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+++ Ticker +++

News des Tages: Staatsanwaltschaft geht gegen zwei Ermittler im Fall Peggy vor

Höchststrafe im Prozess um vergiftete Pausenbrote +++ Polizei sucht in Waldstück nach Rebecca +++ Lange Haftstrafen in Prozess um Kinderpornoplattform "Elysium" +++ AfD will Amtszeit für Bundeskanzler begrenzen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Tatverdächtiger im Fall Peggy wieder auf freiem Fuß

Grabstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy: Gegen Ermittler in dem Fall wird nun ermittelt

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Ermittlungen gegen Ermittler im Fall Peggy (16.18 Uhr)
  • Lebenslang im Prozess um vergiftete Pausenbrote (15.10 Uhr)
  • Suche nach Rebecca: Polizei durchkämmt Waldstück in Brandenburg (13.01 Uhr)
  • Lange Haftstrafen im "Elysium"-Prozess (12.13 Uhr)
  • Tausende Hinweise auf Kriegsverbrecher ignoriert (7.14 Uhr)
  • AfD will Amtszeit für Bundeskanzler begrenzen (4.27 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.18 Uhr: Suche nach Rebecca in Brandenburger Waldstück vorerst eingestellt +++

Vermisste Schülerin: Suche nach Rebecca in einem Waldstück vorerst eingestellt

Die Suche nach der vermissten 15-jährigen Rebecca in einem Waldstück in Brandenburg ist am Abend erfolglos eingestellt worden. Die Suche werde weitergehen, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei zum Abschluss des siebenstündigen Einsatzes. Es sei aber noch nicht bekannt, wann und wo. Unterdessen sind bei der Polizei weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Fall eingegangen, die Zahl erhöhte sich auf rund 700.

Mit einer Hundertschaft Polizisten, Suchhunden und einem Hubschrauber wurde am Donnerstag seit 11.00 Uhr ein Waldgebiet nahe dem Ort Storkow südöstlich von Berlin durchkämmt. Die 15-Jährige aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Ihr Schwager ist seit Montag in Untersuchungshaft. Der Deutsche wird verdächtigt, die Jugendliche getötet zu haben. Eine Leiche wurde bisher aber nicht gefunden.

+++ 18.02 Uhr: Musiker verursachen mit Video-Dreh Großeinsatz der Polizei +++

Vier bedrohlich aussehende Männer mit Axt und Schrotflinten haben im thüringischen Bucha für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Die von verängstigten Hausbewohnern gerufenen Beamten rückten nach Polizeiangaben mit allen verfügbaren Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber an. Doch schnell konnte Entwarnung gegeben werden: Eine Band drehte in dem kleinen Ort im Saale-Holzland-Kreis ein Youtube-Video. Die Musiker hatten sich dafür Faschingsmasken aufgesetzt und bewaffnet, mit bedrohlichen Gesten posierten sie vor einem Wohnhaus und versetzten die Bewohner in Angst.

+++ 17.46 Uhr: Mehr als hundert Hinweise zu ausgelegten Sprengsätzen in Rheinland-Pfalz +++

Im Fall der in Rheinland-Pfalz mutmaßlich von einem inzwischen verstorbenen Mann ausgelegten Sprengsätze sind bei der Polizei in Kaiserslautern inzwischen mehr als hundert Hinweise eingegangen. Die Beamten wollten nicht ausschließen, dass im Landkreis Kaiserslautern, wo der verdächtige Bernhard Graumann wohnte, weitere Sprengfallen versteckt seien. Die Sonderkommission zu dem Fall arbeite "auf Hochtouren", teilten sie mit.    

In den vergangenen Tagen hatte die Polizei drei Sprengsätze gefunden, die Graumann ausgelegt haben soll, um Menschen zu schaden, mit denen er Streit hatte. Am Freitag war ein Arzt in Enkenbach-Alsenborn infolge einer Explosion gestorben. Am Sonntag wurden in Otterberg bei einer weiteren Detonation zwei Menschen verletzt. Am Mittwoch wurde ein dritter Sprengsatz entdeckt. 

