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News von heute Für den Eigenbedarf: Luxemburg erlaubt Cannabisanbau

Cannabis-Anbau
Luxemburg will den cannabis-Anbau legalisieren – aber nur für den Eigenbedarf.
© Christian Charisius / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.11 Uhr: 17 Tote bei Explosion in Produktionshalle für Sprengstoff in Russland

Bei einer Explosion in einer Produktionshalle für Industriesprengstoff in Russland sind 17 Menschen ums Leben gekommen. Ein letzter Vermisster sei am Abend tot unter Trümmern gefunden worden, teilten die Ermittler mit. Zuvor war ein anderer Mitarbeiter seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus erlegen.

Das Werk liegt nahe der Stadt Rjasan - etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Auf Bildern ist die nahezu zerstörte Werkshalle zu sehen. Lediglich einige Seitenwände blieben erhalten. Nach Berichten lokaler Medien kam es zu dem Unglück, als Mitarbeiter zu Beginn ihrer Schicht die Maschinen anschalten wollten. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar.

18.41 Uhr: Südafrika: Elefant trampelt mutmaßlichen Wilderer tot

Im bekannten Krüger-Nationalpark in Südafrika ist ein mutmaßlicher Wilderer von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Die Leiche des Mannes sei während eines Einsatzes gegen die Wilderei gefunden worden, sagte Park-Sprecher Isaac Phaahla am Freitag. "Erste Untersuchungen lassen darauf schließen, dass der Verstorbene von einem Elefanten getötet und von seinen Komplizen zurückgelassen wurde."

Bei dem Angriff sei das Mobiltelefon des mutmaßlichen Wilderers nicht zu Schaden gekommen, erklärte der Sprecher weiter. Dieses sei der Polizei übergeben worden, um die Beamten bei den Ermittlungen zu unterstützen. 

18.28 Uhr: Nach Mord-Verurteilung: Wohl weiterer Prozess gegen Millionär Durst

Der gerade erst wegen Mordes an einer Freundin zu lebenslanger Haft verurteilte US-Millionär Robert Durst (78) muss sich möglicherweise schon bald wegen eines weiteren Vorfalls vor Gericht verantworten. Gegen Durst sei eine Mordanklage wegen des Verschwindens seiner damaligen Ehefrau Kathie McCormack Durst 1982 eingereicht worden, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden in Lewisboro nördlich der Metropole New York. McCormack Durst war nie gefunden worden - und bislang war noch nie Anklage im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden erhoben worden.

Erst in der vergangenen Woche war der Immobilienerbe in Los Angeles wegen Mordes an einer Freundin vor über 20 Jahren zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Rund einen Monat zuvor war Durst von einem Geschworenengericht für schuldig befunden worden, seine Bekannte Susan Berman in der Weihnachtszeit im Jahr 2000 in ihrem Haus in Beverly Hills erschossen zu haben. Der unter anderem an Blasenkrebs erkrankte Durst erschien in einem Rollstuhl sitzend im Gerichtsgebäude. Zuletzt war er auch an Covid-19 erkrankt. Seine Anwälte kündigten an, in Berufung gehen zu wollen.

18.04 Uhr: Auftakt der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen "gut gelaufen"

SPD, Grüne und Linke in Berlin haben den Auftakt ihrer Koalitionsverhandlungen positiv bewertet. "Der Tag ist gut gelaufen", sagte Berlins SPD-Vorsitzende Franziska Giffey am Freitag nach einem achtstündigen Gespräch der Spitzenpolitiker der drei Parteien. Zunächst sei es unter anderem um den finanziellen Rahmen für die nächsten fünf Jahre gegangen. "Es gibt einen bunten Strauß an Wünschen." Wichtig sei nun aber zu schauen, was möglich sei und was nicht. Denn es gehe darum, einerseits zu investieren, aber andererseits eine verantwortungsvolle Finanzpolitik zu betreiben.

Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch und Linke-Spitzenkandidat Klaus Lederer unterstrichen, dass man Berlin nicht "kaputtsparen" wolle. Ziel seien gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise vielmehr weitere Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, in eine funktionierende, bürgerfreundliche Verwaltung, in Schulen, Kitas oder den Klimaschutz. Dabei müsse die neue Koalition aber "priorisieren". Das heißt, in den Koalitionsvertrag sollen nur die Vorhaben einfließen, die auch finanziert werden können.

17.35 Uhr: Israel erklärt Palästinenserverbände zu Terrororganisationen

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz hat sechs palästinensische Nichtregierungsorganisationen zu Terrororganisationen erklärt. Die Gruppierungen – darunter die Menschenrechtsorganisation Al-Hak und der Häftlingsverband Addameer – hätten Verbindungen zur militanten Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), hieß es in einer Mitteilung. Die Organisationen seien unter anderem entscheidend für die Finanzierung der PFLP. Sie hätten große Summen von europäischen Ländern erhalten. Mit dem Geld habe die PFLP auch Zahlungen an Familien von Attentätern geleistet.

17.30 Uhr: Biontech-Impfstoff laut Unternehmen bei Kindern zu knapp 91 Prozent wirksam

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat nach Konzernangaben bei Kindern eine Wirksamkeit von knapp 91 Prozent. Laut einem von Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Dokument beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Untersuchung mit 2250 Teilnehmern. Ein schwerer Krankheitsverlauf wurde nicht registriert.

Ein Expertengremium der FDA wird sich am kommenden Dienstag mit der Frage befassen, ob der Biontech-Pfizer-Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige zugelassen werden soll. Bislang gibt es in den USA für das Vakzin eine Notfallzulassung ab zwölf Jahren und eine vollständige Zulassung ab 16 Jahren.

