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News von heute Kloster gestürmt: Bekannter russischer Mönch festgenommen

Russland, Moskau: Vater Sergij, Mönch aus Russland, steht vor einer Gerichtssitzung in einem Glaskäfig.
Russland, Moskau: Vater Sergij steht vor einer Gerichtssitzung in einem Glaskäfig. In Russland hat ein ehemaliger Mönch namens Sergij bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, nun ist er in einer aufsehenerregenden Aktion festgenommen worden.
© Basmanny Court via Moscow News A / DPA
Mindestens eine Tote bei Erdbeben in Kroatien +++ Polizisten in Osnabrück sollen rechtsextreme Bilder geteilt haben +++ Französischer Modeschöpfer Pierre Cardin tot +++ Russland verhängt gegen weitere Deutsche Einreiseverbote +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung: 

Kloster gestürmt: Bekannter russischer Mönch festgenommen 

Er leugnete Corona, wurde suspendiert und kaperte dann ein Frauenkloster: In Russland hat ein ehemaliger Mönch namens Sergij bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, nun ist er in einer aufsehenerregenden Aktion festgenommen worden. Bewaffnete Sicherheitskräfte hätten in der Nacht zum Dienstag das Kloster unweit der Großstadt Jekaterinburg östlich des Uralgebirges gestürmt, berichteten lokale Medien unter Berufung auf Ermittler.

Die Polizisten zerstörten demnach bei der Suche nach dem 65-Jährigen Teile der Kloster-Einrichtung, es gingen Fenster zu Bruch. Mehrere Nonnen wurden leicht verletzt. Auch einige Anhänger des exkommunizierten Geistlichen seien festgenommen worden. Ein Gericht in Moskau ließ ihn nun für zwei Monate festnehmen.

Einer der Hintergründe der Festnahme: ein Video, in dem zu sehen ist, wie der orthodoxe Geistliche Anhänger ermutigt, "für Russland zu sterben". Nach Angaben einer Anwältin wird dies als Anstiftung zum Suizid gewertet. Der für Kinderrechte zuständige Ombudsmann der Region hatte sich an die Staatsanwaltschaft gewandt, weil bei der Predigt auch Minderjährige dabei gewesen sein sollen. Mehrere Medien berichten außerdem von Vorwürfen, wonach in dem Kloster Kinder gequält worden sein sollen. 

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:  

+++ 18.36 Uhr: "Tagesschau" wegen technischer Probleme abgebrochen +++

Die ARD-"Tagesschau" hatte am Dienstag mit technischen Problemen zu kämpfen: In der Sendung um 17 Uhr konnte Moderator Claus-Erich Boetzkes die Zuschauer noch begrüßen, dann brach die Sendung ab. Das Wort "Störung" wurde eingeblendet. Kurz darauf schien die Störung zu Ende, es gab einen zweiten Anlauf. Doch der erste Beitrag war der falsche, beim nächsten Beitrag fehlte der Ton. Er bleibe der Wurm drin, sagte der Sprecher. Die Sendung wurde wieder abgebrochen - mit Verweis auf die "Tagesschau" um 20 Uhr.

+++ 18.30 Uhr: Kloster gestürmt: Bekannter russischer Mönch festgenommen +++

Er leugnete Corona, wurde suspendiert und kaperte dann ein Frauenkloster: In Russland hat ein ehemaliger Mönch namens Sergij bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, nun ist er in einer aufsehenerregenden Aktion festgenommen worden. Bewaffnete Sicherheitskräfte hätten in der Nacht zum Dienstag das Kloster unweit der Großstadt Jekaterinburg östlich des Uralgebirges gestürmt, berichteten lokale Medien unter Berufung auf Ermittler.

Die Polizisten zerstörten demnach bei der Suche nach dem 65-Jährigen Teile der Kloster-Einrichtung, es gingen Fenster zu Bruch. Mehrere Nonnen wurden leicht verletzt. Auch einige Anhänger des exkommunizierten Geistlichen seien festgenommen worden. Ein Gericht in Moskau ließ ihn nun für zwei Monate festnehmen.

Einer der Hintergründe der Festnahme: ein Video, in dem zu sehen ist, wie der orthodoxe Geistliche Anhänger ermutigt, "für Russland zu sterben". Nach Angaben einer Anwältin wird dies als Anstiftung zum Suizid gewertet. Der für Kinderrechte zuständige Ombudsmann der Region hatte sich an die Staatsanwaltschaft gewandt, weil bei der Predigt auch Minderjährige dabei gewesen sein sollen. Mehrere Medien berichten außerdem von Vorwürfen, wonach in dem Kloster Kinder gequält worden sein sollen. 

+++ 17.50 Uhr: Urteil im Prozess um Vergewaltigung bei Pfadfindern - Drei Jahre Haft +++

Im Vergewaltigungsprozess gegen einen früheren Pfadfinder-Gruppenleiter in Baden-Baden ist der Angeklagte zu drei Haft verurteilt worden. Das Landgericht befand den 64-Jährigen für schuldig, vor mehr als 30 Jahren minderjährige Pfadfinder zur Vergewaltigung eines kleinen Mädchens genötigt zu haben. Der Mann habe seine "sexuellen Perversionen" praktiziert und als Spiel dargestellt, sagte der Richter. Unklar war zunächst, ob Staatsanwaltschaft oder Verteidigung Revision gegen das Urteil beantragen wollen.

