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News des Tages: Vierjährige fällt in der Schweiz von Traktor und stirbt

Mieterin klaut ihren Nachbarn Strom +++ Opernsängerin Montserrat Caballé ist tot +++ US-Polizist wegen Todesschüssen schuldig gesprochen +++ Seehofer weist Verantwortung für schlechte CSU-Umfragen zurück +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

In der Schweiz kam es zu einem tragischen Unfall. Eine Vierjährige ist von einem Traktor gestürzt und gestorben (Symbolbild)

In der Schweiz kam es zu einem tragischen Unfall. Eine Vierjährige ist von einem Traktor gestürzt und gestorben (Symbolbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Vierjährige fällt in der Schweiz von Traktor und stirbt (20.10 Uhr)
  • Zweijähriger soll Erspartes der Eltern geschreddert haben (16.45 Uhr)
  • Mieterin klaut ihren Nachbarn Strom (14.22 Uhr)
  • Opernsängerin Montserrat Caballé ist tot (8.53 Uhr)
  • US-Polizist wegen Todesschüssen auf schwarzen 17-Jährigen schuldig gesprochen (5.37 Uhr)


Die News des Tages:

+++ 20.10 Uhr: Vierjährige fällt in der Schweiz von Traktor und stirbt  +++

Ein vier Jahre altes Mädchen ist in der Schweiz von einem Traktor gefallen und dabei tödlich verletzt worden. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, wurde das kleine Kind von einem Arbeitsgerät überrollt. Sanitäter und ein Notarzt versuchten noch, das Kind zu reanimieren. Die Vierjährige starb aber noch an der Unfallstelle. Das Mädchen war mit einem 64 Jahre alten Landwirt auf dem Traktor unterwegs. Wieso das Kind hinunterfiel, war zunächst unklar.

+++ 19.27 Uhr: Rechte werfen Steine auf Polizisten in Apolda - Vier Beamte verletzt +++

Bei einem Rechtsrock-Konzert im thüringischen Apolda ist es zu Ausschreitungen gekommen. Nach Polizeiangaben warfen Rechte Steine und Flaschen auf Beamte. Vier Polizisten wurden demnach leicht verletzt. Die Polizei begann damit, das Konzert aufzulösen. Als Grund nannte ein Sprecher einen drohenden unfriedlichen Verlauf der Veranstaltung. 

An dem Konzert nahmen nach vorläufigen Angaben der Polizei etwa 700 Rechte teil. An der Gegenveranstaltung eines Bürgerbündnisses beteiligten sich demnach ebenfalls rund 700 Menschen. Das Rechtsrock-Konzert war am Freitag von Magdala, einer Kleinstadt nahe Weimar und Jena, nach Apolda verlegt worden.

+++ 17.28 Uhr: Meistgesuchter Drogenboss Spaniens tritt in Musikvideo auf +++

Einer der meistgesuchten und bekanntesten Drogenbosse Spaniens hat viel Dreistigkeit an den Tag gelegt: Francisco Tejón spielte nach Polizeiangaben in einem Musikvideo des Reggaeton-Sängers Clase A eine Hauptrolle. "Das ist er, da gibt es keine Zweifel", wurde ein Polizeisprecher von der Zeitung "El Mundo" zitiert. Man analysiere das Video schon seit einigen Tagen, sagte er. Das Video wurde am Dienstag veröffentlicht. 

Der 39 Jahre alte Tejón gilt seit einigen Monaten als alleiniger Chef des berüchtigten Clans "Los Castañas", nachdem sein Bruder Antonio (34) im Juni gefasst wurde. Nach Schätzung der Polizei kontrolliert die Bande rund 70 Prozent des Haschischhandels in der andalusischen Provinz Cádiz im Süden Spaniens.