17.07 Uhr: Merkel sieht in EU "große Baustellen" für möglichen Nachfolger Scholz

Nach ihrem 107. und wahrscheinlich letzten EU-Gipfel hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt über den Zustand der Europäischen Union geäußert. "Die Baustellen für meinen Nachfolger sind groß", sagte die CDU-Politikerin in Brüssel. Es gebe eine Reihe von ungelösten Problemen. Merkel nannte den Streit um die Rechtsstaatlichkeit mit Polen und das Thema Migration. Zudem erwähnte sie, dass sich der wirtschaftliche Wettbewerb mit Ländern wie China in den letzten Jahren verschärft habe.

17.05 Uhr: Sea-Watch darf mit geretteten Migranten in Sizilien anlegen

Die Crew des deutschen Seenotretter-Schiffs "Sea-Watch 3" darf mit ihren mehr als 400 Bootsmigranten an Bord in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden hätten ihr den Hafen in Pozzallo zugewiesen, teilte die Hilfsorganisation auf Twitter mit. Am Sonntag und Montag hatten die freiwilligen Helfer in kurzer Zeit insgesamt mehr als 410 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Die Crew wartete seitdem darauf, die Menschen in einem Hafen an Land bringen zu können. Zwischenzeitlich evakuierte die italienische Küstenwache mehrere Schwangere und Frauen mit schweren Treibstoffverbrennungen.

17.00 Uhr: Corona-Notlage: Rumänien verschärft Vorsichtsmaßnahmen

Rumänien verschärft angesichts einer Corona-Notlage die Vorsichtsmaßnahmen für die nächsten 30 Tage. Ab diesem Montag gilt landesweit eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen wie auch im Freien. Die Regierung beschloss weiterhin, dass Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen zwei Wochen lang geschlossen werden. Zugang zu allen Geschäften, Gaststätten und Kultureinrichtungen haben nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete. Nur Lebensmittelläden und Apotheken stehen allen offen – ebenso die Kirchen. 

16.50 Uhr: Cum-Ex: Warburg Bank legt Verfassungsbeschwerde gegen BGH-Urteil ein

Die in die "Cum-Ex"-Affäre verwickelte Warburg Bank und ihre Eigentümer Max Warburg und Christian Olearius haben Verfassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) eingelegt. In dem Ende Juli gesprochenen Urteil hatte der BGH einen Spruch des Landgerichts Bonn gegen zwei Ex-Börsenhändler aus London bestätigt und damit erstmals höchstrichterlich die Strafbarkeit sogenannter Cum-Ex-Geschäfte festgestellt. Dabei seien Warburg und Olearius in ihren durch die Europäische Menschenrechtskonvention garantierten Rechten verletzt worden, sagte Anwalt Peter Gauweiler vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Deshalb sei am Donnerstag Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht worden.

16.40 Uhr: Bund-Länder-Bericht: Zu wenig Flächen für Windenergie an Land

Zu wenig Flächen, lange Planungsverfahren, viele Klagen - dazu Konflikte mit dem Arten- und Naturschutz: Beim Ausbau der Windkraft an Land gibt es aus Sicht der Länder viele Hemmnisse. Das geht aus dem ersten Bericht eines sogenannten Bund-Länder-Kooperationsausschusses hervor, der vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt wurde. Um Klimaziele zu erreichen, müssten die Ausbauziele an Land erhöht werden.

16.30 Uhr: Laschet will Montagmorgen Rücktritt als Ministerpräsident einreichen

Armin Laschet (CDU) will nach dpa-Informationen am Montagmorgen beim Landtagspräsidenten seinen Rücktritt als Ministerpräsident einreichen und die Entlassungsurkunde entgegennehmen. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet. Anschließend möchte Laschet seinen Ministerinnen und Ministern nach dpa-Informationen persönlich deren Entlassungsurkunden überreichen. Laschet bleibt geschäftsführend im Amt, bis er am Dienstagmorgen Bundestagsabgeordneter wird. In diesem Moment darf er laut Landesverfassung nicht mehr Ministerpräsident sein. Sein Stellvertreter, Familienminister Joachim Stamp (FDP), übernimmt.

16.17 Uhr: Luxemburg erlaubt Cannabisanbau für Eigenbedarf

Cannabis darf in Luxemburg künftig in kleinerem Maßstab für den Eigenbedarf angebaut werden. Das geht aus einem Maßnahmenpaket der luxemburgischen Regierung zur Bekämpfung der Drogenkriminalität hervor. Demnach sind künftig daheim und pro Haushalt bis zu vier Cannabispflanzen erlaubt. Der Besitz und der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit bleiben aber weiterhin verboten.

Die Regierungskoalition in Luxemburg verfolgt seit einiger Zeit Pläne, den Anbau, Verkauf und Konsum von Cannabis zum persönlichen Gebrauch zu legalisieren. Dem EU-Beobachtungszentrum für Drogen mit Sitz in Lissabon zufolge wäre Luxemburg mit solch weitreichenden Regelungen Vorreiter in Europa.

16.05 Uhr: Eintrittskarten für Frankfurter Buchmesse am Samstag ausverkauft

Das Ticketkontingent für den Besuchersamstag der Frankfurter Buchmesse ist bereits ausgeschöpft. Nun können nur noch Einlasskarten für den letzten Messetag am Sonntag online gekauft werden, wie die Frankfurter Buchmesse mitteilte. Anders als in den vergangenen Jahren mussten sich Lesefans in diesem Jahr bereits vorher um ihre Tickets kümmern, ein spontaner Besuch ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich.

15.52 Uhr: Tausende demonstrieren bei Klimastreik in Berlin und Stockholm

Parallel zu den Koalitionsverhandlungen haben am Freitagnachmittag tausende Menschen beim bundesweiten Klimastreik der Bewegung Fridays for Future in Berlin demonstriert. Die angemeldete Zahl von zehntausend Teilnehmern wurde nach Polizeiangaben gut zweieinhalb Stunden nach Beginn erreicht. Eine halbe Stunde später erklärten die Veranstalter die Demonstration jedoch aufgrund des stürmischen Wetters für beendet.

