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News des Tages: Große Koalition: Union und SPD können sich auf neues Rentenpaket einigen

200.000 Schüler können nicht ausreichend Deutsch für Unterricht +++ Seehofer bietet Sachsen Unterstützung der Bundespolizei an +++ Mordprozess gegen Autoraser geplatzt +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker. 

Sozialminister Hubertus Heil

Sozialminister Hubertus Heil am Dienstagabend kurz vor den Verhandlungen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • 200.000 Schüler können nicht ausreichend Deutsch für Unterricht (15.27 Uhr)
  • Seehofer bietet Sachsen Polizeiunterstützung des Bundes an (12.59 Uhr)
  • Mordprozess gegen Autoraser geplatzt (11.17 Uhr)
  • Chemnitz: Polizeigewerkschaft GdP warnt vor Selbstjustiz (6.55 Uhr)
  • Sydney schließt Bondi Beach wegen toten Wals (5.28 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:  

+++ 23.58 Uhr: Große Koalition einigt sich auf Rentenpaket +++

Im Rentenstreit hat die große Koalition bei einem Spitzentreffen in Berlin einen Durchbruch erzielt. Das Rentenpaket werde bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen, schrieb Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am späten Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es seien zugleich "mehr Investitionen in Qualifizierung, besserer Schutz in der Arbeitslosenversicherung und Entlastung der Beitragszahler" beschlossen worden.

Union und SPD haben sich auf eine Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um insgesamt 0,5 Prozentpunkte geeinigt. Sozialminister Hubertus Heil (SPD) sagte am Dienstagabend in Berlin, der Beitrag werde zum 1. Januar gesetzlich um 0,4 Punkte reduziert, und befristet bis 2022 per Verordnung um zusätzlich 0,1 Prozentpunkt.

+++ 17.21 Uhr: Rechtsextreme melden Demo gegen Sachsens Ministerpräsidenten an +++

Nach den rechten Protesten in Chemnitz hat die rechtspopulistische Bewegung Pro Chemnitz erneut zu einer Demonstration aufgerufen. Wie die Stadt am Dienstag bestätigte, wurde für Donnerstag eine Kundgebung am Stadion für 500 Personen angemeldet.

Anlass ist der Besuch von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum sogenannten Sachsengespräch. Der Regierungschef und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) haben Menschen der Stadt zu einer Diskussionsrunde in die Räume der Arena eingeladen.

Pro Chemnitz ist seit 2014 mit drei Abgeordneten im Stadtrat vertreten. Auf ihrer Facebook-Seite rief die Bewegung an zur Demonstration auf.

+++ 16.01 Uhr: Tonnenweise ungekühltes Döner-Fleisch auf Autobahn beschlagnahmt +++

Rund 24 Tonnen ungekühltes Dönerfleisch hat die Polizei auf der Autobahn 44 in der Nähe von Soest in Nordrhein-Westfalen aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Routinekontrolle fiel Beamten am Sonntag auf, dass das Kühlaggregat des überprüften Sattelzugs kaputt war, wie die Polizei in Dortmund am Dienstag mitteilte. Eine Messung bestätigte, dass im Laderaum statt der erforderlichen minus 19 Grad Celsius lediglich plus sechs Grad herrschten.

+++ 15.27 Uhr: Mehr als 200.000 Schüler können nicht ausreichend Deutsch für normalen Unterricht +++

Mehr als 200.000 Schüler haben im vergangenen Schuljahr nicht gut genug Deutsch gesprochen, um ohne Hilfe am regulären Unterricht teilnehmen zu können. Das berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Kultusministerien der Länder. Manche Länder wie Berlin, Hessen oder Schleswig-Holstein unterrichten diese Kindern in eigenen Klassen, sogenannten Willkommens- oder Intensivklassen. In anderen Ländern wie Rheinland-Pfalz oder Thüringen werden Sprachlernkurse neben dem Regelunterricht angeboten.

+++ 15.19 Uhr: Laut Zentralrat der Juden ist Chemnitz kein Einzelfall +++ 

Der Zentralrat der Juden ist bestürzt über die Eskalation in Chemnitz. "Erschreckend viele Menschen" hätten keine Hemmungen, "aufgrund von Gerüchten regelrecht Jagd auf bestimmte Gruppen zu machen und zur Selbstjustiz aufzurufen", sagte Präsident Josef Schuster am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Vorfälle dieser Art gibt es gerade in Sachsen so häufig, dass wir nicht von einem Einzelfall sprechen sollten."