+++ 16.45 Uhr: Zweijähriger in den USA soll Erspartes der Eltern geschreddert haben +++

Sparen geht nicht immer gut aus: Ein Paar aus dem US-Bundesstaat Utah hatte sich etwas mehr als 1000 Dollar zur Seite gelegt, um Verwandten damit das Geld für Football-Dauerkarten zurückzuzahlen. Der Umschlag mit den Dollarscheinen verschwand - und nach ein paar Tagen Suche fand das Paar das Ersparte zu Hause im Aktenvernichter, wie der US-Fernsehsender CNN auf seiner Webseite berichtete. Was steckt dahinter? Das Paar glaubt, der zweijährige Sohn Leo habe die Scheine geschreddert. Der Kleine habe ihr oft dabei zugesehen, wie sie Werbung oder andere Dokumente in den Papierwolf gesteckt habe, sagte die Mutter dem Sender. Wahrscheinlich habe er das nachgemacht.

Das Paar will die Dollar-Fetzen nun an eine Finanzbehörde schicken, die beschädigte Geldnoten ersetzt. Die Behörde brauche aber Zeit, um die vielen Teile zusammenzusetzen und den Betrag abzugleichen, heißt es. Der Vater des kleinen Leo sagte, die Behörde habe bereits von einer Wartezeit von ein oder zwei Jahren gesprochen, bis die Familie das Geld zurückbekomme - dann aber in ganzen Scheinen.

+++ 15.57 Uhr: Interpol fordert von China Aufschluss über verschwundenen Präsidenten +++

Nach dem rätselhaften Verschwinden des Interpol-Präsidenten fordert die internationale Polizeiorganisation eine Stellungnahme Chinas über den Verbleib von Meng Hongwei. Interpol habe die chinesischen Behörden um Klärung des "Status' des Interpol-Präsidenten" gebeten, teilte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock über die Internetseite der Polizeiorganisation und via Twitter mit. Das Generalsekretariat von Interpol erwarte eine Antwort von Chinas Behörden, "um auf die Bedenken über das Wohlergehen des Präsidenten einzugehen", hieß es weiter.

Die Familie hatte den Kontakt zu Meng verloren, nachdem dieser vergangene Woche von Frankreich nach China gereist war. Seine Frau hatte ihn als vermisst gemeldet. Die französische Justiz in Lyon hatte eine Untersuchung eingeleitet. Frankreich ist zuständig, weil Interpol dort seinen Sitz hat.

+++ 15.35 Uhr: Belgischer Radprofi Jimmy Duquennoy nach Herzstillstand gestorben +++

Der belgische Radsport beklagt einen weiteren Todesfall. Jimmy Duquennoy vom zweitklassigen Radrennstall WB Aqua Protect Veranclassic starb am Freitag in seiner Wohnung. Das teilte sein Team mit. Duquennoy wurde nur 23 Jahre alt und erlitt offenbar einen Herzstillstand.

Duquennoy ist bereits der vierte Todesfall im belgischen Radsport in den letzten zweieinhalb Jahren. Erst im Frühjahr starb Michael Goolaerts beim Klassiker Paris-Roubaix an einem Herzstillstand. Im März 2016 kam Daan Myngheer beim Critérium International ebenfalls nach einem Herzstillstand ums Leben. Kurz darauf starb Antoine Demoitié nach einem Sturz und einer anschließenden Kollision mit einem Begleitmotorrad beim Eintagesrennen Gent-Wevelgem.

+++ 15.18 Uhr: Schüsse auf Mann in Hagen - Großfahndung nach Täter dauert an +++

Nach Schüssen auf einen Mann in der Hagener Innenstadt fahndet die Polizei weiter nach einem oder mehreren Tätern. Das Opfer war am Freitagabend auf offener Straße vor einem Wettbüro angeschossen worden und zusammengebrochen. Der 25-Jährige wurde in einer Notoperation gerettet, hieß es am Samstag. Medienberichte, nach denen die Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto abgegeben worden seien, bestätigten die Behörden nicht.

Polizeibeamte der eingerichteten Mordkommission hatten Freitagnacht einen zunächst Verdächtigen geschnappt und vorläufig festgenommen. Der Mann sei aber inzwischen wieder frei, wie mitgeteilt wurde. Am Tatort wurde ein Schlagring sicher gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zu den Hintergründen der Tat.

