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News des Tages : Regierungsmaschine beschädigt – Merkel muss umsteigen

Mann mit Clan-Bezug soll Nachbarn terrorisiert haben +++ Massiver Fall von Nachbarschaftsmobbing in Berlin +++ Hollywoodlegende Doris Day gestorben +++ Tötungen in Passau: Zwei weitere Leichen entdeckt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Regierungsjet vom Typ "Global 5000"

Der Regierungsjet vom Typ "Global 5000" musste vorerst am Boden bleiben (Archivbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Regierungsmaschine in Dortmund beschädigt - Merkel muss für Rückflug umsteigen (16.10 Uhr)
  • Maas warnt Pompeo vor "militärischer Eskalation" im Iran-Konflikt (15.49 Uhr)
  • Hollywoodlegende Doris Day gestorben (15.08 Uhr)
  • Passau: Zwei weitere Leichen nach Armbrust-Tötungen entdeckt (14.20 Uhr)
  • Zum zweiten Mal entführt: Opfer schwer verletzt aufgetaucht (12.53 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.52 Uhr: Bericht: Anklage gegen zwei Beschuldigte im Fall Lügde erhoben +++

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs im nordrhein-westfälischen Lügde ist einem Bericht zufolge Anklage gegen zwei Beschuldigte erhoben worden. Das habe das Landgericht Detmold bestätigt, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Detmold waren dazu am Abend zunächst nicht zu erreichen.

+++ 20.55 Uhr: Polizei: Muslim bei Unruhen in Sri Lanka getötet +++

Ein Muslim ist bei gewaltsamen Unruhen in Sri Lanka getötet worden. Der 45-Jährige sei kurz nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus im Bezirk Puttalam an der Westküste des Landes gestorben, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Es war der erste Todesfall im Zuge neuer anti-muslimischer Unruhen infolge der mutmaßlich islamistischen Anschläge auf Kirchen und Luxushotels an Ostern.

+++ 19.45: Medien: Ex-Weltmeister Großkreutz erneut in Schlägerei verwickelt +++

Der frühere Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz ist Medienberichten zufolge erneut in eine Schlägerei verwickelt worden. Beim Kreisliga-C-Spiel zwischen dem VfL Kemminghausen III, den der Ex-Dortmunder als Trainer betreut, und dem FC Brambauer II kam es am Wochenende zu Tumulten, wie die "Ruhr Nachrichten" und die "Bild" berichteten. "Ich bin da hin, weil ich gesehen habe, wie 20 Leute von denen in Richtung der Zuschauer gerannt sind", sagte der 30-Jährige den "Ruhr Nachrichten".

+++ 18.50 Uhr: Zeitung: Boeing 737 Max bleiben wohl bis weit in den August am Boden +++

Die nach zwei folgenschweren Abstürzen unter Flugverbot stehenden Maschinen vom Typ 737 Max des US-Herstellers Boeing werden einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge vor Mitte August wohl nicht mehr einsatzfähig sein. Damit stünden sie für große Teile des Ferienverkehrs nicht zur Verfügung, schrieb die Zeitung . 

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ist gerade dabei, eine von Boeing verbesserte Software für das Flugsteuerungssystem MCAS zu zertifizieren. Die Software gilt als mögliche Ursache der Abstürze zweier Maschinen der indonesischen Fluglinie Lion Air und der äthiopischen Gesellschaft Ethiopian Airlines, bei denen insgesamt 346 Menschen starben. Der Bordcomputer soll die Nase der Boeing nach unten gedrückt haben, die Besatzung war nicht mehr in der Lage, den Fehler zu korrigieren.

+++ 18.28 Uhr: Berliner Gericht: RBB muss NPD-Wahlwerbung nicht senden +++

Im Gegensatz zu anderen Rundfunkanstalten muss der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine Wahlwerbung der rechtsextremen NPD zur Europawahl nicht ausstrahlen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz, wie mitgeteilt wurde (Aktenzeichen OVG 3 S 33.19 sowie VG 2 L 167.19). 

Der Spot propagiere eine pauschale Zweiteilung der Gesellschaft in Deutsche und (kriminelle) Ausländer, hieß es in der Begründung des Urteils. Er mache nicht nur auf diejenigen Migranten aufmerksam, die seit 2015 tatsächlich Straftaten begangen hätten, sondern fordere, dass Deutsche vor sämtlichen Migranten zu schützen seien, die als reale und existenzielle Bedrohung dargestellt würden. 

