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News des Tages: Urlauberpaar stürzt wegen Selfie in Portugal 40 Meter in den Tod

Tote Hosen sagen weiteres Konzert ab +++ Asylbewerber will in Behörde auf Polizisten schießen +++ Viersen: Polizei nimmt 17-Jährigen nach tödlichem Angriff fest +++ News des Tages im stern-Ticker.

Ericeira Selfie

Die Steilküste der Stadt Ericeira, wo sich das Unglück ereignete

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Stiefvater in Südafrika soll Kind jahrelang gefangen gehalten haben (18.01 Uhr) 
  • Urlauberpaar stürzt wegen Selfie in Portugal 40 Meter in die Tiefe (17.44 Uhr)
  • 17-Jähriger nach tödlichem Messerangriff von Viersen festgenommen (15.00 Uhr)
  • Bundesverfassungsgericht bestätigt Streikverbot für Beamte  (10.12 Uhr)
  • Vier tote Kinder bei Geiseldrama in Florida (8.53 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 18.02 Uhr: Tote Hosen sagen weiteres Konzert ab +++

Wegen des Hörsturzes von Sänger Campino haben die Toten Hosen auch ihren Auftritt bei Österreichs größtem Rockfestival Nova Rock absagen müssen. "Es tut mir wahnsinnig leid, ich hatte mich selbst sehr auf diese Abende gefreut", schrieb Campino auf der Facebook-Seite der Band. Das Festival in Nickelsdorf an der österreichisch-ungarischen Grenze dauert vom 14. bis 17. Juni. Es zog 2017 mehr als 200.000 Musikfans an. Ebenfalls abgesagt wurde ein Konzert der Toten Hosen in Bremen am 16. Juni. Es wurde auf den 4. Juli verschoben.

+++ 18.01 Uhr: Gerst fühlt sich "fantastisch" auf der ISS +++

Vier Tage nach seiner Ankunft auf der Internationalen Raumstation ISS geht es Astro-Alex dort "fantastisch". Die Ankunft am Freitag habe sich "wirklich so angefühlt, als ob ich hier nicht mal weg gewesen wäre", sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst bei seiner ersten Pressekonferenz aus dem All. "Selbst das Schweben klappt - mir ist nicht schlecht geworden, keine Weltraumkrankheit."

+++ 17.45 Uhr: Stiefvater soll Kind in Südafrika jahrelang gefangen gehalten haben +++ 

Ein Mann in Südafrika soll seine inzwischen zehnjährige Stieftochter fünf Jahre lang gefangengehalten und sexuell missbraucht haben. Er sei unter dem Verdacht des wiederholten sexuellen Missbrauchs festgenommen worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei in der südlichen Provinz KwaZulu-Natal. Das Mädchen sei in Sicherheit gebracht worden.

Als Fünfjährige sei das Kind nach dem Tod ihrer Mutter laut dem
Nachrichtensender eNCA in die Obhut des Stiefvaters gelangt. Der
Webseite IOL zufolge hatte der Mann alle Fenster seines Hauses
abgedichtet, damit kein Nachbar Verdacht schöpfen würde. Das Mädchen ging demnach auch nicht in die Schule.

+++ 17.44 Uhr: Urlauberpaar stürzt wegen Selfie in Portugal 40 Meter in die Tiefe +++

Für ein australisches Urlauberpaar in Portugal ist offenbar ein Selfie zum Verhängnis geworden: In dem Badeort Ericeira nahe Lissabon stürzte das Paar von einer 40 Meter hohen Mauer in die Tiefe und starb, wie Rettungskräfte mitteilten. 
Alles deute darauf hin, dass die beiden etwa 30 Jahre alten Australier gestürzt seien, als sie ein Handy-Foto von sich machen wollten, sagte Rui Pereira da Terra von der Hafenmeisterei. "Es sieht so aus, dass sie ihr Smartphone fallen gelassen haben und heruntergestürzt sind, als sie versucht haben, es festzuhalten."