Schuster wies auch darauf hin, dass sich innerhalb kürzester Zeit "eine recht große Zahl an Menschen in kürzester Zeit für eine demokratiefeindliche Demo mobilisieren" lasse. Ausreichender Polizeischutz sei wichtig. "Dass die Polizei in Chemnitz auch am Montag offenbar nicht richtig vorbereitet war, kann ich nicht nachvollziehen", erklärte Schuster. 

+++ 14.13 Uhr: May warnt vor Übertreiben der Folgen eines harten Brexits +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat dazu aufgerufen, die Folgen eines EU-Ausstiegs ihres Landes ohne Abkommen mit Brüssel nicht zu übertreiben. Ihre Regierung sei dabei die "notwendigen Vorbereitungen" für den Fall zu treffen, dass es in den Verhandlungen mit Brüssel über die Bedingungen des im kommenden Frühjahr geplanten Brexits keine Einigung gibt, wurde May von der britischen Presse zitiert.

Die britische Premierministerin verwies auf Äußerungen des Direktors der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevedo. Dieser habe gesagt, dass ein Brexit ohne Abkommen zwar "kein Spaziergang sein wird, aber auch nicht der Weltuntergang", sagte May. Ihre Regierung sei gewappnet, "damit wir, sollten wir in diese Situation kommen, daraus einen Erfolg machen können".

+++ 14.10 Uhr: Angeschossener Rocker nach Not-OP außer Lebensgefahr +++

Der in der Nacht zum Montag in Hamburg-St. Pauli angeschossene Rocker ist außer Lebensgefahr. Der 38-Jährige habe aber noch nicht vernommen werden können, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Der oder die Täter sind weiter auf der Flucht. Nach Medienberichten handelt es sich bei dem Verletzten um den Hamburger Boss der Hells Angels. Der 38-Jährige hatte kurz vor Mitternacht mit seinem weißen Bentley an einer roten Ampel vor dem Millerntorplatz an der Reeperbahn gehalten, als aus einem anderen Fahrzeug heraus auf ihn geschossen wurde. Er sei von mehreren Schüssen getroffen worden, teilte die Polizei mit. Der Rocker hatte allein in seinem Auto gesessen. Eine Sofortfahndung nach den Tätern war ergebnislos geblieben.

+++ 13.55 Uhr: Merkel: "Hetzjagden" und "Hass auf der Straße" haben im Rechtsstaat keinen Platz +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz erneut scharf verurteilt. "Hetzjagden", "Zusammenrottungen", "Hass auf der Straße - das hat mit unserem Rechtsstaat nichts zu tun", sagte Merkel in Berlin. "Es darf auf keinem Platz und auf keiner Straße zu solchen Ausschreitungen kommen", fügte sie hinzu.

Zuvor hatte bereits Regierungssprecher Steffen Seibert "Hetzjagden" auf Ausländer in der sächsischen Stadt "auf das Schärfste" verurteilt. Es dürfe keine "Selbstjustiz" geben, sagte er am Montag.

+++ 13.34 Uhr: Stiftung Warentest: Sechs von zwölf Mitteln gegen Läuse empfehlenswert +++

Bei Läusen auf dem Kopf hilft keine Wäsche mit normalem Haarshampoo, sondern nur eine gezielte Behandlung. Die Stiftung Warentest untersuchte zwölf vielverkaufte Mittel gegen die Blutsauger und stufte sechs davon als "geeignet" oder "auch geeignet" ein. Am besten beurteilten die Tester Mittel mit dem Wirkstoff Dimeticon, wie Stiftung Warentest am Dienstag mitteilte. Sie sind aber mit knapp 15 bis 22 Euro pro 100 Milliliter vergleichsweise teuer.

+++ 13.32 Uhr: Erfolgsphänomen K-Pop: Boyband BTS knackt YouTube-Rekord  +++

Die südkoreanische Boyband BTS hat einen Rekord auf der Videoplattform YouTube gebrochen. Der Clip zur neuen Single "Idol" wurde binnen der ersten 24 Stunden 45 Millionen Mal abgerufen, wie YouTube mitteilte. Damit stießen die sieben Jungs Pop-Superstar Taylor Swift vom Thron. Ihr Video "Look What You Made Me Do" habe im August 2017 am ersten Tag 43,2 Millionen Abrufe verzeichnet, hieß es weiter.

