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News des Wochenendes: Zwei Polizeiwagen rasen an Kreuzung ineinander - sieben Beamte verletzt

Papst vergleicht Kindesmissbrauch mit "Menschenopfern" +++ Ostdeutschland für Asylbewerber gefährlicher +++ Afghanistan: Rekordzahl ziviler Opfer +++ Die News des Wochenendes im stern-Ticker.

Das Wrack eines Polizeiautos steht in Hannover an einer Kreuzung, nachdem dort zwei Streifenwagen ineinandergefahren waren

Das Wrack eines Polizeiautos steht in Hannover an einer Kreuzung, nachdem dort zwei Streifenwagen ineinandergefahren waren

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • 85-Jährige wird vom eigenen Auto überfahren (13.07 Uhr)
  • Papst: Kindesmissbrauch wie "Menschenopfer" (10.55 Uhr)
  • Ostdeutschland für Asylbewerber gefährlicher (8.35 Uhr)
  • Afghanistan: Rekordzahl ziviler Opfer (7.19 Uhr)
  • Zehn Backende mit Kohlenmonoxid vergiftet (5.41 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:  

+++ 20.22 Uhr: Rumänen demonstrieren gegen Regierung und für freie Justiz +++

Tausende Rumänen haben für eine uanbhängige Justiz demonstriert. In der Hauptstadt Bukarest gingen nach Schätzung von Medien etwa 10.000 Menschen auf die Straße, zu kleineren Demonstrationen kam es in mindestens zehn weiteren Städten. Anlass der Proteste ist die jüngste Eilverordnung der sozialliberaen Regierung, die Kritikern zufolge die politische Unabhängigkeit der Justiz beeinträchtigt.

+++ 19.52 Uhr: Freiburger stimmen für Bau eines neuen Stadtviertels +++

Bei einem Bürgerentscheid im baden-württembergischen Freiburg hat sich eine klare Mehrheit für den Bau eines neuen Stadtviertels ausgesprochen. Laut dem vorläufigen Endergebnis stimmten 60 Prozent der Teilnehmer für den Bau des sogenannten Dietenbach-Viertels. 40 Prozent votierten dafür, das Dietenbachgebiet nicht zu bebauen. Das neue Stadtviertel soll dazu beitragen, die Wohnungsnot in der Universitätsstadt zu dämpfen. Es soll Wohnraum für 15.000 Menschen schaffen. Freiburg gilt bei Wohnraum als eine der teuersten Städte. Die Gegner des Projekts führten Umweltschutzaspekte an. Die Beteiligung an dem Bürgerentscheid lag bei 49,6 Prozent. Die Frage "Soll das Dietenbachgebiet unbebaut bleiben?" beantworteten 33.833 Teilnehmer mit "Ja", 50.846 kreuzten "Nein" an.

+++ 18.34 Uhr: Polizeiautos stoßen zusammen - sieben Beamte verletzt +++

Zwei Polizeiwagen sind in Hannover zusammengestoßen, sieben Polizisten wurden dabei verletzt. Die Streifenwagen waren beide auf einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, wie die Polizei mitteilte. An einer Kreuzung kollidierten die Autos, eine Beamtin wurden im Fahrzeug eingeschlossen. Die Feuerwehr schnitt das Auto auf, um die Frau zu bergen. Sie erlitt schwere Verletzungen. Die Beamten waren unterwegs zu einem Einsatz in der Nordstadt, dort prügelten sich den Angaben zufolge hannoversche Fußballfans mit Anhängern der linken Szene. An den Polizeiautos entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 60.000 Euro.

+++ 17.16 Uhr: Kurzzeitige Flugzeugentführung in Bangladesch - Täter tot +++

Die Entführung eines Flugzeugs in Bangladesch haben Spezialeinsatzkräfte der Armee mit tödlichen Schüssen auf den Täter beendet. Der 25-Jährige sei zunächst verletzt worden und dann nach seiner Festnahme gestorben, erklärte der Armeekommandeur der Region Chittagong, Matiur Rahman, am Sonntag. Die Maschine der Biman Bangladesh Airlines mit Ziel Dubai war laut Luftfahrtbehörden auf dem Weg von der Hauptstadt Dhaka zu einem Zwischenstopp in die südliche Küstenstadt Chittagong, als es zu der Entführung gekommen sei. Mehr Details zum Hergang nannten die Behörden zunächst nicht. 

+++ 16.55 Uhr: Betrunkener fährt auf Touristenmeile in St. Petersburg Menschen tot +++

Auf der bei Touristen beliebten Prachtstraße Newski Prospekt in St. Petersburg hat ein 30 Jahre alter Mann betrunken und ohne Fahrerlaubnis mehrere Fußgänger überfahren. Ein 40 Jahre alter US-Bürger und eine 39-Jährige Frau aus Moskau seien bei der Tragödie in der Nacht zum Sonntag gestorben, wie Medien in der Millionenstadt berichteten. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht. Der Fahrer, der seit November 2018 keine Fahrerlaubnis mehr hatte, sei festgenommen worden. Medien veröffentlichten Videoaufnahmen davon, wie das Auto mit sehr hohem Tempo auf den Bürgersteig fährt und dort mehrere Menschen erfasst.

+++ 16.49 Uhr: Betrunkenes Paar kracht mit Geländewagen in Altarraum +++

Ein betrunkenes Ehepaar hat bei Einparkübungen mit einem Geländewagen ein evangelisches Gemeindehaus fast zum Einsturz gebracht. Nachdem die 47-jährige Fahrerin bei dem Automatikwagen das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt hatte, schoss das Auto mit hoher Geschwindigkeit über einen Gehweg, durchbrach einen Metallzaun und dann die Mauer des Gemeindehauses in Emden, wie die Polizei mitteilte. Im Altarraum der Baptistengemeinde kam der Wagen zum Stehen. Die Frau und ihr Ehemann auf dem Beifahrersitz blieben unverletzt. Ein Alkoholtest ergab sowohl bei der Frau als auch bei ihrem 44 Jahre alten Mann 1,65 Promille.

+++ 16.18 Uhr: Schon über 150 Tote nach Konsum von gepanschtem Schnaps in Indien +++

Todbringender Fusel: In Indien wächst die Zahl der Opfer nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps immer weiter. Am Wochenende starben mindestens 58 weitere Menschen an den Folgen des schwarz gebrannten Getränks, wie die Polizei des nordöstlichen Bundesstaat Assam am Sonntag mitteilten. Damit stieg die Zahl der Toten binnen weniger Tage auf über 155. Mindestens 200 Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt. Die Opfer arbeiteten alle auf den Teeplantagen in der Region, unter ihnen sind auch viele Frauen. Die ersten Arbeiter waren nach Polizeiangaben am Donnerstagabend erkrankt, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken hatten. Seitdem kommen täglich neue Opfer hinzu.

+++ 16.15 Uhr: Kolumbien schließt vorübergehend Grenze zu Venezuela +++

Kolumbien hat alle Grenzübergänge nach Venezuela für die Dauer von 48 Stunden geschlossen. Bei den Zusammenstößen von Demonstranten mit venezolanischen Grenzschützern seien am Samstag Schäden entstanden, die repariert werden müssten, teilte die kolumbianische Migrationsbehörde mit. 

+++ 15.43 Uhr: Ampelsünder auf zeitweise nur einem Rad dankt für Kritik der Polizei +++

Ein Ampelsünder der zudem zeitweise auf nur einem Rad fuhr, hat sich in Koblenz für polizeiliche Kritik bedankt. Der 19-Jährige fuhr am Samstagabend erst zweimal nur auf dem Hinterrad ("Wheelie") und bremste dann kurz vor einer roten Ampel, um sie schließlich doch zu überfahren, wie die Polizei heute mitteilte. Polizisten stoppten den jungen Mann und stellten ihn zur Rede. Einsichtig bezeichnete er sein Verhalten als "ziemlich dumm" und dankte den Beamten, dass er gleich am Anfang der Saison erwischt worden war. Nun werde er "einen Gang zurückschalten". Der 19-Jährige muss allerdings mit einem Fahrverbot rechnen. Für die Zeit danach wünschte die Polizei ihm und allen anderen Motorradfahrern "allzeit gute und unfallfreie Fahrt".

+++ 15.22 Uhr: AfD in NRW erstmals wieder einstellig in Umfrage +++

Die AfD in Nordrhein-Westfalen ist in einer Umfrage erstmals seit der Landtagswahl 2017 auf einen einstelligen Zustimmungswert gesunken. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Oktober verlor die AfD drei Prozentpunkte und erreicht aktuell nur noch neun Prozent, wie die heute vom WDR-Magazin "Westpol" veröffentlichte Umfrage ergab. Die CDU konnte dagegen als mit Abstand stärkste Kraft zwei Prozentpunkte zulegen und liegt nun bei 30 Prozent. Auch ihr Koalitionspartner FDP verbesserte sich, nach einem Plus von einem Punkt stehen die Liberalen bei zwölf Prozent. Die SPD legte um zwei Punkte auf 23 Prozent zu, während die Grünen mit unverändert 17 Prozent drittstärkste Kraft in NRW bleiben. Neben der AfD verlor im Vergleich zum Oktober auch die Linke. Sie erreicht nach einem Minus von zwei Prozentpunkten sechs Prozent.

+++ 15.20 Uhr: Trump kündigt große Feier für 4. Juli an +++

US-Präsident Donald Trump will den Unabhängigkeitstag der USA mit einer neuen Veranstaltung in der Hauptstadt Washington feiern. "Wir werden am 4. Juli eine der größten Versammlungen in der Geschichte von Washington D.C. haben", schrieb Trump auf Twitter. Die Feier solle am Lincoln Memorial stattfinden und den Titel "A Salute to America" tragen. Das Programm beschrieb Trump mit den Worten: "Großes Feuerwerk, Unterhaltung und eine Rede von Eurem Lieblingspräsidenten, mir!". 

In der US-Hauptstadt finden am 4. Juli bereits zahlreiche Feierlichkeiten statt, inklusive eines großen Feuerwerks, das jedes Jahr Tausende Besucher auf der "National Mall" verfolgen. Es blieb unklar, wie weit fortgeschritten die Pläne zu Trumps Feier sind. Das Lincoln Memorial liegt auf der Mall. Trump wollte eigentlich im vergangenen November eine große Militärparade in Washington veranstalten, die Pläne dafür scheiterten aber, weil die Kosten explodierten.