Auch nach dem Ende des Streiks verharrten nach Polizeiangaben mehrere hundert Menschen vor der Parteizentrale. "Unser Klimastreik ist beendet – jetzt blockieren unsere Aktivist:innen das Willy-Brandt-Haus", twitterte Fridays for Future. Nach Angaben des Bündnisses Ende Gelände besetzten zudem dutzende Aktivisten die Grünen-Parteizentrale. in Glasgow haben Aktivisten um Greta Thunberg ihrer Forderung nach mehr Klimaschutz noch einmal Nachdruck verliehen.

15.40 Uhr: Güterbahnen: Verlagerungspolitik auf die Schiene unzureichend

Die Güterkonkurrenten der Deutschen Bahn gehen nicht davon aus, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Güter als bisher auf der Schiene statt auf der Straße tranportiert werden. In seinem aktuellen Wettbewerber-Report, den das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) in Auszügen veröffentlichte, prognostiziert der Verband, dass sich der Güter-Anteil der Schiene von aktuell etwas mehr als 18,2 Prozent bis 2024 nicht verändern wird.

15.25 Uhr: Seesack mit 25 Kilogramm Kokain an ostfriesischer Nordseeküste angeschwemmt

An der ostfriesischen Küste ist in Niedersachsen ein Seesack mit rund 25 Kilogramm Kokain angeschwemmt worden. Der Sack wurde am Donnerstag in Hilgenriedersiel bei Aufräumarbeiten im Deichvorland entdeckt, wie die Polizei in Aurich mitteilte. Darin fanden die Beamten die größere Drogenmenge. Die Polizei beschlagnahmt das Kokain. Weitere Ermittlungen zur Herkunft der Drogen wurden eingeleitet.

15.15 Uhr: Chrupalla mit Corona infiziert – Erste Sitzung fällt für AfD-Chef aus

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Fraktion mitteilte, wurde er positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne. "Herr Chrupalla kann daher nicht an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am 26. Oktober teilnehmen", hieß es in der Mitteilung der Fraktion. Dem Vernehmen nach dauert seine Quarantäne schon einige Tage an. Über weitere Infektionen in der Fraktion wurde bislang nichts bekannt.

15.06 Uhr: 16 Tote bei Explosion in Produktionshalle für Sprengstoff in Russland

Bei einer Explosion in einer Produktionshalle für Industriesprengstoff in Russland sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Ein Mitarbeiter sei nach dem Unglück mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben, teilten die Ermittler mit. Am Nachmittag war zunächst noch nach einem vermissten Mitarbeiter gesucht worden. Auf Bildern ist die nahezu zerstörte Werkshalle zu sehen. Lediglich einige Seitenwände blieben erhalten. Nach Berichten lokaler Medien kam es zu dem Unglück, als Mitarbeiter zu Beginn ihrer Schicht die Maschinen anschalten wollten.

15.01 Uhr: BMW startet Serienproduktion des "Tesla-Fighters"

Drei Monate nach dem Elektro-SUV BMW iX hat der Autobauer auch die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i4 gestartet. Im Stammwerk München lief heute das erste Fahrzeug vom Band. "Der Anlauf des BMW i4 ist ein Meilenstein für dieses Werk und seine Mannschaft auf dem Weg in Richtung E-Mobilität", sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic. "Ab 2023 besitzt mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge aus München einen elektrifizierten Antrieb. Der überwiegende Teil davon wird vollelektrisch motorisiert sein."

Mit einem "Tesla-Fighter" wollen Autohersteller auf dem Markt für E-Autos Branchenpionier Tesla Konkurrenz machen. Teslas Model 3 und der BMW i4 zielen auf die gleichen Käufergruppen.

14.44 Uhr: Obama würdigt Merkel in Videobotschaft

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren "unerbittlichen" moralischen Kompass und die vielen Jahre guter Zusammenarbeit gewürdigt. "So viele Menschen, Mädchen und Jungen, Männer und Frauen, haben ein Vorbild gehabt, zu dem sie in schwierigen Zeiten aufschauen konnten", sagte er in einer Videobotschaft, die von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter verbreitet und heute auch bei dem wohl letzten EU-Gipfeltreffen mit Merkel gezeigt wurde. "Über viele Jahre hinweg kann man sich nur auf wenige politische Führer verlassen, die ihre Prinzipien über jede enge Definition von Eigeninteresse stellen", so Obama. Das deutsche Volk und die ganze Welt schuldeten ihr einen Dank für ihre hohen moralischen Standards.

Obama sagte zudem, dass es von Charakter zeuge, dass sie gerade vermutlich lieber bei dem EU-Gipfel arbeite, als bei diesem im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. "Ich war glücklich, dein Freund zu werden", so der 60-Jährige, der von 2009 bis 2017 US-Präsident war. Er habe das Privileg gehabt, auf die Partnerschaft zu ihr während einer Reihe von Krisen zurückgreifen zu können. "Dankeschön", schloss der Ex-Präsident seine Botschaft auf Deutsch.

14.18 Uhr: Nadija Sawtschenko in Kiew mit gefälschtem Impfzertifikat erwischt

Der ehemals in Russland inhaftierten ukrainischen Nationalheldin Nadija Sawtschenko droht in ihrer Heimat eine Haftstrafe. Die 40-Jährige wurde in Kiew mit einem gefälschten Covid-19-Impfzertifikat erwischt, wie Innenminister Denys Monastyrskyj bestätigte. Sie sei mit ihrer Schwester aus der Türkei mit einem Flugzeug eingereist. Beide müssen nun mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Sawtschenko selbst äußerte sich zunächst nicht dazu.