Pop-Musik aus Südkorea feiert seit Jahren Erfolge bei YouTube. So schrieb der koreanische Rapper Psy 2012 Netzgeschichte. Damals knackte sein Musikclip "Gangnam Style" als erstes YouTube-Video die Marke von einer Milliarde Abrufen.

+++ 13.32 Uhr: 20 Verletzte bei Demos in Chemnitz - 591 Polizisten im Einsatz +++

Bei den Protesten am Montagabend in Chemnitz sind 18 Demonstranten und zwei Polizisten verletzt worden. Das gab die Polizei in einer Einsatzbilanz bekannt. Darüber hinaus gab es 43 Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung (11), Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (10), Landfriedensbruchs (2) und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz (3).

Den Angaben zufolge waren 591 Einsatzkräfte aufgeboten. Laut Polizei hatten sich bei der vom rechtspopulistischen Bündnis Pro Chemnitz angemeldeten Demonstration rund 6000 Teilnehmer versammelt. An der von der Links-Partei für das Bündnis Chemnitz nazifrei organisierten Kundgebung hatten danach rund 1500 Menschen teilgenommen.

+++ 13.39 Uhr: Super-Recogniser sollen Münchner Oktoberfest sicherer machen +++

Sogenannte Super-Recogniser sollen für mehr Sicherheit auf dem Münchner Oktoberfest sorgen. Dabei handelt es sich um Polizisten, die sich menschliche Gesichtszüge überdurchschnittlich gut einprägen können, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München erklärte. Außerdem will die Polizei die Videoüberwachung ausbauen und mehr Beamte mit Bodycams auf Streife über die Wiesn schicken.

Die Super-Recogniser könnten "auch unter veränderten Bedingungen sowie nach längerer Zeit Personen wiedererkennen", erklärte Herrmann. Dies helfe, bislang unbekannte Straftäter zu identifizieren oder Straftaten zuordnen zu können.

Bislang seien 37 Super-Recogniser beim Polizeipräsidium München ausgemacht worden, die vor allem bei der Einlasskontrolle zum Oktoberfest eingesetzt werden sollten. Sechs bayerische Super-Recogniser unterstützten bereits die Sonderkommission Schwarzer Block der Hamburger Polizei, die Straftaten während des G-20-Gipfels 2017 aufarbeiten soll.

+++ 12.59 Uhr: Leiche der Studentin Sophia L. ist in Deutschland +++

Der Leichnam der ermordeten Studentin Sophia L. ist von Spanien nach Deutschland gebracht worden. Das teilte eine Polizeisprecherin in Bayreuth mit. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) darüber berichtet. Der Leichnam soll nach einer weiteren rechtsmedizinischen Untersuchung schnellstmöglich zur Bestattung freigegeben werden. Die Polizeisprecherin machte keine Angaben, wann mit der Auslieferung des 41 Jahre alten Tatverdächtigen aus Spanien zu rechnen ist.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Dabei wurde sie den Ermittlungen zufolge von dem 41 Jahre alten Lastwagenfahrer an einer Tankstelle an der A9 in Sachsen mitgenommen und in Oberfranken umgebracht. Die Leiche Sophias wurde eine Woche später in Spanien gefunden. Zwei Tage danach wurde der Lkw-Fahrer aus Marokko von der spanischen Polizei festgenommen. Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt.

+++ 12.59 Uhr: Seehofer bietet Sachsen Polizeiunterstützung des Bundes an +++

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Sachsen Polizeiunterstützung des Bundes angeboten. "Die Polizei in Sachsen ist in einer schwierigen Situation", erklärte Seehofer in Berlin. "Sofern von dort angefordert, steht der Bund mit polizeilichen Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung."

Zugleich verurteilte Seehofer die ausländerfeindlichen Ausschreitungen nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz. Die Betroffenheit der Bevölkerung über die Bluttat sei zwar "verständlich". Sie rechtfertige aber "unter keinen Umständen den Aufruf zu Gewalt oder gewalttätige Ausschreitungen". "Hierfür darf es in unserem Rechtsstaat keinen Platz geben."

Es waren Seehofers ersten öffentlichen Äußerungen zum Tod des 35-Jährigen und zu den folgenden ausländerfeindlichen Krawallen in Chemnitz. Den Angehörigen des Opfers der Messerattacke sprach der Innenminister sein "tiefes Mitgefühl" aus.