Angeklagt war die Vergewaltigung des Kindes irgendwann zwischen 1983 und 1987. Das Opfer war zum Zeitpunkt der nicht mehr genau datierbaren Tat zwischen sieben und elf Jahre alt. Im Keller des Pfadfinderhauses in Baden-Baden soll der Mann als Gruppenleiter die kindlichen und jugendlichen Pfadfinder zu der Serienvergewaltigung angehalten haben. Danach nötigte der Mann der Staatsanwaltschaft zufolge die beteiligten Kinder und Jugendlichen durch einen "Pfadfinderschwur", niemandem etwas zu erzählen.

+++ 16.53 Uhr: EU bereit für Start des Brexit-Handelspakts am 1. Januar +++

Die 27 EU-Staaten haben dem Start des Brexit-Handelspakts mit Großbritannien zum 1. Januar offiziell zugestimmt. Dies bestätigten EU-Kreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Abkommen wird nach Angaben der EU-Kommission am Mittwoch unterzeichnet.

+++ 16:32 Uhr: Söder hält Schwarz-Grün für attraktive Konstellation nach der Wahl +++

CSU-Chef Markus Söder ist nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr offen für eine Koalition von Union und Grünen. "Ich glaube, dass es für viele attraktiv wäre. Eine Konstellation, die neben Sicherheit auch Inspiration bieten könnte", sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder betonte aber auch, dass er nicht mit einem "Kuschelwahlkampf" rechne, sondern mit einem "spannenden Rennen um Platz 1". Es gebe große Unterschiede bei den Parteien, wenn es um die großen Zukunftsfragen gehe. "Da muss sich auch die Union klar positionieren. Wir müssen auf völlig neue Fragen auch neue Antworten geben: Digitalisierung, globale Zusammenarbeit, Klimawandel und wirtschaftliche Sicherheit."

+++ 16:19Uhr: Bekannter russischer Mönch festgenommen - Zerstörungen und Verletzte +++

Er leugnete Corona, wurde suspendiert und kaperte dann ein Frauenkloster: In Russland hat ein ehemaliger Mönch namens Sergij bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, nun ist er in einer aufsehenerregenden Aktion festgenommen worden. Bewaffnete Sicherheitskräfte hätten in der Nacht zum Dienstag das Kloster unweit der Großstadt Jekaterinburg östlich des Uralgebirges gestürmt, berichteten lokale Medien unter Berufung auf Ermittler. Die Polizisten zerstörten demnach bei der Suche nach dem 65-Jährigen Teile der Kloster-Einrichtung, es gingen Fenster zu Bruch. Mehrere Nonnen wurden leicht verletzt. Auch einige Anhänger des exkommunizierten Geistlichen seien festgenommen worden.

+++ 16.14 Uhr: Zahl rechtsextremer Gefährder steigt +++

Die Zahl der Rechtsextremisten, die von der Polizei als potenzielle Terroristen eingestuft werden, geht nach oben. Rund 70 Personen würden derzeit als sogenannte Gefährder geführt, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mit. Im Februar 2020 waren die Sicherheitsbehörden noch von bundesweit 53 Personen ausgegangen. Der "Tagesspiegel" hatte zuvor über die Entwicklung berichtet. Als Gefährder bezeichnet die Polizei im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen sie schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

+++ 15.49 Uhr: Jugendlicher in Hongkong wegen Entwürdigung der chinesischen Flagge verurteilt +++

In Hongkong ist ein 19-Jähriger wegen Entwürdigung der chinesischen Flagge und wegen Verletzung des Versammlungsverbots zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 19-jährige Tony Chung ist der erste Vertreter der Demokratie-Bewegung, der nach dem neuen Sicherheitsgesetz verurteilt wurde, das Peking Ende Juni über die Sonderverwaltungszone verhängte. Chung muss damit rechnen, dass er in einem späteren Verfahren wegen "Sezession" zu einer lebenlangen Haftstrafe verurteilt wird.

+++ 15.15 Uhr: Mindestens eine Tote bei Erdbeben in Kroatien +++

Bei dem Erdbeben im Zentrum Kroatiens am Dienstag ist nach Regierungsangaben ein Kind ums Leben gekommen. "Wir haben Informationen, dass ein Mädchen gestorben ist. Informationen über weitere Opfer haben wir bisher nicht", sagte Ministerpräsident Andrej Plenkovic dem Sender N1 bei einem Besuch in der besonders betroffenen Stadt Petrinja. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 6,4 an.

+++ 14.20 Uhr: Regen, Schneeregen und Schnee zum Jahreswechsel +++

Das Wetter in Deutschland zeigt sich zum  Jahresende von seiner nasskalten Seite. Zumindest einige Regionen können aber auf Rodel- und Skiwetter hoffen. "Wintersporttauglich" sei das Wetter jedoch erst in höheren Lagen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte. Die Schneefallgrenze befinde sich morgen bei etwa 500 Metern. Die Höchstwerte liegen morgen laut DWD zwischen 2 und 6 Grad. In der Nacht zu Donnerstag kann es im zentralen Mittelgebirgsraum etwas schneien, während im Norden nur Regen und im Nordosten auch Schneeregen- und Graupelschauer vom Himmel fällt. Die Tiefstwerte liegen im Nordwesten bei 4 bis 1 Grad, sonst bei 3 bis minus 4 Grad.

Der Donnerstag bringt in Schleswig-Holstein etwas Regen, im Westen und Südwesten Schnee oder Schneeregen. Sonst bleibt es laut Vorhersage heiter und trocken bei Höchstwerten von 1 bis 6 Grad.