+++ 15.09 Uhr: Flugzeug in Bangladesch zur Notlandung gezwungen +++

Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat eine Passagiermaschine in Bangladesch zur Notlandung gezwungen. Wie der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Nayeem Hasan, mitteilte, sind alle rund 150 Insassen der Maschine der nationalen Fluggesellschaft Biman in Sicherheit. Das Flugzeug war in der Hauptstadt Dhaka in Richtung Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet und musste dann auf dem Airport der Hafenstadt Chittagong notlanden. Der genaue Hergang der Geschehnisse an Bord ist noch unklar. "Wir denken, es handelt sich um einen geistig Verwirrten. Er sagt, er habe eine Bombe, aber darüber haben wir keine Gewissheit", sagte Hasan.

+++ 14.17 Uhr: Papst will neue Anweisungen zum Schutz vor Missbrauch verkünden +++

Der Vatikan arbeitet an konkreten Initiativen gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche, die in Kürze verkündet werden sollen. Ein neues "Motu proprio", also eine Art kirchenrechtliche Entscheidung des Papstes, zum Schutz von Minderjährigen solle bald erscheinen, sagte Federico Lombardi, Moderator des Krisengipfels im Vatikan. Damit solle dem Missbrauch vorgebeugt und der Kampf dagegen von Seiten der römischen Kurie verstärkt werden. Lombardi kündigte zudem ein neues Gesetz und neue Richtlinien für den Vatikanstaat selbst an.

Der Papst werde die Anweisungen "in unmittelbarer Zukunft" verkünden, sagte der Erzbischof von Malta, Charles Scicluna, der den Gipfel im Vatikan mit vorbereitet hatte. Die Glaubenskongregation werde außerdem ein praktisches Handbuch veröffentlichen, damit jeder Bischof auf der Welt sich seiner Verantwortung und Pflicht bewusst werde. Eine "Task Force" solle zudem Diözesen und Bischofskonferenzen weltweit unterstützen, die nicht genug Kompetenzen oder Ressourcen für den Kampf gegen den Missbrauch hätten.

+++ 13.59 Uhr: Polizei sucht in bayerischen Alpen nach vermisstem Skitourengeher +++

Nach den Lawinenabgängen in den deutschen Alpen hat die Polizei die Suche nach einem vermissten Mann fortgesetzt. Acht Polizeibergführer der bayerischen Alpinen Einsatzgruppen und ein Alpinbeamter der österreichischen Polizei seien in den Lawinenbereich geflogen worden, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mit. Der Suchbereich befindet sich demnach allerdings in einem sehr lawinengefährdeten Bereich. Es seien weitere Lawinenabgänge nicht auszuschließen. Deshalb bestehe eine erhebliche Gefahr für die Rettungskräfte. Diese versuchten, den relevanten Bereich mit Verschüttungssuchgeräten behutsam abzugehen und hofften, ein Signal des vermissten Skitourengehers aufzugreifen.

An der sogenannten Schäferblase in den Ammergauer Alpen hatte es gestern drei Lawinenabgänge gegeben. Anschließend konnte ein Mensch nur noch tot geborgen werden. Ein weiterer Verschütteter konnte verletzt gerettet werden, drei weitere Menschen unverletzt. Bei den Opfern handelte es sich um Deutsche.

+++ 13.53 Uhr: Sturm in Griechenland unterbricht Fährverbindungen +++

Sturm und schwerer Schneefall haben am Wochenende erhebliche Schäden und Verkehrsbehinderungen in Griechenland verursacht. Auf der Insel Samothraki erreichte der Schnee stellenweise zwei Meter Höhe. Sämtliche Fährverbindungen wurden unterbrochen. In der Ägäis wurden Winde der Stärke zehn gemessen, berichtete das Staatsradio (ERT).

Der Zivilschutz und die Polizei riefen die Bürger auf, nicht ohne Grund auf die Straße zu gehen. Im Raum Athen kippten Bäume um und beschädigten Dutzende Autos. Mehrere Straßen wurden gesperrt, nachdem Stromleitungen zerrissen und auf der Fahrbahn lagen. Ursache des Unwetters ist ein gigantisches Sturmtief, das über der Ägäis und bis nach Sizilien und Tunesien wütet. Mit einer Wetterbesserung rechnete das Wetteramt in Athen erst am kommenden Mittwoch.

+++ 13.34 Uhr: 21-Jähriger fällt in Hamburg betrunken auf U-Bahn-Gleise und stirbt +++

Im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist ein 21 Jahre alter Mann ins Gleisbett der U-Bahn gefallen und tödlich verletzt worden. Der Mann sei in der Nacht zu Sonntag stark alkoholisiert ins Straucheln geraten und gestürzt, sagte eine Polizeisprecherin. Eine unmittelbar danach einfahrende U-Bahn habe ihn erfasst und getötet. Eine Fremdeinwirkung sei ausgeschlossen. Mehrere schockierte Zeugen des Unfalls mussten der Polizeisprecherin zufolge vor Ort betreut werden.

+++ 13.07 Uhr: 85-Jährige wird vom eigenen Auto überfahren +++

In Thüringen ist eine 85-jährige Frau von ihrem eigenen Auto überrollt und schwer verletzt worden. Sie wollte am Freitag nach dem Einkaufen in Ilmenau ausparken, stieg jedoch noch einmal aus dem Wagen, um die beschlagenen Außenspiegel zu säubern, wie die Polizei jetzt mitteilte. Da die Frau bereits den Rückwärtsgang eingelegt hatte, rollte das Auto los, als sie den Fuß von der Bremse nahm. Die Seniorin fiel laut Polizei zu Boden, als die geöffnete Autotür sie erfasste. Der Wagen rollte über ein Bein der Frau und verletzte sie schwer.

+++ 13.04 Uhr: Frühlingshoch Frauke bringt milde Temperaturen bis 20 Grad +++

Der Februar verabschiedet sich in weiten Teilen Deutschlands frühlingshaft. Laut Deutschem Wetterdienst sorgt Hoch "Frauke" dafür, dass sich die Temperaturen zur Wochenmitte sogar Richtung 20 Grad Celsius bewegen. Das Hoch über Südosteuropa verlagert sich demnach in den kommenden Tagen nach Westdeutschland. Zwar startet der Montag von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern teils bewölkt mit Höchstwerten von 6 bis 10 Grad. Aber ansonsten zeigt sich viel Sonnenschein. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 15 Grad. Im Westen und Südwesten dürften die Werte teilweise auf 18 Grad klettern.

Die Nächte bleiben indes kühl. So herrschen in der überwiegend klaren Nacht zum Dienstag Tiefstwerte zwischen 5 und minus 4 Grad. Der Tag beginnt im Osten mit Wolken, im Rest der Republik wird es meist sonnig und trocken. Laut DWD liegen die Höchstwerte im Osten und im Norden zwischen 9 und 14 Grad. Im Westen und Südwesten herrschen Temperaturen zwischen 13 und 19 Grad. In der Nacht zu Mittwoch zeigen sich kaum Wolken. Es bleibt niederschlagsfrei. Die Tiefstwerte liegen zwischen 4 und minus 4 Grad. Wolken zeigen sich am Tag nur an den Küsten, ansonsten scheint die Sonne. Höchsttemperaturen im Norden und Osten liegen zwischen 9 und 15, Grad, in anderen Landesteilen zwischen 14 und 20 Grad mit den höchsten Werten in Nordrhein-Westfalen, heißt es beim Wetterdienst.

+++ 11.40 Uhr: Stadt veröffentlicht Anzeige aus NS-Zeit im Amtsblatt +++

Wegen der Veröffentlichung einer historischen Nazi-Anzeige im Amtsblatt ist die Stadt Hildburghausen in Thüringen in die Kritik geraten. Die Anzeige aus der Zeit des Nationalsozialismus kündigt eine Trauerfeier für die Opfer eines alliierten Luftangriffes vom 23. Februar 1945 auf die Stadt an. Im abgebildeten Ablaufplan ist von einem "Terrorangriff" die Rede. "Ein Wort des Führers", lautet einer der Programmpunkte. Über der Anzeige erinnert der Bürgermeister Holger Obst (CDU) in einem kurzen Text an die Luftangriffe - die NS-Anzeige bleibt dabei unkommentiert.

"Kein Wort über die Ursache, kein Wort über die #Shoa", kritisierte die Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss (Linke) bei Twitter. Der Bürgermeister kündigte an, "den Vorgang auszuwerten". Die Anzeige hätte besser gekennzeichnet und eingeordnet werden müssen, erklärte er.

+++ 11.15 Uhr: Pippi-Langstrumpf-Papagei gestorben +++

Der Pippi-Langstrumpf-Papagei Rosalinda ist tot. Mit 51 Jahren habe der hellrote Ara ein "fast biblisches" Alter erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Karlsruhe. Das Tier starb demnach gestern im Karlsruher Zoo auf dem Arm von Zoodirektor Matthias Reinschmidt an Altersschwäche. Rosalinda ist der Filmname des Vogels, der durch den Film "Pippi in Taka-Tuka-Land" bekannt wurde. Der Ara - eigentlich ein Männchen mit Namen Douglas - war erst 2016 aus dem schwedischen Malmö nach Karlsruhe gekommen.

+++ 10.55 Uhr: Papst Franziskus setzt Kindesmissbrauch mit heidnischen "Menschenopfern" gleich +++

Papst Franziskus hat den sexuellen Missbrauch von Kindern mit "Menschenopfern" gleichgesetzt. Kindesmissbrauch erinnere ihn an die in einigen Kulturen einst weitverbreitete "grausame" religiöse Praxis, Menschen "in heidnischen Ritualen" zu opfern, sagte das Kirchenoberhaupt zum Abschluss der Missbrauchskonferenz im Vatikan. Oft seien Kinder die Opfer gewesen.

Franziskus versprach erneut ein hartes Durchgreifen gegen sexuellen Missbrauch und ein Ende der Vertuschung. Kein Missbrauch dürfe jemals wie in der Vergangenheit vertuscht oder unterbewertet werden. "Sollte in der Kirche auch nur ein Missbrauchsfall ausfindig gemacht werden - was an sich schon eine Abscheulichkeit darstellt - so wird dieser Fall mit der größten Ernsthaftigkeit angegangen."

