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News des Tages: Nach schwerem Sexualdelikt in Mülheim - 14-Jähriger in Haft genommen

Nach schwerem Sexualdelikt in Mülheim - 14-Jähriger in Haft genommen +++  Bundesregierung will keine Bodentruppen nach Syrien entsenden +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

In der Nähe dieses Spielplatzes soll eine junge Frau von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und sexuell missbraucht worden sein

In der Nähe dieses Spielplatzes soll eine junge Frau von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und sexuell missbraucht worden sein

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Nach schwerem Sexualdelikt in Mülheim - 14-Jähriger in Haft genommen (18.28 Uhr)
  • Unbekannter erklimmt höchsten Wolkenkratzer der Europäischen Union (16.16 Uhr)
  • Bundesregierung will keine Bodentruppen nach Syrien entsenden (12.03 Uhr)
  • Deutsche-Bank-Chef zum Stellenabbau: "Wir haben keine andere Möglichkeit" (9.06 Uhr)
  • Deutsche Unternehmen exportieren mehr im Mai (8.22 Uhr)
  • FDP verlangt Entscheidung über Führung des Verteidigungsministeriums (6.29 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.28 Uhr: Nach schwerem Sexualdelikt in Mülheim - 14-Jähriger in Haft genommen +++ 

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau in Mülheim an der Ruhr am vergangenen Freitag ist einer der 14-jährigen Tatverdächtigen in Haft genommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Duisburg am Montagabend mit. Bei dem Opfer soll sich um eine 18-Jährige handeln. Genaue Angaben machten die Ermittler aus Gründen des Opferschutzes nicht. Der Tatort soll in einem Waldstück nahe einem Spielplatz liegen. Dringend tatverdächtig sind drei 14-Jährige und zwei 12-Jährige. Die Verdächtigen wurden am Wochenende von der Polizei befragt und anschließend ihren Eltern übergeben. Alle fünf sind bulgarischer Nationalität.  Vor den Sommerferien sollen die fünf Jugendlichen nicht mehr zur Schule gehen.

+++ 18.25 Uhr: Fünf Mordverdächtige am Grenztunnel Füssen gefasst +++ 

Die Bundespolizei hat auf der Autobahn 7 bei Füssen fünf mutmaßliche Mörder gefasst. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München wurden sie am Montag in Auslieferungshaft genommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren die Rumänen am Sonntagmorgen in einem französischen Auto am Grenztunnel Füssen kontrolliert worden und hatten angegeben, sie seien auf der Rückfahrt vom Italienurlaub nach Frankreich. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass die Männer im Alter zwischen 17 und 37 Jahren mit der Ermordung eines Mannes am 23. Juni in Frankreich zu tun haben könnten. Nach Kontakt mit den französischen Behörden stellte sich heraus, dass die fünf Männer unter dringendem Tatverdacht stehen. 

+++ 17.36 Uhr: Waldbrand bei Lübtheen gelöscht - Katastrophenalarm aufgehoben +++

Der Waldbrand auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Südwestmecklenburg ist weitgehend gelöscht. Der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und Chef des Einsatzstabs, Stefan Sternberg (SPD), hob am Montagnachmittag den seit dem 30. Juni bestehenden Katastrophenalarm auf. Damit werde der Einsatz für beendet erklärt. Das Feuer auf dem stark mit Munition belasteten Areal hat nach Angaben Sternbergs etwa 1200 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Es gilt damit als größter Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns.

Hubschrauber hilft bei Löscharbeiten und schüttet Wasser über einem Waldgebiet aus.

+++ 17.05 Uhr: Medien: Anwalt des Verdächtigen im Fall Lübcke erstattet Strafanzeige +++

Der Anwalt von Stephan E. kritisierte, dass Informationen aus dem widerrufenen Geständnis an die Öffentlichkeit gelangt seien. Diese könnten "nach Lage der Dinge nur aus der originalen Ermittlungsakte der Bundesanwaltschaft stammen", sagte er dem "Spiegel". Hannig erstatte den Angaben zufolge Strafanzeige wegen Geheimnisverrats. Er selbst habe die mehr als 300-seitige Akte noch nicht vollständig gelesen, als er bereits wesentliche Details in der Presse gefunden habe, sagte Hannig. Die beiden vorhergehenden Anwälte des Tatverdächtigen schieden laut Hannig als Quellen aus, sie hätten keinen Zugang zu den Akten gehabt. "Es muss jemand in den Ermittlungsbehörden geben, der diese Informationen gezielt an die Öffentlichkeit bringt", sagte Hannig. Er mahnte ein rechtsstaatliches Verfahren an.

+++ 16.54 Uhr: Tod einer Frau nach Schönheits-OP - Ursache weiterhin unklar +++

Nach dem Tod einer Frau im Anschluss an eine Schönheitsoperation in Düsseldorf hat die Obduktion zunächst keine Klarheit über die Ursache erbracht. "Wir müssen weitere Untersuchungen abwarten", sagte Staatsanwalt Uwe Kessel auf Anfrage. Dies könne ein bis zwei Wochen dauern. Die Frau war Medienberichten zufolge bei einer Po-Vergrößerung gestorben, der Eingriff war in einer Schönheitsklinik in Düsseldorf vorgenommen worden. Dabei kam es anscheinend zu Komplikationen. Die Patientin wurde mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik gebracht, wo sie starb. Die Behörden leiteten daraufhin ein Todesermittlungsverfahren ein.

