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News von heute Afghanistan-Einsatz beendet: Letzte deutsche Soldaten haben Feldlager verlassen

Bundeswehr Afghanistan
Sachenpacken in Masar-i-Sharif: Die Bundeswehr ist aus Afghanistan abgezogen
© Torsten Kraatz/Bundeswehr/ / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

21.26 Uhr: Afghanistan-Einsatz beendet: Letzte deutsche Soldaten haben Feldlager verlassen

Die Bundeswehr hat ihren vor fast 20 Jahren begonnenen Einsatz in Afghanistan beendet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur wurden die letzten verbliebenen deutschen Soldaten der Nato-Mission "Resolute Support" von der Luftwaffe aus dem Feldlager in Masar-i-Scharif ausgeflogen. An Bord der Flugzeuge waren demnach auch die zur Absicherung des Lagers in den Norden Afghanistans verlegten Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Es wird erwartet, dass die Soldaten am Mittwoch in Deutschland landen. Die Bundeswehr hatte den Abzug vorantreiben müssen, nachdem die US-Regierung unter Präsident Joe Biden den Abzug beschleunigt hatte. In dem Land hatte sich die Sicherheitslage zuletzt zugespitzt.

19.34 Uhr: Unwetter nahe Grünstadt in der Pfalz sorgt für überflutete Straßen

Ein Unwetter mit Starkregen ist am Dienstagnachmittag im Nordosten der Pfalz niedergegangen. Unter anderem in Laumersheim nahe Grünstadt seien zahlreiche Notrufe wegen voll gelaufener Keller eingegangen, teilte die Polizei mit. Im benachbarten Obersülzen hätten die Zufahrtsstraßen zeitweise gesperrt werden müssen, da die Ortschaft zum Teil überflutet wurde und das Wasser aus der Kanalisation herausgesprudelt sei.

19.26 Uhr: Plagiatsjäger erhebt Vorwürfe gegen Baerbock

Der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber wirft der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vor, in ihrem Buch abgeschrieben zu haben - was die Grünen kategorisch zurückweisen. In einem Blogbeitrag legt Weber Baerbock zur Last, einige Formulierungen aus dem Buch stammten nicht von ihr. "Und wenn man es genau nimmt, handelt es sich auch um mehrere Urheberrechtsverletzungen." Ein Grünen-Sprecher sagte dazu: "Das ist der Versuch von Rufmord." Baerbock habe den auf Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt Christian Schertz eingeschaltet. Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" war am 21. Juni erschienen. Es handelt sich dabei nicht um einen akademischen Text, für den spezielle Regeln gelten.

18.53 Uhr: Frankreich öffnet künstliche Befruchtung für alle Frauen

In Frankreich steht die künstliche Befruchtung künftig allen Frauen offen: Die Pariser Nationalversammlung besiegelte ein sogenanntes Bioethik-Gesetz, mit dem erstmals auch Singles und lesbische Paare ihren Kinderwunsch verwirklichen können. Damit wird ein Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron umgesetzt. Nach Umfragen unterstützen mehr als zwei Drittel der Franzosen die Öffnung der künstlichen Befruchtung, wie sie in anderen europäischen Ländern bereits üblich ist. Bisher mussten alleinstehende Frauen oder lesbische Paare aus Frankreich ins Ausland reisen, um sich dort mit Spendersamen befruchten zu lassen, etwa nach Belgien oder Spanien.

18.34 Uhr: Abzug letzter deutscher Soldaten aus Afghanistan steht offenbar bevor

Der Abzug der letzten deutschen Soldaten aus Afghanistan steht nach Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Kürze bevor. "Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir in den Zeitplänen unsere Kräfte ordnungsgemäß, aber eben auch so zügig wie möglich zurückverlegen können und das wird eher über kürzer als über länger der Fall sein", sagte Kramp-Karrenbauer der Nachrichtenagentur DPA bei einem Besuch in New York. Auf die Frage, ob es sich um eher Tage oder Wochen handeln werde, antwortete die CDU-Politikerin: "Ich würde nicht von Wochen und Monaten reden". Genaue Daten würden aus Sicherheitsgründen aber nicht mitgeteilt.

+++ 18.31 Uhr: Steckt al-Kaida-Abspaltung hinter Anschlag auf Bundeswehr?

Der Anschlag auf die Bundeswehrsoldaten in Mali mit 13 Verwundeten geht nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden wahrscheinlich auf das Konto einer Gruppierung aus dem Umfeld der Terrororganisation al Kaida. Ein Akteur, der ursprünglich von al Kaida abstamme, sei in der letzten Zeit des Öfteren mit Aktionen genau dieses Typs aufgefallen, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, bei einer Diskussionsveranstaltung des Bildungswerkes des Deutschen Bundeswehrverbandes, wie der Verband berichtete. Bei dem Anschlag am vergangenen Freitag waren zwölf deutsche Soldaten und ein belgischer Blauhelm verletzt worden.

18.22 Uhr: Handynummer des britischen Außenministers war im Internet

Zwei Monate nachdem bekannt wurde, dass die Handynummer des britischen Premierministers Boris Johnson über Jahre frei im Internet abrufbar war, sind auch Kontaktdaten von Außenminister Dominic Raab gefunden worden. Wie der "Guardian" berichtete, war die private Nummer Raabs elf Jahre lang im Netz. Ein Leser hatte sie demnach durch eine Google-Suche entdeckt und die Redaktion darauf aufmerksam gemacht. Eine Sprecherin des Außenministeriums in London wollte sich nicht dazu äußern, ob die Nummer noch aktuell sei. Der größte Teil der irrtümlich im Netz belassenen Informationen sei veraltet gewesen, hieß es lediglich in einer schriftlichen Stellungnahme.

18.07 Uhr: Russland meldet höchste Zahl an neuen Corona-Todesfällen seit Pandemie-Beginn

In Russland sind so viele Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Registriert wurden 652 neue Todesfälle und mehr als 20.000 Neuinfektionen, wie die Behörden mitteilten. Für den dramatischen Anstieg machen Experten die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus verantwortlich. Zudem geht die Impfkampagne nur stockend voran, weil viele Russen sich einer Impfung verweigern.

