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News von heute Nach verheerender Explosion: Libanesische Regierung tritt zurück

Der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab
Der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab
© Lebanese Presidency / Handout / Picture Alliance
Wahlleitung erklärt Lukaschenko nach Gewalt-Nacht zum Sieger +++ Schwüler Wochenstart mit Hitzegewittern und hohen Temperaturen +++ Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai festgenommen +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Topmeldung: 

Libanesische Regierung tritt zurück

Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hat der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab den Rücktritt seiner gesamten Regierung erklärt. In einer Fernsehansprache machte Diab die weit verbreitete Korruption in seinem Heimatland für die gewaltige Detonation mitverantwortlich. Damit reagierte der Regierungschef nach knapp einer Woche auf öffentlichen Druck und gewaltsame Proteste. Im Zentrum der Hauptstadt Beirut kam es am Abend zu neuen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten.

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Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 19.54 Uhr: Neue Proteste gegen Wahlfälschungen in Belarus +++

Nach der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) ist es erneut zu Protesten gekommen. In der Hauptstadt Minsk zogen am Abend viele Menschen ins Zentrum, wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. Uniformierte mit schwarzen Schutzmasken nahmen dabei auch Demonstranten fest. Ganze Straßen waren abgesperrt. Zu sehen war auch, wie Demonstranten vor Einsatzkräften wegliefen. Andere blockierten Kreuzungen. 

Aufrufe zu Protesten gegen Wahlfälschung gab es auch in anderen Städten des Landes. Auch von dort gab es Berichte, dass Polizisten zentrale Plätze mit Schutzgittern abgesperrt haben. Zuvor hatte die Wahlleitung der ehemaligen Sowjetrepublik den amtierenden Staatschef Alexander Lukaschenko mit 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt. Herausforderin Swetlana Tichanowskaja kam demnach auf nur 10 Prozent. Sie erkennt das Ergebnis nicht an und verlangt eine Neuauszählung der Stimmen. 

Schon Stunden vor den neuen Aktionen zogen die Behörden Sicherheitskräfte im Zentrum von Minsk zusammen. Nicht angeschraubte Bänke und Mülleimer an Haltestellen seien entfernt worden - wohl aus Angst, Demonstranten könnten sie gegen die Sicherheitskräfte einsetzen. Zudem seien Einkaufszentren vorzeitig geschlossen worden, berichteten Medien aus der Hauptstadt. Menschen schrieben in sozialen Netzwerken, dass das Internet gestört wird.

+++ 19.40 Uhr: Berichte: Verletzte nach Seilbahn-Unfall in Frankreich +++

Bei einem Unfall in einer Schienen-Seilbahn im französischen Wallfahrtsort Lourdes sind Medienberichten zufolge mehrere Menschen verletzt worden. Während eines heftigen Gewitters schlug der Blitz am Nachmittag auf den Schienen der Bahn ein, wie der Sender France Bleu berichtete. Ein darauf folgender Stromausfall führte zum abrupten Stopp der Kabinen, mehrere Menschen stürzten in einer herabfahrenden Kabine zu Boden.

Dem Sender zufolge erlitten mindestens zwei Menschen schwere Verletzungen, etwa zehn Menschen wurden leicht verletzt. Der Sender France Info berichtete auch von einem verletzten Baby.

+++ 18.47 Uhr: Libanesische Regierung tritt zurück +++

Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hat der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab den Rücktritt seiner gesamten Regierung erklärt. In einer Fernsehansprache machte Diab die weit verbreitete Korruption in seinem Heimatland für die gewaltige Detonation mitverantwortlich. Damit reagierte der Regierungschef nach knapp einer Woche auf öffentlichen Druck und gewaltsame Proteste. Im Zentrum der Hauptstadt Beirut kam es am Abend zu neuen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten.

+++ 18.24 Uhr. Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Blitzeinschlag gestört +++

Nach einem Blitzeinschlag bei Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) ist es zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin gekommen. Die Züge würden umgeleitet und verspäteten sich um rund eine Stunde, teilte die Deutsche Bahn am späten Nachmittag mit. Betroffen seien die ICE-Verbindungen ab Hamburg über Berlin und Halle oder Leipzig nach München. Sie würden vom Hamburger Hauptbahnhof bis Berlin-Spandau umgeleitet. Betroffen seien auch die EC-Züge ab Kiel/Westerland über Hamburg, Berlin, Dresden nach Prag, die ebenfalls bis Berlin-Spandau umgeleitet würden. Dadurch entfielen die Halte Büchen, Ludwigslust und Wittenberge. Als Ersatz hielten die Züge in Stendal. Die Störung sollte bis zum Abend behoben werden, teilte die Bahn weiter mit.