+++ 16.40 Uhr: Ermittler gehen nach Sprengstofffund in Brüssel nicht von geplantem Anschlag aus +++

Nach einem Sprengstofffund in Brüssel gehen die Ermittler bislang nicht von einem geplanten Anschlag aus. Es deute nichts daraufhin, dass mit dem Sprengstoff ein Angriff ausgeführt werden sollte, erklärte die belgische Staatsanwaltschaft am Montag. Ein Bauarbeiter hatte am Samstagabend eine Tasche mit selbst hergestelltem Sprengstoff, Messern und Schlagringen im Treppenhaus eines Gebäudes im Brüsseler Vorort Anderlecht gefunden.

+++ 16.16 Uhr: Unbekannter erklimmt höchsten Wolkenkratzer der Europäischen Union +++

Ein unbekannter Kletterer hat ohne Hilfsmittel den höchsten Wolkenkratzer in der Europäischen Union, "The Shard" in London, erklommen. Laut Polizei bewegte sich der Mann ohne Seil und Kletterausrüstung auf die Spitze des pyramidenförmigen Hochhauses am Ufer der Themse zu. Einem Augenzeugen zufolge gelang es dem Kletterer, die Spitze des Wolkenkratzers zu erreichen, bevor die Polizei ihn erwischte. Scotland Yard erklärte, dass der Mann sich mittlerweile in den Händen der Beamten befinde, er sei jedoch nicht festgenommen worden. Der vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfene Glasturm "The Shard" ist fast 310 Meter hoch.

+++ 15.55 Uhr: Fünfjähriger fährt per Laufrad drei Kilometer zur Autowaschanlage +++

Ein unternehmungslustiger Fünfjähriger aus der Nähe von Oldenburg im Kreis Ostholstein hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Statt mit seinem Laufrad zu den in der Nachbarschaft wohnenden Großeltern zu fahren, machte er sich am Samstag auf den Weg ins etwa drei Kilometer entfernte Oldenburg, berichtete die Polizei. Dort entdeckte ihn eine Polizeistreife an einer Autowaschanlage, wo er mit Autofahrern fachsimpelte. Den Heimweg durfte der Junge auf dem Rücksitz eines Streifenwagens antreten. Die Eltern hatten zuvor die Polizei verständigt, weil ihr Sohn nicht bei den Großeltern angekommen war. 

+++ 15.15 Uhr: Ein Toter und Dutzende Verletzte bei Erdbeben im Iran +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 ist am Montag im Südwesten des Iran ein Menschen ums Leben gekommen, Dutzende weitere wurden verletzt. Der Chef der Rettungskräfte, Mortesa Salimi, sagte im Staatsfernsehen, ein Mann in der Stadt Masdsched Soleiman sei an einem Herzinfarkt gestorben. 45 weitere Menschen hätten bei dem Beben in der Provinz Chusestan an der Grenze zum Irak am frühen Morgen Verletzungen erlitten.

+++ 15.13 Uhr: Starbucks entschuldigt sich nach Rauswurf bei Polizisten +++

Die Café-Kette Starbucks hat sich bei der Polizei entschuldigt, nachdem ein Mitarbeiter sechs Beamte zum Verlassen einer Filiale in Arizona aufgefordert hatte. "Was am 4. Juli in unserem Geschäft geschehen ist, sollte keinem Polizeibeamten oder Kunden jemals widerfahren", teilte Starbucks mit. Nach Darstellung der Polizei der Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona hatte ein Starbucks-Mitarbeiter den Polizisten gesagt, sie sollten das Restaurant oder das Sichtfeld eines anderen Gasts verlassen, weil dieser sich aufgrund ihrer Anwesenheit "nicht sicher" fühle. Dieser Aufforderung seien die Beamten letztlich nachgekommen, sie sei jedoch "beleidigend" gewesen, beschwerte sich die Polizei bei Twitter.

+++ 15.08 Uhr: Fall Lügde: Neuer Beschuldigter seit Februar im Blick der Ermittler +++

Der neue Beschuldigte im Fall des jahrelangen Missbrauchs von Kindern in Lügde ist bereits seit Februar im Fokus der Ermittler gewesen. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) den Mitgliedern des Innenausschusses in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Der 57-Jährige sei "von Anfang an" im Blick der Ermittlungskommission "Eichwald" gewesen, so Reul. Unter anderem "aufgrund der gemeinsamen Meldeadresse mit einem der Hauptbeschuldigten und der mit diesem in der Vergangenheit geteilten Parzelle und seiner polizeilichen Vorgeschichte", hieß es in dem Schreiben.

+++ 14.46 Uhr: Russland besorgt wegen Atom-Konflikts mit Iran - Diplomatie gefordert +++

Russland hat sich wegen der Urananreicherung im Iran besorgt gezeigt und will sich für eine diplomatische Lösung des Atom-Konflikts einsetzen. Russland wolle das Atom-Abkommen mit dem Iran erhalten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Mit Blick auf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen betonte er, dass Russland und Präsident Wladimir Putin immer wieder vor den Folgen eines solchen einseitigen Schritts gewarnt hätten. 

Russische Politiker fordern seit Tagen, dass es neue Konsultationen für einen Ausweg aus der Krise gibt, um das Abkommen noch zu retten. Am Wochenende hatten prominente Außenpolitiker in Moskau auch Verständnis für die iranische Reaktion auf die US-Sanktionen gezeigt.

+++ 14.37 Uhr: Prozess um Tod eines Zweijährigen wird möglicherweise eingestellt +++

Im Prozess um den drei Jahre zurückliegenden Unfalltod eines zweijährigen Jungen hat die Richterin eine Einstellung des Verfahrens ins Gespräch gebracht. In der bisherigen Hauptverhandlung sei klar geworden, dass die angeklagte Erzieherin nicht die alleinige Verantwortliche für den Tod des Kindes gewesen sei, sagte die Richterin am Amtsgericht Ahrensburg (Schleswig-Holstein). 