+++ 17.00 Uhr: Israels Polizei befragt Netanjahu zu Affäre um Kauf deutscher U-Boote +++

Die israelische Polizei hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Affäre um den Kauf deutscher U-Boote befragt. Der Regierungschef habe mehrere Stunden lang ausgesagt, teilte ein Polizeisprecher mit. Netanjahu galt in der Affäre bisher nicht als Verdächtiger, war aber durch Korruptionsermittlungen gegen Vertraute unter Druck geraten.

Netanjahu wird vorgeworfen, den U-Boot-Deal gegen den Willen des Militärs und Verteidigungsministeriums durchgesetzt zu haben. Ein Sprecher Netanjahus teilte mit, der Regierungschef habe eine "offene Aussage" dazu abgegeben. "Er hat ausführlich über die professionellen Erwägungen gesprochen, die ihn bei den Entscheidungen über die U-Boote und Korvetten und ihre Bedeutung für die Sicherheit des Staates geleitet haben." Netanjahu begrüße die Gelegenheit, "das ganze Bild zu erklären und ein für alle Mal falsche Behauptungen von Politikern und anderen zu widerlegen".

+++ 16.51 Uhr: Mehrere Tote bei Unglück mit Flüchtlingsboot vor Libyen +++

Bei einem neuen Unglück mit einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Ein US-Marineschiff habe nach einer Havarie des Bootes vor der libyschen Küste 41 Menschen gerettet, 12 Tote seien bestätigt worden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch auf Twitter. Die Sea-Watch sei unterwegs zur Unglücksstelle. "Das passiert, wenn nicht genug Ressourcen zur Rettung bereit stehen", so die Berliner Organisation.

+++ 16.49 Uhr: Asylbewerber will in Behörde auf Polizisten schießen +++

Ein Asylbewerber hat im Landratsamt im
bayerischen Landshut drei Polizisten angegriffen. Der 30-Jährige
sollte abgeschoben werden und wehrte sich gegen seine Festnahme, wie die Polizei mitteilte. Dabei riss er einem der Beamten die Pistole aus dem Holster und zielte auf die Polizisten. Jedoch gelang es ihm nicht, einen Schuss abzugeben. Einer der Polizisten entriss dem Nigerianer schließlich die Waffe.

Daraufhin stach dieser mit einem spitzen Gegenstand auf einen der
Beamten ein und verletzte ihn dabei leicht. Auch ein zweiter Polizist
erlitt leichte Verletzungen. Mit Pfefferspray überwältigten die
Beamten den Angreifer und nahmen ihn fest. Gegen ihn wird nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

+++ 16.43 Uhr: Asylstreit in der Union - Merkel berät mit Seehofer und Kauder +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) vor Beginn der Sitzung der Unionsfraktion demonstrativ ein längeres Gespräch geführt. Alle drei setzten sich am Dienstag vor laufenden Kameras auf eine Bank hinter dem Vorstandstisch der Fraktion, die eigentlich für Berater und Sprecher vorgesehen ist. Anlass für die minutenlange Unterredung dürfte der neu ausgebrochene Asylstreit zwischen Merkel und Seehofer gewesen sein. 

+++ 15.56 Uhr: Luftangriff soll in Syrien mindestens zehn Menschen getötet haben +++

 Bei einem Luftangriff der US-geführten internationalen Koalition im Nordosten Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern im von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Ort Tal al-Schajir seien drei Kinder und vier Frauen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete zwölf Tote, die alle zu einer einzigen Familie gehörten. Zwei weitere Zivilisten seien verletzt worden.

