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News des Tages Trinkkumpan wurde Kehle mit Messer durchtrennt - Totschlagprozess

Ein Mann trinkt Alkohol
Bei einer Geburtstagsparty soll es zu einem Streit gekommen sein, der offenbar tödlich endete
© DPA
Höhlenforscher stirbt in der Slowakei +++ Attacke in der Kölner Innenstadt +++ Verletzte bei Massenpanik in französischem Badeort +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 23.10 Uhr: Mann löscht in den USA seine vierköpfige Familie aus +++

Ein Mann hat im US-Bundesstaat Pennsylvania seine drei kleinen Kinder und seine Frau erschossen, bevor er sich selber das Leben nahm. Der Sender NBC berichtete unter Berufung auf den Bezirksstaatsanwalt, die Frau (33) habe der Polizei Mitte Juli Misshandlungen durch ihren Mann (40) beschrieben, ihn aber nicht angezeigt. Sie hatte zuletzt auch auf Facebook von Misshandlungen berichtet und wollte ausziehen. Sie hatte bereits eine Wohnung gemietet. Die Tragödie geschah bereits vor einigen Tagen, wurde aber erst am Montag (Ortszeit) bekannt.

+++ 22.44 Uhr: UN-Studie: Deutschland erstmals unter zehn innovativsten Ländern +++

Deutschland hat es einer UN-Studie zufolge erstmals unter die zehn innovativsten Länder der Welt geschafft. Den ersten Platz belegte zum sechsten Mal in Folge die Schweiz, wie aus der am Montag von den Vereinten Nationen in New York veröffentlichten Studie hervorgeht. Auf den Plätzen folgen Schweden, Großbritannien, die USA, Finnland, Singapur, Irland, Dänemark und die Niederlande.

Deutschland erreichte den zehnten Rang und lag damit erstmals unter den Top Ten und zwei Plätze besser als im vergangenen Jahr. Die Autoren der Studie lobten Deutschland besonders für die Qualität seiner Innovationen. Diese basierten auf der Qualität der Universitäten im Land, der Internationalisierung der Erfindungen und der Anzahl der Erwähnungen deutscher Forschungsdokumente im Ausland. 

+++ 21.12 Uhr: Gabriel: Nach Strukturwandel im Osten muss Ruhrgebiet geholfen werden +++

Nach der finanziellen Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen für die neuen Bundesländer sollte nach Ansicht von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel das Ruhrgebiet beim Strukturwandel unterstützt werden. Er sehe eine moralische Verantwortung Deutschlands, dem Ruhrgebiet zu helfen, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Montag in Oberhausen.

Gabriel will sich bei einer zweitägigen Reise über den Strukturwandel und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region informieren. Nach einem Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands ist das Ruhrgebiet Deutschlands "Problemregion Nummer 1". Jeder fünfte muss hier demnach zu den Armen gezählt werden. 

+++ 20.22 Uhr: Vier Tote und über 50 Verletzte bei Erdbeben in Peru +++

Bei einem Erdbeben im Süden von Peru sind nach neuen Angaben der Behörden mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 50 weitere verletzt worden. Wie der Katastrophenschutz am Montag weiter mitteilte, war unter den Getöteten ein 66-jähriger US-Tourist, der in einem Hotel in Yanque übernachtet hatte. Das Beben der Stärke 5,3 ereignete sich in der Nacht in der südlichen Region Arequipa.

Das Beben löste einen folgenschweren Erdrutsch aus. Insgesamt 80 Häuser waren nach dem Erdstoß unbewohnbar und ganze Straßen verschüttet. Die Behörden sprachen von mindestens vier Toten und 55 Verletzten, nachdem zuvor von mehr Todesopfern die Rede gewesen war. Dem peruanischen Institut für Geophysik zufolge ereignete sich das Beben zehn Kilometer von Chivay - der Hauptstadt der Provinz Caylloma - entfernt in einer Tiefe von nur acht Kilometern. Am Montagmorgen gab es mehrere Nachbeben.