+++ 10.44 Uhr: Kurden widersprechen Trump-Drohung zu europäischen IS-Kämpfern +++

Vertreter der kurdischen Kräfte in Nordsyrien haben versichert, dass sie inhaftierte deutsche Dschihadisten nicht freilassen wollen. Damit widersprachen sie einer Drohung von US-Präsident Donald Trump. Der Außenbeauftragte der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Abdel Karim Omar, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", dass Trump über eine Freilassung nicht zu entscheiden habe. Die ausländischen Gefangenen seien nicht in amerikanischen, sondern in kurdischen Händen. "Wir werden mit den IS-Mitgliedern gemäß den internationalen Verträgen und Konventionen umgehen, und wir werden sie nicht freilassen", erklärte Omar.

Trump hatte europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien via Twitter dazu aufgerufen, mehr als 800 in Syrien gefangene Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen. Falls die Verbündeten nicht reagieren sollten, seien die USA gezwungen, sie auf freien Fuß zu setzen. Allerdings sind die Kämpfer nicht in US-Gewahrsam, sondern in der Gewalt kurdischer Einheiten, die weite Landstriche im Norden Syriens kontrollieren. Die USA sind Verbündete der Kurden im Kampf gegen den IS.

+++ 10.04 Uhr: "Singin' in the Rain"-Regisseur Stanley Donen ist tot +++

Der US-Regisseur Stanley Donen, dem die berühmte Tanz- und Gesangszene von Gene Kelly im Regen zu verdanken ist, ist tot. Der Regisseur von "Singin' in the Rain" starb am Donnerstag mit 94 Jahren in New York, wie einer seiner Söhne jetzt der "Chicago Tribune" sagte. Donen, der viele Musical-Filme drehte, galt als einer der letzten Vertreter der Goldenen Ära Hollywoods bis Ende der 50er-Jahre. Er wurde 1924 im Columbia im US-Bundesstaat South Carolina geboren und begann seine Laufbahn als Tänzer und Choreograf. In den 40er-Jahren drehte er zusammen mit Kelly, den er am Broadway kennengelernt hatte, erste Musical-Filme. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1952 mit "Singin' in the Rain" (deutscher Titel: "Du sollst mein Glücksstern sein"), bei dem er ebenfalls mit Kelly Regie führte. Weitere erfolgreiche Filme waren "Ein süßer Fratz" mit Audrey Hepburn und Fred Astaire in den Hauptrollen, "Indiskret" mit Ingrid Bergman und Cary Grant und die Krimikomödie "Charade" mit Hepburn und Grant. Für sein Lebenswerk erhielt er 1998 den Oscar und 2004 den Goldenen Löwen.

Donen war fünf Mal verheiratet und hatte drei Kinder. Nach Angaben seines Sohnes starb er an einem Herzinfarkt.

+++ 9.29 Uhr: Alkoholisierte Autofahrerin kracht in Werbeplakat für Mineralwasser +++

Dieser Autounfall sollte der Verursacherin eine Mahnung sein: In Sundern im Sauerland ist eine junge Frau alkoholisiert in ein Werbeplakat für Mineralwasser gefahren, wie die Polizei mitteilte. Die 21-Jährige sei beim Durchfahren einer Kurve offenbar aufgrund ihrer Trunkenheit nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit ihrem Auto in das Großplakat gekracht. Unter dem Motto "Freunde fürs Leben" war dort laut Polizei eine Flasche Mineralwasser mit einem um den Flaschenhals gehängten Autoschlüssel abgebildet.

Das Auto der 21-Jährigen habe sich bei dem Unfall so mit einer Mauer unterhalb der Werbetafel verkeilt, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte und zu Fuß nach Hause ging, hieß es weiter. Als Beamte sie zu Hause aufsuchten, habe die Frau den Unfall aber bestätigt. Der Führerschein der Unfallfahrerin sei einkassiert worden der von ihr verursachte Schaden betrage 13.000 Euro.

+++ 8.58 Uhr: Zahl der Toten durch gepanschten Alkohol in Indien auf mehr als 130 gestiegen +++

In Indien ist die Zahl der Toten durch gepanschten Alkohol auf mehr als 130 gestiegen. Seit gestern seien im nordöstlichen Bundesstaat Assam mindestens 35 weitere Teeplantagen-Arbeiter gestorben, teilte die Polizei heute mit. Die Zahl der Todesopfer in den Bezirken Golaghat und Jorhat liege mittlerweile bei 133. Die ersten Menschen waren nach Polizeiangaben am Donnerstagabend erkrankt, nachdem sie schwarz gebrannten Alkohol getrunken hatten. Die Opfer, unter denen viele Frauen sind, arbeiteten auf Teeplantagen in der Region. Mindestens 200 Menschen werden noch in Krankenhäusern behandelt.

In den ärmlichen ländlichen Gebieten Indiens wird viel selbst gebrannter Schnaps verkauft, weil er billig ist. Oft wird dem Fusel hochgiftiges Methanol beigemischt, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Große Mengen davon können zu Blindheit, Leberschäden und zum Tod führen.

+++ 8.35 Uhr: Ost-Bundesländer sind für Asylbewerber laut Studie deutlich gefährlicher +++

Das Risiko, Opfer eines Hassverbrechens zu werden, ist einer Studie zufolge für Asylsuchende in Ostdeutschland wesentlich höher als in den westlichen Bundesländern. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit nicht da besonders hoch ist, wo eine besonders hohe Zahl von Zuwanderern angesiedelt wird. Als Einflussfaktor bedeutender ist den Angaben zufolge vielmehr, wie viel Erfahrungen die Einheimischen in der Vergangenheit mit Zuwanderern gemacht haben. Die Zahl der Angriffe sei "in Regionen mit einem zuvor geringen Ausländeranteil höher als in Regionen mit einem bereits hohen Ausländeranteil", stellte das ZEW fest.

Unter Hasskriminalität im Sinne der Studie wird politisch motivierte Kriminalität wie Volksverhetzung, Hakenkreuz-Schmierereien, körperliche Angriffe und Brandanschläge verstanden. In den Jahren 2013 bis 2015 kam es in einem ostdeutschen Kreis bei einem Ausländeranteil von drei Prozent und einer Ansiedlung von 1000 Asylsuchenden pro 100.000 Einwohnern durchschnittlich zu zwei bis drei Übergriffen im Jahr. Für einen vergleichbar großen Kreis in Westdeutschland wurden statistisch 0,4 bis 0,6 Übergriffe ermittelt.

+++ 8.30 Uhr: Kindermörder im Iran öffentlich hingerichtet +++

Ein Kindermörder ist im Iran öffentlich hingerichtet worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna wurde der Mann in der Kleinstadt Agh-Ghola in der Provinz Golestan gehenkt. Der angeblich auch drogensüchtige Täter hatte im Mai vergangenen Jahres die fünfjährige Salaleh zunächst entführt und dann umgebracht. Er wurde kurz nach der Tat festgenommen und legte umgehend ein Geständnis ab, so der Isna-Bericht.

Im Iran wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und Drogenhandels in größerer Zahl verhängt. Deswegen steht die Islamische Republik seit Jahren unter starker internationaler Kritik.

+++ 8.19 Uhr: Japan ehrt Kaiser Akihito zum 30. Thronjubiläum +++

Kurz vor der Abdankung des japanischen Kaisers Akihito hat die Regierung den Monarchen anlässlich seines 30. Thronjubiläums mit einer Zeremonie geehrt. Das Volk werde "nie vergessen", wie der 85-jährige Monarch, der am 30. April abdanken wird, drei Jahrzehnte lang immer an der Seite seiner Untertanen gestanden habe, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe. Seit Akihito am 7. Januar 1989 den Thron bestieg, hätten er und Kaiserin Michiko auf ihren Reisen in 35 Länder die Beziehungen Japans zu diesen Staaten vertieft. Akihito ist der erste Kaiser der ältesten Erbmonarchie der Welt seit rund 200 Jahren, der zu Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimacht. Am 1. Mai wird sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito (59), den Chrysanthementhron besteigen.

+++ 7.19 Uhr: Zahl ziviler Opfer in Afghanistan erreicht neuen Höchststand +++

Die Zahl der bei Konflikten in Afghanistan getöteten Zivilisten hat den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2009 erreicht. Im Jahr 2018 wurden nach einem heute veröffentlichten Bericht der UN-Mission in Afghanistan (Unama) und des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte mindestens 3804 Zivilisten getötet. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zugleich wurden 7189 Zivilpersonen verletzt, rund 2 Prozent mehr als 2017. Die Hauptursachen für den Anstieg sind demnach mehr Selbstmordanschläge und größer angelegte Angriffe, vor allem durch die Terrormiliz Islamischer Staat, sowie eine Zunahme von Opfern durch Luftangriffe und Suchoperationen von Pro-Regierungskräften. 

42 Prozent der zivilen Opfer wurden demnach durch Bomben getötet. Durch von Selbstmordattentätern eingesetzte, ferngezündete oder selbstauslösende Sprengsätze kamen 1361 Menschen ums Leben. Fast ein Viertel der Getöteten waren Kinder. Mit 927 Todesopfern ist auch dieser Wert der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen. Für 37 Prozent der zivilen Opfer macht der UN-Bericht die Taliban verantwortlich, für ein Fünftel den IS. 24 Prozent der zivilen Opfer gehen auf Regierungstruppen und ihre Verbündeten zurück. Die Zahlen der UN gelten als konservativ, weil die Organisation für jeden registrierten Fall mindestens drei unabhängige Quellen benötigt.

+++ 6.49 Uhr: Gefundene Scherbe - Kölner Museum schreibt Brief an Kind +++

Ein sechsjähriger Junge hat eine Tonscherbe gefunden und an das Römisch-Germanische Museum in Köln geschickt - in der Hoffnung auf einen wichtigen antiken Fund. In einem Brief antwortete die Museumsleitung: Leider handle es sich nach wissenschaftlicher Untersuchung nicht um eine Scherbe aus der Römerzeit, aber immerhin um das Bruchstück eines mehr als 100 Jahre alten getöpferten Kölner Wasserrohrs. Dazu gab es weitere ausführliche Erklärungen und den Tipp, das Fundstück gut aufzubewahren und Freunden zu zeigen.