+++ 17.40 Uhr: Stalker nach erneutem Eindringen in Wohnung von Taylor Swift festgenommen +++

Ein hartnäckiger Stalker von US-Musikerin Taylor Swift ist nach einem erneuten Einbruch in ihre Wohnung festgenommen worden. Nach Polizeiangaben wurde der 23-Jährige in der Nacht im Haus des Stars in New York gefasst. Der Mann war demnach in das Apartment eingestiegen, nachdem er ein Fenster eingeschlagen hatte. Die Musikerin war laut Polizei zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause.    

Bereits im vergangenen April war der aufdringliche Stalker bei Swift eingebrochen. Damals nutzte er eine Leiter, um durch ein Fenster ins Haus zu kommen. Auch in dem Fall war der Star nicht im Gebäude. Ein Richter hatte den aus Florida stammenden 23-Jährigen daraufhin zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt und ihm auferlegt, sich psychiatrisch behandeln zu lassen.     

Zudem war ihm verboten worden, sich Swifts Wohnung in New York zu nähern. Der Mann hatte seine Gefängnisstrafe noch nicht angetreten, als er jetzt erneut gefasst wurde. Nach seiner Festnahme wurde der junge Mann in Haft genommen. Ihm wird unter anderem Einbruch vorgeworfen.

+++ 16.32 Uhr: Queen setzt ihren ersten eigenen Instagram-Post ab +++

Getwittert hatte sie bereits, jetzt hat Königin Elizabeth II. (92) auch ihren ersten eigenen Beitrag auf der Foto-Plattform Instagram veröffentlicht. Das hat das britische Königshaus mitgeteilt. Auf einem Instagram-Video war zu sehen, wie die Monarchin auf einen Tablet-Computer tippte. Anlass des ersten persönlichen Instagram-Posts der 92-Jährigen war ein Besuch im Science Museum in London. Sie habe dort einen Brief aus den Königlichen Archiven angesehen, den der Computer-Pionier Charles Babbage 1843 an ihren Ur-Urgroßvater geschrieben habe, hieß es eben einem Foto des historischen Schriftstücks. Babbage habe darin von seiner "Analytical Engine" (Analytischen Maschine) berichtet - einem Vorläufer des Computers.

+++ 16.18 Uhr: Mordfall Peggy - Staatsanwaltschaft nimmt Ermittler ins Visier +++

Im Fall des getöteten Mädchens Peggy ermittelt die Würzburger Staatsanwaltschaft unter anderem gegen zwei Kriminalbeamte und einen Staatsanwalt der Anklagebehörde Bayreuth. Die Anwältin des Mannes, der 2004 wegen Mordes an der Neunjährigen verurteilt worden war, habe einen Strafantrag wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes gestellt, teilte ein Sprecher der Würzburger Behörde mit. Die Anwältin wirft den Beschuldigten nun vor, Zeugen eine Aufnahme eines vertraulichen Gesprächs ihres Mandanten mit seinem Vater vorgespielt zu haben. Die Aufnahme sei heimlich entstanden und daher als Beweismittel nur mit einem speziellen Richtergenehmigung zu verwenden. Insgesamt liegen der Würzburger Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben vier Anzeigen der Anwältin vor. Eine davon richtet sich gegen unbekannte Mitglieder der Sonderkommission Peggy wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth weist die Vorwürfe zurück.

+++ 15.22 Uhr: EU verabschiedet Einigung zu gegenseitiger Katastrophenhilfe +++

Die Mitgliedstaaten der EU haben eine Neuregelung ihrer Zusammenarbeit in Katastrophenfällen endgültig verabschiedet. Es werde eine zusätzliche Reserve für Einsatzmittel geschaffen, um etwa bei Waldbränden, Industriekatastrophen oder Atomunglücken die nationalen Einsatzkräfte zu unterstützen, erklärte der Rat der Mitgliedstaaten in Brüssel. Europas Katastrophenschutz funktioniert bislang auf freiwilliger Basis durch gegenseitige Unterstützung der Mitgliedstaaten. Die neue Reserve soll die nationalen Reserven ergänzen und gewährleisten, dass vorhandene Einsatzmittel effizienter genutzt werden. Noch in diesem Sommer soll sie einsatzbereit sein. Einen EU-Katastrophenschutz wird es dagegen nicht geben.