+++ 12.55 Uhr: Putin verteidigt umstrittene Rentenreform - Fernsehansprache geplant +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die höchst umstrittene geplante Rentenreform als strategischen Schritt verteidigt. Die Veränderungen seien notwendig, "um das System an die täglichen Herausforderungen anzupassen und uns für die kommende Jahrzehnte finanziell zu rüsten", sagte der Staatschef bei einem Besuch in der sibirischen Stadt Omsk. Die Verbesserung der Lebensqualität dürfe dabei aber nicht außer Acht gelassen werden. Am Mittwoch wolle er in einer Fernsehansprache seine Haltung im Detail erklären, sagte Putins Sprecher der Agentur Tass zufolge.

Die russische Regierung hatte die Rentenreform im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni angekündigt. Männer sollen statt wie bisher mit 60 künftig mit 65 Jahren in Rente gehen, Frauen sollen 8 Jahre länger arbeiten - bis 63. Das Thema birgt große soziale Sprengkraft, im Laufe des Sommers waren bei Demonstrationen bereits Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen.

+++ 12.27 Uhr: Kunstaktion: Goldene Erdogan-Statue mitten in Wiesbaden aufgestellt +++

Einen Monat vor dem Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist auf einem Platz in Wiesbaden eine goldene Statue des umstrittenen Politikers aufgestellt worden. Das Ganze sei eine weitere provokante Kunstaktion des Kunstfestivals Biennale, sagte eine Sprecherin der Stadt Wiesbaden. "Wir haben eine Reihe von irritierten Bürgern, die bei uns anrufen. Es ist für viele nicht erkennbar, dass es im Rahmen der Biennale läuft." Auch die Stadt selbst sei von der Aktion überrascht worden, sagte die Sprecherin. Es sei nicht bekannt gewesen, dass es sich um eine Erdogan-Statue handeln würde.

Die etwa vier Meter hohe Statue sei am Montagabend in der Innenstadt von Wiesbaden aufgestellt worden. Das Kunstfestival Biennale hatte am vergangenen Donnerstag in der hessischen Landeshauptstadt begonnen und geht noch bis Sonntag. In diesem Jahr steht es unter dem Motto "Bad News" ("Schlechte Nachrichten"). Erdogan kommt am 28. und 29. September zu einem Staatsbesuch nach Berlin.

+++ 12.19 Uhr: Fast drei von zehn Internetnutzern speichern ihre Daten in der Cloud +++

Das Speichern von Daten im Internet gehört für viele deutsche Internetnutzer inzwischen zur Normalität. 28 Prozent von ihnen nutzten in den zurückliegenden Monaten das sogenannte Cloud Computing, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Datenwolke wird dabei etwa als Speicherplatz für Fotos, Dokumente, Musik oder Videos verwendet.

Als Cloud Computing wird die Bereitstellung von Speicherplatz oder Programmen über das Internet bezeichnet. Die Möglichkeit, dort ihre Daten zu speichern, nutzen vor allem Jüngere: Bei den 16-bis 24-Jährigen liegt der Anteil bei 42 Prozent. Bei den Zehn- bis 15-Jährigen nutzt bereits jeder Fünfte derartige Dienste. Bei den über 65-Jährigen sind es  lediglich 16 Prozent.

+++ 12.04 Uhr: Italienische Piloten erzielen Einigung mit Ryanair +++

Im Konflikt über die Arbeitsbedingungen bei Ryanair hat nach der irischen Pilotengewerkschaft Forsa nun auch die italienische Pilotenvereinigung Anpac eine Einigung mit der Billigfluglinie erzielt. Nach achtmonatigen Verhandlungen sei ein Vertrag für die in Italien stationierten Piloten der Airline unterzeichnet worden, erklärte die Gewerkschaft am Dienstag. Das Abkommen garantiere den Piloten "Schutz und Sicherheiten".

+++ 11.51 Uhr: Früherer Zehnkampf-Olympiasieger Schenk gibt Doping zu +++

30 Jahre nach seinem Zehnkampf-Olympiasieg für die DDR hat Christian Schenk Doping zugegeben und auch über spätere gravierende psychische Probleme gesprochen. "Die Depressionen waren so tief gewesen, dass ich sogar daran gedacht hatte, meinem Leben ein Ende zu setzen", sagte der 53 Jahre alte Rostocker in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

In seiner Autobiographie "Riss - mein Leben zwischen Hymne und Hölle" beschreibt der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer seine vermeintliche Flucht vor der Polizei zu Silvester 2016, die eine Folge seiner seit 2009 bestehenden Krankheit gewesen sei. "Ich hielt mich für Anis Amri, den Attentäter vom Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz. Das war für mich der Horror", gibt Schenk zu. "Ich habe mich vollständig mit ihm identifiziert."

