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News vom Wochenende: Ausgeweitete Warnstreiks treffen Lufthansa-Konzern - 100 Flüge ausgefallen

Flugbegleiter weiten Warnstreiks aus +++ Türkischer Soldat trotz Waffenruhe in Nordsyrien getötet  +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.


"Kein Eingang" steht an einem Check-in-Schalter von Eurowings am Flughafen Düsseldorf

"Kein Eingang" steht an einem Check-in-Schalter von Eurowings am Flughafen Düsseldorf. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) hat ihre Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen, die bis Mitternacht dauern sollten.

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Ausgeweitete Warnstreiks treffen Lufthansa-Konzern - 100 Ausfälle (15.47 Uhr)
  • Demonstration in Hongkong eskaliert (14.23 Uhr)
  • Türkischer Soldat stirbt trotz Waffenruhe in Syrien (10.27 Uhr)
  • Neunzehn Stunden Warnstreik: An mehreren Airports fallen Flüge aus (10.16 Uhr)
  • Längster Passagierflug der Welt fliegt nonstop von New York nach Sydney (8.02 Uhr)

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 16.58 Uhr: Menschenkette vor Neuer Synagoge in Berlin +++

Nach dem Terroranschlag in Halle haben sich zahlreiche Menschen in Berlin solidarisch gezeigt und eine Menschenkette vor der Neuen Synagoge gebildet. Zu der Aktion zum Abschluss des jüdischen Laubhüttenfestes am Sonntag hatte das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin aufgerufen. Beobachter gingen von mehr als 200 Teilnehmern in der Oranienburger Straße aus. 

+++ 16.42 Uhr: Kurdenmilizen beginnen Rückzug aus Nordsyrien +++

Drei Tage nach Verkündung einer Waffenruhe in Nordsyrien haben die Kurdenmilizen mit dem Rückzug aus den umkämpften Gebieten begonnen. Kurdische Quellen und Aktivisten bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass die Kurdenmiliz YPG sich zurückziehe. Das türkische Verteidigungsministerium teilte ebenfalls mit, es verfolge den Abzug der YPG. Es gebe dabei "keinerlei Hindernisse".

+++ 15.37 Uhr: Ausgeweitete Warnstreiks treffen Lufthansa-Konzern - 100 Ausfälle +++

Die kurzfristig ausgeweiteten Warnstreiks der Flugbegleiter haben bei verschiedenen Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns zu rund 100 Flugausfällen geführt. Vor allem in Berlin, Köln, München und Stuttgart bekamen die Fluggäste den Arbeitskampf zwischen der Kabinengewerkschaft Ufo und dem größten Luftverkehrskonzern Europas zu spüren.

Die Gewerkschaft hatte den Warnstreik am Morgen von ursprünglich 6 auf 19 Stunden bis Mitternacht bei den Konzerntöchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress verlängert. Die Kerngesellschaft Lufthansa wurde hingegen nicht bestreikt, so dass am größten deutschen Flughafen in Frankfurt nur wenige Flüge der Lufthansa Cityline abgesagt werden mussten.

+++ 14.23 Uhr: Demonstration in Hongkong eskaliert erneut +++

In Hongkong ist erneut eine Demonstration mit mehreren zehntausend Teilnehmern eskaliert. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die Behörden hatten den Protestzug durch das Einkaufsviertel Tsim Sha Tsui eigentlich mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit und die zunehmend gewaltsamen Proteste untersagt. Zwei Angriffe auf Demokratie-Aktivisten in den vergangenen Tagen hatten die Proteste jedoch neu angeheizt.

+++ 14.17 Uhr: Knapp 34.000 Migranten harren in griechischen Registrierlagern aus +++

Weiterhin kommen zahlreiche Flüchtlinge aus der Türkei auf die griechischen Inseln. Allein am Sonntagvormittag seien 129 Migranten vor und auf den Inseln Lesbos, Kastellorizo, Samos und Kos aufgegriffen worden, teilte die Küstenwache in Piräus mit. Mittlerweile harren auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos nach Angaben des Bürgerschutzministerium in Athen 33.711 Menschen in heillos überfüllten Lagern und anderen Unterkünften aus. Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mehr Migranten (39 775) aus der Türkei zu den griechischen Inseln gekommen als im gesamten Vorjahr (32 494).