+++ 15.10 Uhr: Vergiftete Pausenbrote: Lebenslange Haft für Mann aus Ostwestfalen +++

Bielefeld: Lebenslange Haft für vergiftete Pausenbrote

Für versuchten Mord mit vergifteten Pausenbroten am Arbeitsplatz ist ein Mann aus Ostwestfalen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bielefeld ordnete darüber hinaus Sicherungsverwahrung für den 57-Jährigen an, da die Richter von einem Hang zu weiteren schweren Straftaten ausgehen. Der Angeklagte hatte sich zu keiner Zeit zu seinen Taten geäußert.

+++ 14.57 Uhr: Keine Hoffnung mehr für vermisste Bergsteiger am Nanga Parbat +++

Auf einem der höchsten Berge der Welt ist in Pakistan die Suche nach zwei vermissten europäischen Bergsteigern ausgesetzt worden. Militärhubschrauber hätten nach mehr als zehn Tagen intensiver Suche am Nanga Parbat im Westhimalaya aufgehört, die beiden Bergsteiger aus Italien und Schottland zu suchen, sagte Karrar Haidri vom Alpine Club of Pakistan, einem Unternehmen, das Expeditionen organisiert. Die Retter haben keine Hoffnung, dass die beiden Männer noch am Leben sind. Der Nanga Parbat trägt auch den unschönen Beinamen "Killer-Berg".

+++ 13.58 Uhr: EZB-Rat lässt Leitzins "mindestens bis Ende 2019" unverändert +++

Die Phase der Niedrigzinsen wird noch mindestens bis Ende des Jahres andauern. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will die Leitzinsen "mindestens bis Ende 2019" unverändert lassen, wie ein Sprecher am Donnerstag in Frankfurt am Main sagte. Außerdem kündigte die EZB ein neues Hilfspaket für die europäischen Banken ab September 2019 bis März 2021 an. Dadurch soll die Kreditvergabe der Banken gesteigert werden.

+++ 13.50 Uhr: Verurteilter Erzbischof von Lyon will Papst um Entlassung bitten +++

Der wegen der Vertuschung von Kindesmissbrauchs verurteilte Erzbischof von Lyon will Papst Franziskus um seine Entlassung bitten. Das kündigte Kardinal Philippe Barbarin in seiner Diözese an. Der ranghöchste Würdenträger der katholischen Kirche Frankreichs war zuvor zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er den Missbrauch durch einen Priester verschwiegen hatte.

+++ 13.01 Uhr: Suche nach Rebecca: Polizei durchkämmt Waldstück in Brandenburg +++

Links ist das Gesicht eines schönen, jungen Mädchens mit hochgesteckten Haaren, rechts eine zusammengelegte Fleecedecke

Auf der Suche nach der seit knapp drei Wochen vermissten Schülerin Rebecca aus Berlin durchsucht die Polizei ein Areal in Brandenburg.

Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um ein Gebiet in der Nähe der Kleinstadt Storkow im Südosten Berlins – mehrere Medien berichten übereinstimmend von einem Waldstück. Es seien Beamte der Mordkommission, eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei und ein Hubschrauber im Einsatz, nachdem ein Hinweis auf das Gelände eingegangen sei. Storkow liegt in der Nähe der Autobahn 12.

Auf ihr wurde das Auto des tatverdächtigen Schwagers der Vermissten kurz nach dem Verschwinden Rebeccas am Montag, den 18. Februar, und einen Tag darauf von einer Verkehrsüberwachungsanlage erfasst.