18.06 Uhr: Laster verliert Apfelsirup - Mehrere Moped- und Radfahrer stürzen

Ein Lkw hat in Frankfurt Hunderte Liter Apfelsirup verloren und dadurch mehrere Unfälle verursacht. Mehrere Motorrad-, Moped- sowie Fahrradfahrer im Stadtgebiet rutschten auf der klebrigen Masse aus und stürzten, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Laster hatte demnach ein Leck und verlor die Flüssigkeit auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern. Mittlerweile sei der Lkw zum Stehen gekommen, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr versuche nun, das Leck zu schließen. Die Sirup-Spuren werden laut Sprecher mit Wasser von der Fahrbahn entfernt.

17.59 Uhr: Polizist wegen Tötung von Ex-Fußballprofi Atkinson zu acht Jahren Haft verurteilt

Fünf Jahre nach dem Tod des ehemaligen britischen Fußball-Profis Dalian Atkinson ist ein Polizist wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der 43-Jährige muss zwei Drittel der Strafe im Gefängnis verbüßen, bevor er eine vorzeitige Entlassung unter Auflagen beantragen kann, wie Richter Melbourne Inman bei der Verkündung des Strafmaßes sagte. Der Beamte war des Totschlags schuldig gesprochen worden. Das Gericht in Birmingham sprach ihn allerdings vom Vorwurf des Mordes frei. Der Polizist hatte den Ex-Profispieler im Jahr 2016 mit einem Elektroschockgerät getasert und zwei Mal gegen den Kopf getreten. Atkinson erlitt daraufhin einen Herzinfarkt und starb später im Krankenhaus.

17.48 Uhr: Nach Schießereien: Times Square soll mit Polizisten "geflutet" werden

Nach zwei Schießereien mit unbeteiligten Verletzten innerhalb von nur zwei Monaten soll der New Yorker Times Square nach dem Willen von Bürgermeister Bill de Blasio mit Polizisten "geflutet" werden. "Wir werden die Gegend rund um den Times Square mit Polizisten fluten, um sicherzustellen, dass diese Situation ein für alle mal gelöst wird", sagte de Blasio bei einer Pressekonferenz. "Wir haben dort immer mehr Aktivität, immer mehr Jobs kommen zurück, immer mehr Touristen kommen zurück. Die müssen sicher sein und sich sicher fühlen."

An dem Platz, der zu den beliebtesten Touristen-Attraktionen der Stadt gehört, war am Wochenende ein 21 Jahre alter Besucher getroffen und verletzt worden, als eine Gruppe von Männern in der Nähe stritt und einer von ihnen eine Waffe zog und mehrmals schoss. Im Mai waren gleich drei unbeteiligte Passanten in einer ähnlichen Situation verletzt worden, darunter ein vier Jahre altes Kind. Die Zahl der Gewaltverbrechen war in New York in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

17.41 Uhr: Bericht: Fluggastrechte während Corona von Airlines missachtet

Fluggesellschaften haben einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zufolge die Rechte ihrer Kunden während der Corona-Pandemie missachtet. Reisende seien bei gestrichenen Flügen rechtswidrig dazu gezwungen worden, Gutscheine statt Rückzahlungen anzunehmen, kritisieren die Rechnungsprüfer in einem aktuellen Bericht. Rund 7000 Verbindungen seien annulliert worden, Millionen Reisende seien zwischen März 2020 und März 2021 betroffen gewesen.

"Zwar wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Fluggesellschaften und Pauschalreiseveranstaltern zu helfen, doch wurde viel zu wenig getan, um die Rechte von Millionen Menschen in der EU zu schützen", kritisierte Annemie Turtelboom, das für den Bericht zuständige Mitglied des Europäischen Rechnungshofs. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft betonte in einer Mitteilung, man habe sich in einer "absoluten Sondersituation" befunden.

17.35 Uhr: Rumäniens Regierung übersteht Misstrauensantrag

Rumäniens bürgerlich-liberal-grüne Regierung von Ministerpräsident Florin Citu hat erwartungsgemäß einen Misstrauensantrag der sozialdemokratischen Oppositionspartei (PSD) überstanden. Bei der Abstimmung in den vereinigten zwei Parlamentskammern - Abgeordnetenhaus und Senat - stimmten 201 Parlamentarier der PSD und der extrem rechten Kleinpartei AUR für den Misstrauensantrag. Sie verfehlten damit die für den Sturz der Regierung mindestens notwendige Anzahl von 234 Stimmen.

17.25 Uhr: Brexit: Viele EU-Bürger in Großbritannien im Unklaren über Status

Viele EU-Bürger, die in Großbritannien leben, werden trotz rechtzeitiger Bewerbung auf ein Bleiberecht auch nach dem Ablauf der Frist am 30. Juni im Unklaren über ihren Status sein. Das geht aus einer Anfrage der Denkfabrik IPPR (Institute for Public Policy Research) an die britische Regierung hervor. Demnach warteten Anfang Mai rund 100.000 Antragsteller seit mehr als drei Monaten auf einen Bescheid, ein Viertel davon waren Kinder. Bei 8000 Menschen war demnach bereits sogar mehr als ein Jahr seit Antragstellung vergangen. Wie viele Entscheidungen derzeit noch ausstehen, war bei der Veröffentlichung des IPPR-Berichts am Dienstag unklar. Inzwischen sind jedoch viele Tausend weitere Anträge eingegangen, was laut der Denkfabrik zu einem weiteren Rückstau geführt haben dürfte.

17.00 Uhr: FDP setzt bei der Bundestagswahlkampagne erneut voll auf Lindner

Nach acht Jahren ohne Regierungsbeteiligung strebt die FDP mit einer an den Bundestagswahlkampf 2017 angelehnten Kampagne zurück zur Macht. Die Partei wolle bei der Wahl im September "so stark zweistellig" werden, dass eine Regierungsbildung ohne sie nicht möglich ist, sagte FDP-Parteichef und Spitzenkandidat Christian Lindner bei der Vorstellung der Kampagne in Berlin. Er gehe davon aus, dass die nächste Bundesregierung von einem CDU-Bundeskanzler Armin Laschet geführt wird.

Wie schon im Wahlkampf vor vier Jahren setzen die Liberalen voll auf ihren Spitzenkandidaten. Fotos des Parteichefs, kombiniert mit politischen Inhalten, sollen den Wählern die Positionen der Partei von Wirtschaftsthemen über Bildungspolitik bis hin zur Digitalisierung nahe bringen. "Wir wollen etwas bewegen, wir wollen unser Land nach vorne bringen und das kommt in der Bildsprache eben auch zum Ausdruck", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing.