+++ 14.16 Uhr: Mann steuert Auto in Menschengruppe vor Café: fünf Verletzte ++

In eine Menschengruppe vor einem Café ist ein Autofahrer in der niederländischen Stadt Deventer gefahren. Er verletzte dabei fünf Menschen. Vier von ihnen wurden in Krankenhäusern behandelt, teilte die niederländische Polizei in Deventer mit. Sie seien nicht lebensgefährlich verletzt. Zuvor habe es einen Streit gegeben.

Der 37-jährige Fahrer sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er hatte sich selbst bei der Polizei gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann absichtlich in die Gruppe gefahren sei.

+++ 13.20 Uhr: Scheuer setzt Bahnchef Lutz bis 14. November Ultimatum für Verbesserungen +++

Angesichts der Vielzahl von Problemen bei der Deutschen Bahn fordert Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Verbesserungen. Scheuer stellte Bahnchef Richard Lutz laut "Bild am Sonntag" ein Ultimatum bis zum 14. November. Bis dahin soll Lutz Konzepte für weitreichende Veränderungen in der Arbeit des Unternehmens vorstellen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung sagtee, bei der Bahn gebe es ein "operatives und strategisches Führungsversagen und eine schlechte Unternehmenskultur".

+++ 10.51 Uhr: Zeitung: Nato bildet Krisenstab wegen türkischer Offensive in Nordsyrien +++

Angesichts der Offensive der Türkei gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien hat die Nato einem Zeitungsbericht zufolge einen Krisenstab gebildet. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Nato-Kreise berichtete, soll sich die Task Force mit dem türkischen Militäreinsatz und seinen möglichen Folgen beschäftigen. Dem Gremium gehören demnach Aufklärungs- und Sicherheitsexperten, Fachleute für Militäreinsätze und politische Berater an.

+++ 10.27 Uhr: Türkischer Soldat trotz Waffenruhe in Nordsyrien getötet +++

Trotz Waffenruhe ist in Nordsyrien nach Angaben aus Ankara ein Soldat durch Beschuss der Kurdenmiliz YPG getötet worden. Ein weiterer sei bei dem Angriff in der Region um Tall Abjad verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Soldaten seien bei einer "Aufklärungs- und Überwachungsmission" unter anderem mit Panzerabwehrwaffen beschossen worden. Das türkische Militär habe zurückgefeuert.

+++ 10.16 Uhr: Neunzehn Stunden Warnstreik: An mehreren Airports fallen Flüge aus +++

 An mehreren deutschen Flughäfen sind am Morgen wegen eines Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo Flüge ausgefallen. Vielerorts hielten sich die Auswirkungen zunächst noch in Grenzen. Mehrere Airport-Sprecher schlossen am Morgen aber nicht aus, dass sich die Situation im Laufe des Tages verschärfen könnte.

Die Gewerkschaft verlängerte den Warnstreik von ursprünglich sechs auf 19 Stunden bis Mitternacht bei den Konzerntöchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress. Eine erste deutschlandweite Bilanz stand aus.

+++ 10.11 Uhr: Zehntausende Demonstranten fordern Sturz der Regierung im Libanon +++

 Im Libanon sind am Wochenende wieder zehntausende Menschen zu regierungskritischen Protesten auf die Straße gegangen. Sie forderten den Sturz der Regierung. Die christliche Partei Libanesische Kräfte stieg am Samstagabend als Reaktion auf die Massenproteste aus der Regierungskoalition aus. Ministerpräsident Saad Hariri setzte seiner Regierung eine Frist bis Montag, um sich auf einen Reformplan zu einigen.

