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News des Tages: Nach Mord an Rentnerin in Dresden: Tatverdächtiger ist tot

Schauspielerin Margot Kidder ist tot +++ US-Botschaft in Jerusalem eröffnet +++ Proteste am Gazastreifen: Zahlreiche Tote und Verletzte +++ 14 Autos in Berlin abgefackelt. Die News des Tages.

Drei Polizisten stehen mit Helmen und Sturmhauben auf an einem silber-blauen Transporter der Polizei

Stundenlang hatte die Polizei in einem Waldstück bei Königsbrück nach dem Mordverdächtigen gesucht

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schauspielerin Margot Kidder ist tot (20.40 Uhr)
  • Bundesverfassungsgericht: Togoer aus Ellwangen darf abgeschoben werden (17.28 Uhr)
  • US-Botschaft in Jerusalem eröffnet - Israel fliegt Angriff auf Hamas im (15.04)
  • Stuttgart: 23-Jähriger bei Date mit Machete bedroht (14.33 Uhr)
  • Wasserbüffel auf der Fahrbahn - A3 bei Kreuz Leverkusen gesperrt (6.51 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 22.24 Uhr: Bei Dresden: Verschanzter Mordverdächtiger ist tot +++

Der mutmaßliche Gewalttäter, der sich bei Königsbrück in der Nähe von Dresden verschanzt hatte, ist tot. "Unsere Einsatzkräfte haben einen Raum betreten und den Tatverdächtigen leblos aufgefunden", schrieb die Polizei Sachsen am Montagabend auf Twitter. "Wir gehen von Suizid aus." Der 33-jährige ehemalige Bundeswehrsoldat steht unter Verdacht, seine 75-jährige Nachbarin umgebracht zu haben. Zunächst hatte die "Bild" (online) darüber berichtet.

+++ 22.09 Uhr: USA: Oberstes Gericht hebt Todesstrafe wegen Dreifach-Mordes auf +++

Das Oberste Gericht der USA hat die Todesstrafe gegen einen wegen dreifachen Mordes verurteilten Mann aufgehoben. Der Supreme Court entschied in Washington, dass ein neuer Prozess zum Fall des 44-jährigen Robert McCoy stattfinden müsse. Das Gericht gelangte zu dem Schluss, dass McCoy von seinem Anwalt nicht korrekt vertreten worden sei.

Obwohl der Angeklagte von Anfang an seine Unschuld beteuert hatte, hatte der Anwalt seinen Mandaten während des Prozesses im Jahr 2011 im Bundesstaat Louisiana als Täter beschrieben. Der Verteidiger sprach damals von "unwiderlegbaren Beweisen" für die Schuld seines Mandanten und argumentierte, dieser habe die Morde in einem Anfall von Wahnsinn verübt. Er bat darum, Gnade für McCoy wegen dessen "mentaler und emotionaler Probleme" walten zu lassen. Die Strategie des Verteidigers schlug fehl, und McCoy focht dann die Todesstrafe mit dem Argument an, sein Verteidiger habe in dem Prozess seine Berufspflichten verletzt. Das Oberste Gericht bestätigte nun, dass der Anwalt angesichts der entschiedenen Einwände des Angeklagten nicht von der Schuld seines Mandanten hätte ausgehen dürfen. 

+++ 20.40 Uhr: Lois Lane aus Superman: Schauspielerin Margot Kidder ist tot +++

Die amerikanische Schauspielerin Margot Kidder, die in den "Superman"-Filmen der 70er und 80er Jahre die Reporterin Lois Lane spielte, ist tot. Sie sei am Sonntag im Alter von 69 Jahren in ihrem Zuhause im Staat Montana gestorben, teilte das Bestattungsunternehmen am Montag mit. Kidder stammte aus Kanada, hatte 2005 aber die US-Staatsbürgerschaft angenommen.

Kidder war eine von zahlreichen Schauspielerinnen, die die preisgekrönte Journalistin der fiktiven Zeitung "Daily Planet" in Film und Fernsehen spielten. An der Seite von Christopher Reeve als Clark Kent alias Superman war sie aber besonders beliebt. Zu sehen war sie in den Titeln "Superman" (1978), "Superman II - Allein gegen alle" (1980), "Superman III - Der stählerne Blitz" (1983) und "Superman IV - Die Welt am Abgrund" (1987). Später spielte sie in vielen kleineren Produktionen und TV-Serien mit.

+++ 19.56 Uhr: Gewalt in Gaza: Kuwait beantragt Sitzung des UN-Sicherheitsrates +++

Der arabische Golfstaat Kuwait hat eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Gewalt in Gaza mit mehr 50 getöteten und 2400 verletzten Palästinensern beantragt. Die für Dienstag anberaumte Sitzung sei als offene Debatte gedacht, bestätigte ein Sprecher der kuwaitischen UN-Vertretung am Montag. Konkrete Schritte oder Entwürfe für eine Resolution, um die Lage an der Grenze zwischen dem palästinensischen Gazastreifen und Israel zu beruhigen, gebe es derzeit nicht.

Der palästinensische UN-Botschafter Rijad Mansur machte die USA und deren Schritt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, für die Gewalt verantwortlich. "Als Welt- und Führungsmacht hatten die USA die Fähigkeit, Druck auf Israel auszuüben und dessen Verstöße gegen das palästinensische Volk zu beenden", schrieb Mansur am Montag an den Sicherheitsrat. Stattdessen habe Washington die israelische "Kompromisslosigkeit" nur noch verstärkt. Mansur rief den Rat auf, die "extrem gefährliche Situation" nach dem "Massaker" an der Gaza-Grenze rasch zu entschärfen. 

+++ 19.18 Uhr: Enthüllung der "Panama Papers" wird vefilmt - Hauptrolle für Meryl Streep +++

Die Geschichte um die Enthüllungen der sogenannten Panama Papers kommt auf die Leinwand. In dem geplanten Drama "The Laundromat" soll Hollywood-Star Meryl Streep, 68, eine Hauptrolle übernehmen, berichtet das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter". Gary Oldman und Antonio Banderas würden ebenfalls um Rollen verhandeln, heißt es. Steven Soderbergh (55, "Erin Brockovich") ist demnach als Regisseur an Bord. Vorlage für den Film ist ein Buch des US-Autors Jake Bernstein mit dem Titel "Secrecy World: Inside the Panama Papers Investigation of Illicit Money Networks and the Global Elite".