Ein Impfzertifikat befreit in der Ukraine von einer Quarantäne nach der Einreise. In der aktuellen Corona-Welle verzeichneten die Behörden heute mit 23.785 Infektionen und 614 Toten neue Negativrekorde. Gleichzeitig ist die Impfbereitschaft trotz vorhandener Vakzine niedrig. Nur knapp 17 Prozent der Ukrainer sind vollständig geimpft.

13.37 Uhr: Frau und Säugling in Itzehoe tot aufgefunden

Die Polizei hat in einer Wohnung im schleswig-holsteinischen Itzehoe eine Frau und ihren einjährigen Säugling tot aufgefunden. Beamte fanden die beiden Toten gestern Abend nach einem Hinweis, wie die Polizei jetzt mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler den Angaben zufolge davon aus, dass die 34-Jährige Suizid beging, die genaue Ursache für den Tod des Kinds ist hingegen noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft übernahmen die weiteren Ermittlungen.

13.35 Uhr: Auch radioaktives Material bei Bundeswehroffizier entdeckt

Ein in Nordrein-Westfalen verhafteter Bundeswehroffizier soll neben Waffen auch radioaktives Material gehortet haben. Gefunden worden sei Strontium-90 aus bislang unbekannter Quelle, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Die Vorwürfe gegen den Mann seien deshalb um den Tatbestand unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen erweitert worden.

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt – Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist zuständig, da dort am Flughafen vom Zoll ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen worden war, das der 32-Jährige in die USA schicken wollte. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss. Der Soldat sitzt in Untersuchungshaft.

13.33 Uhr: Hunderte illegale Einreisen über Belarus nach Deutschland

Auf der neuen Migrationsroute über Belarus und Polen sind nach Erkenntnissen der Bundespolizei binnen zwei Tagen knapp 500 Menschen unerlaubt nach Deutschland eingereist. Wie die Behörde meldete, wurden vom 1. bis 21. Oktober insgesamt 3751 Fälle erfasst, zwei Tage vorher lag die Zahl noch bei 3262. Seit Jahresbeginn registrierte die Bundespolizei bis einschließlich gestern 6162 illegale Einreisen über die Belarus-Route. Brennpunkt sei dabei die deutsch-polnische Grenze.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem zu.

13.30 Uhr: Gutachter halten Messerstecher von Würzburg für schuldunfähig

Der Würzburger Messerstecher war bei seiner Attacke auf Passanten Ende Juni nach psychiatrischer Einschätzung schuldunfähig. Die beiden im Ermittlungsverfahren beauftragten Sachverständigen kämen unabhängig voneinander jeweils zu diesem Ergebnis, teilten das Bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Was genau den 32 Jahre alten Somalier zu dem Angriff auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen trieb, ist allerdings weiter unklar. Hinweise auf Mitwisser oder Mittäter sowie auf einen extremistischen Hintergrund gebe es weiterhin nicht, teilten die Ermittler mit.

Erwiesen ist, dass der Migrant am 25. Juni in der Mainstadt auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen eingestochen hat. Drei Frauen starben, fünf Menschen wurden lebensgefährlich und vier leicht verletzt. Mit dem neuerlichen Gutachten dürfte es gegen den 32-Jährigen ein sogenanntes Sicherungsverfahren geben. Dabei geht es um die Unterbringung eines Beschuldigten in einer Psychiatrie.

13.05 Uhr: Merkel mit stehendem Applaus auf EU-Gipfel verabschiedet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist auf ihrem wohl letzten EU-Gipfel mit stehendem Applaus verabschiedet worden. Nach einer Dankesrede von Ratspräsident Charles Michel erhoben sich die anderen Staats- und Regierungschefs und applaudierten der dienstältesten Regierungschefin, wie ein EU-Diplomat mitteilte. Michel betonte in seiner Ansprache, ein Gipfel ohne Merkel sei wie "Rom ohne den Vatikan oder Paris ohne den Eiffelturm".

13.03 Uhr: Hoch "Quedlinburga" bringt Sonne am Wochenende

Nach stürmischen Tagen kehrt beim Wetter dank Hoch "Quedlinburga" wieder etwas Ruhe ein. Vor allem der Sonntag werde schön, erklärte der Deutsche Wetterdienst. Zunächst könnte die Sonne zwar noch von Nebel verdeckt werden, der dürfte sich im Laufe des Vormittags aber auflösen. Der Samstag beginnt meist noch mit Wolken, nach und nach lockert es dann auf, vor allem im Süden. Im Norden sind einzelne Schauer möglich. Die Temperaturen steigen auf 8 bis 14 Grad.

Nachts wird es am Wochenende kalt, sogar leichter Frost ist möglich. "Wer also seine empfindlichen Pflanzen noch nicht nach drinnen gebracht hat, sollte dies nun tun. Sofern sie nicht dem Sturm zum Opfer fielen", riet DWD-Meteorologe Markus Übel. Ruhig beginne auch die kommende Woche, vorwiegend im Süden. Die Sonne komme hier immer wieder hervor, Regen sei eher selten. Über dem Norden ziehen hingegen immer wieder Wolken und Regen auf. Tagsüber sind 12 bis 17 Grad möglich, auch die Nächte werden der Vorhersage zufolge milder.

12.54 Uhr: Ministerpräsidenten fordern weiter bundeseinheitliche Regeln für Pandemiebekämpfung

Die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder hat vom Bund weiterhin bundeseinheitliche Regeln für die Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. Diese müssten vom Bundestag bis zum 25. November geschaffen werden, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU), nach Beratungen in Königswinter bei Bonn. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt erklärt, die derzeit geltende epidemische Notlage von nationaler Tragweite Ende November auslaufen lassen zu wollen.