+++ 14.57 Uhr: Touristenbus überfährt Mann im Zentrum von Rom +++

Ein Italiener ist unweit der Kaiserforen im Zentrum Roms von einem Touristenbus überfahren worden. Der 54-Jährige kam bei dem Unfall ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Mann war demnach in Begleitung seiner Frau unterwegs, die unverletzt blieb. Augenzeugenberichten zufolge sollen die beiden die Straße auf einem Zebrastreifen überquert haben. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Der 58-jährige Fahrer des Busses sei vorläufig festgenommen und zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica".

+++ 14.55 Uhr: Tanklastwagen kollidiert mit Lkw im Kongo: Mindestens 50 Tote +++

Bei einem Zusammenstoß eines Tanklastwagens mit einem weiteren Lkw im Kongo sind mindestens 50 Menschen gestorben. Die Opfer seien verbrannt, zudem seien rund 100 weitere Menschen schwer verletzt worden, sagte der Gouverneur der Provinz Zentralkongo, Atou Matubwana. Das Unglück ereignete sich im Ort Mbuba im Westen des Landes. 

Der Tanklastwagen war Matubwana zufolge auf dem Weg von der östlichen Stadt Matadi in die Hauptstadt Kinshasa. Wie genau es zu der Kollision mit dem Lkw kam, war zunächst unklar. Der Tanklastwagen explodierte und löste einen Brand im Mbuba aus, wie Bewohner berichteten.

+++ 14.50 Uhr: Seehofer denkt nicht an Rücktritt nach Bayern-Wahl: "Ich habe ein großes Werk zu verrichten" +++

Der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer will nach der Landtagswahl in Bayern seine Ämter behalten. Auf die Frage, ob er nach der Wahl weitermache, sagte Seehofer der "Welt am Sonntag": "Natürlich! Ich habe ein großes Werk zu verrichten."    

In Bayern wird am 14. Oktober gewählt. Die CSU liegt in Umfragen bei 33 bis 35 Prozent und muss davon ausgehen, ihre absolute Mehrheit zu verlieren. Bei der Wahl 2013 hatte die CSU noch 47,7 Prozent erreicht.     Angesichts der schlechten Werte wird darüber spekuliert, dass Seehofer die Verantwortung für ein Wahldebakel auf sich nehmen könnte oder von der CSU zum Rückzug gedrängt wird. CSU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Markus Söder machte bereits die große Koalition auf Bundesebene für die schlechten Umfragewerte in Bayern verantwortlich.

+++ 14.31 Uhr: Mexikanisches Paar soll mindestens zehn Frauen getötet haben +++

Ein Paar aus dem Zentrum von Mexiko soll mindestens zehn Frauen getötet haben. Die beiden wurden in der Stadt Ecatepec nahe Mexiko-Stadt gefasst, als sie gerade menschliche Überreste in einem Kinderwagen transportierten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Paar räumte ein, mindestens zehn Frauen getötet zu haben. Die Leichen verscharrte das Paar zum Teil auf einer Brachfläche in der Nähe seines Hauses. Außerdem verkauften die Verdächtigten das Baby eines des Mordopfers. Laut den Aussagen des Paares fanden die Ermittler das Mädchen in dem Haus einer anderen Familie und brachten es zu seinen Angehörigen zurück. Auch die Personen, die das Kind gekauft hatten, wurden festgenommen. 