+++ 19.35 Uhr: Trinkkumpan wurde Kehle mit Messer durchtrennt - Totschlagprozess +++

Ein 48-Jähriger soll bei einem Gelage in Bielefeld seinem Trinkkumpan die Kehle mit einem Küchenmesser durchtrennt haben. Am Dienstag (13.00 Uhr) beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen den Mann. Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Totschlags angeklagt. Der Angeklagte soll die Leiche seines Opfers zwei Tage nach der Tat mit einem Rollator in einen Park gekarrt haben. Dort wurde die Leiche von einer Spaziergängerin gefunden.

Gemeinsam mit seinem späteren Opfer soll der Angeklagte im Februar seinen Geburtstag feiert haben. Dabei sollen die Männer große Mengen Alkohol getrunken und schließlich in Streit geraten sein. Als dieser eskalierte, soll der Angeklagte zunächst kräftig auf seinen 57-jährigen Kumpel eingeschlagen haben. Dann schnitt er ihm laut Anklage mit einem großen Küchenmesser tief in den Hals, so dass der Mann binnen kurzer Zeit verblutete. Laut damaligen Polizeiangaben ging es bei dem Streit um Geld.

+++ 19.12 Uhr: Zu laut geschnarcht: Urteil in Mordprozess erwartet +++

In einem Würzburger Prozess um einen Mord wegen zu lauten Schnarchens wird am Dienstag (14.30 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt ist ein psychisch Erkrankter, der im März 2014 einen 78 Jahre alten Patienten im Bezirkskrankenhaus Lohr am Main erstickt haben soll. Der 28-Jährige soll sich so sehr von dem Schnarchen des Mannes gestört gefühlt haben, dass er diesem mehrere Minuten die Bettdecke auf Mund und Nase drückte. Der 78-Jährige erstickte qualvoll.

Der Angeklagte, der wegen Brandstiftung von einem Gericht in die Psychiatrie eingewiesen worden war, wird von der Staatsanwaltschaft als schuldunfähig eingestuft. Daher wird eine erneute Unterbringung in der Psychiatrie erwartet.

+++ 18.53 Uhr: Türkei-Flieger landet 30 Stunden später +++

Nach einem technischen Defekt an einem Flugzeug ist ein türkischer Urlaubs-Flieger 30 Stunden verspätet in Paderborn gelandet. Die Maschine der Gesellschaft Onur Air sollte eigentlich am Sonntag um 10.45 Uhr mit Urlaubern aus Antalya auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt aufsetzen und eine Stunde später wieder zurückfliegen, berichtete eine Flughafen-Sprecherin am Montag. "Wegen eines technischen Defekts ist die Maschine nicht wirklich aus Antalya weggekommen", sagte sie. Nach einem Start in der Türkei sei das Flugzeug zunächst zurückgekehrt, erst am Montag hob es erneut ab.

Die Reisenden, die am Sonntag von Ostwestfalen aus eigentlich ihren Urlaub beginnen wollten, seien im Auftrag der Fluggesellschaft in Hotels untergebracht worden. Die Rückkehrer aus Antalya verbrachten eine weitere Nacht in der Türkei. Wie viele Reisende von dem Vorfall betroffen gewesen sind, wollte die Flughafen-Sprecherin nicht sagen. Bei der Fluggesellschaft war niemand für eine Auskunft zu erreichen.

Angehörige, die ihre Verwandten in Paderborn abholen wollten, berichteten nach WDR-Informationen, nach dem ersten Start sei Flugbenzin über eine Tragfläche gelaufen. Daraufhin soll das Flugzeug zunächst zwei Stunden über dem Mittelmeer gekreist sein, bevor es unter großen Sicherheitsvorkehrungen wieder in Antalya gelandet sei. Die Wartenden berichteten, ihre Angehörigen hätten Todesängste ausgestanden.