+++ 12.39 Uhr: Wohnhausbrand in Nürnberg - Opfer starben an Rauchvergiftung +++

Die fünf Opfer bei dem verheerenden Wohnhausbrand in Nürnberg sind nach Angaben der Ermittler an Rauchvergiftung gestorben. Dies ergab die Obduktion der Leichen, wie die Polizei mitteilte. In der Nacht zum Samstag waren eine 34-Jährige Mutter, ein Säugling und ihre drei weiteren Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren ums Leben gekommen. Sie waren im Dachgeschoss des Hauses vermutlich im Schlaf von dem Feuer überrascht worden. Die beiden 68 und 69 Jahre alten Großeltern, deren 41-jährige Tochter und ein achtjähriger Sohn überlebten die Katastrophe. Ihnen war es gelungen, sich selbst aus dem brennenden Haus in dem Industriegebiet zu retten.

+++ 12.13 Uhr: Lange Haftstrafen in Prozess um Kinderpornoplattform "Elysium" +++

Landgericht Limburg: Lange Haftstrafen im Prozess um Plattform für Kinderpornos

Im Prozess um die riesige Kinderpornoplattform "Elysium" sind die vier Angeklagten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht im hessischen Limburg verhängte Strafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten sowie neun Jahren und neun Monaten. Die Männer aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sollen das im sogenannten Darknet betriebene Forum mit zehntausenden Mitgliedern aufgebaut und betreut haben - sie waren unter anderem wegen Verbreitung, Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften angeklagt.   

+++ 12.06 Uhr: Ermittlerduo löst Devid Striesow im Saar-"Tatort" ab +++

Ein Ermittlerduo folgt auf Devid Striesow in den vom Saarländischen Rundfunk (SR) produzierten "Tatort"-Folgen: Die Schauspieler Daniel Sträßer als Adam Schürk und Vladimir Burlakov als Leo Hölzer werden in Zukunft als Kriminalhauptkommissare ermitteln, wie der SR am Donnerstag in Saarbrücken mitteilte. Die Dreharbeiten für die erste Folge mit den beiden beginnen demnach bereits in der kommenden Woche in Saarbrücken und Püttlingen.

+++ 12.03 Uhr: Immer mehr deutsche Kreuzfahrt-Urlauber - Rekord +++

Immer mehr Urlauber aus Deutschland unternehmen eine Kreuzfahrt. Im Jahr 2018 zählten die Reedereien insgesamt 2,26 Millionen Passagiere auf Hochseeschiffen - so viele wie noch nie. Das teilten der Branchenverband Clia Deutschland und der Deutsche Reiseverband am Donnerstag auf der Reisemesse ITB in Berlin mit.

+++ 11.42 Uhr: Vergewaltiger aus Sicherungsverwahrung in Berlin entkommen +++

Ein verurteilter Vergewaltiger ist aus der Sicherungsverwahrung in Berlin-Tegel entwichen. Der Mann sei am Mittwochabend nicht von einem unbegleiteten Ausgang zurückgekehrt, sagte ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung der AFP und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Straftäter war im Jahr 2001 zu zehn Jahren Haft wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Raub verurteilt worden. Er wurde anschließend seit 2011 zur Sicherungsverwahrung in der Haftanstalt Tegel untergebracht.    

Seit Juni 2016 waren ihm begleitete Ausgänge erlaubt, seit Januar 2018 durfte er die Haftanstalt auch unbegleitet verlassen. Die insgesamt 191 Ausgänge verliefen nach Angaben des Justizsprechers unauffällig. Er machte keine Angaben dazu, wo der Mann sein könnte und was die Hintergründe seines Verschwindens sein könnten. Nach dem Vergewaltiger wird gefahndet.

+++ 11.38 Uhr: Ägyptische Polizei tötet sieben angebliche Terroristen +++

Die ägyptische Polizei hat bei Schusswechseln in der Nähe von Kairo nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet. Bei ihnen handele es sich um Terroristen, teilte das ägyptische Innenministerium mit. Drei von ihnen seien aufgeflogen, als sie in Giseh bei Kairo einen Sprengsatz platzieren wollten. Bei der Festnahme kam es demnach zu einem Schusswechsel, bei dem die Männer getötet wurden. Ein Polizist sei dabei verletzt worden, erklärte das Ministerium. Vier weitere Männer starben den Angaben zufolge bei einer anschließenden Razzia in einer Wohnung.