+++ 14.26 Uhr: Kein Führerschein, Kennzeichen aus Pappe - Wilde Flucht vor Polizei +++

Ein Autofahrer hat sich in Berlin eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei stieß sein Wagen mehrfach mit Polizeifahrzeugen zusammen. Das Auto war Zivilfahndern in der Nacht zum Samstag im Stadtteil Schöneberg aufgefallen, weil daran selbst geschriebene Kennzeichen aus Pappe angebracht waren, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten forderten den Fahrer zum Anhalten auf - der Mann gab jedoch Gas und raste durch mehrere Straßen. Schließlich wechselte er mit seinem Wagen den Fahrstreifen nach rechts und prallte gegen das dort fahrende Polizeizivilfahrzeug. Dann steuerte er nach links und prallte gegen einen Funkwagen, der zur Verstärkung hinzugekommen war. Wenig später stieß der flüchtende Wagen erneut gegen dieses Polizeiauto. Dann fuhr er auf einen geparkten Pkw auf. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Der 25-Jährige hat den Angaben zufolge keinen Führerschein. Zudem stand er laut Polizei offensichtlich unter Drogeneinfluss. 

+++ 14.22 Uhr: Mieterin klaut ihren Nachbarn Strom - Kabel in den Waschkeller +++

Mit einer recht dreisten Masche hat eine 38-Jährige in einem Mietshaus im pfälzischen Pirmasens über Monate Strom gestohlen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war der Frau wegen unbezahlter Rechnungen die Energieversorgung abgestellt worden. Daraufhin legte sie, zunächst vom Vermieter unbemerkt, ein Verlängerungskabel aus dem Gemeinschaftswaschraum im Keller bis in ihre Wohnung. Der Eigentümer, der in einem anderen Bundesland wohnte, bemerkte dies erst nach Monaten. Der Schaden war zunächst nicht bekannt.

+++ 14.01 Uhr: Thüringens Innenminister: Rechtsrock-Konzert in Kirchheim verboten +++

Ein kurzfristig angemeldetes Rechtsrock-Konzert im thüringischen Kirchheim bei Arnstadt ist wenige Stunden vor Beginn verboten worden. Der Ilm-Kreis als Verwaltungsbehörde habe es untersagt, sagte Innenminister Georg Maier (SPD) am Samstag in Apolda der Deutschen Presse-Agentur. Die Veranstalter hätten von Apolda nach Kirchheim umziehen wollen. 

+++ 13.37 Uhr: Bus stürzt in Schlucht: Mindestens 20 Tote in Kaschmir +++

Ein Minibus ist im indischen Teil Kaschmirs in eine 150 Meter tiefe Schlucht gestürzt und hat mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen. 12 weitere Menschen seien verletzt worden, als der Busfahrer auf einer Bergstraße im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren habe, teilte die Polizei mit. Auch der Fahrer sei bei dem Unfall im Distrikt Ramban getötet worden. Ersten Untersuchungen zufolge habe ein technischer Defekt am Lenkrad zu dem Unglück geführt. Drei Verletzte befänden sich in ernstem Zustand, hieß es weiter. Der Bus sei mit 32 Menschen überladen gewesen. 

+++ 12.53 Uhr: Tausende demonstrieren am Hambacher Forst +++

Einen Tag nach dem gerichtlich verfügten Rodungsstopp haben am Hambacher Forst bei Köln mehrere tausend Menschen für den Erhalt des Waldes und den Kohleausstieg demonstriert. Unter wolkenlosem Himmel herrschte entspannte Festivalatmosphäre, die Polizei zeigte anders als in den vergangenen Wochen nur zurückhaltend Präsenz. "Hier sind wirklich Tausende unterwegs, die noch einmal ein deutliches Zeichen setzen wollen", sagte Greenpeace-Chef Martin Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Demonstration war von der Polizei zunächst wegen Sicherheitsbedenken verboten worden. Das Verwaltungsgericht Aachen hob das Verbot jedoch auf. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt. Der Energiekonzern RWE wollte in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte des verbliebenen alten Waldes fällen, um dort Braunkohle abbauen zu können. 

+++ 12.44 Uhr: Merkel kritisiert Autoindustrie scharf: Betrogen und gelogen +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die deutsche Autoindustrie wegen der Dieselkrise erneut scharf kritisiert. Es sei dort in der Diskussion um Schadstoffreduzierungen gelogen und betrogen worden, sagte die CDU-Vorsitzende auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Kiel. Etliche in der Autoindustrie hätten sich "sehr schuldig gemacht und Vertrauen verspielt". Sie wolle dennoch, dass es weiterhin einer starke Automobilwirtschaft in Deutschland gebe. 