+++ 9.34 Uhr: 3000 Jahre alte Holzsärge mit Mumien in Ägypten entdeckt +++

Archäologen haben in Luxor im Süden Ägyptens eine Reihe von 3000 Jahre alten Holzsärgen samt Mumien entdeckt. Die insgesamt 30 bunten, gut erhaltenen Särge seien in der Grabstätte Al-Asasif gefunden worden, sagte Antikenminister Chalid al-Anani. Es sei das erste Mal seit Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein großer und gut erhaltener Bestand menschlicher Särge entdeckt worden sei.

+++ 9.22 Uhr: Tausende Hongkonger gehen trotz Demonstrationsverbots auf die Straße +++

Trotz eines Demonstrationsverbots sind in Hongkong wieder tausende Menschen für mehr Demokratie auf die Straße gegangen. Die Behörden hatten den Protestzug durch das Einkaufsviertel Tsim Sha Tsui eigentlich mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit und die zunehmend gewaltsamen Proteste untersagt. Trotzdem beteiligten sich mehrere tausend Menschen an der Demonstration. Zwei Angriffe auf Demokratie-Aktivisten in den vergangenen Tagen hatten die Proteste neu angeheizt.

+++ 8.20 Uhr: Drei Tote bei gewaltsamen Protesten in Chile +++

Bei den gewaltsamen Protesten in Chile sind drei Menschen ums Leben gekommen. Sie starben nach Behördenangaben in einem brennenden Supermarkt in der Hauptstadt Santiago de Chile, der in der Nacht zum Sonntag geplündert wurde. Zwei Menschen waren sofort tot, ein drittes Opfer erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie Bürgermeisterin Karla Rubilar vor Journalisten sagte. Auslöser für die Proteste war eine Erhöhung der Ticketpreise für den öffentlichen Nahverkehr.

In Sydney geht die Qantas-Crew von Bord

Die Crew geht in Sydney von Bord: Nach 19 Stunden und 16 Minuten landete die Boeing 787-9 am Sonntagmorgen in der australischen Metropole.

AFP

+++ 8.02 Uhr: Längster Passagierflug der Welt fliegt nonstop von New York nach Sydney +++

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat den bisher längsten Nonstop-Passagierflug unternommen - ohne Zwischenstopp von New York nach Sydney. Nach 19 Stunden und 16 Minuten landete die Boeing 787-9 am Sonntagmorgen in der australischen Metropole, wie die Airline mitteilte. Um Gewicht zu sparen und zwischendurch nicht auftanken zu müssen, waren bei dem Testflug mit der Flugnummer QF7879 nur 49 Menschen an Bord.

+++ 7.44 Uhr: Umfragen sagen grüne Stimmgewinne bei Wahl in der Schweiz voraus +++

Bei der Parlamentswahl in der Schweiz wackelt an diesem Sonntag die Mehrheit der beiden konservativsten Parteien im Parlament. Nach den Umfragen sind kräftige Gewinne der Grünen zu erwarten, während die bislang wählerstärkste Partei, die rechte SVP, Prozentpunkte verlieren dürfte. Die Mitte-Rechts-Fraktionen der SVP und gleichgesinnter Parteien sowie der liberalen FDP hatten bisher zusammen eine knappe Mehrheit von 101 der 200 Sitze. 80 bis 90 Prozent der Wahlwilligen geben ihre Stimme traditionsgemäß per Briefwahl ab.  

+++ 2:13 Uhr: Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Tierversuche +++

Tausende Menschen haben am Samstag in Hamburg gegen Tierversuche demonstriert und die Schließung eines umstrittenen Versuchslabors in der Nähe der Hansestadt gefordert. Der Polizei zufolge folgten bis zu 7300 Menschen dem Aufruf der "Soko Tierschutz". Die Kundgebung sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Auf Plakaten, Bannern und Schildern stand unter anderem "Todeslabore schließen! Tierversuche abschaffen!" oder "Vergiftet für den Profit! Rettet die Versuchstiere!".

