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News des Tages: Venezuela wirft deutschen Botschafter raus

Italiener können neues Grundeinkommen beantragen +++ Venezuela erklärt deutschen Botschafter zur "persona non grata" +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Dieses Foto des präsidialen Pressebüros zeigt Venezuelas Präsident Nicolas Maduro bei einer Ansprache

Dieses Foto des präsidialen Pressebüros zeigt Venezuelas Präsident Nicolas Maduro bei einer Ansprache. In dem Land wird seit Wochen ein politischer Machtkampf ausgefochten.

AFP

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Venezuela weist deutschen Botschafter aus  (16.50 Uhr)
  • Überfall auf Geldtransporter: Wachmann nicht mehr in Lebensgefahr (15.48 Uhr)
  • Italiener können Grundeinkommen beantragen (14.34 Uhr)
  • Mutmaßliche deutsche IS-Anhängerin kommt in München vor Gericht (14.06 Uhr)
  • Nordkorea baut Raketenanlage offenbar auf (8.32 Uhr)
  • Zahl islamistischer Gefährder sinkt nicht (3.38 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 17.53 Uhr: Verdächtiger Gegenstand beim britischen Parlament entdeckt +++

Nahe dem britischen Parlament in London ist ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Das teilte die Polizei mit. Demnach wurde das Päckchen in der Nähe des Oberhauses entdeckt. Verletzte gibt es der Mitteilung zufolge nicht.

Am Tag zuvor waren an mehreren Orten in der britischen Haupstadt Päckchen aufgetaucht, die sich als Briefbomben herausstellten. Wegen dieser Fälle ermittelt die Anti-Terror-Polizei. Ob es einen Zusammenhang mit dem Vorfall am Parlament gibt, war zunächst nicht bekannt.

+++ 17.28 Uhr: Brasiliens Präsident stellt obszönes Karnevalsvideo ins Netz +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat ein Video mit obszönen Szenen vom Straßenkarneval im Internet veröffentlicht - und damit eine Kritik am Zustand der Gesellschaft verbunden. "Ich fühle mich nicht wohl, dies zu zeigen. Doch wir müssen der Bevölkerung die Wahrheit zeigen, damit sie Bescheid weiß und immer ihre Prioritäten setzen kann", schrieb der seit Januar regierende rechtspopulistische Staats- und Regierungschef dazu am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Auf der Aufnahme, die als sensibler Inhalt gekennzeichnet ist, ist ein Mann zu sehen, der auf einer Bühne in São Paulo dem Publikum sein Gesäß entgegenstreckt und sich mit der Hand an den After fasst. Anschließend bückt er sich, während ein anderer Mann ihm auf die Haare uriniert. "Kommentieren Sie und ziehen Sie Ihre Schlüsse", endet Bolsonaro seinen Tweet.

+++ 17.31 Uhr: Update:  Nach Überfall auf Geldtransporter: Ermittler finden Kalaschnikow +++

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn hat die Polizei eine mutmaßliche Tatwaffe gefunden. Die Ermittler hätten am Mittwoch in dem ausgebrannten Fluchtwagen eine Kalaschnikow entdeckt, teilte die Polizei mit.

"Es handelt sich möglicherweise um die Waffe, mit der auf einen der drei Wachmänner bei dem Überfall geschossen wurde", hieß es. Der schwer verletzte Mitarbeiter war nach der Tat am Morgen zeitweise in Lebensgefahr.

Die Polizei ging nach weiteren Ermittlungen am Nachmittag von zwei Räubern aus. Zunächst hatten die Ermittler von drei Tätern gesprochen. Nach den beiden Männern werde gefahndet.

+++ 17.28 Uhr: Russische Behörden sollen Onlinemedien bei Fake News blockieren dürfen ++

Russische Behörden sollen künftig Onlinemedien sperren dürfen, wenn diese ihrer Meinung nach Falschmeldungen verbreiten. Das sieht ein neues Gesetz vor, dem die Abgeordneten im Unterhaus der Duma am Mittwoch in zweiter Lesung zustimmten. Kritiker sehen in dem vage formulierten Entwurf eine weitere Einschränkung der Pressefreiheit.

+++ 17.08 Uhr: Bundeskunsthalle hält an Michael-Jackson-Ausstellung fest +++

Trotz neuer Missbrauchsvorwürfe hält die Bundeskunsthalle an ihrer geplanten Michael-Jackson-Ausstellung fest. Die Schau behandele nicht das Leben des Popstars, sondern seinen Einfluss auf die zeitgenössische bildende Kunst, teilte das Museum am Mittwoch in Bonn mit. Es sei "keine Hommage auf die Person Jackson".

Die derzeitige kontroverse Diskussion um die Filmdokumentation "Leaving Neverland" verfolge man intensiv. "Die darin erhobenen Vorwürfe sind schockierend, das Verfahren ist jedoch nicht abgeschlossen und gestaltet sich seit dem Tod Michael Jacksons auch um einiges schwieriger", teilte die Bundeskunsthalle mit. Eine Distanzierung zur Ausstellung sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben".

+++ 16.50: Venezuela wirft deutschen Botschafter hinaus +++

Venezuelas Regierung hat den deutschen Botschafter in dem Land wegen Unterstützung der Opposition zur unerwünschten Person erklärt und weist ihn aus. Daniel Kriener habe sich in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes eingemischt, teilte das venezolanische Außenministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Er müsse das Land binnen 48 Stunden verlassen. Eine entsprechende Stellungnahme veröffentlichte zudem Außenminister Jorge Arreaza auf Twitter.  Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Vorgang, derzeit werde das weitere Vorgehen auch vor Ort mit den Partnern Deutschlands abgestimmt, erklärte eine Sprecherin.

Kriener hatte am Montag gemeinsam mit anderen Diplomaten aus Europa, Lateinamerika und den USA den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó am Hauptstadtflughafen Maiquetía erwartet. Damit wollten sie offenbar verhindern, dass der Oppositionsführer bei seiner Rückkehr ins Land festgenommen wird. Guaidó hatte vorübergehend Venezuela verlassen, um sich mit den Regierungschefs der Nachbarländer zu treffen. Zwischen seinen Anhängern und denen von Staatschef Nicolás Maduro tobt seit Wochen ein Machtkampf in dem wirtschaftlich gebeutelten Land.