Im Nebel stauen sich auf einer Straße Autos mit Licht an. Neben der Straße liegt Schnee

+++ 14.08 Uhr: Mutter muss in Klinik – Polizei kommt zum Babysitten +++

Zum Babysitten ist eine Polizeistreife in Oberfranken ausgerückt. Der Grund: Eine Mutter von sechs Kindern musste in der Nacht dringend in ein Krankenhaus. Der Vater arbeitete jedoch in dern Nachtschicht – und rief deshalb die Einsatzzentrale an. "Da der Familienvater fürchtete, anderweitig seine Stelle zu verlieren, habe er nicht nach Hause kommen können, um auf seine Kinder aufzupassen", berichteten die Beamten von dessen ungewöhnlichem Anliegen.

Kurzerhand fuhr deshalb eine Streife zur Wohnung der Familie in Schönwald. "Um die Aufregung bezüglich ihrer kranken Mutter zu vergessen und um wieder einschlafen zu konnten, las eine junge Polizeibeamtin in Ausbildung den Kindern sogar noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor", hieß es. Bis zur Rückkehr des 40 Jahre alten Vaters am Morgen passten die Beamten auf die sechs – in der Zwischenzeit schlafenden – Kinder auf.

+++ 13.55 Uhr: Giffey und Karliczek starten Programm zum Ganztagsausbau in Grundschulen +++

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) haben ein Investitionsprogramm über 750 Millionen Euro zum Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter gestartet. Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung wurde nun vom Bund und allen Bundesländern unterzeichnet, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hieß. Mit dem Geld sollen Planung, Neubau, Umbau, Erweiterung, Modernisierung und Sanierung von Ganztagsangeboten finanziert werden können. Auch Kücheneinrichtungen, Mobiliar sowie Sport- und Spielgeräte, können mit dem Programm beschafft werden. Der Bund beteiligt sich mit 70 Prozent an den Gesamtinvestitionen. 

+++ 13.44 Uhr: Polizisten in Osnabrück sollen rechtsextreme Bilder geteilt haben +++

Mehrere Beamte der Osnabrücker Polizei stehen unter Verdacht, rechtsextreme Inhalte über Messengerdienste geteilt zu haben. Nach Angaben der Polizeidirektion Osnabrück sollen drei aktive und ein pensionierter Polizist mutmaßlich mehrere Hundert Bilder und Videos, teilweise mit Bezügen zu NS-Symbolen und fremdenfeindlichen Darstellungen, ausgetauscht haben. Die aktiven Beamten seien vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Eine gemeinsame Chatgruppe wie auch ein gemeinsames Netzwerk gebe es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht, hieß es weiter. Außerdem liefen Ermittlungen gegen zwei weitere Angehörige der Polizeidirektion Osnabrück. Wegen eines Strafverfahrens gegen einen von ihnen in einem völlig anderen Kontext war das Ganze ins Rollen gekommen. Im Rahmen der Auswertung seines Mobiltelefons gelangten die Ermittler zu den neuen Erkenntnissen und möglichen Beteiligten. Der Polizist, dessen Mobiltelefon ausgewertet wurde, wurde ebenfalls suspendiert.

+++ 13.23 Uhr: Wanderer überlebt 30 Meter tiefen Sturz im US-Bundesstaat Utah +++

Wie durch ein Wunder hat ein Mann bei einer Bergwanderung im US-Bundesstaat Utah einen Sturz aus mehr als 30 Metern Höhe mit Verletzungen an Becken und Bein überlebt. Der Wanderer verlor bei dem Unfall nahe der Stadt Salt Lake City sein Handy und saß stundenlang auf einem Felsvorsprung fest, wie der Sender NBC berichtete. Ein von der Feuerwehr veröffentlichter Videoclip zeigt, wie sich Einsatzkräfte mit dem auf einer Trage liegenden 29-Jährigen an der Felswand entlang abseilen.

Bei seiner Wanderung nahe dem Ensign Peak im Norden von Salt Lake City am Sonntag sei der Mann ausgerutscht, berichtete der Lokalsender KSL. Erst nach mehr als fünf Stunden habe eine Gruppe Obdachloser seine Hilferufe gehört und den Notruf gewählt. Die Einsatzkräfte fanden den Wanderer bei Bewusstsein vor. "Wir konnten einen stabilen Baum und einige Felsen finden, an denen wir uns einhaken konnten, und wir ließen Helfer zu ihm hinunter", sagte Mark Bednarik von der Feuerwehr dem Sender. Wegen seiner Verletzungen habe der 29-Jährige sich nicht bewegen können.

+++ 13.13 Uhr:  Slowenien schaltet Akw nach Erdbeben in Kroatien ab +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat nach Angaben von Seismologen erneut die kroatische Zentralregion erschüttert. Medien melden erhebliche Sachschäden in der kroatischen Hauptstadt sowie im Umfeld des Epizentrums, das rund 45 Kilometer südöstlich von Zagreb lag. In Österreich sprach die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien von einer Stärke von 6,1. Das Beben war in vielen Regionen Österreichs spürbar, etwa in Kärnten, in der Steiermark und im Raum Wien. Slowenien hat nach dem Beben im Nachbarland das Atomkraftwerk Krsko abgeschaltet. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte eine Sprecherin der Anlage. Auch in einigen Gebieten Italiens war das Erdbeben zu spüren, wie die italienische Zivilschutzbehörde mitteilte.

Es war das zweite Beben innerhalb von 30 Stunden in Kraotien. Am Montag waren im selben Gebiet Erdstöße der Stärke 5,2 und 5,0 verzeichnet worden. Erst im März hatte ein Erdbeben der Stärke 5,4 in Zagreb große Schäden angerichtet. Eine Jugendliche war gestorben, mehr als zwei Dutzend Menschen waren verletzt worden.

