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News von heute: Umstrittene Fusion: US-Telekom-Tochter T-Mobile und Sprint dürfen zusammengehen

Ermittler: Frustrierter und isolierter Einzeltäter in Wächtersbach +++ Tief "Vincent" bringt Abkühlung und heftige Gewitter  +++ Die Nachrichten von heute im Newsticker. 

Fusion Sprint T-Mobile

Die US-Mobilfunkanbieter Sprint und T-Mobile gehen zusammen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • USA: Telekom-Tochter T-Mobile und Sprint dürfen fusionieren (17.44 Uhr)
  • Merkel lädt Johnson nach Berlin ein (15.24 Uhr)
  • Tief "Vincent" bringt Abkühlung und Gewitter (13.21 Uhr)
  • Vermisste Frauen: Polizei München sucht Leichen (10.36 Uhr)
  • Brand im Wohnhaus: Vater stirbt mit zwei Töchtern (8.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 19.41 Uhr: Rettungskräfte: 62 Tote nach Flüchtlingstragödie vor libyscher Küste geborgen +++

Nach der jüngsten Flüchtlingstragödie im Mittelmeer haben Retter 62 Tote geborgen. "Unsere Teams vom Roten Halbmond haben 62 Leichen von Migranten geborgen", sagte ein Vertreter der Hilfsorganisation, Abdelmoneim Abu Sbeih, der Nachrichtenagentur AFP. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) befürchtete den Tod von mehr als 110 Migranten, die libysche Küstenwache hatte von insgesamt 115 Vermissten gesprochen.

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+++ 18.53 Uhr: Tötung eines Polizisten erschüttert Italien +++

Der gewaltsame Tod eines Polizisten in Rom hat für Erschütterung in Italien gesorgt. Der 35-Jährige sei in der Nacht zu Freitag unweit des Vatikans umgebracht worden, als er nach einem Taschendiebstahl die zwei mutmaßlich dafür verantwortlichen Täter stoppen wollte, teilte die Polizei mit. Einer von ihnen habe ein Messer gezückt und den Polizisten mit acht Stichen getötet. Zwei amerikanische Staatsbürger seien festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Zuvor hatten die Carabinieri mitgeteilt, dass es sich bei dem Täter wahrscheinlich um einen Nordafrikaner gehandelt habe.

+++ 17.44 Uhr: US-Justizministerium genehmigt Fusion von Telekom-Tochter T-Mobile und Sprint +++

Das US-Justizministerium genehmigt die umstrittene Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint. Das teilte das Ministerium in Washington mit. Gegen den Zusammenschluss gab es massiven Widerstand - im Juni hatten zehn US-Bundesstaaten gemeinsame Klage gegen die Fusion eingereicht.

+++ 17.17 Uhr: Polizei beendet Suche nach vermisster Frau und Tochter ohne Fund +++

Die Münchner Polizei hat die Suche nach einer vermissten 41-Jährigen und ihrer 16-jährigen Tochter vorerst beendet. Es seien keine Leichen und keine Gegenstände gefunden worden, die in Zusammenhang mit dem Fall stünden, teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt mit. "Ob weitere Absuchen stattfinden, wird noch geklärt", sagte eine Sprecherin. Rund 150 Beamte waren im Einsatz und hatten unter anderem mit Alu-Stöcken und Schaufeln den Waldboden abgesucht. Mutter und Tochter gelten seit rund zwei Wochen als verschollen. Der 44-jährige Ehemann der Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

+++ 17.15 Uhr: Britische Medienaufsicht verhängt Geldstrafe gegen russischen Fernsehsender +++

Die britische Medienaufsicht hat gegen den russischen Fernsehsender RT (Ex-Russia Today) wegen einseitiger Berichterstattung eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Pfund (225.000 Euro) verhängt. Die Aufsichtsbehörde Ofcom erklärte, der Sender habe im März und April 2018 in sieben Nachrichtensendungen über den Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und den Syrien-Konflikt gegen das Gebot der Überparteilichkeit verstoßen. Ein Sprecher des Senders wies die Geldstrafe als "ungerecht" zurück und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen. RT wird vom Kreml finanziert. Die britische Aufsichtsbehörde hat RT schon öfter abgemahnt, vornehmlich wegen Berichten über Syrien und die Ukraine.

