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News des Tages: Steinmeier warnt vor Zerstörung der Heimat

Essen: Auto soll in Menschengruppe gefahren sein +++ 17-Jährige stirbt beim Klettern auf E-Lokomotive +++ Deutsche verschicken immer weniger SMS +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert Mut der Gesellschaft im Kampf gegen den Antisemitismus (Archivbild)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert Mut der Gesellschaft im Kampf gegen den Antisemitismus (Archivbild)

DPA

Die Meldungen im Kurzüberblick:

  • Steinmeier warnt vor Zerstörung der Heimat (17.28 Uhr)
  • Auto soll in Essen in Menschengruppe gefahren sein (14.50 Uhr)
  • 17-Jährige stirbt beim Klettern auf E-Lok (11.04 Uhr)
  • 89 Migranten in Lastwagen in Mexiko entdeckt (9.50 Uhr)
  • Deutsche verschicken immer weniger SMS (7.04 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:  

+++ 19.23 Uhr: Freiburgs Oberbürgermeister Salomon abgewählt +++

Der grüne Oberbürgermeister von Freiburg, Dieter Salomon, ist nach 16 Jahren im Amt abgewählt. Der 57-Jährige erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl nicht die Mehrheit der Stimmen. Zum neuen Rathauschef wählten die Freiburger den parteilosen Sozialwissenschaftler Martin Horn (33). Er ist nach eigenen Angaben der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Horn, der im Wahlkampf von der SPD unterstützt wurde, tritt das Amt am 1. Juli an. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Rathauses bei 51,7 Prozent.

Salomon war vor 16 Jahren zum Stadtoberhaupt gewählt worden. Er war erster grüner Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt.

+++ 17.28 Uhr: Steinmeier warnt vor Zerstörung der Heimat durch Antisemitismus +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor einer Zerstörung der Heimat durch Antisemitismus gewarnt. "Ob Juden, Christen oder Muslime, ob Gläubige oder Nichtgläubige, ob Menschen, die lange hier wohnen oder zugewandert sind, sie wollen ein Zuhause finden in Deutschland", sagte Steinmeier im "Bericht aus Berlin" der ARD. Das sei nicht möglich, wenn sich Antisemitismus breitmache. "Antisemitismus zerstört am Ende Heimat für alle, und deshalb sind öffentliche Einrichtungen, auch die Polizei und die Justiz, dazu aufgerufen, Antisemitismus zu bekämpfen", sagte er.

"Aber wir dürfen es als Gesellschaft auch nicht nur den öffentlichen Einrichtungen überlassen, sondern wir müssen auch den Mut und die Courage im Alltag selbst zeigen."

Der Kampf gegen Antisemitismus müsse noch entschiedener geführt werden. Antisemitismus finde man in Deutschland sowohl in dumpfen Hetzparolen als auch intellektuell in Nebensätzen. "Alles das dürfen wir nicht hinnehmen." Man dürfe sich auch nicht daran gewöhnen, dass Synagogen in Deutschland immer noch von der Polizei beschützt werden müssten, sagte Steinmeier.

+++ 15.34 Uhr: 13-Jähriger nach Brand in Mehrfamilienhaus in Baden-Württemberg gestorben +++

Wenige Tage nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Villingen-Schwenningen ist ein 13-jähriger Junge gestorben. Der Jugendliche hatte bei dem Feuer am vergangenen Dienstag eine lebensgefährliche Rauchvergiftung erlitten, wie die Polizei in Tuttlingen heute mitteilte. In der Nacht starb er in einer Klinik. Bei dem Feuer waren 13 weitere Menschen, darunter zwei Schwestern des 13-Jährigen, durch Rauchgase leicht verletzt worden. Während die anderen Familien das Haus rechtzeitig verlassen konnten, musste der 13-Jährige von den Rettungskräften aus der stark verrauchten Dachgeschosswohnung geborgen werden. Über die Ursache des Brandes wurde bislang nichts mitgeteilt.

+++ 15.28 Uhr: Elefantenkalb bei Hagenbeck geboren - "Brausepaul" wiegt 100 Kilo +++

Der Hamburger Tierpark Hagenbeck freut sich über Elefantennachwuchs. Die Elefantenkuh Shila habe gestern ein Kalb zur Welt gebracht, teilte der Zoo mit. Der kleine Bulle wiege 100 Kilo und sei etwa einen Meter groß. Von den Tierpflegern werde er "Brausepaul" genannt. Es sei das zweite Elefantenkind, dass bei Hagenbeck in zweiter Generation geboren worden sei. Das erste war der Bulle Kanja, der am 11. Januar 2016 von der Kuh Kandy geboren wurde. "Auch wenn Bullen die Mutterherde mit Eintritt der Pubertät verlassen, ist Hagenbeck dem Ziel einer biologisch funktionalen Herde mit diesem Kalb wieder einen bedeutenden Schritt näher gekommen."