+++ 18.12 Uhr: Panne beim Staatsschutz vor IS-Messerattacke in Hannover +++

Vor der Messerattacke einer 15-jährigen IS-Sympathisantin auf einen Bundespolizisten in Hannover hat es Pannen beim Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegeben. Die Verbindungen zum Hassprediger Pierre Vogel seien schon vor der Attacke bekannt gewesen, teilte die Polizeidirektion Hannover am Montag mit. Ein Beamter des niedersächsischen Staatsschutzes habe ein Video, das Safia S. 2008 mit Vogel zeigt, schon vor der Tat Ende Februar gekannt, darüber aber nicht mit seinen Vorgesetzten gesprochen, sondern nur mit einem Kollegen vom Landeskriminalamt.

Interne Prüfungen sollen nun klären, wann der Beamte tatsächlich Kenntnis von dem Video bekam, welche Maßnahmen er ergriff und ob er Vorgesetzte wissentlich falsch informierte, teilte die Polizei mit.

Mögliche Sicherheitslücken im Kampf der Behörden gegen den Islamismus beschäftigen einen Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags. Sowohl der Polizeipräsident als auch der Leiter des Staatsschutzes hatten dort ausgesagt, dass die Polizei erst nach der Attacke auf das Video gestoßen ist. Nun steht fest, dass ein Sachbearbeiter des Staatsschutzes schon vorher das Video kannte.

Die Deutsch-Marokkanerin Safia S. hatte einem Bundespolizisten Ende Februar bei einer Personenkontrolle ein Messer in den Hals gerammt und ihn dabei schwer verletzt. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft sympathisierte sie schon Monate vorher mit der Terror-Vereinigung Islamischer Staat (IS).

+++ 17.35 Uhr: Springer-Verlag will im Streit mit Kachelmann vor BGH ziehen +++

Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen dem Wettermoderator Jörg Kachelmann und dem Axel Springer Konzern sind noch nicht zu Ende. In dem Streit um Schmerzensgeld wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten strebt das Medienunternehmen eine Entscheidung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe an, wie ein Sprecher der Axel Springer SE in Berlin sagte.

Nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Köln den Verlag Mitte Juli zur Zahlung von 395 000 Euro verurteilt und keine Revision zugelassen hatte, habe er nun eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH eingelegt. Damit ficht der Verlag die OLG-Entscheidung an. 

+++ 17.14 Uhr: Höhlenforscher stirbt in neu entdeckter Höhle in der Slowakei +++

In einer erst im Juni neu entdeckten Gebirgshöhle in der Slowakei ist ein tschechischer Höhlenforscher tödlich verunglückt. Wie die slowakische Bergrettung mitteilte, alarmierten Kollegen des Verschütteten die Bergrettung. Noch vor dem Eintreffen von insgesamt 21 Bergrettern in dem schwer zugänglichen Waldgebiet im Gebirge Große Fatra sei es ihnen selbst gelungen, zu dem Bewusstlosen vorzudringen und mit Wiederbelebungsversuchen zu beginnen. Die Verletzungen des Tschechen seien aber so schwer gewesen, dass er noch am Unglücksort starb. Die Bergrettung konnte nur mehr den Toten in die nahegelegene Gemeinde Motycky transportieren.

+++ 16.00 Uhr: Polizeiwagen versinkt im Bodensee +++

Bei den Vorbereitungen für das Seenachtfest am Bodensee ist ein Polizeiauto ins Wasser gerutscht und dann dreieinhalb Meter tief gesunken. Das Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, nach dem das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache bei Überlingen versank. Demnach wollten die Beamten ein Boot in einem Sportboothafen mithilfe des Geländewagens über eine Rampe in das Wasser lassen. Wie das Auto dabei trotz angezogener Bremse in den See rutschen konnte, war nach Darstellung der Polizei zunächst unklar.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks zogen das Fahrzeug später aus dem Wasser. Es entstand nach offiziellen Angaben ein Schaden von 5000 Euro. Der Unfall am Samstag ereignete sich bei den Vorbereitungen für das Konstanzer Seenachtfest, das am Wochenende rund 50 000 Menschen besucht hatten.