+++ 18.20 Uhr: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Beirut +++

Nach dem angekündigten Rücktritt der libanesischen Regierung ist es in der Hauptstadt Beirut erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Demonstranten versuchten, eine Betonabsperrung zum Parlament im Zentrum der Stadt zu überwinden, wie auf Bildern des libanesischen Senders LBCI zu sehen war. Dabei warfen sie auch Steine. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Menge zu vertreiben. 

Premier Hassan Diab will noch am Montagabend den Rücktritt der Regierung erklären, wie Gesundheitsminister Hamad Hassan ankündigte. Diab reagiert damit auf den öffentlichen Druck nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut und Demonstrationen. Am Samstag waren Proteste gegen die Regierung in Chaos und Gewalt umgeschlagen.

+++ 17.23 Uhr: Berlins Innensenator will Konferenz zur Aufnahme von Flüchtlingen +++

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel setzt sich für eine Bund-Länder-Konferenz zur Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Lagern ein. "Wir können ein Nein von Horst Seehofer zu unserer Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, nicht einfach schulterzuckend akzeptieren", sagte er. Er unterstütze deshalb den Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, zeitnah eine Bund-Länder-Konferenz einzuberufen, um das weitere Vorgehen in der Flüchtlingsfrage zu besprechen. "Der Senat von Berlin hat immer gesagt, dass er die organisatorischen und personellen Kapazitäten hat, um 300 Menschen aufzunehmen. Dazu stehen wir nach wie vor", betonte Geisel. Berlin erwägt genau wie Thüringen eine gemeinsame Klage mehrerer Bundesländer gegen den Bund, um die Ablehnung der Aufnahmeanordnung durch das Bundesinnenmisterium rechtlich zu überprüfen.

+++ 16.32 Uhr: Havarierter Frachter vor Mauritius steht offenbar kurz vor Auseinanderbrechen +++

Allen Bemühungen zum Trotz lässt sich eine Umweltkatastrophe vor der Küste von Mauritius offenbar kaum noch abwenden: Ein vor der Südostküste des Urlauberparadieses auf Grund gelaufener Frachter mit tausenden Tonnen Treibstoff an Bord stand am Montag nach Angaben von Regierungschef Pravind Jugnauth kurz davor, auseinanderzubrechen. "Der Prozess ist schon weit fortgeschritten, der Frachter hat nicht mehr viel Zeit vor sich", sagte auch ein an den Rettungsbemühungen beteiligter Wissenschaftler. Taucher berichteten von neuen Rissen am Schiffsrumpf.

Der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter "Wakashio" war am 25. Juli mit rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord auf ein Riff aufgelaufen. Seit vergangener Woche läuft aus einem Leck Öl aus und bedroht zwei Naturschutzgebiete in unmittelbarer Nähe. Nach Angaben des japanischen Betreibers des Frachters sind bereits 1000 der rund 4000 Tonnen Treibstoff ausgetreten. Weiteres Öl konnte bis Montag aus dem Frachter gepumpt und per Hubschrauber an Land gebracht worden, doch mussten die Arbeiten wegen starker Winde und rauer See eingestellt werden. Das schlechte Wetter trieb den Schlick auch weiter die Küste entlang. Laut Regierungschef Jugnauth befanden sich immer noch 2500 Tonnen an Bord der "Wakashio".

+++ 16.01 Uhr: Mordermittlung gegen Verdächtigen nach verheerendem Brand in Tschechien +++

Nach einem Brand in einem Hochhaus der tschechischen Stadt Bohumin mit elf Toten hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen einen Verdächtigen wegen Mordes eröffnet. Dem Mann drohe eine lebenslange Haftstrafe, sagte Staatsanwalt Michal Krol der Nachrichtenagentur AFP. In den örtlichen Medien war von einem Familienstreit als Tatmotiv die Rede. Das Feuer war am Samstag in einer Wohnung des Hochhauses ausgebrochen. Unter den Todesopfern waren auch fünf Menschen, die in Panik aus einem Fenster gesprungen waren. Die Polizei ging rasch von Brandstiftung aus. Am Sonntag teilte sie mit, Spuren von Brandbeschleuniger nahe einer Wohnungstüre gefunden zu haben. Tschechischen Medienberichten zufolge waren mehrere der Opfer Angehörige des Verdächtigen. Dem Brand waren demnach Familienstreitigkeiten vorausgegangen.