Mit 20 Jahren sei er zum ersten Mal gedopt worden. "1985. Für mich war das wie das Erreichen der nächsten Stufe, fast eine Würdigung", sagte Schenk. "Die Pillen zu bekommen, das bedeutete, dass ich in den Kader aufgenommen war, von dem besondere Leistungen erwartet wurden."

+++ 11.29 Uhr: Russland schickt 300.000 Soldaten ins Manöver +++

Russland wird bei dem kommenden Großmanöver Wostok (Osten) 2018 etwa 300.000 Soldaten einsetzen. Es werde die größte Übung seit sowjetischen Zeiten 1981, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu in der sibirischen Stadt Abakan.

Bei dem Manöver vom 11. bis 15. September werde auf fast allen Militärgeländen in Sibirien und im Fernen Osten geübt. Etwa 1000 Flugzeuge und Hubschrauber würden eingesetzt, dazu die russische Pazifikflotte und die Nordflotte. "Die Luftlandetruppen sind vollständig beteiligt", sagte Schoigu der Agentur Interfax zufolge.

+++ 11.17 Uhr: Mordprozess gegen Ku'dammraser geplatzt +++

Der neu aufgelegte Mordprozesses um ein illegales Autorennen auf dem Berliner Ku'damm ist geplatzt. Die Hauptverhandlung sei ausgesetzt, teilte das Landgericht Berlin mit. Damit war ein Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die Richter erfolgreich. Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Männern vor, in der Nacht zum 1. Februar 2016 bei einem Rennen einen unbeteiligten 69-Jährigen getötet zu haben. Sie sollen seinen Tod billigend in Kauf genommen haben.

+++ 11.12 Uhr: Starkes Erdbeben im Osten Indonesiens +++

Indonesien ist ein weiteres Mal von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,2 ereignete sich im Osten des Inselstaats, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Wenig später erfolgte ein zweiter Erdstoß mit einer Stärke von 5,6. Das Epizentrum lag rund 100 Kilometer südöstlich von der Hafenstadt Kupang im indonesischen Teil der Insel Timor.

Die indonesische Katastrophenschutzbehörde erklärte, es gebe weder Schäden noch Opfer. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

+++ 11.05 Uhr: DAK-Studie: Enger Zusammenhang zwischen Gesundheit von Kindern und Elternhaus +++

Zwischen der Gesundheit von Kindern und ihrem Elternhaus gibt es einer neuen Studie zufolge in vielen Fällen einen engen Zusammenhang. In Familien mit einem niedrigeren Bildungsstatus der Eltern sind Mädchen und Jungen bis zu dreimal häufiger von Erkrankungen wie Karies oder Übergewicht betroffen als Kinder aus Akademikerhaushalten, wie der Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK Gesundheit ergab.

Kinder von Eltern ohne Ausbildungsabschluss sind laut der Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Bielefeld im Alter zwischen fünf und neun Jahren bis zu zweieinhalbmal häufiger von Fettleibigkeit betroffen als Akademikerkinder. Bei Zahnkaries gibt es demnach 2,8 Mal so viele Fälle. Auch bei Entwicklungsstörungen wie Sprach- und Sprechproblemen seien Kinder von Eltern ohne Abschluss zu 45 Prozent häufiger betroffen.

+++ 10.39 Uhr: Zehn Ermittlungsverfahren wegen Zeigens von Hitlergruß in Chemnitz +++

Im Zusammenhang mit dem rechtsextremen Aufmarsch in Chemnitz am Montagabend hat die Polizei bislang zehn Ermittlungsverfahren wegen Zeigen des Hitlergrußes eingeleitet. Ermittelt wird wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, wie die Polizei mitteilte. Von mehreren Demonstranten seien die Personalien noch vor Ort festgestellt worden.

+++ 10:32 Uhr: Polizei durchsucht Camp am Hambacher Forst +++

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Braunkohlegegnern am Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei ein Aktivistencamp durchsucht. Es gehe um Beweise für kürzlich begangene Straftaten. Außerdem sei nach Gegenständen gesucht worden, die zur Vorbereitung oder Durchführung einer Straftat benutzt werden könnten, teilte die Polizei mit. Seit Tagen gibt es im und am Hambacher Wald immer wieder Angriffe auf Polizisten.