+++ 15.35 Uhr: Frankreich kritisiert Italien nach Zurückweisung von Rettungsschiff +++

Frankreich hat das Nachbarland Italien wegen der Zurückweisung des Rettungsschiffs "Aquarius" scharf kritisiert. Regierungssprecher Benjamin Griveaux sprach am Dienstag nach einer Ministerratssitzung in Paris vom "Beweis einer Form von Zynismus und einer gewissen Verantwortungslosigkeit der italienischen Regierung". Das Schiff mit 629 aufgenommenen Migranten bereitet eine Fahrt nach Spanien vor, da die neue italienische Regierung ebenso wie Malta den Hafenzugang verweigert.

+++ 15.00 Uhr: 17-Jähriger nach tödlichem Messerangriff von Viersen festgenommen +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mädchens in Viersen hat die Polizei einen 17-Jährigen festgenommen. Nach Angaben der Ermittler wird er Jugendliche aus Viersen dringend verdächtigt, die 15-Jährige am Montag in einem Park der niederrheinischen Stadt erstochen zu haben. Der gebürtige Bulgare aus Viersen habe sich auf einer Wache in Begleitung seiner Rechtsanwältin gestellt, teilte die Polizei am Dienstag weiter mit.

Die Ermittler scheinen sich sicher, den mutmaßlichen Täter gefasst zu haben. Der 17-Jährige und das Opfer hätten sich gekannt. Unklar ist aber bislang, ob sie befreundet waren. Dies sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte eine Polizeisprecherin. "Jetzt wird abgeklärt, ob er etwas sagen will", sagte sie.

Zuvor war ein 25-Jähriger auf freien Fuß gesetzt worden, der zunächst als Verdächtiger gegolten hatte. Dieser Verdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin. "Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen." Der 25-jährige Mann war bei einer Polizeikontrolle am Montag geflüchtet, er hatte sich dann aber gestellt.

Die 15-Jährige war am helllichten Tag in einem Park der 75 000-Einwohner-Stadt Viersen niedergestochen worden. Ein unbeteiligter Mann hatte nach eigenen Angaben noch versucht, das blutüberströmte Mädchen zu retten. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie wenig später starb. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Das Team hatte den Mordfall des 2010 getöteten zehnjährigen Mirco aufgeklärt.

+++ 14.42 Uhr: Getötete Susanna im kleinen Kreis beigesetzt +++

Die getötete 14-jährige Susanna ist am Dienstag in ihrer Heimatstadt Mainz beigesetzt worden. Die Öffentlichkeit war davon ausgeschlossen. Eine Polizeisprecherin schätzte die Zahl der Trauergäste auf dem Jüdischen Friedhof in Mainz auf rund 100. Etwa 20 Polizisten hätten das Gelände abgesichert, Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Zuvor hatte der SWR über die Beisetzung von Susanna berichtet. Der irakische Flüchtling Ali B. wird verdächtigt, das Mädchen vergewaltigt und umgebracht zu haben. Am 6. Juni wurde Susannas Leiche in Wiesbaden gefunden.

+++ 14.30 Uhr: Stoiber: Seehofers Asylplan ist nicht verhandelbare Schicksalsfrage +++

Der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht im Asyl-Plan von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eine nicht verhandelbare Schicksalsfrage für die Union. "Hier geht es um die politische Substanz der CSU, aber auch um die Umsetzung des Mehrheitswillens der Bevölkerung", sagte Stoiber der Münchner "tz" (Mittwoch). "Jeder, der Seehofers Masterplan blockiert, nimmt den seit 2015 massiv spürbaren Autoritätsverlust des Rechtsstaats weiter in Kauf", sagte Stoiber. Der AfD werde damit ein Einfallstor für Polemik und Hetze geschaffen, das der Demokratie schade. Die deutsche Asylpolitik müsse grundsätzlich geändert und den Standards der anderen europäischen Länder angenähert werden. Andernfalls werde dem existierenden Misstrauen gegen den Rechtsstaat weiter Vorschub geleistet.