Dagegen müssen der Hessische Rundfunk, der Norddeutsche Rundfunk und der Bayerische Rundfunk nach Gerichtsentscheidungen die Werbung der rechtsextremen NPD für die Europawahl senden. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts München erfüllt der Text nicht "evident" (offenkundig) den Tatbestand der Volksverhetzung, was nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts für eine Ablehnung der Ausstrahlung erforderlich gewesen wäre, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Der Bayerische Rundfunk (BR) will sich juristisch dagegen wehren.

+++ 18.15 Uhr: Einigung auf neues Regierungsgremium im Sudan +++

Die Protestbewegung im Sudan hat sich eigenen Angaben zufolge mit der Militärführung des Landes auf die Zusammensetzung eines neuen "souveränen Rats" geeinigt. Im neuen Regierungsgremium würden "militärische und zivile Vertreter" vertreten sein, sagte ein Sprecher der Protestbewegung der Nachrichtenagentur AFP. Der gemeinsame Rat werde den amtierenden Militärrat ersetzen.

+++ 17.00 Uhr: Opel ruft kleine Benziner wegen möglicher Stickoxid-Probleme zurück +++

Der Autobauer Opel hat europaweit rund 210 000 Kleinwagen mit Benzinmotoren wegen möglicher Stickoxid-Probleme in die Werkstätten gerufen. Betroffen sind die Modelle Adam und Corsa der Modelljahre 2018 und 2019 mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Montag in Rüsselsheim. 

Bei hohen Geschwindigkeiten funktioniere die Lambda-Sonde nur fehlerhaft. Bei Laufleistungen über 50 000 Kilometer könne es daher eventuell zu einer Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte kommen.

+++ 16.46 Uhr: Dutzende Migranten in der Ägäis aufgegriffen +++

Der Zustrom von Flüchtlingen in der Ägäis dauert an. Zwischen Sonntag- und Montagmorgen setzten nach Angaben der griechischen Küstenwache mehr als 180 Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. 

Vor den Inseln Samos und Kos wurden 163 Migranten aufgegriffen. Auch vor der nordgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis griff die Küstenwache 26 Migranten auf. Die Anzahl der Migranten sei jedoch deutlich kleiner als 2015, hieß es aus Kreisen der Küstenwache am Montag. Damals gab es Tage, an denen 7000 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzten.

+++ 16.10 Uhr: Regierungsmaschine in Dortmund beschädigt - Merkel muss für Rückflug umsteigen +++ 

Erneut hat es einen Zwischenfall mit einer Regierungsmaschine gegeben - diesmal allerdings unverschuldet: Ein Bodenfahrzeug touchierte am Montag auf dem Flughafen Dortmund den Cityjet, mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angereist war. Die Bundeswehr-Maschine stand auf einer Parkposition, wie die Luftwaffe mitteilte. Die Kanzlerin sollte nach ihren Terminen von der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums wieder nach Berlin geholt werden.  Merkel war am Montagnachmittag zu Besuch in Wuppertal. 

+++ 15.49 Uhr: Maas warnt Pompeo vor "militärischer Eskalation" im Iran-Konflikt +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo vor einer militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran gewarnt. Er habe deutlich gemacht, "dass wir besorgt sind hinsichtlich der Entwicklung und der Spannungen in der Region", sagte Maas am Montag in Brüssel nach einem bilateralen Treffen mit Pompeo. Er habe auch klargemacht, "dass wir nicht wollen, dass es zu einer militärischen Eskalation kommt". Beide Seiten verfolgten mit Blick auf Teheran dieselben Ziele, sagte Maas, "nämlich keine Nuklearwaffen für den Iran" und "eine andere Rolle des Iran in der Region".

Drei tote Personen sind in einem Zimmer der Pension in Passau gefunden worden

+++ 15.37 Uhr: Armbrust-Fall immer mysteriöser - zwei neue Leichen +++

Passau und Wittenberg - 600 Kilometer entfernt. Und dennoch scheint beide Orte nun ein Fall zu verbinden. Die neuesten Entwicklungen zum Todesfall nach der Tötung mit einer Armbrust lesen Sie hier.

+++ 15.34 Uhr: Ermittlungen wegen Mobbingvorwürfen gegen Mann mit Clan-Bezug +++

Ein massiver Fall von Nachbarschaftsmobbing mit Bezug zu einem arabischstämmigen Clan beschäftigt die Berliner Polizei. Laut einem "Spiegel"-Bericht erstellten die betroffenen Hausbewohner in Berlin-Spandau eine Liste mit 265 Mobbingvorfällen in den vergangenen drei Jahren. Während Polizeipressesprecher Thilo Cablitz in Uniform vor der Kamera von "Spiegel TV" über die Ermittlungen berichtete, kam der Verdächtige mit Sonnenbrille dazu, stellte sich unmittelbar daneben und starrte schweigend in die Kamera. 