12.34 Uhr: Kassenärzte melden großes Interesse an Auffrischungsimpfungen

Die Corona-Auffrischungsimpfungen werden nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gut angenommen. "Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass das Interesse an Booster-Impfungen gemäß der Stiko-Empfehlung durchaus groß ist", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Man empfehle, die Impfung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission wahrzunehmen. "Die Versorgung mit Impfstoffen ist insgesamt ausreichend. Mittlerweile sind genügend Impfstoffe vorhanden, so dass jeder, der sich impfen lassen möchte, dies auch zeitnah machen kann." Die KBV vertritt rund 181.000 in Praxen tätige Ärzte und Psychotherapeuten.

In Deutschland haben laut Robert-Koch-Institut bisher 1,5 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie ab 70 – laut Statistischem Bundesamt gibt es rund 13 Millionen Menschen in Deutschland, die 70 und älter sind. 

12.30 Uhr: Hunderte Klimaschützer demonstrieren in Berlin

Knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl demonstrieren in Berlin Hunderte Klimaschützer, um ihre Forderungen an die künftige Bundesregierung zu untermauern. Unter dem Motto "Ihr lasst uns keine Wahl" protestierten Anhänger der Bewegung Fridays for Future am Brandenburger Tor. Nach Polizeiangaben waren rund 1300 Teilnehmende zum Auftakt dort. Weitere Menschen seien auf dem Weg zu der Aktion, berichtete ein Sprecher. Laut Veranstalter waren etwa 3000 Teilnehmende aus gesamten Bundesgebiet angereist. Die Polizei berichtete von rund 30 Bussen im Zusammenhang mit der Kundgebung. Rund 400 Polizisten seien im Einsatz.

12.06 Uhr: Kroatien und Bulgarien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen EU-Mitgliedstaaten für die das gilt.

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

12.03 Uhr: Schrecken auf Achterbahnfahrt in Japan – Dutzende steckten fest

In schwindelerregender Höhe auf einer Achterbahn sind Dutzende von Menschen mitten in der Fahrt plötzlich steckengeblieben. Ein Stromausfall machte den "Hollywood Dream - The Ride" im Vergnügungspark Universal Studios Japan in Osaka zum Alptraum. Die 35 Passagiere kamen zum Glück mit dem Schrecken davon, als ihre Fahrt ausgerechnet nahe dem höchsten Punkt jäh zum Stillstand kam. Der "Hollywood Dream" ist bekannt für seine steile Abfahrt aus rund 43 Metern Höhe. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, wie der Betreiber versicherte. Einen größeren Adrenalinschub dürften die Gäste bisher bei keiner anderen Achterbahnfahrt erlebt haben. Mitarbeiter brachten sie schließlich in Sicherheit. Auch einige andere Attraktionen sowie rund 3200 Haushalte in der Umgebung waren von dem Stromausfall gegen Mittag (Ortszeit) betroffen.

11.26 Uhr: SPD-Parteizentrale in Berlin mit Farbe beschmiert

Unbekannte haben in der Nacht die SPD-Parteizentrale in Berlin mit Farbe beschmiert. Mitarbeiter der zuständigen Sicherheitsfirma stellten gegen 2.30 Uhr an der Außenfassade, der Fensterfront und an einer Säule vor dem Foyer des Gebäudes im Stadtteil Kreuzberg mehrere Schriftzüge im Zusammenhang mit der Klimakrise fest, wie die Polizei mitteilte. Vier vermummte Personen sollen davongerannt sein. Angesichts des Inhalts der vier Schriftzüge sowie des Zeitpunktes der Tat liege ein politisches Tatmotiv nahe. Heute wollen die Bewegung Fridays for Future und weitere Bündnisse ihre Klimaschutz-Forderungen untermauern.

Die angebrachten Schriftzüge lauteten nach Polizeiangaben unter anderem "2025 ist zu spät", "Klimajustice" sowie Spitzenkandidat Olaf "Scholz gehört verurteilt – nicht ins Amt". Sie sind laut Polizei in blauer, schwarzer und roter Farbe geschrieben. Der kleinste Schriftzug sei etwa ein Meter groß, der größte neun Meter. Der Staatsschutz führt die weiteren Ermittlungen.

11.07 Uhr: Corona-Ausbruch an Schule nach Zirkusaufführungen

Nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule in Freiburgs Stadtteil St. Georgen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Für einen großen Teil der Schüler gilt nun Fernlernunterricht. Bis gestern wurden 44 Fälle registriert, darunter 30 Schülerinnen und Schüler, eine Lehrkraft und 13 Folgefälle in Familien und bei Besuchern, wie das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald bestätigte. Bislang seien keine schweren Verläufe bekannt. Der Ausbruch wird auf mehrere Zirkusaufführungen zurückgeführt, die zwischen dem 8. und 10. Oktober in der Schule veranstaltet wurden.

Nach Angaben der Behörde fanden die Veranstaltungen mit einem 3G-Konzept statt. Sie geht von einer Aerosolbildung während der Veranstaltungen aus. Insgesamt könnten 1500 Zuschauer betroffen sein. Nach Informationen der "Badischen Zeitung" trugen Schüler auf der Bühne und einige Zuschauer keine Maske; der Schule zufolge hatten einige Zuschauer ein gesundheitliches Attest.

11.02 Uhr: Polens Grenzer nehmen 14 Kuriere fest

Polens Grenzschutz hat in den vergangenen 24 Stunden 14 mutmaßliche Kuriere festgenommen, die Migranten beim Überqueren der Grenze zu Belarus geholfen haben sollen. Darunter seien auch zwei Deutsche, die in einem Lieferwagen 34 Iraker beförderten, sagte die Sprecherin des Grenzschutzes der Nachrichtenagentur PAP. Die anderen Kuriere stammten den Angaben zufolge aus Polen, Syrien, Usbekistan, Italien, Rumänien, Georgien und dem Iran. Gegen alle werde wegen Beihilfe zur Organisation einer illegalen Grenzüberquerung ermittelt.