+++ 16.24 Uhr: Bundesregierung verlängert Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien bis Ende März +++

Die Bundesregierung hat den Rüstungsexportstopp für Saudi-Arabien um drei weitere Wochen bis Ende März verlängert. Dies sei auch mit Blick auf den Jemen-Konflikt entschieden worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin. "Wir sind der Auffassung, dass der Jemenkrieg so schnell wie möglich einem Ende zugeführt werden muss", fügte Maas hinzu. Ursprünglich galt das Waffenembargo bis zum 9. März.

+++ 16.21 Uhr: Dutzende Schüler erleiden in Duisburg Atemwegsreizungen +++

Aus zunächst unklarer Ursache haben in einer Realschule in Duisburg am Mittwoch dutzende Schüler Atemwegsreizungen erlitten. Insgesamt seien 34 Menschen betroffen gewesen, teilte die Ruhrgebietsstadt mit. 14 von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden, in Lebensgefahr schwebe aber niemand. Die Unglücksursache war demnach zunächst unklar.

+++ 16.17 Uhr: Zahl der Fernzugausfälle hat sich verdoppelt +++

Bei der Bahn sind im vergangenen Jahr doppelt so viele Fernzugfahrten ausgefallen wie im Vorjahr. Die Zahl stieg von 1771 auf 3669, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht. Damit wuchs der Anteil an allen Fahrten von 0,6 Prozent auf 1,2 Prozent. Zuerst hatte "HR-Info" darüber berichtet und sich auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag berufen.

+++ 15.57 Uhr: Peru schickt Soldaten in den Kampf gegen illegale Goldgräber am Amazonas +++

Im Kampf gegen die Umweltzerstörung am Amazonas hat die peruanische Regierung den ersten von vier in der Region geplanten Militärstützpunkten eröffnet. Wie Verteidigungsminister José Huerta am Dienstag (Ortszeit) bekannt gab sind dort 100 Soldaten, 50 Polizisten und ein Staatsanwalt im Einsatz. Gemeinsam sollen sie verhindern, dass illegale Goldgräber Bäume abholzen und andere Umweltschäden hinterlassen.

"Wir werden so lange bleiben, wie es nötig ist", sagte Huerta bei der Eröffnung des Stützpunktes im Naturschutzgebiet Tambopata im Südosten des Landes. Am Ort des neuen Militärcamps lebten zuvor rund 350 Goldgräber. Die peruanische Armee und Polizei hatten das tief im Wald gelegene Lager im Februar gestürmt und dort unter anderem große Mengen an Sand entdeckt, der mit Quecksilber belastet war. Quecksilber wird häufig verwendet, um aus goldhaltigem Boden reines Gold zu gewinnen.

Die peruanischen Behörden konzentrieren sich zunächst auf ein Gebiet in der Region Madre de Dios, das besonders von illegaler Goldgewinnung betroffen ist: 6000 Menschen leben dort von der Arbeit in nicht genehmigten Goldminen. Allein im Jahr 2018 wurden nach offiziellen Angaben 9000 Hektar Regenwald rund um solche Minen abgeholzt. Die wilde Goldgräberei bringt zudem andere Probleme mit sich, etwa mafiöse Strukturen und Prostitution.

+++ 15.48 Uhr: Überfall auf Geldtransporter: Wachmann nicht mehr in Lebensgefahr +++

Der bei einem Geldtransporter-Überfall am Flughafen Köln/Bonn angeschossene Wachmann ist nicht mehr in Lebensgefahr. Das sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der Mann war am Morgen durch mindestens einen Schuss verletzt worden. Drei maskierte und bewaffnete Männer hatten den Geldtransporter am Airport überfallen. Sie flüchteten nach der Tat in einem schwarzen Auto, das sie in Brand setzten und zurückließen. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach den Tätern.

+++ 15.16 Uhr: Mitarbeiter eines Jobcenters in Bayreuth mit Messer angegriffen +++

Mit einem Messer hat ein Mann in Bayreuth drei Mitarbeiter eines Jobcenters verletzt. Er habe am Mittwoch gegen Mittag das Gebäude betreten und die Angestellten unvermittelt angegriffen, teilte die Polizei mit. Danach flüchtete der Täter. Kurze Zeit später nahmen Beamte einen 38-jährigen Tatverdächtigen im Stadtgebiet fest. Details zu den Hintergründen der Tat und zum Angreifer waren zunächst nicht bekannt.

+++ 15 Uhr: Indisches Vergewaltigungsopfer tötet Angreifer +++

Eine indische Frau hat nach ihrer Vergewaltigung ihren Peiniger getötet, indem sie ihn in von ihm selbst entzündete Flammen gezogen hat. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde die 35 Jahre alte Witwe in ihrem Haus in Kolkata von einem Mann angegriffen und vergewaltigt, während ihre beiden Töchter gerade nicht zu Hause waren. "Danach hat er sie mit Kerosin übergossen und sie angezündet", sagte der Polizist Sajal Kanti Biswas unter Berufung auf die Aussage der Frau.

Der Frau sei es gelungen, ihre Peiniger in die Flammen zu ziehen. Sie habe das Feuer überlebt und lediglich Verbrennungen im Gesicht, ihr Angreifer sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist in Indien allgegenwärtig. Nach der jüngsten Statistik wurden im Jahr 2016 durchschnittlich hundert Frauen pro Tag vergewaltigt. In den vergangenen Jahren griffen Vergewaltigungsopfer wiederholt zu brachialen Methoden, um sich zu wehren: Im Dezember schnitt eine Frau einem Mann wegen ständiger sexueller Belästigung den Penis ab.

+++ 14.44 Uhr: Lungenärzte warnen vor gesundheitlichen Folgen von Luftschadstoffen +++

Deutsche Lungenärzte haben davor gewarnt, dass Feinstaub und Stickoxide viele Atemwegserkrankungen auslösen oder verschlimmern können. "Bronchitis und Asthma im Kindesalter sind häufig mit Luftschadstoffen verbunden", sagte Erika von Mutius von der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP) am Mittwoch in Berlin. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass die Luftbelastung bei Erwachsenen zu Lungenkrebs führen könnte.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) leiden vor allem alte und chronisch kranke Menschen unter einer kurzfristig erhöhten Schadstoffbelastung. Menschen, die an Asthma erkrankt seien, landeten an Tagen mit hohem Schadstoffgehalt in der Luft häufig im Krankenhaus. Langfristig könnten Stickoxide und Feinstaub auch gesunden Menschen gefährlich werden, warnen die Mediziner. Studien legten einen Zusammenhang mit Herzinfarkten, Schlaganfällen, Diabetes und Demenz nahe.