Die "Soko Tierschutz" fordert ein Ende der Tierversuche. Die Tierschützer prangern konkret an, dass in einem Labor in Mienenbüttel im Kreis Harburg Hunde und Affen bei Versuchen gesetzwidrig misshandelt würden. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Nach Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren hat die Staatsanwaltschaft Stade Ermittlungen aufgenommen.


 Nachrichten vom Samstag, den 19. Oktober

+++ 20.39 Uhr: Türkei und syrische Kurden werfen sich gegenseitig Verstoß gegen Waffenruhe  +++

Die Türkei und die kurdischen Milizen in Nordsyrien haben sich gegenseitig vorgeworfen, gegen die mit den USA ausgehandelte Vereinbarung zu verstoßen. Die kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) beschuldigten Ankara, die vereinbarte Waffenruhe nicht einzuhalten und den Abzug ihrer Kämpfer aus der Stadt Ras al-Ain zu blockieren. Die Türkei wies dies zurück und warf den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) ihrerseits zahlreiche Angriffe vor.

+++ 19.26 Uhr: Merkel berät mit Putin über neuen Ukraine-Gipfel +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russisch Präsident Wladimir Putin habe in einem Telefonat über die Konflikte in der Ukraine und in Syrien beraten. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Vorbereitungen für einen baldigen Ukraine-Gipfel, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Geplant ist ein Treffen im sogenannten Normandie-Format unter Beteiligung Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine. Weitere Gesprächsthemen waren laut Seibert die Lage in Syrien und Libyen sowie die laufenden Verhandlungen zur Fortführung des Gastransits durch die Ukraine.

+++ 18.40 Uhr: Roland-Berger-Stiftung verschiebt Verleihung von Menschenwürde-Preis +++

Die Roland-Berger-Stiftung hat die für Montag geplante Verleihung ihres Preises für Menschenwürde verschoben. In einer Mitteilung hieß es, mit diesem Schritt möchte der Stifter Roland Berger vermeiden, "dass die aktuelle Berichterstattung über die Rolle seines Vaters in der Zeit des Nationalsozialismus die Würde und das Renommee dieses seit 2008 verliehenen Preises gefährdet".

Einem Bericht des "Handelsblattes" zufolge war Georg Berger 1931 in die NSDAP eingetreten und von 1936 bis 1939 Reichskassenverwalter der Hitler-Jugend gewesen. Anschließend sei er Generaldirektor einer "arisierten" Backfabrik geworden und habe in einer beschlagnahmten Villa gewohnt. Der Unternehmensberater Roland Berger hatte seinen Vater lange als Gegner und Opfer der Nazis dargestellt - um Klarheit zu bekommen, beauftragte er inzwischen zwei Historiker, um "reinen Tisch zu machen und alles aufzuklären", wie er dem "Handelsblatt" sagte. Der Bericht der Historiker soll der Mitteilung zufolge voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen und veröffentlicht werden.

+++ 14.04 Uhr: SPD-Urgestein Erhard Eppler ist tot +++

Der SPD-Politiker Erhard Eppler ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 92 Jahren in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall, wie die SPD Baden-Württemberg am Samstag mitteilte. Eppler galt als Urgestein der Sozialdemokraten und Vordenker aus den großen Zeiten der SPD.

Erhard Eppler blickt ernst

Erhard Eppler, hier auf einem Foto vom November vergangenen Jahres

DPA

"Wir sind Erhard Eppler unendlich dankbar für das, was er uns alles gegeben hat. Er war eine herausragende Persönlichkeit der Sozialdemokratie, im Bund und in Baden-Württemberg, dessen Wertefundament und Prinzipientreue für uns wegweisend bleiben werden", sagte der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende in Baden-Württemberg, Andreas Stoch.