Laut Polens Grenzschutz gab es seit Anfang Oktober mehr als 12.000 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung. In der Grenzregion Podlachie seien demnach bislang mehr als 160 Kuriere festgenommen worden, die mit Flüchtlingen unterwegs waren.

10.20 Uhr: Junger Rapper in Schweden erschossen

Bei Schüssen in Schweden ist Medienberichten zufolge ein junger Rapper getötet worden. Der 19-jährige Einár, der bürgerlich Nils Kurt Erik Einar Grönberg hieß, wurde bei nächtlichen Schüssen in einem Wohngebiet in Hammarby Sjöstad im Süden Stockholms erschossen, wie die Zeitung "Expressen", der Sender SVT und weitere schwedische Medien melden. Die Stockholmer Polizei erklärte in der Nacht, dass ein Mann seinen Verletzungen erlegen sei, wollte den Namen des Opfers auf Anfrage aber nicht bestätigen. Es wurden Mordermittlungen eingeleitet, festgenommen wurde aber noch niemand.

Einár ist in Deutschland kaum bekannt. In seiner Heimat ist er jedoch ein Name, der weit über die Hip-Hop-Szene hinaus Prominenz erlangt hat. Seinen Durchbruch hatte er 2019 mit dem Lied "Katten i trakten" (Die Katze in der Gegend). Im selben Jahr war er in Schweden der beliebteste Künstler auf Spotify, wie SVT berichtet hatte – und zwar vor internationalen Stars wie dem verstorbenen DJ Avicii, Ed Sheeran und Billie Eilish.

10.28 Uhr: Fast 70 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Nahezu 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind mindestens einmal geimpft. Laut Robert-Koch-Institu sind das knapp 57,4 Millionen Menschen (69,1 Prozent). 66,1 Prozent der Gesamtbevölkerung (54,9 Millionen Menschen) sind inzwischen vollständig geimpft. gestern wurden in Deutschland rund 192.700 Dosen verabreicht. Bei aktuell im Mittel rund 124.400 Impfungen pro Tag wird laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums im Schnitt rechnerisch mehr als eine Person pro Sekunde geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

10.20 Uhr: China rät USA im Streit um Taiwan zur "Vorsicht"

China hat den USA im Streit um Taiwan zur "Vorsicht" geraten. "China wird keine Kompromisse eingehen, wenn es um seine grundlegenden Interessen wie Souveränität und territoriale Integrität geht", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, in Peking. Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden Taiwan militärische Unterstützung im Falle eines Angriffs Chinas auf die Insel zugesichert.

Die Spannungen zwischen Peking und Taipeh nehmen seit Jahren zu. Peking betrachtet Taiwan, das sich 1949 von China abgespalten hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. Chinas Präsident Xi Jinping hatte den chinesischen Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit Taiwan zuletzt wiederholt bekräftigt.

10.14 Uhr: Koalitionsverhandlungen in Berlin haben begonnen

Knapp vier Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben SPD, Grüne und Linke Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Spitzenpolitiker der drei Parteien sind dafür am Vormittag in einem Tagungszentrum am Pariser Platz in Berlin-Mitte zusammengekommen. Die sogenannte Dach-Gruppe soll sich in den kommenden Wochen regelmäßig treffen und entscheiden, was Eingang in den Koalitionsvertrag findet.

SPD, Grüne und Linke, die in Berlin seit 2016 zusammen regieren, wollen erneut eine Dreierkoalition bilden. Das Regierungsprogramm soll laut bisherigem Zeitplan bis Ende November stehen.

9.42 Uhr: Komponist Udo Zimmermann gestorben

Udo Zimmermann, einer der führenden zeitgenössischen Komponisten Europas, ist tot. Er starb in der Nacht im Alter von 78 Jahren in seiner Geburtstadt Dresden, wie seine Witwe mitteilte. Der Künstler litt seit Jahren an einer seltenen neurodegenerativen Erkrankung. Sie hatte seine Leidenschaft Komponieren eingeschränkt, bis er aufgeben musste. Zuletzt konnte der Maestro, der stets auch für eine auskömmliche Ausstattung der Kultur stritt, Musik nur noch hören.

Zimmermann war Dramaturg an der Dresdner Staatsoper und gründete 1974 das "Studio Neue Musik", aus dem 1986 das Zentrum für zeitgenössische Musik hervorging. Von 1990 bis 2001 war er Intendant der Oper Leipzig. 1997 bis 2011 verantwortete er zudem die Reihe musica viva beim Bayerischen Rundfunk. Zimmerman komponierte fünf Opern, Vokalsinfonik und Werke für Kammerensemble, dirigierte namhafte Orchester wie die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker oder die Staatskapelle Dresden.

9.33 Uhr: Zahl der Verkehrstoten in Deutschland weiter deutlich niedriger als 2020

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland liegt in diesem Jahr weiter deutlich unter dem Niveau des Jahres 2020. Bis August starben 1631 Menschen bei Verkehrsunfällen, 205 Menschen oder elf Prozent weniger als in den ersten acht Monaten des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Ferienmonat August verunglückten demnach 241 Menschen tödlich bei Straßenverkehrsunfällen, 28 weniger als im August 2020.

Die Zahl der von der Polizei von Januar bis August registrierten Unfälle lag mit 1,45 Millionen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Unter diesen Unfällen waren 161.200 mit Personenschaden, neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

9.15 Uhr: Feuerwehr rettet Schildkröten aus brennendem Terrarium

Die Feuerwehr hat gestern in Schwäbisch Hall fünf Schildkröten aus einem brennenden Terrarium gerettet. Nach bisherigen Erkenntnissen sei eine Wärmelampe in dem Terrarium in einem Wohnhaus explodiert, teilte die Polizei jetzt mit. Dadurch sei das Heu in dem Glaskasten in Brand geraten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernten das Heu und brachten die Schildkröten in Sicherheit. 

