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News von heute Kamala Harris zieht als Kandidatin für die US-Vize-Präsidentschaft mit Joe Biden in den Wahlkampf

Joe Biden Kamala Harris
Joe Biden und Kamala Harris werden gemeinsam in den US-Präsidentschaftswahlkampf ziehen
© Scott Olson/Getty Images / AFP
Britische Tierschützer retten Delfin in fünfstündiger Aktion +++ Mann im Iran wegen Spionage für Deutschland verurteilt +++ Hitze und Gewitter in den kommenden Tagen +++ Zahl junger Menschen in Deutschland sinkt seit Jahren +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Topmeldung: 

Joe Biden wählt Kamala Harris als Kandidatin für Vize-Präsidentschaft

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat Medienberichten zufolge entschieden, wer im Fall eines Wahlsiegs seine Stellvertreterin sein soll. Seine Wahl fiel offenbar auf die kalifornische Senatorin Kamala Harris, die auch unter den Topfavoriten war. Biden hatte im März angekündigt, eine Frau zu seiner Stellvertreterin machen zu wollen. Im Zuge der landesweiten Debatte über Rassismus war der Druck auf ihn gestiegen, eine nicht-weiße Kandidatin zu benennen. Donald Trump hatte sich bereits zu Bidens Entscheidung, eine Frau als "Running Mate" zu wählen, geäußert: "Manche Menschen würden sagen, dass Männer sich beleidigt fühlen dadurch. Manche würden sagen, das ist in Ordnung", sagte der US-Präsident in einem Interview bei Fox Sports Radio.

+++ Lesen Sie alle aktuellen Meldungen zur Corona-Pandemie in unserem Corona-Ticker +++

Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 20.46 Uhr: Arm im Zigarettenautomaten eingeklemmt - Feuerwehreinsatz +++

Beim Kauf von Zigaretten hat sich der Arm eines Mannes in Mönchengladbach (NRW) so im Automaten verklemmt, dass die Feuerwehr zu Hilfe eilen musste. Mit einem Bolzenschneider wurde der Mann aus seiner Notlage befreit, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Automat habe an der Kasse eines Warenhauses in Mönchengladbach gestanden, doch auch die Angestellten hätten den Arm nicht heraus bekommen und daher die Einsatzkräfte gerufen. Der Kunde blieb unverletzt und konnte - nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst - den Einkauf zu Ende bringen.

+++ 19.32 Uhr: Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai gegen Kaution frei +++

Nach seiner international scharf kritisierten Festnahme ist der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai auf Kaution freigelassen worden. Der führende Vertreter der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone verließ in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) eine Polizeiwache, wie ein AFP-Reporter berichtete. Lai war am Montag unter dem Vorwurf geheimer Absprachen mit "ausländischen Mächten" festgenommen worden.

+++ 19.27 Uhr: EU droht Führung in Belarus nach umstrittener Wahl mit Sanktionen +++

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus hat die Europäische Union (EU) der Führung des Landes mit Sanktionen gedroht. Die Wahl am vergangenen Sonntag sei "weder frei noch fair" gewesen, hieß es in einer Erklärung der 27 EU-Mitgliedstaaten. Die EU werde die Beziehungen zu Minsk auf den Prüfstand stellen und auch "Maßnahmen" gegen belarussische Vertreter prüfen, die für "Wahlmanipulation, Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten sowie willkürliche Festnahmen" verantwortlich seien.

+++ 18.49 Uhr: Tausende bei Trauermarsch in Beirut +++

Eine Woche nach der verheerenden Explosion in Beirut haben mehrere Tausend Menschen an einem Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer teilgenommen. Sie zogen in der libanesischen Hauptstadt schweigend in Richtung Hafen, wie Augenzeugen berichteten. Einige trugen weiße Rosen. Andere hatten Tränen in den Augen. Viele hüllten sich in rot-weiße Landesflaggen und riefen "Lang lebe der Libanon". Durch die Explosion wurden mindestens 165 Menschen getötet und 6000 weitere verletzt. Bis zu 300.000 Menschen verloren ihr Zuhause.

+++ 17.59 Uhr: Umfrage: 44 Prozent halten Scholz für kanzlertauglich +++

Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge betrachten 44 Prozent der Bundesbürger Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) als gut geeignet für das Amt des Bundeskanzlers. 32 Prozent finden ihn weniger gut geeignet, 17 Prozent gar nicht, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung im Auftrag der RTL Mediengruppe hervorgeht. Forsa befragte für die Erhebung am Dienstag 1001 Bundesbürger. Die SPD-Spitze hatte Scholz' Kanzlerkandidatur am Montag bekannt gegeben.

+++ 17.44 Uhr: Trump bezeichnet NBA-Basketballer als "sehr böse" und "sehr dumm" +++

US-Präsident Donald Trump hat Basketballer aus der der NBA als dumm und böse bezeichnet. Das sagte der 74-Jährige in einem Interview des "Fox Sports Radio". Er reagierte damit auf die Kritik aus der Liga an seinen Aussagen über die Anti-Rassismus-Proteste und das Knien während der Hymne, die er nach eigenen Angaben aber gar nicht mitbekommen haben will. Er sei darüber nicht überrascht, denn "einige sind sehr böse, sehr, sehr böse und ehrlich gesagt sehr dumm".

+++ 17.34 Uhr: Singapurs Behörden zerstören beschlagnahmtes Elfenbein im Wert von elf Millionen Euro +++

Pünktlich zum Weltelefantentag am Mittwoch haben die Behörden in Singapur ein Zeichen gegen illegalen Wildtier-Handel gesetzt und mit der Vernichtung von neun Tonnen beschlagnahmten Elfenbeins begonnen. Ziel dieser großangelegten Aktion sei es, die globale Lieferkette von illegal gehandeltem Elfenbein zu unterbrechen, sagte eine Sprecherin der Nationalparkbehörde.    

Das beschlagnahmte Elfenbein hat auf dem Schwarzmarkt einen Wert von umgerechnet rund elf Millionen Euro. Am Dienstag wurde nun damit begonnen, es zu verkleinern und dann zu verbrennen. Dieser Prozess dauere drei bis fünf Tage, erklärte die Umweltbehörde.