Das neue Jungtier ist in der Elefantenhalle zu sehen. Sollte es sich weiter positiv entwickeln, könne es in den nächsten Tagen gemeinsam mit der Herde in die Außenanlage gehen, hieß es.

Lässiger Grenzgang: Elefant setzt sich nach Laos ab und sorgt für Aufregung

+++ 14.50 Uhr: Essen Auto soll in Menschengruppe gefahren sein - kein Terrorverdacht +++

Ein Auto soll in der Nacht in Essen angeblich in eine Gruppe Menschen gefahren sein. Ein terroristischer Hintergrund könne in jedem Fall ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin. Der alkoholisierte Fahrer wurde festgenommen. Ob er versehentlich oder absichtlich gehandelt habe und was überhaupt genau passiert sei, müsse noch geklärt werden. Die Polizei suche dringend Zeugen.

Der Notruf erreichte die Polizei kurz nach 4.00 Uhr am Morgen, wonach im Stadtteil Altendorf etwa ein Dutzend Menschen in eine Schlägerei verwickelt waren. Die Polizei rückte mit zahlreichen Streifenwagen an. Zeugen sagten aus, ein silberner Wagen sei in Höhe eines Cafés in eine Gruppe gefahren.

Nach Polizeiangaben wurde dabei möglicherweise eine Frau verletzt, die den Ort danach verließ. Der 31 Jahre alte mutmaßliche Fahrer des Autos wurde festgenommen. Ein Alkoholtest war positiv.

+++ 13.46 Uhr: Bombenexplosionen in Afghanistan: mindestens 30 Tote +++

Bei einer Bombenexplosion in einem Zentrum zur Wählerregistrierung sind im Osten Afghanistans mindestens 30 Menschen getötet oder verletzt worden. Der Sprengsatz sei in einem Zelt zur Wählerregistrierung hochgegangen, das auf dem Gelände einer Moschee aufgeschlagen war, wie der Polizeichef der Provinz Chost, Abdul Hanan Sadran, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zahlreiche Menschen, die aus der Moschee gekommen waren, hätten sich zur Registrierung als Wähler eingefunden.

+++ 13.15 Uhr: Sommerlicher Start in die Woche - ab Mittwoch steigt Gewitterchance +++

Sonnenanbeter können noch bis zur Mitte der Woche das sommerliche Wetter in Deutschland genießen. Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte, hält das Hoch "Quinlan" noch einige Tage durch. Bis zu 14 Sonnenstunden und Höchsttemperaturen zwischen 20 und 29 Grad sagt der DWD für morgen und Dienstag voraus. Lediglich am Alpenrand und im Schwarzwald kann es vereinzelt regnen und gewittern.

Ab Mittwoch mehren sich die Anzeichen für erste Schauer und Gewitter, lokal mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen. Mit Werten zwischen 23 und 28 Grad bleibt es aber warm. Spätestens am Donnerstag wird es etwas kühler, wenn "Quinlan" sich in Richtung Russland verabschiedet.

+++ 13.11 Uhr: Betrunkener fährt mit Fahrrad auf Autobahn +++

Eine nächtliche Radtour über eine Autobahn ist für einen betrunkenen Mann glimpflich ausgegangen. Der 30-Jährige war in der Nacht bei Wietmarschen in Niedersachsen auf die A31 aufgefahren und auf dem Seitenstreifen Richtung Rheine geradelt, wie die Polizei mitteilte. Autofahrer alarmierten die Polizei. Als diese den Mann anhielt, stürzte er und verletzte sich leicht. Laut Polizei hatte er 1,47 Promille Atemalkohol.

Der Mann habe sich nach eigener Aussage nicht so gut in der Gegend ausgekannt und deshalb nach einer Feier den Heimweg direkt über die Autobahn angetreten. Die Beamten brachten ihn vorübergehend in einer Zelle unter. Als seine Ehefrau den Radler am Morgen von der Wache abholte, wunderte sie sich: Ihr Mann habe ursprünglich gar kein Fahrrad dabei gehabt. Die Beamten ermitteln nun auch wegen Diebstahls.