16.55 Uhr: US-Präsident Biden besucht am Donnerstag Unglücksort in Florida

Nach dem Teileinsturz eines Wohnhauskomplexes im US-Bundesstaat Florida werden Präsident Joe Biden und dessen Frau Jill den Unglücksort am Donnerstag besuchen. Einzelheiten zu dem Besuch in Surfside nahe der Stadt Miami sollten demnach zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Bidens Sprecherin Jen Psaki hatte noch am Montag betont, der Präsident wolle die Bergungsarbeiten nicht durch einen übereilten Besuch behindern. Ein Visite des Präsidenten ist mit massiven Sicherheitsvorkehrungen verbunden und bindet viele Einsatzkräfte.

16.30 Uhr: Israels Außenminister erstmals zu Besuch in den Emiraten

Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ist erstmals ein Außenminister Israels in das schwerreiche Land am Golf gereist. Bei seinem Besuch in Abu Dhabi, wo er die israelische Botschaft eröffnete, rief Außenminister Yair Lapid die Länder im Nahen Osten zu ähnlichen Schritten auf. "Israel will Frieden mit seinen Nachbarn. Mit all seinen Nachbarn", sagte Lapid. "Wir wollen, dass alle Länder der Region das anerkennen. Kommen Sie und reden Sie mit uns."

16.16 Uhr: Dreyer für zweiten Test nach Urlaub in Risikogebieten

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich in der Diskussion um strengere Corona-Regeln für Urlauber bei der Rückkehr aus Risikogebieten nach Deutschland für einen zweiten Coronatest nach fünf Tagen ausgesprochen. "Man kann sich auch noch am letzten Tag anstecken", sagte Dreyer in Mainz zur Begründung. "Wir haben natürlich alle noch so richtig in Erinnerung nach der letzten Rückreisewelle im Sommer, dass wir doch ganz erhebliche Probleme hatten - gerade auch für die Schulen. Das wollen wir vermeiden."

16.03 Uhr: Venedig ruft Ideenwettbewerb für neuen Kreuzfahrtschiffhafen aus

Auf der Suche nach einer Lösung für den Kreuzschifffahrtverkehr in der italienischen Weltkulturerbestadt Venedig hat der Hafen einen Ideenwettbewerb ausgerufen. Es werde nach Vorschlägen und Projekten für den Bau von Anlegeplätzen für Kreuzfahrt- und Containerschiffe außerhalb der Lagune von Venedig gesucht, hieß es in einer aktuellen Mitteilung. Damit solle der Kreuzfahrerbetrieb in den Gewässern der Lagune verringert werden und die einzigartige Umwelt dort geschützt bleiben.

15.32 Uhr: Nach Erfurter Messerangriff: Tatverdächtiger kommt in Psychiatrie

Nach einer Messerattacke in Erfurt mit zwei Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft beantragt, den 32 Jahre alten Verdächtigen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Das Amtsgericht Erfurt sei dem Antrag am Nachmittag gefolgt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher sei kein Tatmotiv erkennbar. "Es besteht der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte psychisch krank ist." Hinzu komme der Verdacht, dass der Angreifer im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt habe. Der Mann soll am Montagmorgen zwei Männer im Alter von 45 und 68 Jahren mit einem Messer attackiert und dabei schwer verletzt haben. Der Täter konnte zunächst unerkannt flüchten. Später ermittelte die Polizei aber einen Verdächtigen und nahm ihn in seiner Wohnung fest.

15.28 Uhr: Regierung: Impfzusage wird früher erfüllt

Die Bundesregierung rechnet damit, dass sie ihr Corona-Impfversprechen früher einlösen kann als geplant. Die Zusage, jedem bis zum Ende des Sommers im September ein Impfangebot machen zu können, werde bereits in der ersten Hälfte des Sommers, wahrscheinlich schon im Juli erfüllt, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin. Noch im Juli werde man 17 bis 18 Millionen Erstimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff anbieten können. Die Nachfrage sei wahrscheinlich mehr als gedeckt, hieß es weiter.

Die Infrastruktur der Corona-Impfzentren soll den Informationen zufolge über den 30. September hinaus in "abgespeckter Version" beibehalten werden. Es gehe dabei aber weniger um die "großen Tanker" wie Messehallen, sondern um "Schnellboote" wie die mobilen Impfteams. Diese würden im Herbst voraussichtlich für Auffrischungsimpfungen etwa in Pflegeeinrichtungen gebraucht.

15.19 Uhr: London erwartet Waffenstillstand im "Würstchenkrieg" mit Brüssel

Die britische Regierung rechnet demnächst mit einer vorläufigen Einigung im "Würstchenkrieg" um Brexit-Regeln für Nordirland. London liegt deswegen mit der EU-Kommission im Clinch. "Wir gehen davon aus, bald eine Verlängerung der Gnadenfrist für gekühlte Fleischwaren zu vereinbaren, unter Bedingungen, die für das Vereinigte Königreich akzeptabel sind", sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Erwartet wird, dass sich beide Seiten am Mittwoch äußern, kurz bevor die Frist für den ungehinderten Export von Fleisch- und Wurstwaren von Großbritannien nach Nordirland ausläuft.

Ähnlich hatte sich zuvor bereits der EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic geäußert. Er hatte erklärt, die EU sei zu Zugeständnissen bereit, wenn sich die britische Regierung klar zum sogenannten Nordirland-Protokoll bekenne. Stabilität und Frieden in Nordirland seien im Interesse Europas.

15.09 Uhr: EU-Kommission nennt fünf vielversprechende Corona-Medikamente

Die EU-Kommission hat fünf Medikamente vorgestellt, mit denen bald Covid-19-Erkrankungen behandelt werden könnten. Die Kandidaten seien bereits weit in der Entwicklung und könnten schon im Oktober zugelassen werden, teilte die Brüsseler Behörde mit. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA laufen derzeit entsprechende Verfahren für die Medikamente.

Vier der Mittel enthalten sogenannte monoklonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Ein weiteres Medikament mit dem Namen Olumiant reduziert die Aktivität des Immunsystems und soll eigentlich gegen Rheuma helfen. Die Hoffnung ist, dass die entzündungshemmende Wirkung auch bei schweren Covid-19-Verläufen hilft.