+++ 10.31 Uhr: Behörden erkennen 2017 knapp 22.000 berufliche Abschlüsse aus dem Ausland an +++

Deutsche Behörden haben im vergangenen Jahr den beruflichen Abschluss von knapp 22.000 Ausländern anerkannt. Das waren knapp 14 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die meisten von ihnen arbeiten in Gesundheitsberufen, etwa als Krankenpfleger, Arzt oder Physiotherapeut. Am häufigsten stellten Syrer einen Antrag auf Anerkennung des Berufsabschlusses, gefolgt von Menschen aus Bosnien-Herzegowina und aus Serbien.

+++ 10.16 Uhr: Uber-Fahrer in Australien soll 17-Jährige vergewaltigt haben +++

Wegen der Vergewaltigung einer 17-Jährigen ist in Australien ein Fahrer des privaten Fahrdienstes Uber festgenommen worden. Der 37 Jahre alte Mann aus Sydney steht nach Polizeiangaben unter Verdacht, die Jugendliche sexuell missbraucht zu haben, nachdem sie auf dem Rücksitz eingeschlafen war. Die 17-Jährige hatte den Fahrdienst zusammen mit zwei Freundinnen bestellt. Die anderen beiden stiegen früher aus, sodass sie am Schluss mit dem Fahrer allein war.

+++ 10.10 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin Golze tritt nach Medikamentenskandal zurück +++

Wegen des Skandals um in Griechenland gestohlene und womöglich nicht mehr wirksame Krebsmedikamente ist die Brandenburger Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) zurückgetreten. Das teilte die Landesregierung in Potsdam mit. Golze stand wegen ihres Krisenmanagements zuletzt zunehmend unter Druck.

In dem Fall geht es um das Brandenburger Unternehmen Lunapharm. Es steht im Verdacht, über Jahre Krebsmedikamente aus dubiosen Quellen importiert zu haben. Die Arzneimittelaufsicht des Landes soll laut Berichten trotz Hinweisen nicht aktiv geworden sein.

+++ 09.55 Uhr: Rotes Kreuz sucht weltweit nach fast 100.000 Vermissten +++

Das Rote Kreuz sucht weltweit nach fast 100.000 Menschen, die infolge von Krieg, Flucht oder Vertreibung vermisst werden. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Demnach sei dies die höchste Zahl an Fällen seit mehr als zehn Jahren. Die Dunkelziffer liege weitaus höher.

+++ 09.54 Uhr: Rentner an Weihnachten erschlagen - Angeklagter muss in Psychiatrie +++

Ein Mann, der an Weihnachten 2017 in Lübeck einen Rentner auf offener Straße erschlagen hat, kommt in die Psychiatrie. Das Landgericht Lübeck sprach den 44-Jährigen vom Vorwurf des Totschlags frei und wies ihn in eine Klinik ein. Nach den Ausführungen der Sachverständigen leide der Angeklagte an paranoider Schizophrenie und sei zur Tatzeit schuldunfähig gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Mit der Entscheidung folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft, Nebenklägern und Verteidigung. Der 44-Jährige hatte in seinem Schlusswort am vergangenen Freitag gesagt, wenn er die Tat wirklich begangen habe, gehöre er weggesperrt. Nach Auffassung des Gerichts besteht kein Zweifel daran, dass er der Täter war. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 09.53 Uhr: Frankreichs beliebter Umweltminister Hulot tritt zurück +++

Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot tritt zurück: Der 63-Jährige kündigte den Schritt im Radiosender France Inter an. Er fühle sich im Kampf um Umweltinteressen in der Regierung allein gelassen, sagte er zur Begründung. Präsident Emmanuel Macron verliert mit dem früheren Fernsehmoderator einen seiner beliebtesten Minister.

"Es ist eine Entscheidung der Aufrichtigkeit und der Verantwortung", sagte Hulot. Er habe sich in den 14 Monaten im Amt "völlig alleine" gefühlt. Über seinen Rückzug war bereits länger spekuliert worden.

+++ 6.55 Uhr: Polizeigewerkschaft GdP warnt vor Selbstjustiz ++++ 

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor dem Risiko zunehmender Selbstjustiz gewarnt. "Der Staat ist dafür da, mit Polizei und Justiz seine Bürger zu schützen", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Wenn er das in den Augen vieler Bürger aber nicht mehr leisten kann, besteht die Gefahr, dass die Bürger das Recht selbst in die Hand nehmen und auf Bürgerwehren und Selbstjustiz bauen." Dies sei ein erschreckender Trend. Über die sozialen Medien könnten viele Menschen schnell mobilisiert werden. "Aus jeder Dorfschlägerei kann eine Hetzjagd werden." Dabei handle es sich um Straftaten, die hart zu ahnden seien.