Der promovierte Gymnasiallehrer Eppler, 1926 in Ulm geboren, kam 1956 zur SPD und übernahm dort im Laufe der Jahrzehnte eine Vielzahl an Ämtern und Funktionen. Er war Mitglied im Bundesvorstand und Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, saß im Bundestag und später im Stuttgarter Landtag. Unter Kanzler Willy Brandt (SPD) wurde er 1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Knapp sechs Jahre später legte er den Posten im Streit mit Brandts Nachfolger Helmut Schmidt (SPD) nieder.

+++ 13.29 Uhr: Breitblättriges Knabenkraut ist Orchidee des Jahres +++

Das stark gefährdete Breitblättrige Knabenkraut ist zur Orchidee des Jahres 2020 gewählt worden. Die stattliche Orchidee, die im Frühjahr purpurfarbene Blüten entfaltet, komme nur in Feuchtgebieten vor. Sie leide unter dem Klimawandel, weil ihr Lebensraum durch geringere Niederschlagsmengen immer trockener werde, teilten die Arbeitskreise Heimische Orchideen der Bundesländer im thüringischen Arnstadt mit. Vor allem Trockenheit im Frühjahr gefährde die Bestände. Die Pflanze zeige zeitgleich mit der Apfelblüte ihre weithin strahlenden Blütenstände.

+++ 13.22 Uhr: FPÖ deaktiviert Facebook-Seite von Ex-Parteichef Strache +++

Nach mehreren Skandalen und einer Schlappe bei der österreichischen Parlamentswahl hat die rechtspopulistische FPÖ die offizielle Facebook-Seite ihres ehemaligen Parteichefs Heinz-Christian Strache deaktiviert. Die umstrittene Seite mit ihren fast 800.000 Abonnenten verschwand in der Nacht auf Samstag aus dem Online-Dienst. "Der Aufforderung von Ex-Parteichef Strache, ihm die alleinigen Administratorenrechte zu übertragen, kann die FPÖ aus rechtlichen Gründen nicht nachkommen", teilte die Partei mit.

+++ 13.04 Uhr: Schuldzuweisungen wegen Verstößen gegen Waffenruhe in Nordsyrien +++

Mehr als 30 Stunden nach Verkündung einer vorläufigen Waffenruhe in Nordsyrien haben sich die Türkei und kurdische Kämpfer gegenseitig Brüche der Vereinbarung vorgeworfen. Das türkische Verteidigungsministerium warf den Kurdenmilizen am Samstag vor, für 14 Anschläge mit schweren Waffen in den Grenzstädten Tal Abiad und Ras al-Ain verantwortlich zu sein. Ankara halte sich an den mit den USA vereinbarten Deal, teilte das Ministerium weiter mit.

Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) beschuldigten die türkische Seite dagegen, die Öffnung eines humanitären Korridors für die umkämpfte Grenzstadt Ras al-Ain nicht zuzulassen. Die kurdische Selbstverwaltung hatte dies gefordert, um Zivilisten und Verletzte in Sicherheit zu bringen.

+++ 12.18 Uhr: CSU-Parteitag billigt nur abgeschwächte Ausweitung der Frauenquote +++

Die CSU-Spitze um Parteichef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume ist auf dem Parteitag nur mit Mühe einer schweren Schlappe entgangen: Nach langer, strittiger Debatte billigten die Delegierten am Samstag mehrheitlich eine Ausweitung der Frauenquote - allerdings gegenüber dem ursprünglichen Leitantrag des CSU-Vorstands für die Parteireform nur in abgeschwächter Form.

Die bisherige 40-Prozent-Quote im Landes- und den Bezirksvorständen gilt damit künftig auch für Kreisvorstände - allerdings nun nicht wie geplant als verpflichtende Muss-, sondern nur als Soll-Bestimmung. Mit diesem Kompromissvorschlag der Frauen Union gelang es letztlich, eine drohende Pleite abzuwenden. Auch Parteichef Söder selber musste am Ende der Debatte energisch für den Kompromiss werben.