Cablitz bestätigte auf Anfrage, die Polizei ermittele wegen Körperverletzung und Verletzung des Briefgeheimnisses. Es gebe eine ganze Reihe von Anzeigen. Laut dem Bericht litten die Nachbarn unter Angriffen, Bedrohungen, zerstochenen Autoreifen und zerkratzten Autotüren sowie beschädigten Wohnungstüren. Der mutmaßliche Täter soll Beziehungen zu einem bekannten arabischstämmigen Clan haben.

+++ 15.31 Uhr: Verfassungsschutz sieht "neue Dynamik" im Rechtsextremismus +++

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang warnt vor einer "neuen Dynamik" beim Rechtsextremismus. Diese beobachte seine Behörde seit dem Sommer vergangenen Jahres, sagte er am Montag in Berlin. Kennzeichnend seien eine sehr schnelle Vernetzung rechtsextremer Gruppen und "Applaus" gewöhnlicher Bürger für extremistische Ausfälle. Haldenwang betonte ebenso wie Innen-Staatssekretär Günter Krings (CDU), der Verfassungsschutz benötige weitere Befugnisse, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. 

+++ 15.08 Uhr: Hollywoodlegende Doris Day gestorben +++

Filmikone Doris Day ist tot. Das teilte ihre Stiftung am Montag mit. Die US-Schauspielerin und Sängerin wurde 97 Jahre alt.  Day feierte ihre größten Filmerfolge in den sechziger Jahren, sie war auch als Sängerin erfolgreich. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14.58 Uhr: Kramp-Karrenbauer distanziert sich in Iran-Debatte von Weber +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich in der Diskussion über das Verhältnis zum Iran deutlich von Europawahl-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) distanziert. Für die CDU gelte gerade mit Blick auf das vom Iran bedrohte Israel, "dass wir keine Freundschaft zum iranischen Regime empfinden, aber sehr wohl sehr viel Mitgefühl und Unterstützung für die Menschen, die im Iran sehr unter der Situation leiden", sagte sie am Montag. Weber hatte sich am vergangenen Donnerstag für neue Gespräche der EU mit dem Iran über das von den USA einseitig gekündigte Atomabkommen ausgesprochen. Kramp-Karrenbauer sagte nun, gerade junge Menschen und Frauen würden von der Regierung in Teheran in ihrer persönlichen Freiheit sehr massiv eingeschränkt. Diese Menschen hätten Unterstützung verdient. Die CDU habe immer darauf hingewiesen, dass das Atomabkommen mit dem Iran nicht das idealste sei, "aber es war ein gewisses Abkommen". Ein solches Abkommen solle erst zur Seite gelegt werden, wenn man die Chance habe, "etwas Besseres in die Hand zu bekommen". Dies habe Weber ausdrücken wollen.

+++ 14.20 Uhr: Tötungen mit Armbrust in Passau - zwei weitere Leichen in Wohnung einer der Toten gefunden +++

Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei Leichen in Niedersachsen gefunden. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der drei Passauer Opfer in Wittingen im Landkreis Gifhorn entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau. Die Polizei ist in Wittingen vor Ort, meldet die "Allgemeine Zeitung". Wittingen liegt rund 600 Kilometer von Passau entfernt. 

+++ 13.27 Uhr: Polizeitaucher suchen nach vermisster Schülerin Monika Frischholz +++

Seit fast 43 Jahren wird Monika Frischholz vermisst - jetzt haben Polizeitaucher in der Oberpfalz nach der Schülerin gesucht. Sieben Spezialisten waren am Montag in einem Weiher voll mit Grund- und Regenwasser nahe Flossenbürg im Einsatz. Nach Angaben der Beamten könnte die Leiche der Schülerin dort abgelegt worden sein. Die Ermittler betonten allerdings, dass es ihnen bei der Aktion auch darum gehe, mögliche Ablageorte auszuschließen.

Die damals zwölfjährige Monika Frischholz aus Flossenbürg ist seit dem 25. Mai 1976 verschwunden. Nach Erkenntnissen der Polizei verlor sich ihre Spur, nachdem sie ihr Elternhaus am Nachmittag des Maitages verlassen hatte. 