+++ 14.54 Uhr: Italienische Arbeitsaufsicht wirft Ryanair "schwere Verstöße" vor +++

Die italienische Arbeitsaufsichtsbehörde wirft der irischen Billigairline Ryanair "schwere Verstöße" gegen das dort geltende Arbeitsrecht vor. 2014 habe die Gesellschaft rund 600, an mehr als einem Dutzend italienischer Flughäfen beschäftigte Arbeitskräfte illegal von anderen Unternehmen ausgeliehen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. 

So habe das Unternehmen Sozialversicherungsabgaben und Bonuszahlungen umgangen, die die Airline an feste Mitarbeiter zahlen müsste. Die Behörde forderte Ryanair zu einer Zahlung in Höhe von 9,2 Millionen Euro auf und kündigte Untersuchungen der Folgejahre an. Ryanair war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

+++ 14.40 Uhr: Ehemaliger Verfassungsrichter in Türkei zu elf Jahren Haft verurteilt +++

Ein Gericht in der türkischen Hauptstadt Ankara hat einen ehemaligen Verfassungsrichter im Zusammenhang mit dem Putschversuch von 2016 zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die Richter befanden Alparslan Altan der Mitgliedschaft in der als terroristisch eingestuften Gülen-Bewegung schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu  berichtete. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. 

Alparslan, der vor Gericht alle Vorwürfe zurückwies, war stellvertretender Vorsitzender des Verfassungsgerichts in Ankara. Kurz nach dem Putschversuch war er vom Dienst enthoben und verhaftet worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 14.34 Uhr: Italiener können neues Grundeinkommen beantragen +++

Erstmals haben Italiener an diesem Mittwoch Anträge für ein neues Grundeinkommen stellen können. Damit erfüllt die regierende Fünf-Sterne-Bewegung ihr Hauptversprechen, das sie im Wahlkampf gemacht hat. Von dem sogenannten Bürgereinkommen ("reddito di cittadinanza") - eine Art italienisches Hartz IV - sollen Menschen profitieren, deren monatliches Einkommen unterhalb der Armutsgrenze von 780 Euro liegt.

Die Berechtigten sollen pro Monat mit bis zu 780 Euro unterstützt werden, Familien können bis zu 1300 Euro erhalten. Das erwartete Chaos in Postfilialen und Zentren für steuerliche Beratung, wo das Bürgereinkommen beantragt werden kann, blieb am Mittwoch zunächst aus. Anträge können auch online gestellt werden.

+++ 14.25 Uhr: Putin warnt vor Spionage-Angriffen aus dem Ausland +++

Der russische Präsident Wladimir Putin warnt vor ausländischen Spionageangriffen auf Russland. Geheimdienste aus dem Ausland versuchten, relevante Prozesse in seinem Land zu beeinflussen, sagte der Kremlchef bei der Jahressitzung des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. "Dies muss bekämpft werden."

Es habe in den vergangenen Jahren immer mehr Spionage-Angriffe gegeben. Interessant seien für Geheimdienste Informationen etwa über Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, erklärte Putin. Nach seinen Angaben haben die russischen Geheimdienste im vergangenen Jahr mehr als 460 ausländische Agenten entlarvt. Putin war zu Sowjetzeiten selbst Agent und vor seiner Präsidentschaft kurzzeitig Leiter des Inlandsgeheimdienstes.

Zugleich beklagte der Kremlchef mehr Cyberangriffe auf russische Behörden. Im vergangenen Jahr seien 17.000 Fälle gezählt worden, vier Jahre zuvor noch 1500. "Dies sind gut geplante große Operationen, die den nationalen Interessen unseres Landes ernsthaft schaden können", sagte Putin. Er kritisierte den FSB, mehr dagegen zu tun.

+++ 14.19 Uhr: Verwaltungsgericht ermöglicht wohl Fernsehübertragungen von Urteilen +++

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird voraussichtlich in diesem Jahr erstmals Live-Übertragungen von Urteilsverkündungen zulassen. Die Premiere könnte eine Entscheidung über Gebühren für einen Polizeieinsatz bei Fußballspielen werden. Darüber verhandelt das Gericht Ende März. Mehrere Fernsehsender haben Interesse an einer Übertragung des Urteils geäußert, wie Gerichtspräsident Klaus Rennert sagte. Der zuständige 9. Senat müsse über die Zulassung der Kameras im Gerichtssaal noch entscheiden. Die technischen Voraussetzungen im Haus seien aber geschaffen worden.

Das Bundestag hatte 2017 beschlossen, dass wichtige Urteilsverkündungen der obersten Bundesgerichte auch live im Fernsehen und im Internet übertragen werden können. Das soll für Transparenz sorgen.

+++ 14.06 Uhr: Mutmaßliche deutsche IS-Anhängerin kommt in München vor Gericht +++

Eine mutmaßliche deutsche IS-Anhängerin muss sich wegen des Vorwurfs der Kindstötung vor dem Oberlandesgericht (OLG) München verantworten. Der 27-jährigen Jennifer W. wird zur Last gelegt, gemeinsam mit ihrem Ehemann im Irak ein als Sklavin gehaltenes Mädchen in sengender Hitze angekettet zu haben, so dass es qualvoll verdurstete. Das OLG ließ die Anklage der Bundesanwaltschaft zu, wie es mitteilte. Am 9. April soll die Hauptverhandlung beginnen. Bis Ende September setzte das Gericht 23 Termine an.    

Die 27-Jährige war den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zufolge im August 2014 über die Türkei und Syrien in den Irak gereist, wo sie sich dem Islamischen Staat (IS) anschloss. In den irakischen Städte Falludscha und Mossul patrouillierte sie demnach abends für die sogenannte Sittenpolizei der Dschihadistenmiliz, um auf die Einhaltung der vom IS aufgestellten Verhaltens- und Bekleidungsvorschriften zu achten.

+++ 13.25 Uhr: Verdächtiges Päckchen an der Universität Glasgow entdeckt +++

Nur einen Tag nach dem Fund mehrerer Briefbomben in London ist auch in der schottischen Stadt Glasgow ein verdächtiges Päckchen entdeckt worden. Wie die Universität Glasgow per Twitter mitteilte, wurden mehrere Gebäude vorsorglich evakuiert, nachdem das Päckchen im Postraum der Hochschule gefunden wurde. Die Polizei sei eingeschaltet. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, war zunächst nicht bekannt.