+++ 12.59 Uhr: Lebensgefährte stirbt nach tödlichen Schüssen auf Jägerin +++

Nach dem tödlichen Schuss auf seine Lebensgefährtin in Unterfranken ist auch der 50 Jahre alte mutmaßliche Schütze gestorben. Der Mann war gestern mit Bekannten in einem Wald bei Miltenberg auf der Jagd, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Dort brach er plötzlich zusammen und starb. Die Ursache für den Tod ist unklar. Auf Fremdverschulden oder Suizid weise nichts hin, teilten die Ermittler mit. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Obduktion.

Die Lebensgefährtin des Mannes, eine 47 Jahre alte Jägerin, war am Dienstagabend bei einer gemeinsamen nächtlichen Jagd durch einen Schuss getötet worden. Der mutmaßliche Schütze - der 50 Jahre alte Jäger - kam nach Vernehmungen wieder auf freien Fuß. Polizei und Staatsanwaltschaft gingen aber nicht davon aus, dass er mit irgendeiner Tötungsabsicht gehandelt habe. Sie ermittelten wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

+++ 12.54 Uhr: Defekte Oberleitung legt Würzburger Hauptbahnhof lahm +++

Eine beschädigte Oberleitung hat den Würzburger Hauptbahnhof für etwa eine Stunde komplett lahmgelegt. Fernzüge von und nach Würzburg wurden über Bamberg und Schweinfurt umgeleitet und trafen teils stark verspätet am Ziel ein, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Sperrung könne heute im gesamten Netz für Unregelmäßigkeiten sorgen, da Züge große Verspätungen im Laufe des Tages kaum wieder aufholen könnten, sagte ein Sprecher. In Würzburg treffen diverse ICE-Linien aus allen Himmelsrichtungen aufeinander.

Die Oberleitung war am Morgen aus zunächst ungeklärter Ursache gerissen und auf einem im Bahnhof haltenden ICE gelandet. Bis Experten den Schaden untersucht hatten und der Zug geräumt war, wurde der Zugverkehr vorsichtshalber komplett gestoppt. Die etwa 250 Reisenden des ICE mussten mit anderen Zügen weiterfahren.

+++ 12.52 Uhr: 100 Jugendliche schwimmen für schnelleren Kohleausstieg zum Bundestag +++

100 Jugendliche sind am Morgen in Berlin-Mitte durch die Spree zum Bundestag geschwommen, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. "Wir fordern einen Kohleausstieg bis 2030", sagte Sprecher Jonathan Kurz von der Greenpeace-Jugendorganisation. Es gehe bei der Aktion direkt um die Zukunft junger Menschen. Auf Bannern im Wasser waren Slogans zu lesen wie "Lasst unsere Zukunft nicht absaufen" und "Kohle macht mich gar nicht an". Eine halb versunkene Weltkugel wurde durch die Spree gezogen. "Das Wasser war zirka 16 Grad kalt, die Strecke 500 Meter lang".

Laut Koalitionsvertrag soll die Kommission der Bundesregierung noch in diesem Jahr ein Enddatum für den Ausstieg aus der Kohlestrom-Produktion in Deutschland festlegen. Greenpeace wirft der Bundesregierung vor, beim Klimaschutz "seit Jahren auf der Stelle" zu treten. "Mit etwa 900 Millionen Tonnen lag der CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr so hoch wie bereits 2009", sagte Kurz.

+++ 12.16 Uhr: Stormy Daniels stichelt bei Comedy-Show gegen Trump +++

Die durch ihr angebliches Sexabenteuer mit US-Präsident Donald Trump bekannt gewordene Pornodarstellerin Stormy Daniels hat bei einem Auftritt in der Comedy-Show "Saturday Night Live" für Lacher gesorgt. Nur "eine Abdankung" könne den Aufruhr über das angebliche Stelldichein beenden, sagte Daniels in einem Sketch an der Seite von Trump-Imitator Alec Baldwin. "Ein Sturm zieht auf", witzelte sie mit Verweis auf ihren Künstlernamen "Stormy" (stürmisch).

Der US-Präsident bestreitet Behauptungen Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, dass die beiden 2006 eine Affäre hatten. Trumps Anwalt Michael Cohen hatte Clifford wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 130.000 Euro gezahlt, damit sie ihre Version des Treffens nicht öffentlich macht. Trump hatte jüngst zugegeben, seinem Anwalt das Geld zurückerstattet zu haben. Das überraschende Eingeständnis wurde von einigen Beobachtern als Schachzug gewertet, um den Vorwurf der illegalen Wahlkampffinanzierung zu entkräften.