+++ 19.12 Uhr: Nationalspieler Gündogan verteidigt Foto mit türkischem Präsidenten Erdogan +++

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat Fotos verteidigt, auf denen er, Teamkollge Mesut Özil und andere Sportler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu sehen sind. Es habe sich um eine Geste der Höflichkeit während eines Abendtermins in London zugunsten einer Stiftung zur Förderung türkischer Studenten im Ausland gehandelt. Aus Rücksicht auf die aktuell schwierigen deutsch-türkischen Beziehungen hätten die beiden Nationalspieler auf Postings in den sozialen Medien verzichtet, nicht aber auf eine Respektsbekundung für das Präsidentenamt des Heimatlandes ihrer Familien, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Eine politisches Statement sei nicht beabsichtigt gewesen. Die Aufnahmen haben einen Tag vor der Nominierung des vorläufigen Kaders für die Fußball-WM in Russland für Wirbel gesorgt. Es gibt Stimmen, die einen Ausschluss der beiden Spieler von der WM fordern.

Erdogan, Özil, Gündogan


+++ 18.19 Uhr: Regierungsbildung in Italien zieht sich weiter hin +++

Erneut haben die rechtspopulistische Lega und die Fünf-Sterne-Bewegung in Italien mehr Zeit vom Staatspräsidenten für die Bildung einer Regierung gefordert. "Die nächsten Tage werden fundamental dafür sein, den (Koalitions-)Vertrag zu schließen", sagte Sterne-Chef Luigi Di Maio nach einem Gespräch mit Präsident Sergio Mattarella in Rom. Wie viele Tage Aufschub verlangt wurde, sagte er nicht. Die Fünf Sterne wollen ihre Mitglieder online über den Koalitionsvertrag abstimmen lassen. Die Sterne und die Lega sind grundverschieden, weshalb fraglich ist, wie lange ein Regierungsbündnis halten könnte. Di Maio gab am Montag aber zu verstehen, dass die Parteien die Absicht haben, ein Regierungsprogramm für volle fünf Jahre auf die Beine zu stellen.  

+++ 18.05 Uhr: Bayerischen Ermittlern gelingt Schlag gegen Drogenhändlerbande +++

Bayerische Ermittler haben eine internationale Drogenhändlerbande ausgehoben und knapp eine Tonne Kokain beschlagnahmt. Wie das Landeskriminalamt am Montag mitteilte, wurden zwölf überwiegend aus Albanien stammende Verdächtige festgenommen. Die Drogen wurden demnach in Bananenkisten versteckt nach geschmuggelt. Die Ermittlungen ließen den Schluss zu, dass insgesamt mit rund 1,8 Tonnen Kokain im Marktwert von 400 Millionen Euro gehandelt worden sei. Die Ermittler sprachen vom einem "empfindlichen Schlag" gegen die Drogenkriminalität und wollen am Mittwoch Einzelheiten nennen.

Polizist rettet Baby das Leben


 +++ 17.41 Uhr: Frankreichs Behörden nehmen nach Messerangriff möglichen Komplizen ins Visier +++

Nach dem tödlichen Messerangriff in Paris haben die Behörden einen möglichen Komplizen des Täters ins Visier genommen. Ein Freund des 20-jährigen Islamisten wurde aus dem Polizeigewahrsam in Straßburg zum Sitz des Inlandsgeheimdienstes DGSI nahe Paris gebracht, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Auch die Eltern des Angreifers befanden sich weiterhin in Gewahrsam. Politiker aus dem rechten Lager forderten eine bessere Prävention. Der in Tschetschenien geborene Täter war am Samstag von der erschossen worden, nachdem er in einem Ausgehviertel in der französischen Hauptstadt einen Mann getötet und vier weitere Menschen verletzt hatte. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat für sich. Der verdächtige Freund ist wie der Täter 1997 geboren und tschetschenischer Abstammung. Er wurde am Sonntag in Straßburg festgenommen, wo beide auf dieselbe Schule gegangen waren.

+++ 17.28 Uhr: Eilantrag gegen Abschiebung von Togoer aus Ellwangen abgewiesen +++

Das hat den Eilantrag des bei einem Großeinsatz der Polizei Anfang Mai im baden-württembergischen Ellwangen gefassten Asylbewerbers aus Togo gegen seine Abschiebung nach Italien abgewiesen. "Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt", teilte das Gericht am Montag in Karlsruhe mit. Die Verfassungsbeschwerde sei "bisher mangels ausreichender Begründung unzulässig".

+++ 17.19 Uhr: Ex-AfD-Landeschef Arppe wegen Volksverhetzung verurteilt +++

Der frühere AfD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Holger Arppe, ist wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Rostock sah es in dem Berufungsprozess als erwiesen an, dass der derzeit fraktionslose Landtagsabgeordnete 2010 unter seinem Pseudonym auf einem Internet-Portal einen Beitrag geschrieben habe, der Muslime herabwürdige und zum Hass gegen sie anstachele. Arppe will das Urteil nun beim Oberlandesgericht anfechten. Sein Verteidiger hatte einen Freispruch gefordert, da Arppe nicht Urheber des Beitrags und dieser auch nicht volksverhetzend sei.

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+++ 17.05 Uhr: Oberstes US-Gericht erlaubt Sportwetten in den USA +++

Der Supreme Court als höchstes US-Gericht hat das Verbot von Sportwetten in den aufgehoben. Das teilte das Gericht in Washington mit. Damit können US-Bundesstaaten künftig eigene Gesetze zur Regelung von Sportwetten erlassen. Vor allem der Bundesstaat New Jersey hatte seit langer Zeit versucht, Sportwetten zu legalisieren. "Der US-Kongress kann Sportwetten direkt regulieren. Wenn er sich dafür entscheidet, dies nicht zu tun, sind die Bundesstaaten frei, ihre eigenen Gesetze zu erlassen", heißt es in der Entscheidung des Gerichts. Derzeit sind Sportwetten in den USA flächendeckend nicht legal möglich. Lediglich im Spielerparadies Nevada werden solche Wetten angeboten, einige andere Staaten haben sein sehr limitiertes Angebot. Der Schwarzmarkt wird auf ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar geschätzt.