In London ermittelt die Anti-Terror-Polizei, nachdem am Dienstag an zwei Flughäfen und einem Bahnhof Briefbomben entdeckt worden waren. Eine davon ging in Flammen auf, als sie von einem Mitarbeiter des Flughafens Heathrow geöffnet wurde. Verletzt wurde aber niemand. Die simpel konstruierten Briefbomben trugen Medienberichten zufolge Briefmarken aus Irland. Die irische Polizei bestätigte, dass sie an den Ermittlungen beteiligt ist.

+++ 14.05 Uhr: Charly Hübner: "Für mich kam die Wende zur richtigen Zeit" +++

Für den Schauspieler Charly Hübner (46, "Polizeiruf 110") kam die Wende "zur richtigen Zeit". Wie er dem „Zeit-Magazin“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch sagte, war seine Kindheit in der DDR zwar idyllisch, mit 15 habe er aber die Enge gespürt. "Ich bekam mit, dass Menschen flüchteten oder ausgewiesen wurden und nicht frei reisen konnten."

Der Fall der Mauer und die Wende hätten ihm neue Möglichkeiten eröffnet - und das im passenden Augenblick: Kurz zuvor habe er sich wegen Herzproblemen von dem Wunsch verabschieden müssen, Profihandballer zu werden. Es sei ihm sehr schwer gefallen, das zu akzeptieren.

Nach der Wende hätten ihn dann Bekannte in die Theaterkantine mitgeschleppt. "Ich entdeckte eine Welt, in der ich über Sprache und Gedanken Wege in neue Räume finden konnte. Gleichzeitig konnte ich die für mich neue Welt des Westens entdecken. Das war traumhaft."

+++ 13.24 Uhr: Umfrage: Noch immer deutlich weniger Frauen in IT-Jobs +++

In der Tech-Branche sind Frauen nach wie vor unterpräsentiert: Laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom kommt bei Stellenausschreibungen für IT-Fachkräfte nur jede siebte Bewerbung (15 Prozent) von einer Frau. Im Top-Management der Tech-Unternehmen liegt der Frauenanteil demnach gar nur bei 7 Prozent, bei den IT-Fachkräften mit entsprechendem Studium oder Ausbildung bei 17 Prozent und in der gesamten Belegschaft bei 27 Prozent. Die Zahlen wurden anlässlich des Internationalen Frauentags am kommenden Freitag (8. März) veröffentlicht.

"Die Erfahrungen zeigen, dass gemischte Teams kreativer und kommunikativer arbeiten - und damit das Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreicher machen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Dennoch hat sich laut Umfrage nur etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) vorgenommen, den Frauenanteil bei Fachkräften und im mittlerem oder Top-Management gezielt zu erhöhen.

+++ 12.49 Uhr: Exotische Mückenart in Hessen nachgewiesen +++

Nach der Asiatischen Tigermücke und der Asiatischen Buschmücke hat sich eine dritte exotische Mückenart in Deutschland angesiedelt. Forscher wiesen in Hessen eine Population der Art Aedes koreicus nach, wie die Senckenberg-Gesellschaft und die Goethe-Universität Frankfurt am Main mitteilten. Nach Einschätzung der Forscher könnte es sich bei den in Wiesbaden gefundenen Stechmücken um Vorboten einer flächendeckenden Ausbreitung der exotischen Mückenart in Deutschland handeln. Erstmals wurde 2015 eine einzelne Mücke dieser Art in Bayern nachgewiesen. Zwei Jahre später fingen Forscher die eingewanderten Aedes-koreicus-Mücken in Wiesbaden ein und damit rund 400 Kilometer weiter nordwestlich des ersten Funds bei Augsburg. Im vergangenen Jahr wurden in Hessen erneut Larven und Puppen dieser Mückenart nachgewiesen. Für den Menschen gefährlich sind die kleinen, tagaktiven Blutsauger, weil sie potenzielle Überträger von Krankheiten sind - vor allem die Japanische Enzephalitis.

+++ 12.48 Uhr: Klage abgewiesen - EU kann Hamas weiter als Terror-Vereinigung einstufen +++

Die EU kann die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas weiter als terroristisch einstufen. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg wies die Klage der Organisation ab. Die Hamas hatte einen Beschluss des EU-Rates vom März 2015 beanstandet, mit dem sie und ihr bewaffneter Arm - die Essedin-al-Kassam-Brigaden - auf der Liste von Personen und Organisationen belassen wurde, deren Gelder im Zuge des Anti-Terror-Kampfes eingefroren werden können. Die von der EU angeführten Ereignisse aus den Jahren 2011 bis 2014 seien aktuell genug, um die Hamas weiterhin auf der Liste zu belassen, erklärte das Gericht. Die Hamas habe diese Ereignisse nicht wirksam bestritten, deshalb könnten sie bei der Begründung, dass von der Hamas weiter eine Gefahr durch die Beteiligung an terroristischen Aktivitäten ausgehe, berücksichtigt werden.

+++ 12.39 Uhr: EU-Kommission sieht eine Woche vor Unterhaus-Abstimmung keine Brexit-Lösung +++

Weniger als eine Woche vor der erneuten Unterhaus-Abstimmung über das Brexit-Abkommen sieht die EU-Kommission in den Gesprächen mit Großbritannien noch keinen Durchbruch. Die Diskussionen verliefen in einer "konstruktiven Atmosphäre", sagte ein Sprecher der Behörde. Bisher sei aber "keine Lösung" gefunden worden, "die mit dem Austrittsabkommen im Einklang" stehe und der darin enthaltenden Vereinbarung zur künftigen Grenze zu Nordirland. Das britische Unterhaus hatte den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag im Januar mit 432 zu 202 Stimmen abgelehnt. Die konservative Premierministerin Theresa May will das Abkommen am kommenden Dienstag erneut im Parlament zur Abstimmung stellen.

+++ 12.09 Uhr: CSU-Chef Söder kann sich Schwarz-Grün nicht vorstellen +++

CSU-Chef Markus Söder hat sich ablehnend über eine Zusammenarbeit mit den Grünen geäußert. "Solange die Grünen in Berlin sogar die Rücknahme in sichere Herkunftsstaaten blockieren, kann ich mir die Zusammenarbeit mit diesen Leuten nicht vorstellen", rief Bayerns Ministerpräsident unter dem Jubel seiner Anhänger beim politischen Aschermittwoch in Passau. "Und dabei bleibt es."

