufarbeitung der Tragödie leisten. Ihr Club sei bereits "heiliger Boden" und solle nun ein "Ort der Heilung" werden.

+++ 4.31 Uhr: Rolf Zuckowski wird 70 +++

Seinen 70. Geburtstag will Liedermacher Rolf Zuckowski mit mehreren kleinen Feiern begehen, aber möglichst ohne Präsente. "Wenn man so gesund ist wie ich und so viel erleben durfte, ist das ja bereits ein großes Geschenk", sagte der Hamburger vor dem Jubiläum am 12. Mai. "Es gibt mehrere Mini-Geburtstagsfeiern", erzählte er. Bei einer davon hole er den Verlag und die Schallplattenfirma an einen Tisch, um gemeinsam zu überlegen, wie mit seinen Liedern umgegangen werde. "Das ist mir sehr wichtig, denn ich werde 70 und hoffe, ich werde 80 oder 90, aber ich weiß es ja nicht."

+++ 2:32 Uhr: Ehemals dickste Frau der Welt nach Operation in Indien nach Abu Dhabi verlegt +++

Die ehemals dickste Frau der Welt ist nach einer erfolgreichen Operation wegen ihres Übergewichts in Indien nach Abu Dhabi verlegt worden. Die Ägypterin Eman Ahmed Abd al-Ati wurde nach Angaben ihrer Ärzte in Mumbai am Donnerstag ins VPS-Burjeel-Krankenhaus in dem Golfemirat verlegt, wo sie sich nun ein Jahr lang einer Physiotherapie unterziehen soll. Abd al-Ati hatte ihre Wohnung in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria mehr als zwei Jahrzehnte lang nicht verlassen, bis sie im Februar zur Behandlung ihrer Fettleibigkeit mit einem Spezialflugzeug nach Indien gebracht wurde. Damals wog sie rund 500 Kilo.

+++ 0.30 Uhr: Ariane-Rakete nach Blockade gestartet +++

Nach wochenlangen Verzögerungen wegen Protesten ist vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana wieder eine Ariane-5-Rakete ins All gestartet. Der Lastenträger brachte in der Nacht zum Freitag (MESZ) zwei Telekommunikationssatelliten für Anbieter aus Korea und Brasilien in den Orbit, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Ursprünglich hätte die Rakete schon Mitte März abheben sollen, doch Sozialproteste in dem französischen Überseegebiet in Südamerika hatten den Weltraumbahnhof einen Monat lang blockiert.

tis / DPA / AFP