14.43 Uhr: Prozess um Mord an fünf Kindern – vier vermutlich erstickt

Vier der fünf in Solingen (NRW) umgebrachten Kinder sind vermutlich erstickt worden. Das hat die Rechtsmedizinerin dem Wuppertaler Landgericht berichtet, die die Kinder obduziert hat. Lediglich bei der zweijährigen Leonie sprächen die Spuren eher für ein Ertrinken des Kindes, sagte die 42-Jährige. Auf der Anklagebank des Wuppertaler Landgerichts muss sich die 28-jährige Mutter der Kinder wegen fünffachen heimtückischen Mordes verantworten. Sie soll die Kinder betäubt und dann erstickt, erwürgt oder ertränkt haben.

14.30 Uhr: Russland testet Luftabwehr wegen Militärmanöver im Schwarzen Meer

Russland hat angesichts des See-Manövers der Ukraine, der USA und anderer Nato-Staaten im Schwarzen Meer auf der Halbinsel Krim die Bereitschaft seiner Luftabwehr überprüft. Piloten von Einheiten der Schwarzmeerflotte und der Luftstreitkräfte hätten an der Übung teilgenommen, an der 20 Kampfjets und Hubschrauber beteiligt waren, wie der Pressedienst des südlichen Wehrbereichs mitteilte. Getestet worden sei dabei auch die Bereitschaft der Divisionen der Luftabwehr vom Typ S-400 und des Flugabwehrraketensystems Panzir.

Im Nordwesten des Schwarzen Meeres begann am Montag das zweiwöchige Manöver "Sea Breeze" (Meeresbrise), das Moskau als Sicherheitsrisiko sieht. Russland hatte die USA zum Verzicht auf die Übung aufgerufen. Beteiligt sind Soldaten und Matrosen aus der Ukraine, den USA und weiteren etwa 30 Ländern.

14.21 Uhr: Prinzessin Dianas Ford an südamerikanisches Museum verkauft

Das frühere Privatauto der britischen Prinzessin Diana ist bei einer Auktion für mehr als 60.000 Euro an ein südamerikanisches Museum verkauft worden. "Das Interesse vor der Auktion war beachtlich," erklärte Lewis Rabett vom Auktionshaus Reeman Dansie in Colchester. Das Museum, das den Wagen nun in seine Sammlung aufnimmt, zahlte inklusive Steuern und Gebühren gut 61.000 Euro für den silbernen Ford Escort 1,6L Ghia Saloon. Er war ein Verlobungsgeschenk von Prinz Charles an Diana im Jahr 1981. Diana hatte den Pkw 1982 an einen Antiquitätenhändler verkauft, zuletzt befand er sich im Besitz eines Fans der Royals. Der Wagen hat nach wie vor sein originales britisches Nummernschild WEV 297W, Original-Lack und -Polsterung.

14.06 Uhr: Gefälschte CSU-Webseite nimmt Seehofers Asylpolitik aufs Korn

Eine gefälschte Website nimmt die Flüchtlingspolitik von Bundesinnenminister Horst Seehofer und der CSU aufs Korn. Unter dem Titel "CSU – Endlich Dahoam" verkündet Seehofer vermeintlich die Aufnahme von Flüchtlingen unter anderem aus Lagern auf den griechischen Inseln. ""Endlich dahoam" ist das europapolitische Zugeständnis eines Heimatministers an den christlichen Glauben", heißt es auf der Website, die im Impressum die CSU nennt. "Gemäß §23 des AufenthG erbittet der Innenminister hiermit alle aufnahmebereiten Kommunen und Städte, ihre Kapazitäten auszuschöpfen. Beginnend mit dem bekannten 'Camp Kara Tepe' – ehem. 'Moria' – wird der Weg für eine geordnete und sichere Einreise nach Deutschland frei gemacht. Das Bundesinnenministerium ist auf die Verteilung der Flüchtlinge vorbereitet." Die Webadresse wurde am 23. Juni registriert, der älteste Post einer gleichnamigen Instagramseite ist vom 30. April.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte: "Die Internetseite www.csu-endlich-dahoam.com ist kein durch das Bundesinnenministerium oder den Bundesinnenminister veröffentlichter Auftritt." Auch die CSU erklärte, dass der Account ein Fake sei. "Es ist der Versuch, mit Fälschungen politisch zu manipulieren", sagte ein Parteisprecher. Da jedoch vorgegeben werde, es handele sich um einen offiziellen CSU-Account, "prüfen wir Schritte dagegen".

14.03 Uhr: Inflationsrate sinkt im Juni leicht auf 2,3 Prozent

Die Inflationsrate ist im Juni leicht gesunken. Die Teuerung betrug 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch 2,5 Prozent betragen.

Angeheizt wird die Inflation weiterhin vor allem vom Anstieg der Energiepreise, die gegenüber Juni 2020 um 9,4 Prozent zulegten. Mit der Konjunkturerholung steigt weltweit die Nachfrage nach Rohöl, das treibt den Preis nach oben. Zudem ist seit Anfang 2021 in Deutschland eine Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2) fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht.

13.18 Uhr: Bayern lockert Corona-Regeln – Maskenpflicht fällt an allen Schulen

In Bayern entfällt künftig an sämtlichen Schulen die Maskenpflicht. Nach den bayerischen Grundschülern müssen auch Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen am Sitzplatz keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt. Das hat das bayerische Kabinett in München beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mitteilte. Es solle dabei empfohlen werden, dreimal statt zweimal pro Woche einen Coronatest zu machen.

Außerdem lockert Bayern die Corona-Schutzmaßnahmen für Kultur- und Sportveranstaltungen weiter. Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte sind im Freien statt bisher 500 künftig bis zu 1500 Zuschauer erlaubt, davon bis zu 200 auf Stehplätzen mit Mindestabstand.

13.09 Uhr: Jeder Vierte in Deutschland hat Migrationshintergrund

Der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland ist von rund 18,7 Prozent im Jahr 2009 auf heute 26 Prozent gewachsen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mitteilt. Der Anstieg geht in erster Linie auf den Zuzug von Arbeitskräften aus dem europäischen Ausland und die Zuwanderung aus Krisenregionen zurück.

Innerhalb Deutschlands zeigen sich dabei große Unterschiede. Während laut BiB die Migrantenanteile in Bremen (36,5 Prozent), Hamburg (33,9) und Berlin (33,1) relativ hoch sind, sind sie in Thüringen ( 7,8 Prozent) und anderen ostdeutschen Ländern niedrig. Große Städte und Ballungsräume ziehen laut BiB Neuankömmlinge besonders stark an, weshalb dort der Anteil höher ist. Aber auch wirtschaftlich starke Flächenländer mit großen Verdichtungsräumen und international tätigen Unternehmen wie Hessen (34,4 Prozent) oder Baden-Württemberg (33,8) haben einen hohen Migrantenananteil. Dieser geht auch auf den starken Gastarbeiter-Zuzug in den 50er- bis 70er-Jahren zurück.