+++ 11.30 Uhr: "Tag der Stille": Urlauber auf Bali 24 Stunden ohne mobiles Internet +++

Auf der indonesischen Urlauberinsel Bali müssen Touristen und Einheimische 24 Stunden lang ohne mobiles Internet auf dem Handy auskommen. Wegen des hinduistischen Feiertags Nyepi ("Tag der Stille") bekamen alle Telekom-Anbieter die Anweisung, von 06.00 Uhr am Donnerstag bis 06.00 Uhr am Freitag ihre mobilen Datennetze abzustellen, wie das indonesische Kommunikationsministerium am Mittwoch mitteilte. Zugleich soll auf dem Flughafen der Inselhauptstadt Denpasar 24 Stunden lang komplett der Verkehr ruhen.

Mit dem "Tag der Stille" wird auf Bali das hinduistische neue Jahr eingeläutet. Von den Einheimischen werden vermutlich viele in den eigenen vier Wänden bleiben. Auf der Insel ist die große Mehrheit der Bevölkerung hinduistischen Glaubens - insgesamt sind in Indonesien Muslime klar in der Mehrheit. Mit mehr als 200 Millionen Gläubigen ist der Inselstaat sogar das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt.

+++ 11.18 Uhr: Irische Polizei findet gestohlenen Mumien-Kopf wieder +++

Die irische Polizei hat den Kopf einer 800 Jahre alten Mumie wiedergefunden. Das Haupt der unter dem Namen "Der Kreuzfahrer" bekannten Mumie war am vergangenen Wochenende in Dublin aus der Krypta der Kirche St. Michan's gestohlen worden, wie die Ermittler am späten Dienstagabend mitteilten. Der Erzbischof von Dublin, Michael Jackson, zeigte sich "erfreut". Ein weiterer gestohlener Schädel blieb zunächst unauffindbar.    

Die Ermittlungen dauerten an. Ihre Namen erhielt die Mumie, weil der Tote kurz nach einem Feldzug zur Eroberung Jerusalems gestorben sein soll. Die 1095 gegründete Kirche ist eine Touristenattraktion. Der Legende nach soll der "Dracula"-Autor Bram Stoker dort Inspiration für sein Werk gefunden haben.

+++ 11.08 Uhr: Wachmann schwebt nach Überfall an Airport in Lebensgefahr +++

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn schwebt ein verletzter Wachmann in Lebensgefahr. "Er liegt jetzt in einer Klinik und wird operiert", sagte ein Polizeisprecher. Das Opfer hatte bei der Tat am Mittwoch nach ersten Erkenntnissen eine Schussverletzung am Oberschenkel erlitten. Die Fahndung nach den Tätern laufe auf Hochtouren. Der Flugbetrieb sei nicht beeinträchtigt.

+++ 10.54 Uhr: Acht weitere Verdächtige im Fall von Freiburger Gruppenvergewaltigung angeklagt +++

Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft acht weitere Verdächtige angeklagt. Nach eigenen Angaben wirft die Behörde den Männern im Alter zwischen 18 Jahren und 30 Jahren Vergewaltigung und unterlassene Hilfeleistung vor. Sie sollen demnach zu der Gruppe gehört haben, die im Oktober nahe einer Diskothek der baden-württembergischen Stadt eine 18-Jährige missbrauchte.    

Bereits im Februar hatte die Freiburger Staatsanwaltschaft die beiden mutmaßlichen Haupttäter im Alter von 22 Jahren und 23 Jahren angeklagt. Auch die Anklage der Mitbeschuldigten war bereits bekannt, der "Spiegel" hatte darüber in der vergangenen Woche berichtet. Das Verbrechen an der Freiburger Jugendlichen hatte bundesweit für großes Aufsehen gesorgt.

+++ 10.08 Uhr: Geldtransporter am Kölner Flughafen überfallen - Täter flüchtig +++

Am Flughafen Köln/Bonn ist ein Geldtransporter überfallen worden. Dabei sei ein Mensch verletzt worden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei der Nachrichtenagentur AFP. Eine Person sei dabei durch mindestens einen Schuss schwer verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. "Die Täter sind flüchtig, der Einsatz läuft auf Hochtouren.", so ein Sprecher zur DPA.

Der Flugbetrieb sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt, sagte eine Flughafensprecherin. Auch die Terminals seien ganz normal erreichbar. Nur ein Teil des Fernbusbahnhofs sei abgesperrt.

+++ 9.59 Uhr: Justiz erhebt Anklage nach verheerenden Waldbränden bei Athen +++

Fast acht Monate nach schweren Waldbränden bei Athen mit 100 Toten hat die griechische Justiz insgesamt 20 Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Neben dem mutmaßlichen Brandstifter sind Feuerwehrleute, Polizisten, Bürgermeister und andere Politiker unter den Angeklagten. Wie der staatliche Rundfunk (ERT) am Mittwoch weiter berichtete, drohen ihnen bei einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.

Entstanden war das Feuer am 23. Juli 2018. Ein Anwohner hatte auf einem Hügel oberhalb des Katastrophengebietes vertrocknete Zweige angezündet, um sie zu beseitigen, und danach versäumt, die Feuerstelle richtig zu löschen. Starke Winde fachten das im Unterholz noch brennende Feuer an. Eine Feuerwalze fegte anschließend über das Feriengebiet östlich von Athen. 100 Menschen starben. Viele von ihnen verbrannten bei lebendigem Leib. Mehr als 4000 Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt.

Die Justiz wirft den angeklagten Verantwortlichen vor, versäumt zu haben, rechtzeitig die Evakuierung der betroffenen Regionen anzuordnen. Es habe zudem schwere Koordinationsprobleme der Kräfte gegeben, die für die Löscharbeiten verantwortlich waren.

+++ 9.52 Uhr: Schaeffler will hunderte Jobs in Deutschland streichen +++

Der Zulieferer Schaeffler will weitere hunderte Jobs in Deutschland streichen. In einem ersten Schritt eines bis 2024 angelegten Programms will Schaeffler Einsparungen von 90 Millionen Euro erzielen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Insbesondere die Autozuliefersparte sei von einer Marktschwäche betroffen. Rund 900 Stellen sollen insgesamt wegfallen, 700 davon in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sollen jedoch vermieden werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte Schaeffler Stellenstreichungen angekündigt.