+++ 13.32 Uhr: Sanitäter erklärt 68-Jährigen irrtümlich für tot +++

In Österreich ist ein 68-Jähriger von einem Rettungssanitäter irrtümlich für tot erklärt worden. "Ein Sanitäter hatte keinen Puls gefühlt und glaubte, Totenflecken zu sehen", sagte einen Sprecherin des Roten Kreuzes der Zeitung "heute". Nachdem der 68-Jährige längere Zeit von seinen Nachbarn nicht mehr gesehen worden war, hatte die Feuerwehr die Tür zu dessen Wohnung in Mödling bei Wien geöffnet. Dort lag er scheinbar leblos im Vorzimmer. Nach dem Befund des Sanitäters rückte die Rettungsmannschaft ab. Als die Polizei eintraf, begann der Rentner zu röcheln. Der sofort erneut alarmierte Notarzt traf nach wenigen Minuten ein und konnte den Mann retten.

Die Rot-Kreuz-Sprecherin nannte den Vorfall, der sich bereits am 3. Juni ereignet hatte, eine katastrophalen Fehleinschätzung. Die gesamte Mannschaft sei sofort außer Dienst gestellt, der Sanitäter sei außerdem nicht mehr beim Roten Kreuz.

+++ 12.34 Uhr: Chinesische Vase für 16,2 Millionen Euro in Paris versteigert +++

Nachdem sie jahrzehntelang auf einem Dachboden gelegen hatte, ist eine seltene chinesische Porzellanvase in Paris für 16,2 Millionen Euro versteigert worden. Ein junger Sammler aus China kaufte das seltene Stück aus der Zeit des Kaisers Qianlong bei einer Sotheby's-Auktion. Der Schätzpreis hatte bei zwischen 500.000 und 700.000 Euro gelegen.

Die im 18. Jahrhundert entstandene Vase ist mit einer mit Hirschen und Kranichen bevölkerten Landschaft dekoriert und in makellosem Zustand. Es sei die weltweit einzige Vase mit derartigen Details, sagte der Experte Olivier Valmier. "Es ist, als würde man einen Caravaggio entdecken."

Die Vase hatte jahrzehntelang unbeachtet auf dem Dachboden eines französischen Landhauses gelegen. Die Besitzer des Hauses hatten keine Ahnung von ihrem Wert und brachten sie in einem simplen Schuhkarton zum Schätzen zu Sotheby's.

Porzellan aus der Qianlong-Periode ist bei Sammlern äußerst gefragt. Eine Porzellanschale aus dieser Zeit war im April in Hongkong für umgerechnet 25,8 Millionen Euro versteigert worden.

+++ 11.58 Uhr: Fall Susanna: Ali B. vermutlich älter als zunächst angenommen +++

Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Susanna, Ali B., war zum Tatzeitpunkt vermutlich älter als angegeben. Die ergebe sich unter Vorbehalt aus Informationen des irakischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main, sagte Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn in Wiesbaden. Für Ali B. könnte das bei einem kommenden Gerichtsverfahren bedeuten, dass er nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden kann.

Der irakische Flüchtling wird verdächtigt, die 14-jährige Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und getötet zu haben. Nach einer Flucht in den Irak war er am Samstag im Beisein von Bundespolizisten mit dem Flugzeug wieder nach Deutschland gebracht worden. Bei seiner Vernehmung gestand er, das aus Mainz stammende Mädchen umgebracht zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung. Er sitzt in Frankfurt in Untersuchungshaft.

Nach einer mündlichen Auskunft des irakischen Generalkonsulats in Frankfurt sei Ali B. im März 1997 geboren und nicht wie zunächst angenommen im November 1997, sagte der Staatsanwalt. Dem Konsulat lägen entsprechende Ausweisdokumente vor. Da diese Informationen der Staatsanwaltschaft noch nicht schriftlich vorlägen und noch nicht überprüft worden seien, seien sie noch unter Vorbehalt.  

Stimmt die Auskunft, wäre der Iraker zum Zeitpunkt der ihm zur Last gelegten Tat bereits 21 Jahre alt gewesen. Dies hätte "für ihn erhebliche Folgen für das Verfahren", sagte der Staatsanwalt. Ali B. könne dann nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. In diesem Fall müsste er mit einer erheblich schwereren Strafe rechnen.