+++ 16.57 Uhr: Ex-SPD-Chef Müntefering steigt in den Ring +++

Ring frei für den 12. Deutschen Seniorentag: Mit einem Besuch bei den Senioren des Vereins Dortmunder Boxsport 20/50 hat Ex-SPD-Chef Franz Müntefering für die dreitägige Veranstaltung in Dortmund geworben. Der 78-Jährige ist Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso), die die Großveranstaltung vom 28. bis 30. Mai ausrichtet. "Bewegen, bewegen, bewegen - das ist ganz besonders wichtig, um fit zu bleiben, auch im Kopf", sagte Müntefering am Montag. Für einen Fototermin war er, mit goldenen Handschuhen ausgestattet, zu den Seniorenboxern in den Ring gestiegen.

+++ 16.52 Uhr: Nach Abstieg: HSV gewinnt 500 neue Mitglieder +++

Der Hamburger SV erlebt trotz seines erstmaligen Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga eine Welle der Sympathie. Seit dem feststehenden Gang in die 2. Bundesliga am Samstag seien über 500 neue Mitgliedsanträge gestellt worden, teilte der Verein mit. "Das ist für mich ein überragendes Zeichen der HSV-Fans", sagte Präsident Bernd Hoffmann. Aktuell hat der Verein nach eigenen Angaben knapp 79.000 Mitglieder. Der HSV war trotz eines 2:1-Siegs gegen Borussia Mönchengladbach am letzten Saisonspieltag nach 55 Jahren aus der Bundesliga abgestiegen.

+++ 16.26 Uhr: Ukrainischer Diplomat wegen Holocaust-Aussagen suspendiert +++

Die Ukraine hat einen seiner Diplomaten in Hamburg wegen judenfeindlicher Äußerungen vom Dienst suspendiert und ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. "Für Antisemiten und diejenigen, die internationalen Hass säen, kann es weder in einer zivilisierten Gesellschaft noch im Außenministerium einen Platz geben", schrieb Außenminister Pawel Klimkin auf Twitter. Der Mitarbeiter des Konsulats in Hamburg soll auf seiner nicht öffentlichen Facebookseite jahrelang antisemitische Kommentare geschrieben und den Holocaust geleugnet haben. Belege dafür hatte der in der EU lebende regierungskritische Journalist Anatoli Schari zuvor in einem Videoblog veröffentlicht.

+++ 16.02 Uhr: Armee: Israels Luftwaffe fliegt Angriff auf Hamas im Gazastreifen +++

Die israelische Luftwaffe hat einen Angriff auf die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas geflogen. Der Angriff habe sich gegen "fünf terroristische Ziele" in einem militärischen Ausbildungslager der Hamas im Norden des Gazastreifens gerichtet, erklärte die Armee. Anlässlich der Einweihung der US-Botschaft in gab es massive Palästinenserproteste, zu der die Hamas ermutigt hatte und in deren Zuge israelische Sicherheitskräfte Dutzende Palästinenser erschossen und hunderte weitere verletzten.

+++ 15.58 Uhr: Schwangere mit Messer schwer verletzt +++

Eine 38-jährige Schwangere ist im hessischen Bischofsheim mit einem Messer attackiert und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei stach ein Mann auf die Frau ein und ergriff dann die Flucht. Er sei aber von alarmierten Beamten festgenommen worden. Der Tatverdächtige ist den Angaben zufolge ein 23-jähriger Afghane, der wie die Frau in Bischofsheim lebt. Er soll mit dem Opfer verwandt sein. Die Beamten stellten bei seiner Festnahme ein Messer sicher. Die 38-Jährige kam mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Verwandtschaftsverhältnisse und genauen Hintergründe der Tat werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch ermittelt.

Polizist rettet Baby das Leben


+++ 15.30 Uhr: Radfahrerin stirbt nach schwerem Unfall in Brandenburg +++

Nach dem schweren Unfall einer vierköpfigen Radfahrergruppe in Brandenburg ist eine der schwer verletzten Frauen gestorben. Das teilte die Polizeidirektion Süd mit. Am Sonntag war ein 81 Jahre alter Autofahrer auf einer Bundesstraße bei Klein Köris in die vierköpfige Radfahrergruppe aus Berlin gerast. Die zwei Männer und zwei Frauen wurden lebensbedrohlich verletzt in Krankenhäuser gebracht.

+++ 15.29 Uhr: Trump übermittelt Video-Botschaft zur Botschafts-Eröffnung nach Jerusalem +++

US-Präsident Donald Trump hat anlässlich der US-Botschaft in Jerusalem das Recht Israels auf die Bestimmung seiner Hauptstadt betont. "Israel ist eine souveräne Nation mit dem Recht, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen", sagte Trump in einer Videobotschaft, die bei den Feierlichkeiten ausgestrahlt wurde. "Wir haben in der Vergangenheit das Offensichtliche nicht anerkannt", sagte Trump. Der Schritt der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und den Sitz der Botschaft von Tel Aviv in die Heilige Stadt zu verlegen, ist international höchst umstritten.


+++ 15.04 Uhr: US-Botschaft in Jerusalem eröffnet +++

Die USA haben am Montag ihre neue Botschaft in Jerusalem offiziell eröffnet. Botschafter David Friedman begrüßte rund 800 Gäste. "Vor 70 Jahren hat David Ben Gurion die Unabhängigkeit (des Staates Israel) erklärt", sagte Friedman während der Eröffnungszeremonie. "70 Jahre später gehen die Vereinigten Staaten endlich den nächsten Schritt." Dieser historische Moment sei "dem Mut einer Person" zu verdanken: US-Präsident Donald Trump. Trump hatte die Verlegung der Vertretung in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem beschlossen. Der US-Präsident ließ sich bei der offiziellen Zeremonie von seiner Tochter Ivanka Trump vertreten.