Der Zweijährige war bei einem Kita-Ausflug im Juli 2016 auf dem Gelände eines Jugendheimes in Hoisdorf im Kreis Stormarn in einen Teich gefallen und ertrunken. Recherchen bei den zuständigen Behörden hätten ergeben, dass es dort trotz des nicht eingezäunten Teiches keine Einschränkungen für Kinderfreizeiten in dem Jugendheim gegeben habe, sagte ein inzwischen pensionierter Kriminalbeamter aus. Die Verteidigerin der Angeklagten wertete das am Montag als klares Versäumnis der Behörden.

+++ 14.29 Uhr: Technische Probleme: Russische Maschine bricht Flug nach Berlin ab +++

Auf dem Weg nach Berlin ist ein russisches Passagierflugzeug wegen technischer Probleme umgekehrt. Ein Sensor habe die Piloten rund eine Stunde nach dem Start in Moskau auf einen Defekt in der Klimaanlage aufmerksam gemacht, teilte die Fluglinie Utair der Deutschen Presse-Agentur mit. Daraufhin hätten die Piloten entschieden, nach Moskau zurückzukehren. Es sei niemand verletzt worden, hieß es. Die Boeing-737 werde nun genau untersucht. Bei einem Utair-Flug im Juni war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, die Reise nach Berlin war ebenfalls abgebrochen worden. Im Juni waren die Sauerstoffmasken ohne ersichtlichen Grund an Bord heruntergefallen.

+++ 14.22 Uhr: Prozess um Gruppenvergewaltigung: Opfer soll nichtöffentlich aussagen +++

Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg soll die junge Frau nach dem Willen ihrer Anwältin und der Staatsanwaltschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Das Opfer leide unter der Tat und müsse in seinen Persönlichkeitsrechten geschützt werden, sagte Anwältin Christiane Steiert vor dem Landgericht Freiburg. Die Aussage der 18-Jährigen solle ohne Publikum und Presse per Video in den Gerichtssaal übertragen werden. So bleibe ihr ein Aufeinandertreffen mit den elf Angeklagten erspart. Wann und wie sie aussagt, steht nach Angaben des Gerichts noch nicht fest.

Angeklagt sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres die 18-Jährige nachts nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt zu haben. Der Prozess wird laut Gericht bis mindestens Ende Dezember dauern. (Az. 6 KLs 181 Js 1138/19 AK 2/19 und 6 KLs 181 Js 35640/18 AK 3/19)

+++ 14.20 Uhr: Staatsanwalt: Entscheidung zu Rackete erst nach dem Sommer +++

Das juristische Nachspiel für die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete in Italien zieht sich hin. Die Staatsanwaltschaft in Agrigent werde voraussichtlich erst nach dem Sommer entscheiden, ob es zu einem Prozess kommen soll oder ob die Vorwürfe wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung fallen gelassen werden, sagte Staatsanwalt Salvatore Vella  der Deutschen Presse-Agentur. 

+++ 13.54 Uhr: Tierbeobachtungssystem Icarus geht Mittwoch in den Testbetrieb +++

Das deutsch-russische Tierbeobachtungsprojekt Icarus geht am Mittwoch in den Testbetrieb. Mit dem weltraumgestützten Projekt wollen Wissenschaftler mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden - auf welchen Routen sie wandern, unter welchen Bedingungen sie leben und vor allem wie sie am besten geschützt werden können, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mitteilte.

+++ 13.22 Uhr: Flugsicherung: Kein weiterer Anstieg von Drohnensichtungen +++

Im deutschen Luftraum hat sich die Zahl potenziell gefährlicher Drohnen im ersten Halbjahr 2019 nicht mehr erhöht. Nach Jahren stetigen Anstiegs gingen bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) innerhalb der ersten sechs Monate 70 Berichte über Drohnensichtungen in der Nähe von Flughäfen ein. Das waren 5 weniger als zur Hälfte des bisherigen Rekordjahrs 2018, wie das bundeseigene Unternehmen in Langen bei Frankfurt mitteilte.

Im Gesamtjahr 2018 waren letztlich 158 Drohnenflüge registriert worden, die dem normalen Luftverkehr gefährlich nahe gekommen waren. Unter anderem musste wegen Drohnensichtungen der Betrieb am größten deutschen Flughafen in Frankfurt vorübergehend eingestellt werden.

+++ 13.17 Uhr: Stadt Mülheim will vorläufige Schulbefreiung für Tatverdächtige +++

Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau in Mülheim an der Ruhr will die Stadt, dass die tatverdächtigen Schüler vorerst nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Man wolle die Bezirksregierung Düsseldorf als Schulaufsichtsbehörde bitten, die Schulpflicht für die in Mülheim gemeldeten Tatverdächtigen für die jetzt laufende letzte Schulwoche vor den Ferien auszusetzen, sagte Sozialdezernent Marc Buchholz. Ob einer der mutmaßlichen Tatbeteiligten am Montag zum Schulunterricht gegangenen sei, wisse er nicht.

+++ 13.13 Uhr: Merkel freut sich auf enge Zusammenarbeit mit Wahlsieger Mitsotakis +++

Kanzlerin Angela Merkel hat dem neuen griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis zu seinem Wahlerfolg gratuliert. Sie freue sich auf eine enge, freundschaftliche Zusammenarbeit, "so wie es der deutsch-griechischen Freundschaft und Partnerschaft auch entspricht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Gleichzeitig dankt sie dem jetzt scheidenden Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und seiner Mannschaft, dass es auch in sehr herausfordernden Jahren möglich war, immer eine vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit miteinander zu pflegen."