12.49 Uhr: Drittwärmster Juni seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen

Sonnig, regnerisch und warm: Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,0 Grad war der Juni 2021 nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der drittwärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881. Mit diesem Temperaturdurchschnitt lag der Monat um 3,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961-1990, sagte ein Sprecher nach einer vorläufigen Auswertung der mehr als 2000 Messstationen. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 betrug die Abweichung 2,6 Grad.

12.47 Uhr: Kretschmann schließt weiteren Lockdown bei Corona-Welle nicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kann sich vorstellen, dass es angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante und der Massenveranstaltungen rund um die Fußball-Europameisterschaft zu einem weiteren Lockdown kommen könnte. "Das würde ich in keiner Weise ausschließen. Wenn die Welle dann kommt und wir in die Exponentialität kommen, haben wir ja keine anderen Möglichkeiten", sagte Kretschmann in Stuttgart.

12.40 Uhr: Drogenlager "wie im Film": 3000 Kilo Kokain und elf Millionen Euro

Die holländische Polizei hat auf einem Bauernhof fast 3000 Kilogramm Kokain und mehr als elf Millionen Euro Bargeld entdeckt. Der Hof im Dorf De Kwakel südlich von Amsterdam war offensichtlich ein Lager einer südamerikanischen Drogenbande, wie die Amsterdamer Polizei mitteilte. Zwei Personen wurden bisher festgenommen. Das Bargeld von etwa 11,3 Millionen Euro befand sich in mehreren Reisetaschen. Die Drogen hatten einen Verkaufswert von etwa 195 Millionen Euro. Damit sei dies "einer der größten Drogenfunde der Amsterdamer Polizei", sagte ein Sprecher.

12.33 Uhr: Millionen Australier im Lockdown – Angst vor Delta-Variante

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien müssen immer mehr Landesteile in einen Lockdown. Mehr als zehn Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger seien jetzt von Ausgangsbeschränkungen betroffen, berichtete die Zeitung "The Australian". Nach Sydney an der Ostküste und Darwin im Norden wurden auch in Perth an der Westküste und Brisbane im tropischen Queensland mehrere neue Fälle gemeldet. Bis auf wenige Ausnahmen müssen die Menschen dort nun zuhause bleiben.

12.15 Uhr: Elfjährige wird von Straßenbahn mitgeschleift

Ein elf Jahre altes Mädchen ist in Baden-Württemberg von einer Straßenbahn erfasst und dabei schwer verletzt worden. Das Kind hatte am Montag mit seinem Fahrrad bei Rotlicht die Gleise überquert, wie die Polizei mitteilte. Die Straßenbahn erfasste demnach das Mädchen und schleifte es mehrere Meter mit. Die Elfjährige sei schließlich neben dem Gleisbett zum Liegen gekommen. Sie kam in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nicht. Während der Unfallaufnahme war der Straßenbahnverkehr in Richtung Mannheim laut Polizei knapp zwei Stunden unterbrochen.

12.00 Uhr: Laster verliert Apfelsirup – Mehrere Moped- und Radfahrer stürzen

Motorrad liegt auf der Autobahn
Lkw verliert Hunderte Liter Apfelsirup - mehrere Motorrad- und Fahrradfahrer rutschen auf der klebrigen Masse aus (Symbolbild)
© vifogra / DPA

Ein Lkw hat in Frankfurt Hunderte Liter Apfelsirup verloren und dadurch mehrere Unfälle verursacht. Mehrere Motorrad-, Moped- sowie Fahrradfahrer im Stadtgebiet rutschten am Montagmorgen auf der klebrigen Masse aus und stürzten, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Laster hatte demnach ein Leck und verlor die Flüssigkeit auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern. Mittlerweile sei der Lkw zum Stehen gekommen, sagte der Sprecher am Morgen. Die Feuerwehr versuche nun, das Leck zu schließen. Die Sirup-Spuren werden laut Sprecher mit Wasser von der Fahrbahn entfernt.

11.41 Uhr: Maas verteidigt Lockerung der Corona-Reisewarnungen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die für Donnerstag geplante Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für alle Corona-Risikogebiete verteidigt. "Die Zeit der Pauschalbeurteilungen muss vorbei sein", sagte der SPD-Politiker am Rande des G20-Außenministertreffens im italienischen Matera. "Dort, wo es positive Entwicklungen gibt, gibt es auch keinen Grund, Restriktionen aufrechtzuerhalten."

Die Bundesregierung hatte bereits vor knapp drei Wochen entschieden, die Reisewarnung für alle Risikogebiete mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) zum 1. Juli aufzuheben. Das betrifft mehr als 80 Länder weltweit. Außerdem will die Regierung dann nicht mehr pauschal von touristischen Reisen ins Ausland abraten.

11.40 Uhr: Riesige Cannabis-Plantage in Südgriechenland entdeckt

Fahnder der griechischen Polizei haben auf der griechischen Halbinsel Peloponnes eine Cannabis-Plantage mit gut 4300 Pflanzen entdeckt. Die Betreiber hätten zur Sicherung der Gewächse ein Beobachtungssystem mit Wachposten in erhöhter Position sowie Funkkommunikation installiert, berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT) unter Berufung auf die Polizei. Von den Betreibern der Plantage fehlte jedoch am Dienstag jede Spur, hieß es. Albanien und Griechenland gelten als die Gebiete mit der größten Cannabis-Produktion in Europa. Jedes Jahr werden viele Tonnen der Droge sichergestellt.

11.28 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel steigen weiter an

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt weiter. Das Gesundheitsministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 283 neue Fälle gemeldet worden. Dies ist die höchste Zahl seit April. Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 21 vorerst stabil, es gab auch seit mehreren Tagen keine neuen Todesfälle.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett bekräftigte bei einem Besuch in einem Impfzentrum in Cholon bei Tel Aviv seinen Aufruf an Jugendliche, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er sagte, erstmals seit mehreren Monaten sei am Vortag wieder eine deutlich höhere Zahl von rund 18.000 Impfungen verabreicht worden. Israel befinde sich in einem "Wettlauf gegen die Zeit", weil der im Land verfügbare Impfstoff nur noch bis Ende Juli haltbar sei.