+++ 14.41 Uhr: Quim Torra zum Regionalpräsidenten von Katalonien gewählt +++

Der Separatist Quim Torra ist im Parlament von Barcelona zum neuen katalanischen Regionalpräsidenten gewählt worden. Der 55-Jährige erreichte im zweiten Wahlgang die benötigte einfache Mehrheit der Stimmen.

+++ 14.34 Uhr: Zahl der Toten im Gazastreifen steigt auf 52 +++

Die Zahl der bei schweren Konfrontationen im Gazastreifen an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf 52 gestiegen. Mindestens 1700 weitere Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens verletzt. Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014. Die USA verlegen ihre Botschaft in Israel offiziell von Tel Aviv nach Jerusalem. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember im Alleingang als Hauptstadt Israels anerkannt. Dies löste schwere Unruhen in den Palästinensergebieten aus. Israel feiert den Schritt dagegen als politischen Triumph.

+++ 14.33 Uhr: 23-Jähriger in Stuttgart bei Date mit Machete bedroht +++

Von wegen Romantik: Ein junger Mann ist bei einem Date mit einer Internet-Bekanntschaft mit einer Machete bedroht worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte er die Frau im Internet kennengelernt und schließlich ein Treffen vereinbart. Die Unbekannte holte den 23-Jährigen mit dem Auto in Stuttgart ab. Daraufhin fuhren die beiden durch die Gegend - bis die Frau hielt und einen Unbekannten einsteigen ließ. Der setzte sich demnach auf den Rücksitz, bedrohte den 23-Jährigen mit einer Machete und forderte 300 Euro. Der junge Mann lotste die beiden daraufhin zurück zu sich nach Hause und flüchtete unter dem Vorwand, das Geld holen zu wollen, in seine Wohnung. Dort rief er die Polizei, die nun nach den Tätern sucht.

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+++ 14.19 Uhr: Wim Wenders gibt sich als Papst-Fan +++

"Mutig", "liebevoll" und "ehrlich" - dem Charme von Papst Franziskus ist Wim Wenders sichtlich erlegen. Der deutsche Regisseur präsentierte am Sonntagabend beim Filmfestival im südfranzösischen Cannes seinen Dokumentarfilm über das katholische Kirchenoberhaupt. "Papst Franziskus - ein Mann seines Wortes" kommt am 14. Juni im deutschsprachigen Raum in die Kinos. "Er ist furchtlos", sagte Wenders über den Pontifex, den er im Auftrag des Vatikan mehrere Monate lang begleitete. Ob bei der schwierigen Kirchenreform oder Themen wie dem Umweltschutz - Franziskus setze sich ohne Skrupel für seine Anliegen ein, lobte der 72 Jahre alte Filmemacher. "Ich war überrascht über seine offene Geisteshaltung", sagt Wenders über den 81 Jahre alten Papst. 

+++ 13.40 Uhr: Verein der Brandenburger AfD will Rundfunkbeitrag kippen +++

Ein maßgeblich von Brandenburger AfD-Politkern getragener Verein will mit einer Volksinitiative den Rundfunkbeitrag kippen. "Das Ziel ist es, die Landesregierung zur Kündigung aller Rundfunkstaatsverträge zu zwingen", sagte der Potsdamer Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Vereins "Genug GEZahlt", Renè Springer. Die Initiative richte sich gegen die "Zwangsabgabe", die alle Haushalte bezahlen müssten, auch wenn sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nutzten. Es gehe dem Verein aber nicht um die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender, sagte Springer. "Aber sie sollten sich auf die Grundversorgung konzentrieren. Am Mittwoch verhandelt das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Frage, ob der Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß ist.


+++ 13.37 Uhr: Vier Hunde greifen Kind an - Neunjähriger erleidet tiefe Bisswunden +++

Ein Neunjähriger ist in Österreich von den vier Hunden seiner Betreuerin angegriffen worden. Das Kind erlitt tiefe Bisswunden sowie Blutergüsse, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich mitteilte. Zum Zeitpunkt des Angriffs war der Junge in einer Kinderbetreuung im Bezirk Amstetten. Die 31 Jahre alte Betreuerin habe die Kinder für einige Zeit mit den Hunden - einem Rottweiler und drei Jack Russell Terriern - allein gelassen, um ihren Autoschlüssel zu holen, berichtete die Behörde. Die Tiere trugen entgegen den Vorschriften keinen Maulkorb und waren nicht angeleint. Nach der Attacke brachte die 31-Jährige am Freitag das verletzte Kind nicht direkt zum Arzt, sondern nach Hause. Erst die Eltern fuhren den Neunjährigen in eine Klinik, wo er ambulant behandelt wurde. Die Betreuerin muss sich wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung verantworten. 

+++ 13.40 Uhr: Verein der Brandenburger AfD will Rundfunkbeitrag kippen +++

Ein maßgeblich von Brandenburger AfD-Politkern getragener Verein will mit einer Volksinitiative den Rundfunkbeitrag kippen. "Das Ziel ist es, die Landesregierung zur Kündigung aller Rundfunkstaatsverträge zu zwingen", sagte der Potsdamer Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Vereins "Genug GEZahlt", Renè Springer. Die Initiative richte sich gegen die "Zwangsabgabe", die alle Haushalte bezahlen müssten, auch wenn sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nutzten. Es gehe dem Verein aber nicht um die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender, sagte Springer. "Aber sie sollten sich auf die Grundversorgung konzentrieren. Am Mittwoch verhandelt das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Frage, ob der Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß ist.

+++ 13.18 Uhr: Dreiste Diebe bedienen sich aus Sandkasten von Kindergarten +++

Einen größeren Bedarf an Sand haben dreiste Diebe in Nordrhein-Westfalen auf Kosten eines Kindergartens gedeckt. Wie die Polizei mitteilte, transportierten die unbekannten Täter ihr Diebesgut am Wochenende kubikmeterweise aus dem Sandkasten einer Kindertagesstätte in Lüdenscheid ab. Auf dem dortigen "nagelneuen Spielplatz" schachteten sie demnach drei Löcher aus - mit einem Gesamtvolumen von zehn bis 15 Kubikmetern. Der Abtransport dürfte mit einem Fahrzeug erfolgt sein. Die Polizei sucht mögliche Zeugen.