+++ 11.41 Uhr: Deutscher Armenarzt Haass in Moskau seliggesprochen +++

Der deutsche Arzt Friedrich Joseph Haass (1780-1853) widmete den Armen in Russland sein Leben - heute hat die katholische Kirche in Moskau den "Heiligen Doktor" seliggesprochen. Der Moskauer Erzbischof Paolo Pezzi leitete die Messe zum Abschluss des kirchenrechtlichen Verfahrens, das 20 Jahre gedauert hat. Haass, geboren in Bad Münstereifel, gilt als Symbolfigur für ein gutes deutsch-russisches Verhältnis. Sein Andenken wird von Katholiken wie Orthodoxen geehrt.

Haass kam 1806 als Arzt einer russischen Adelsfamilie nach Moskau und stieg zum Chefarzt aller Gefängnisse der Stadt auf. Gegen Widerstand der zaristischen Bürokratie versuchte der tiefgläubige Christ, das Los der Häftlinge zu erleichtern. Er setzte durch, dass der grausame "Prut" abgeschafft wurde - eine Eisenstange, an die Gefangene zum Marsch in die sibirische Verbannung geschmiedet wurden. Er erfand leichtere Ketten, die als "Haass'sche Fesseln" in die russische Rechtsgeschichte eingingen. Als der "Heilige Doktor von Moskau" starb, gaben ihm 20.000 Menschen das letzte Geleit. Mit seiner Kritik am Strafsystem war er auch ein Vorbild für sowjetische Menschenrechtler. Der Dissident Lew Kopelew widmete Haass eine Biografie, die Schriftstellerin Ludmila Ulitzkaja zuletzt ein Opernlibretto. Die Deutsche Schule Moskau und eine Schule in seiner Heimat Bad Münstereifel sind nach Haass benannt.

+++ 11.20 Uhr: Deutsche Post macht Arbeitsverträge von Krankentagen abhängig +++

Die Deutsche Post macht die Entfristung von Arbeitsverträgen von den Krankheitstagen eines Mitarbeiters abhängig. In einem Konzept der Konzernspitze für die Niederlassungsleiter heiße es, dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage anhäufen dürften, berichtete die "Bild am Sonntag". Weiter schreibe die Post vor, dass der Mitarbeiter "höchstens zwei selbstverschuldete Kfz-Unfälle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro" verursachen dürfe. Außerdem dürften Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.

Ein Sprecher der Post in Bonn bestätigte den Bericht Die Aufregung darüber erschließe sich ihm nicht, sagte er. Die gleichen Medien, die das Konzept nun kritisierten, wären die ersten, die aufschreien würden, wenn es Mängel bei der Zustellung geben sollte. "Dass wir im Konzern überlegen, wer auf Dauer den Anforderungen gewachsen ist, das ist im Interesse aller Beteiligten, insbesondere der Kunden", sagte der Sprecher.

+++ 11.08 Uhr: Facebook erkundet offenbar Interesse an Bezahlversion +++

Facebook betreibt laut einem Medienbericht Marktforschung, um das Interesse an einer Bezahlversion ohne Werbung herauszufinden. Nach dem jüngsten Datenskandal gebe es bei dem Onlinenetzwerk intern wieder etwas mehr Zuspruch für solche Überlegungen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg hatte die Möglichkeit einer Bezahlvariante erstmals bei der Anhörung im US-Kongress im April angedeutet als er sagte: "Es wird immer eine kostenlose Version von Facebook geben". In der Telefonkonferenz nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen bestätigte Top-Managerin Sheryl Sandberg dann, dass Facebook über ein Abo-Modell nachgedacht habe - "und wir werden nicht damit aufhören, alles in Erwägung zu ziehen". Zugleich betonte sie aber auch: "Anzeigen passen auf natürliche Weise zu unserem Geschäft" und Facebook sehe da noch großes Potenzial. Facebook erklärt, dass die Finanzierung durch Werbung es grundsätzlich erst erlaube, den Nutzern einen kostenlosen Dienst anzubieten.

+++ 11.04 Uhr: 17-Jährige stirbt beim Klettern auf E-Lokomotive +++

In Sachsen hat eine 17-Jährige beim Klettern auf eine Elektrolokomotive einen tödlichen Stromschlag erlitten. Die Jugendliche erklomm gestern Abend im Bahnhof von Pirna "vermutlich aus Übermut" eine E-Lok, die auf einem Rangiergleis abgestellt war, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Aufgrund der Nähe zu einer Hochspannungsleitung bildete sich ein Lichtbogen über der jungen Frau und schlug in die 17-Jährige ein. Sie starb noch vor Ort. In der Vergangenheit kam es deutschlandweit immer wieder zu solchen tödlichen Unfällen.