+++ 17.31 Uhr: Kalbitz lässt Fraktionsvorsitz ruhen - und erhält volle Bezüge +++

Obwohl der Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz seinen Vorsitz in der AfD-Fraktion seit dem 4. August ruhen lässt, erhält er in diesem Monat seine vollen Bezüge für dieses Amt. Die Bezüge für August seien bereits überwiesen worden, berichtete Landtagssprecher Gerold Büchner auf Anfrage. Kalbitz habe neben der Abgeordnetendiät in Höhe von 8608,01 Euro die Amtszulage in Höhe von 6025,61 Euro erhalten, sagte Büchner. Hinzu kämen erhöhte Versorgungsbezüge von 3156,66 Euro. 

+++ 17.16 Uhr: Mann befreit Baby aus parkendem Auto – Vater erstattet Anzeige +++

Um ein schreiendes Baby aus einem bei hochsommerlichen Temperaturen parkenden Auto zu befreien, hat ein 47 Jahre alter Mann auf einem Parkplatz in Burg auf Fehmarn eine Seitenscheibe eingeschlagen und das Kind aus dem Auto geholt. Das habe ihn jedoch Ärger mit dem kurz darauf zurückkehrenden Vater des Kindes eingetragen, teilte die Polizei mit. Der hielt die Maßnahme des 47-Jährigen nämlich für unverhältnismäßig und erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung. Der Vater habe argumentiert, dass er und seine Familie am Freitag nur kurz zur Toilette gegangen und nach zehn Minuten zum Auto zurückgekehrt seien, berichtete die Polizei. Dennoch verfassten die Beamten einen Bericht über den Verdacht der Kindeswohlgefährdung und leiteten ihn ans Jugendamt weiter.

+++ 16.58 Uhr: Details zu Nominierungsparteitag der US-Demokraten bekannt +++

Die Demokratische Partei hat Details zu ihrem Parteitag in der kommenden Woche bekannt gegeben, bei dem Joe Biden zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. Zum Auftakt am kommenden Montag sind unter anderem Reden von der früheren First Lady Michelle Obama, Ex-Präsidentschaftsbewerber und Senator Bernie Sanders sowie den Gouverneuren New Yorks, Andrew Cuomo, und Michigans, Gretchen Whitmer, geplant, die sich in der Corona-Pandemie profiliert haben.

Am Mittwoch soll Ex-Präsident Barack Obama zu Wort kommen, unter dem Biden Vizepräsident war. Biden soll am Donnerstag - dem letzten Tag des Parteitags - seine Nominierungsrede halten. Auf dem Programm stehen auch der ehemalige Präsident Bill Clinton und seine Frau, die Ex-Außenministerin Hillary Clinton.

+++ 16.43 Uhr: USA verlangen künftig "Made in China"-Hinweis für Güter aus Hongkong +++

Die USA verlangen künftig für aus Hongkong importierte Güter den Herkunftshinweis "Made in China". Anstelle von Hongkong müsse fortan China als Herkunftsbezeichnung verwendet werden, heißt es in einem Dokument des US-Zolls, das heute veröffentlicht werden soll. US-Präsident Donald Trump hatte im Juli im Streit um die Einschränkung von Hongkongs Autonomie Handelsprivilegien für die chinesische Sonderverwaltungszone beendet.

Hongkongs Stadtregierung kritisierte die US-Regeländerung zur Herkunftsbezeichnung umgehend: Die USA würden damit gegen internationale Handelsregeln verstoßen. Die frühere britische Kronkolonie sei eigenständiges Mitglied der Welthandelsorganisation und habe einen Status als eigenständiges Zollgebiet. Dies könne nicht von einem einzelnen Staat rückgängig gemacht werden.

+++ 16.23 Uhr: Britische Tierschützer retten Delfin in fünfstündiger Aktion +++

Britische Tierschützer haben einen gestrandeten Delfin in einem fünfstündigen, schwierigen Einsatz in Cornwell gerettet. Das Tier war in flaches, schlammiges Wasser eines Flusses in der Nähe der Kleinstadt Helston geraten - etwa fünf Kilometer vom offenen Meer entfernt. Die Gegend im Südwesten Englands ist dafür berüchtigt, dass dort viele Delfine stecken bleiben. 

Um zu dem hilflosen Tier zu gelangen, mussten die Retter der Organisation British Divers Marine Life Rescue über und unter vielen umgestürzten Bäumen am Flussufer krabbeln. Schließlich konnten sie den Delfin mithilfe eines kleinen Bootes ins Meer zurückbringen. Bis auf eine Wunde über einem Auge trug er keine Blessuren davon. Das Tier sei recht laut gewesen, berichtete einer der Retter.

+++ 16.10 Uhr: Komiker Fips Asmussen mit 82 Jahren gestorben +++

Der Komiker Fips Asmussen ist tot. Er sei bereits am Sonntag gestorben, sagte seine Lebensgefährtin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Asmussen lebte zuletzt in Querfurt in Sachsen-Anhalt.

+++ 16.05 Uhr: Jusos erwarten von Scholz linkes Profil für die SPD +++

Die Jungsozialisten erwarten von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, dass er die Partei mit einem linken Profil in den Bundestagswahlkampf führt. Sie traue Scholz zu, das Kanzleramt mit einer "progressiven Mehrheit zu erobern", sagte die nordrhein-westfälische Juso-Chefin Jessica Rosenthal in Hinblick auf ein mögliches Bündnis der SPD mit Grünen und Linken. "Olaf Scholz hat gezeigt, dass er ein Corona-Krisenmanager ist", sagte Rosenthal, die die Nachfolge des bisherigen Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert anstrebt. "Er muss jetzt zeigen, dass er auch ein guter SPD-Kanzlerkandidat ist." Die Jusos könnten sich nur dann hinter Scholz versammeln, "wenn er inhaltlich Angebote an uns macht", betonte Rosenthal. Er müsse sich zur Abschaffung der Schuldenbremse bekennen, zudem müsse es eine "Abkehr von Hartz IV geben". Außerdem solle die SPD mit "jungen Gesichtern" punkten; der scheidende Juso-Chef Kühnert gehöre bei einer Bundestagswahl in die "vorderste Reihe der Partei".