11.08 Uhr: Olympischer Fackellauf erreicht Tokio

Der Olympische Fackellauf wird in Kürze die Gastgeberstadt Tokio erreichen, wird aber wegen wieder steigender Corona-Zahlen in den meisten Stadtteilen von öffentlichen Straßen verbannt. Außer auf kleinen Inselgebieten werde der Lauf zwischen dem 9. und 16. Juli nicht auf öffentlichen Straßen stattfinden, gab die Stadtverwaltung bekannt. Nachdem die Flamme durch 46 Präfekturen des Landes gereist ist, wird sie nun zum Abschluss in der Hauptstadt erwartet, bevor die Spiele am 23. Juli eröffnet werden sollen. Seit dem Start Ende März war der Fackellauf in vielen Gebieten des Landes von den Straßen verbannt worden.

11.02 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekräftigt Bedeutung des Einsatzes in Mali

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Notwendigkeit des UN-Einsatzes im westafrikanischen Mali nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Blauhelme bekräftigt. "Wir werden den Angriff auf unsere Soldaten genau analysieren. Und dann müssen wir darüber reden, ob der Schutz und die Mittel, die wir zur Verfügung haben, überhaupt ausreichen oder ob wir nachlegen müssen", sagte die CDU-Politikerin im RTL/ntv-"Frühstart". Bei ihrer Reise in den USA wolle sie mit UN-Generalsekretär António Guterres die Rahmenbedingungen des Mali-Einsatzes diskutieren.

10.50 Uhr: Ermittler in Würzburg: Bisher kein Propagandamaterial bei Messerstecher entdeckt

Ermittler haben in der Unterkunft des Messerstechers von Würzburg nach eigenen Angaben bisher kein Hinweise für ein islamistisches oder extremistisches Motiv entdeckt. "Bislang sind beim Tatverdächtigen noch keine Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte gefunden worden", teilten Generalstaatsanwaltschaft München und Landeskriminalamt mit. Das Ermittlungsverfahren dauere an. Im Zuge dessen soll es ein psychiatrisches Gutachten geben, um zu klären, ob der 24 Jahre alte Somalier bei der Tat am Freitag schuldfähig war und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

10.24 Uhr: Urteile im Prozess um Missbrauchskomplex Münster am 6. Juli

Der Prozess um den Missbrauchskomplex Münster endet am 6. Juli mit den Urteilssprüchen. Das gab das Landgericht nach den letzten Worten der fünf Angeklagten bekannt. Einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit während der Urteilsbegründung lehnte die Strafkammer ab. Nach Angaben eines Sprechers schlossen sich drei der fünf Angeklagten in ihren letzten Worten den Ausführungen ihrer Verteidiger an. Zwei äußerten zusätzlich ihr Bedauern zu den vorgeworfenen Taten.

Nach über 50 Verhandlungstagen endet damit Anfang Juli der Hauptprozess im Missbrauchskomplex Münster. Angeklagt sind vier Männer und eine Frau. Darunter ein heute 28-jähriger IT-Fachmann, der als Haupttäter gilt. Er soll seinen inzwischen elf Jahre alten Ziehsohn immer wieder schwer sexuell missbraucht, vergewaltigt und anderen Männern zugeführt haben. Die Mutter des 28-Jährigen soll von dem Missbrauch gewusst haben. Ihr wird Beihilfe vorgeworfen, sie soll nach dem Willen der Anklage für sechs Jahre in Haft.

9.50 Uhr: Mann fährt ohne Führerschein – seit 1987

Weil er zu schnell unterwegs war, kontrollierte die Polizei einen Autofahrer - und fand so heraus, dass er seit Jahrzehnten keinen gültigen Führerschein hatte. Der 69-Jährige habe seine Fahrerlaubnis 1987 verloren, teilte die Polizei mit. Nach der Kontrolle, die bereits am 16. Juni im oberfränkischen Stammbach stattfand, wurde der Mann wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt.

9.42 Uhr: Starker Rückgang bei Migration aus und nach Deutschland

Im vergangenen Jahr sind rund 220.000 Menschen mehr nach Deutschland gezogen als fortgezogen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem es noch rund 327.000 mehr Zu- als Fortzüge gab, sei der sogenannte Wanderungsüberschuss 2020 damit deutlich geringer ausgefallen, berichtete das Statistische Bundesamt. Die Nettozuwanderung über die Grenzen Deutschlands sei damit im fünften Jahr in Folge zurückgegangen.

9.18 Uhr: Städte und Gemeinden: Bundes-Notbremse bei Bedarf reaktivieren

Vor dem Auslaufen der Bundes-Notbremse am Mittwoch plädiert der Städte- und Gemeindebund bei Bedarf für eine Reaktivierung der bundeseinheitlichen Regeln. "Wenn die Infektionszahlen erneut stark steigen, sollte die Bundes-Notbremse wieder in Kraft gesetzt werden. Wir haben die Pandemie nicht überwunden und wissen nicht, welche Mutationen noch auf uns zukommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Welt".

Ähnlich äußerte sich der Städtetag: "Aktuell sind wir zum Glück mit den Inzidenzen weit von einer Bundes-Notbremse entfernt. Sie muss nur dann erneut installiert werden, falls die Zahl der Infektionen auch wegen neuer Virusvarianten bundesweit wieder stark steigt", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Zeitung. "Bundeseinheitliche Regeln haben bei sehr hohen Inzidenzen dazu beigetragen, dass die Menschen sie nachvollziehen konnten."

8.17 Uhr: SPD wirft FDP Mäkelei an der Grundrente vor

Vor der Auszahlung der Grundrente flammt der Streit über das Rentenprojekt der großen Koalition wieder auf. Die SPD im Bundestag warf der FDP vor, die Grundrente schlecht zu reden. Die FDP hatte den Verwaltungsaufwand kritisiert, der mit der Grundrente verbunden ist. Die für Sozialpolitik zuständige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Katja Mast, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein "billiger Vorwand", wenn die FDP versuche, die Grundrente aufgrund "administrativer Herausforderungen" schlechtzureden. "Sie wollen die Grundrente nicht, sie wollen sogar ganz grundsätzlich die gesetzliche Rente schwächen", sagte Mast.

8.10 Uhr: Ganzer Ort in Unterfranken nach Starkregen unter Wasser

Bis zu einem halben Meter hoch und mit Schlamm und Steinen vermischt: In Unterfranken hat nach Starkregen ein ganzer Ort unter Wasser gestanden. In Mömlingen waren die Straßen am Montag ab dem späten Nachmittag komplett von den Wassermassen bedeckt und Keller liefen voll, wie die Polizei mitteilte.