+++ 10.47 Uhr: SPD nur noch halb so stark wie CDU und CSU +++

Die SPD ist weiter im Umfragetief: Im wöchentlichen Sonntagstrend des Instituts Emnid für die "Bild am Sonntag" sackten die Sozialdemokraten um einen Punkt auf 17 Prozent ab. CDU und CSU legten hingegen um zwei Zähler auf 34 Prozent zu - und erhalten damit doppelt so viel Zustimmung wie die SPD. Die AfD bleibt der Umfrage zufolge unverändert bei 14 Prozent. Die Grünen erreichen erneut 12 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und fällt auf zehn Prozent. Auch die FDP gibt einen Zähler nach und kommt auf acht Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen fünf Prozent Für die Erhebung wurden vom 26. April bis zum 2. Mai rund 1500 Bürger befragt, wen sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären.

+++ 10.38 Uhr: Geisterfahrer prallt gegen Auto - zwei Tote auf A2 +++

Ein Geisterfahrer hat auf der Autobahn 2 bei Ingersleben in Sachsen-Anhalt einen Unfall verursacht - mit tragischem Ausgang. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Das Auto des Mannes sei gestern Abend mit einem anderen Wagen zusammengestoßen, teilte die Autobahnpolizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Wagen zusammengedrückt. Der 27 Jahre alte Fahrer des anderen Autos wurde schwer verletzt. Seine gleichaltrige Beifahrerin starb noch an der Unfallstelle. Der Unfallverursacher kam zunächst mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb er jedoch am frühen Morgen. Der genaue Unfallhergang wird derzeit ermittelt. 

+++ 10.13 Uhr: Unionspolitker drohen Herkunftsländern mit Entzug von Entwicklungshilfe +++

Nach dem Großeinsatz der Polizei in einer Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen haben Unionspolitiker mehr Druck auf die Herkunftsländer von Asylsuchenden gefordert. Abschiebungen scheiterten zumeist daran, dass die Ausreisepflichtigen von den Botschaften dieser Länder keine Papiere bekämen, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Herkunftsländern, die bei Abschiebungen nicht kooperierten, solle deshalb Entwicklungshilfe entzogen werden. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der "FAS", Deutschland müsse "manchmal auch über die Entwicklungshilfe Druck auf Herkunftsländer" ausüben. Zugleich könne es Anreize für Staaten geben, die gut mitarbeiten. "Aber unkooperatives Verhalten darf nicht durch Entwicklungshilfe begünstigt werden."

Im Ellwangen hatten Asylbewerber die Abschiebung eines Togoers Anfang der Woche zunächst verhindert. Bei einer Razzia am Donnerstag wurde er schließlich festgenommen. Während des Einsatzes leisteten 23 Bewohner nach Behördenangaben teils massiv Widerstand, sie wurden vorläufig festgenommen.

+++ 10.06 Uhr: Jede sechste Stelle im Beschaffungsamt der Bundeswehr unbesetzt +++

Jede sechste Stelle im Beschaffungsamt der Bundeswehr ist einem Medienbericht zufolge unbesetzt. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, sind derzeit 1100 von rund 6500 Stellen beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BaAINBw) nicht besetzt. Im vergangenen Jahr wurden zwar 640 neue Mitarbeiter eingestellt, gleichzeitig gingen 514 in Ruhestand. Durch den erst 2013 aufgehobenen Einstellungsstopp für zivile Posten sei die Belegschaft entsprechend überaltert.
Das Beschaffungsamt ist für die Ausstattung der Bundeswehr mit moderner Technik und modernem Gerät verangwortlich. Kernaufgabe ist die Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von Wehrmaterial. Dazu zählen hochkomplexe Waffensysteme sowie Panzer, Flugzeuge und Schiffe ebenso wie persönliche Ausrüstungsgegenstände der Soldaten. Zudem betreut das Amt Forschungs- und Technologieprojekte.

+++ 9.50 89 Migranten in Lastwagen in Mexiko entdeckt +++

In einem Lastwagen sind in Mexiko 89 Migranten aus Mittel- und Südamerika gefunden worden. Darunter seien 31 Kinder gewesen, teilte die Generalsstaatsanwaltschaft in Mexiko-Stadt mit. Die zusammengepferchten Migranten stammten demnach aus Honduras, El Salvador, Ecuador und Guatemala. Agenten hätten das Fahrzeug auf einer Autobahn in Richtung der Stadt Cárdenas in Tabasco im Südosten des Landes abgefangen. Die Migranten seien unter "unmenschlichen, überfüllten und dehydrierten Bedingungen" gereist, hieß es in der Erklärung der Behörde. Fahrer und Beifahrer des Lastwagens seien festgenommen worden. Die Migranten seien medizinisch versorgt und der Einwanderungsbehörde übergeben worden.