+++ 13.08 Uhr: AKK, Weber, Hitler: Juso-Dosenwerfen sorgt für Ärger im Netz +++

Eine Wahlkampfaktion der Jusos im bayerischen Ansbach hat am Montag die Union empört und für Ärger auch in den sozialen Netzwerken gesorgt. Auf einem inzwischen gelöschten Foto auf dem Facebook-Account der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl war ein Turm von Blechdosen für einen Wurfwettbewerb zu sehen, auf denen unter anderem die Konterfeis von lebenden und toten Politikern zu sehen waren. Neben CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, CSU-Vize Manfred Weber, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und AfD-Politikern zeigt eine Dose auch das Bild von Adolf Hitler. Noichl schrieb dazu "Ein super Infostand der JUSO Ansbach. Danke! Ihr seids Spitze!" 

Die Unionsparteien protestierten umgehend massiv: "Ich fordere die SPD Führung auf sich von solchen Aktionen sofort und klar zu distanzieren", sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak der Deutschen Presse-Agentur. Bei Twitter schrieb er zudem: "Ihr schürt Hass in der Mitte der Gesellschaft. Otto Wels, Willy Brandt und Helmut Schmidt würden sich für Euch schämen."

+++ 12.53 Uhr: Zum zweiten Mal entführt: Opfer schwer verletzt aufgetaucht +++

Ein zum zweiten Mal entführter Kioskbesitzer ist in Wuppertal schwer verletzt wieder aufgetaucht. Anscheinend sei er von seinen Entführern freigelassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dass er sich selbst befreit habe, sei in seinem Zustand eher unwahrscheinlich. Der Mann sei am späten Samstagabend an einem Krankenhaus erschienen, liege nun auf der Intensivstation und sei nicht vernehmbar. 

Man gehe auch aufgrund der Spurenlage am Tatort davon aus, dass der Mann erneut entführt worden sei, so der Staatsanwalt. Außerdem sei eine Lösegeldforderung bei der Familie des Opfers eingegangen. Am Freitag sollte der Mann als Opfer der ersten Entführung im Jahr 2015 vor Gericht aussagen, war aber nicht gekommen. 

+++ 12.36 Uhr: 54 Frauen und Kinder aus Gefangenschaft der Boko Haram befreit +++

Die nigerianische Armee hat 54 Frauen und Kinder aus den Fängen der islamistischen Terrormiliz Boko Haram befreit. Die Gefangenen seien während eines Antiterror-Einsatzes in den Orten Ma'allasuwa und Yaga-Munye im nordöstlichen Bundesstaat Borno am Wochenende befreit worden, teilte das Militär mit. 

Unter den Geretteten sind demnach 29 Frauen und 25 Kinder. Die Terroristen seien vor dem Eintreffen der Streitkräfte aus den Dörfern geflohen. 

+++ 12.32 Uhr: Ermittlungen zu Tod eines Manns nach Taser-Einsatz durch Polizisten in Frankfurt +++

Nach dem Tod eines Manns nach einem Taser-Einsatz durch Polizisten in Frankfurt am Main hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Es werde gegen zwei Beamte wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge im Amt ermittelt, sagte eine Behördensprecherin auf Anfrage. Am Wochenende hatte darüber bereits die "Frankfurter Rundschau" berichtet.    

Zu dem Polizeieinsatz war es bereits am 30. April gekommen. Weil ein 49-jähriger Diabetiker sich weigerte, seine Medikamente zu nehmen, verständigte seine Frau den Notarzt. Der Arzt wollte ihn in eine psychiatrische Klinik bringen lassen und verständigte schließlich auch die Polizei. Die eingesetzten Beamten setzten den Elektroschocker ein, nachdem sie zunächst auch mit dem Mann gesprochen hatten. Er brach zusammen und starb einige Tage später im Krankenhaus.

+++ 12.16 Uhr: Mutter soll Augen der eigenen Tochter verätzt haben - Prozess +++

Eine Mutter soll die Augen ihrer kleinen Tochter mit Nagellackentferner verätzt haben. Beim Prozessauftakt vor dem Krefelder Landgericht bestritt die 26-Jährige die Tat. Sie habe ihrer damals 22 Monate alten Tochter im Juni 2016 die Augentropfen zwar verabreicht, aber nicht gewusst, dass diese mit Nagellackentferner versetzt gewesen seien. 