+++ 15.30 Uhr: Anklage gegen sieben Mitarbeiter von Mainzer Bank wegen Geldwäsche erhoben +++

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen zwei ehemalige Geschäftsführer und vier weitere, teilweise ehemalige Mitarbeiter einer Mainzer Bank Anklage vor dem Landgericht Mainz erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, die Herkunft von Geldern in Höhe von insgesamt rund 160 Millionen Euro verschleiert zu haben, wie die Behörde mitteilte. Der Tatvorwurf lautet auf gemeinschaftlich begangene banden- und gewerbsmäßige Geldwäsche.

Hintergrund des Verfahrens sind Ermittlungen dänischer und belgischer Behörden gegen eine international agierende Gruppe wegen banden- und gewerbsmäßigen Steuerbetrugs. Die Ermittler in den Nachbarländern werfen der Gruppe vor, den Finanzbehörden Aktiengeschäfte vorgetäuscht zu haben. Von den 160 Millionen Euro sollen sieben Millionen Euro zum Nachteil des belgischen Fiskus erlangt worden sein, der Rest zum Nachteil der dänischen Behörden.

+++ 15.10 Uhr: Mehr als 40 Verletzte durch Massenpanik in Cannes +++

Durch eine von einem Gerücht um eine Schießerei ausgelöste Massenpanik an der Strandpromenade von Cannes sind in der Nacht mehr als 40 Menschen verletzt worden. Der Feuerwehr zufolge wurden 44 Menschen mit leichten Blessuren im Krankenhaus behandelt. Bürgermeister David Lisnard versuchte, die Menschen zu beruhigen. "Es gab keine Schüsse in Cannes", versicherte er gegen Mitternacht auf Twitter. Kurz darauf fügte er hinzu, dass die Panikreaktion viel über die Anspannung in der Gesellschaft aussage. Im Internet verbreiteten sich schnell Amateuraufnahmen von der aufgeregten Menge.

Nach Angaben der Behörden rief inmitten der Menschen auf einmal jemand laut "Schuss". Daraufhin brach die Panik aus. Rund hundert Feuerwehrleute brachten die Situation auf der Flaniermeile wieder unter Kontrolle. Die örtlichen Behörden warnten die Menschen über Twitter davor, Unwahrheiten zu verbreiten. Auch sie betonten, dass es keine Schüsse gegeben habe.

+++ 14.37 Uhr: Hessische Polizei misst bei Autofahrer mehr als fünf Promille +++

Einen Atemalkoholwert von mehr als fünf Promille hat die Polizei im hessischen Heusenstamm bei einem Autofahrer gemessen. Wie die Beamten in Offenbach mitteilten, meldete ein Zeuge gestern Abend, dass der 63-Jährige bei laufendem Motor in seinem Wagen sitze und mit den Scheinwerfern blinke. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest wurde der hohe Promillewert gemessen. Am Auto des Manns fanden die Beamten mehrere frische Unfallspuren. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.

+++ 14.23 Uhr: 22-jährige auf Campingplatz von Hochspannungsleitung getötet +++

Eine 22-jährige Urlauberin aus Bayern ist auf einem nicht offiziellen Campingplatz an einem See in Mecklenburg-Vorpommern durch eine herabstürzenden Hochspannungsleitung getötet worden. Die junge Frau wollte nach Angaben der Polizei in Neubrandenburg am Malkwitzer See im Kreis Mecklenburgische Seenplatte dem 47-jährigen Besitzer eines Wohnmobils helfen, dessen Motor aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten war. Durch die Hitze des Feuers riss offenbar die Hochspannungsleitung und fiel auf das Auto. Die 22-Jährige wurde dabei so stark verletzt, dass sie trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen noch vor Ort starb. Zwei 17- und 19- jährige Urlauber aus Bayern, die erste Hilfe leisteten, sowie der Wohnmobilfahrer wurden leicht verletzt.

+++ 14.08 Uhr: Maas kritisiert US-Drohungen wegen Gaspipeline Nord Stream 2 +++

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die angedrohten US-Sanktionen wegen des Baus der Gaspipeline Nord Stream 2 scharf kritisiert. "Kein Staat hat das Recht, Europas Energiepolitik durch Drohungen zu diktieren", sagte der SPD-Politiker auf einer Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Diese Haltung habe er auch in einem Telefonat mit US-Außenminister Mike Pompeo am Wochenende "sehr deutlich" gemacht. Die EU werde sich mit der Frage auseinandersetzen, ob extraterritoriale Sanktionen gegen internationales Recht verstoßen.

Nord Stream 2 soll Gas von Russland nach Deutschland transportieren und ist den USA ein Dorn im Auge. Washington argumentiert, Europa begebe sich in eine Energie-Abhängigkeit von Russland. Die Pipeline ist inzwischen zum größten Teil fertiggestellt. Drei US-Senatoren hatten letzte Woche dem Hafen von Sassnitz auf Rügen wegen dessen Rolle beim Bau der Gaspipeline "vernichtende rechtliche und wirtschaftliche Sanktionen" angedroht. Pompeo hatte Mitte Juli verkündet, die Pipeline falle fortan unter ein Gesetz, das Strafmaßnahmen unter anderem gegen Unternehmen ermöglicht, die Geschäfte mit Russland oder Staaten wie dem Iran und Nordkorea machen.

+++ 13.32 Uhr: Ausgabe von Arzneimitteln aus Automaten in Deutschland verboten +++

Der niederländische Versandhändler Doc Morris darf Medikamente nicht über einen sogenannten Apothekenautomaten ausgeben. Mit drei jetzt veröffentlichten Beschlüssen bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entsprechende Urteile des Oberlandesgerichts Karlsruhe.