Der Vater des Jungen fand die Antwort des Museums so nett, dass er den Brief auf Twitter veröffentlichte. Die Museumsdirektion bestätigte den Fall der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe öfter derartige Zusendungen von Kindern, auf die immer eingegangen werde, hieß es.

+++ 6.14 Uhr: Auto versinkt in Fluss in Bremerhaven - Fahrerin stirbt  +++

Eine Autofahrerin ist in Bremerhaven mit ihrem Wagen in einen Fluss gestürzt und ums Leben gekommen. Das Fahrzeug kam am Morgen von der Straße ab, stürzte an einer Brücke in die Geeste und versank zwischen Kanuverein und Marineschule, wie die Feuerwehr mitteilte. Da der Wagen auf dem Dach am Grund des Flusses im weichen Schlick feststeckte, konnten die Rettungstaucher die Türen nicht öffnen. Mit Hilfe eines Bootes gelang es, das Auto zur alten Geestebrücke zu schleppen und mit einem Kran aus dem Wasser zu holen. Für die im Wagen eingeschlossene Fahrerin kam jede Hilfe zu spät.

+++ 5.41 Uhr: Bei Backabend zehn Menschen mit Kohlenmonoxid vergiftet +++

Bei einem Backabend in Nagold in Baden-Württemberg sind zehn Teilnehmer mit Kohlenmonoxid vergiftet worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, lagen gestern Abend gerade Pizza und Zwiebelkuchen im Ofen, als eine Frau ohnmächtig wurde. Kurz darauf klagten zwei weitere Teilnehmer über Schwindel und Kopfschmerzen. Die Feuerwehr stellte in dem öffentlichen Backhaus der kleinen Stadt stark erhöhte Kohlenmonoxid-Werte fest. Der Rettungsdienst brachte zehn Menschen ins Krankenhaus. Zur Ursache der Vergiftungen hieß es: Während des Backens war wohl der Rauchabzug im Dach geschlossen.

+++ 5.25 Uhr: Polarlicht über Island +++

Polarlichter haben kürzlich ein grünes Farbspektakel am Himmel über Island gezaubert. Das zeigt ein von der Europäischen Weltraumorganisation veröffentlichtes Foto. Der Effekt entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie insbesondere Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle zum Leuchten an. Solche Lichtspiele treten vor allem in den Polarregionen auf. Als Sonnenwind wird der Strom geladener Teilchen bezeichnet, der ständig von der Sonne in alle Richtungen ausgeht.

+++ 4.04 Uhr: Deutsche Verbraucher sind besonders optimistisch +++

Die Bundesbürger blicken weiterhin deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. "Das Verbrauchervertrauen ist hierzulande kontinuierlich hoch", fasste Nielsen-Deutschland-Chef Ingo Schier das Ergebnis zusammen. Das gelte sowohl für die Bewertung der eigenen Job-Aussichten in den kommenden zwölf Monaten als auch für die Einschätzung der persönlichen finanziellen Situation und die Bereitschaft, Geld auszugeben. 

Noch zuversichtlicher als die Deutschen zeigten sich in der Umfrage allerdings die Verbraucher in Dänemark, Tschechien, Irland, den Niederlanden und Polen. Der Marktforscher Nielsen befragt seit mehr als 13 Jahren regelmäßig Konsumenten in 64 Ländern nach ihren Zukunftserwartungen und ermittelt danach seinen Verbrauchervertrauensindex.

+++ 2.36 Uhr: USA kündigen "Maßnahmen" für Demokratie in Venezuela an +++

US-Außenminister Mike Pompeo hat "Maßnahmen" Washingtons zur Unterstützung der Demokratie in Venezuela angekündigt. Nun sei die "Zeit zum Handeln" gekommen, um dem "verzweifelten venezolanischen Volk" zu helfen, schrieb Pompeo auf Twitter. "Die USA werden Maßnahmen gegen jene ergreifen, die sich der friedlichen Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela widersetzen", schrieb Pompeo. "Wir sind solidarisch mit denen, die ihren Kampf für die Freiheit fortsetzen." Mit scharfen Worten verurteilte der Minister das Einschreiten der venezolanischen Sicherheitskräfte an den Grenzübergängen wenige Stunden zuvor. Die "Attacken auf Zivilisten" seien von "Schlägern" des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro verübt worden.

Zuvor waren bei den Versuchen, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus über die Grenze nach Venezuela zu transportieren, zwei Menschen getötet und mehr als 300 weitere Menschen verletzt worden. Maduro-treue Einheiten hatten den Zugang für die Hilfslieferungen gesperrt. Der selbsternannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó hatte die Hilfslieferungen für gestern angekündigt. Sein Widersacher Maduro lehnt diese strikt ab und verurteilt sie als Vorwand, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werde.

+++ 2.01 Uhr: Kaffee auf Kohlen gekocht - 13 Feiernde erleiden Kohlenmonoxid-Vergiftung +++

Bei einer Feier in einer Wohnung in Krefeld haben 13 Menschen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Wie die Feuerwehr mitteilte, kochten die Feiernden am Samstagabend auf einem Kohleofen Kaffee. Wenig später klagten sieben Menschen über heftige Übelkeit und machten sich auf den Weg in ein Krankenhaus, wo sie versorgt wurden. Die Rettungskräfte fuhren daraufhin in die Party-Wohnung und trafen dort drei weitere Menschen an, denen es schlecht ging. Für die Retter war der Einsatz damit noch nicht beendet: Drei Patienten holte der Rettungsdienst zu später Stunde in ihren eigenen Wohnungen ab. Die Verletzten kamen in Kliniken nach Düsseldorf und Gelsenkirchen.

+++ 1.34 Uhr: Kind stirbt bei Autounfall in Baden-Württemberg +++

Ein vierjähriges Mädchen ist in Baden-Württemberg von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, lief das Kind gestern zwischen geparkten Autos auf eine Straße, als es von dem Wagen erfasst wurde. Das Mädchen schlug gegen einen Scheinwerfer und erlitt schwere Kopfverletzungen. Ein Rettungshubschrauber flog die Vierjährige aus dem kleinen Ort Neulingen ins Krankenhaus nach Stuttgart, wo sie am Abend starb.

+++ 1.10 Uhr: Kolumbien zieht Hilfsgüter von der venezolanischen Grenze ab +++

Die kolumbianische Regierung hat die Rückkehr der Lastwagen mit Hilfsgütern für Venezuela angeordnet. Der "friedliche und humanitäre" Einsatz sei von der Regierung des umstrittenen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro an der Grenze der Nachbarstaaten gewaltsam unterbrochen worden, begründete der kolumbianische Außenminister, Carlos Holmes Trujillo, die Entscheidung. Bei Konfrontationen um die Lieferung der Hilfsgüter für Venezuelas Bevölkerung seien 255 Venezolaner und 30 Kolumbianer verletzt worden. An der Grenze zu Brasilien wurden nach Medienberichten zudem mindestens drei Menschen getötet, als sie von Schüssen getroffen wurden. 13 weitere Menschen seien verletzt zur Behandlung nach Brasilien gebracht worden.

Venezuela hat inmitten der Krise um die Hilfsgüter gestern die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarn Kolumbien abgebrochen. "Wir können nicht weiter tolerieren, dass sich kolumbianisches Gebiet für eine Aggression gegen Venezuela hergibt", sagte Maduro bei einer Massenkundgebung seiner Anhänger in Caracas. Alle kolumbianische Diplomaten und Konsularbeamten sollten binnen 24 Stunden das Land verlassen.

+++ 0.25 Uhr: Große Mehrheit der älteren Arbeitnehmer will früher in Rente +++

Die große Mehrheit der älteren Arbeitnehmer will einer Umfrage zufolge früher in Rente. Von den geburtenstarken Jahrgängen der sogenannten Babyboomer-Generation wolle nicht einmal jeder Zehnte bis zur regulären Altersgrenze arbeiten, berichtet die "Welt am Sonntag". Sie bezieht sich auf eine Untersuchung der Bergischen Universität Wuppertal. Danach wollen 30 Prozent der Befragten schon mit 60 Jahren in Rente gehen und 26 Prozent mit 63 Jahren. 15 Prozent nannten als Wunschzeitpunkt 65 Jahre. Derzeit liegt die reguläre Altersgrenze bei 65 Jahren und acht Monaten und steigt in den nächsten Jahren schrittweise bis auf 67 Jahre.

Viele Babyboomer hätten ein sehr positives Bild vom Ruhestand, schrieb die "Welt am Sonntag" weiter. 44 Prozent rechneten für diese Phase mit einer Verbesserung ihres Lebens, lediglich zehn Prozent erwarteten eine Verschlechterung. Weit mehr als die Hälfte der Befragten gaben demnach an, sie wollten im Vergleich zum Erwerbsleben im Ruhestand mehr Pläne machen (66 Prozent) und Ideen verwirklichen (60 Prozent). Nur wenige äußerten hingegen die Befürchtung, als Rentner einsam zu sein (16 Prozent) oder sich zu langweilen (zwölf Prozent).

+++ 0.15 Uhr: Kolumbien berichtet von 60 desertierten venezolanischen Sicherheitskräften +++

Die Zahl der aus Venezuela desertierten Sicherheitskräfte ist nach kolumbianischen Angaben auf 60 gestiegen. Sie seien aus den venezolanischen Bezirken Norte de Santander und Arauca nach Kolumbien geflohen, teilte die dortige Einwanderungsbehörde mit. In Venezuela ringen der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó und der umstrittene Staatschef Nicolás Maduro, der bislang auf die Unterstützung durch das Militär weitgehend zählen konnte, um die Macht.

+++ 0.10 Uhr: Mehr als jede zweite Abschiebung 2018 gescheitert +++

Mehr als jede zweite Abschiebung ist offenbar im letzten Jahr gescheitert. Rund 57.000 Migranten und abgelehnte Asylbewerber hätten abgeschoben werden sollen, doch nur bei 26.114 gelang dies, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. Mehr als 7000 Mal sagten die Länder demnach mit der Bundespolizei  vereinbarte Abschiebetermine am Tag des Fluges ab, etwa weil die Abzuschiebenden nicht auffindbar oder krank waren oder Papiere fehlten. 3220 Rückführungen mussten nach der Übergabe an die Bundespolizei abgebrochen werden, am häufigsten wegen "aktiv passiven Widerstands" der Migranten. Dies sei "nicht akzeptabel", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer der Zeitung.