In ihrer Zeit als Umweltministerin habe sie versucht, sich an viele Forderungen aus der Autoindustrie zu halten, sagte Merkel. Sie habe sich damals nicht vorstellen können, dass es Autos gebe, die auf 90 Prozent der Strecke zwischen München und Berlin ohne Katalysator fahren würden. Dass man da misstrauisch werde, liege nicht an der Politik, sondern an der Autoindustrie.

+++ 12.29 Uhr: Polizei lässt wegen Mordermittlungen kompletten See abpumpen +++

Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen habendie Abpumparbeiten an dem bei Bremen gelegenen Tietjensee begonnen. Die Ermittler hoffen, die Leiche einer vor 25 Jahren verschwundenen jungen Frau zu finden. "Die Arbeiten haben begonnen, das Wasser läuft jetzt", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Nach seiner Einschätzung kann es zwischen drei und fünf Tagen dauern, bis der See leergepumpt ist. Das abgepumpte Wasser wird in die Weser geleitet. THW und Polizei hatten am Vortag mit den Vorbereitungen für das Abpumpen des in Schwanewede (Landkreis Osterholz) gelegenen Sees begonnen. 1993 war eine junge Mutter in Bremen verschwunden. Eine Leiche wurde nie gefunden. Ihr damaliger Partner steht seit August wegen Mordes vor dem Landgericht. Der heute 58-Jährige soll die Frau ermordet haben, weil sie sich von ihm trennen und mit dem kleinen Sohn ausziehen wollte. Der Mann weist die Vorwürfe von sich.

+++ 12.26 Uhr: Hunderte Umweltschützer versammeln sich vor Demonstration am Hambacher Forst +++

or einer Großdemonstration gegen den geplanten Kohleabbau im Hambacher Forst haben sich bereits mehrere hundert Umweltschützer versammelt. Eine AFP-Reporterin berichtete, vor Ort auf einem großen Feld neben dem Wald herrsche Festival-Atmosphäre mit Livemusik. Auf Bannern stehen Losungen wie "Hände weg vom Hambacher Forst" und "Kein Baum ist egal". Die Veranstalter erwarten zu der gegen Mittag geplanten Kundgebung mehr als 20.000 Teilnehmer. Die Polizei ist mit verstärkten Kräften im Einsatz. Ein von der Polizei ausgesprochenes Verbot der Kundgebung war am Freitag vom Verwaltungsgericht Aachen aufgehoben worden.

+++ 12.07 Uhr: Auto schleift Frau und Kinderwagen mehrere Meter mit +++

Ein Auto hat bei einem Unfall in Jockgrim in Rheinland-Pfalz eine Frau und einen Kinderwagen mehrere Meter mitgeschleift. Der Fahrer übersah die 31-Jährige mit ihrem Kinderwagen am Freitag vermutlich wegen der tiefstehenden Sonne beim Abbiegen und erfasste sie, wie die Polizei in Landau mitteilte. Das einjährige Mädchen, das im Kinderwagen lag, fiel dabei heraus und verletzte sich am Kopf. Auch die Mutter trug Verletzungen davon.

+++ 11.05 Uhr: Massenschlägerei mit 40 Beteiligten in Ulm +++

Bis zu 40 junge Männer haben sich in Ulm eine Schlägerei geliefert. Wie die Polizei mitteilte, erlitten am Freitagabend mindestens zwei Beteiligte Kopfverletzungen durch Schläge. Sie wurden medizinisch versorgt. Den anderen Beteiligten der Auseinandersetzung gelang es, unerkannt zu flüchten, als die Beamten eintrafen. Augenzeugen hatten die Polizei alarmiert und den Gewaltausbruch nahe dem Ulmer Hauptbahnhof gemeldet. Die verletzten Männer äußerten sich zunächst nicht zum Hintergrund der Schlägerei. Die Polizei hofft bei ihren Ermittlungen nun auf die Aussage weiterer Zeugen.