+++ 15.53 Uhr: Auch Aktivistin Agnes Chow in Hongkong festgenommen +++

Nach dem für Demokratie kämpfenden Medienmogul Jimmy Lai ist in Hongkong auch die bekannte Aktivistin Agnes Chow festgenommen worden. Dies teilten ihre Unterstützer am Montagabend (Ortszeit) auf ihrem offiziellen Facebook-Account mit. Die Festnahme sei auf Grundlage des umstrittenen neuen chinesischen Sicherheitsgesetzes erfolgt.

+++ 15.51 Uhr: Hamas feuert Raketen als "Botschaft" an Israel ins Mittelmeer +++

Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen hat als Warnung an Israel Raketen ins Mittelmeer abgefeuert. AFP-Journalisten berichteten von mindestens acht Raketen, die von dem unter israelischer Blockade stehenden Küstenstreifen aus abgefeuert wurden. Die israelische Armee hatte in der vergangenen Woche mehrfach Vergeltungsangriffe auf Hamas-Stellungen geflogen, nachdem drei Mal Brandballons aus dem Gazastreifen nach Israel geschickt worden waren. Die Raketen seien eine "Botschaft" an Israel, dass die bewaffneten Gruppen im Gazastreifen angesichts der israelischen Blockade und "Aggression" nicht "schweigen" werden, hieß es aus dem Umfeld der Hamas.

+++ 15.50 Uhr: Polizei: 30-Jährige tötet ihre beiden Kinder und sich selbst +++

Eine 30-jährige Frau aus Deutschland hat nach ersten Erkenntnissen der Polizei in der Nähe von Zürich in der Schweiz ihre vierjährigen Zwillingsmädchen und sich selbst getötet. Die drei Toten wurden in einem im Wald abgestellten Auto aufgefunden. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Ein Passant habe der Einsatzzentrale ein im Forst abgestelltes Auto mit drei regungslosen Insassen gemeldet, teilte die Kantonspolizei Zürich mit. Die sofort ausgerückten Rettungskräfte hätten nur noch den Tod der Frau und ihrer beiden Mädchen feststellen können. Nach bisherigem Erkenntnisstand sei davon auszugehen, dass die in Deutschland lebende Mutter am Sonntag mit ihren Kindern in die Schweiz einreiste.  

+++ 14.42 Uhr: Hamburger Urteil gegen früheren SS-Wachmann ist rechtskräftig +++

Das Bewährungsurteil des Hamburger Landgerichts gegen den früheren SS-Wachmann Bruno D. ist rechtskräftig. Die für drei Nebenkläger sowie für den 93-Jährigen eingelegte Revision wurde zurückgenommen, wie das Landgericht mitteilte. Die Hamburger Kammer hatte D. im Juli wegen der Beihilfe zum Mord in 5232 Fällen sowie des Mordversuchs in einem Fall zu einer zweijährigen Jugendstrafe zur Bewährung verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 93-Jährige 1944 und 1945 als Jugendlicher achteinhalb Monate zur Mannschaft des Konzentrationslagers Stutthof gehört hatte. D. entschuldigte sich vor Gericht für die Verbrechen in Stutthof. Zugleich betonte er, in das Lager abkommandiert worden zu sein. 

+++ 14.23 Uhr: Libanons Finanzminister tritt als viertes Regierungsmitglied zurück +++

Nach der Explosionskatastrophe in Beirut ist Finanzminister Ghazi Wazni als viertes Mitglied der Regierung zurückgetreten. Ghazi habe am Montag seinen Rücktritt eingereicht, teilte ein Vertreter seines Ministeriums mit. Zuvor hatten bereits Justizministerin Marie-Claude Najm, Informationsministerin Manal Abdel Samad und Umweltminister Damianos Kattar als Konsequenz aus der Katastrophe ihren Rücktritt verkündet.

Die libanesische Regierung gerät zunehmend unter Druck, da viele Libanesen die Katastrophe als Beleg für das Versagen und die Korruption der politischen Führung sehen, die das Land heruntergewirtschaftet habe. Die Explosionskatastrophe hat ihre Wut weiter angefacht. Seit Tagen kommt es in Beirut deshalb zu Massenprotesten. Am Montagnachmittag will das Kabinett zusammentreten. Dann will Ministerpräsident Hassan Diab nach eigenen Angaben vorgezogene Neuwahlen vorschlagen.