+++ 14.38 Uhr: Polizei holt Pokémon-Go-Spieler von den Bahngleisen +++

Die Bundespolizei hat in Osnabrück einen Pokémon-Go spielenden Mann von den Bahngleisen geholt. Ein Fahrdienstleiter hatte die Beamten gerufen, weil der Mann im Stadtteil Eversburg auf den Gleisen lief. Der Streckenabschnitt wurde für den Zugverkehr gesperrt, die Polizei entdeckte den 22 Jahre alten, angetrunkenen Mann dann schnell. Zur seiner Rechtfertigung sagte er, sein Smartphone habe ihn auf der Suche nach einem bestimmten Pokémon auf die Gleise geführt. Wegen der Suche nach dem Pokémon-Jäger gab es bei fünf Zügen Verspätung, teilte die Polizei am Montag mit. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen.

+++ 14.24 Uhr: 28-jährige Deutsche in Wien Opfer von Gruppenvergewaltigung +++

Die Polizei in Wien hat neun Männer festgenommen, die zu Silvester an der Vergewaltigung einer 28-Jährigen aus Niedersachsen beteiligt gewesen sein sollen. Die Männer im Alter von 21 bis 47 Jahren sollen den betrunkenen Zustand des Opfers ausgenutzt haben. Außerdem stehen sie im Verdacht, mit K.O.-Tropfen einen Blackout der Frau herbeigeführt zu haben. Sie wachte laut Polizei am Neujahrsmorgen nackt in einer fremden Wohnung auf und ging danach sofort zur Polizei.

An der Gruppenvergewaltigung bestehe aufgrund der biologischen Spuren kein Zweifel, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen seien schwierig und langwierig gewesen. Auf die Spur der mutmaßlichen Täter, laut Polizei neun miteinander befreundete Iraker, kamen die Ermittler durch DNA-Material, Zeugenbefragungen und durch Bilder von Überwachungskameras. Die Verdächtigen, der Polizei zufolge teils Asylbewerber und teils anerkannte Asylbewerber, bestreiten die Tat. Ihnen drohen im Fall einer Verurteilung ein bis zu zehn Jahre Haft. In besonders schweren Fällen liegt der Strafrahmen bei 5 bis 15 Jahren.

1. Rechtlich sind Frauen erst seit zehn Jahren abgesichert: Vergewaltigung in der Ehe war bis 1997 in Deutschland legal.  2. Jede dritte Frau in der EU ist seit ihrer Jugend Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden. 3. Fast 40 Prozent der Opfer von sexueller Gewalt sind jünger als 21 Jahre. 4. Sexuelle Gewalt gegen Männer ist auch keine Seltenheit: Von 1998 bis 2002 wurden 5178 Fälle gemeldet.  5. Die Zahl der gemeldeten sexuellen Straftaten gegen Frauen in diesem Zeitraum war etwa zehn Mal so hoch.  6. Der Großteil der Opfer kennt den Täter bereits vor der Tat.
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+++ 14.11 Uhr: Zehn Jahre Haft für Südafrikanerin nach Diebstahl von Neugeborenem +++

19 Jahre nach dem Raub eines Neugeborenen aus einem südafrikanischen Krankenhaus hat ein Gericht die Täterin zu zehn Jahren Haft verurteilt. Richter John Hlophe begründete das Strafmaß gegen die 52-Jährige am Montag in Kapstadt mit der Schwere der Tat, wie südafrikanische Medien berichteten. Nach Überzeugung des Gerichts hatte die Frau die drei Tage alte Zephany im März 1997 aus ihrer Wiege in einem Krankenhaus in Kapstadt gestohlen. In den folgenden Jahren zog sie das Kind wie ihr eigenes auf.

Erst im Februar 2015 kam die wahre Identität des Mädchens durch Zufall ans Licht: Mitschülern der damals 17-Jährigen fiel auf, dass eine neue Schülerin ihr verblüffend ähnlich sah. DNS-Tests ergaben schließlich, dass die Mädchen Schwestern sind. Zephanys leibliche Eltern Celeste und Morne Nurse bekamen nach dem Verschwinden ihrer Tochter noch drei weitere Kinder. Sie gaben die Hoffnung nie auf, Zephany eines Tages wiederzufinden und feierten jedes Jahr ihren Geburtstag.