+++ 11.17 Uhr: BKA registriert mehr Fälle von Wirtschaftskriminalität und höhere Schadenssumme +++

Falsche Firmenchefs und Investitionen in Fake-Aktien: Die Fälle von Wirtschaftskriminalität in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte, wurden 2017 insgesamt 74.070 Fälle registriert, das war ein Anstieg von 28,7 Prozent. Auch die Schadenssumme stieg erheblich an und zwar um 25,9 Prozent auf 3,74 Milliarden Euro.

Durch die zunehmende Digitalisierung und die derzeit niedrigen Zinsen gebe es immer neue Formen des Anlagebetrugs, warnte das BKA. Dazu gehören etwa Investitionen in Fake-Aktien oder Indizes, die mit aggressivem Marketing beworben werden. Weit verbreitet sind nach Angaben der Behörde auch vermeintlich lukrative Kapitalanlagen in virtuelle Währungen oder in neu  ausgegebene Digitalwährungen, die zum Beispiel über Crowdfunding geschaffen werden sollen.

+++ 11.23 Uhr: Friedenspreis des Buchhandels geht an Aleida und Jan Assmann +++

Das deutsche Wissenschaftler-Ehepaar Aleida und Jan Assmann erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Berlin mit.

+++ 10.49 Uhr: Tödliche Attacke auf Mädchen in Viersen: Tatverdächtiger freigelassen +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Viersen ist ein 25-jähriger Tatverdächtiger wieder frei. Der Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur: "Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen." Der Mann hatte sich nach seiner Flucht der Polizei bei einer Kontrolle gestellt. Weitere Details gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte der "Express" über die Freilassung des Mannes berichtet.

Das Mädchen wurde in einem Park niedergestochen. Ein unbeteiligter Mann versuchte nach eigenen Angaben noch, das blutüberströmte Mädchen zu retten. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie wenig später starb. Die Eltern stellten auf der Wiese, wo das Mädchen zusammenbrach, am späten Montagabend Gedenkkerzen auf.

+++ 10.33 Uhr: Bundesanwaltschaft lässt 18-Jährigen wegen IS-Mitgliedschaft festnehmen +++

Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Der 18-jährige irakische Staatsangehörige Arqam A. sei dringend verdächtig, sich im Oktober 2014 in Mossul im Irak dem IS angeschlossen und eine Ausbildung zum Kämpfer absolviert zu haben. Im Sommer 2015 habe er dann an Kämpfen um die Stadt Baidschi teilgenommen.

Der in Heidelberg festgenommene A. habe im Oktober 2015 dem IS selbst den Rücken gekehrt und den Irak verlassen, im Februar 2016 sei er nach Deutschland eingereist. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete Untersuchungshaft an.

+++ 10.12 Uhr: Bundesverfassungsgericht bestätigt Streikverbot für Beamte +++

Das Bundesverfassungsgericht hat das Streikverbot für Beamte in Deutschland bestätigt. Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe wies mit einem heute verkündeten Urteil die Verfassungsbeschwerden von vier beamteten Lehrern zurück. Damit dürfen Beamte weiterhin generell nicht für höhere Einkommen oder bessere Arbeitsbedingungen streiken.

 +++ 09.52 Uhr: Mehr als 130 geschützte Adler tot in Australien entdeckt +++

Mindestens 136 geschützte Adler sind auf ländlichen Grundstücken im australischen Bundesstaat Victoria unter mysteriösen Umständen verendet. Ihr Tod sei absichtlich herbeigeführt worden und stelle das bisher größte Massensterben von Adlern in dem Staat im Südosten Australiens dar, sagte ein Mitarbeiter des Umweltamtes dem TV-Sender ABC. Unter den fünf geschützten Arten fanden sich zahlreiche Keilschwanzadler, die viele Bauern als Plage sehen, weil sie neugeborene Lämmer angreifen. Die Spezies ist der größte Raubvogel in Australien.