+++ 13.57 Uhr: Wieder ausreichend Platz an den Stränden von Nord- und Ostsee +++

Nach den vollen Badestränden vom Wochenende ist an Schleswig-Holsteins Küsten wieder Ruhe eingekehrt. An der Ostsee gab es in der Lübecker Bucht trotz Super-Strandwetters am Mittag noch genügend Plätze für Ausflügler. Nach dem Ende der Ferien in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein am Wochenende beziehungsweise am Dienstag in Nordrhein-Westfalen standen an dem rund 30 Kilometer langen Strand die Strandampeln der Webseite strandticker.de überwiegend auf Grün. An der Nordsee ein ähnliches Bild: Am Strand von St. Peter-Ording gab es bei wolkenlos-blauem Himmel für jeden Sonnenhungrigen ausreichend Platz mit viel Sicherheitsabständen zu den Nachbarn. Auch in Büsum war die Situation am Hauptstrand sowie in der Familienlagune Perlebucht entspannt.

+++ 13.40 Uhr: Bundesregierung: Mindeststandards bei Belarus-Wahl nicht eingehalten +++

Bei der Präsidentschaftswahl in Belarus (Weißrussland) sind nach Einschätzung der Bundesregierung die Mindeststandards für demokratische Wahlen nicht eingehalten worden. Verurteilt werde auch Gewalt gegen friedlich demonstrierende Bürger und die Festnahme von Journalisten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin weiter. "Die politische Führung des Landes muss den Willen der Bürginnen und Bürger akzeptieren", forderte er. Es liefen Bemühungen für eine gemeinsame Reaktion der EU.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, im Vorfeld der Wahl seien massive Repression und willkürliche Verhaftungen von Kritikern beobachtet und benannt worden. Er sprach von einer "Einschüchterungspolitik", die auf Journalisten und Blogger und auch Bürger ziele, die ihre Rechte nutzen wollten. Er verwies auf frühere Bemühungen, Reformen anzustoßen. "In der Hinsicht muss man den Verlauf der Wahlen als Rückschlag einordnen", sagte er.

+++ 13.17 Uhr: Brandalarm: Prozess im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach verschoben +++

Wegen eines Brandes im Kölner Landgericht hat der Prozess gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach nicht wie geplant begonnen. Der Auftakt wurde kurzfristig verschoben. Im Gericht habe es in einem Kälteraum einen Brand an einem Schaltschrank gegeben, erklärte ein Sprecher. Man gehe von einem technischen Defekt aus. Der Rauch sei aber bis in die sogenannte Vorführstelle gezogen - an dem Ort warten in Haft befindliche Angeklagte auf ihren Prozess. Auch der Angeklagte im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hätte dort untergebracht werden müssen. Das sei momentan aber nicht zumutbar.

In dem Verfahren wird dem 43-Jährigen vorgeworfen, immer wieder seine kleine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Der Deutsche gilt als zentrale Figur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, der sich mittlerweile auf ganz Deutschland erstreckt. Der Prozess war daher mit Spannung erwartet worden. Als neuer Termin für den Start steht nun der kommende Montag im Raum. Er muss vom Gericht aber noch bestätigt werden.

+++ 12.57 Uhr: THW-Helfer kehren nach Deutschland zurück - "völlige Zerstörung" +++

Ein großer Teil der Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) ist am Vormittag aus dem Libanon nach Deutschland zurückgekehrt. "Es war ein herausfordernder Einsatz", sagte ein Sprecher des THW. "Die Kollegen vor Ort haben von einer völligen Zerstörung berichtet." Überlebende habe die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland in den Trümmern keine mehr gefunden. Auch vier Rettungshunde waren in Beirut im Einsatz.

"Wer die Bilder der schweren Detonation sowie die massive Zerstörung des Hafens und Teile der Innenstadt Beiruts gesehen hat, kann nur vermuten, wie sich die Situation vor Ort für die Helfer des THW tatsächlich dargestellt hat", sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag. "Sie alle haben nicht gezögert und Verantwortung übernommen und unter widrigsten Bedingungen den Menschen in Beirut geholfen."

+++ 12.20 Uhr: Ölkatastrophe auf Mauritius: Behörden pumpen Treibstoff ab +++

Nach dem Schiffsunglück vor Mauritius versuchen die Behörden, ein noch größeres Öldesaster zu vermeiden. Zwei Tanker helfen dabei, den noch vorhandenen Treibstoff aus dem auf Grund gelaufenen Frachter abzupumpen, wie das japanische Unternehmen Nagashiki Shipping als Eigner des verunglückten Schiffs mitteilte. Der Hauptfokus sei derzeit, die Auswirkungen des Ölaustritts zu reduzieren und die Umwelt zu schützen, hieß es. Die "Wakashio" war vor mehr als zwei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Am Donnerstag verlor dann einer der Tanks Kraftstoff. Laut dem Betreiber sind bislang mehr als 1000 Tonnen Öl ausgetreten, es waren ungefähr rund 4000 Tonnen im Schiff. 