+++ 10.48 Uhr: Günther fordert Ende der Diskussion um Merkel-Nachfolge +++

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat ein Ende der Diskussion um die Nachfolge von Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel gefordert. Jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt, mitten in der Legislaturoperiode diese Debatte zu führen, sagte Günther im Deutschlandfunk. Günther sprach sich auch für eine Wiederwahl Merkels als CDU-Vorsitzende auf dem Parteitag im Dezember aus.

+++ 10 Uhr: Dritter Bewerber kündigt Kandidatur gegen Merkel um CDU-Vorsitz an +++

Vor dem CDU-Parteitag im Dezember hat ein dritter Bewerber eine Gegenkandidatur zu Parteichefin Angela Merkel angekündigt. Der Bonner Völkerrechtsprofessor Matthias Herdegen sagte der "Welt", er wolle ein Zeichen setzen dafür, "dass die Grundwerte der CDU nach wie vor lebendig sind und wir nicht zufrieden sind mit dem lediglich situativen Moderieren der schwierigen Situation". Der 61-Jährige kritisierte den "lediglich moderierenden Stil der Kanzlerin, die Dinge eher verwaltet, anstatt Missstände zu korrigieren". Auf dem Parteitag der CDU Anfang Dezember in Hamburg steht die Wahl der Parteispitze auf der Tagesordnung. Merkel kündigte kürzlich an, sich als Vorsitzende erneut zur Wahl stellen zu wollen. Einen prominenten Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. Bisher erklärten der 61-jährige hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff sowie der 26-jährige Jura-Student Jan-Philipp Knoop aus Berlin, Merkel herausfordern zu wollen.

+++ 9.45 Uhr: 86 Prozent der Deutschen befürworten Handyverbot an Schule +++

86 Prozent der Deutschen befürworten ein gesetzliches Handyverbot an Schulen nach französischem Vorbild. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Public für den "Spiegel". In Frankreich dürfen Schüler unter 16 Jahren zwischen Schulbeginn und Schulschluss ihr Handy nicht nutzen. Das Gerät muss, wenn es überhaupt mitgebracht wird, ausgeschaltet in der Tasche bleiben. Knapp drei Viertel der Befragten sind zudem der Ansicht, dass Handys und Smartphones Jugendlichen in ihrer Entwicklung schaden. Zugleich ist fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) der Meinung, dass Smartphones sich eher positiv auf das Familienleben und den Freundeskreis auswirkten, da man sich besser verabreden könne oder mehr über Gruppenchats austausche. 43 Prozent gaben an, Handys hätten eher negative Auswirkungen auf das Zusammenleben. Für die Erhebung befragte Kantar Public Ende September 1039 Menschen am Telefon.

+++ 9.19 Uhr: Hamilton fährt zur Pole Position in Suzuka +++

Formel-1-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Japan gesichert. Der britische Mercedes-Pilot war in der verregneten Qualifikation in Suzuka schneller als sein finnischer Teamkollege Valtteri Bottas und der Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Ferrari-Star Sebastian Vettel patzte und wurde nur Neunter. Der Hesse hat als WM-Zweiter in der Gesamtwertung bereits 50 Punkte Rückstand auf Hamilton und muss im fünftletzten Saisonlauf eine weitere Niederlage gegen seinen Dauerrivalen fürchten. Für Hamilton ist es schon die 80. Pole Position seiner Karriere und die achte in diesem Jahr.

+++ 8.53 Uhr: Opernsängerin Montserrat Caballé ist tot +++

Die spanische Opernsängerin Montserrat Caballé ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das bestätigte das Krankenhaus Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona der Deutschen Presse-Agentur. Caballé hatte seit Jahren gesundheitliche Probleme.