Ein Motorradfahrer sei auf der rutschigen Fahrbahn gestürzt und dabei verletzt worden. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Bereits am Abend hätten erste Aufräumarbeiten begonnen. Zufahrtsstraßen seien geräumt und Keller ausgepumpt worden. Die Polizei geht dennoch davon aus, dass der Ort noch einige Tage mit den Auswirkungen beschäftigt sein wird.

7.30 Uhr: Kretschmann stellt Bundesbildungsministerium infrage

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine Abschaffung des Bundesbildungsministeriums ins Gespräch gebracht. Man könne die Frage aufwerfen, warum ein Ministerium auf einer Ebene eingeführt wird, für die man nicht zuständig ist, sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "In Baden-Württemberg gibt es ja auch kein Außenministerium." Der Bund müsse den Ländern ihre Zuständigkeiten überlassen.

Die Bundes-FDP forderte hingegen einen Ausbau der Kompetenzen des Bundesbildungsministeriums. "Dass der Bund bei der Bildung so wenig mithelfen darf, ist genau das Problem, welches einer Modernisierung und etwa mehr Chancengerechtigkeit oft im Weg steht", sagte Johannes Vogel, stellvertretender Bundesvorsitzender der Freien Demokraten.

6.58 Uhr: 47,9 Grad – Kanada erlebt Rekordtemperaturen

Eine Hitzewelle im Westen Kanadas lässt die Temperaturen auf Rekordwerte steigen. In Lytton (Provinz British Columbia) seien am Montag 47,9 Grad gemessen worden, teilte die örtliche Wetterbehörde bei Twitter mit. Demnach handelte es sich um die höchste Temperatur in der Geschichte des Landes. Die Werte seien vorläufig und könnten noch aktualisiert werden, hieß es auf der Webseite der zuständigen Behörde. In dem Ort war bereits am Sonntag mit 46,6 Grad der Uralt-Rekord von 45 Grad in Midale (Saskatchewan) aus dem Jahr 1937 übertroffen worden.

Auch in zahlreichen anderen Orten Nordamerikas, unter anderem im Bundesstaat Oregon im Westen der USA, wurden lokale Rekordtemperaturen von weit über 40 Grad gemessen. Für die kommenden Tage sind weiterhin Hitze und anhaltende Trockenheit in weiten Teilen des Landes vorhergesagt, vielerorts steigt die Waldbrandgefahr. Die derzeit im Westen Kanadas registrierten Temperaturen überstiegen teilweise sogar die von deutlich weiter im Süden gelegen Orten wie der US-Wüstenstadt Las Vegas.

6.50 Uhr: Portugal und Russland sind Virusvariantengebiete

Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind Portugal und Russland seit Dienstag um Mitternacht als Virusvariantengebiete eingestuft. Damit gilt ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann und auch für vollständig Geimpfte und Genesene gilt.

6.22 Uhr: Kinderärzte widersprechen Lauterbach bei Kinder-Impfung

Kinder- und Jugendärzte haben sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante für Kinder hinter die Beurteilung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gestellt. "Diese hat prinzipiell  die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen empfohlen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, der "Rheinischen Post". "Daran ändert nach aktuellem Wissensstand  auch die Delta-Variante nichts", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln der Zeitung. Es bestehe allerdings jederzeit die Möglichkeit für die Familien, gemeinsam mit ihrem Kinderarzt individuell  zu einer Entscheidung für oder gegen die Impfung zu kommen, sagte Dötsch. 

5.36 Uhr: Gericht in Mexiko erklärt Cannabis-Verbot für verfassungswidrig

Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat das Verbot des Konsums von Marihuana für verfassungswidrig erklärt. "Heute ist ein historischer Tag für die Freiheitsrechte", sagte der Präsident des Gerichtes, Arturo Zaldívar. Zuvor hatte das Parlament eine Frist des Gerichtes für eine gesetzliche Regelung zur Legalisierung des Marihuana-Konsums am 30. April verstreichen lassen. Die Entscheidung legalisiert nicht grundsätzlich den Konsum von Cannabis-Produkten. Sie vereinfacht es Konsumenten aber, eine Genehmigung der staatlichen Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) einzuholen. Ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis ist vom Parlament geplant, bisher konnten sich die beiden Parlamentskammern jedoch nicht auf eine Version einigen. 

5.08 Uhr: Scheidender deutscher UN-Botschafter drängt auf Reform des Sicherheitsrates

Der scheidende deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen hat sich nachdrücklich für eine Reform des Weltsicherheitsrates ausgesprochen. "Der Sicherheitsrat muss die Realität der Welt, wie sie heute ist, abbilden. Und das tut er schon länger nicht mehr", sagte Heusgen der "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger". Allerdings sei "das Beharrungsvermögen einiger ständiger Mitglieder im Sicherheitsrat groß". Den UN-Sicherheitsrat zu reformieren sei "ein ganz, ganz dickes Brett", sagte Heusgen den Zeitungen. Seine letzte Reform liege 50 Jahre zurück. "In dieser Zeit hat sich die Welt grundlegend verändert."

5.00 Uhr: Bund und Länder wollen vorerst keine neuen Regeln für Urlauber

Trotz wachsender Sorge vor einem vermehrten Einschleppen der ansteckenderen Delta-Variante müssen sich Reisende vorerst nicht auf schärfere Corona-Bestimmungen einstellen. Das ist das Ergebnis von Beratungen von Bund und Ländern, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Die geltende Einreiseverordnung wird demnach nicht kurzfristig geändert. Mehrere Ministerpräsidenten hatten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern.

4.29 Uhr: RKI meldet 404 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 404 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.24 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0).

4.14 Uhr: Heftige Unwetter im Südwesten Deutschlands

Schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Sturmböen haben am Montagabend im Südwesten Deutschlands für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Wie die Stuttgarter Polizei mitteilte, wurden mehrere Tunnel überflutet, der S-Bahn- und Stadtbahnverkehr wurde zwischenzeitlich eingestellt. Die Deutsche Bahn teilte beim Onlinedienst Twitter mit, es seien "derzeit keine Fahrten im Raum Stuttgart möglich". 

4.04 Uhr: Treffen der Außen- und Entwicklungsminister der G20-Staaten in Italien

Die Außen- und Entwicklungsminister der G20-Staaten treffen sich am Dienstag zu Beratungen im süditalienischen Matera. Ziel des G20-Treffens ist es nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), die Weichen zu stellen für den weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Jetzt ist die Zeit, die globalen Gesundheitsstrukturen für die kommende Gesundheitskrise fit zu machen", erklärte Maas. "Wir müssen die Weltwirtschaft wieder auf die Beine bringen."