+++ 11.47 Uhr: Drittes Regierungsmitglied im Libanon tritt nach Explosion zurück +++

Nach der verheerenden Explosion in Beirut und Gewalt bei Protesten gegen die Regierung des Libanons gibt ein weiteres Kabinettsmitglied sein Amt auf. Justizministerin Marie-Claude Nadschm habe Regierungschef Hassan Diab ihr Rücktrittsschreiben übergeben, meldete der libanesische Sender MTV. Sie ist bereits das dritte Mitglied des Kabinetts, das das Amt niederlegt. Zuvor waren am Sonntag Informationsministerin Manal Abdel Samad und Umweltminister Damianos Kattar zurückgetreten.

Die Regierung gerät mit dem Rücktritt immer stärker ins Wanken. Sollten vier weitere Minister zurücktreten, wäre sie aufgelöst. Diab wollte dem Kabinett in einer Sitzung am Montag eine vorgezogene Neuwahl vorschlagen, um einen Weg aus der politischen Krise zu bahnen. Viele Libanesen machen die Regierung für die Explosion im Beiruter Hafen mit mindestens 160 Toten und mehr als 6000 Verletzten verantwortlich. 

+++ 11.38 Uhr: Regierung: 3000 Festnahmen und dutzende Verletzte bei Protesten in Belarus +++

Bei den Protesten gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl in Belarus sind nach Angaben der Regierung landesweit rund 3000 Demonstranten festgenommen worden. Mehr als 50 Zivilisten und 39 Polizisten seien in der Nacht zum Montag verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Angaben von Aktivisten, wonach ein Demonstrant getötet wurde, wies das Ministerium zurück. 

+++ 11.27 Uhr: Verfassungsschutz: AfD-Rechtsaußen haben judenfeindliche Denkmuster +++ 

Der Verfassungsschutz erkennt bei einigen Vertretern der sogenannten Neuen Rechten antisemitische Denkmuster. In einem Lagebild der Behörde zu Antisemitismus in Deutschland heißt es: "Das eine Lager verteidigt das Existenzrecht Israels, die israelische Außen- und Sicherheitspolitik und sieht sich zudem in einer christlich-jüdischen Tradition stehend, die es etwa in erster Linie gegen den (politischen) Islam zu verteidigen gelte." Das andere Lager innerhalb der Neuen Rechten sei dagegen "antiimperialistisch" und israelkritisch. Diese Menschen und Gruppierungen sähen den ideologischen Hauptfeind stärker im Liberalismus als im Islamismus.

Als "Neue Rechte" bezeichnet der Verfassungsschutz ein informelles Netzwerk, in dem rechtsextremistische bis rechtskonservative Kräfte verortet werden. Dazu zählt der Inlandsgeheimdienst beispielsweise das Compact-Magazin und das Institut des Verlegers Götz Kubitschek, das Verbindungen zum rechten AfD-Flügel pflegt. Nach Einschätzung der Behörde tauchen auch in den Äußerungen einzelner Vertreter des inzwischen offiziell aufgelösten "Flügels" der AfD "antisemitische Versatzstücke" auf. Als ein Beispiel dafür werden in dem Bericht Verlautbarungen des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke angeführt.

+++ 10.57 Uhr: SPD-Spitze schlägt Scholz als Kanzlerkandidat vor +++

Die SPD will Vizekanzler Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten küren. Das kündigte Parteichefin Saskia Esken am Montag auf Twitter an. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe und die "Bild"-Zeitung über die Personalie berichtet.  

+++ 10.58 Uhr: Lauenau hat wieder Wasser - Verbrauch hat sich halbiert +++

Nach dem Zusammenbruch der Wasserversorgung im niedersächsischen Lauenau hat die Gemeinde die Lage in den Griff bekommen. Die akute Krise sei überwunden, sagte Georg Hudalla, parteiloser Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört, am Montag. Die Menschen im Ort halten sich demnach an die Sparvorgaben und verwenden das Wasser nach Einschätzung des Bürgermeisters nur für notwendige Dinge - der Wasserverbrauch sei auf die Hälfte des normalen Verbrauchs gesunken. Zwischenzeitlich werde das Ortsnetz vom benachbarten Wasserverband Nord-Schaumburg mit versorgt.