Täglich überqueren Hunderte Migranten aus Mittelamerika die Grenze zu Mexiko mit dem Ziel, in die USA zu gelangen. Oftmals bezahlen sie Schmuggler, die sie über die Grenze führen sollen.

+++ 9.48 Uhr: Fünf Verletzte nach Verpuffung - Mann schwebt in Lebensgefahr +++

Lebensgefährliche Stichflamme beim gemütlichen Beisammensein auf einer Gartenterrasse in Karlsruhe: Dabei sind gestern Abend fünf Menschen schwer verletzt worden. Ein 61 Jahre alter Mann habe schwerste Brandverletzungen erlitten und schwebe in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher in Karlsruhe. Demnach wurde die Verpuffung von einem 50 Jahre alten Mann verursacht, der eine Feuerschale auf dem Tisch mit Ethanol befüllen wollte. Die Flamme sei zu dem Zeitpunkt bereits erloschen gewesen. Den Angaben zufolge wurden auch der 50-Jährige, seine gleichaltrige Ehefrau sowie deren Töchter im Alter von 19 und 22 Jahren schwer verletzt. Die Explosion war so stark, dass auch die Glasscheibe der Terrassentür beschädigt wurde.

+++ 9.38 Uhr: Israel greift Hamas-Posten an Gaza-Grenze an +++

Israels Luftwaffe hat einen Posten der im Gazastreifen herrschenden Hamas in Grenznähe angegriffen. Es handele sich um die Reaktion auf Angriffe militanter Palästinenser mit Lenkdrachen auf israelisches Gebiet, teilte die israelische Armee bei Twitter mit. Die Drachen hätten gestern Brandbomben transportiert. Die Angreifer hätten dabei den Hamas-Posten genutzt. In den vergangenen Wochen waren bei solchen Angriffen mit Lenkdrachen mehrfach Felder im Süden Israels in Brand gesetzt worden, es entstand hoher Sachschaden.

+++ 8.21 Uhr: Bauarbeiter nutzen Spielplatz als Kiesgrube +++

Weil Kies für eine Baustelle fehlte, haben sich Arbeiter kurzerhand an einem Spielplatz in Kitzingen in Unterfranken bedient. Die beiden Männer schaufelten am Morgen Teile des Untergrunds in Schubkarren und transportierten ihn ab, wie die Polizei mitteilte. Nachbarn beobachteten die Szene und verständigten die Beamten. Die Ermittler fanden das Diebesgut und die mutmaßlichen Täter wenig später bei einer Baustelle in der Nähe. Vorgesetzte hätten die Bauarbeiter aus Zeitgründen angewiesen, den Kies vom Spielplatz zu holen, berichtete die Polizei. Den Männern droht nun eine Anzeige wegen Diebstahls.

+++ 7.34 Uhr: McCain will Trump nicht als Trauergast bei seiner Beerdigung haben +++

Der krebskranke US-Senator John McCain möchte nicht, dass US-Präsident Donald Trump an seiner Beerdigung teilnimmt. McCain wünsche sich stattdessen Trumps Vize Mike Pence als Repräsentanten des Weißen Hauses bei der Trauerfeier, berichteten die "New York Times" und der Sender NBC News unter Berufung auf Vertraute des Politikveteranen. McCain, der seit 1987 im US-Senat sitzt, ist einer der schärfsten Kritiker seines Parteikollegen Trump. Der Senator trug unter anderem dazu bei, dass die bisherigen Versuche des Präsidenten zur Abschaffung des unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems scheiterten. Das Verhältnis zwischen Trump und McCain ist seit Längerem zerrüttet. Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump den Vietnam-Veteranen, der in Gefangenschaft der Vietcong gefoltert worden war, übel verhöhnt. Für ihn sei McCain "kein Held", sagte Trump, der selber einst den Wehrdienst umgangen hatte. "Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden, okay?".

Bei McCain war im vergangenen Jahr ein aggressiver Hirntumor entdeckt worden. Mitte April musste er wegen einer Darmentzündung operiert werden. Derzeit erholt er sich auf seiner Ranch in Arizona von dem Eingriff.

+++ 7.04 Uhr: Deutsche verschicken immer weniger SMS +++

Die SMS wird immer mehr zum Auslaufmodell. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach neuen Zahlen der Bundesnetzagentur nur noch gut 10 Milliarden Kurzmitteilungen verschickt. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 waren es noch fast 60 Milliarden. Seitdem haben kostenlose Messengerdienste wie WhatsApp oder iMessage der Kurzmitteilung den Rang abgelaufen.