Doc Morris hatte in Zusammenarbeit mit der baden-württembergischen Gemeinde Hüffenhardt im Neckar-Odenwald-Kreis einen Videoterminal aufgestellt, über das Patienten mit einem Apotheker des Versandhändlers sprechen konnten. Auf dieser Grundlage wurden auch rezeptpflichtige Medikamente über einen Automaten ausgegeben. Die Gemeinde sah in dem Automaten eine Chance, die Bevölkerung vor Ort mit Medikamenten zu versorgen. Die letzte Apotheke in dem 2000 Einwohner zählenden Ort hatte schon Jahre zuvor geschlossen.

+++ 13.24 Uhr: Kemmerich will Landesvorsitzender der Thüringer FDP bleiben +++

Thüringens ehemaliger Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich will weiterhin Chef der Thüringer FDP bleiben. "Ich werde im November für das Amt des Landesvorsitzenden der Freien Demokratien hier in Thüringen kandidieren", sagte Kemmerich im Sommerinterview von MDR Thüringen. Das habe er auch dem Chef der Bundes-FDP, Christian Lindner, gesagt. Offen ließ der 55-Jährige, ob er auch erneut als Spitzenkandidat zur anstehenden Landtagswahl nächstes Jahr antreten will.

Lindner hatte seinem Thüringer Parteikollegen zuvor empfohlen, nicht erneut als Spitzenkandidat anzutreten - auch aus Rücksicht auf seine Familie und "mit Blick auf das Ansehen der FDP insgesamt", wie Lindner Ende Juli im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte. "Es geht ja gar nicht mehr um die Person Kemmerich, sondern er ist zu einem Symbol geworden. Und da macht es Sinn, sich aus dem Spiel zu nehmen", hatte Lindner gesagt.

+++ 12.43 Uhr: Greenpeace versenkt Gesteinsbrocken vor Fehmarn +++

Greenpeace-Aktivisten haben Felsbrocken vor der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn versenkt. Wie die Umweltschutzorganisation mitteilte, wurden die bis zu einer Tonne schweren Granitsteine von Bord des Schiffes "Beluga II" in den Fehmarnbelt geworfen, um "das Schutzgebiet vor weiteren Schäden durch die Grundschleppnetzfischerei zu schützen".

"Nord- und Ostsee sind in einem miserablen Zustand. Die bedrohten Lebensräume dort müssen besser geschützt werden", sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Er forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu auf, die "Schutzgebiete konsequent von zerstörerischer Fischerei befreien".

Ende Juli hatte Greenpeace auf dem Adlergrund vor Rügen ebenfalls Steine in der Ostsee versenkt. Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Fischereiminister Till Backhaus (SPD) hatte diese Aktion als einen schlechten PR-Gag bezeichnet, "der auf dem Rücken einer am Boden liegenden Branche ausgeführt wird".

+++ 12.39 Uhr: Mexikos zutraulicher "Selfie-Bär" kastriert +++

Seine besonders zutrauliche Art ist einem auch international bekannten Schwarzbären im Norden Mexikos zum Verhängnis geworden: Nach Angaben der mexikanischen Wildtier-Schutzbehörde Profepa wurde das Tier letzte Woche bei einer Routineuntersuchung in einer Veterinärklinik kurzerhand kastriert. Die Mitarbeiter begründeten den Eingriff mit dem unberechenbaren Verhalten des Bären, doch nun will Profepa überprüfen, ob die Kastration wirklich gerechtfertigt war.  Die Kastration hatte ein Profepa-Beamter selbst genehmigt. Nach Angaben der Behörde wurde der Bär in einem Wohngebiet eingefangen, wo er vor einem Haus schlief, nachdem er sich an Essensresten aus dem Müll bedient hatte. Nach dem Eingriff wurde er im Bundesstaat Chihuahua, ebenfalls im Norden Mexikos, wieder freigelassen.

Der Bär wurde im Juli durch ein Internet-Video weltweit bekannt. Es zeigt, wie sich das 96 Kilogramm schwere Tier in einem Naturschutzpark des nördlichen Bundesstaats Nuevo León auf seine Hinterbeine stellt und sich einer Touristin nähert, bis diese völlig unerschrocken ein Selfie Kopf an Kopf mit ihm aufnehmen konnte. Auch anderen Touristen gegenüber zeigte der Bär wenig Berührungsängste, beschnüffelte sie und betastete sie mit seinen Tatzen. Aggressiv war er dabei nie.

+++ 12.14 Uhr: Spezialkräfte in Bayern nehmen Erpresserin bei fingierter Geldübergabe fest +++

Bei einer fingierten Geldübergabe haben Spezialkräfte der bayerischen Polizei eine Erpresserin festgenommen. Wie die Polizei in Regensburg mitteilte, richtete sich die Erpressung gegen eine Arztpraxis im Landkreis Regensburg. Diese habe letzte Woche ein Schreiben mit einer Geldforderung erhalten, in dem mit der Zerstörung der Praxis gedroht worden sei. Die Kriminalpolizei übernahm daraufhin die Ermittlungen. Für Freitagabend wurde eine Geldübergabe vereinbart. Als eine 38-Jährige aus der Region das bereitgelegte Geld abholen wollte, schlugen die Spezialkräfte zu und nahmen die Frau fest. Als tatverdächtig gilt zudem ein 36-Jähriger aus dem Landkreis. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden am Wochenende Beweismittel und Drogen beschlagnahmt. Die beiden Verdächtigen müssen sich nun wegen des Verdachts der Erpressung strafrechtlich verantworten.

+++ 12.10 Uhr: Kühnert unterstützt Scholz und warnt vor destruktiver Kritik +++

Der Juso-Chef und SPD-Linke Kevin Kühnert hat dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz Unterstützung zugesichert und die Partei vor destruktiven Debatten gewarnt. Kühnert verwies auf eine Machtoption, die sich der SPD bei der Bundestagswahl 2021 und nach dem angekündigten Ende der großen Koalition biete. Ziel sei eine Mehrheit links der Mitte. "Vielleicht ist es dann eben auch ein Olaf Scholz, der mehr als jemand anderes dazu in der Lage wäre, so ein Bündnis zu ermöglichen und tatsächlich auch mehrheitsfähig zu machen", sagte Kühnert.