+++ 13.05 Uhr: Ex-Managerin in Russland wegen Spionage zu 15 Jahren Haft verurteilt +++

Weil sie für einen ausländischen Geheimdienst spioniert haben soll, ist eine ehemalige Unternehmerin in Russland zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der Frau wird vorgeworfen, vor September 2015 Informationen über russische Stromlieferungen in die Ukraine an ihr Heimatland Moldau übergeben zu haben, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf das Moskauer Gericht meldete.

Als Vorstandsmitglied eines großen russischen Energieversorgers soll sie demnach während eines Arbeitstreffens mit dem damaligen Vize-Energieminister an die geheimen Informationen gelangt sein. Die Frau war 2018 festgenommen worden und bestreitet die Vorwürfe. Ihr Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an.

+++ 13 Uhr: Französischer Modeschöpfer Pierre Cardin ist tot +++

Der französische Modedesigner Pierre Cardin
Der französische Modedesigner Pierre Cardin
© Bertrand Guay / AFP

Der französische Modeschöpfer Pierre Cardin ist tot. Wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb er am Vormittag im Alter von 98 Jahren in einem Krankenhaus in Neuilly westlich von Paris. Der Sohn italienischer Einwanderer galt als Pionnier der Prêt-à-porter-Mode und visionärer Designer. Cardin gründete bereits 1950 sein eigenes Modehaus, in den folgenden Jahrzehnten baute er ein weltweites Unternehmensimperium auf. Dazu zählten auch mehrere Nobelrestaurants. Er erfuhr zahlreiche Ehrungen wie etwa die Aufnahme in die französische Ehrenlegion.

+++ 12.47 Uhr: Russlands Strafvollzug stellt Kremlkritiker Nawalny Ultimatum +++

In Russland wächst der Druck auf Kremlkritiker Alexej Nawalny, schnell in seine Heimat zurückzukehren. "Jeder Bürger der Russischen Föderation kann in sein Land zurückkehren", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in der Hauptstadt Moskau der Agentur Interfax zufolge. Dabei dürfte es keine Einschränkungen geben. Zuvor hatte die russische Strafvollzugsbehörde dem Oppositionellen ein Ultimatum gestellt, Auflagen einer früheren Bewährungsstrafe zu erfüllen und sich bei den russischen Behörden zu melden. Ansonsten drohe eine Inhaftierung.

+++ 12.43 Uhr: Bewaffnete Gruppen im Gazastreifen feuern bei Übung Raketen aufs Meer +++

Anlässlich des zwölften Jahrestags des Konflikts mit Israel haben militante palästinensische Gruppen im Gazastreifen Raketen in Richtung Mittelmeer abgefeuert. An der auf mehrere Stunden angelegten militärischen Übung seien etwa zehn Gruppierungen beteiligt, sagte ein Sprecher der Al-Kuds-Brigaden, dem bewaffneten Flügel der Islamisten-Organisation Islamischer Dschihad, am Dienstag in Gaza-Stadt. Es handelte sich um die erste derartige gemeinsame Übung bewaffneter Gruppen im Gazastreifen. Die Vorführung solle die "Fähigkeiten der Kämpfer" stärken und die "Einheit" der bewaffneten Gruppen im Gazastreifen demonstrieren, sagte der Sprecher. An der Übung war auch die radikalislamische Hamas beteiligt, die den Gazastreifen seit 2007 kontrolliert.

+++ 12.08 Uhr: Urteil gegen Halle-Attentäter ist rechtskräftig +++

Das Urteil gegen den Attentäter von Halle ist rechtskräftig. Der Angeklagte habe nicht innerhalb der Frist von einer Woche Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, teilte ein Gerichtssprecher in Naumburg mit. Das Oberlandesgericht Naumburg hatte den Deutschen am 21. Dezember wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in zahlreichen weiteren Fällen zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Richter stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen.

Am 9. Oktober 2019 hatte der Attentäter Stephan B. versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur die Synagoge von Halle zu stürmen und ein Massaker anzurichten. Er warf Brand- und Sprengsätze und schoss auf die Zugangstür, gelangte aber nicht auf das Gelände. Vor der Synagoge ermordete er dann die 40 Jahre alte Passantin Jana L. und in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss den 20-jährigen Kevin S. Auf der anschließenden Flucht lieferte er sich eine Schießerei mit einer Polizeistreife, raubte ein Taxi und verletzte mehrere Menschen, ehe er gefasst werden konnte.

+++ 11.55 Uhr: Russland verhängt gegen weitere Deutsche Einreiseverbote +++

Russland hat gegen weitere deutsche Regierungsvertreter Sanktionen verhängt. Als Reaktion auf die im Oktober von der EU verhängten Sanktionen habe Moskau beschlossen, die Liste deutscher Staatsbürger zu erweitern, "denen es verboten ist, russisches Staatsgebiet zu betreten", teilte das Außenministerium in Moskau mit, ohne Namen zu nennen. Die EU hatte wegen des Hackerangriffs auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015 im Oktober Sanktionen gegen russische Geheimdienstoffiziere und eine Stelle des Militärgeheimdienstes GRU verhängt.

+++ 11.37 Uhr: Türkisches Verfassungsgericht erklärt Inhaftierung Kavalas für rechtmäßig +++

Das türkische Verfassungsgericht hat die mehrjährige Untersuchungshaft des Unternehmers und Kulturförderers Osman Kavala für rechtmäßig erklärt. Die Inhaftierung Kavalas stelle "keine Verletzung" von Kavalas Rechten dar, urteilte das höchste Gericht des Landes laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Dem 63-Jährigen, der seit mehr als drei Jahren in Untersuchungshaft sitzt, werden eine Beteiligung am gescheiterten Putschversuch von 2016 und Spionage vorgeworfen, was dieser kategorisch zurückweist.