Das Kleinkind erlitt damals Verätzungen der Augen. Die Mutter steht wegen Misshandlung Schutzbefohlener und Körperverletzung vor Gericht. Die Anklage geht von Vorsatz aus. Die Frau hatte damals ihren Lebensgefährten beschuldigt, der daraufhin festgenommen worden war. Das hatte ihr zusätzlich den Vorwurf falscher Verdächtigung eingebracht. 

+++ 12 Uhr: Mieten in Berlin steigen langsamer +++

Die Mieten in Berlin sind in den vergangenen zwei Jahren deutlich langsamer gestiegen. Sie kletterten laut Mietspiegel 2019 im Schnitt um rund 2,5 Prozent auf 6,72 Euro je Quadratmeter, wie der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) mitteilte. Damit habe sich der Anstieg gegenüber dem Mietspiegel 2017 nahezu halbiert, als eine jährliche durchschnittliche Steigerungsrate von 4,6 Prozent ermittelt worden war.

+++ 11.20 Uhr: Schweden nimmt Ermittlungen gegen Julian Assange wegen Vergewaltigung wieder auf +++

Die schwedische Staatsanwaltschaft nimmt ihre Voruntersuchungen zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder auf. Dies gab die Vize-Chefin der Behörde, Eva-Marie Persson, bekannt. Wikileaks-Chef Kristinn Hrafnsson vermutet Druck von außen hinter der Entscheidung. "Es ist unbestreitbar, dass politischer Druck auf Schweden zur Wiederaufnahme des Falles geführt hat", sagte er.  Der ganze Fall sei von Anfang bis Ende politisch ausgeschlachtet worden.

+++ 10.15: Jeder Vierte plant Anschaffung eines elektrischen Tretrollers +++

Die meisten Deutschen halten elektrische Tretroller einer neuen Umfrage zufolge für unsicher oder gefährlich - dennoch plant jeder Vierte, sich so ein Gefährt anzuschaffen, wie das Vergleichsportal Verivox mitteilte. Jeder zweite hält die E-Roller demnach für unsicher, weil sie keinen ausreichenden Schutz bei einem Unfall bieten. Fast jeder Vierte (22,6 Prozent) hält E-Scooter zudem für eine Gefahr für den Straßenverkehr.

+++ 10.14 Uhr: Prozess um verschwundene Maria: Öffentlichkeit ausgeschlossen +++

Im Freiburger Prozess um die jahrelang verschwundene Maria ist die Öffentlichkeit von der Vernehmung der heute 19-Jährigen ausgeschlossen worden. Das Landgericht folgte damit dem Antrag der Rechtsanwältin der jungen Frau. Diese ist in dem am vergangenen Mittwoch begonnenen Prozess Gerichtsangaben zufolge Hauptzeugin und Nebenklägerin. Als Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit nannte das Gericht den Schutz der Persönlichkeitsrechte. Da Maria im Tatzeitraum minderjährig gewesen sei, gelte für sie ein besonderer Schutz.

+++ 8.53 Uhr: Brexit treibt Firmen nach Deutschland - Ansiedlungsrekord +++

Im vergangenen Jahr haben sich so viele ausländische Unternehmen neu in Deutschland angesiedelt wie nie. 2062 Firmen bauten nach Zahlen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft German Trade and Invest (GTAI) Kapazitäten in Europas größter Volkswirtschaft auf oder aus. Die meisten Investitionsprojekte kamen nach den am Montag offiziell veröffentlichten Zahlen aus den USA mit 345. Auf den Plätzen folgten Schweizer Firmen (229 Projekte), chinesische Unternehmen (188) und Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich (168).

+++ 8.22 Uhr: Sri Lanka blockiert Facebook und WhatsApp nach Ausschreitungen gegen Muslime +++

Nach Ausschreitungen gegen Muslime in Sri Lanka sind die Online-Netzwerke in dem Land vorübergehend blockiert worden. Die Behörden ordneten an, den Zugang zu Diensten wie Facebook, WhatsApp, Instagram zu sperren, wie die Internetprovider in dem südasiatischen Inselstaat mitteilten. Die Lage in Sri Lanka ist nach den mutmaßlich islamistischen Anschlägen am Ostersonntag auf mehrere katholische Kirchen und Luxushotels weiterhin angespannt.