+++ 11.03 Uhr: US-Senatorin McSally: Wurde bei der Luftwaffe von Offizier vergewaltigt +++

Martha McSally: US-Senatorin berichtet in Anhörung: "Ich wurde beim Militär vergewaltigt"

Die US-Senatorin Martha McSally ist nach eigenen Angaben während ihrer Zeit bei der Luftwaffe von einem ranghohen Offizier vergewaltigt worden. Auch sie sei eine "Überlebende von sexuellem Missbrauch beim Militär", sagte die Politikerin der republikanischen Partei von Präsident Donald Trump bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss. Wie viele andere Opfer habe sie die Vergewaltigung zunächst nicht angezeigt, da sie "dem System nicht getraut" habe.    

Die 52-Jährige, die für den Bundesstaat Arizona im Senat sitzt, hatte 26 Jahre lang bei der US-Luftwaffe gedient. Sie war die erste US-Pilotin, die einen Kampfeinsatz flog. Im Jahr 2010 schied sie aus dem Militär aus. Sie zog als Nachrückerin für den vergangenes Jahr verstorbenen republikanischen Senator John McCain in den Kongress ein.

+++ 10.50 Uhr: Männergruppe in Leipzig beleidigt und verprügelt Afrikaner +++

Eine Gruppe von Männern soll in Leipzig einen aus Westafrika stammenden 22-Jährigen beleidigt und verprügelt haben. Wie das sächsische Landeskriminalamt mitteilte, sollen die alkoholisierten Männer im Alter von 23 bis 40 Jahren ihr Opfer am Samstag zunächst in einer Straßenbahn ausländerfeindlich beleidigt haben. Anschließend sollen sie den jungen Mann demnach aus der Bahn gedrängt und ihn geschlagen haben.    

Polizisten beendeten die Attacke. Das verletzte Opfer wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Tatverdächtig sind insgesamt acht namentlich bekannte Angreifer. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Atemalkoholtests ergaben Werte zwischen 1,1 und 1,7 Promille. Das polizeiliches Terrorismus- und Extremismusabwehrzentrum übernahm die Ermittlungen und bat mögliche Zeugen, sich zu melden.

+++ 10.13 Uhr: Sechs Monate auf Bewährung für Erzbischof von Lyon wegen Missbrauchsvertuschung +++

Kindesmissbrauch in der Kirche: Bewährungsstrafe für Erzbischof von Lyon wegen Vertuschung von Missbrauch

In Frankreich ist der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, wegen Missbrauchsvertuschung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Lyon sprach ihn am Donnerstag schuldig, einen katholischen Priester gedeckt zu haben, der Kinder und Jugendliche missbraucht haben soll. Neben dem Kardinal standen noch fünf weitere Kirchen-Verantwortliche vor Gericht.

+++ 9.44 Uhr: Explosion nahe politischer Großveranstaltung in Kabul +++

Eine Explosion hat eine große politische Veranstaltung in der afghanischen Hauptstadt Kabul erschüttert. Die Veranstaltung wurde daraufhin umgehend beendet - Teilnehmer, darunter führende Regierungsbeamte und Oppositionspolitiker, ergriffen die Flucht.     "Ruhe bewahren, der Ort der Explosion ist weit weg", sagte der ehemalige Vorsitzende des Unterhauses, Mohammad Junus Kanuni, bei einer Live-Übertragung während der Veranstaltung. Kurz darauf war eine weitere Explosion zu hören. Teilnehmer rannten daraufhin in Richtung Ausgang.