+++ 17.06 Uhr: Rettungsschiff der italienischen Küstenwache darf nicht in Italien anlanden +++

Italiens rechtsradikaler Innenminister Matteo Salvini verweigert einem Schiff der italienischen Küstenwache mit 135 Migranten an Bord die Einfahrt in einen italienischen Hafen. Die Regierung in Rom habe die EU-Kommission "offiziell darum gebeten, die Verteilung der Migranten an Bord zu koordinieren", hieß es aus Kreisen des Innenministeriums. Bevor es dazu kommt, soll das Schiff nicht in Italien anlanden dürfen. Die Migranten waren mit zwei verschiedenen Schlauchbooten auf dem Mittelmeer unterwegs. Eines der Boote wurde von tunesischen Fischern entdeckt. Die zur Hilfe gerufene italienische Küstenwache übernahm die rund 80 in Seenot geratenen Menschen.

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+++ 16.23 Uhr: Ermittler: Frustrierter und isolierter Einzeltäter in Wächtersbach +++

Vier Tage nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach haben die Ermittler eine erste Zwischenbilanz gezogen. Die mit 20 Beamten besetzte Sonderkommission gehe von einem "frustrierten, isolierten Einzeltäter" aus, der aus rassistischen Motiven habe morden wollen, sagte Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage. Zuvor hatte "Spiegel Online" berichtet.

Der Täter, ein 55 Jahre alter Deutscher, hatte am Montag mehrfach auf den Eritreer geschossen und den 26-Jährigen mit einem Bauchschuss schwer verletzt. Danach nahm sich der 55-Jährige das Leben.

+++ 16.10 Uhr: Bericht: Türkei hat Angreifer von Erbil "unschädlich" gemacht +++

Nach dem Angriff auf Mitarbeiter des türkischen Generalkonsulats in der nordirakischen Stadt Erbil haben türkische Sicherheitskräfte einem Bericht zufolge den mutmaßlichen Drahtzieher "unschädlich" gemacht. Dazu veröffentlichte die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag Fotos von dem Mann, bei dem es sich um ein hochrangiges Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK handeln soll. "Unschädlich machen" bedeutet in dem Zusammenhang gewöhnlich so viel wie töten oder anderweitig aus dem Verkehr ziehen.

+++ 15.48 Uhr: Bund und Bahn investieren über 86 Milliarden Euro ins Schienennetz +++

Der Bund gibt erheblich mehr Geld für den Erhalt des Schienennetzes aus: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte "das größte Modernisierungsprogramm für die Schiene" an, "das es je in Deutschland gab". Insgesamt sind rund 86 Milliarden Euro für die zehn Jahre ab 2020 geplant. Die Eisenbahngewerkschaft EVG und die Allianz pro Schiene erklärten, dies reiche angesichts eines "riesigen Investitionsstaus" immer noch nicht aus.

+++ 15.24 Uhr:  Merkel lädt Johnson nach Berlin ein  +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den neuen britischen Premierminister Boris Johnson zu einem baldigen Besuch nach Berlin eingeladen. Dies teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. Johnson habe die Einladung angenommen. Merkel telefonierte demnach am Freitag mit dem Premierminister und sprach mit ihm über die bilateralen Beziehungen sowie vor allem über den bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der EU.

+++ 14.41 Uhr: Hunderte Waldbrände in Alaska: Gefahr für Feuer auf "Allzeithoch" +++

Im von Waldbränden heimgesuchten US-Bundesstaat Alaska ist die Gefahr für weitere Feuer derzeit so hoch wie noch nie. "Was die Voraussetzungen angeht, befinden wir uns auf einem Allzeithoch", sagte der Chef der Feuerbekämpfung Alaskas, Norm McDonald, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kennzahlen für die Gefahr von Waldbränden seien in diesem Sommer "beispiellos" und im Vergleich zu normalen Jahren doppelt so hoch.

Ein aktueller Lagebericht des Koordinationszentrums in Alaska weist alleine dort knapp 250 aktive Brände aus, von denen etwa 200 unkontrolliert lodern. Betroffen ist demnach eine Fläche von rund 9000 Quadratkilometern, was knapp der Hälfte Sachsens entspricht.  

München: Suche nach vermisster Mutter und Tochter geht weiter

+++ 14.19 Uhr: Kolasinac und Özil lachen schon wieder: "Uns geht es gut" +++

Die einem Raubüberfall entkommenen Fußballprofis Mesut Özil und Sead Kolasinac können anscheinend schon wieder lachen. Ein auf dem Twitter-Account von Kolasinac verbreitetes Foto zeigt das Duo vom FC Arsenal mit breitem Grinsen vor einer Vitrine mit Pokalen. "Denke, uns geht es gut", hieß es zu dem Bild der beiden sichtlich fröhlichen Fußballer. Der 30 Jahre alte Özil und sein Teamkollege waren am Donnerstag in London auf offener Straße von zwei mit Messern bewaffneten Räubern attackiert worden. Die Täter sollen es auf den teuren Geländewagen von Özil abgesehen haben.