Er rief die Parteilinke auf, sich konstruktiv und kritisch in die Debatte einzubringen. "Es macht einen Unterschied, ob man eine Parteispitze oder einen Kanzlerkandidaten sucht", sagte Kühnert, der auch sagte, es seien zahlreiche Zweifel an dem Kandidaten Scholz geäußert worden. Allerdings habe die Parteilinke auch gemerkt, dass sie Politik mitgestalten könne. "Da brech ich mir keinen Zacken aus der Krone zu sagen: Wir sind auch lernfähig", sagte er.

+++ 12 Uhr: Tichanowskaja nach Ausreise: Habe nicht so viel Kraft wie gedacht +++

Nach einer weiteren Gewaltnacht in Belarus (Weißrussland) hat die Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja in einer Videobotschaft ihre Ausreise ins Ausland gerechtfertigt. "Ich dachte, der Wahlkampf hätte mich abgehärtet und mir die Kraft gegeben, alles durchzustehen. Aber wahrscheinlich bin ich doch die schwache Frau geblieben, die ich zu Beginn war", sagte die zweifache Mutter mit stockender Stimme. Zuvor war bekannt geworden, dass die 37-Jährige in der Nacht in das benachbarte EU-Land Litauen ausgereist war. Sie habe diese schwere Entscheidung selbstständig getroffen, niemand habe sie beeinflussen können, sagte sie. "Viele werden mich verstehen, mich verurteilen oder hassen. Aber Gott bewahre, dass die je vor so einer Wahl stehen müssen, wie ich es musste."

Die politisch unerfahrene Fremdsprachenlehrerin war im Juli als Kandidatin bei der Wahl in der autoritären Ex-Sowjetrepublik registriert worden. Sie war an Stelle ihres inhaftierten Ehemannes angetreten. Sergej Tichanowski ist ein bekannter Blogger, der im Internet offen Korruption und Missstände unter Staatschef Alexander Lukaschenko kritisiert. Seine Frau wurde zur Hoffnungsträgerin der Opposition. Ihre minderjährigen Kinder brachte Tichanowskaja schon vor einiger Zeit ins Ausland.

+++ 11.39 Uhr: Konjunkturerwartungen von Experten steigen wieder deutlich an +++

Die Erwartung deutscher Finanzexperten an die konjunkturelle Entwicklung ist im August wieder gestiegen. Nach einem Rückgang im Juli kletterte der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nun um mehr als zwölf Punkte auf 71,5 Punkte, wie das Forschungsinstitut in Mannheim mitteilte. "Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größer geworden", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Die Experten gehen von einer "breiten Erholung" in allen binnenwirtschaftlichen Sektoren aus, wie Wambach erklärte. Anlass zur Vorsicht gäben aber die nach wie vor "sehr schlechten Ertragserwartungen für die Bankenbranche sowie die Versicherer mit Blick auf das kommende halbe Jahr".

+++ 11.35 Uhr: Lange Haftstrafe im Iran wegen Spionage für Deutschland +++

Im Iran ist ein Mann wegen des Vorwurfs der Spionage für Deutschland zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Beschuldigte habe außerdem für den israelischen Geheimdienst Mossad spioniert, sagte Justizsprecher Gholamhossein Esmaili im iranischen Staatsfernsehen. Ein weiterer Mann wurde demnach wegen Spionage für die britischen Geheimdienste von einem Gericht ebenfalls zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der wegen Spionage für Deutschland verurteilte Massud M. soll als Generalsekretär der österreichisch-iranischen Gesellschaft spioniert haben, wie Esmaili weiter sagte. Auch den Namen des zweiten Mannes nannte der Justizsprecher und gab ihn mit Schahram S. an.

+++ 11.25 Uhr: Zahl junger Menschen in Deutschland geht seit Jahren zurück +++

Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland geht weiter zurück. Von den 83,2 Millionen Menschen, die Ende letzten Jahres in Deutschland lebten, waren 8,5 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland seit 2011 - etwa durch Zuwanderung - kontinuierlich gewachsen sei, nehme die Zahl und der Anteil in dieser Altersgruppe bereits seit 2005 stetig ab. Vor 15 Jahren gab es demnach noch 9,7 Millionen 15- bis 24-Jährige, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 11,8 Prozent. Lediglich im Jahr 2015 sei kein Rückgang verzeichnet worden.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland etwas unter dem Schnitt. Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat lag der Anteil der 15- bis 24-Jährigen Anfang 2019 EU-weit bei durchschnittlich 10,6 Prozent. Am höchsten war er in Zypern (12,8 Prozent), gefolgt von Dänemark und Irland (jeweils 12,6 Prozent), am niedrigsten in Bulgarien (8,9 Prozent).

+++ 10.10 Uhr: Razzien wegen Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung +++

Wegen des Verdachts der Geldwäsche und Steuerhinterziehung haben Ermittler Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Ermittelt wird gegen deutsche Kunden einer Bank mit Sitz in Puerto Rico, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt mitteilten. Es wurden Wohnräume von insgesamt sechs Beschuldigten in Hessen - Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus - sowie in Bonn durchsucht. Zugleich gab es weitere Durchsuchungen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet zur Sicherung von Beweisen. Die Beschuldigten werden verdächtigt, mithilfe der Bank Offshore-Gesellschaften gegründet zu haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und die dafür anfallenden Steuern zu hinterziehen. 

In einem weiteren Verfahren durchsuchte das BKA eine Im- und Exportfirma sowie Wohnräume in Brandenburg wegen des Verdachts der Geldwäsche. Dem Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, Gelder aus Straftaten im Ausland in den legalen Wirtschaftskreislauf in Deutschland geschleust zu haben. Über die Firmenkonten sollen betriebsfremde Zahlungen für Privatpersonen in Russland geleitet worden sein.

+++ 9.52 Uhr: Mehr als 120 tote Tauben in Transporter in Niedersachsen entdeckt +++

In einem Kleintransporter in Niedersachsen sind 121 tote Tauben entdeckt worden. Polizisten kontrollierten das Fahrzeug in Schüttorf, in dem sich insgesamt 249 Tauben befanden. Die Tiere seien nicht artgerecht transportiert worden, erklärte die Polizei in Lingen. 121 waren bereits tot, die noch lebenden Tiere wurden zu einem Kleintierzüchter gebracht. Demnach befand sich der Transporter auf dem Weg von Tschechien nach Belgien. Gegen den Fahrer wird nun ermittelt.