Der CSU-Politiker plant ein sogenanntes "Geordnete-Rückkehr-Gesetz", das Abschiebungen erleichtern soll. Unter anderen soll damit die Vorbereitungshaft vor Abschiebungen für Gefährder, Terrorverdächtige und Identitätstäuscher ausgeweitet werden. Für Straftäter, die nicht abgeschoben werden können, sind elektronische Fußfesseln, räumliche Beschränkungen und Meldepflichten geplant. Im April will Seehofer das Gesetz im Kabinett vorgelegen.


Die Nachrichten von Samstag, 23. Februar

+++ 20.55 Uhr: Südwest-AfD wählt Gögel und Spaniel zu Landeschefs +++

Der AfD-Landesverband Baden-Württemberg wird künftig vom Bundestagsabgeordneten Dirk Spaniel und Landtagsfraktionschef Bernd Gögel vom gemäßigten Lager geführt. Gögel setzte sich bei der Wahl der Sprecher auf einem Landesparteitag in Heidenheim gegen seinen Widersacher Emil Sänze vom rechten Rand der Partei durch. 380 Delegierte stimmten für Gögel, 320 für seinen Gegner. Bei der anschließenden Wahl des Co-Sprechers verzichtete dieser auf eine erneute Kandidatur. Dabei bestand dann Spaniel mit 371 Stimmen gegen den Bundestagsabgeordneten Martin Hess mit 341 Stimmen. Der bisherige AfD-Landeschef Marc Jongen hatte sich nicht mehr um das Amt beworben.

+++ 20.31 Uhr: Maduro verkündet Abbruch aller Beziehungen zu Kolumbien +++

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro hat den Abbruch aller diplomatischer Beziehungen zu Kolumbien verkündet. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas kritisierte Maduro, die "faschistische Regierung von Kolumbien" habe die vom selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó initiierten ausländischen Hilfslieferungen nach Venezuela aktiv unterstützt. Deswegen müssten alle diplomatischen Vertreter des Nachbarlandes Venezuela binnen 24 Stunden verlassen, sagte Maduro.

+++ 20.15 Uhr: Lastwagen mit Hilfsgütern für Venezuela durchbrechen Barriere +++

Vier Lastwagen mit Hilfsgütern für die notleidende Bevölkerung Venezuelas haben auf einer Brücke nahe dem kolumbianischen Grenzort Ureña eine Barriere durchbrochen. Sicherheitskräfte des Staatschefs Nicolás Maduro beschossen den Konvoi und den sie zu Fuß begleitenden Menschen daraufhin mit Tränengas und Gummigeschossen. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, wie die Sender VPI-TV und CNN en Español berichteten. Die Lastwagen passierten nur eine erste Barriere in der Mitte der Grenzbrücke Francisco de Paula Santander, dann wurden sie auf venezolanischer Seite von den Sicherheitskräften angehalten.

+++ 19.40 Uhr: Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten an Venezuelas Grenze +++

In der Auseinandersetzung um Hilfslieferungen aus dem Ausland hat es an Venezuelas Grenze schwere Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Gegnern von Staatschef Nicolás Maduro gegeben. Soldaten und Polizisten setzten auf zwei Brücken zwischen der venezolanischen Stadt Ureña und dem kolumbianischen Nachbarort Cúcuta Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dabei wurden mindestens sechs Menschen verletzt. Nach kolumbianischen Angaben sind derweil 13 weitere Sicherheitskräfte desertiert. Elf Soldaten und zwei Polizisten aus dem benachbarten Krisenland seien über die Grenze nach Kolumbien geflohen, teilte die dortige Einwanderungsbehörde mit. In Venezuela ringen der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó und der umstrittene Staatschef Nicolás Maduro, der bislang auf die Unterstützung durch das Militär weitgehend zählen konnte, um die Macht.

+++  19.14 Uhr: Mindestens ein Toter und ein Verletzter durch Lawine in Tirol +++

Bei einem Lawinenabgang unweit der Grenze zu Deutschland ist am Samstag im österreichischen Bundesland Tirol mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Bei einem der Verschütteten habe nur noch der Tod festgestellt werden können, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei. Die Schneemassen waren in der Tiroler Bezirkshauptstadt Reutte im Ortsteil Ammerwald niedergegangen. Ein weiterer Mensch trug dem Bericht zufolge Verletzungen davon, die anderen drei bislang geborgenen Verschütteten seien unverletzt geblieben. Die Suche nach weiteren Verschütteten wurde trotz Einbruchs der Dunkelheit mit zahlreichen Einsatzkräften fortgesetzt. 

+++ 18.09 Uhr: Mehrere Menschen durch Lawine in Tirol verschüttet +++

Bei einer Lawine unweit der Grenze zu Deutschland sind im österreichischen Bundesland Tirol mehrere Menschen verschüttet worden. Die Lawine sei in der Tiroler Bezirkshauptstadt Reutte im Ortsteil Ammerwald niedergegangen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Die genauen Umstände des Unglücks und die Zahl der Verschütteten seien unklar.      Vor Ort seien mehrere Bergrettungen und mehrere Hubschrauber im Einsatz, teilte die Polizei laut APA mit. Reutte liegt nur dreieinhalb Kilometer von der bayerischen Stadt Füssen entfernt.

+++ 18 Uhr: Guaidó: Bereits erste Hilfslieferung aus Brasilien in Venezuela angekommen +++

In Venezuela ist nach Angaben des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó eine erste Hilfslieferung aus dem Ausland eingetroffen. Eine Lieferung mit Hilfsgütern sei aus Brasilien über die Grenze nach Venezuela gelangt, teilte Guaidó im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Das ist ein großer Erfolg, Venezuela!", schrieb Guaidó. Der inzwischen von mehr als 50 Ländern anerkannte Interimspräsident hatte die Hilfslieferungen vorab für diesen Samstag angekündigt. Die meisten Hilfsgüter stehen in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta bereit. Die Lebensmittel und Medikamente sollen von tausenden Freiwilligen an bedürftige Venezolaner verteilt werden. In dem südamerikanischen Land herrscht trotz seines Ölreichtums eine Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen.

+++ 17.05 Uhr: 300 Autos brennen während indischer Flugschau aus +++

Bei einer Flugschau in der südindischen Stadt Bangalore sind mindestens 300 Autos auf einem Parkplatz ausgebrannt. Die Ursache des zerstörerischen Feuers könnte eine glimmende Zigarette gewesen sein, die aufs Gras fiel, berichtete der Sender NDTV unter Berufung auf Behördenquellen. Das Feuer habe sich wegen des trockenen Grases und starken Windes schnell ausgebreitet, erklärte der Chef der städtischen Feuerwehr, MN Reddi. Von den ausgebrannten Fahrzeugen stieg dicker schwarzer Rauch auf. Verletzt wurde laut Behörden aber niemand. 

+++ 16.40 Uhr: Bei Unwettern in Italien sterben mehrere Menschen +++

Bei starkem Wind sind in Italien drei Menschen ums Leben gekommen. Der Sturm brachte in der Region Latium eine Mauer zum Einsturz und traf mehrere Menschen. Zwei von ihnen starben, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. In Rom und Umgebung stürzten Bäume auf Autos. Laut Nachrichtenagentur Ansa kam ein 45-Jähriger ums Leben. Der archäologische Park am Kolosseum in der italienischen Hauptstadt wurde am Samstag frühzeitig geschlossen.

+++ 16.17 Uhr: Mindestens 20 Tote bei Bergbauunglück in China +++

Bei einem Bergbauunglück im Norden Chinas sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, wurden 30 weitere Menschen verletzt, als die Bremsen an einem Fahrzeug versagten, das sie unter Tage beförderte. Demnach ereignete sich das Unglück in der Region Xilingol in der Inneren Mongolei.     Wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen kommt es in chinesischen Bergwerken immer wieder zu tödlichen Unfällen. Zuletzt waren im Oktober in der östlichen Provinz Shandong 21 Kumpel in einer Kohlegrube getötet worden. Laut amtlicher Statistik starben 2017 insgesamt 375 Bergarbeiter.

+++ 15.25 Uhr: Zwangsgeldbeschluss gegen Facebook in Streit um digitales Erbe +++

Im Streit um das digitale Erbe eines Berliner Teenagers hat die Familie nach Auskunft ihres Anwalts einen Zwangsgeldbeschluss gegen Facebook erwirkt. Rechtsanwalt Christian Pfaff zufolge beläuft sich dieser auf 10.000 Euro. Die Eltern des Mädchens hatten den Zugriff auf die Facebook-Kontoinformationen ihrer 15-jährigen Tochter, die 2012 in einem Berliner U-Bahnhof ums Leben kam, vor dem Bundesgerichtshof erstritten. Aus dem nun ergangenen Beschluss des Berliner Landgerichts geht hervor, dass Facebook das digitale Erbe des Mädchens nicht in ausreichender Form freigegeben habe. Von Facebook hieß es, man prüfe die Entscheidung und mögliche nächste Schritte. Nach Auskunft von Anwalt Pfaff ist der Beschluss noch nicht rechtskräftig.

+++ 15.11 Uhr: Weidel nennt AfD-Spendenaffäre "recht lächerlich" +++

In der Affäre um Wahlkampfspenden aus der Schweiz hat AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel, alle Vorwürfe von sich gewiesen. "Die anderen Parteien beziehen Millionenbeträge und wir haben da mal irgendwie Hunderttausend in einem Kreisverband, die dann zurückgezahlt werden", sagte sie am Rande des Landesparteitags der AfD Baden-Württemberg in Heidenheim. "Also das Ganze mutet doch recht lächerlich an." Zu dem Verdacht, die AfD habe möglicherweise eine Spenderliste mit zum Teil falschen Namen beim Bundestag eingereicht, sagte Weidel: "Mir sind diese gesamten Namen völlig unbekannt." Es sei ihr völlig schleierhaft, wie so etwas zustande komme. Zwar seien Fehler passiert in den Abläufen. Aber: "Von einer Parteispendenaffäre zu sprechen finde ich dahingehend ein ziemliches Theater, weil diese Gelder alle zurückgezahlt wurden."

Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt gegen Weidel und drei weitere Mitglieder ihres Kreisverbandes am Bodensee wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Die AfD hatte im November bestätigt, dass eine Schweizer Pharmafirma dem Kreisverband 2017 rund 130.000 Euro in mehreren Tranchen überwiesen hatte. Das Geld wurde den Angaben zufolge im Frühjahr 2018 zurückgezahlt. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal. Die AfD hatte dem Bundestag jüngst die Namen von 14 Deutschen und anderen EU-Bürgern vorgelegt, die hinter den Zuwendungen stehen sollen. Die Staatsanwaltschaft zweifelt allerdings an den Angaben.

+++ 14.42 Uhr: Buchstabenrätsel um Ärzte-Zukunft: Kein "Abschied" +++

Die Fans der Ärzte dürfen hoffen: Die Spaßpunker aus Berlin planen womöglich doch keinen Abschied - zumindest deutet das Buchstabenrätsel auf der Webseite des Trios nun nicht mehr darauf hin. Seit heute kann der vierte der acht Buchstaben eines Wortes erraten werden. Es ist ein "t" - das Wort heißt also "Abst....". Nicht mehr in Frage kommt nun "Abschied". Wer den vierten Buchstaben richtig erraten hat, bekommt wieder einen Songschnipsel zu hören. Kündigen Gitarrist Farin Urlaub (55), Schlagzeuger Bela B (56) und Bassist Rodrigo Gonzalez (50) also ein neues Album an und veröffentlichen jede Woche einen Ausschnitt aus einem neuen Titel? Dies vermuten viele Fans in ihren Kommentaren auf der Ärzte-Homepage.

Bela B war am Donnerstagabend im "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann gefragt worden, ob die Ärzte ("Westerland") sich auflösen. Der Musiker erhob dann den Zeigefinger und setzte scheinbar zur Antwort an - doch in jenem Moment blieb das Bild für mehrere Sekunden stehen. Statt der Antwort gab es danach nur ein raunendes Publikum zu hören - und dann wechselte Böhmermann das Thema.

+++ 13.55 Uhr: Münchner Polizei geht bei Rapkonzert gegen Drogen vor +++

Mit mehr als 100 Beamten ist die Polizei während eines Rapkonzerts in der Münchner Olympiahalle gegen Drogenkriminalität vorgegangen. "Wir verzeichnen etwa 60 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und 30 Anzeigen wegen Verkehrsdelikten im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen", teilte ein Sprecher heute mit. Die Aktion während des Auftritts des Rap-Duos Bones MC & RAF Camora am Freitagabend war länger geplant. Den Angaben zufolge wurden auch bei Konzerten der beiden Deutschrapper in anderen Bundesländern regelmäßig Razzien durchgeführt. In der Vergangenheit habe es im Umfeld der Konzerte immer wieder Hinweise auf Drogenmissbrauch gegeben.

+++ 13.51 Uhr: Sohn zerstückelt Mutter und isst Leichenteile +++

Seine eigene Mutter hat ein Spanier nach Polizeiangaben ermordet, zerstückelt und zusammen mit seinem Hund teilweise aufgegessen. Der grausige Kannibalismusfall, den Polizisten am Donnerstag in Madrid entdeckten, erregte heute in Spaniens Medien Aufsehen. Den Beamten habe sich beim Betreten der Wohnung "eine schockierende Szene" geboten, schrieb die Zeitung "ABC". Sie hätten Leichenteile des 66-jährigen Opfers im ganzen Haus in Tupperdosen entdeckt. Einem Beamten sei schlecht geworden, er habe den Tatort kurzzeitig verlassen müssen, schrieb die Zeitung "El País". Der 26-jährige Sohn habe die Tat sofort gestanden.

Der Festgenommene, der Drogen konsumiert haben soll, habe seine Mutter schon in der Vergangenheit mehrmals misshandelt und sei deshalb vorbestraft gewesen, hieß es. Nachbarn erklärten, es habe häufig lautstarken Streit zwischen den beiden gegeben. Eine Freundin der Mutter habe die Behörden alarmiert, nachdem sie die Frau seit einem Monat weder gesehen habe noch telefonisch erreichen konnte.

+++ 13.43 Uhr: Schon mehr als 90 Tote durch gepanschten Alkohol in Indien +++

Im indischen Bundesstaat Assam sind mehr als 90 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol gestorben. Mindestens 200 weitere mussten im Krankenhaus behandelt werden, wie Behördenvertreter mitteilten. Die Opfer, unter ihnen viele Frauen, arbeiteten auf Teeplantagen in der Region. Die ersten seien am Donnerstagabend erkrankt, nachdem sie schwarz gebrannten Alkohol getrunken hatten, hieß es. Einige Medien berichten sogar von mehr als hundert Toten. Die Opferzahl könnte den Angaben zufolge weiter steigen, da einige der Patienten in Lebensgefahr schweben. Ein Mann, der den illegal hergestellten Alkohol verkauft haben soll, wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Die Behörden beurlaubten zudem zwei Beamte, weil sie keine Vorkehrungen gegen den Verkauf des Alkohols getroffen hätten.

In den ärmlichen ländlichen Gebieten Indiens wird viel selbst gebrannter Schnaps verkauft, weil er billig ist. Oft wird dem Fusel hochgiftiges Methanol beigemischt, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Große Mengen davon können zu Blindheit, Leberschäden und zum Tod führen.     Jedes Jahr sterben in Indien hunderte Menschen an gepanschtem Alkohol.

+++ 13.35 Uhr: Meuthen kritisiert "rücksichtslose Radikale" in den eigenen Reihen +++

In der AfD haben rechtsradikale Kräfte nach Worten des Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen keinen Platz. "Wer hier seine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausleben möchte, dem sage ich ganz klar: Sucht euch ein anderes Spielfeld für eure Neurosen!", sagte Meuthen zum Auftakt des AfD-Landesparteitags in Heidenheim. Er sprach von "einigen komplett rücksichtslosen Radikalen" in den eigenen Reihen, von Intrigen und innerparteilichen Kleinkriegen. Eigentlich hätte die AfD goldene Zeiten vor sich, da der politische Gegner im Land schwach wie nie sei, und die Wähler die Nase voll hätten von der "offensichtlichen Unfähigkeit der Altparteien", meinte Meuthen. "Die Einzigen, die uns noch aufhalten können auf dem Weg zur politischen Gestaltung der Geschicke unseres Landes, das sind wir selbst." 

Die AfD im Südwesten ringt auf dem Landesparteitag in Heidenheim um den künftigen Kurs der Partei. Der bisherige Landesvorsitzende Marc Jongen will nicht mehr antreten. Wertkonservative Realos ringen um die Macht mit radikalen "Fundis".

André Poggenburg steht am Rednerpult und gestikuliert mit seiner linken Hand

+++ 13.13 Uhr: Patienten sollen Prämien für konsequente Erstbesuche beim Hausarzt bekommen +++

Die große Koalition will gesetzlich Versicherte belohnen, wenn sie bei Gesundheitsproblemen zuerst zum Hausarzt gehen. Bei einer entsprechenden Selbstverpflichtung sollen die Patienten einen Teil der dadurch bei den Kassen entstehenden Einsparungen ausbezahlt bekommen. Darauf einigten sich die Fachpolitiker der Koalition, wie eine Sprecherin der Unionsfraktion heute bestätigte. "Beim Wahltarif 'Hausarztzentrierte Versorgung' werden die Kassen verpflichtet, mindestens 50 Prozent der Effizienzgewinne aus diesem Tarif an die Versicherten weiterzugeben", sofern es diese Gewinne gebe, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU). Die Neuregelung soll per Änderungsantrag in den Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums für ein Termin- und Servicestellengesetz eingebracht werden. Aus der SPD-Fraktion hieß es, die Sozialdemokraten hätten eine solche Regelung bereits seit Längerem treffen wollen.

+++ 12.45 Uhr: Fifa entzieht Peru Austragung der U17-WM +++

Die Fußball-Weltmeisterschaft der U17-Junioren findet in diesem Jahr doch nicht in Peru statt. Die Fifa entzog dem lateinamerikanischen Land die Ausrichtung des Turniers. Die Entscheidung sei nach mehreren Inspektionsbesuchen und einem Treffen mit dem peruanischen Verband getroffen worden, teilte der Fußball-Weltverband mit. In dem Statement ist von einer Reihe "organisatorischer und infrastruktureller Herausforderungen" die Rede. Die WM hatte im Oktober stattfinden sollen. Die Fifa prüft verschiedene Alternativen zur Ernennung eines neuen Gastgebers.

Ob die deutschen Junioren teilnahmeberechtigt wären, ist noch nicht klar. Die DFB-Auswahl muss sich zunächst für die Europameisterschaften im Mai in Irland qualifizieren, wo die Plätze für die WM vergeben werden.

+++ 11.58 Uhr: Autofahrer fährt Feuerwehrmann gezielt über den Fuß +++

Ein uneinsichtiger Autofahrer hat einen Feuerwehrmann an einer abgesperrten Einsatzstelle angefahren und verletzt. Der Mann sei dem Helfer absichtlich über den Fuß gefahren, um die Stelle trotz Verbots zu passieren, teilte die Feuerwehr mit. Dann sei er verschwunden. Der Feuerwehrmann erlitt Quetschungen. Die Polizei ermittelt nach dem Vorfall am Freitag im sauerländischen Lennestadt gegen den flüchtigen Fahrer.

Die Feuerwehr hatte bei einem Löscheinsatz wegen eines Kaminbrands die Durchfahrt vor dem Haus gesperrt. Der Feuerwehrmann hatte den Autofahrer demnach darauf hingewiesen, dass er dort momentan nicht vorbei könne. Bei dem Brand kam niemand zu Schaden.

+++ 11.47 Uhr: Ungeschickter Dieb lässt Personalausweis am Tatort zurück +++

Statt eines Frühstücks hat ein ungeschickter Dieb in Erfurt eine Strafanzeige der Polizei erhalten. Der 29-Jährige wollte am Freitag in einem Erfurter Supermarkt nur einen Teil seines Einkaufs bezahlen, wie die Polizei heute mitteilte. In einer Kühltasche hatte er demnach Backwaren und ein Kaffeegetränk versteckt. Als ihn die Verkäuferin darauf ansprach, flüchtete der Mann, stürzte aber und verlor dabei seine Beute, einen Schlüssel und seinen Personalausweis. 