In Köln verteilen Demonstranten kurdische Fahnen

In Köln verteilen Demonstranten Fahnen bei einer Demonstration gegen die türkische Militär-Offensive in Nordsyrien

DPA

+++ 12.08 Uhr: Kölner Kurden-Kundgebung gegen Militäroffensive friedlich gestartet +++

Zum Auftakt der geplanten Großdemonstration gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien haben sich in Köln einige Hundert Protestierende zu ersten Kundgebungen versammelt. Die Polizei sprach von einem ruhigen Beginn ohne Ausschreitungen. Am Kölner Hauptbahnhof seien zwar mehrere Anreisende überprüft worden, es sei aber niemand in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Die Demonstrationszüge sollten sich gegen Mittag in Bewegung setzen. Die Polizei beobachtete am Vormittag bereits einen "starken Zulauf". Die Sicherheitskräfte rechneten mit rund 20.000 Demonstrierenden - darunter auch gewaltbereiten aus ganz Europa. Die Veranstalter riefen die mit Flaggen der kurdischen Miliz ausgestatteten Demonstrierenden zu Beginn zu friedlichen Kundgebungen auf: "Es ist sehr wichtig, dass wir uns nicht provozieren lassen".

+++ 10.52 Uhr: CSU-Basis macht auf Parteitag lautstark Stimmung gegen Frauenquote +++

Die vom CSU-Vorstand geplante Einführung einer Frauenquote stößt auf dem Parteitag in München auf heftige Kritik von Teilen der Basis. "Man kann nicht die Grünen als Bevormundungspartei geißeln und dann eine Frauenquote einführen", sagte etwa Holm Putzke, CSU-Kreisvorsitzender aus Passau. Es müsse in der Partei das Bestenprinzip gelten und keine Quotenregelung.

+++ 10.40 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Dammbruch in Russland - weitere Vermisste +++

Mindestens 15 Menschen sind bei einem Dammbruch in der sibirischen Region Krasnojarsk in Russland ums Leben gekommen. Weitere 13 Personen galten nach dem Zwischenfall in der Nacht zum Samstag als vermisst, teilte der Zivilschutz der Region mit. Die Zahl der Verletzten wurde mit 14 angegeben. Drei davon seien schwer verletzt, berichtete die russische Agentur Ria Nowosti.

+++ 10.26 Uhr: DGB-Chef besorgt über große Zustimmung zur AfD bei Gewerkschaftern +++

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, ist beunruhigt über die große Zustimmung zur AfD unter Gewerkschaftsmitgliedern. "Dass leicht überproportional viele Gewerkschaftsmitglieder AfD wählen, besorgt mich natürlich", sagte Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Erstarken des Rechtsradikalismus sei eine echte Herausforderung für die Gewerkschaften. Der DGB-Chef betonte zugleich: Die übergroße Mehrheit der Arbeitnehmer traue der AfD "gar nichts zu". Hoffmann machte unter anderem fehlende Tarifverträge für die Popularität der AfD verantwortlich.

+++ 10.15 Uhr: Polizei: Kurden-Demonstration in Köln kann starten +++

Trotz befürchteter Ausschreitungen wird die geplante Großdemonstration in Köln gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien wohl wie geplant am Samstag um 11 Uhr starten können. "Die Kundgebung findet statt", sagte eine Sprecherin der Polizei Köln. Bei der Anreise der Protestierenden habe es zunächst keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Die Polizei rechnet mit mehr als 20.000 Teilnehmern aus ganz Europa.

+++ 9.52 Uhr: Altmaier stellt Koalitionsbeschluss zu stabilem Rentenniveau in Frage +++

Angesichts der lahmenden Konjunktur hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Beschlüsse der großen Koalition für eine Stabilisierung des Rentenniveaus in Frage gestellt. "Die Renten steigen jetzt seit sechs Jahren oberhalb der Inflationsrate. Das ist ein großes Geschenk", sagte Altmaier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Zur Ehrlichkeit gehört, dass wir nicht versprechen können, dass das auf ewig so weitergeht."