+++ 9.51 Uhr: Nach tödlichem Messerangriff auf 15-Jährigen soll Tatverdächtiger in Psychiatrie +++

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 15-jährigen Fahrradfahrer in Celle soll der mutmaßliche Täter in der Psychiatrie untergebracht werden. Gut vier Monate nach der Tat beantragte die Staatsanwaltschaft Lüneburg ein sogenanntes Sicherungsverfahren gegen den 30-Jährigen, wie die Behörde mitteilte. Ziel ist demnach, dass die Unterbringung des Manns in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet wird.

Den Angaben zufolge gestand der Beschuldigte im Zuge der Ermittlungen die Tat vom 7. April und gab an, er habe sich aufgrund eines psychotischen Schubs massiv bedroht gefühlt. Ein von der Staatsanwaltschaft eingeholtes psychiatrisches Gutachten ergab, dass bei dem Mann zur Tatzeit von einer erheblich eingeschränkten beziehungsweise einer womöglich aufgehobenen Steuerungsfähigkeit auszugehen war.     Grund sei eine psychotische Störung im Zusammenhang mit dem Konsum von Suchtmitteln. Ein rassistisches oder rechtsextremes Motiv stellten die Ermittler nicht fest. Das Zufallsopfer stammte aus dem Irak. Das Landgericht Lüneburg muss nun über die Zulassung der Antragsschrift und die Eröffnung des Sicherungsverfahrens entscheiden.

+++ 9.10 Uhr: Mann schießt auf Supermarktparkplatz - SEK im Einsatz +++

Nach Schüssen auf offener Straße in Bonn fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Schützen. Wie ein Sprecher der Bonner Polizei am Morgen sagte, sind weder der Mann noch die Tatwaffe bisher aufgetaucht. Gestern Abend soll der 34-jährige Gesuchte nach einem Streit mit einem 38 Jahre alten Mann mehrfach mit einer Pistole geschossen haben. Das 38-jährige mutmaßliche Opfer hatte die Polizei am Abend darüber informiert, dass es mit seinem Bekannten auf einem Supermarktparkplatz in Streit geraten sei und dieser daraufhin eine Pistole gezogen habe. Der 38-Jährige wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Einsatzkräfte des SEK hatten der Polizei zufolge die Wohnung des mutmaßlichen Schützen noch am Montagabend aufgesucht. Er sei aber nicht angetroffen worden, hieß es. Zu den Hintergründen ist nichts bekannt.

+++ 9 Uhr: Bürger nutzen Internet vielfältiger +++

Die Menschen in Deutschland nutzen das Internet immer vielfältiger. Es geht um weit mehr als das Versenden von E-Mails oder die Suche nach Waren und Dienstleistungen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet. Im ersten Quartal dieses Jahres sei beispielsweise der Anteil derjenigen Nutzer auf 68 Prozent gestiegen, die über Programme wie Skype, Whatsapp oder Facetime Telefonate und Videogespräche führten. Vor einem Jahr taten dies erst 59 Prozent. Ebenfalls zugelegt haben das Musikhören über Streamingdienste (59 Prozent) und das Lesen von Online-Nachrichten (77 Prozent). Spitzenreiter bleiben aber die Mails und die Wareninformationen mit unveränderten Werten von an die 90 Prozent.

+++ 8.46 Uhr: Nach Verhaftungswelle: Hongkonger kaufen aus Protest "Apple Daily" +++

Aus Protest gegen die Festnahme des Medienmoguls Jimmy Lai und anderer Aktivisten haben Hongkonger massenhaft die Tageszeitung "Apple Daily" gekauft. Bereits am Vormittag war das pro-demokratische Blatt, das zum Konzern von Lai gehört, in einigen Geschäften ausverkauft. Vor anderen Läden bildeten sich lange Schlangen. Die Zeitung berichtete in ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich über die Verhaftungswelle und die Durchsuchung ihrer Räume, an der gestern mehr als 200 Polizisten beteiligt waren. "Apple Daily muss weiter kämpfen" war in großen Lettern auf der Titel-Seite zu lesen. Rückenwind erlebte der Konzern Lais auch an der Börse. Der Kurs von Next Digital, der Muttergesellschaft der "Apple Daily", legte nach einem kräftigen Sprung am Montag auch heute zeitweise um mehr als 300 Prozent zu. 

In einem großen Polizeieinsatz waren gestern der kritische Verleger Lai und andere bekannte Aktivisten festgenommen worden. Es war der bislang größte Schlag gegen die Hongkonger Demokratiebewegung seit Einführung eines umstrittenen Sicherheitsgesetzes durch China Ende Juni. Neben Vertrauten und Mitarbeitern von Lai waren am Vortrag auch die bekannte Aktivistin Agnes Chow sowie ihre Mitstreiter Wilson Li und Andy Li festgenommen worden, was für heftige Kritik auch im Ausland sorgte.

+++ 8.03 Uhr: Belarussische Oppositionskandidatin offenbar nach Litauen geflüchtet +++

Die bei der Präsidentschaftswahl in Belarus unterlegene Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja ist nach Litauen ausgereist. "Sie ist in Litauen angekommen und in Sicherheit", sagte der litauische Außenminister Linas Linkevicius der Nachrichtenagentur AFP. Die belarussische Polizei ging in den vergangenen Tagen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die gegen die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko protestierten.

+++ 7.27 Uhr: Maas sieht Beziehungen zu Russland "in schwierigem Fahrwasser" +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat vor seiner Reise nach Moskau und St. Petersburg die Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen betont. "Das deutsch-russische Verhältnis ist zu wichtig, um es sich selbst zu überlassen", erklärte er am Morgen. Die Beziehungen seien "nicht zuletzt wegen des Mordes im Berliner Tiergarten", den der Generalbundesanwalt staatlichen russischen Stellen zuschreibt, "in schwieriges Fahrwasser geraten". Doch wo es Klärungsbedarf gebe, suche man am besten das offene Wort. Nur unter Einbindung Moskaus bei wichtigen internationalen Themen könnten Ergebnisse erzielt werden, die auch Bestand haben.