Laut Polizei hielten eine Kassiererin und ein Zeugen den 29-Jährigen fest. Da sich der Mann aber heftig wehrte, ließen sie ihn bald laufen. Seinen Personalausweis ließ der Mann aber zurück. Die Polizei erstattete Anzeige wegen räuberischen Diebstahls.

+++ 11.07 Uhr: Kleines Mädchen in Berlin durch Hundebiss schwer verletzt +++

In Berlin hat ein Hund ein dreijähriges Mädchen schwer verletzt. Das Kind spielte am Freitagnachmittag mit seiner Mutter in der Wohnung im Stadtteil Hellersdorf, wie die Polizei heute mitteilte. Der Hund eines Bekannten, der zu Besuch war, griff demnach das Mädchen unvermittelt an und biss ihm ins Gesicht.

Die Mutter konnte das Tier von ihrer Tochter trennen und fuhr sie ins Krankenhaus, wo laut Polizei schwere Verletzungen festgestellt wurden. Das Mädchen muss demnach zur Behandlung vorerst in der Klinik bleiben. Der Hund wurde in eine Tiersammelstelle gebracht.

+++ 11.01 Uhr: Rohr gebrochen: Halb Bayreuth ohne Trinkwasser +++

Bei vielen Bürgern in Bayreuth kommt seit heute früh kein Trinkwasser mehr aus der Leitung. Ursache ist ein Rohrbruch. In der Nibelungenstraße war eine Hauptleitung geborsten, worauf sich im Hochbehälter automatisch eine große Schutzklappe schloss. "Dadurch wird der Druck aus den Leitungen genommen und der Behälter läuft nicht leer", sagte ein Pressesprecher der Stadtwerke Bayreuth. Die halbe Stadt sei bis auf Weiteres ohne Trinkwasser. 

Die Klappe müsse nun Schritt für Schritt wieder geöffnet werden. Wann wieder Wasser in die Leitungen fließt, war am Vormittag nicht abzusehen. Für ein Dialysezentrum und andere medizinische Einrichtungen gab es nach Angaben der Stadtwerke eine Notversorgung.

+++ 10.42 Uhr: Französische Polizei nimmt "Gelbwesten"-Anführer in Grenoble fest +++

Kurz vor neuen Protesten der "Gelbwesten" hat die französische Polizei den Anführer der Bewegung in Grenoble in Gewahrsam genommen. Julien Terrier und sein Mitstreiter Jérôme Bouzendorffer wurden im Zuge eines Ermittlungsverfahrens in einer Polizeiwache in der südostfranzösischen Stadt festgehalten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ihnen wird unter anderem die Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration vorgeworfen. Terrier war bereits im Dezember wegen ähnlicher Vorwürfe in Gewahrsam. In Frankreich werden heute neue Proteste der "Gelbwesten" erwartet. Kundgebungen sind unter anderem in Paris und Bordeaux angekündigt. In Paris setzen sich um 12 Uhr und 13 Uhr zwei Protestzüge am Triumphbogen über die Champs-Elysées in Richtung Eiffelturm in Bewegung. Es ist der 15. Kundgebungs-Samstag seit Beginn der Proteste Mitte November.

Die Sozialbewegung fordert den Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron und eine Abkehr von seinem Reformkurs. Zuletzt war die Beteiligung allerdings rückläufig: Am vergangenen Samstag zählte das Innenministerium landesweit 41.500 Teilnehmer, davon rund 5000 in Paris. Bei den größten "Gelbwesten"-Protesten vor drei Monaten waren es noch mehr als 280.000 Demonstranten.

Video: 3 Monate Gelbwesten-Bewegung

+++ 10.22 Uhr: FDP-Chef Lindner will "Midlife-Bafög" für Weiterbildung +++

Mit einem "Midlife-Bafög" will der FDP-Vorsitzende Christian Lindner auch Menschen mit niedrigem Einkommen berufliche Weiterbildung in jedem Lebensalter ermöglichen. "Für jeden volljährigen Bürger sollte ein digitales Freiraumkonto eingerichtet werden", schrieb Lindner in einem Beitrag in der "Rheinischen Post". Das darüber angesparte Geld könne für Kursgebühren, Verdienstausfall bei Fortbildungen oder ein Sabbatical eingesetzt werden. "Zudem steht jedem Bürger einkommensabhängig ein Midlife-Bafög zur Verfügung. Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen bekommen automatisch die benötigte Unterstützung."

+++ 9.04 Uhr 69 tote Tee-Arbeiter in Indien durch gepanschten Alkohol +++

In Indien sind 69 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol gestorben. Mindestens 200 weitere mussten im nordöstlichen Bundesstaat Assam im Krankenhaus behandelt werden, wie Behördenvertreter mitteilten. Die Opfer, unter denen viele Frauen sind, arbeiteten auf Teeplantagen in der Region. Allein im Bezirk Golaghat gab es demnach seit Donnerstagabend 50 Todesfälle. Aus dem Nachbarbezirk Jorhat wurden 19 Tote gemeldet. Ein Mann, der den illegal hergestellten Alkohol verkauft haben soll, wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Die Behörden beurlaubten zudem zwei Beamte, weil sie keine Vorkehrungen gegen den Verkauf des Alkohols getroffen hätten.

In den ärmlichen ländlichen Gebieten Indiens wird viel selbst gebrannter Alkohol verkauft, da er billig ist. Jedes Jahr sterben hunderte Menschen an gepanschtem Alkohol. Erst vor knapp zwei Wochen waren in den nordindischen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand mehr als hundert Menschen an gepanschtem Alkohol gestorben.

+++ 8.07 Uhr: Drogenboss "El Chapo" will Prozess neu aufrollen lassen +++

Nach der Verurteilung des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán in den USA will sein Anwalt den Prozess neu aufrollen lassen. Er begründete seine Forderung damit, dass mehrere Geschworene gegen Vorschriften verstoßen haben sollen. Das Internetportal Vice News hatte am Mittwoch ein Interview mit einem Mitglied der Jury veröffentlicht, das behauptete, mehrere Geschworene hätten verbotenerweise die Berichterstattung über den Prozess verfolgt und sich im Internet darüber informiert.

"El Chapo" Guzmán war am 12. Februar nach einem dreimonatigen Mammutverfahren in New York verurteilt worden. Die Geschworenen befanden Guzmán in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Laut Klageschrift soll das Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben. Das Strafmaß soll am 25. Juni verkündet werden, Guzmán droht lebenslange Haft.

Video: Gemischte Reaktionen auf El-Chapo-Urteil in Sinaloa

+++ 5.18 Uhr: Tödlicher Streit in Hannover - 18-Jähriger erstochen+++

Bei einem blutigen Streit in der Innenstadt von Hannover ist ein 18-Jähriger erstochen worden. Das Opfer starb in der Nacht im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Drei weitere junge Männer erlitten bei der Auseinandersetzung nahe dem Opernplatz Verletzungen. "Nach ersten Erkenntnissen gerieten gestern Abend zwei Gruppen aneinander", sagte ein Sprecher der Polizei heute früh. Bei der Tatwaffe handle es sich vermutlich um ein Messer, hieß es. Die Suche nach dem Täter verlief bislang erfolglos.

+++ 5.09 Uhr: Bahn kann 733 Lokführer-Stellen nicht besetzen +++ 

Der Deutschen Bahn fehlen in diesem Jahr 733 Lokführer. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Insgesamt arbeiten bei der Bahn 18.000 Lokführer. FDP-Wirtschaftsexperte Hagen Reinhold warf dem Bundesverkehrsministerium Tatenlosigkeit vor. Der Lokführermangel bestätige, dass sich der "Mangel mehr und mehr als Bremsklotz der Bahn erweist."

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer warf der Bahn "Schönfärberei" bei den Zahlen der fehlenden Lokführer vor: Dass nur 733 Stellen unbesetzt sein sollen, sei eine "glatte Lüge", sagte GDL-Chef Claus Weselsky,. Die Bahn habe rund 1000 angehende Lokführer, die erst in diesem Jahr ihre Ausbildung abschließen würden, bereits in die Bedarfsplanung eingerechnet. Der Bedarf an Lokführern sei somit weitaus höher. Laut Weselsky waren letztes Jahr 1500 Planstellen für Lokführer unbesetzt. Die Deutsche Bahn wies Weselskys Vorwurf zurück. "Natürlich werden neue Kollegen für unsere speziellen Bahnberufe erst gut qualifiziert und sind nicht von Tag 1 auf der Lok oder auf dem Stellwerk", sagte eine Sprecherin. Die Bahn setze auch in diesem Jahr ihre große Joboffensive fort und stelle vor allem Instandhalter, Elektroniker, Lokführer, Fahrdienstleiter, Reiniger ein.


+++ 5.06 Uhr: Entwicklungsminister Müller ruft zum Kauf "fairer" Schokohasen auf +++

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die Verbraucher dazu aufgerufen, mehr faire Lebensmittel zu kaufen. "Die Verbraucher müssen aufwachen und mit ihrem Einkauf nachhaltig handeln", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". In den Kakaoplantagen in Westafrika müssten weiterhin zwei Millionen Kinder arbeiten, weil ihre Eltern keine existenzsichernden Löhne erhielten. "Bei einem herkömmlichen Schokohasen bekommen die Kakaobauern und ihre Familien gerade einmal fünf Cent. Für wenige Cent mehr kann man einen fairen Osterhasen kaufen", sagte Müller. Diese zusätzlichen Cent könnten dafür sorgen, dass die Menschen einen Lohn bekämen, von dem sie leben und ihre Kinder zur Schule gehen könnten.