+++ 12.49 Uhr: Deutscher Touristenbus in Norwegen umgekippt - keine Verletzten +++

In Norwegen ist ein deutscher Touristenbus umgekippt. An Bord hätten sich zum Unfallzeitpunkt am Vormittag 22 Passagiere befunden, die durch die Heckscheibe aus dem Fahrzeug gebracht worden seien, teilte die zuständige Polizei der Deutschen Presse-Agentur mit. Zu Schaden gekommen sei ersten Erkenntnissen nach niemand.

Der Bus war demnach in der Nähe von Garmo im Landesinneren von Norwegen gegen einen Berghang gekippt. Nach Angaben des zuständigen Busunternehmens hatte der Fahrer versucht, auf der Landstraße einem entgegenkommenden Schwerlasttransporter auszuweichen. Dabei habe er abgebremst und sei ausgewichen, woraufhin der Bus gegen den Hang gekippt sei. Garmo liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Oslo.

+++ 12.48 Uhr: Mitsotakis als neuer Regierungschef von Griechenland vereidigt +++

Nach seinem deutlichen Sieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen ist der Konservative Kyriakos Mitsotakis als neuer Regierungschef von Griechenland vereidigt worden. Der Vorsitzende der Partei Nea Dimokratia (ND) legte am Mittag im Präsidentenpalast in Athen seinen Amtseid ab. Die konservative Opposition hatte bei der Wahl am Sonntag mit knapp 40 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Parlamentssitze gewonnen.

Der Sohn des früheren Regierungschefs Konstantinos Mitsotakis hatte im Wahlkampf mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum sowie mehr und besser bezahlten Jobs geworben. Dafür will der als wirtschaftsnah geltende, frühere McKinsey-Berater Steuern senken und Auslandsinvestitionen erleichtern. Der 51-jährige Mitsotakis folgt auf Alexis Tsipras von der linksgerichteten Syriza-Partei, der in den vergangenen vier Jahren Griechenland aus einer Wirtschafts- und Finanzkrise geführt hatte.

+++ 12.11 Uhr: In Deutschland wegen Vergewaltigung gesuchter Mann in Spanien gefasst +++

Die spanische Nationalpolizei hat im Norden des Landes einen in Deutschland wegen eines Sexualdelikts gesuchten Mann gefasst. Der 27-Jährige werde verdächtigt, im September 2018 in München eine junge Frau mit einer Waffe bedroht und vergewaltigt zu haben, teilte die spanische Polizei mit. Zudem sei er auch in Spanien wegen einer "sexuellen Aggression" in einer Diskothek in der Nähe von Madrid gesucht worden. Die Sicherheitskräfte in der Stadt Pamplona hätten zuvor von Europol einen Hinweis bekommen, dass der Verdächtige sich vermutlich in der Region aufhalte. Schließlich sei der Nigerianer in der nahe liegenden Gemeinde Ansoáin aufgespürt worden. Bei seiner Festnahme habe der Mann aktiven Widerstand geleistet, hieß es.

+++12.03 Uhr: Bundesregierung will keine Bodentruppen nach Syrien entsenden +++

Die Bundesregierung will keine Bodentruppen zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien entsenden. Die Regierung fasse ins Auge, die bisherigen Maßnahmen fortzusetzen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Dazu gehörten keine deutschen Bodentruppen. Es solle nun Gespräche mit den Beteiligten an der Anti-IS-Koalition geben, wie das Engagement weiterentwickelt werden könne.

Es gebe dabei militärische und zivile Komponenten, sagte Seibert weiter. Diese müssten unter den Beteiligten sinnvoll aufgeteilt werden. Der Regierungssprecher reagierte damit auf die Forderung der USA, Deutschland solle sich mit Bodentruppen in Syrien engagieren.

+++ 12.02 Uhr: Studie: Autohersteller gewähren weniger Rabatte +++

Autokäufer bekommen einer Studie des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge derzeit überraschend wenig Rabatt. Obwohl die Neuwagen-Zulassungen zurückgehen, sanken die Eigenzulassungen der Autohersteller und Händler auf den niedrigsten Wert seit acht Jahren. Eigenzulassungen kommen in der Regel nach kurzer Zeit mit sehr hohen Rabatten als Tageszulassungen oder Vorführwagen auf den Markt. Das helfe den Autobauern "sehr schnell, Verkaufsdefizite zu übertünchen", sagt Dudenhöffer.

Rekordhalter ist der Studie zufolge Fiat mit 42 Prozent Eigenzulassungen von Januar bis Mai, gefolgt von Hyundai und Opel mit 39 Prozent. Dagegen drückte Ford nur 14 Prozent seiner Autos als Eigenzulassungen in den Markt.

Bei bundesweiten Sonderaktionen wie Leasingprogrammen, Sonderzinsen oder Rücknahmeprämien bekamen die Autokäufer im Juni durchschnittlich gut 13 Prozent auf den Listenpreis - 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Internet erhielten sie bei den 30 meistverkauften Neuwagen im Durchschnitt 18,5 Prozent Rabatt auf den Listenpreis.

+++ 11.53 Uhr: Erste Stadt in Frankreich setzt ganz auf Tempo 30 +++

Überall Tempo 30: Darauf setzt die Stadt Bègles, als erste Kommune dieser Größe in Frankreich. In der 27.000-Einwohner-Gemeinde südlich von Bordeaux im Westen des Landes gilt das neue Tempolimit seit Montag. "Ziel ist, dass die Bewohner den öffentlichen Raum zurückgewinnen", sagte der Grüne Bürgermeister Clément Rossignol Puech.