+++ 11.25 Uhr: BGH hebt Urteil zu Kindesmissbrauch auf den Philippinen teilweise auf +++

Das Landgericht Frankfurt am Main muss den Fall eines Mannes, der zahlreiche Kinder und Jugendliche auf den Philippinen sexuell missbraucht haben soll, neu verhandeln. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob ein Urteil vom 18. Juni vergangenen Jahres in Teilen auf. Damit muss über die Gesamtfreiheitsstrafe des Angeklagten sowie über die Anordnung der Sicherungsverwahrung neu entschieden werden. Unter anderem monierte der BGH in seinem heute veröffentlichten Beschluss, dass das Landgericht von zu vielen Einzeltaten ausgegangen sei.

Der zum Zeitpunkt des Urteils 53 Jahre alte Mann war von dem Frankfurter Gericht zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Weil Gericht und Staatsanwalt lediglich Bilder vorlagen, hatte nicht genau geklärt werden können, wie viele Kinder unter 14 Jahren unter den Opfern waren. Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte dem Gericht nach der Haft Sicherungsverwahrung für den Mann empfohlen.

+++ 11.19 Uhr: Fahne entweiht – Hongkonger Aktivist muss vier Monate ins Gefängnis +++

In Hongkong muss ein weiterer junger Demokratie-Aktivist in Haft. Ein Gericht der chinesischen Sonderverwaltungsregion verurteilte den 19 Jahre alten Tony Chung zu vier Monaten Gefängnis. Ihm wurde vorgeworfen, die chinesische Nationalflagge entweiht und an einer illegalen Versammlung teilgenommen zu haben. Wie Hongkonger Medien berichten, hatte Chung während der großen Anti-Regierungsproteste im vergangenen Jahr einem Anhänger des Gegenlagers die Flagge entrissen, sie von ihrer Stange gelöst und in die Luft geworfen. 

Der junge Aktivist sitzt bereits seit Ende Oktober wegen separater Vorwürfe in Untersuchungshaft. Er wird beschuldigt, gegen das neue Hongkonger Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben. Eine Gerichtsverhandlung hierzu ist für den 7. Januar angesetzt.

+++ 10.58 Uhr: Weitere Rohingya-Flüchtlinge auf Insel in Bangladesch umgesiedelt +++

Bangladesch hat weitere Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar von einem überfüllten Flüchtlingscamp auf eine überschwemmungsgefährdete Insel umgesiedelt. Schiffe der Marine brachten am Morgen 1804 Menschen nach Bashan Char im Golf von Bengalen, wie die Regierung mitteilte. Dort seien sie in neugebauten Dörfern untergebracht worden. Bereits Anfang Dezember waren etwa 1600 Rohingya-Flüchtlinge aus Camps im Distrikt Cox's Bazar auf die 35 Kilometer vom Festland entfernte Insel gebracht worden. Menschenrechtsaktivisten und Hilfsorganisationen kritisieren das Umsiedlungsprogramm scharf. Die erst vor etwa zwei Jahrzehnten aufgetauchte Insel ist demnach während der Monsunsaison heftigen Stürmen und Überflutungen ausgesetzt.

Bangladeschs will auf Bashan Char 100.000 Rohingya ansiedeln, um die Flüchtlingslager auf dem Festland zu entlasten. Die Regierung hat eigenen Angaben zufolge fast 350 Millionen Dollar investiert und Häuser, Krankenhäuser, Dämme, Moscheen und Notunterkünfte als Schutz vor Zyklonen gebaut.

stern-Reporter Tilman Gerwien reist mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller nach Bangladesch

+++ 10.01 Uhr: Ghislaine Maxwell scheitert erneut mit Kautionsantrag +++

Die Ex-Freundin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist erneut mit einem Antrag auf Haftentlassung gegen Kaution gescheitert. Wie US-Medien berichten, lehnte ein Bundesgericht in New York den Antrag der 59-jährigen Britin wegen akuter Fluchtgefahr ab. Maxwell, die die gegen sie erhobenen Vorwürfe einer Beteiligung am sexuellen Missbrauch von Minderjährigen wiederholt zurückgewiesen hat, sitzt bereits seit ihrer Festnahme am 2. Juli in Untersuchungshaft. Ihr Prozess in New York soll erst im Juli 2021 beginnen. Ihr drohen bis zu 35 Jahre Haft.

Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zum Sex mit seinen reichen Freunden angestiftet haben. Der bestens vernetzte Investmentbanker wurde im Juli 2019 festgenommen und im August tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm der 66-Jährige sich das Leben.

+++ 9.22 Uhr: Deutscher in Australien wegen Mordes an Frau angeklagt +++

Ein 27-jähriger Deutscher steht auf der australischen Insel Tasmanien unter Mordverdacht. Er wurde gestern festgenommen und wegen Mordes an einer 49 Jahre alten Frau sowie wegen Diebstahls angeklagt, wie die Polizei heute bestätigte. Das Opfer war von der Polizei am Samstagabend tot in seinem Schlafzimmer in der Stadt Launceston im nordöstlichen Teil Tasmaniens aufgefunden worden. Mehrere Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Obduktion durch einen Gerichtsmediziner ergab, dass die Frau gewaltsam zu Tode kam.

Der Angeklagte soll sich mit einem Arbeitsvisum bereits seit einigen Monaten in Australien aufhalten. Im Rahmen der Untersuchungen wurde auch eine 25-jährige Deutsche zunächst festgenommen und nach Vernehmungen später wieder freigelassen.