Am Samstagmittag war der Wasserspeicher in Lauenau leer gelaufen. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen, erklärte der Bürgermeister. Die Feuerwehr bietet sogenanntes Brauchwasser etwa für die Toilettenspülung an, das sich die Menschen abholen können.

+++ 10.54 Uhr: Tote und Verletzte nach Bombenexplosion in Pakistan +++

Bei einem Bombenanschlag sind in der pakistanischen Provinz Baluchistan mindestens sechs Zivilisten getötet und 20 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz sei an einem Motorrad befestigt gewesen, sagte ein Polizeibeamter in der Stadt Chaman am Montag. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. 

+++ 10.24 Uhr: Sächsische Polizeigewerkschaft schließt AfD-Abgeordneten aus +++

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Sachsen hat einen Landtagsabgeordneten der AfD ausgeschlossen. Lars Kuppi sei seit Ende Juni nicht mehr Mitglied des Verbands, sagte Landeschefin Cathleen Martin dem "Spiegel" laut Mitteilung vom Montag. Grund dafür sei ein geplanter Auftritt Kuppis mit dem Rechtsaußenpolitiker Andreas Kalbitz, der wegen rechtsextremer Verbindungen aus der AfD ausgeschlossen wurde. Ein solcher Auftritt "schädigt das Ansehen der Gewerkschaft", sagte Martin. Der Verband distanziere sich "klar von rechtsgerichteten Positionen". Kuppi, der Vizevorsitzender des Landesverbands war, legte laut "Spiegel" Berufung gegen die Entscheidung ein.

+++ 10.08 Uhr: Zoll stellt in Hamburg Kokain im Wert von 300 Millionen Euro sicher +++

Spektakulärer Fund im Hamburger Hafen: Polizei und Zoll haben in einem Container rund 1,5 Tonnen Kokain entdeckt. Das ist eine der größten Mengen, die je im Hamburger Hafen sichergestellt wurden, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes. Das Rauschgift, das zwischen Reissäcken versteckt war, hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 300 Millionen Euro. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

Der Container war bereits Ende Juni in den Hamburger Hafen gekommen. Von dort sollte er mit anderen Transportbehältern umgeladen und nah Polen gebracht werden. Im Zollamt Waltershof wurde der Container in der Prüfanlage durchleuchtet. Dabei entdeckten die Beamten das Rauschgift, das in mehreren kleinen Paketen abgepackt war. Der Reis auf dem Containerschiff stammte aus Guayana, einem Nachbarland von Kolumbien. In Kolumbien wird weltweit das meiste Kokain aus der Kokapflanze gewonnen. Die Beamten gehen davon aus, dass das Rauschgift von Polen aus verteilt werden sollte. Vermutlich sollte es an Großabnehmer aus ganz Europa gehen. Darauf deuteten verschiedene Zeichen auf den Paketen hin, darunter ein gallischer Hahn und Ampelmännchen.

+++ 9.13 Uhr: Vulkan Sinabung in Indonesien ausgebrochen - hohe Aschesäule +++

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist der Vulkan Sinabung ausgebrochen. Eine Aschesäule stieg am Montag aus dem Krater mehr als sieben Kilometer in den Himmel, wie die Behörden in dem Inselstaat mitteilten. Der Sinabung ist seit dem Wochenende wieder aktiv. Bereits am Samstag hatte er Asche mehr als 4000 Meter hoch geschleudert. Vielerorts in der Umgebung des Vulkans im Norden von Sumatra lag eine dicke Ascheschicht auf Straßen, Häusern und Autos. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte. 

+++ 8.24 Uhr: Wahlleitung erklärt Lukaschenko nach Gewalt-Nacht zum Sieger +++ 

Die Wahlkommission in Belarus (Weißrussland) hat Staatschef Alexander Lukaschenko zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der 65-Jährige habe 80,23 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am Sonntag erzielt, teilte Wahlleiterin Lidija Jermoschina in Minsk als vorläufiges Ergebnis mit. Lukaschenkos Gegnerin, Swetlana Tichanowskaja, kam demnach nur auf 9,9 Prozent der Stimmen. Sie kündigte bereits an, eine Niederlage nicht anzuerkennen. Ihre Unterstützer hatten nachts zu Tausenden gegen Lukaschenko und Wahlfälschungen protestiert. Es gab viele Verletzte und Festnahmen. Der Menschenrechtler Valentin Stefanowitsch von der Organisation Wesna sagte, dass es bei den Protesten in Minsk auch einen Toten gegeben habe. Offiziell bestätigt war das zunächst nicht.