9.25 Uhr: Zuzahlungen von Kassenpatienten seit 2016 um fast neun Prozent gestiegen +++

Die Zuzahlungen der gesetzlich Versicherten in Deutschland sind von 2016 bis 2018 um 8,8 Prozent gestiegen. Sie betrugen im vergangenen Jahr insgesamt 4,21 Milliarden Euro, wie nach einem Bericht des Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe) aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Dies waren demnach 108 Millionen Euro mehr als 2017 und 342 Millionen Euro mehr als zwei Jahre zuvor.

Am stärksten erhöhte sich dem Bericht zufolge die Belastung bei Heil- und Hilfsmitteln, wo die Zuzahlungen demnach binnen zwei Jahren um 18,4 Prozent anstiegen, im Jahresvergleich um 5,3 Prozent.

+++ 9.15 Uhr: 76.000 Migranten überschreiten Südgrenze der USA: "Humanitäre Krise" +++

Mehr als 76.000 Migranten sind im Februar ohne die nötigen Papiere über die Grenze zu Mexiko in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervorgeht. "Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze", sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung.

+++ 8.34 Uhr: R. Kelly weist Missbrauchsvorwürfe in erstem Interview nach Anklage zurück +++

Der US-Sänger R. Kelly hat sich erstmals nach seiner Anklage zu den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs geäußert und diese scharf zurückgewiesen. "Ich habe diese Dinge nicht getan. Das bin nicht ich", sagte der 52-Jährige in einem Interview mit dem Sender CBS laut einer am Dienstag veröffentlichten Abschrift. Die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen tat er als "Gerüchte" ab.

"Ob es sich um alte Gerüchte, neue Gerüchte oder künftige Gerüchte handelt, sie sind nicht wahr", sagte Kelly in dem Interview, das am Mittwoch ausgestrahlt werden soll. Der Sänger kritisierte, dass die gegen ihn seit Jahren vorliegenden Missbrauchsvorwürfe nun erneut hervorgeholt würden. Damit sollten die vor Gericht verhandelten Anschuldigungen in der Öffentlichkeit als "real" dargestellt werden.

Zudem widersprach Kelly Medienberichten, wonach er in seinen Häusern in Chicago und Atlanta Frauen als Sexsklavinnen festgehalten habe. "Das muss ich nicht. Warum sollte ich?", sagte der 52-Jährige. Die Vorwürfe bezeichnete er als "dämlich".

+++ 8:32 Uhr: Experten: Nordkorea baut Raketenanlage wieder auf +++

Nordkorea baut nach Angaben von Experten in den USA offenbar eine Raketenstartanlage in raschem Tempo wieder auf. Die neue Bautätigkeit in Sohae an der Westküste sei auf Satellitenbildern zu erkennen, die nur zwei Tage nach dem ergebnislosen Abrüstungsgipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vergangenen Donnerstag in Hanoi gemacht worden seien, berichtete die Website "Beyond Parallel".

Die Anlage sei in der Vergangenheit unter anderem für Satellitenstarts benutzt worden. Die Technologie der Trägerraketen entspricht in vielen Punkten der für Interkontinentalraketen.

Die ans Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) angeschlossene Website versteht sich als Experten-Plattform zu Fragen der Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel.

Die Anlage in Sohae sei seit dem August 2018 nicht mehr betrieben worden, hieß es. Die Bilder deuteten deshalb darauf hin, dass "die jetzigen Aktivitäten mit Absicht und zweckgerichtet" seien. Die Autoren vermuten, Nordkorea verfolge einen raschen Wiederaufbau.

+++ 8.52 Uhr: Drei Tote bei Selbstmordanschlag in ostafghanischer Stadt Dschalalabad +++

Bei einem Anschlag in der ostafghanischen Provinzhauptstadt Dschalalabad sind mindestens drei Zivilisten getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter hätten Sprengstoffwesten gezündet und zwei weitere Angreifer seien von Sicherheitskräften erschossen worden, sagte ein Sprecher der Provinzregierung, Attaullah Chogjani, der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff galt einem privaten Unternehmen in der Nähe des Flughafens von Dschalalabad.

+++ 8.45 Uhr: Automanager Ghosn hat offenbar Gefängnis verlassen +++

Mehr als 100 Tage nach seiner Festnahme in Japan ist der Automanager Carlos Ghosn wieder auf freiem Fuß. Der frühere Chef der Autobauer Renault und Nissan verließ das Gefängnis in Tokio, wie japanische Medien berichteten. Das zuständige Gericht in Tokio hatte am Dienstagabend die Freilassung des 64-Jährigen gegen Zahlung einer Kaution genehmigt.

+++ 8.31 Uhr: Mehr Frauen leben von eigener Erwerbstätigkeit +++

Immer mehr Frauen in Deutschland können vom eigenen Einkommen leben. Im Jahr 2017 bestritten rund 72 Prozent der Frauen zwischen 25 und 54 Jahren ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit. Das teilte das Statistische Bundesamt zum Internationalen Frauentag (8. März) mit. Zehn Jahren zuvor lag der Anteil noch bei 65 Prozent. Besonders deutlich sind die Veränderungen bei den 55- bis 64-Jährigen. 2017 konnten rund 57 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe vom eigenen Einkommen leben. Zehn Jahre zuvor waren es 36 Prozent.

+++ 7.40 Uhr: Schwere Explosion in ostafghanischer Stadt Dschalalabad +++

Mehrere schwere Explosionen haben die ostafghanische Provinzhauptstadt Dschalalabad erschüttert. Zwei Selbstmordattentäter hätten Sprengstoffwesten gezündet und zwei weitere Angreifer seien von Sicherheitskräften erschossen worden, sagte ein Sprecher der Provinzregierung, Attaullah Chogjani, der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff galt offenbar einem privaten Unternehmen in der Nähe des Flughafens von Dschalalabad.

+++ 6.59 Uhr: Amokforscherin: Mobbing spielt bei Taten kaum Rolle +++

Mobbing spielt nach Ansicht der Gießener Kriminologin Britta Bannenberg bei den wenigsten jungen Amoktätern eine Rolle. Die Wissenschaftlerin analysierte nach der Gewalttat von Winnenden, die sich am 11. März zum 10. Mal jährt, die Motive von 19 Tätern. "Sie fühlten sich vielleicht gemobbt, das hat aber nichts mit der Realität zu tun", ergab ihre Untersuchung. Im Gegenteil, es gebe häufig keine rationalen Motive. "Die Täter sind schwer psychisch gestört." 