+++ 13.14 Uhr: Kalter März verdirbt Baumärkten das Geschäft +++

Der kalte und feuchte März hat den Baumärkten in Deutschland im ersten Quartal das Geschäft verhagelt. Insgesamt lagen die Umsätze der Bau- und Heimwerkermärkte zwischen Januar und März mit knapp 3,8 Milliarden Euro um mehr als sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Branchenverband BHB mitteilte. "Vor allem der verregnete und kalte März war ausschlaggebend für das aktuelle Branchenergebnis", stellte BHB-Hauptgeschäftsführer Peter Wüst fest. Die Umsätze in diesem Monat lagen um mehr als 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei Gartengeräten, Gartenmöbeln und Saatgut lag das Minus sogar bei über 30 Prozent.

+++ 13.07 Uhr: Britische Touristin in Sorrento von zehn Männern vergewaltigt +++

Die italienische Polizei hat fünf tatverdächtigte Hotelangestellte indentifiziert und festgenommen, die sich bereits im Oktober 2016 an einer britischen Touristen vergangen haben sollen. Wie es in der einer Mitteilung der Polizei heißt, sei die Frau damals in einem Hotel im noblen süditalienischen Badeort Sorrento unter Drogen gesetzt und von mindestens zehn Männern vergewaltigt worden. Wie es weiter heißt, verbrachte die etwa 50-jährige Frau den letzten Abend ihres Urlaubs in dem an der Südküste des Golfs von Neapel gelegenen Ort. Zwei Barmänner hätten der Britin und ihrer Tochter einen Drink angeboten, in dem ein Schlafmittel aufgelöst war. Die Barkeeper hätten sich dann in einem Raum neben dem Pool an der Urlauberin vergangen, die Tochter sei nicht zu Schaden gekommen. Die Mutter sei in einen Personalraum geschleppt worden, wo weitere Männer über sie herfielen. Die Täter sollen Fotos und Videos in einer Chatgruppe ausgetauscht haben. Nach ihrer Heimkehr hatte die Frau bei der Polizei in Kent Anzeige erstattet.

+++ 12.58 Uhr: Magdeburger soll Hunde auf syrische Familie gehetzt haben +++

Ein 23 Jahre alter Magdeburger soll eine syrische Familie fremdenfeindlich beschimpft und seine zwei Hunde gezielt auf sie gehetzt haben. Die Tiere griffen den 29 Jahre alten Familienvater an und bissen mehrfach zu, wie die Polizei mitteilte. Der Attackierte kam mit schweren Bissverletzungen in ein Krankenhaus. Laut Polizei muss das genaue Geschehen noch ermittelt werden, weil die Angaben voneinander abwichen. Es stehe fest, dass der 23-Jährige die Familie zunächst beleidigt habe und an ihr vorbeigegangen sei. Kurz darauf sei er zurückgekehrt und der Vater habe sich schützend vor seine Familie gestellt. Daraufhin habe der Verdächtige den 29-Jährigen in den Schwitzkasten genommen, dann hätten die Hunde angegriffen. Die alarmierte Polizei konnte nach dem Vorfall den Verdächtigen ausfindig machen. Sie nahm die Hunde mit und brachte sie in ein Tierheim. Die Ermittler bitten um Zeugenhinweise.


+++ 12.34 Uhr: Bombenalarm in Wien - Hauptbahnhof gesperrt +++

Laut der österreichischen News-Seite oe24 ist das Gebiet rund um den Wiener Hauptbahnhof wegen eines Bombenalarms großräumig abgesperrt. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei sei wegen eines verdächtigen Gegenstands vor Ort, heißt es unter Berufung eines Leserreporters. Später wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

+++ 12.19 Uhr: Bundesregierung fordert von Russland Visum für ARD-Dopingexperten +++

Nach der Rücknahme des schon gewährten WM-Visums für den ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt durch Russland hat die Bundesregierung Moskau dazu aufgefordert, die Entscheidung zurückzunehmen. Berlin halte "die Maßnahme der russischen Behörden, Herrn Seppelt das Visum für ungültig zu erklären, für falsch", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Bundesregierung hoffe, dass Russland "diese aus unserer Sicht falsche Entscheidung revidiert", und appelliere an Moskau, Seppelt die Einreise zur Berichterstattung über die Fußball-WM zu ermöglichen. "Es stünde Russland als Gastgeber schlecht an, wenn es so offensichtlich die Pressefreiheit vor den Augen der Welt beschnitte", sagte Seibert. Das Auswärtige Amt ergänzte, die Bundesregierung setze sich "nachdrücklich dafür ein, dass diese Entscheidung revidiert wird". Seppelts Film "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" hatte die Aufdeckung des russischen Dopingskandals zur Folge.


+++ 11.49 Uhr: Zweifach beinamputierter Chinese bezwingt den Mount Everest +++

Der an beiden Beinen amputierte chinesische Bergsteiger Xia Boyu hat den Mount Everest bezwungen. Der 69-Jährige habe den Gipfel am Montagmorgen zusammen mit sieben Begleitern erreicht, sagte Dawa Futi Sherpa vom Veranstalter Imagine Trek and Expedition. Xia trug bei dem Aufstieg Beinprothesen. Der Chinese ist der zweite doppelt Beinamputierte der Welt, der den höchsten Gipfel der Welt erreichte. Es war bereits sein fünfter Versuch in mehr als vier Jahrzehnten. Erstmals machte sich Xia 1975 als Mitglied einer chinesischen Nationalmannschaft auf den Weg zum Everest-Gipfel, dabei geriet die Gruppe in einen Sturm. Unter Sauerstoffmangel und bei eisiger Kälte erlitt Xia starke Erfrierungen und verlor in der Folge beide Füße. Seine Beine mussten 1996 unterhalb der Knie amputiert werden, nachdem Ärzte bei ihm ein Lymphom entdeckt hatten.