Einen rasanten Anstieg erlebt dagegen weiterhin die mobile Datennutzung. 2017 wurden rund 1,4 Milliarden Gigabyte an Daten über die Mobilfunknetze übertragen. Das ist eine Zunahme um 52 Prozent im Vergleich zu 2016 - eine Folge der steigenden Verbreitung von Smartphones.

+++ 6.56 Uhr: Nawalny nach Festnahme bei Oppositionskundgebung wieder frei +++

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist nach seiner Festnahme bei einer Kundgebung in Moskau laut eigener Aussage vorerst wieder auf freiem Fuß. Die Polizei habe ihn kurz nach Mitternacht gehen lassen, erklärte der Kremlkritiker auf Twitter. Ihm werde die Organisation einer öffentlichen Veranstaltung und Widerstand gegen die Polizei vorgeworfen. Eine Anwältin seiner Stiftung zur Bekämpfung von Korruption sagte der russischen Nachrichtenagentur Interfax, ein Moskauer Gericht werde sich am 11. Mai mit dem Fall befassen.

Nawalny hatte seine Anhänger gestern zu landesweiten Protesten gegen Präsident Wladimir Putin aufgerufen, der morgen seine vierte Amtszeit beginnt. Bis zum Samstagabend berichtete das Bürgerrechtsportal OVD-Info von über 1600 Festnahmen, davon allein mehr als 700 in Moskau. Die Polizei sprach offiziell nur von 300 Festnahmen in der Hauptstadt und etwa 200 in St. Petersburg.

+++ 6.33 Uhr: Roboterwagen in Unfall verwickelt  +++

Ein Roboterwagen der Google-Schwesterfirma Waymo ist am Wochenende in einen Unfall verwickelt worden, der von einem menschlichen Fahrer verursacht wurde. Auf Videoaufnahmen aus dem Auto ist zu sehen, wie dem Waymo-Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit ein Wagen entgegenkommt, der bei einem Ausweichmanöver auf die Gegenfahrbahn geriet. Der Unfall ereignete sich auf einer fast leeren mehrspurigen Straße in der Stadt Chandler im Bundesstaat Arizona. Der Mensch am Steuer des anderen Autos wich auf einer Kreuzung einem querenden Fahrzeug aus. Der Waymo-Minivan war mit langsamer Geschwindigkeit autonom mit einem Insassen am Steuer unterwegs. Laut Polizeiangaben gab es nur leichte Verletzungen. Waymo baut in Arizona mit den Minivans gerade einen Robotertaxi-Service auf, der ohne menschliche Sicherheitsfahrer auskommen soll.

+++ 4.22 Uhr: Bergwanderer in Allgäuer Alpen tödlich verunglückt +++

Auf dem Breitenberg in den Allgäuer Alpen ist ein 50 Jahre alter Bergwanderer tödlich verunglückt. Er war gestern Nachmittag auf einem steilen Schneefeld ausgerutscht und etwa 200 Meter in die Tiefe gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Dabei zog er sich eine tödliche Kopfverletzung zu. Andere Wanderer entdeckten seine Leiche, nachdem der Hund des Verunglückten sie darauf aufmerksam gemacht hatte.

+++ 4.04 Uhr: Lärm erhöht laut Studie Risiko für Herzrhythmusstörungen +++

Lärm erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Vorhofflimmern, zu erkranken. Das haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz anhand von Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie nachgewiesen. Laut den im "International Journal of Cardiology" veröffentlichten Ergebnissen litten bei extremer Lärmbelastung bis zu 23 Prozent der Probanden an Vorhofflimmern. Ohne solche Einflüsse waren es 15 Prozent. Auch dieser Wert liegt viel höher als aus anderen Studien bekannt, in denen häufig von ein bis drei Prozent die Rede ist. "Das liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit, an Herzrhythmusstörungen zu erkranken, mit dem Alter immer weiter ansteigt", erklärte der Mainzer Kardiologe Thomas Münzel. Die Probanden bei der GHS seien zu Beginn der Studie vor zehn Jahren bereits zwischen 35 und 74 Jahren alt gewesen und würden deshalb zunehmend anfälliger.

Bei der GHS handelt es sich um eine der größten Studien ihrer Art, bei der über 15.000 Frauen und Männer aus Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen mitmachen. In ihrem Rahmen untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Lärmquellen am Tag und in der Nacht und dem Vorhofflimmern. Fluglärm tagsüber wurde von 84 Prozent der Probanden als besonders störend wahrgenommen, nachts waren es 69 Prozent. Damit lag der Fluglärm deutlich vor Straßen-, Schienen- oder Nachbarschaftslärm. 