+++ 9.16 Uhr: Vater und Sohn durch Gewaltmarsch aus australischem Outback gerettet +++

Durch einen Gewaltmarsch ihrer Reisebegleiter sind ein zehnjähriger Junge und sein Vater aus ihrem festgefahrenen Auto im australischen Outback gerettet worden. Nach Angaben der Rettungskräfte fand ein Rettungshubschrauber die beiden in ihrem Fahrzeug, das wegen einer Überschwemmung am Sonntag in der Nähe des Mount Isa in Queensland stecken geblieben war. Nach einer Nacht in dem Wagen hatten drei weitere Mitglieder der Gruppe sich zu Fuß auf den Weg zur nächsten Polizeistation gemacht. Für den 50 Kilometer langen Fußmarsch benötigten sie zwölf Stunden, wie die Rettungsstelle mitteilte. Den Standort des Fahrzeugs habe die Gruppe auf einer Karte zeigen können, woraufhin sich ein Hubschrauber dorthin auf den Weg machte. Die Retter fanden die Zurückgelassenen unverletzt auf dem Dach ihres Wagens.

+++ 8.35 Uhr: Weitere Festnahmen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach +++

Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind im Dezember in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zwei weitere Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Köln jetzt mitteilten, erließ das Amtsgericht Recklinghausen gegen einen 40 Jahre alten Beschuldigten bereits am 2. Dezember wegen des dringenden Verdachts des schweren Missbrauchs seiner dreijährigen Tochter einen Haftbefehl. In Niedersachsen habe das Amtsgericht Braunschweig am 10. Dezember Untersuchungshaft gegen einen 33-jährigen Familienvater aus Lüneburg angeordnet, der seine Tochter missbraucht haben soll.

In dem Missbrauchsverfahren sind nach Angaben der Polizei inzwischen bundesweit 239 Beschuldigte erfasst. Sieben Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft, gegen zwölf Personen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, neun sind bereits verurteilt.

+++ 8.01 Uhr: Wirbelsturm bewegt sich auf Mosambik zu +++

Der tropische Wirbelsturm "Chalane" bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten um die 120 Stundenkilometern auf Afrikas Ostküste zu. Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten warnt davor, dass er auf seinem Weg vom Inselstaat Madagaskar zur Küste von Mosambik an Stärke zunehmen und sich dann weiter Richtung Simbabwe und Bostuana fortbewegen könnte.

In Mosambik stehen Helfer, darunter auch des Deutschen Roten Kreuzes, bereit. 2019 hatte Zyklon "Idai" kurz vor der Erntezeit im März in Mosambik sowie kurze Zeit später Zyklon "Kenneth" verheerende Schäden angerichtet. Rund drei Millionen Menschen waren in Mosambik, Simbabwe und Malawi im Südosten Afrikas von dem Wirbelsturm betroffen, mehr als 600 Menschen starben.

+++ 7.40 Uhr: Kretschmann gibt Kanzlerschaft als grünes Ziel aus +++

Die Grünen sollten aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach dem Kanzleramt greifen, falls sich nach der Bundestagswahl im Herbst die Chance dazu ergäbe. "Wenn die Möglichkeit da ist, sollten wir das machen. Alles andere wäre ja auch höchst verwunderlich", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Wenn dies nur in einer Koalition mit SPD und Linken möglich wäre, sollte auch diese Option ausgelotet werden. "Es ist bekannt, dass ich nicht so viel von dieser Konstellation halte, aber ich halte auch nichts von Ausschließeritis." Das gelte aber nur für den Bund und nicht für Baden-Württemberg, wo am 14. März gewählt wird.

+++ 6.57 Uhr: Glätte-Unfälle in Bayern und im Nordosten Deutschlands +++

Glätte auf den Straßen hat vor allem in Bayern zu vielen Unfällen geführt. Schwer verletzt wurde jedoch bis zum frühen Morgen niemand, wie die Polizei mitteilte. Vor allem in der Oberpfalz kam es bis gestern Abend häufig zu Verkehrsunfällen wegen Schnee und Eis auf den Fahrbahnen. "Meist rutschten die Fahrzeuge von der Fahrbahn ab", sagte ein Sprecher. Eine Person wurde leicht verletzt. Bei Amberg verlor ein 46-Jähriger laut Polizei mit einem Tanklaster auf schneebedeckter glatter Fahrbahn bei zu hohem Tempo die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er kam von der Fahrbahn ab und rutschte mit dem Fahrzeug 50 Meter über eine Wiese.

Schnee brachte auch Fahrzeuge in Mecklenburg-Vorpommern ins Rutschen. In der Nacht gab es etwa in Rostock vier witterungsbedingte Unfälle, wie ein Polizeisprecher sagte. Es wurde niemand verletzt. Auch in Neubrandenburg gab es vier Unfälle – auch dort blieb es bei Sachschäden. Die Autofahrer seien wegen des Schneefalls in der Nacht von der Fahrbahn abgerutscht. Inzwischen habe es aufgehört zu schneien und die Bundesstraßen seien geräumt. Der Deutsche Wetterdienst rechnet aber weiter mit Schneefall und Glättegefahr in dem Bundesland.

+++ 4.59 Uhr: Deutscher ESC-Teilnehmer steht bereits fest +++

Fünf Monate vor dem Eurovision Song Contest 2021 in den Niederlanden steht der deutsche Künstler bereits fest. Wer für im Mai in Rotterdam an den Start gehen soll, könne allerdings aus organisatorischen Gründen noch nicht verraten werden, sagte im NDR-Blue-Podcast "ESC Update" die Delegationsleiterin Alexandra Wolfslast. "Ich sag mal so, ihr könnt euch wirklich freuen." In der Vorauswahl seien "tolle Songs und Künstler" gewesen und die Lieder jeden Genres hätten eine hohe Qualität gehabt. Wann und wo der deutsche Act bekanntgegeben werde, stehe noch nicht fest. Nun will sich das ESC-Team auf einen gelungenen Bühnenauftritt konzentrieren.