3.33 Uhr: US-Präsident will nukleare Bewaffnung Irans nicht tolerieren

US-Präsident Joe Biden hat dem scheidenden israelischen Staatschef Reuven Rivlin versichert, eine nukleare Bewaffnung Irans nicht zu akzeptieren. Der Iran werde während seiner Präsidentschaft keine Atomwaffe bekommen, versicherte Biden bei einem Treffen im Weißen Haus. Zudem wies der US-Präsident Kritik aus dem Kongress an seiner Anordnung von Luftangriffen gegen vom Iran unterstützte Milizen in Nahost zurück. 

2.47 Uhr: Schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Kolumbien

Demonstranten und die Polizei haben sich in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá heftige Auseinandersetzungen geliefert. Die Protestierenden schleuderten am Montag Steine auf die Beamten, die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Im Süden der Millionenmetropole bedrohten Demonstranten mehrere Busfahrer mit Messern und kaperten fünf Busse, wie der Fernsehsender Caracol berichtete. In Kolumbien kommt es seit Monaten zu gewalttätigen Proteste gegen die Regierung.

2.07 Uhr: Brasilianische Senatoren klagen wegen Amtspflichtverletzung gegen Bolsonaro

Drei brasilianische Senatoren haben Präsident Jair Bolsonaro vor dem Obersten Gerichtshof wegen Amtspflichtverletzung angezeigt. Dieser habe "nichts unternommen, nachdem er über ein gigantisches Korruptionsschema im Gesundheitsministerium informiert wurde", teilte der oppositionelle Senator Randolfe Rodrigues mit. Randolfe ist der stellvertretende Vorsitzende einer Untersuchungskommission des Senats, die den Umgang der Regierung mit der Pandemie untersucht. In der vergangenen Woche hatte die Kommission brisante Vorwürfe gegen Bolsonaro öffentlich gemacht: Dieser habe von mutmaßlicher Korruption im Zusammenhang mit einem Vertrag über den in Indien hergestellten Impfstoff Covaxin im Wert von 300 Millionen Dollar (rund 250 Millionen Euro) gewusst und nicht interveniert. 

2.00 Uhr: Äthiopien kündigt sofortige Waffenruhe in der Provinz Tigray an

Nach monatelanger Gewalt hat die äthiopische Regierung eine Waffenruhe in der umkämpften nördlichen Region Tigray angekündigt. Die Feuerpause solle ab sofort gelten, hieß es in einer Mitteilung. Zuvor hatte sich bereits die Übergangsregierung in Mekelle, der Hauptstadt Tigrays, für eine Waffenruhe ausgesprochen.

1.24 Uhr: Kommunen dringen wegen Delta-Variante auf schnelle Umrüstung der Schulen

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dringt der Städte- und Gemeindebund auf eine schnelle Umrüstung der Schulen. "Mit Blick auf die Zeit nach den Sommerferien müssen in den Schulen schnellstmöglich die notwendigen organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine erneute Schließung zu verhindern", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dies ist umso dringlicher, als dass der überwiegende Teil der Kinder nicht unter die Impfempfehlung der Stiko fällt", sagte Landsberg den Blättern. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission würde das Problem auch nur teilweise lösen, da für Schülerinnen und Schüler unter zwölf Jahren und auch für Kita-Kinder noch kein Impfstoff zugelassen worden sei, fügte er hinzu.

0.47 Uhr: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf elf

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Im Laufe des Montages sei in den Trümmern ein weiterer lebloser Körper gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten sei damit auf elf gestiegen. Die Zahlen seien im Fluss und würden sich weiter verändern, sagte Levine Cava voraus. 150 Menschen gelten ihr zufolge weiter als vermisst. Sie betonte, die Suche nach Opfern in den Trümmern gehe weiter.

News von heute: Afghanistan-Einsatz beendet: Letzte deutsche Soldaten haben Feldlager verlassen

0.42 Uhr: Russische Kräfte begehen offenbar Menschenrechtsverletzungen in Afrika

Russische Einsatzkräfte sind nach Einschätzung von UN-Experten für schwere Menschenrechtsverletzungen in der Zentralafrikanischen Republik verantwortlich. Zu den Taten, die Regierungstruppen zusammen mit denen offiziell als "Militärberater" operierenden russischen Kräften begangen hätten, "zählten Fälle von exzessiver Gewaltanwendung, wahllose Tötungen, die Besetzung und Plünderungen von Schulen in großem Umfang sowie auch von humanitären Organisationen." Das geht aus einem internen Bericht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

0.03 Uhr: Kretschmann hält volle EM-Stadien für "falsches Signal"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Zuschauer-Aufstockung für das Wembley-Stadion in London und die bisherigen Bilder von vollen Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert. "Die UEFA und der DFB müssen dringend dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren", sagte der 73-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Grünen-Politiker warnte eindringlich vor einer weiteren Lockerung der Corona-Regeln für das Turnier. Schon einige der bisherigen Bilder vermittelten den Eindruck, dass die Pandemie vorbei sei. "Das ist ein absolut falsches Signal", sagte Kretschmann. Bei den Spielen in Ungarn oder Dänemark seien die Stadien "knallvoll" gewesen, die Zuschauer hätten weder Abstand zueinander gehalten noch Masken getragen. Dies sei "verantwortungslos". Jedes dieser Spiele könne zum Superspreader-Event werden. "Dieser Leichtsinn macht mich fassungslos", sagte Kretschmann dem RND.

0.02 Uhr: Biden will Israels Premier Bennett im Weißen Haus empfangen

US-Präsident Joe Biden möchte den neuen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett "sehr bald" im Weißen Haus empfangen. Das sagte Biden bei einem Treffen mit dem scheidenden israelischen Präsidenten Reuven Rivlin in Washington. Er und sein Team arbeiteten eng mit der neuen Regierung Israels zusammen, betonte er. Biden dankte Rivlin, der seit 2014 Präsident ist und das Amt am 9. Juli verlässt, für dessen Einsatz zur Stärkung der Beziehungen zwischen den USA und Israel. "Ich habe mein Bestes gegeben", sagte Rivlin. Die Nachfolge des 81-Jährigen tritt Izchak Herzog an.

sve DPA AFP

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