+++ 2.10 Uhr: Leichen von neun Männern in Lieferwagen in Mexiko gefunden +++

Die mexikanische Polizei hat die Leichen von neun Männern in einem Lieferwagen entdeckt. Das zurückgelassene Fahrzeug habe an einer Straße im südlichen Bundesstaat Guerrero gestanden, teilten die Behörden mit. Bei den Toten handele es sich ganz offensichtlich um Männer, die am Donnerstag in der Stadt Tixlta entführt worden seien. Die Opfer hätten den Lieferwagen möglicherweise genutzt, um "illegale" Waren zu verkaufen.

Der Bundesstaat Guerrero ist von der in Mexiko fast allgegenwärtigen Gewalt besonders betroffen. Im ersten Quartal 2018 wurden in Mexiko 7667 Menschen getötet, wie aus einer Statistik der Regierung hervorgeht. Die Gewalt geht von Banden aus, die im Drogenhandel aktiv sind und überdies für Treibstoffdiebstahl, Entführungen, Erpressungen und andere kriminelle Handlungen verantwortlich sind. Mit 25.339 Morden galt das Jahr 2017 bereits als das blutigste seit Beginn der Aufzeichnungen zehn Jahre zuvor.

+++ 1.06 Uhr: Deutsches Rotes Kreuz meldet Rekordzahl ehrenamtlicher Helfer +++

Das Deutsche Rote Kreuz verzeichnet eine Rekordzahl ehrenamtlicher Helfer. Die Zahl sei allein im vergangenen Jahr um rund 11.000 auf 425.800 aktive Mitglieder gestiegen, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei der höchste Stand seit mehr als 15 Jahren. Die Zahlen gehen aus dem Jahresbericht 2017 hervor, den das DRK morgen vorstellen will.

Der Anstieg lasse sich zumindest teilweise auf die Flüchtlingskrise zurückführen, sagte Hasselfeldt. Viele Menschen, die sich in den Jahren 2015 und 2016 spontan beim DRK gemeldet hätten, um Flüchtlingen zu helfen, seien inzwischen als feste ehrenamtliche Helfer unterwegs. "Es kann keine Rede davon sein, dass die Deutschen ein Volk von Egoisten sind", sagte die frühere Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

+++ 0.06 Polnische Retter suchen eingeschlossene Bergleute +++

Nach einem Minenunglück im Süden Polens suchen Rettungskräfte nach Überlebenden unter Tage. Vier Bergleute wurden gestern Abend noch vermisst, zu einem fünften konnten die Helfer zumindest Kontakt aufnehmen und seine Position orten, wie eine Bergwerkssprecherin im Fernsehsender TVN24 sagte. Zuvor seien zwei eingeschlossene Kumpel nach einer mehrstündigen Suche aus rund 1000 Metern Tiefe befreit worden. Die beiden Geretteten seien zwar verletzt, aber bei Bewusstsein, so die Sprecherin.

Nach Angaben der staatlichen Bergbaubehörde war es im Stollen Zofiowka des Bergwerks von Jastrzebie-Zdroj an der tschechischen Grenze bereits gestern Mittag aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Erschütterung in etwa 900 Metern Tiefe gekommen. Dadurch seien die sieben Bergleute in darunter liegenden Gängen eingeschlossen worden. Die sofort eingeleitete Rettungsaktion sei durch eine sehr hohe Methankonzentration im Stollen behindert worden, erklärte ein Sprecher der Rettungsmannschaften TVN24.

+++ 0.05 Uhr: Jeder vierte Arzt war offenbar schon Opfer von Gewalt +++

Jeder vierte Arzt in Deutschland war schon einmal Opfer von Gewalt. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf den "Ärztemonitor 2018". Demnach wurden vergangenes Jahr im Mittel 288 Mal täglich Ärzte körperlich attackiert und 2600 Mal beleidigt. Jeder vierte Mediziner sei schon einmal von einem Patienten geschlagen worden. "Meistens entzünden sich die Angriffe daran, dass Patienten nicht das bekommen, was sie wollen", sagte Dirk Heinrich, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Hamburg, der Zeitung. "Manche wollen sofort drankommen, andere fordern bestimmte Medikamente." Generell habe der Respekt vor Ärzten in den letzten Jahren deutlich abgenommen, erklärte der Mediziner, der Bundesvorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands ist. Der Verband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung befragen für den "Ärztemonitor" bundesweit Tausende Ärzte. Die Ergebnisse werden dann für alle Praxisärzte hochgerechnet. Nur 25 Prozent der Angriffe kommen dem diesjährigen Bericht nach zur Anzeige, heißt es bei der "Bild am Sonntag".

mad/wue / DPA / AFP