+++ 5.28 Uhr: Sydney schließt Bondi Beach wegen toten Wals +++ 

Wegen eines toten Wals ist in Sydney der Bondi Beach, einer der bekanntesten Strände der Welt, am Dienstag vorübergehend geschlossen worden. Die Behörden begründeten dies mit einer erhöhten Gefahr von Hai-Angriffen. Befürchtet wird, dass der angeschwemmte Walkadaver Haie anlockt, die dann auch Menschen angreifen könnten. Bei dem Wal handelt es sich nach ersten Angaben um einen jungen Buckelwal, dessen Kadaver zahlreiche Bisswunden von Haien hat. Das tote Tier sei inzwischen aus dem Wasser gezogen worden, hieß es. Die Behörden wollten dann aber noch einige Zeit abwarten, bis sie Bondi Beach wieder freigeben. Der Strand liegt vor spektakulärer Kulisse im Osten der australischen Millionenstadt. Pro Jahr wird er von mehr als 2,7 Millionen Menschen besucht, darunter auch viele Touristen.

Der Kadaver eines Wals liegt am Strand von Bondi, dem Bondi Beach.

Der Kadaver eines Wals liegt am Strand von Bondi, dem Bondi Beach. 

DPA

 +++ 4.35 Uhr: BA zahlt 500 000 Euro Arbeitslosengeld-Vorschuss im Supermarkt aus +++

Mehr als eine halbe Millionen Euro hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Zuge eines Testlaufs an Empfänger von Arbeitslosengeld in bar an Supermarktkassen ausgezahlt. Bis Mitte August wurden rund 2100 Auszahlungen geleistet, wie die BA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das neue Verfahren ist vor allem für Arbeitslosengeld-II-Empfänger gedacht, die in finanziellen Notlagen dringend Bargeld brauchen. Es wird seit Ende Mai in neun Städten erprobt. 

+++ 3.50 Uhr: Freiheitsstatue in New York wegen Feuers vorübergehend evakuiert+++

Wegen eines Brandes nahe der Freiheitsstatue in New York ist am Montag die Insel, auf der sie steht, vorübergehend evakuiert worden. Mehr als 3000 Touristen seien von der Liberty Island in Sicherheit gebracht worden, teilten die Behörden mit.     Das Feuer war auf einer nahe dem berühmten Denkmal gelegenen Baustelle ausgebrochen - dort gerieten Propangasflaschen in Brand. Die Insel wurde für mehr als zwei Stunden geräumt. Die Feuerwehr erklärte später, der Brand sei unter Kontrolle. Ein Bauarbeiter wurde demnach leicht verletzt. Ein Sprecher der für Liberty Island zuständigen Nationalparkverwaltung sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Insel sei später für Touristen wieder zugänglich gewesen. Im Sommer wird die Insel jeden Tag von tausenden Touristen besucht. Derzeit gibt es auf der Insel Bauarbeiten an einem neuen Museum, das 2019 fertiggestellt werden soll.

Liberty Island war erst am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, evakuiert worden. Damals war eine Frau auf den Sockel der Freiheitsstatue geklettert, um damit gegen die umstrittene Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump zu protestieren.

Hells Angels: Boss in Luxuswagen niedergeschossen - wer steckt dahinter?

+++ 3.15 Uhr: Künstlerin zeigt Pornostar Stormy Daniels als Jungfrau Maria +++

Stormy Daniels ist vor allem wegen ihrer angeblichen Affäre mit US-Präsident Donald Trump bekannt - dieser Tage ist die frühere Pornodarstellerin aber auch in einer Fotoserie als Jungfrau Maria zu sehen. "Virgin" heißt die Reihe, die Künstlerin Nika Nesgoda bereits im Jahr 2002 anfertigte und die sie nun erstmals öffentlich zeigt. Daniels, die bürgerlich Stephanie Clifford heißt und damals noch unter dem Namen Stormy Weathers Pornos drehte, stand gemeinsam mit anderen Pornodarstellerinnen Modell. Die Fotos sind angelehnt an religiöse Malereien aus dem 17. Jahrhundert und noch früheren Epochen. In einem Foto ist Clifford als Jungfrau Maria mit blauem Schleier vor goldenem Hintergrund zu sehen - eine Szene, die angelehnt ist an eine berühmte Altartafel der Verkündigung, die die Maler Simone Martini und Lippo Memmi 1333 für die Kapelle des Doms im italienischen Siena fertigten. Auch den Stil alter Meister wie Caravaggio, Rubens, Botticelli und Goya greift Nesgoda auf.