9.12 Uhr: Israel liefert Deutschen wegen Betruges und Geldwäsche aus

Israel hat einen Deutschen wegen des Verdachts des millionenschweren Betruges und der Geldwäsche ausgeliefert. Der Mann soll gemeinsam mit anderen Dutzende in Deutschland ansässige Opfer um schätzungsweise mindestens sechs Millionen Euro geprellt haben, wie die israelische Staatsanwaltschaft mitteilte. Er solle in Deutschland wegen Betruges und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt werden.

Das Netzwerk habe laut Auslieferungsersuchen der deutschen Behörden außerhalb von Deutschland agiert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Mitglieder hatten demnach Investoren unter falschem Namen erfundene Investitionsmöglichkeiten mit schnellen und hohen Gewinnen versprochen. Das eingenommene Geld hätten sie anschließend gewaschen. Parallel zur Festnahme des Mannes im Mai auf Bitten Deutschlands habe es auch weitere Festnahmen in Deutschland, Bulgarien, Polen, Schweden und Nordmazedonien gegeben.

9.06 Uhr: Tote und Verletzte bei Explosion in Schießpulver-Fabrik in Russland

Bei einer Explosion in einer Schießpulver-Fabrik in Russland sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 17 Menschen seien bei dem Unglück in einer Werkshalle verletzt worden, teilten die Behörden mit. Zunächst galten neun Menschen als vermisst. Das Werk liegt nahe der Stadt Rjasan etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Die Ursache für Explosion ist unklar. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.

8.43 Uhr: SPD-Chef verteidigt Ampel-Zeitplan

Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat den ehrgeizigen Zeitplan für die Regierungsbildung verteidigt. "Wir wollen nicht noch unnötige Pirouetten drehen, bevor wir zu einem Ergebnis kommen", sagte Walter-Borjans im ZDF-"Morgenmagazin". Die Menschen erwarteten, dass die Partner schnell in den Stand kommen zu arbeiten. Da seien gute Ambitionen hilfreich.

SPD, Grüne und FDP hatten gestern Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Bis Ende November soll der Koalitionsvertrag stehen, in der Woche ab dem 6. Dezember soll der Bundeskanzler gewählt und die neue Regierung gebildet werden.

8.13 Uhr: Sieben Tote bei Angriff in Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch

Bewaffnete Angreifer haben in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch mindestens sieben Menschen getötet. Wie die Polizei mitteilte, attackierten die Täter Besucher einer muslimischen Einrichtung mit Messern und Schusswaffen. Das Lager befindet sich an der Grenze zu Myanmar. Der Angriff ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen. Bereits vor drei Wochen war ein Gemeindevertreter der Rohingya vor seinem Büro erschossen worden. 

Insgesamt 34 Flüchtlingscamps erstrecken sich über 3000 Hektar in Bangladeschs südöstlichem Grenzbezirk Cox's Bazar. Zusammen bilden sie das größte Flüchtlingslager der Welt. Dort leben fast eine Million Rohingya unter prekären Verhältnissen. Viele Angehörige dieser muslimischen Minderheit waren im Jahr 2017 vor einer brutalen Militäroffensive aus dem benachbarten Myanmar geflohen.

stern-Reporter Tilman Gerwien reist mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller nach Bangladesch

7.53 Uhr: 75 Festnahmen rund um Spiel von Union Berlin in Rotterdam

Rund um das Europapokalspiel des 1. FC Union Berlin bei Feyenoord Rotterdam hat es gestern Abend insgesamt 75 Festnahmen gegeben. Das teilte die Polizei in den Niederlanden am Morgen mit. Demnach habe eine Gruppe von insgesamt 59 Personen vor der Begegnung in der Europa Conference League, die die Berliner mit 1:3 verloren, die Konfrontation mit Feyenoord-Fans gesucht. Sie standen laut Polizei unter dem Verdacht, "offene Gewalt vorzubereiten", hieß es in einer Mitteilung. Die weiteren 16 Personen werden unter anderem des Vandalismus und des Besitzes von Feuerwerkskörpern verdächtigt.

7.36 Uhr: Wegen Mordes Verurteilter 30 Jahre nach Tat in Alabama hingerichtet

Der US-Bundesstaat Alabama hat einen 52-Jährigen Afroamerikaner nach 30 Jahren in der Todeszelle hingerichtet. "Der Gerechtigkeit ist Genüge getan worden", sagte Generalstaatsanwalt Steve Marshall, nachdem Willie Smith eine tödliche Injektion erhalten hatte. Smith war für die Tötung der 22-jährigen Sharma Ruth Johnson bei einem Überfall 1991 verurteilt worden. 

7.24 Uhr: Neuseeland stellt Ende von Lockdown bei 90 Prozent Impfquote in Aussicht

Neuseeland will bei Erreichen einer Impfquote von 90 Prozent auf weitere Corona-Lockdowns verzichten. "Wir können geimpfte Menschen nicht ewig bitten, zu Hause zu bleiben", sagte Premierministerin Jacinda Ardern. Das Ziel ihrer Regierung sei nun nicht mehr, das Virus gänzlich loszuwerden, sondern Menschen stattdessen durch Impfungen zu schützen.

Bislang sind 86 Prozent der für eine Corona-Impfung infrage kommenden Bewohner des Inselstaates einfach und 68 Prozent zweifach geimpft. 

5.48 Uhr: Mindestens zehn Farc-Rebellen bei Kämpfen mit Kolumbiens Militär getötet

Bei Kämpfen mit der kolumbianischen Armee sind mindestens zehn Mitglieder von Ablegern der Guerillagruppe Farc getötet worden. Soldaten hätten sich in der Micay-Schlucht im Bezirk Cauca "heftige Gefechte" mit den Rebellen geliefert, sagte der General Jonh Jairo Rojas am Donnerstag in einem Video. "Wir reden von mehr als zehn Toten."