+++ 14.07 Uhr: Mehrere Tote und Verletzte bei Erdbeben in Peru +++

Bei einem Erdbeben in Peru sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Es gebe außerdem 40 Verletzte, teilten der peruanische Zivilschutz am Montag mit. Das Beben der Stärke 5,2 hatte sich demnach in der Nacht zum Montag (Ortszeit) in der südlichen Region Arequipa ereignet und dutzende Häuser zerstört.

+++ 14.01 Uhr: Umstrittenes Wiesenhof-Video treibt Zahl der Beschwerden beim Werberat kräftig an +++

Das heftig kritisierte Werbevideo des Geflügelproduzenten Wiesenhof mit Anspielungen auf das Model Gina-Lisa Lohfink hat die Beschwerdezahlen beim Deutschen Werberat in die Höhe getrieben. Im ersten Halbjahr seien insgesamt 1545 Beschwerden eingegangen, davon rund 1000 gegen das vom Werberat als "entwürdigend und diskriminierend" beanstandete Wiesenhof-Video, wie das Gremium am Montag mitteilte. Insgesamt nahm der Werberat demnach in der ersten Jahreshälfte 365 Werbemaßnahmen unter die Lupe. Gegen 15 Unternehmen sprach der Werberat eine öffentliche Rüge aus - darunter elf wegen Geschlechterdiskriminierung. Die anderen wurden wegen Gewaltverherrlichung, Altersdiskriminierung, Diskriminierung von Flüchtlingen und wegen Verstößen gegen Ethik und Moral erteilt.

+++ 13.57 Uhr: Drei Tote bei Autobomben-Anschlag in Südosttürkei +++

Bei einem Autobomben-Anschlag in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir sind zwei Polizisten und ein Zivilist getötet worden. Die Bombe sei vor dem Gebäude der Verkehrspolizei im Bezirk Bismil gezündet worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Montag. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK sei für den Anschlag verantwortlich. Die PKK äußerte sich zunächst nicht dazu. In der Südosttürkei geht die türkische Armee gegen die PKK vor. Deren Kämpfer haben sich in Städten verschanzt und verüben immer wieder Anschläge vor allem auf Sicherheitskräfte. Ein mehr als zwei Jahre andauernder Waffenstillstand war im Sommer vergangenen Jahres gescheitert.

+++ 12.26 Uhr: 16-Jähriger durch Stromschlag aus Bahn-Oberleitung lebensgefährlich verletzt +++

Ein 16-Jähriger hat auf einem Bahngelände in Trier einen lebensgefährlichen Stromschlag erlitten. Er sei der Starkstrom-Oberleitung zu nahe gekommen, teilte die Bundespolizei in der rheinland-pfälzischen Stadt am Montag mit. Die genauen Abläufe waren demnach zunächst unklar. Eine 14-jährige Freundin, die den Jugendlichen begleitete, konnte aufgrund eines schweren Schocks noch nicht zum Hergang des Unglücks vom Sonntagabend befragt werden.

Nach Angaben der Beamten könnte der 16-Jährige auf einen abgestellten Eisenbahnwaggon geklettert sein. Immer wieder kommt es der Polizei zufolge deshalb zu schweren Unfällen. Die Spannung an der Oberleitung betrage 15.000 Volt, Spannungsüberschläge seien ab einer Entfernung von zwei Metern möglich. Ein Rettungshubschrauber brachte den Jugendlichen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt.

+++ 11.49 Uhr: Umstrittene Kölner Polizistin kündigt nach heimlichen Aufnahmen +++

Eine Kölner Polizistin, die wegen heimlicher Recherchen im Dienst in die Kritik geraten ist, hat ihre Kündigung eingereicht. Das Schreiben sei im Polizeipräsidium eingegangen, bestätigte eine Sprecherin am Montag entsprechende Medienberichte. Die 26-jährige Beamtin soll während der Arbeit über mehrere Wochen hinweg heimlich Ton- und Bildaufnahmen gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen des Verdachts der Verletzung von Privatgeheimnissen. Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte gegen die suspendierte Beamtin ein Entlassungsverfahren eingeleitet. Mit ihrem Schritt wollte die 26-Jährige nun ihrer Entlassung offenbar zuvorkommen.