+++ 8.23 Uhr: Wähler in Rumänien stimmen über Verbot der Homo-Ehe ab +++

Die knapp 19 Millionen Stimmberechtigten in Rumänen waren an diesem Wochenende aufgerufen, über ein in der Verfassung festgeschriebenes Verbot der Homo-Ehe abzustimmen. Die Initiatoren des Referendums wollten erreichen, dass die Ehe künftig als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert wird. Dies würde eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe, wie sie bereits in anderen EU-Ländern existiert, deutlich erschweren. Die Initiative wird von christlichen Fundamentalisten, der orthodoxen Kirche und indirekt von der regierenden Sozialdemokratischen Partei (PSD) unterstützt. Die Gegner der Abstimmung riefen zum Boykott auf. 

+++ 5.37 Uhr: US-Polizist wegen Todesschüssen auf schwarzen 17-Jährigen schuldig gesprochen +++

Vier Jahre nach tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen in Chicago ist ein Polizist wegen der Tat schuldig gesprochen worden. Ein Geschworenengericht verurteilte den Angeklagten Jason Van Dyke wegen Totschlags. Der 40-Jährige war wegen Mordes angeklagt und hatte auf nicht schuldig plädiert. Der Tod des 17-jährigen Laquan McDonald hatte zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in der drittgrößten Stadt der USA geführt. Van Dyke hatte den 17-Jährigen im Oktober 2014 erschossen. Erst ein Jahr nach der Tat auf richterliche Anweisung veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, dass der weiße Beamte 16 Mal auf den jungen Mann feuerte, der mit einem Messer in der Hand vor ihm weglaufen wollte. Daraufhin gingen im November 2015 tausende Menschen in Chicago auf die Straße. Nach den Protesten wurde unter anderem der Polizeichef der Stadt im US-Bundesstaat Illinois entlassen.

+++ 4.15 Uhr: Satellitenvideo zeigt Verschwinden von Häusern bei Erdbeben +++

Bei dem schweren Erdbeben in Indonesien ist das Verschwinden einer Siedlung der Stadt Palu auf der Insel Sulawesi auf einem Satellitenvideo festgehalten worden. Auf den Aufnahmen ist die Verflüssigung des Bodens und das anschließende Versinken von Gebäuden zu erkennen. "Häuser und Gebäude sind vom Schlamm verschluckt worden, jetzt arbeiten Such- und Rettungstrupps in dem Gebiet", sagteSutopo Nugroho, Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes.

Nach Darstellung der Behörden sind in Palu im Ortsteil Balaroa nach den Beben am 28. September rund 1000 Häuser und möglicherweise ebenso viele Bewohner in einer Art Erdloch verschwunden. In zwei Teilen der 350.000-Einwohner-Hafenstadt Palu hatte die Erde nicht nur gebebt, sondern sich auch noch in einen Brei verwandelt - ein Phänomen, das als Bodenverflüssigung bekannt ist. Die die Zahl der Toten durch das Erdbeben hat sich auf 1658 erhöht. Mindestens 683 Menschen werden noch vermisst.

+++ 4.03 Uhr: Studie: Sechs Prozent der Schwulen leben heterosexuell +++

Knapp sechs Prozent der homosexuellen Männer Mitte 40 führen laut einer Studie der Technischen Universität München (TUM) ein rein heterosexuelles Leben - häufig mit Ehefrau und Kindern. Das sei nun erstmals wissenschaftlich bewiesen, sagte Prof. Kathleen Herkommer vom TUM-Universitätsklinikum rechts der Isar. Die Gründe könnten religiöse Motive sein oder Ängste, Probleme wegen der Homosexualität zu bekommen. Es gebe auch Hinweise darauf, dass eine Diskrepanz zwischen sexueller Orientierung und gelebter Praxis zu Depressionen oder sexuellen Funktionsstörungen führen könnte. "Unsere Studie liefert wichtige Daten, um das Phänomen weiter zu erforschen."