Amokläufe sind laut Bannenberg keine impulsiven Handlungen, sondern werden mit monatelangem Vorlauf geplant. Die Täter befassten sich "mit Tod, Töten, Terror. Das fällt dem Umfeld auf." Eltern, Mitschüler oder Lehrer komme bei der Verhinderung potenzieller Amoktaten daher eine entscheidende Rolle zu.

Hinter den 20 Taten, die sich seit 1992 in Deutschland ereigneten, steckten vor allem männliche Einzeltäter. Nur zwei Mädchen finden sich in Bannenbergs Auflistung.

+++ 6.45 Uhr: Maas begrüßt Macrons "wertvolle Impulse" für EU-Reformdebatte +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat das flammende Plädoyer des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für einen "Neubeginn" in Europa begrüßt. "Eine engagierte Debatte darüber, wie wir uns Europas Zukunft vorstellen, tut der europäischen Demokratie gut, gerade vor den Europawahlen", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". "Dazu gibt Emmanuel Macron sehr wertvolle Impulse."

In einem Gastbeitrag, der am Dienstag zeitgleich in großen Tageszeitungen der 28 EU-Mitgliedsländer erschien, hatte sich Macron an die Bürger der Europäischen Union gewandt und knapp drei Monate vor der Europawahl tiefgreifende Reformen gefordert. Dazu zählen ein EU-weiter Mindestlohn, ein besserer Grenzschutz, eine europäische Asylbehörde, eine Agentur zum Schutz der Demokratie, das Verbot der Finanzierung europäischer Parteien durch "fremde Mächte", ein strengerer Umgang mit Unternehmen, die sich nicht an europäische Regeln halten - und eine europäische Klimabank.

+++ 6.41 Uhr: Kahn will sich noch nicht in Bayern-Planung einmischen +++

Oliver Kahn steht vor einem Engagement als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, will sich aber noch nicht in die Personalplanungen beim Fußball-Rekordmeister einmischen. "Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich das für nicht angebracht", sagte der ehemalige Bayern-Torwart dem Magazin "Sport Bild". Der Verein habe "fähige Leute" wie Hasan Salihamidzic, "die sich Tag und Nacht Gedanken über die Kaderkonstellation machen".

Kahn gilt als Nachfolger von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Sondierungsgespräche mit Präsident Uli Hoeneß hat es bereits gegeben. "So ein Einstieg bedarf einer Übergangsphase", sagte Kahn. "In die Position des Vorstandschefs, die von Karl-Heinz Rummenigge ausgeübt wird, sollte man in einer Zeit, in der sich Vereine immer weiter zu großen mittelständischen Unternehmen verändern, nicht blauäugig einsteigen." Er sehe es "als großen Vorteil, dass Karl-Heinz dann noch im Klub ist, um diesen Prozess zu begleiten".

+++ 6.07 Uhr: Carlos Ghosn zahlt Kaution - Freilassung des Automanagers erwartet +++

Der in Japan inhaftierte Automanager Carlos Ghosn hat eine Kaution bezahlt und dürfte somit in Kürze freikommen. Das zuständige Bezirksgericht in Tokio teilte mit, dass die festgesetzte Kautionssumme von einer Milliarde Yen (7,9 Mio. Euro) bezahlt worden sei. Damit dürfte der 64-Jährige noch am Mittwoch nach mehr als drei Monaten aus der Untersuchungshaft in Tokio kommen. Das Gericht hatte am Vortag dem Antrag des Verteidigers auf Freilassung gegen Kaution stattgegeben.

Als Bedingung für seine Freilassung hatte Ghosn akzeptiert, dass an seinem Hauseingang eine Überwachungskamera installiert wird. Auch darf er sein Handy nicht frei benutzen und einen Computer nur im Büro seines Anwalts tagsüber unter der Woche benutzen.

+++ 6.05 Uhr: Umfrage: Jeder Zweite hat kein Vertrauen in Banken +++

Das Vertrauen der Deutschen in Banken nimmt laut einer Umfrage seit der Finanzkrise nur langsam wieder zu. 44 Prozent hätten Vertrauen in Banken oder Finanzinstitute, teilte das Meinungsforschungsunternehmen Gallup der Deutsche Presse-Agentur mit. Das waren nur vier Prozentpunkte mehr als im Jahr 2009 unmittelbar nach der Finanzkrise. Noch misstraut nach der repräsentativen Umfrage jeder Zweite (50 Prozent) den Banken.

"Das Vertrauen, das sich die Branche in vielen Jahren mühsam aufgebaut hat, ist innerhalb eines Jahres zusammengebrochen", erklärte Studienleiter Marco Nink. "Von der Finanzkrise hat sich der Ruf der Branche nicht erholt." Allerdings waren die Bundesbürger nach den Daten auch vor der Finanzkrise alles andere als einer Meinung, was ihre Finanzinstitute anging: 2007 hatten 57 Prozent Vertrauen, bei 39 Prozent überwog das Misstrauen.

+++ 5.04 Uhr: Studie: Investoren aus China halten sich in Europa zurück +++

Chinesische Firmen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld für Übernahmen in Europa in die Hand genommen. Chinas Direktinvestitionen in den 28 Ländern der EU gingen 2018 um 40 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zurück, wie aus einer Analyse des Berliner Merics-Instituts und der US-Beratungsfirma Rhodium Group hervorgeht. Demnach handelt es sich um den geringsten Wert seit 2014. Trotz des rückläufigen Trends in Europa verzeichnete Deutschland ein deutliches Plus. Die chinesischen Investitionen legten hier gegenüber dem Vorjahr um rund 400 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro zu.

+++ 4.37 Uhr: Ministerium: Höchstens neun weitere sichere Herkunftsstaaten möglich +++

Für die Einstufung als so genannte sichere Herkunftsstaaten für Asylbewerber kommen nach Angaben des Bundesinnenministeriums aktuell höchstens neun weitere Länder in Frage. Schutzsuchende aus Gambia, Pakistan, Marokko, Armenien, Algerien, Georgien, Indien, Moldau und der Elfenbeinküste hatten demnach zuletzt regelmäßig eine Anerkennungsquote von weniger als fünf Prozent, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Damit kommen diese Länder potenziell für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Ausweitung der Liste sicherer Herkunftsstaaten in Frage.

Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten können leichter aus Deutschland abgeschoben werden, Asylverfahren lassen sich schneller abwickeln. Die Anerkennungsquote spiegelt den Teil der Schutzsuchenden wider, die hierzulande entweder politisches Asyl, Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder - wie meist bei Bürgerkriegsflüchtlingen - subsidiären Schutz bekommen. Darüber hinaus dürfen manche Asylbewerber trotzdem bleiben, etwa weil sie aus medizinischen Gründen nicht abgeschoben werden; sie tauchen dann aber nicht in der Anerkennungsquote auf.

+++ 4.34 Uhr: Frauen spüren im Job mehr und mehr Vorurteile +++

Frauen fühlen sich im Beruf einer Umfrage zufolge zunehmend mit Vorurteilen wegen ihres Geschlechts konfrontiert. Fast jede Vierte hat solche Situationen schon erlebt, wie eine repräsentative Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Initiative Chefsache" ergab. Der Anteil stieg im vergangenen Jahr leicht von 21,1 auf 23,7 Prozent. Dagegen gab nicht einmal jeder zehnte Mann an, wegen seines Geschlechts Vorurteile zu spüren.  

Ein Klassiker sei, dass Führungskräfte jungen Müttern beispielsweise kein Auslandsprojekt zumuten wollten und daher gar nicht erst fragten, sagte Julia Sperling von der Unternehmensberatung McKinsey. Nur etwa jede dritte Frau hält es der Umfrage zufolge für realistisch, im Laufe ihrer Karriere in eine Führungsposition aufzusteigen. Bei den Männern sind es immerhin 43,9 Prozent. Allerdings wollen auch längst nicht alle überhaupt Karriere machen: Rund jede vierte Frau und jeder fünfte Mann schließen das für sich aus - Tendenz steigend. Groß ist der Karrierewunsch nur noch bei 34,3 Prozent der Frauen und 41,6 Prozent der Männer.  

+++ 3.55 Uhr: UN: Nordkorea fährt schlechteste Ernten seit mehr als zehn Jahren ein +++

Nordkorea hat nach UN-Angaben im vergangenen Jahr die schlechtesten Ernten seit mehr als einem Jahrzehnt eingefahren. Die Gesamterntemenge sei um 500.000 Tonnen auf 4,95 Millionen Tonnen zurückgegangen, erklärte UN-Koordinator Tapan Mishra. Dadurch sei ein große "Lebensmittel-Lücke" entstanden.

+++ 3.38 Uhr: Trotz Abschiebungen: Zahl islamistischer Gefährder sinkt nicht +++

Die Zahl der islamistischen Gefährder in Deutschland ist trotz erheblicher Bemühungen zur Abschiebung potenzieller Terroristen nicht gesunken. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hielten sich Anfang Februar 446 Islamisten in Deutschland auf, denen die Sicherheitsbehörden zutrauen, "dass sie erhebliche Straftaten begehen könnten". 330 von ihnen befanden sich zum Stichtag 1. Februar nicht in Haft.

Vor einem Jahr hatte das BKA rund 760 Menschen als islamistische Gefährder eingestuft, mehr als die Hälfte von ihnen befand sich den Angaben zufolge damals in Deutschland.

Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mitteilte, wurden 2018 bundesweit 52 Gefährder und weitere Ausländer, die dem islamistisch-extremistischen Spektrum zugerechnet werden, abgeschoben, nachdem ihre Fälle in der "Arbeitsgemeinschaft Status" des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums von Bund und Ländern (GTAZ) behandelt worden waren. 2017 hatte die AG dafür gesorgt, dass 57 Gefährder und andere islamistische Extremisten Deutschland verlassen mussten.

+++ 2.06 Uhr: Zahl der illegalen Grenzübertritte zwischen Mexiko und USA angestiegen +++

Die Zahl der zentralamerikanischen Migranten, die illegal über die mexikanische Grenze in die USA einreisen, ist deutlich angestiegen. Im Februar wurden rund 76.100 Migranten nach einer Einreise aus Mexiko auf US-Territorium gestoppt, wie die US-Grenzpolizei am Dienstag mitteilte. Das ist die höchste monatliche Zahl seit Oktober 2013. Unter den Migranten waren rund 6800 unbegleitete Minderjährige.    

Die meisten Migranten kommen aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Der Chef des US-Grenzschutzes, Kevin McAleenan, sprach von einer "humanitären" Krise und einer Krise der "nationalen Sicherheit".    

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung will US-Präsident Donald Trump eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten. Zur Finanzierung des höchst umstrittenen Vorhabens rief er im Februar den Notstand aus, weil ihm der Kongress die Mittel verweigerte.

+++ 1.21 Uhr: Schäuble: AfD-Wähler müssen ernst genommen werden +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat dazu aufgerufen, AfD-Wähler genauso ernst zu nehmen wie die Wähler anderer Parteien. "Die AfD ist Teil der Politik. Und ihre Wähler sind genauso ernst zu nehmen wie alle anderen Wähler", sagte Schäuble den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Manche wollen den etablierten Parteien nur zeigen, dass sie besser werden müssen. Diese Aufforderung muss man verstehen - und einfach besser werden."    

Schäuble kritisierte den Politikstil der rechtspopulistischen Partei. "Die AfD betreibt Opposition, indem sie Lösungen verspricht, die gar nicht realisierbar sind. Das ist unverantwortlich." Zugleich forderte der Bundestagspräsident, im Parlament müsse es "eine Zusammenarbeit aller Beteiligten geben". Das gehe "mal besser und mal schlechter, aber die AfD wird nicht ausgegrenzt".

+++ 0.11 Uhr: Polizei schießt nahe Kassel Mann nieder und verletzt ihn schwer +++

Im nordhessischen Lohfelden haben Polizisten einen Mann niedergeschossen, der zuvor mehrere Schüsse abgegeben haben soll. Der Mann sei dabei am Dienstagabend schwer verletzt worden, teilte das Polizeipräsidium Nordhessen mit. Demnach hatte eine Anwohnerin der nahe Kassel gelegenen Gemeinde am Abend die Polizei alarmiert, weil vom Balkon einer Wohnung Schüsse abgefeuert worden seien. Beamte hätten den Mann angetroffen und von der Dienstwaffe Gebrauch machen müssen. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Angaben zum Hergang machte die Polizei zunächst nicht. Das hessische Landeskriminalamt übernahm wie in solchen Fällen üblich die Ermittlungen zum Schusswaffeneinsatz der Polizisten.

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fs/anb / DPA / AFP