Die Stadtverwaltung hofft, dass durch die Maßnahme die Zahl der Verkehrstoten sinkt. "Bei Tempo 30 braucht man 14 Meter zum Anhalten statt 28" wie bei Tempo 50, betont Puech. Gleichzeitig soll es weniger Emissionen geben und die Lärmbelastung für die Bürger sinken.

+++ 11.48 Uhr: Iran informiert IAEA über Überschreitung der Urananreicherung +++

Der Iran hat am Morgen die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien über die Überschreitung des Urananreicherungslimits informiert. "Mit der Überschreitung der 3,67 Prozent-Grenze wurde schon gestern (Sonntag) begonnen", sagte der Sprecher der iranischen Atomorganisation, Behrus Kamalwandi, dem Staatssender IRIB am Montag. Der Bericht sei der IAEA aber wegen des arbeitsfreien Sonntags erst am Montag überreicht worden. Die Begrenzung der Urananreicherung auf maximal 3,67 Prozent ist eine der wichtigsten Auflagen des Atomabkommens, mit dem der Iran am Bau von Nuklearwaffen gehindert werden soll.

Die Führung in Teheran hatte am Sonntag verkündet, die Anreicherung von Uran schrittweise zu erhöhen. Der neue Anreicherungsgrad sei flexibel und liege je nach Bedarf zwischen 3,67 und 20 Prozent, sagte Kamalwandi. Auf 90 Prozent hochangereichertes Uran kann für den Bau von Atombomben benutzt werden.

+++ 11.36 Uhr: 14-Jährige soll von drei unbekannten Mädchen attackiert worden sein +++

Eine 14-Jährige ist in Hamm nach Angaben der Polizei von drei bislang noch unbekannten Mädchen zusammengeschlagen und ausgeraubt worden. Das Opfer sei am frühen Freitagabend schwer verletzt worden, teilten die Ermittler mit. Laut Polizei war die 14-Jährige in der Nähe einer Kirche auf das Trio gestoßen und von den Mädchen attackiert worden. "Sie schlugen und traten auf ihr Opfer ein. Zudem beschädigten und stahlen die Täterinnen noch das Handy der 14-Jährigen", so die Behörde. Die Schilderung basiert laut Polizei auf Aussagen des Opfers. Eine Beschreibung der Flüchtigen liege noch nicht vor.

+++ 11.23 Uhr: Erdbeben erschüttert Südwesten Irans - vier Verletzte +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 im Südwesten des Irans sind vier Menschen verletzt worden. Das Beben habe sich in etwa siebzehn Kilometern Tiefe nahe der Stadt Masdsched Sulejman in der Provinz Chusestan ereignet, berichtete der Staatssender IRIB. Nach Angaben der Behörden gab es in Masdsched Sulejman keine Toten. Einige Gebäude wurden beschädigt. Medienberichte über einen Todesfall wurden zunächst nicht bestätigt. Das Beben war laut IRIB auch in mehreren anderen Städten sowie in der Nachbarprovinz Lorestan zu spüren. Im Iran kommen Erdbeben immer wieder vor.

+++ 11.01 Uhr: Seltenes Nashorn tot in Nepal gefunden +++

Ein seltenes Panzernashorn ist in einem Nationalpark im Himalaya-Staat Nepal tot entdeckt worden. Das etwa drei Jahre alte Tier dieser gefährdeten Art sei möglicherweise von einem anderen männlichen Nashorn angegriffen worden, sagte Bed Prasad Dhakal, der Chef des Chitwan-Nationalparks. Der Kadaver wurde demnach am Sonntag am Ufer eines Flusses in dem rund 120 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kathmandu gelegenen Park gefunden.

Der neue Todesfall hat die Besorgnis über die Zukunft dieser einhornigen Nashorn-Spezies weiter wachsen lassen. Bereits 2018 waren in demselben Park mehr als 40 Panzernashörner gestorben. Ihre Population war zuletzt gestiegen. Experten vermuten deshalb, dass eine Verschlechterung des Lebensraums sowie harte Konkurrenz um Ressourcen die Zahl der toten Tiere nach oben getrieben haben könnte.

+++ 10.37 Uhr: Mehrheit hält Beherrschung der deutschen Sprache für Hauptziel in der Grundschule +++

Die große Mehrheit der Bundesbürger hält die Beherrschung der deutschen Sprache für das wichtigste Ziel in der Grundschule. In einer in München veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der Roland Berger Stiftung sehen 83 Prozent dies als vorrangigstes Lernziel. Rund drei Viertel der befragten Eltern (76 Prozent) meinen zudem, dass es für Kinder mit Sprachproblemen verpflichtende Deutschkurse geben sollte.    

In der Rangfolge der wichtigsten Lernziele in der Grundschule werden weiterhin die Allgemeinbildung (76 Prozent), Englischkenntnisse (74 Prozent) und gute Mathekenntnisse (66 Prozent) genannt. 59 Prozent der Eltern halten den Umgang mit Computer und Internet für relevant.

+++ 10.26 Uhr: Tigerpfleger: "Man darf die Tiere niemals unterschätzen" +++

Für Tobias Taraba, 31, Tigerpfleger im Hamburger Tierpark Hagenbeck, ist sein Job das beste Mittel zur Entschleunigung. "Man muss vor allem ruhig sein. Wenn man nervös wird, können Fehler passieren, und das wollen wir natürlich vermeiden", sagte Taraba der Deutschen Presse-Agentur. 