Maas reist heute zu einem eintägigen Besuch nach Russland. In Moskau trifft er seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow. Anschließend reist er nach St. Petersburg weiter, um dort der Opfer der deutschen Blockade des damaligen Leningrad während des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.

+++ 7.21 Uhr: Nach neuer Gewalt-Nacht in Belarus Lage zunächst wieder ruhig +++

Nach stundenlangen blutigen Protesten wegen der Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) hat sich die Lage im Land am Morgen zunächst wieder beruhigt. Die Oppositionsbewegung Ein Land zum Leben (Strana dlja Schisni) schrieb nach siebenstündigen Kundgebungen gegen Wahlfälschungen unter dem autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko: "Das war ein historischer Abend". Die Tage von Lukaschenko seien nach den Gewaltexzessen mit Gummigeschossen und Blendgranaten gegen die Bürger gezählt. "Der Sieg über den Tyrann in den nächsten Tagen ist einfach offensichtlich".

Insgesamt war die Lage aber unübersichtlich. Es gab zunächst keine offiziellen Zahlen zu Verletzten und Festnahmen. Auf Bildern waren viele blutüberströmte Menschen zu sehen.  Nach Meinung von Beobachtern war die Nacht zum Dienstag von noch mehr Gewalt geprägt als die zum Montag, als es etwa 100 Verletzte und 3000 Festnahmen gegeben hatte. In sozialen Netzwerken kursierten Fotos von Uniformierten, die sich demonstrativ auf die Seite der Demonstranten stellten. Sie wurden als "Helden" gefeiert.

+++ 5.59 Uhr: Hitze und Gewitter: So wird das Wetter in den kommenden Tagen +++ 

Heiß, schwül und gewittrig wird es in den kommenden Tagen in Deutschland. Ab den Mittagsstunden seien heute gebietsweise starke Gewitter bei teils großer Hitze zu erwarten, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Teilweise bestehe Unwettergefahr mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders der Westen Deutschlands könne davon betroffen sein, während es im Norden meist trocken bleibe. Die Temperaturen klettern auf bis zu 37 Grad, an der See und im Bergland ist es etwas kühler. Auchmorgen bleibt es heiß bei bis zu 36 Grad, vor allem im Norden ist es sonnig und trocken. Am Nachmittag werden jedoch wieder Hitzegewitter mit lokaler Unwettergefahr erwartet. Der Donnerstag beginnt freundlich, doch bilden sich den Metereologen zufolge dann Wolken mit gebietsweise Schauern und Gewittern. Es wird wieder heiß mit maximal 29 bis 35 Grad.

Gestern lagen die heißesten Orte in Baden-Württemberg. Der DWD registrierte in Bad Mergentheim-Neunkirchen mit 36,6 Grad die bundesweit höchste Temperatur des Tages. Auf Platz zwei lag mit 36,4 Grad Waghäusel-Kirrlach. Platz drei der heißesten Orte ging nach Rheinland-Pfalz: In Trier-Zewen wurde eine Tageshöchsttemperatur von 36,3 Grad gemessen. In Trier war tags zuvor sogar die bundesweit höchste Temperatur des bisherigen Jahres gemessen worden. An der DWD-Station Trier-Petrisberg kletterte das Thermometer am Sonntag auf ein Maximum von 38,6 Grad.

+++ 5.31 Uhr: Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Blitzeinschlag wieder frei +++

Nach einem Blitzeinschlag bei Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) gestern Nachmittag läuft der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin am Morgen wieder ganz normal. Lediglich der Abschnitt zwischen Jasnitz und Ludwigslust werde wegen Arbeiten noch eingleisig betrieben, teilte die Deutsche Bahn mit. Das habe jedoch keine Auswirkungen auf den Verkehr.

Wegen eines Blitzeinschlags und mehrerer Bäume im Gleis war seit Montagnachmittag der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin beeinträchtigt. Zunächst war ein Stück der Strecke gesperrt, die Züge wurden umgeleitet und verspäteten sich um rund eine Stunde. Gegen 20 Uhr hieß es dann, ein Gleis sei wieder frei, die ersten Züge könnten wieder auf der regulären Strecke fahren. Es könne aber weiter Verspätungen geben.

+++ 4.33 Uhr: Gespaltenes Meinungsbild zu Fan-Rückkehr in Fußballstadien +++

Das öffentliche Meinungsbild zur geplanten Rückkehr von Fußballfans in die Stadien zum Bundesligastart Mitte September ist gespalten. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworteten 45 Prozent der insgesamt 2018 befragten Personen die von der Deutschen Fußball-Liga geplante Teilzulassung von Zuschauern ab dem ersten Spieltag - nur neun Prozent allerdings uneingeschränkt. 36 Prozent finden die Teilzulassung von Zuschauern lediglich unter dem Vorbehalt richtig, dass die Hygiene-Maßnahmen streng kontrolliert werden. 44 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich generell gegen Spiele vor Publikum aus, was zumindest bis zum 31. Oktober auch von der Gesundheitsministerkonferenz gestern befürwortet worden war. Zehn Prozent wollten sich nicht festlegen.

Die Spielzeit 2020/21 in der Bundesliga und 2. Bundesliga beginnt am dritten September-Wochenende. Eine Woche zuvor steht die 1. Runde im DFB-Pokal an. Das DFL-Konzept sieht eine zunächst reduzierte Rückkehr der Fans ohne Stehplätze, ohne Alkohol und ohne Gästefans vor. Tickets sollen nur personalisiert vergeben werden.