In mehreren Wahllokalen, in denen es keine Manipulationen gegeben haben soll, gewann Tichanowskaja nach Angaben ihres Stabs haushoch. Von Lukaschenko gab es zunächst keine Reaktion. Er hatte vor der Wahl am Sonntag angekündigt, seine Macht mit allen Mitteln zu verteidigen. Tausende Menschen gingen nach der Wahl auf die Straße und stellten sich gegen die Sicherheitskräfte, die Wasserwerfer, Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten einsetzten. Bis zum Morgen beruhigte sich die Lage zunächst wieder. Die Opposition hatte bereits neue Proteste angekündigt.

+++ 7.54 Uhr: Brand-Ballons aus Gaza - Gegenangriff Israels in dem Küstenstreifen +++

Nach einer Attacke mit Brand-Ballons aus dem Gazastreifen hat Israels Militär in der Nacht zum Montag einen Luftangriff auf das Palästinensergebiet geflogen. Ein Beobachtungsposten der islamistischen Hamas im Norden des Gazastreifens sei beschossen worden, teilte die israelische Armee mit. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen der Hamas wurde niemand verletzt. Unbekannte und maskierte junge Männer hatten zuvor Dutzende Ballons in Richtung Israel fliegen lassen, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt waren. Militante Palästinenser lassen immer wieder solche Ballons starten, um Schäden zu verursachen. 

+++ 6.19 Uhr: Schwüler Wochenstart mit Hitzegewittern und hohen Temperaturen +++

Es bleibt heiß in Deutschland. Vielerorts soll sich die Hitze der vergangenen Tage in Gewittern entladen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Es werde zunehmend schwül bei Temperaturen bis zu 37 Grad. Zu erwarten seien am Montag teils Gewitter mit unwetterartigem Starkregen, unter Umständen auch Hagel und Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde. Nur der äußerste Norden und Süden Deutschlands seien davon ausgenommen, hieß es. Auch am Dienstag und Mittwoch klettern die Temperaturen den Metereologen zufolge über 30 Grad, es bleibt aber größtenteils trocken. 

+++ 4.10 Uhr: Verstöße gegen Libyen-Embargo: EU-Länder treiben Sanktionspläne voran +++

Deutschland, Frankreich und Italien wollen die anhaltenden Waffenlieferungen in das Bürgerkriegsland Libyen nun mit EU-Sanktionen eindämmen. Die drei Länder haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf eine Liste mit Unternehmen und Personen verständigt, die Schiffe, Flugzeuge oder andere Logistik für den Transport von Waffen bereitstellen und damit gegen das seit 2011 bestehende UN-Embargo verstoßen. Konkret geht es nach Angaben aus EU-Kreisen um drei Firmen aus der Türkei, Jordanien und Kasachstan sowie um zwei Personen aus Libyen. In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg. Die Regierungstruppen werden von der Türkei unterstützt, ihr Gegner General Chalifa Haftar wiederum von Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland. Alle Versuche, in dem Konflikt zu vermitteln, blieben bisher erfolglos.

+++ 3.48 Uhr: Neuer Duden erscheint - um 3000 Wörtern stärker +++

Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown: Eine Reihe häufiger Wörter aus der Coronakrise ist in den Duden aufgenommen worden. "Coronavirus stand sowieso schon drin", sagte die Leiterin der Dudenredaktion, Kathrin Kunkel-Razum, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Erscheinen der 28. Auflage an diesem Mittwoch. Nach dem Sars-Ausbruch 2002/03 sei das Wort wohl aufgenommen worden. Kunkel-Razum stellte trotz des Einflusses der derzeitigen Pandemie klar: "Es ist jetzt kein Corona-Duden."

Auch bei anderen Themen wie zum Beispiel Klima/Umwelt, Technik und Geschlechtergerechtigkeit habe es seit der Auflage von 2017 Entwicklungen gegeben, die nun berücksichtigt seien, sagte die Redaktionsleiterin. Neu aufgenommen wurden demnach etwa Flugscham, Elektroscooter und transgender. Erstmals finden Nutzer auch Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Insgesamt enthalte der Duden 3000 neue Wörter, hieß es vom Verlag - er sei der bisher umfangreichste. 300 Wörter wurden gestrichen, etwa Kabelnachricht und Hackenporsche. 