Außerdem spürten seine Schützlinge - Tiger, Bären, Riesenotter und Mantelpaviane - wenn er angespannt sei und das sei keine gute Ausgangslage für die Kommunikation mit den Tieren. Seine Leidenschaft für Tiere begann, als er in der 7. Klasse in der Schule die Pflege von Schildkröten übernahm. Später interessierte er sich für Reptilien, bis er merkte, dass es "noch coolere Tiere gibt".

+++ 9.43 Uhr: British Airways soll Millionenstrafe wegen gestohlener Daten zahlen +++

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) soll wegen gestohlener Kundendaten 183,39 Millionen Britische Pfund (knapp 205 Millionen Euro) Strafe zahlen. Das teilte die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner's Office) am Montag mit. Gegen die Entscheidung kann noch Widerspruch eingelegt werden. 

Von dem Datenklau im Sommer 2018 waren nach ICO-Angaben rund 500 000 BA-Kunden betroffen. Sie wurden teilweise bei der Online-Flugbuchung von der Website der Fluggesellschaft auf eine Betrugswebsite umgeleitet, wo ihre Login-, Kreditkarten-, Reise- und Adressdaten abgegriffen wurden.

+++ 9.06 Uhr: Deutsche-Bank-Chef zum Stellenabbau: "Wir haben keine andere Möglichkeit" +++

Für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ist der Abbau von 18.000 Stellen im Zuge des Konzernumbaus unvermeidlich. "Wir haben keine andere Möglichkeit", sagte Sewing dem Sender n-tv. "Diese Bank muss sich auf ihre Stärken konzentrieren", fügte er hinzu. "Das machen wir jetzt und das bedeutet, dass wir Dinge schließen und das heißt auch Jobs abbauen."    

Sewing hatte am Sonntag die "umfassendste Transformation der Deutschen Bank seit Jahrzehnten" und einen Rückzug des Finanzinstituts aus dem Aktiengeschäft angekündigt. Im Zuge dessen soll die Mitarbeiterzahl bis 2020 um etwa ein Fünftel auf 74.000 reduziert werden. Künftig soll sich die Bank vor allem auf das Kundengeschäft besinnen. Der Konzernumbau wird insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro kosten.     

"Die Stärken der Bank sind insbesondere das globale Firmenkundengeschäft", bekräftigte Sewing gegenüber n-tv. "Aber natürlich haben wir daneben eine jetzt verkleinerte, sehr stark fokussierte Investmentbank", fügte er hinzu. 

+++ 8.46 Uhr: Kramp-Karrenbauer für Überprüfung der Niedrigzinspolitik der EZB +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich dafür ausgesprochen, die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf den Prüfstand zu stellen. Es müsse für die Zukunft geschaut werden," ob man nicht die Niedrigzinsphase ein Stück weit einbremsen muss", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Denn der Effekt dieser Niedrigzinsen sei problematisch, "unter anderem weil gerade die Menschen mit den klassischen Spareinlagen - darunter viele in Deutschland - davon nicht profitieren".

+++ 8.37 Uhr: Klimaaktivisten demonstrieren vor Eingängen von Schweizer Banken +++

Klimaaktivisten haben am Montag vor den Eingängen von Banken in der Schweiz für einen Ausstieg aus der Öl-, Kohle- und Gasförderung demonstriert. Die Polizei in Basel und Zürich bestätigte am Morgen Einsätze vor dem Hauptsitz der größten Schweizer Bank, der UBS in Basel, und am Hauptsitz der zweitgrößten Bank Credit Suisse, dem Paradeplatz in Zürich.

Die Aktivisten der Organisation "Collective Climate Justice" begannen mit ihrer Aktion am frühen Morgen, lange vor der Öffnung der Institute. Sie wollten die Eingänge blockieren und damit nach eigenen Angaben gegen die Finanzierung von Öl- und Kohleförderung durch diese Banken protestieren. Sie wollten den Banken "den Geldhahn zudrehen".

+++ 8.22 Uhr: Deutsche Unternehmen exportieren mehr im Mai +++

Trotz internationaler Handelskonflikte sind die deutschen Exporte im Mai gestiegen. Waren im Wert von 113,9 Milliarden Euro wurden ins Ausland geliefert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat legten die Ausfuhren um 1,1 Prozent zu. Die Einfuhren nach Deutschland verbesserten sich binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent auf 93,4 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 0,5 Prozent. Von Januar bis einschließlich Mai summierten sich die Warenausfuhren "Made in Germany" auf 560,1 Milliarden Euro - das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

+++ 7.34 Uhr: Euro kaum verändert - Türkische Lira unter Druck +++

Der Euro hat sich nach den Kursverlusten vom Freitag zunächst stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1228 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1260 Dollar festgesetzt.

Am Freitag hatten unerwartet starke Daten vom US-Arbeitsmarkt dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug deutlich belastet. Im weiteren Tagesverlauf könnten Konjunkturdaten aus der Eurozone für neue Impulse sorgen. Am Morgen stehen unter anderem Kennzahlen zur deutschen Industrieproduktion auf dem Programm, die nach enttäuschenden Daten zum Auftragseingang im Fokus der Anleger stehen.

+++ 6.47 Uhr: Neue Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Hongkong +++

In Hongkong ist es am Rande einer Demonstration gegen das umstrittene Gesetz für Auslieferungen an China erneut zu Zusammenstößen zwischen einigen Protestlern und der Polizei gekommen. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mitteilte, wurden sechs Demonstranten am Vorabend festgenommen. 

Hunderte Protestler waren am späten Sonntagabend mit Polizisten aneinandergeraten. Von "Chaos" auf den Straßen berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" und zeigte Bilder von Bereitschaftspolizisten, die mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen schwarz gekleidete Demonstranten vorgingen. 