+++ 4.03 Uhr: Trump: Pandemie beendete "wahrscheinlich" den Zweiten Weltkrieg +++

US-Präsident Donald Trump hat mit einer gleich mehrfach falschen Behauptung über den vermeintlichen Einfluss einer Pandemie auf den Zweiten Weltkrieg für Spott gesorgt. Trump versprach sich vermutlich, als er bei einer Pressekonferenz sagte: "1917, so heißt es, war die große Pandemie sicherlich eine schreckliche Sache, bei der sie zwischen 50 und 100 Millionen Menschen verloren haben - sie beendete wahrscheinlich den Zweiten Weltkrieg, alle Soldaten waren krank."

Die Aussage Trumps ist nicht nur deswegen falsch, weil er sich auf den Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 zu beziehen scheint, sondern auch, weil die Spanische Grippe erst im Jahr 1918 ausbrach, wie viele User in den Sozialen Netzwerken anmerkten. Tatsächlich befiel die Seuche aber zahlreiche Soldaten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Der Zweite Weltkrieg folgte erst mehr als 20 Jahre später - die Pandemie war da schon lange vorbei.

+++ 3.49 Uhr: Afroamerikaner fordern von Biden schwarze Vizepräsidentin +++

Ein offener Brief erhöht den Druck auf den designierten demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden vor der Bekanntgabe seiner Nominierung für das Amt der Vizepräsidentin. In dem Schreiben fordern mehr als 100 prominente afroamerikanische Männer, Biden solle eine schwarze Frau als seine mögliche Stellvertreterin benennen. "Wenn Sie 2020 keine schwarze Frau auswählen, verlieren Sie die Wahl. Wir wollen nicht zwischen dem kleineren von zwei Übeln wählen und wir wollen nicht zwischen dem Teufel, den wir kennen und dem Teufel, den wir nicht kennen, stimmen, weil wir es satt haben, für Teufel zu stimmen - Punkt", heißt es in dem Schreiben, das im Medium "Atlanta Daily World" veröffentlicht wurde. 

Zu den Unterzeichnern gehört unter anderem der Rapper und Schauspieler Sean "Diddy" Combs sowie Ben Crump, der Anwalt der Familie des Afroamerikaners George Floyd, dessen gewaltsamer Tod bei einem Polizeieinsatz Ende Mai landesweite Proteste ausgelöst hatte. Biden hat bereits angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen. Zu den Favoritinnen zählen die US-Senatorin Kamala Harris sowie die damalige Nationale Sicherheitsberaterin von Barack Obama, Susan Rice, die beide schwarz sind. Doch werden unter anderem auch der weißen Senatorin Elizabeth Warren Chancen eingeräumt. Bidens Entscheidung könnte noch diese Woche anstehen.

+++ 3.26 Uhr: USA wollen Zahl ihrer Soldaten in Afghanistan bis November auf unter 5000 senken +++

Angesichts der Fortschritte in den afghanischen Friedensbemühungen streben die USA einen Abbau ihrer Truppenpräsenz in dem Land auf unter 5000 Soldaten in den kommenden vier Monaten an. Der derzeitige Plan sehe vor, dass bis Ende November die Zahl der in Afghanistan stationierten Soldaten unter 5000 liegen solle, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Der Truppenabbau bleibe jedoch von der "Lage im Land" abhängig. Auch werde er nach Konsultationen mit dem US-Kongress und in "direkter Koordination" mit den Nato-Partnern erfolgen.

Die radikalislamischen Taliban hatten zuvor am Montag ihre Bereitschaft zu Friedensgesprächen nach Abschluss eines Gefangenenaustauschs bekräftigt. Derzeit haben die USA noch 8600 Soldaten in Afghanistan.

+++ 2.48 Uhr: Israel schließt einzigen Grenzposten für Warenlieferungen in Gazastreifen +++

Israel schließt den einzigen Grenzübergang für Warenlieferungen in den Gazastreifen. Dies kündigte die israelische Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) in der Nacht an. Mit der Maßnahme werde auf die Angriffe gegen Israel mit aus dem Gazastreifen abgefeuerten Brandballons reagiert. Der Grenzposten Kerem Schalom bleibe nur noch für die Lieferungen von "essenzieller humanitärer Hilfe" und Treibstoff geöffnet. Die Cogat machte die radikalislamische Hamas für die Angriffe mit an Ballons befestigten Brandsätzen verantwortlich. Nach israelischen Angaben waren solche Ballons gestern Abend vom Gazastreifen aus auf südisraelisches Gebiet geschickt worden, ohne dass jedoch jemand dadurch verletzt wurde.

+++ 2.26 Uhr: Gewerkschaft fordert mehr Schulpausen wegen hoher Temperaturen +++

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert wegen der aktuellen Hitzephase mehr Erholungspausen an den Schulen. Den Lehrern und Schülern müssten mehr Möglichkeiten zur regelmäßigen Abkühlung verschafft werden, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe der "Rheinischen Post". Zudem müsse die Getränkeversorgung sichergestellt werden. Dies gelte vor allem für Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, in denen wegen des Coronavirus Maskenpflicht im Unterricht herrscht.

Die Hitzefrei-Regelungen in NRW wurden von der Landesregierung inzwischen gelockert. Zum Schulstart an diesem Mittwoch gilt nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeigers" auch für Oberstufen-Schüler, dass die Schulleitung den Unterricht absagen kann, wenn die Temperaturen in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigen. Damit gilt für die Oberstufe dieselbe Regelung wie bereits für alle anderen Schüler.

+++ 0.10 Uhr: Trump-Briefing wegen Schusswaffenvorfalls abgevrochen +++

Wegen eines Schusswaffenvorfalls ist das Weiße Haus abgesperrt worden. US-Präsident Donald Trump teilte mit, außerhalb seines Amtssitzes habe der Sicherheitsdienst Secret Service auf jemanden Schüsse abgefeuert. Der Präsident brach daraufhin seine gerade laufende Pressekonferenz ab.

+++ 0.04 Uhr: Im Gastgewerbe sehen laut Umfrage 60 Prozent ihre Existenz bedroht +++

Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Coronakrise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die "Bild"-Zeitung berichtet.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei betrugen die Einbußen im März 63 Prozent, im April 86,8 Prozent, im Mai 73,7 Prozent, im Juni 52,2 Prozent und im Juli 43,2 Prozent.

mad DPA AFP

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