+++ 11.44 Uhr: EU-Kommission sieht noch keinen Durchbruch im Justizstreit mit Polen +++

Die EU-Kommission sieht noch keinen Durchbruch in den Verhandlungen mit Polen über den Streit um die Unabhängigkeit der Justiz. Brüssel habe weiter "Bedenken" wegen der Rechtsstaatlichkeit und der Gewaltenteilung in dem Mitgliedstaat, sagte Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans. Er sah derzeit noch keine Möglichkeit, das Verfahren gegen Warschau zu beenden, das bis zum Stimmrechtsentzug auf EU-Ebene führen könnte. Timmermans informierte die Europaminister der Mitgliedstaaten am Montag über den Stand der Verhandlungen mit Polen. Die Kommission geht seit Anfang 2016 gegen mehrere Justizreformen der nationalkonservativen Regierung in Warschau vor. Sie wirft ihr vor, die Unabhängigkeit der Justiz zu beschneiden und die Gewaltenteilung zu untergraben.

+++ 11.19 Uhr: Zwei Tote und zwölf Verletzte bei Zusammenstößen am Gazastreifen +++

Wenige Stunden vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist es an der Grenze zum Gazastreifen zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten gekommen. Dabei sind zwei Palästinenser erschossen und mindestens zwölf weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Tausende Palästinenser versammelten sich nach Berichten von AFP-Reportern im Gazastreifen an mehreren Punkten nahe der Grenze zu Israel. Kleine Gruppen näherten sich Steine werfend dem schwer bewachten Grenzzaun zu Israel. Israelische Soldaten mit Schusswaffen bezogen auf der anderen Seite Position. Im Laufe des Tages werden Massenproteste an der Grenze erwartet.

+++ 11.01 Uhr: Umstrittene Autonomen-Kneipe in Berlin bleibt +++

Die Berliner Autonomen-Kneipe "Kadterschmiede", bundesweit bekannter Szenetreff von Linksautonomen, darf bleiben. Im mehrjährigen Streit um die Nutzung der Räume in einem früher besetzten Haus hat das Landgericht den Einspruch des Eigentümers als unzulässig verworfen. Der Hauseigentümer wollte erreichen, dass der "Kadterschmiede"-Verein die Räume verlassen muss, die dieser seit Ende 2013 ohne Mietvertrag in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain nutzt. Die Gesellschaft mit Sitz in Großbritannien vertrat die Ansicht, dass der Verein nur geduldet wird. Das Gericht hatte zuvor Zweifel geäußert, ob der Anwalt des Klägers prozessberechtigt ist. Vor dem Prozess hatte die linksextreme Szene in Berlin zu Widerstand und "Diskussions- und Chaostagen" aufgerufen. Im Bezirk Prenzlauer Berg wurden in der Nacht zum Montag mehrere Autos angezündet, insgesamt wurden 14 Fahrzeuge beschädigt oder zerstört.

+++ 10.16 Uhr: Grünen-Chef Habeck: Dobrindt bereitet "Verrohung der Politik" vor +++

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vorgeworfen, eine "Verrohung der Politik" vorzubereiten. Angesichts der wiederholten Angriffe Dobrindts auf Abschiebungsgegner sagte Habeck in der "Bild"-Talksendung "Die richtigen Fragen", der CSU-Politiker habe eine Wortwahl gebraucht, "die jede Scham verliert". Dobrindt hatte von einer "Anti-Abschiebe-Industrie" gesprochen und unter anderem Flüchtlingsräte als "Abschiebe-Saboteure" bezeichnet. "Herr Dobrindt verwischt immer mehr die Grenzen zwischen polemischer Rede und Rechtsstaatlichkeit", sagte Habeck. "Anwälte und Vereine sind keine Saboteure des Staates." Dobrindt betreibe eine "Verrohung der Sprache", die auch eine "Verrohung der Politik" vorbereite.

 +++ 10.11 Uhr: Kutschaty hält geplantes Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig +++

Aus Sicht des neuen SPD-Fraktionschefs in Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, ist das von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Polizeigesetz grundgesetzwidrig. "Es ist verfassungswidrig, wenn eine Person bei einem bloßen Verdacht ohne richterlichen Beschluss vier Wochen in Untersuchungshaft sitzt", sagte Kutschaty der "Rheinischen Post". Wenn das neue Polizeigesetz so bleibe, werde es Klagen dagegen geben, sagte der ehemalige NRW-Justizminister. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) sei im Irrtum, wenn er meine, dass es besser sei, einen Unschuldigen wegzusperren als einen Anschlag zu riskieren. 

+++ 9.56 Uhr: Kambodscha erhebt erstmals Anklage wegen Majestätsbeleidigung +++

Kambodscha hat erstmals Anklage wegen eines umstrittenen neuen Gesetzes gegen Majestätsbeleidigung erhoben. Einem Schuldirektor drohen nach einem Bericht der Zeitung "Phnom Penh Post" bis zu fünf Jahre Haft, weil er sich im Internet mehrfach abfällig über König Norodom Sihamoni geäußert haben soll. Zudem läuft der Lehrer Gefahr, bei einer Verurteilung bis zu 2100 Euro Geldstrafe zahlen zu müssen. Das Gesetz war erst im Februar in Kraft getreten. Viele sehen darin auch einen Versuch, kritische Meinungsäußerungen zu unterdrücken. Der König hat in dem südostasiatischen Staat eher repräsentative Aufgaben. Als Kambodschas eigentlicher starker Mann gilt Premierminister Hun Sen, der bereits seit Mitte der 1980er Jahre an der Macht ist.

+++ 9.15 Uhr: Israels Armee wirft vor Massenprotesten Flugblätter über Gaza ab +++

Vor geplanten Massenprotesten im Gazastreifen hat die israelische Armee Flugblätter über dem Palästinensergebiet am Mittelmeer abgeworfen. Darin würden die Einwohner auf Arabisch davor gewarnt, sich dem Grenzzaun zu Israel zu nähern, ihn zu beschädigen oder Anschläge zu verüben, teilte die israelische Armee mit. Am Tag der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem wird mit Protesten im Westjordanland und Gazastreifen gerechnet. An der Gaza-Grenze werden Zehntausende von Demonstranten erwartet. In einem höchst umstrittenen Schritt eröffnen die USA am Montag ihre Botschaft in Jerusalem.