+++ 7.39 Uhr: Familie nach Wohnhausbrand vermisst - Einsturzgefahr? +++

Fast 24 Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers in einem Wohnhaus im saarländischen Neunkirchen hat eine Spezialfirma die Stromversorgung des Hauses unterbrochen. Bei dem Wohnhausbrand mit mindestens einem Toten hatte die Feuerwehr das Gebäude zunächst nicht betreten können, weil die Befürchtung bestand, das Haus stehe unter Strom, wie die Polizei mitteilte. Im Laufe des Tages sollte ein Statiker das Haus auf Einsturzgefahr prüfen. 

+++ 5.36 Uhr: Pompeo kommt zu Iran-Gesprächen nach Brüssel +++

US-Außenminister Mike Pompeo kommt am Montag zu Gesprächen über den Iran nach Brüssel. Das kündigte ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums kurz vor Pompeos Abreise an. Seinen ursprünglich geplanten Besuch in Moskau sagte der Minister demnach ab. Stattdessen wird Pompeo am Dienstag nach Sotschi fliegen und dort Russlands Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow treffen.

Die EU-Außenminister kommen ab 10 Uhr in Brüssel zusammen, um über den Iran zu beraten. Das Land hatte zuvor angekündigt, bestimmte Auflagen aus dem Atomabkommen nicht mehr einzuhalten und binnen 60 Tagen mit weiteren Schritten gedroht. Die USA hatten daraufhin ihre Sanktionen gegen Teheran verschärft und Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region verlegt. 

+++ 5.05 Uhr: Linke verlangt europaweiten Kohleausstieg und kostenlosen Nahverkehr +++

Die Linke fordert für den Klimaschutz einen europaweiten Kohleausstieg und kostenlosen Nahverkehr. "Drastische Maßnahmen sind notwendig", heißt es in einem Fünf-Punkte-Plan der Partei zur Klimapolitik, der am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. "Die Art, wie in unserer Gesellschaft gewirtschaftet und produziert wird, müssen wir vom Kopf auf die Füße stellen." Die Parteiführung will das Papier am Nachmittag der Öffentlichkeit vorstellen.

+++ 3.55 Uhr: Opfer in Lüdge mussten andere Kinder sexuell missbrauchen +++

Nach der Missbrauchsserie auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Ort Lügde haben die Ermittler ihren Abschlussbericht offenbar an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wie das "Westfalen-Blatt" berichtet kam bei den Ermittlungen zutage, dass mehrere Opfer gezwungen wurden, ihrerseits andere Kinder sexuell zu missbrauchen. In den kommenden Tagen dürften nun erste Anklagen erhoben werden.

Der Hauptbeschuldigte soll dem Bericht der Ermittler zufolge 28 Kinder missbraucht haben, sein Komplize 18. Wie die Zeitung weiter berichtet waren einige Vergewaltigungsopfer noch kleine Kinder. Einer der beiden Männer soll zudem einige seiner Opfer auf dem Campingplatz gezwungen haben, ihrerseits andere Kinder zu missbrauchen. Dabei soll er sie angeleitet und gefilmt haben.

+++ 3.09 Uhr: Argentinischer Abgeordneter stirbt nach Angriff vor Kongress +++

Drei Tage nach einem Angriff vor dem Kongress in Buenos Aires ist ein argentinischer Parlamentarier an seinen schweren Verletzungen gestorben. "Héctor Olivares ist gestorben", schrieb seine Partei Radikale Bürgerunion (UCR) auf Twitter. "In großer Trauer stehen wir seiner Familie zur Seite. Wir fordern Gerechtigkeit." Sicherheitsministerin Patricia Bullrich schrieb: "Die Mörder und ihre Komplizen werden für ihre Tat büßen." 

Am Donnerstag waren aus einem geparkten Auto vor dem Kongress mehrere Schüsse auf Olivares und seinen Begleiter Miguel Yadón abgefeuert worden. Der Funktionär starb noch am Tatort. Olivares wurde mit einer Schussverletzung im Bauch in einen Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte bis zum Sonntag um sein Leben kämpften.

+++ 2.17 Uhr: Niederösterreich will Asylbewerber zur Dankbarkeit verpflichten +++

Das österreichische Bundesland Niederösterreich plant offenbar sogenannte "Zehn Gebote der Zuwanderung", an die sich Asylbewerber halten sollen. Das berichtet die Tageszeitung "Welt" unter Berufung auf Angaben des zuständigen Landesministers. Demzufolge sollen Menschen, die in Niederösterreich Asyl beantragen, an sogenannten "Wertekursen" teilnehmen und die aufgestellten Gebote unterschreiben. Zu ihnen gehört demnach auch "Dankbarkeit gegenüber Österreich".

ivi / DPA / AFP