+++ 2.15 Uhr: Gewerkschaft beklagt Personalmangel bei Bundespolizei +++ 

Die Bundespolizei stößt nach Einschätzung der für sie zuständigen Gewerkschaft wegen Personalmangels bei vielen Aufgaben an ihre Grenzen, etwa beim Schutz von Bahnhöfen. "Die Bundespolizei hat sich aufgrund des eklatanten Personalmangels inzwischen nahezu völlig aus der Fläche zurückgezogen", sagte Gewerkschaftschef Ernst G. Walter dem "Handelsblatt" (Dienstag). "Da die Aufgaben an den internationalen Flughäfen, im Ausland und im Bereich der Ausbildung derzeit absolute Priorität besitzen, entstehen an vielen Bahnhöfen Angsträume, weil die Bürger dort nicht mehr auf die Bundespolizei zählen können." 

+++ 1.45 Uhr: Trump würdigt McCain nun doch und setzt US-Flagge auf halbmast +++ 

US-Präsident Donald Trump hat nach heftiger Kritik nun doch eine offizielle Würdigung des verstorbenen Senators John McCain veröffentlicht. Trump erklärte am Montag, "trotz politischer Differenzen" respektiere er McCains "Dienst an unserem Land". Er habe angeordnet, die Flagge der Vereinigten Staaten bis zur Beisetzung McCains auf halbmast zu setzen. Das betrifft die Flagge auf dem Weißen Haus sowie an allen staatlichen Gebäuden, Militäreinrichtungen und Botschaften. Zugleich erklärte Trump, Vize-Präsident Mike Pence werde am Freitag bei einer Gedenkveranstaltung im Kapitol in Washington für den verstorbenen McCain sprechen. Verteidigungsminister James Mattis, Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater John Bolton sollen den Präsidenten demnach bei einem Gedenkgottesdienst vertreten. Zuvor hatte Trump lediglich mit einem kurzen Beileids-Tweet auf den Tod des einflussreichen republikanischen Senators reagiert und war dafür kritisiert worden. US-Medienberichten zufolge hatte sich Trump lange gegen eine weitergehende offizielle Würdigung gewehrt. Unter anderem Veteranenverbände der US-Armee äußerten ihre Kritik an Trumps Verhalten. 

+++ 1.20 Uhr: Mischa Zverev verpasst ersten deutschen Herren-Erfolg bei US Open +++

Mischa Zverev hat den möglichen Einzug in die zweite Runde der US Open vergeben und ist als dritter von neun deutschen Tennis-Herren in New York ausgeschieden. Der 31 Jahre alte Hamburger verlor am Montag 6:4, 6:2, 4:6, 6:7 (2:7), 2:6 gegen den ehemaligen Juniorensieger Taylor Fritz aus den USA. Der letztjährige Achtelfinalist Zverev führte im dritten Satz bereits 4:2 und lag im vierten mit einem Break 4:3 vorn. Nach 3:48 Stunden musste sich der ältere Bruder von Alexander Zverev dem 20-jährigen Fritz aber noch geschlagen geben. 

+++ 0.15 Uhr: Bäckerei "Anne & Frank" ändert den Namen +++  

Eine neue Bäckerei in Amsterdam, die sich "Anne & Frank" nannte, ändert nach einem Sturm der Empörung ihren Namen. "Es war nicht meine Absicht, jemanden zu verletzen", sagte der Besitzer Roberto Barsoum nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP. Die Bäckerei befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauses, in dem das jüdische Mädchen Anne Frank sich während der deutschen Besatzung vor den Nazis versteckte. Im August 1944 war die Familie verraten und deportiert worden. Anne starb im Alter von 15 Jahren 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Das Haus ist heute eine Gedenkstätte. Der Name der Bäckerei war in der niederländischen Öffentlichkeit auf viel Kritik gestoßen. Barsoum wurden vor allem in sozialen Medien "Geschmacklosigkeit" und "Schamlosigkeit" vorgeworfen. Der Bäckereibesitzer sagte, er habe noch nicht über den künftigen Namen entschieden. "Ich werde erst einmal sehr genau darüber nachdenken."

So entsetzt reagieren die Menschen auf die Proteste in Chemnitz.
jek / DPA / AFP