+++ 8.49 Uhr: Klöckner kündigt schärfere Strafen gegen Stalleinbrüche an +++

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will Tierschützer, die in Ställe einbrechen, härter bestrafen. Sie kündigte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" eine Gesetzesverschärfung noch in dieser Legislaturperiode an. "Die Sache ist ganz klar: Einbruch ist Einbruch", sagte Klöckner der Zeitung. Auch Tierrechtler müssten sich an Gesetze halten. Bislang gehen Aktivisten, die sich Zugang zu Ställen verschaffen und heimlich filmen, oft straffrei aus. "Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert", betonte die Ministerin. Es sei Aufgabe des Staates, Landwirte zu belangen, die ihre Tiere schlecht hielten. 

+++ 8.01 Uhr: Mann stirbt in Campingbus - Vergiftung durch Grill +++

Weil ein Paar in Hamburg einen Grill mit in den Campingbus genommen hat, ist der Mann gestorben. Seine Frau wurde durch die giftigen Gase schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Jogger hörte die 37-Jährige am Sonntag laut wimmern und trat die Tür des Campingbusses ein. Der Jogger versuchte, den 39 Jahre alten Mann wiederzubeleben, er starb jedoch als die Rettungskräfte eintrafen. Seine Frau wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Sie sei inzwischen außer Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Das Ehepaar hatte am Sonntagabend gegrillt und den offenbar nicht vollständig gelöschten Grill in ihren Campingbus gestellt. Im Schlaf hätten sich die beiden mit Kohlenmonoxid vergiftet, sagte ein Sprecher der Polizei. Das Gas ist farb- und geruchlos, eine Vergiftung werde deshalb oft nicht oder zu spät bemerkt.

+++ 7.12 Uhr: Iran setzt EU Ultimatum für Atomabkommen +++

Der Iran hat der eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um die Umsetzung des Atomabkommens auch nach dem Ausstieg der USA zu garantieren. Das sei bei einem Treffen am Sonntag festgelegt worden, an dem der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi teilnahm, berichtete das Internetportal des Parlaments in Teheran. Nach Informationen aus Teheran verlangt das EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien aber 90 Tage. Das Thema solle deshalb beim Treffen der Außenminister am Dienstag in Brüssel erörtert werden.

+++ 6.51 Uhr: Wasserbüffel auf der Fahrbahn - A3 bei Kreuz Leverkusen gesperrt +++

Fünf Wasserbüffel haben auf der Autobahn 3 zwischen dem Dreieck Langenfeld und Kreuz Leverkusen für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Es sei mit größeren Behinderungen auch noch im Berufsverkehr zu rechnen, sagte ein Sprecher der Polizei Köln. Zuerst hatte der WDR darüber berichtet. Die Tiere waren nach Angaben des Sprechers am späten Sonntagabend von einer Weide ausgebrochen und zwischen der Anschlussstelle Opladen und dem Kreuz Leverkusen auf die Fahrbahn gelaufen. Die Polizei sperrte die Autobahn in beide Richtungen. Mithilfe zweier Lastwagen, die auf der Autobahn im Stau standen, und mehreren Streifenwagen kesselte sie die Tiere ein. Weil es nicht gelang, die Büffel von der Fahrbahn zu bringen, habe man die Tierärztin des Kölner Zoos informiert. Sie betäubte die Tiere. Mit einem Kran der Feuerwehr Köln und der Hilfe eines ortsansässigen Landwirts sollten die Büffel abtransportiert werden. Am frühen Morgen sei die Sperrung in Fahrtrichtung Oberhausen wieder aufgehoben worden, wie der Sprecher sagte. In Richtung Frankfurt sollte ein künstlicher Fahrstreifen eingerichtet werden.

+++ 6 Uhr: Mehr als ein Dutzend Autos in Berlin abgefackelt +++

Dort am frühen Montagmorgen sind am Berliner Kollwitzplatz elf Fahrzeuge ausgebrannt. Auch in der angrenzenden Knaackstraße brannten geparkte Fahrzeuge, insgesamt wurden 14 Fahrzeuge beschädigt oder zerstört. Da von einem politischen Motiv ausgegangen wird, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Zwei 26 Jahre alte Verdächtige wurden festgenommen. In dem Stadtviertel verüben Linksautonome immer wieder Brandanschläge auf Autos.

+++ 5.34 Uhr: Bundeswehrverband warnt vor Überforderung der Truppe +++

Der Bundeswehrverband warnt angesichts wachsender Aufgaben und mangelhafter Ausrüstung der Soldaten eindringlich vor einer Überforderung der Truppe. "Mit immer weniger Fähigkeiten immer mehr leisten - das kann nicht gelingen", sagte Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. "Sollten die Rahmenbedingungen für die Streitkräfte - und damit die Einsatzbereitschaft - nicht besser werden, sehe ich für künftige Mandatsverlängerungen schwarz." Das Spitzenpersonal der Bundeswehr befasst sich am Montag mit der Modernisierung der Truppe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet die alle zwei Jahre stattfindende Bundeswehrtagung in Berlin. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will im Anschluss ein "Bild der Bundeswehr für die Zukunft" skizzieren.

+++ 4.59 Uhr: DWD warnt vor Unwettergefahr im Süden +++

Geteiltes Deutschland: Während im Norden längere Zeit die Sonne scheint, drohen im Süden heftige Gewitter. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, kann es am Montag in südlichen Landesteilen zu Hagel, Sturm und Starkregen kommen. Nach Norden hin wird es sonniger und es bleibt trocken. Im Norddeutschen Tiefland klettern die Temperaturen auf sommerliche 28 Grad, am westlichen Alpenrand liegt der Höchstwert nur bei 15 Grad. Auch in den kommenden Tagen muss hier und da immer wieder mit Gewittern gerechnet werden.

+++ 4.58 Uhr: Blutiger Anschlag auf Polizeihauptquartier in Indonesien +++

Einen Tag nach den tödlichen Selbstmordattentaten auf christliche Kirchen im indonesischen Surabaya ist das Polizei-Hauptquartier der Großstadt zum Anschlagsziel geworden. Bei der Explosion einer Autobombe am Montagmorgen habe es Opfer gegeben, sagte Polizeisprecher Frans Barung Mangera. Nähere Angaben machte er zunächst nicht. So blieb zunächst unklar, ob es sich bei den Opfern um Tote oder Verletzte handelt und wieviele Menschen zu Schaden kamen.