Zuvor hatten am Sonntag Zehntausende Menschen friedlich im Bezirk Kowloon gegen das umstrittene Auslieferungsgesetz an China demonstriert, das die Finanzmetropole seit Wochen in Atem hält. Nach unterschiedlichen Angaben von Polizei und Organisatoren beteiligten sich zwischen 56.000 und mehr als 230.000 Menschen an dem jüngsten Marsch.

Video: China verurteilt Demonstrationen in Hongkong

+++ 6.29 Uhr: FDP verlangt Entscheidung über Führung des Verteidigungsministeriums +++

Die FDP hat die Union aufgefordert, schnell Klarheit über die künftige Führung des Verteidigungsministeriums zu schaffen. Sollte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Präsidentin der EU-Kommission gewählt werden, müsse eine reibungslose Übergabe gewährleistet sein, sagte die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. "Die Freien Demokraten fordern, dass im Falle einer Wahl von Frau von der Leyen am 16. Juli umgehend klar ist, wer die Geschäfte fortführt, wer bleibt und wer geht."

Losgelöst von der Zukunft von der Leyens dürfe das Verteidigungsministerium (BMVg) nicht kopflos sein, sagte Strack-Zimmermann. "Laut BMVg-Kreisen arbeiten nur noch die Staatssekretäre. Dass diese machen, was Sie wollen, haben wir bisher schon erfahren müssen", sagte die FDP-Politikerin. Es müsse glasklar sein, dass die Amtsgeschäfte auch an höchster Stelle laufen.

+++ 6.13 Uhr: Bus stürzt in Nordindien in Abwasserkanal - 29 Tote +++

Bei einem Busunglück im nordindischen Distrikt Agra sind 29 Menschen gestorben. Der Bus mit 46 Insassen stürzte am Morgen auf dem Weg in die Hauptstadt Neu Delhi von einer Schnellstraße in einen Abwasserkanal, wie die Polizei im Bundesstaat Uttar Pradesh mitteilte. Laut örtlichen Medienberichten soll der Fahrer die Kontrolle verloren haben, weil er am Steuer einschlief. Die Behörden bargen 27 Leichen aus dem teils versunkenen Bus, zwei Verletzte starben auf dem Weg ins Krankenhaus. Die restlichen Insassen überlebten verletzt. 

+++ 6.05 Uhr: UN: 87.000 Frauen als Opfer tödlicher Gewalt - oft Partner als Täter +++

Rund 50.000 Frauen und Mädchen sind innerhalb eines Jahres nach einer UN-Studie von ihrem Partner oder von Familienangehörigen getötet worden. Insgesamt starben im Jahr 2017 weltweit 87.000 Frauen durch ein Tötungsdelikt. Das geht aus einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien hervor. "Viele werden von ihren aktuellen oder früheren Partnern getötet, aber auch von Vätern, Brüdern, Müttern, Schwestern und anderen Familienmitgliedern wegen ihrer Rolle und ihres Rangs", stellt der Bericht fest. Wenn es sich um Partner oder Ex-Partner handle, seien die Taten meist nicht spontan, sondern stünden am Ende einer langen Gewaltspirale. Unter den Motiven spielten Eifersucht und Angst vor der Trennung eine wichtige Rolle. Vergleichszahlen von 2012 legten nahe, dass die Zahl der Opfer leicht steige, hieß es. 

Beim Vergleich der Kontinente fällt auf, dass sich die meisten Fälle tödlicher häuslicher Gewalt in Asien abspielen. Dort verzeichnete die UN-Behörde im Jahr 2017 rund 20.000 von Partnern oder Familienangehörigen getötete Frauen und Mädchen. In Afrika wurden 19 000 Fälle gezählt, auf dem amerikanischen Kontinent 8000, in Europa 3000 und in Ozeanien 300. Insgesamt wurden laut Bericht 2017 weltweit 464.000 Menschen Opfer von Tötungsdelikten. Durch Mord und Totschlag seien viel mehr Menschen gestorben als in allen bewaffneten Konflikten im selben Zeitraum. In diesen Konflikten verloren 89.000 Menschen ihr Leben.

+++ 5.49 Uhr: Weil attackiert Bayern und Sachsen bei Atom-Endlagersuche +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Haltung Bayerns und Sachsens bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager kritisiert. Es sei ein Erfolg der vergangenen Legislaturperiode, dass man sich auf eine "weiße Landkarte" ohne Vorfestlegung verständigt habe, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Dies sei eine nationale Aufgabe, der sich niemand entziehen dürfe. "Deshalb ist es für mich absolut unverständlich, dass sich einzelne Länder offensichtlich nach und nach verabschieden wollen. Bayern und Sachsen etwa. So wird das nicht laufen können." 

+++ 5.06 Uhr: UNHCR: "Afghanistan weder für jeden sicher noch für jeden unsicher" +++

Mit Blick auf die Sicherheitslage in Afghanistan warnt das UN-Flüchtlingskommissariat vor Pauschalisierungen. Menschen könnten nur abgeschoben werden, wenn eine rechtsstaatliche Prüfung eindeutig ergeben habe, dass sie nicht geschützt werden müssten, sagte der Vertreter des UNHCR in Deutschland, Dominik Bartsch, der Deutschen Presse-Agentur.

"Dabei ist Afghanistan weder für jeden sicher noch für jeden unsicher. Es hängt bei diesem Land extrem davon ab, welchen ethnischen Hintergrund man hat, welches Geschlecht und welche verwandtschaftlichen Strukturen", sagte Bartsch. "Dann mag die eine Region ein Überleben möglich machen, während die andere hochgefährlich ist." 