+++ 9.18 Uhr: Rettungskräfte stellen Suche nach Vermissten in Goldmine in Indonesien ein +++

Neun Tage nach dem Einsturz einer illegalen Goldmine in Indonesien haben die Rettungskräfte ihre Suche nach dutzenden Vermissten eingestellt. Wegen möglicher Erdrutsche sei der Einsatz mittlerweile zu gefährlich geworden, sagte ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde, Abdul Muin Paputungan, am Donnerstag. Demnach wurden 27 Leichen aus der Mine geborgen, 18 Bergleute konnten lebend gerettet werden. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist unklar. Einige Bergleute hatten nach Angaben von Rettungskräften von bis zu hundert Kumpeln berichtet, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der Mine befanden.

+++ 9.02 Uhr: Nach Stromausfall: Tiroler Zugspitzbahn vorerst nicht in Betrieb +++

Nach dem Stromausfall bei der Tiroler Zugspitzbahn ist noch unklar, wann die Bahn wieder in Betrieb geht. Sicher sei, dass die Bahn am Donnerstag noch nicht fahren wird, teilte eine Sprecherin mit. Wegen eines umgestürzten Baumes, der in die Leitung gefallen war, hatte es am Mittwoch einen Stromausfall bei der Zugspitzbahn im österreichischen Ehrwald gegeben. 82 Menschen saßen in einer Gondel fest und mussten mit einer Bergegondel nach und nach auf den Berg gebracht werden. Die Rettungsaktion dauerte fast vier Stunden.

+++ 8.51 Uhr: Fünf Monate nach Mord in Gelsenkirchen: Festnahme von vier Männern +++

Fünf Monate nach dem Mord an einem 63-Jährigen in Gelsenkirchen hat die Polizei vier Tatverdächtige festnehmen können. Bei einer Razzia in sechs Wohnungen in Dortmund, Essen und Herne seien Haftbefehle gegen die vier Männer im Alter von 23 bis 26 Jahren vollzogen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. In den Wohnungen seien zudem zahlreiche Datenträger beschlagnahmt worden. 

Die weiteren Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft Essen dauerten an, so die Ermittler. Die Verdächtigen sollen im Oktober im Gelsenkirchener Stadtteil Rotthausen das Opfer getötet haben. Damals fand ein Anwohner nach lauten verbalen Streitigkeiten mehrerer Männer den 63-Jährigen mit schweren Stichverletzungen auf einem Gehweg liegend. Der Mann war noch vor Ort gestorben. 

+++ 8.43 Uhr: Guaidó: Ausweisung von Botschafter Kriener ist "eine Drohung gegen Deutschland" +++

Der selbsternannte Übergangspräsident Venezuelas, Juan Guaidó, hat erneut Kritik an der Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener geübt und eine Verschärfung der Sanktionen gegen die linksnationalistische Führung des südamerikanischen Landes gefordert. Das Vorgehen gegen Kriener stelle "eine Drohung gegen Deutschland" dar, sagte Guaidó dem "Spiegel". Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wolle zeigen, dass er noch über Macht verfügt, sagte Guaidó. Maduro sei aber nicht befähigt, einen Botschafter auszuweisen, daher habe er selbst Kriener auch gebeten, im Land zu bleiben, sagte Guaidó. Er hoffe, "dass Europa auf diese schwerwiegende Drohung gegen einen Botschafter scharf reagiert".

+++ 7.52 Uhr: Zwei Kinder bei Untergang von Flüchtlingsboot ums Leben gekommen +++

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes nahe der griechischen Insel Samos sind nach Behördenangaben zwei Kinder ums Leben gekommen. Die beiden Kinder seien kurz nach ihrer Rettung gestorben, teilte die Küstenwache mit. Kurz danach sei auch die Leiche eines Mannes geborgen worden. In dem Boot sollen sich mindestens zwölf Menschen befunden haben, darunter ein weiteres Kind. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen 2019 bereits mehr als 200 Migranten bei dem Versuch ums Leben, das Mittelmeer zu überqueren. Die Mehrheit davon war demnach auf dem Weg nach Italien.