+++ 2.40 Uhr: Mehr als hundert Baby-Schildkröten auf den Galápagos-Inseln gestohlen +++

Aus einer Zuchtstation auf den Galápagos-Inseln sind 123 Baby-Schildkröten gestohlen worden. Wie das Umweltschutzministerium in Ecuador mitteilte, handelt es sich um Riesenschildkröten der bedrohten Unterarten Chelonoidis vicina und Chelonoidis guntheri. Nach dem Vorfall am Dienstag vergangener Woche auf der Insel Isabela seien Ermittlungen eingeleitet worden. Die Galápagos-Inseln, ein isoliert im Pazifik gelegenes Archipel, beherbergen weltweit die größte Zahl an endemischen Arten - also Arten, die nur dort vorkommen. Ein Besuch der Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt im Jahr 1835 inspirierte den britischen Wissenschaftler Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie. Seit 1979 gehört die Inselgruppe zum Unesco-Weltnaturerbe.

+++ 2.08 Uhr: Türstopper entpuppt sich als wertvoller Meteorit +++

Jahrelang diente ein ungewöhnlicher Stein als Türstopper einer Farm in Grand Rapids im US-Staat Michigan. Jetzt entpuppte sich der klobige Gegenstand als Meteorit, und auch noch mit einem geschätzten Wert von 100.000 Dollar, wie die "Detroit Free Press" berichtete. Erst vor kurzem sei der Besitzer der Farm an sie herangetreten mit der Bitte, das etwa elf Kilo schwere Stück zu untersuchen, berichtete Geologieprofessorin Mona Sirbescu von der Universität Michigan. Das Ergebnis der Tests, die auch von namhaften Instituten bestätigt worden seien, habe sie überrascht - denn das Stück Eisenerz habe Eigenschaften gezeigt, die ausschließlich in Meteoriten vorkommen und nicht gefälscht werden können. Nach Schilderung des Farmers war der Stein nach einem Meteoriteneinschlag bei Edmore im Jahr 1930 aus dem Krater geholt worden.

+++ 0.32 Uhr: Mann vor Wettbüro niedergeschossen +++

In Hagen ist ein Mann vor einem Wettbüro in der Innenstadt angeschossen worden. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei mit. Nach einem Bericht der "Westfalenpost" soll der Mann am späten Freitagabend gegen 21.30 Uhr niedergeschossen und schwer verletzt worden sein. Die Schüsse sollen demnach aus einem Auto abgegeben worden sein. Nach Berichten von Augenzeugen wurde der Bereich weiträumig abgesperrt.

+++ 0.30 Uhr: 1,5 Millionen Rentnern wird ihr Geld ins Ausland überwiesen +++

Die Zahl der Senioren, die sich ihre in Deutschland erworbene Rente ins Ausland schicken lässt, ist einem Medienbericht zufolge seit dem Jahr 2000 von 1,1 auf 1,5 Millionen gestiegen. Dies berichtete die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund. Vergangenes Jahr gingen demnach 1,75 Millionen Rentenzahlungen ins Ausland - dies liegt in etwa auf dem Niveau des Jahres 2016. Im Jahr 2000 waren es dem Bericht zufolge 1,21 Millionen Rentenzahlungen. Eingerechnet seien neben den Altersrenten etwa auch Witwen- und Erwerbsminderungsrenten, viele Senioren hätten Anspruch auf mehrere Rentenarten. 

+++ 0.05 Uhr: Seehofer weist Verantwortung für schlechte CSU-Umfragen zurück +++

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Bayern weist der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer eine Mitverantwortung für die schwachen Umfragewerte seiner Partei zurück. "Ich habe mich in den letzten sechs Monaten weder in die bayerische Politik noch in die Wahlkampfführung eingemischt", sagte der Bundesinnenminister der "Süddeutschen Zeitung". "Das ist das persönliche Vorrecht des Ministerpräsidenten Markus Söder. Er ist zuständig für strategische Überlegungen im Wahlkampf." Seine Arbeit in Berlin bewertete Seehofer als positiv. Als Innenminister könne er große Erfolge vorweisen. "Ich bin rundum zufrieden." Er gehe davon aus, dass die CSU bei der Wahl "immer noch gut abschneiden" könne.

fin / DPA / AFP