+++ 4.03 Uhr: Wenn die Bienenbrut stirbt - Seuche seit Jahren ungelöstes Problem +++

Die Amerikanische Faulbrut richtet in Bienenstöcken regelmäßig große Schäden an. "Ich sehe die Krankheit als ein seit Jahrzehnten ungelöstes Problem", sagt die Vize-Direktorin des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf bei Berlin, Elke Genersch. In den vergangenen Jahrzehnten schwankte die Zahl der Ausbrüche in Deutschland demnach zwischen 140 in 2018 und 440 im Jahr 1998. Auf einen Rückzug der Seuche ließen die Zahlen nicht schließen: Es gebe seit den 1950er Jahren ein stetes Auf und Ab der anzeigepflichtigen, für Menschen aber ungefährlichen Krankheit. Der Leiter des Nationalen Referenzlabors für Bienenkrankheiten, Marc Schäfer, am Friedrich-Loeffler-Institut bei Greifswald, sieht dennoch einen Trend zur Abnahme der Seuche. Er führt die sinkende Zahl von Ausbrüchen auf verstärktes Monitoring und mehr Aufklärung zurück.

+++ 3.32 Uhr: Bericht: Regierungskommission sieht große Ungleichheiten zwischen den Regionen +++

Die Regierungskommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" sieht einem Medienbericht zufolge große Ungleichheiten zwischen den Regionen in Deutschland. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe heißt es in dem Abschlussbericht der Kommission, es bestünden "erhebliche Disparitäten in den regionalen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, bei der Verkehrs- und Mobilfunkanbindung und beim Zugang zu Angeboten der Grundversorgung und Daseinsvorsorge". Als Ziel wird genannt, "eine Verfestigung oder sogar Ausweitung bestehender Disparitäten zu verhindern".

+++ 2.34 Uhr: Beinahe-Unfall mit Kreuzfahrtschiff in Venedig +++

Venedig ist am Sonntagabend knapp einem weiteren Unfall mit einem Kreuzfahrtschiff entkommen. Die "Costa Deliziosa" fuhr bei einem Unwetter gefährlich nahe an der Pier in Giardini vorbei, wo das Kunstfestival Biennale stattfindet. Das fast 300 Meter lange Schiff, das über 2800 Gäste an Bord nehmen kann, verfehlte nur knapp eine Yacht und weitere Boote, wie italienische Medien berichteten und auf Videos im Internet zu sehen ist. 

Erst Anfang Juni war ein Kreuzfahrtschiff der MSC Cruises in der italienischen Lagunenstadt beim Anlegen plötzlich außer Kontrolle geraten und in ein Boot voller Reisegäste gekracht. Vier Menschen wurden verletzt. Die Kreuzfahrtgesellschaft machte ein "technisches Problem" für den Unfall verantwortlich. Dass die gigantischen Schiffe durch die Lagune der Weltkulturerbestadt fahren, ist höchst umstritten. Der Vorfall hat die Debatte darüber wieder befeuert.

+++ 2.23 Uhr: Roth hofft auf Kandidatur von SPD-Spitzenpolitikern auf Parteivorsitz +++

Der für den SPD-Vorsitz kandidierende Außenstaatsminister Michael Roth hofft auf eine Kandidatur politischer Schwergewichte für die Parteispitze. "Ich würde mich freuen, wenn sich noch einige Elefanten der Partei trauen, zu kandidieren", sagte Roth der "Welt".    

Zu seiner gemeinsamen Kandidatur mit der nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christina Kampmann sagte Roth, beide hätten sich bewusst entschieden, ihr Interesse schnell öffentlich zu machen. "Wir wollten nicht erst Chancen sondieren, Versuchsballons starten und Hintergrundgespräche führen", sondern "entschieden dem unwürdigen Eindruck der letzten Wochen entgegentreten, dass scheinbar niemand diese Aufgabe übernehmen will".

+++ 0.54 Uhr: Guaidó kündigt Wiederaufnahme von Dialog mit Regierung von Staatschef Maduro an +++

Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó hat eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Vertretern der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro angekündigt. Der selbsternannte Übergangspräsident erklärte am Sonntag, es werde ein Treffen auf der Karibikinsel Barbados geben. Dabei solle über einen "Ausweg aus der Diktatur" gesprochen werden.     

Ziel seien ein Abgang Maduros und die Bildung einer Übergangsregierung, die freie Wahlen unter internationaler Beobachtung organisiere, führte der Parlamentspräsident aus. Ein Datum für das Treffen auf Barbados nannte Guaidó allerdings nicht. Im Mai waren erste Verhandlungen zwischen Vertretern der venezolanischen Regierung und der Opposition in Norwegen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

+++ 0.07 Uhr: SPD-Mann offen für stärkeres Engagement in Syrien ohne Bodentruppen +++

Trotz des klaren Neins der SPD zur US-Forderung nach deutschen Bodentruppen für Syrien gibt es in der Partei grundsätzlich Offenheit für ein stärkeres Engagement auf anderer Ebene. Zwischen Entwicklungshilfe und dem Einsatz von Bodentruppen gebe es ein Spektrum an sinnvollen Aufgaben, bei denen Deutschland im Rahmen seiner verfassungsrechtlichen Möglichkeiten einen Beitrag leisten könne, sagte der Verteidigungsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz Felgentreu, der "Rheinischen Post". "Wir sollten deshalb mit den anderen Ländern der Anti-IS-Koalition bewerten, was jetzt noch notwendig ist und welches Land dabei welche Aufgabe übernehmen kann."

fs / vit / rw / DPA / AFP