Die Kadaver und Schädel der teils schon verwesten Raubvögel fanden sich über 2000 Hektar verstreut in Buschland auf Grundstücken im Gebiet East Gippsland, wie Iain Bruce vom Umweltamt weiter sagte. Bisher gebe es noch keinen Beschuldigten, doch die Ermittlungen liefen, teilte die Behörde auf Facebook mit.

+++ 09.38 Uhr: Festnahme nach Fund von Säcken mit Leichenteilen in hessischer Wohnung +++

Nach dem Fund mehrerer Säcke mit Leichenteilen in einer Wohnung im hessischen Steinau haben Ermittler die Lebensgefährtin des Mieters festgenommen. Diese stehe im Verdacht, den 47-Jährigen erstochen zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Offenbach mit. Eine Obduktion ergab, dass es sich bei dem Toten um den Mieter handelte. Die Leiche wies mehrere Stichverletzungen auf.

Polizisten hatten die Säcke mit dem zerstückelten Toten am Montag nach einem Hinweis in der Wohnung entdeckt und die Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht richtete sich nach Angaben der Beamten schnell gegen die 34-Jährige Lebensgefährtin des Toten. Sie war zunächst flüchtig, wurde am Montagabend aber in Dortmund gefasst. Die Frau sollte am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 9.10 Uhr: SPD lehnt verstärkte Grenzkontrollen im Asylstreibt ab +++

Die SPD lehnt Pläne von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zur verstärkten Kontrolle von Flüchtlingen an der deutschen Grenze ab. "Wenn wir jetzt flächendeckend an den Grenzen kontrollieren, dann machen wir das kaputt, was eine Errungenschaft in Europa ist, nämlich unsere offenen Grenzen", sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl im ARD-"Morgenmagazin". Seehofer hatte die Vorstellung seines sogenannten Masterplans zur Asylpolitik am Montag verschoben. Hintergrund sind Differenzen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Frage, welche Flüchtlinge künftig an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden sollen.

+++ 8.53 Uhr: Geiselnehmer in Florida tötet vier Kinder und sich selbst +++

Bei einem Geiseldrama in den USA sind vier getötet worden. Der Geiselnehmer beging anschließend offenbar Suizid, wie die Polizei im Bundesstaat Florida mitteilte. Das mehrstündige Geiseldrama begann am Sonntag (Ortszeit) in Orlando mit dem Notruf einer Frau wegen häuslicher Gewalt. Als die Polizei anrückte, wurde einer der Beamten von dem Täter angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Der Schütze hielt sich die ganze Nacht lang in der Wohnung verschanzt - zusammen mit den Kindern im Alter von einem, sechs, zehn und elf Jahren. Die Polizei hielt nach eigenen Angaben ständigen Kontakt zu dem Geiselnehmer, wegen einer schwachen Handy-Verbindung wurde dem Mann ein Ersatztelefon angeboten. Bei einem Übergabeversuch eines Telefons habe ein Beamter den leblosen Körper eines der Kinder in dem Apartment gesehen. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte entschieden, die übrigen Geiseln zu retten und die Wohnung zu stürmen, kamen jedoch zu spät.

+++ 8.31 Uhr: Trump und Kim vereinbaren vollständige Denuklearisierung Koreas +++

Die USA und Nordkorea haben sich auf gemeinsame Bemühungen zu einer vollständigen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel verständigt. Das geht aus einem Dokument hervor, das US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber am Morgen unterzeichnet haben. Trump sagte Nordkorea zudem Sicherheitsgarantien zu. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet. Nach Aussage von Trump soll der Prozess "sehr schnell" beginnen.