Ermittelt wird in dem Fall auch gegen eine RTL-Journalistin und einen Kameramann - wegen Beihilfe und Anstiftung. Gegen den Privatsender RTL selbst laufen keine strafrechtlichen Untersuchungen. Dieser wollte nach eigenen Angaben mit den Recherchen Einblicke in die polizeilichen Arbeitsbedingungen bekommen, nachdem es Insider-Hinweise auf Stress, Übergriffe und Respektlosigkeit gegenüber den Beamten gegeben habe.

+++ 11.37 Uhr: Leipziger Polizei sucht weiter nach verlorener Maschinenpistole +++

Die Suche nach einer verloren gegangenen Maschinenpistole eines Polizisten in Leipzig läuft weiter. Einige Beamte forschen noch zum Verbleib der Waffe. Die große Suche sei jedoch eingestellt worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Rund 30 Beamte mit Sprengstoffhunden suchen bisher erfolglos nach der Waffe. Bisher ist lediglich das Magazin wieder aufgetaucht, das gefunden und abgegeben wurde. Einen geplanten Diebstahl der Waffe schließt die Polizei aus. Der Beamte hatte die Waffe bei einem Einsatz an einer Tankstelle in einem Plattenbauviertel verloren - wie und wo, ist Gegenstand der Ermittlung. Es handelt sich um eine Heckler & Koch MP5. Der Polizeisprecher rief den Finder auf, sich umgehend bei der Polizei zu melden. Wer die Waffe behalte, mache sich strafbar.

+++ 11 Uhr: Nach Attacke in Schweizer Zug: Motiv bleibt vorerst rätselhaft +++

Die tödliche Attacke auf Zugpassagiere in der Schweiz bleibt vorerst rätselhaft. "Das Motiv ist im Moment noch unklar", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Als "sehr abwegig" gelte allerdings ein terroristischer Hintergrund. Die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" berichtet unter Berufung auf Nachbarn des Tatverdächtigen, dass der 27-Jährige ein oftmals verspotteter Einzelgänger und Sonderling gewesen sei. Der Mann hatte am Samstag in einem Zug mehrere Passagiere mit einem Brandsatz und einem Messer angegriffen. Dabei starb eine 34-jährige Frau. Auch der Täter, der selbst in Brand geraten war, starb einen Tag nach der Tat im Krankenhaus.  

Unter den Verletzten ist eine 17-Jährige laut Polizei noch in sehr kritischem Zustand. Ein sechsjähriges Mädchen sei inzwischen stabil und nicht mehr in Lebensgefahr, hieß es. Die anderen Verletzten seien nicht mehr in ärztlicher Behandlung. Zu Medienberichten über Zeugenaussagen, dass der 27-Jährige nach seiner Attacke einen Suizidversuch unternommen habe, wollte die Polizei auch am Montag keine Stellung nehmen. 

+++ 9.41 Uhr: 16-Jährige wegen versuchten Mordes an ihren Eltern vor Gericht +++

Am Essener Landgericht hat am Montag der Prozess gegen eine 16-Jährige begonnen, die versucht haben soll, ihre Eltern zu töten. Laut Anklage soll die Jugendliche am 13. Februar 2016 am frühen Morgen vor dem Schlafzimmer ihrer Mutter und ihres Vaters versucht haben, eine Decke zu entzünden. Da sich jedoch kein Brand entwickelt habe, seien die Eltern unverletzt geblieben. Wenige Wochen zuvor soll das Mädchen einen Nachbarn mit einem Messer verletzt haben. Der Prozess findet wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Anklage lautet auf Mordversuch in Tateinheit mit versuchter Brandstiftung sowie gefährliche Körperverletzung.