+++ 7.14 Uhr: Bericht: Behörden ignorierten Tausende Hinweise auf Kriegsverbrecher +++

Im Zuge des starken Flüchtlingszuzugs sind in Deutschland Tausende Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher unter den Asylsuchenden unbearbeitet liegengeblieben. Das geht nach "Bild"-Informationen aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Danach gab das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) von 2014 bis Anfang 2019 rund 5000 Hinweise auf "Straftaten nach dem Völkerrecht" an das Bundeskriminalamt und den Generalbundesanwalt weiter. Von anderen Stellen seien 2000 Hinweise gekommen. Doch nur in 129 Fällen seien Ermittlungen aufgenommen worden. In den Jahren 2015/16, also auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs, gab es dem Bericht zufolge 3800 Hinweise, es kam jedoch nur zu 28 Ermittlungen.

+++ 7.08 Uhr: Überfall auf Geldtransporter - Polizei fahndet weiter nach Tätern +++

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn sucht die Polizei weiter nach den beiden flüchtigen Tätern. "Die Maßnahmen laufen, wir ermitteln", sagte ein Polizeisprecher. Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher nicht. Zwei Maskierte hatten den Geldtransporter am Mittwoch überfallen und einen Wachmann mit einem Schuss lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation befand sich der Mann am Mittwochnachmittag nicht mehr in Lebensgefahr. Die Räuber flüchteten vom Flughafen aus mit einem Koffer in einem schwarzen Auto. Im Kölner Stadtteil Porz setzten sie den Wagen in Brand. In dem ausgebrannten Autowrack entdeckten Ermittler später ein Kalaschnikow-Sturmgewehr. Ob die Räuber Geld erbeuteten, teilte die Polizei nicht mit.

+++ 6.26 Uhr: Zivilklage gegen verurteilten australischen Kardinal Pell eingereicht +++

In Australien ist eine neue Zivilklage gegen den wegen Kindesmissbrauchs verurteilten Kurienkardinal George Pell eingereicht worden. Das bestätigten Gerichtsvertreter in Melbourne. Hintergrund sind Vorwürfe, der einstige Papst-Vertraute habe in den 1970er Jahren in seinem Heimatort Ballarat in einem Schwimmbad Kinder unsittlich berührt. Australische Medien hatten bereits in den vergangenen Tagen berichtet, ein mutmaßliches Missbrauchsopfer plane eine Zivilklage.    

Wegen der Vorwürfe hatte es zwar ein Verfahren gegeben; dieses wurde aber Ende Februar eingestellt. Die nun eingereichte Zivilklage richtet sich gegen Pell, Behörden im australischen Bundesstaat Victoria und die Betreiber des katholischen Kinderheims, in dem der Kläger zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Missbrauchs lebte.

+++ 5.03 Uhr: Zwei Tote bei Zusammenprall von zwei Autos in Stuttgart +++

Beim Frontalzusammenstoß von zwei Autos sind in Stuttgart zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Fahrer und seine 22-jährige Beifahrerin starben in der Nacht zum Donnerstag an ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der 20-jährige Fahrer des anderen Autos erlitt einen Schock. Wie sich der Unfall genau ereignete, war in der Nacht zunächst unklar.

+++ 4.27 Uhr: AfD will Amtszeit für Bundeskanzler begrenzen: Nur eine Wiederwahl +++

Die AfD will die Amtszeit für Bundeskanzler begrenzen. Über einen Entwurf der AfD-Fraktion für eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes wird der Bundestag voraussichtlich am Donnerstag kommender Woche beraten.

In dem Entwurf heißt es, das Regierungsoberhaupt solle sich künftig nur noch einmal zur Wiederwahl stellen dürfen. Ausnahmen sollten nach dem Willen der AfD nur dann erlaubt sein, wenn der Kanzler oder die Kanzlerin das Amt mitten in der Legislaturperiode antritt, etwa weil der Vorgänger durch ein Misstrauensvotum gestürzt wurde.

+++ 3.52 Uhr: Schwere Beben vor der Küste Neuseelands +++

Eine Serie von Beben hat innerhalb kurzer Zeit die Nordinsel Neuseelands erschüttert. Einem heftigen Beben der Stärke 6,4 in der Nacht zum Donnerstag folgte am Morgen ein Erdstoß der Stärke 5,8, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Weitere, etwas schwächere Nachbeben folgten. Die Zentren der Beben lagen nordöstlich von Auckland in Tiefen von 10 bis 30 Kilometern. Über eventuelle Auswirkungen der Erdstöße lagen zunächst keine Angaben vor. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik teilte mit, dass keine zerstörerische Flutwelle zu erwarten sei.