+++ 4.52 Uhr: US-Horrorhaus: Paar mit 13 misshandelten Kindern bekennt Schuld +++

Ein kalifornisches Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangengehalten haben soll, hat sich vor Gericht schuldig bekannt. Die 50-jährige Frau und ihr 57 Jahre alter Mann hätten die Vorwürfe von Folter, schwerer Misshandlung und Kindesgefährdung eingeräumt, teilte die Staatsanwaltschaft in Riverside mit. Sie sollen eine Strafe von mindestens 25 Jahren bis lebenslänglich erhalten. Nach ihrer Festnahme im Januar 2018 hatte das Paar zunächst auf "nicht schuldig" plädiert. Durch ihr Geständnis bleibt den Kindern nun die Teilnahme an einem Prozess gegen die Eltern erspart. Die Opfer hätten bereits genug durchgemacht, sagte Staatsanwalt Mike Hestrin.

Die Vorfälle in dem "Horrorhaus" in der Stadt Perris südöstlich von Los Angeles waren ans Licht gekommen, als einer 17 Jahre alten Tochter die Flucht aus dem Haus gelungen war. Das Mädchen alarmierte die Polizei. Laut Staatsanwaltschaft soll die Misshandlung der Geschwister im Alter zwischen heute drei und 30 Jahren nach dem Umzug der Familie von Texas nach Kalifornien im Jahr 2010 begonnen haben. Demnach wurden die Kinder mit Ketten gefesselt und an ihre Betten gebunden. Sie seien oft geschlagen geworden und hätten kaum zu essen bekommen.

+++ 4.12 Uhr: USA warnen Venezuelas Militär vor Gewaltanwendung +++

Angesichts der Spannungen entlang der Grenze Venezuelas zu den Nachbarländern wegen der dort lagernden humanitären Hilfe hat Washington das venezolanische Militär vor weiterer Gewaltanwendung gewarnt. Zudem wurde der Tod zweier Angehöriger eines indigenen Stamms bei einem Militäreinsatz in der gestern Abend verbreiteten Erklärung des Weißen Hauses auf das Schärfste verurteilt.

Da Präsident Nicolás Maduro vor den am Wochenende erwarteten Transporten mit Hilfsgütern die Grenzen hat schließen lassen, wurden der Staatschef und seine Anhänger darauf hingewiesen, dass jeder Verstoß gegen Menschenrechte "nicht ungestraft" bleiben werde. Das Militär wurde an seine verfassungsmäßige Aufgabe erinnert, das Volk zu beschützen, und humanitäre Hilfe ungehindert ins Land zu lassen. "Die Welt sieht zu", schloss die Erklärung des Weißen Hauses.

+++ 4.05 Uhr: Volkswirte: Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken +++

Trotz schwächelnder Konjunktur dürfte die Zahl der Jobsucher am deutschen Arbeitsmarkt im Februar leicht gesunken sein. Im vergangenen Monat seien rund 2,39 Millionen Menschen ohne Job gewesen, schätzten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Dies wären rund 16.000 weniger als im Januar und etwa 156.000 weniger als im Vorjahresmonat. Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen für Februar will die Bundesagentur für Arbeit am kommenden Freitag bekanntgeben.

+++ 3.32 Uhr: Internet-Adressverwaltung warnt vor umfassendem Angriff auf Netz-Infrastruktur +++

Die Internet-Adressverwaltung ICANN hat vor einem groß angelegten Angriff auf eine Schlüsselstelle des weltweiten Netzes gewarnt. Es bestehe ein "anhaltendes und erhebliches Risiko" für wichtige Bestandteile der mit Webseiten zusammenhängenden Infrastruktur, teilte die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers nach einer Dringlichkeitssitzung mit. Konkret hätten bislang unbekannte Angreifer die Adressen von Webseiten verändert, unter anderem um so an persönliche Daten von Nutzern zu gelangen. Die Attacken hätten bei Spezialisten für Internetsicherheit in den letzten Wochen zu erheblicher Besorgnis geführt. Daraufhin wurde die Dringlichkeitssitzung einberufen.

Die US-Behörden hatten bereits im Januar vor Angriffen auf das System der Web-Adressen gewarnt. "Dies ist in etwa vergleichbar mit jemanden, der das Postbüro über ihre Adresse belügt, Ihre Briefe überprüft und sie dann selbst in ihren Briefkasten wirft", erklärte das Ministerium für Innere Sicherheit. "Viele schädliche Dinge könnten Ihnen angetan werden (oder den Absendern), abhängig vom Inhalt der Post." Nach Angaben von ICANN-Experten zielten die Angriffe sowohl auf auf Regierungen als auch auf Geheimdienste, die Polizei oder Unternehmen. Betroffen seien sowohl Europa als auch der Nahe Osten. Nach Angaben des Spezialist für Cyber-Spionage Ben Read führen die Spuren des Angriffs in den Iran.

+++ 2.46 Uhr: Polizeihund "Pacman" stöbert Einbrecher in Spargelfeld auf +++

Ein Polizeihund hat in Hessen einen flüchtigen Einbrecher in einem Spargelfeld entdeckt. Wie die Polizei mitteilte, war der Täter gestern Abend mit einem Hechtsprung durch ein aufgehebeltes Küchenfenster geflüchtet, nachdem er von einem Pärchen auf frischer Tat ertappt worden war. Die Darmstädter Polizei erhielt Hinweise von Zeugen und verfolgte den Mann - auch Polizeihund "Pacman" kam zum Einsatz. Der Hund schnupperte die Umgebung ab und stöberte kurze Zeit später den 36 Jahre alten Tatverdächtigen in dem Spargelfeld auf. Dort ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen. Im Rucksack des Verdächtigen fanden die Beamten Einbruchswerkzeug.

+++ 2.23 Uhr: Verdi prangert "mafiöse Strukturen" beim Paketversand an +++

Verdi-Bundeschef Frank Bsirske hat kriminelle Machenschaften beim Paketversand angeprangert. "In der Paketzustellbranche haben sich zum Teil mafiöse Strukturen etabliert", sagte Bsirske den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Unternehmen wie Hermes engagieren Firmen, die wiederum andere Firmen beauftragen, die dann Menschen aus der Ukraine, aus Moldawien oder aus Weißrussland in die Lieferfahrzeuge setzen." Viele hätten gefälschte Pässe, sagte Bsirske. "Da werden Stundenlöhne von 4,50 Euro oder sechs Euro gezahlt und das bei Arbeitszeiten von zwölf oder sogar 16 Stunden pro Tag." Das Problem werde größer, je mehr die Branche der Paketzusteller boome.

Der Verdi-Chef fordert Regierung und Gesetzgeber zum Handeln auf. "Die Politik muss auch in der Paketbranche die sogenannte Nachunternehmerhaftung einführen", sagte Bsirske. "Das bedeutet, dass der eigentliche Auftraggeber für die korrekten Arbeitsbedingungen bei allen Subunternehmern verantwortlich ist." Das gebe es bisher nur in der Bau- und in der Fleischbranche.

Ein Hermes-Bote wirft ein Paket auf den Balkon.

+++ 2 Uhr: Al-Baschir verhängt einjährigen Notstand im Sudan +++

Nach den blutigen Protesten gegen die Regierung im Sudan hat Staatschef Omar al-Baschir einen landesweiten Notstand ausgerufen. Dieser solle für ein Jahr gelten, sagte al-Baschir in einer TV-Ansprache. Zugleich kündigte er die Auflösung der Regierungen auf nationaler Ebene sowie in den Provinzen an. Später ernannte al-Baschir in zwei Dekreten 16 Offiziere der Armee und zwei Offiziere der Sicherheitskräfte zu neuen Gouverneuren der insgesamt 18 Provinzen des Landes.

Die Initiatoren der Proteste kündigten weitere Demonstrationen bis zum Rücktritt des 75-jährigen Präsidenten an. Die Regierungsgegner gehen seit dem 19. Dezember fast täglich auf die Straße. Amtlichen Angaben zufolge wurden bei den Kundgebungen bislang 31 Menschen getötet. Human Rights Watch spricht dagegen von mindestens 51 Toten, darunter Mediziner und Kinder. Der sudanesische Geheimdienst inhaftierte hunderte Demonstranten, Oppositionspolitiker, Aktivisten und Journalisten. Die Proteste hatten sich zunächst gegen eine Erhöhung des Brotpreises gerichtet. Rasch weiteten sie sich zu Demonstrationen gegen al-Baschir aus. Gegen ihn besteht seit Jahren ein internationaler Haftbefehl wegen Völkermordes.

+++ 0.53 Uhr: Guaidó besucht Konzert seiner Anhänger an kolumbianisch-venezolanischer Grenze +++

Trotz eines Ausreiseverbots hat der selbsternannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaidó ein Benefizkonzert im kolumbianischen Grenzort Cúcuta besucht. In der Nähe der Bühne traf er auf Kolumbiens Staatschef Iván Duque. Guaidó wurde während seines Besuchs von zahlreichen Polizisten geschützt. Zu dem Konzert waren zehntausende seiner Anhänger gekommen. An der auf Initiative des britischen Milliardärs Richard Branson durchgeführten Veranstaltung "Venezuela Aid Live" nahmen Stars wie Alejandro Sanz und Miguel Bosé aus Spanien, Juanes aus Kolumbien und der durch den Hit "Despacito" bekannte Puertoricaner Luis Fonsi teil. Der Erlös soll der Bevölkerung in dem Krisenstaat zugute kommen.

An der nur rund 300 Meter entfernten Gegenveranstaltung von Staatschef Nicolás Maduro auf venezolanischer Seite nahmen weniger Menschen teil. Zunächst kamen rund 2500 Besucher zu dem Konzert unter dem Motto "Hände weg von Venezuela". Zwischen den beiden Veranstaltungsorten liegt die blockierte Tienditas-Grenzbrücke, über die nach dem Willen Guaidós heute Hilfslieferungen ins Land kommen sollen, was Maduro vehement ablehnt. Er prangert sie als Vorwand an, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werden soll.

+++ 0.19 Uhr: Trump nominiert Kelly Knight Craft als Uno-Botschafterin +++

US-Präsident Donald Trump will die bisherige US-Botschafterin in Kanada, Kelly Knight Craft, zur neuen Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen machen. Das kündigte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter an. Eine neue Nominierung war notwendig geworden, weil die bisherige Kandidatin Heather Nauert am vergangenen Sonntag überraschend ihre Bewerbung zurückgezogen hatte. Die Personalie muss vom Senat bestätigt werden. Die bisherige Amtsinhaberin Nikki Haley hatte den Posten zum Jahresende aus persönlichen Gründen abgegeben.

vit/sos / DPA / AFP