+++ 2.38 Uhr: Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai festgenommen +++

Der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai ist aufgrund des neuen chinesischen Sicherheitsgesetzes festgenommen worden. Das verlautete am Montag aus Polizeikreisen in der chinesischen Sonderverwaltungszone sowie aus dem Umfeld des Unternehmers. Lai ist eine führende Figur der Hongkonger Demokratiebewegung. Lai würden geheime Absprachen mit "ausländischen Mächten" angelastet, schrieb Mark Simon, ein Mitarbeiter des Medienunternehmers, im Kurzbotschaftendienst Twitter. Dies ist nach dem sogenannten Sicherheitsgesetz, das die Pekinger Führung Ende Juni in Kraft gesetzt hatte, strafbar. Laut einer Polizeiquelle wurde Lai außerdem unter dem Vorwurf des Betrugs vorgenommen. Chinesische Staatsmedien haben Lai als "Verräter" und Strippenzieher hinter den monatelangen Protesten der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr bezeichnet.

+++ 2 Uhr: Flutwasser reißt Haus in Panama mit sich - elfköpfige Familie tot +++

Elf Mitglieder einer Familie sind bei einer Überschwemmung in Panama ums Leben gekommen. Die Fluten des nach starkem Regen übergetretenen Flusses Bejuco rissen am Sonntag ihr Haus im karibischen Küstenort Calovébora mit sich, wie die Zivilschutzbehörde des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Unter den Opfern waren demnach neun Minderjährige. Es werde nach weiteren Betroffenen gesucht - zunächst war von 13 Vermissten, die im Schlaf von den Fluten überrascht worden seien, die Rede gewesen. 

+++ 1.19 Uhr: Zwei Ureinwohner in Peru bei Protest gegen Ölförderung getötet +++

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Ureinwohnern im peruanischen Amazonasgebiet sind mindestens zwei Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Bei den beiden Toten handele es sich um Indigene, teilte das Innenministerium in Lima am Sonntag mit. Außerdem seien bei den Konfrontationen an einem Lager des kanadischen Ölunternehmens PetroTal elf Ureinwohner und sechs Polizisten verletzt worden. Die mit Speeren bewaffneten Indigenen hatten in der Nacht zum Sonntag versucht, das Lager in der Ortschaft Bretaña in der nordostoperuanischen Region Loreto zu besetzen. Die Ureinwohner fordern die Einstellung der Förderung an einer Ölquelle mit dem Namen "Lote 95". Sie klagen darüber, dass wiederholt Öl in die Umwelt ausgetreten und ihr Land verseucht worden sei.

+++ 0.48 Uhr: Vier Menschen bei Badeunfällen in Niederlanden ertrunken +++

Bei Badeunfällen vor der niederländischen Meeresküste sind am Sonntag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des öffentlichen Fernsehsenders NOS ertranken zwei Badende im Alter von 24 und 28 Jahren nahe Den Haag, nachdem sie von starken Strömungen hinaus ins Meer gezogen worden waren. Zwei weitere Badende kamen bei hohem Wellengang vor Wijk aan Zee und Zandvoort nahe Amsterdam ums Leben. Temperaturen von über 30 Grad hatten am Wochenende zahlreiche Menschen in den Niederlanden an die Strände gelockt. Die Badebedingungen seien jedoch "sehr gefährlich" gewesen, sagte der kommissarische Bürgermeister von Den Haag, Hilbert Bredemeijer, zu NOS. Es habe viele Vorfälle und Rettungseinsätze gegeben. 

+++ 0.11 Uhr: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Minsk nach Wahl +++

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus haben sich Demonstranten und Polizisten in der Hauptstadt Minsk gewaltsame Zusammenstöße geliefert. Augenzeugen beschrieben chaotische Szenen, Sirenen heulten und Autos hupten. Ein vom Sender Radio Liberty live übertragenes Video zeigte am Sonntagabend hunderte Bereitschaftspolizisten, die im Zentrum von Minsk Demonstranten gegenüberstanden und Schockgranaten abfeuerten, um die Menge auseinander zu treiben. Augenzeugen zufolge versammelten sich an einem Denkmal im Zentrum der Stadt tausende Demonstranten. Protestierende versuchten, Barrikaden zu errichten. Oppositionsnahe Medien meldeten, ein Polizei-Mannschaftswagen sei in die Menge gefahren. Es gab Berichte über Verletzte und dutzende Festnahmen. Das Innenministerium erklärte dagegen, niemand sei verletzt worden. Einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Prognose zufolge gewann Amtsinhaber Alexander Lukaschenko die Wahl am Sonntag mit knapp 80 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja, die in den vergangenen Wochen große Menschenmengen mobilisiert hatte, kam demnach auf nur knapp sieben Prozent. 

rw / wue DPA AFP

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