+++ 9.01 Uhr: Attacke in der Kölner Innenstadt - ein Schwerverletzter +++

Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung ist in der Nacht zum Montag in der Kölner Innenstadt ein 34-Jähriger schwer verletzt worden. Mehrere Zeugen hätten am Montagmorgen den Notruf gewählt, weil mehrere Menschen aneinander geraten waren, teilte die Polizei in Köln mit. Beim Eintreffen der Beamten waren die Beteiligten mit Autos geflüchtet, es fanden sich jedoch Blut und Glassplitter. Im Zuge sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen stoppten Polizisten den 34-Jährigen in einem beschädigten Geländewagen. Er hatte Stich- und Kopfverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Außerdem überprüften die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben mehrere weitere Menschen in einer Bar, von denen sie einige mit zur Vernehmung nahmen.

Im näheren Umkreis des Tatorts stießen die Ermittler zudem auf Patronenhülsen. Es stand zunächst allerdings noch nicht fest, ob sie mit der Tat zu tun haben. Zudem beschlagnahmten Polizisten zwei Autos, die bei der nächtlichen Auseinandersetzung eine Rolle gespielt haben könnten. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernahm laut Polizei eine Mordkommission. Die Hintergründe der Auseinandersetzung seien noch "völlig unklar". Hinweise auf einen etwaigen terroristischen Hintergrund oder einen Amoklauf gebe es jedoch nicht.

+++ 8.44 Uhr: SPD schlägt Freibeträge für Sozialabgaben vor +++

Zur Entlastung von Beziehern niedriger und mittlerer Einkommen schlägt der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel Freibeträge für Sozialabgaben vor. "Ein Freibetrag für Sozialabgaben analog zum Steuerfreibetrag wäre ein Instrument, das wirklich hilft", sagte er der "Rheinischen Post". Haushalte mit niedrigen Einkommen seien überproportional stark von Sozialabgaben belastet. "Auch eine Reduzierung der Sozialabgaben für Familien mit Kindern wäre denkbar." Zur Gegenfinanzierung schlug Schäfer-Gümbel unter anderem eine wirksamere Bekämpfung von Steuerbetrug vor.

+++ 8 Uhr: Gerüchte über Schüsse lösen Panik am New Yorker Flughafen JFK aus +++

Berichte über Schüsse am internationalen Flughafen JFK in New York haben dort am Sonntagabend für Panik und erhebliche Behinderungen gesorgt. Zwei Terminals wurden vorübergehend evakuiert, wie die Flughafenbehörde mitteilte. Nach einer Durchsuchung der Gebäude konnte die Polizei aber Entwarnung geben. Es seien offenbar keine Schüsse abgegeben worden, erklärte die Polizei auf Twitter. Auch Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben der Polizei wurden die Terminals 1 und 8 durchsucht. Einem Piloten zufolge wurde auch das Terminal 2 evakuiert.

Als schwer bewaffnete Polizisten die Menge aufforderten, sich auf den Boden zu legen, brach Panik aus. Die Einsatzkräfte führten die Passagiere nach draußen und leiteten sie durch einen Korridor. Als sie dann wieder in das Terminal zur Passkontrolle gelassen wurden, sorgten umherlaufende Polizisten erneut für Beunruhigung unter den Wartenden, denen es verboten wurde, zu telefonieren oder zu fotografieren. Aufgrund des Polizeieinsatzes kam es zu erheblichen Verspätungen im Flugbetrieb.

+++ 6.56 Uhr: Polizei: Schüsse bei Protesten in Milwaukee gefallen +++

Bei erneuten Protesten in der US-Stadt Milwaukee nach tödlichen Polizeischüssen auf einen bewaffneten Schwarzen sind nach Polizeiangaben Schüsse gefallen. Ein Opfer sei in einem gepanzerten Fahrzeug gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die örtliche Polizei in der Nacht zum Montag über Twitter mit. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht. Zuvor hatten demnach Demonstranten an einer Kreuzung den Verkehr blockiert und die Ordnungshüter mit Gegenständen beworfen, woraufhin die Polizei Festnahmen wegen illegaler Versammlung ankündigte. Eine Nacht zuvor hatte es in Milwaukee schwere Krawalle gegeben, nachdem ein Polizist einen 23-Jährigen erschossen hatte. Der Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin, Scott Walker, hatte daraufhin die Nationalgarde zur Unterstützung der Polizei aktiviert.