Der deutsche ESC-Beitrag für 2021 ist wie schon 2020 von zwei Jurys ausgewählt worden - einer 20-köpfigen Jury aus Experten aus der Musikbranche und einer 100-köpfigen Jury aus deutschen ESC-Fans.

+++ 4.23 Uhr: Rentenversicherung hat 36 Milliarden Euro Rücklage +++

Trotz Coronakrise schließt die Rentenversicherung das Jahr mit einer Reserve von mehr als 36 Milliarden Euro ab. Diese Nachhaltigkeitsrücklage liege somit bei über 1,5 monatlichen Ausgaben der Rentenkasse, sagte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Rentenversicherung kommt bisher glimpflich durch die Krise." Die Einnahmesituation sei relativ stabil. Das liege auch am Kurzarbeitergeld. "Die Sozialversicherung ist ein Netz – nicht nur isolierte Stränge, die nebeneinander stehen", sagte Roßbach. "Unsere Stabilität rührt auch daher, dass wir beim Bezug von Kurzarbeitergeld Beiträge erhalten."

+++ 4.10 Uhr: Hunderte Traktoren blockieren Zufahrtswege zu Aldi-Lagern +++

Zahlreiche Landwirte blockieren mit ihren Traktoren die Zufahrt zum Zentrallager von Aldi in Hesel, im Landkreis Leer
Zahlreiche Landwirte blockieren mit ihren Traktoren die Zufahrt zum Zentrallager von Aldi in Hesel, im Landkreis Leer
© Hauke-Christian Dittrich / DPA

Hunderte Landwirte haben mit ihren Traktoren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Zufahrtswege zu Aldi-Lagern blockiert, um gegen die Preispolitik des Discounters zu protestieren. Die Blockaden dauern auch am Morgen noch an. "Die Landwirte bleiben so lange, bis Aldi sich bewegt und konstruktive Vorschläge bringt", sagte der Sprecher der Bauern-Protestbewegung "Land schafft Verbindung" in Niedersachsen, Anthony Lee. Auslöser der Aktion ist eine drohende Senkung der Butterpreise. Vor dem Aldi-Lager im niedersächsischen Hesel versperren etwa 400 Traktoren (Stand 3Uhr) die Zugänge, wie die Polizei mitteilte. Auch in weiteren Teilen des Bundeslandes sowie in Nordrhein-Westfalen gibt es seit gestern Abend Blockaden. In Schleswig-Holstein hatte es schon am Wochenende Proteste gegeben.

Der Unternehmenssprecher von Aldi-Nord, Joachim Wehner, hatte gestern mitgeteilt, es sei völlig normal und wiederhole sich jedes Jahr aufs Neue, dass die Butterpreise aufgrund der hohen Nachfrage zur Weihnachtszeit stiegen und danach zu Jahresbeginn wieder zurückgingen. Die Bauern befürchten jedoch, dass die Preise zu stark gesenkt werden.

+++ 4.04 Uhr: Nach 240 Jahren: In Südengland wohnen wieder Seeadler +++

Nach rund 240 Jahren werden in Südengland wieder Seeadler heimisch. Allein in diesem Jahr wurden sieben Vögel auf der Insel Isle of Wight südlich von Southampton freigelassen, wie die Tierschutzorganisation Roy Dennis Wildlife Foundation und die Behörde Forestry England mitteilten. Bereits im Vorjahr seien sechs Tiere ausgesetzt worden, vier hätten überlebt. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren bis zu 60 Seeadler ausgewildert werden. Per Satellit hätten die Wissenschaftler die Routen der großen Vögel beobachtet, deren Flügelspannweite bis zu zweieinhalb Meter betragen kann. Sie seien bis weit nach Nordengland und Schottland geflogen und selbst über London gesichtet worden, aber dann zur Isle of Wight zurückgekehrt. Der Vogelkundler Roy Dennis betonte: "Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber Seeadler sind wieder ein Teil des Lebens in Südengland."

Die Greifvögel waren Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien ausrottet worden, in Südengland war zuletzt 1780 ein Paar beobachtet worden. Seit den 1960er-Jahren werden Seeadler aus Norwegen in Schottland wieder angesiedelt. Nun sollen sie auch am Ärmelkanal wieder heimisch werden.

+++ 3.49 Uhr: Umweltbundesamt erwartet erheblichen Feinstaubrückgang an Silvester +++

Das bundesweite Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk wird Experten zufolge für bessere Luft sorgen. "Es ist natürlich mit einer erheblichen Reduktion der Feinstaubbelastung am Neujahrstag zu rechnen, da (...) fast kein Feuerwerk abgebrannt werden wird", sagte der Sprecher des Umweltbundesamtes, Felix Poetschke, der Deutschen Presse-Agentur. Wie stark die Belastung zurückgehen werde, lasse sich nicht vorhersagen.

Laut Umweltbundesamt werden jährlich rund 2050 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern frei gesetzt, etwa 75 Prozent davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa einem Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland.