+++ 8.17 Uhr: Italienische Schiffe bringen auf Meer ausharrenden Flüchtlinge nach Spanien +++

Die seit dem Wochenende auf einem Schiff im Mittelmeer ausharrenden 629 Flüchtlingen sollen nach Angaben der Hilfsorganisation SOS Méditerranée nun von italienischen Schiffen nach Spanien gebracht werden. Die Seenotrettungsleitstelle in Rom habe den Plan, die auf italienischen Schiffen in den Hafen von Valencia zu bringen, erklärte die Hilfsorganisation. Spanien hatte sich am Montag zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit erklärt, nachdem Italien und Malta sich geweigert hatten - angesichts der Lage an Bord und der weiten Strecke war aber unklar geblieben, ob die Besatzung der "Aquarius", die die Flüchtlinge aufgenommen hatte, Kurs auf Spanien nehmen würde.

+++ 6.47 Uhr: Faustgroße Hagelkörner: Schäden durch Unwetter in Süddeutschland +++

Blitzeinschläge, Hagel, umgestürzte Bäume: Schwere Unwetter in Süddeutschland haben in der Nacht die Rettungskräfte stark gefordert. Aus der Oberpfalz meldete die Polizei faustgroße Hagelkörner. Viele Dächer und Fahrzeuge sind beschädigt worden. In Franken wurden Straßen und Keller überschwemmt. In Regensburg setzte ein Blitz einen Dachstuhl in Brand. In Baden-Württemberg war besonders die Region südlich und westlich von Stuttgart betroffen. Der Hauptbahnhof der Stadt Reutlingen musste zwischenzeitlich wegen Überflutung gesperrt werden. Ein älterer Mann musste von der Polizei im Landkreis Esslingen aus seinem mit Wasser vollgelaufenen Auto befreit werden. Ein Polizist schlug die Scheibe des Wagens ein und wurde dabei leicht verletzt. Der Autofahrer blieb unverletzt. Auch heute rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes mit vereinzelten Gewittern und Starkregen im Süden.

+++ 3.08 Uhr: Historischer Handschlag zwischen Donald Trump und Kim Jong Un +++

US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un sind in Singapur zum ersten Gipfeltreffen in der Geschichte ihrer Länder zusammengekommen. Die beiden reichten sich auf der Insel Sentosa die Hand. Das Gipfeltreffen hat den Beginn der nuklearen Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel zum Ziel.

+++ 1.44 Uhr: Erneut Fipronil in Bio-Eiern aus Niederlanden festgestellt +++

In Deutschland sind erneut mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier aus den in den Handel gelangt. Die Substanz sei bei amtlichen Untersuchungen über dem zulässigen Grenzwert nachgewiesen worden, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Es handelt sich demnach um Eier eines Bio-Legehennenbetriebs aus den Niederlanden, die in einer Packstelle im Landkreis Vechta untersucht wurden. Auf Grund der nachgewiesenen Grenzwertüberschreitung seien die Eier "nicht verkehrsfähig und werden vom Markt genommen", teilte das Ministerium mit. Die niederländischen Behörden seien informiert worden. Von einer Gesundheitsgefahr für die Verbraucher ist demnach nicht auszugehen.

+++ 0.44 Uhr: Detmolder Feuerwehr rettet eingeklemmten Igel +++

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland erneut offen wegen seiner geringen Verteidigungsausgaben im Nato-Verbund kritisiert. "Deutschland zahlt ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes (langsam) in Richtung Nato, während wir vier Prozent von einer weit größeren Wirtschaftsleitung zahlen", schrieb Trump von Singapur aus auf Twitter. "Glaubt irgendjemand, dass das Sinn macht?", fragte Trump. Die USA trügen einen Großteil der Nato-Kosten zum Schutz von Ländern, die im Gegenzug auf Kosten der Vereinigten Staaten Handel trieben. "Sie zahlen nur einen Bruchteil der Kosten und lachen uns aus", schrieb Trump. "Wir beschützen Europa zu großen finanziellen Kosten, und dann werden wir beim Handel auf unfaire Weise geschröpft", fuhr Trump fort. "Veränderung kommt!". 