+++ 3.17 Uhr: US-Sender: In Venezuela festgenommener Journalist wird abgeschoben +++

Der in Venezuela festgenommene US-Reporter Cody Weddle wird nach Angaben eines seiner Arbeitgeber in die Vereinigten Staaten abgeschoben. Rund zwölf Stunden nach seiner Festnahme sei der Reporter zum internationalen Flughafen Maiquetía gebracht worden, um einen Flug in die USA zu nehmen, berichtete der Fernsehsender WPLG Local 10. Weddle hatte zuletzt für verschiedene US-Medien über die politische Krise in Venezuela berichtet, darunter auch für den Sender aus Florida. 

Der Journalist und sein venezolanischer Mitarbeiter Carlos Camacho waren nach Angaben der Pressegewerkschaft SNTP am Morgen von Agenten des venezolanischen Militärgeheimdienstes festgenommen worden. Die Beamten durchsuchten auch die Wohnung des Reporters und beschlagnahmen Arbeitsgeräte. Das US-Außenministerium zeigte sich besorgt. "Journalist zu sein, ist kein Verbrechen", sagte ein Sprecher des Ministeriums. 

Video: USA drohen Maduro mit neuen Sanktionen - Guaido plant Streiks

+++ 2.56 Uhr: Bericht: Iranische Hacker verursachen weltweit hunderte Millionen Dollar Schaden +++

Iranische Hacker haben einem Bericht zufolge weltweit Schäden in Höhe von Hunderten Millionen Dollar verursacht. Die Hacker hätten in den vergangenen zwei Jahren rund 200 Unternehmen ins Visier genommen, schrieb die US-Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine Untersuchung von Experten des Softwarekonzerns Microsoft. Angegriffen wurden demnach unter anderem Öl- und Gaskonzerne, Maschinenbauunternehmen und internationale Firmengruppen in Deutschland, Großbritannien, den USA und Saudi-Arabien.    

Dabei hätten die Hacker Geheimnisse entwendet und Daten von Computernetzwerken gelöscht, schreibt das "Wall Street Journal" weiter. Die Microsoft-Experten machen dem Bericht zufolge die mit dem Iran verbundene Hackergruppe Holmium für die Cyberattacken verantwortlich. Einige Angriffe seien im Auftrag von Holmium von einer anderen Gruppe namens APT33 ausgeführt worden.

+++ 2.23 Uhr: Israelische Flugzeuge beschießen Hamas-Gelände im Gazastreifen +++

Israelische Kampfflugzeuge haben einen Angriff gegen Stellungen der Hamas im südlichen Gazastreifen geflogen. Dabei sei eine Ausbildungsstätte der radikal-islamischen Palästinenserorganisation getroffen und schwer beschädigt worden, berichteten lokale Medien. Bei den Explosionen sei niemand verletzt worden. Zuvor war am Mittwoch aus dem Gazastreifen eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert worden, die jedoch keinen Schaden anrichtete.

+++ 1.48 Uhr: R. Kelly wegen versäumter Unterhaltszahlungen in Polizeigewahrsam +++

Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly ist am Mittwoch erneut in Gewahrsam genommen worden. Die Festnahme erfolgte nach einer Anhörung vor Gericht in Chicago um angeblich versäumte Unterhaltszahlungen, wie der Sender NBC unter Berufung auf Behörden berichtete. Demnach schuldet der dreifache Vater seiner Ex-Frau mehr als 161.000 Dollar. Nach Zahlung der Summe könne er auf freien Fuß kommen, teilte eine Polizeisprecherin mit.

US-Sänger: Tränenreicher TV-Aufritt: R. Kelly bestreitet Missbrauchsvorwürfe
vit / anb / dho/ wue / DPA / AFP