+++ 2.58 Uhr: US-Polizist wegen tödlicher Schüsse auf Afroamerikaner entlassen +++

Nach einem tödlichen Polizeieinsatz gegen einen Afroamerikaner in der Stadt Columbus im US-Bundesstaat Ohio ist ein weißer Beamter entlassen worden. Die Beweislage rechtfertige die Entlassung des Polizisten, sagte der örtliche Polizeichef Thomas Quinlan. Der Beamte war bereits zuvor wegen des Vorfalls vorläufig vom Dienst suspendiert gewesen. In der vergangenen Woche veröffentlichte Aufnahmen von der Körperkamera des Beamten zeigen, wie er den 47-jährigen Andre Maurice Hill in der Garage eines Hauses durch mehrere Schüsse tötet. Hill trug keine Waffe. Der Vorfall sorgte für große Empörung. Der Polizist war wegen eines geringfügigen Vorfalls zu dem Ort gerufen worden. Dabei ging es laut Medienberichten um einen Mann, der in einem Auto saß und dieses wiederholt startete und abschaltete.

+++ 1.16 Uhr: US-Repräsentantenhaus überstimmt Veto von Trump +++

Das US-Repräsentantenhaus hat mit der nötigen Zweidrittelmehrheit das Veto des Noch-Präsidenten Donald Trump gegen den Verteidigungshaushalt überstimmt. Auch Trumps Republikaner stellten sich bei dem Votum in großer Zahl gegen den Präsidenten. Sollte in einem nächsten Schritt auch der US-Senat gegen Trumps Linie stimmen, würde damit erstmals in seiner Amtszeit ein Veto vom Kongress gekippt. Der Präsident hatte sich unter anderem wegen eines Streits über die Reglementierung von Online-Plattformen und wegen einer möglichen Umbenennung von Militärstützpunkten geweigert, die Gesetzespläne zu unterschreiben.

Das Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt umfasst mehr als 4500 Seiten und sieht ein Budget von rund 740 Milliarden Dollar (611 Milliarden Euro) vor. In dem Paket geht es - wie in den USA üblich - auch um zahlreiche Regelungen, die nicht direkt mit der Finanzierung der Streitkräfte zu tun haben.

+++ 1.10 Uhr: Biden wirft Trump-Team anhaltende Blockade von Amtsübergabe vor +++

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die Regierung von Amtsinhaber Donald Trump beschuldigt, weiterhin die Übergabe der Amtsgeschäfte zu blockieren. Vertreter des Verteidigungsministeriums sowie der Haushaltsbehörde OMB verweigerten seinem Team den Zugang zu Informationen, sagte Biden. Er warf der scheidenden Regierung deshalb "Verantwortungslosigkeit" vor. Bislang erhalte sein Übergangsteam nicht alle notwendigen Informationen zu "Schlüsselbereichen der nationalen Sicherheit", kritisierte Biden. Der gewählte Präsident sagte, er bemühe sich derzeit um ein "klares Bild" davon, wie die US-Streitkräfte rund um den Globus aufgestellt seien. Auch benötige sein Team "vollen Einblick" in die Haushaltsplanungen des Verteidigungsministeriums sowie anderer Bundesbehörden.

+++ 1.03 Uhr: Laschet bittet Opfer der Kölner Silvesternacht um Verzeihung +++

Fünf Jahre nach den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet die Opfer um Verzeihung gebeten. Die Frauen seien vom Staat im Stich gelassen worden, sagte der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger". Es sei "unsere Pflicht", die Opfer um Verzeihung zu bitten, dass der Staat sie in jener Nacht nicht beschützt hat - egal wer damals politisch Verantwortung trug".

In der Silvesternacht 2015/2016 hatte sich vor dem Kölner Dom eine Menschenmenge gebildet. Aus ihr heraus waren zahlreiche Frauen sexuell angegriffen und beraubt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln stammte ein Großteil der Beschuldigten aus Algerien und Marokko. Die Vorkommnisse in Köln machten weltweit Schlagzeilen.

+++ 0.17 Uhr: US-Repräsentantenhaus stimmt für Anhebung von Corona-Hilfszahlungen +++

Das US-Repräsentantenhaus hat für eine Anhebung der Corona-Hilfszahlungen an Bürger gestimmt. In der Kongresskammer kam am Montag (Ortszeit) die nötige Zweidrittelmehrheit zustande, um die Direkthilfen von 600 auf 2000 US-Dollar pro Kopf anzuheben – wie zuletzt vom amtierenden Präsidenten Donald Trump gefordert. Ob der Vorstoß auch die Zustimmung des von den Republikanern dominierten US-Senats bekommen wird, ist jedoch fraglich. Die Republikaner dort hatten sich immer wieder gegen ein großzügigeres Corona-Konjunkturpaket ausgesprochen.

News von heute: Kloster gestürmt: Bekannter russischer Mönch festgenommen

+++ 0 Uhr: CSU fordert laut "SZ" 5000-Euro-Prämie für Neueinsteiger in Pflegeberuf +++

Die CSU-Bundestagsabgeordneten wollen laut einem Zeitungsbericht auf ihrer Klausurtagung zu Jahresbeginn eine "Neueinsteiger-Prämie" für Pflegerinnen und Pfleger in Höhe von 5000 Euro fordern. Diese Prämie solle an Pflegekräfte gezahlt werden, die nach der Ausbildung weiter im Pflegeberuf arbeiten, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus der Beschlussvorlage für die Tagung. Außerdem verlangt die CSU-Landesgruppe demnach einen "Pflegekostendeckel". Der Eigenanteil für die Pflege im Heim, den der Einzelne leisten muss, solle auf maximal 700 Euro pro Monat begrenzt werden. Die Annahme des Papiers während der für den 6. und 7. Januar geplanten Klausur gelte als sicher, schreibt die "SZ".

mad DPA AFP

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