+++ 0.40 Uhr: Zehn Tote bei Schiffsunglück auf der Wolga +++

Bei einem Schiffsunglück auf der Wolga in Wolgograd sind gestern Abend mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. "Taucher haben neun Leichen geborgen - drei Männer und sechs Frauen", zitierten russische Agenturen einen Sprecher der Rettungsmannschaften. Eine weitere Leiche war bereits kurz nach dem Zusammenstoß eines Katamarans mit einem Lastkahn entdeckt worden. Eine Frau wird noch vermisst. Über die Unglücksursache gibt es noch keine Angaben.

+++ 0.34 Uhr: US-Justizminister Sessions: "Asylstatut kein Ausgleich für alles Pech" +++

Häusliche Gewalt und Vergewaltigungen sind nach Ansicht von US-Justizminister Jeff Sessions kein Asylgrund in den USA. "Der prototypische Flüchtling flieht aus seinem Heimatland, weil er von seiner Regierung verfolgt wird", schrieb Sessions in einer Entscheidung, mit der er den Spruch eines Berufungsgerichtes aufhob. "Ein Ausländer mag in einem fremden Land Bedrohungen und Gewalt aus vielen Gründen erleiden, je nach sozialen, wirtschaftlichen, familiären oder anderen persönlichen Gründen", schrieb Sessions. "Allerdings bietet das Asylstatut keinen Ausgleich für alles Pech." Im konkreten Fall war eine Frau in El Salvador von ihrem Mann vergewaltigt und missbraucht worden. Ein US-Gericht hatte ihr im Jahr 2016 Asyl in den USA gewährt. Sie sei Teil einer "besonderen sozialen Gruppe", weil Frauen in El Salvador sich oft nicht aus gewalttätigen Beziehungen befreien könnten und die Regierung sie nicht schütze. Sessions erklärte, der Begriff der "besonderen sozialen Gruppe" sei mittlerweile zu weit gefasst.

+++ 0.06 Uhr: EU-Parlamentarier sitzen im Straßburg-Zug fest  +++

Wegen einer Elektrizitätspanne ist ein Hochgeschwindigkeitszug mit Europaparlamentariern und EU-Mitarbeitern an Bord auf dem Weg von Brüssel nach Straßburg liegengeblieben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Verspätung habe mindestens drei Stunden betragen, sagte EU-Parlamentssprecher Jaume Duch Guillot gestern Abend in Straßburg. Die Panne habe sich in Frankreich ereignet. 

Mehr als 700 Parlamentarier kommen in der ostfranzösischen Metropole zu ihrer monatlichen Vollversammlung zusammen. Die Reiserei zwischen den Parlamentsstandorten Brüssel und Straßburg sorgt seit Längerem für Unmut. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CD) hatte gefordert, die Arbeit des Europäischen Parlaments sollte auf einen Standort konzentriert werden. Für eine Änderung müssten nach den EU-Regeln alle 28 EU-Staaten stimmen - aber Paris will nicht mitziehen.

+++ 0.04 Uhr: Würgeschlange in Garten gefunden - Polizist glaubt zunächst an Scherz +++

Ein Mann hat auf seinem Grundstück gestern Abend eine etwa ein Meter lange Würgeschlange entdeckt. Die ungiftige kalifornische Kettennatter kroch durch den Garten des Mannes in Bad Pyrmont in Niedersachsen, wie die Polizei mitteilte. Das Tier wird in Deutschland in der Regel in Terrarien gehalten und wurde im Tierpark Bad Pyrmont untergebracht. Wem das Tier gehört, ist noch unklar. Der zuständige Polizist glaubte bei dem Notruf des Anrufers zunächst an einen Scherz: Erst vor zwei Tagen wurde er wegen eines anderen exotischen Tiers in einem Garten angerufen. Damals handelte es sich um eine Vogelspinne.

mad/dho / DPA / AFP