5.37 Uhr: RKI registriert 19.572 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 95,1

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit rasch an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 95,1 an. Er hat damit erstmals seit Mitte Mai die 90 überschritten.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 85,6 gelegen, vor einer Woche bei 68,7 (Vormonat: 65,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 19.572 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.518 Ansteckungen gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.23 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. 

4.56 Uhr: Schauspieler Alec Baldwin erschießt Kamerafrau bei Dreharbeiten

Bei den Dreharbeiten für den Western-Film "Rust" mit Alec Baldwin hat der Schauspieler eine Kamerafrau erschossen. "Nach Angaben der Ermittler scheint es, dass beim Filmen einer Szene eine Requisitenwaffe zum Einsatz kam, die abgefeuert wurde", erklärte der Sheriff von Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico am Donnerstag. Später erklärte er, dass es Baldwin gewesen sei, der die Waffe abfeuerte.

4.45 Uhr: Sturm flaut allmählich ab - Böen noch im Norden und der Mitte

Den Sturmböen von Tief "Hendrik II" ist in der Nacht allmählich die Luft ausgegangen. Nachdem der Herbststurm am Donnerstag noch in weiten Teilen Deutschlands gewütet hatte, entspannte sich die Lage zunehmend. Dennoch waren die nach Skandinavien abziehenden Windböen in den Küstengebieten noch zu spüren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für den Norden und die Mitte Deutschlands erneut Böen oder Sturmböen voraus, dazu einzelne Gewitter im Laufe des Tages.

4.04 Uhr: : Fridays for Future ruft zu bundesweitem Klimastreik in Berlin auf

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstriert heute (12.00 Uhr) in Berlin parallel zu den Koalitionsverhandlungen. Neben der Bewegung rufen über 80 Organisationen wie Attac, Greenpeace und der Nabu im Rahmen eines globalen Aktionstags zum Klimastreik auf. Das Bündnis will damit die Parteien der möglichen künftigen Ampelkoalition zu umfassenden Maßnahmen für den Klimaschutz bewegen. Die Parteien hätten bisher "keine echte Antwort auf die Klimakrise geliefert", hieß es.

3.39 Uhr: Biden: USA würden Taiwan gegen Angriff Chinas verteidigen

US-Präsident Joe Biden hat Taiwan militärische Unterstützung im Falle eines Angriffs Chinas zugesichert. "Ja, wir sind dazu verpflichtet", antwortete Biden am Donnerstag bei einem Treffen mit Bürgern in Baltimore auf die Frage, ob das US-Militär Taiwan gegen China verteidigen würde. Peking betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und strebt eine "Wiedervereinigung" an.

3.14 Uhr: Deutsche stirbt bei Schießerei in Bar in mexikanischem Urlaubsort

Bei einer Schießerei in einer Bar im mexikanischen Urlaubsort Tulum sind zwei Frauen aus Deutschland und Indien getötet worden. Zwei Männer aus Deutschland und eine Frau aus den Niederlanden wurden verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte. Zwei rivalisierende Drogenbanden hätten in der Bar "La Malquerida" in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) aufeinander geschossen.

2.02 Uhr: Haiti: Entführer drohen mit Ermordung von Missionaren

Die Entführer der nordamerikanischen Missionare in Haiti haben mit der Ermordung ihrer Geiseln gedroht. "Wenn ich nicht erhalte, was ich brauche, werde ich diese Amerikaner töten", sagte der Chef der berüchtigten Bande 400 Mawozo, Wilson Joseph, in einem am Donnerstag online verbreiteten Video. Die Entführer fordern eine Millionen Dollar Lösegeld für jede der 17 Geiseln. 

1.20 Uhr: RKI warnt vor beschleunigtem Anstieg der Corona-Fallzahlen

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland könnten nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in der kommenden Zeit dynamisch anwachsen. "Es ist damit zu rechnen, dass sich im weiteren Verlauf des Herbstes und Winters der Anstieg der Fallzahlen noch beschleunigen wird", schreibt das Institut in seinem neuen Wochenbericht zur Pandemie, der am Donnerstagabend erschienen ist. Auch Intensivmediziner schlagen Alarm, weil mangels Pflegepersonals viele Intensivbetten nicht mehr betrieben werden könnten.

0.27 Uhr: EU-Gipfel bringt keine Lösung im Streit mit Polen

Im erbitterten Streit um den polnischen Rechtsstaat hat der EU-Gipfel in Brüssel keine Lösung gebracht. Die Debatte sei ein Schritt, der auf dem Weg zu einer Lösung helfen sollte, hieß es am späten Donnerstagabend aus EU-Kreisen. Dabei brauche es politischen Dialog. Die Debatte sei in einer ruhigen Atmosphäre geführt worden und sei eine Gelegenheit gewesen, die verschiedenen Sichtweisen besser zu verstehen. EU-Ratschef Charles Michel habe den Staats- und Regierungschef für ihre konstruktive Herangehensweise gedankt.

0.12 Uhr: US-Polizei identifiziert Leiche von Verlobtem von Gabby Petito

Die US-Polizei hat die am Mittwoch in Florida gefundenen menschlichen Überreste dem Verlobten der bei einem Roadtrip getöteten Gabby Petito zugeordnet. Ein Abgleich mit Zahnunterlagen habe ergeben, dass es sich um die Überreste von Brian Laundrie handle, erklärte die Bundespolizei FBI am Donnerstagabend auf Twitter. Der Fall hält die USA schon seit Wochen in Atem und sorgt auch international für Medieninteresse.

mad / mod / fs DPA AFP

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