Die GroKo hatte im November 2018 eine "doppelte Haltelinie" beschlossen: Das Rentenniveau soll bis 2025 bei mindestens 48 Prozent bleiben, der Beitragssatz darf bis dahin auf höchstens 20 Prozent steigen.

+++ 8.24 Uhr: Greta Thunberg nimmt an Klimaprotesten in Kanadas Ölprovinz Alberta teil +++

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg hat an Klimaprotesten in der kanadischen Provinz Alberta teilgenommen, die das Zentrum der kanadischen Ölindustrie ist. "Wir tun das, weil unsere Zukunft auf dem Spiel steht", sagte Thunberg am Freitag (Ortszeit) vor dem Provinzparlament in Edmonton. Nach Angaben der Veranstalter nahmen mehrere tausend Menschen an der Kundgebung teil.

+++ 6:05 Uhr: Windenergie: Nabu warnt vor Industrieparks in Nord- und Ostsee +++

Beim Ausbau der Windkraft auf Nord- und Ostsee drohen die Risiken für die Umwelt nach Ansicht des Naturschutzbunds (Nabu) in den Hintergrund zu geraten. "Ich habe das Gefühl, die Windindustrie und Teile der Politik möchten einen Freifahrtschein haben", sagte der Nabu-Meeresschutzexperte Kim Detloff der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts neuer Ausbauziele sei die Gefahr groß, dass jetzt Schnelligkeit vor Qualität gehe und Windparks an der falschen Stelle gebaut werden. "Die Energiewende ist kein Konjunkturprogramm für klamme Werften und Küstenländer."

+++ 6.07 Uhr: Ausnahmezustand nach Unruhen wegen Fahrpreis-Erhöhungen in Santiago +++

Nach Unruhen wegen Fahrpreiserhöhungen der U-Bahn in Santiago hat Chiles Präsident Sebastián Piñera am Freitagabend (Ortszeit) den Ausnahmezustand ausgerufen. In einer Fernsehansprache begründete er seine Entscheidung wegen "ernster und wiederholter Angriffe" auf die U-Bahn in der chilenischen Hauptstadt. Zuvor musste die Feuerwehr wiederholt ausrücken, weil Brandstifter in mehreren U-Bahn-Stationen schwere Schäden angerichtet hatten.

+++ 1.41 Uhr: US-Geschworenenjury spricht sich für Todesstrafe für "Hollywood Ripper" aus +++

Im Fall des als "Hollywood Ripper" bekannt gewordenen und zuvor schuldig gesprochenen Mörders Michael Gargiulo hat sich eine US-Geschworenenjury am Freitag (Ortszeit) für die Todesstrafe ausgesprochen. Das endgültige Urteil soll am 28. Februar von einem Richter gesprochen werden.

Die Verteidigung hatte sich dafür eingesetzt, dass Gargiulo die Todesstrafe erspart bleibt und argumentiert, dass ihr Mandant geisteskrank und in seiner Kindheit Opfer von Missbrauch gewesen sei.

Der 43-jährige Michael Gargiulo war im August wegen zweifachen Mordes sowie wegen versuchten Mordes an einer dritten Frau schuldig gesprochen worden. Unter den beiden getöteten Frauen war auch eine Bekannte des Schauspielers Ashton Kutcher, der im Prozess als Zeuge aussagte.

 +++ 0.38 Uhr: Gewalt bei Protesten in Barcelona eskaliert +++

Bei den Protesten von Unabhängigkeitsbefürwortern in Barcelona ist die Gewalt in der Nacht eskaliert. Radikale Separatisten, die Barrikaden errichtet hatten, warfen Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Im Stadtzentrum gab es chaotische Szenen. Die Lage verschärfte sich am späten Abend, nachdem es bereits in den Stunden zuvor Ausschreitungen in der katalanischen Hauptstadt und andernorts gegeben hatte.

anb / DPA / AFP
VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?