+++ 05.50 Uhr: Bewaffnete töten bei Überfall auf Zivilisten im Kongo 42 Menschen +++

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben Bewaffnete ein Blutbad unter Zivilisten angerichtet. Mindestens 42 Menschen seien bei dem Angriff auf einen Vorort der Stadt Beni getötet worden, sagte Bürgermeister Edmond Masumbuko am Sonntag. Die Regierung wertete den Überfall als Racheaktion der islamistisch inspirierten Rebellengruppe ADF. Sie rief drei Tage Staatstrauer aus. Armeesprecher Mark Hazukay sprach von einem "Massaker an der Zivilbevölkerung", mit dem sich die ADF für vorangegangene Einsätze der Armee habe rächen wollen. Die Angreifer hätten sich am Samstagabend an Posten der Armee vorbeigeschlichen und in einem Ort am Rande der Stadt Beni zugeschlagen.

+++ 5.24 Uhr: Deutschland prüft Beteiligung an EU-Ausbildungseinsatz für Libyen +++

Die Bundeswehr soll sich an der geplanten Ausbildung libyscher Küstenschutz-Kräfte durch die EU beteiligen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur prüft das Bundesverteidigungsministerium derzeit, welche Art von Unterstützung möglich ist. Eine Entscheidung könnte bereits in den kommenden Wochen getroffen werden. Das Engagement würde im Zuge der Ausweitung des bereits laufenden Marineeinsatzes "Sophia" erfolgen. Von einer Unterstützung der libyschen Küstenwache erhofft sich die EU eine Eindämmung der illegalen Einwanderung aus Afrika. Als Folge des Bürgerkriegs gibt es in Libyen derzeit keinen funktionierenden Grenzschutz. Allein in diesem Jahr kamen bereits rund 90.000 Menschen über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa.

+++ 5.03 Uhr: Mieten in Deutschland steigen weniger stark als Einkommen +++

In vielen Regionen Deutschlands können sich die Menschen einer Studie zufolge heute größere Mietwohnungen leisten als noch vor sechs Jahren. Im Schnitt kann ein privater Haushalt heute 94 Quadratmeter mieten, wenn er ein Viertel seines verfügbaren Einkommens dafür einsetzt. Das sind zwei Quadratmeter mehr als noch 2010, so das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bundesweit seien die Mieten seit dem Jahr 2010 weniger stark gestiegen als die verfügbaren Einkommen der Haushalte. Allerdings: Das Gefälle zwischen einzelnen Kreisen hat zuletzt zugenommen. In etwa einem Viertel aller Kreise und kreisfreien Städte kann sich ein Durchschnittshaushalt weniger Wohnfläche leisten als noch vor sechs Jahren. Unter den zehn größten Städten gilt das für Berlin, Stuttgart und Dortmund.

+++ 4.37 Uhr: Mehrere Verletzte bei Massenpanik in französischem Badeort +++

Im französischen Urlaubsort Juan-les-Pins sind am Sonntagabend mehrere Menschen verletzt worden, als aus Furcht vor einem Attentat kurzzeitig eine Panik ausbrach. Offenbar hatten Knallgeräusche die Menschen in einem Kneipenviertel des Orts aufgeschreckt und dazu gebracht, Schutz in geschlossenen Räumen zu suchen, berichteten Augenzeugen. Die Feuerwehr sprach von mehreren Verletzten, eine genaue Zahl wollte sie zunächst nicht nennen. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache der Panik auf. Dazu wollte sie auch Videoaufnahmen auswerten.

Der Lokalradiosender France Bleu Azur berichtete, die Menschen hätten die Flucht ergriffen, als Knallkörper aus einem fahrenden Auto in dem beliebten Urlaubsort an der Côte d'Azur geworfen wurden. Der Sender berichtete von rund 40 Verletzten. Augenzeugen äußerten auch die Vermutung, dass ein besonders lauter Motor die Knallgeräusche verursacht haben könnte.

jen DPA AFP

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