+++ 3.51 Uhr: Weiterer Ebola-Verdachtsfall in Demokratischer Republik Kongo +++

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen weiteren Ebola-Verdachtsfall. Dieser sei in Bikoro im Nordwesten des Landes gemeldet worden, wo sich der jüngste Ausbruch der hochgefährlichen Krankheit ereignete, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während eines zweitägigen Besuchs in dem zentralafrikanischen Land. Damit stieg die Zahl der von der WHO registrierten Ebola-Fälle in dem betroffenen Gebiet auf 35. 18 Menschen starben bereits.

+++ 3.18 Uhr: Unfall mit lebensgefährlich verletzten Radlern: Ursache unklar +++

Nach dem schweren Unfall mit einer vierköpfigen Radfahrergruppe in Brandenburg ist die Ursache weiter unklar. "Der Autofahrer konnte bisher noch nicht vernommen werden", sagte ein Sprecher der Polizei. Der 81-jährige Unfallverursacher hatte einen Schock erlitten und musste stationär behandelt werden. Die lebensgefährlich verletzten Radler - zwei Männer und zwei Frauen - liegen im Krankenhaus. Der Autofahrer war am Sonntag nahe Klein Köris mit seinem Wagen in die Gruppe gerast. Zeugen sagten nach Polizeiangaben aus, dass der Autofahrer zu weit rechts gefahren sei und die vier Radfahrer am Rand der Bundesstraße 179 in voller Fahrt von hinten getroffen habe.

+++ 3.14 Uhr: Al-Kaida-Chef ruft vor US-Botschaftsverlegung nach Jerusalem zum Dschihad auf +++

Unmittelbar vor der Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem hat der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, Muslime zum Dschihad gegen die USA aufgerufen. Die Entscheidung der USA, ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, habe gezeigt, dass Verhandlungen und "Beschwichtigungen" den Palästinensern nichts gebracht hätten, sagte Sawahiri laut dem auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmen SITE in einer Video-Botschaft mit dem Titel "Tel Aviv ist auch ein Land der Muslime". Der Palästinensischen Autonomiebehörde warf Sawahiri in der Botschaft demnach vor, ein "Verkäufer Palästinas" zu sein. Seine Anhänger rief er auf, zu den Waffen zu greifen. Sawahiri warf zudem US-Präsident Donald Trump vor, "das wahre Gesicht des modernen Kreuzzugs offenbart" zu haben. Dieses zeige, dass "Beschwichtigungen" nicht funktionierten, "sondern nur Widerstand" durch "Dschihad", sagte Sawahiri.

+++ 2.01 Uhr: Trump will sich für chinesischen Telekommunikationskonzern ZTE einsetzen +++

US-Präsident Donald Trump will sich für den von US-Strafmaßnahmen betroffenen chinesischen Telekommunikationsriesen ZTE einsetzen. Gemeinsam mit Chinas Staatschef Xi Jinping setze er sich dafür ein, dass ZTE "schnell wieder ins Geschäft" komme", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. In China seien bereits zu viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Das US-Handelsministerium sei angewiesen worden, einen Rettungsplan vorzulegen. ZTE hatte zuletzt mitgeteilt, es habe seinen Betrieb weitgehend einstellen müssen, nachdem Washington die Zulieferung wichtiger US-Technologien an das chinesische Unternehmen untersagt hatte. Hintergrund waren Verstöße des Unternehmens gegen Iran- und Nordkorea-Sanktionen.

+++ 0.37 Uhr: Iraks Regierungschef Al-Abadi droht Wahlniederlage +++

Bei der Parlamentswahl im Irak zeichnet sich eine Niederlage des schiitischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi ab. Nach vorläufigen Ergebnissen aus der Nacht zum Montag kann die Liste des schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr hingegen mit einem Erfolg rechnen. Al-Sadr setzte sich im Wahlkampf für Reformen und die Bekämpfung der Korruption ein. Al-Sadrs Liste Sairun liegt nach vorläufigen Ergebnissen in vier von bislang zehn ausgezählten Provinzen an der Spitze, wie die Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte. Die eng mit den Schiitenmilizen verbundene Liste des Politikers Hadi al-Amiri kommt demnach ebenfalls in vier Provinzen auf Platz eins. Das Bündnis hat enge Beziehungen mit dem ebenfalls schiitisch geprägten Nachbarland Iran.

+++ 0.05 Uhr: Mehr als 40 Tote bei erneuten Stürmen in Indien +++

Bei erneuten Stürmen im Norden Indiens sind am Sonntag mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Uttar Pradesh seien mindestens 18 Menschen in Hagel- und Gewitterstürmen umgekommen, teilten Vertreter der dortigen Katastrophenschutzbehörde mit. Die Unwetter hätten Mauern zum Einsturz gebracht und Bäume und Strommasten niedergerissen. Zwölf weitere Todesopfer wurden aus Westbengalen und neun aus dem Bundesstaat Andhra Pradesh gemeldet. In Neu Delhi starben nach Behördenangaben zwei Menschen, als ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu hundert Stundenkilometern über die indische Hauptstadt hinwegfegte.

+++ 0.01 Uhr: Jugendliche Steinewerfer auf Brücke - Windschutzscheibe getroffen +++

Auf der A98 in Baden-Württemberg sind eine Autofahrerin und ihr Kind wohl nur knapp Verletzungen durch Steinwürfe entgangen. Jugendliche hatten auf einer Brücke der A98 zwischen Lörrach-Mitte und Lörrach-Ost gesessen und Gegenstände auf die darunter liegende Autobahn geworfen. Die Windschutzscheibe des Wagens der Frau wurde getroffen. "Nur mit viel Glück blieb das Schlimmste aus!", teilte die Polizei in Freiburg mit. Die Beiden blieben unverletzt, am Auto entstand ein Schaden von etwa 1000 Euro. Die fünf bis sechs Jugendlichen, darunter auch ein Mädchen, rannten nach dem Vorfall am Samstagabend davon. Auf der Fahrbahn wurden ein großer Stein sowie Holzteile gefunden. 

fin / DPA / AFP