Der "Daily Mail" zufolge flüchtete der frühere Fußball-Weltmeister in ein türkisches Restaurant. Der bosnische Nationalspieler Kolasinac (26) habe unterdessen versucht, die Täter abzuwehren. Mitarbeiter des Restaurants sollen die Motorradfahrer schließlich verjagt haben.

+++ 14.18 Uhr: Waldbrand in Brandenburg auf 100 Hektar ausgeweitet +++

Der Waldbrand bei Jüterbog in Brandenburg hat sich bei sommerlicher Hitze am Freitag erneut ausgeweitet. Inzwischen seien 100 Hektar Wald in Flammen, berichtete der stellvertretende Bürgermeister von Jüterbog, Joachim Wasmansdorff. Der Brand könne wegen der Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz weiter nur mit zwei Hubschraubern aus der Luft bekämpft werden. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit rund 100 Kräften im Einsatz, die Wege und Randstreifen wässern, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

+++ 14.08 Uhr: Erdogan: Türkei wird Terror-Korridor im Norden Syriens zerstören  +++

Nach den gescheiterten Gesprächen mit den USA zur Einrichtung einer Pufferzone im Norden Syriens hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Militäroperation in dem von Kurden kontrollierten Gebiet angekündigt. "Wir sind entschlossen, den Terror-Korridor östlich des Euphrats zu zerstören", sagte Erdogan vor Mitgliedern der Regierungspartei in Ankara am Freitag. Wer sich auf die Unterstützung ausländischer Mächte in der Region verlasse, könne sich begraben lassen, warnte der Präsident.

+++ 14.06 Uhr: Facebook: Im ersten Quartal 160 000 Hassrede-Inhalte entfernt +++

Facebook hat in Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres mehr als 160.000 Inhalte entfernt, die als Hassrede eingestuft wurden und damit gegen die hausinternen Richtlinien verstießen. Rund 70 Prozent davon seien vom Online-Netzwerk selbst entdeckt worden, ohne eine Meldung der Nutzer, wie das Online-Netzwerk am Freitag mitteilte.

Facebook veröffentlichte die erstmals ausgerechnete Zahl zusammen mit dem halbjährlichen Transparenzbericht zur Umsetzung des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) gegen Hass und Hetze im Netz.  

+++ 13.51 Uhr: Bund und Tierschützer warnen vor Tiertransporten bei Hitze +++

Tiertransporte bei großer Hitze sind nicht erlaubt - Agrarministerin Julia Klöckner und Tierschützer haben angemahnt, die Regeln einzuhalten. "Das ist weder zumutbar für die Tiere noch rechtlich erlaubt", teilte die CDU-Politikerin am Freitag mit. Bundesländer, die in den  vergangenen Jahren dennoch mit Tiertransporten bei überhöhten Temperaturen aufgefallen waren, sollten sich an geltendes Recht halten und die Kontrollen verschärfen. Der Tierschutzbund kritisierte auch grundsätzlich, dass lebende Tiere über lange Strecken zum Schlachthof gefahren werden.

Am Vortag hatte die Polizei in Gießen mitgeteilt, dass etwa 500 Hühner sind bei einem Tiertransport gestorben seien - sie waren demnach bei 34 Grad nicht mit Wasser versorgt worden, der Transporter war nicht gekühlt. Der Transporter mit knapp 4500 Hühnern war am Mittwochmorgen in Frankreich gestartet, die Tiere sollten zum Schlachten nach Polen gebracht werden.

Tief "Vincent" bringt am Wochenende Entspannung an der Hitzefront - aber auch heftige Gewitter

Tief "Vincent" bringt am Wochenende Entspannung an der Hitzefront - aber auch heftige Gewitter

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+++ 13.21 Uhr: Tief "Vincent" bringt Entspannung an der Hitzefront - aber auch heftige Gewitter +++

Hoch "Yvonne" weicht Tief "Vincent", die historische Rekordhitze im Westen und Südwesten endet in Gewittern: Nach dem am Donnerstag gemessenen und am Freitag offiziell bestätigten 42,6-Grad-Hitzerekord im niedersächsischen Lingen dürfen Hitzegeplagte am Wochenende auf Abkühlung hoffen - allerdings um den Preis örtlich heftiger Unwetter. Zwischen Eifel und Alpen ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bereits am Freitag mit starken Gewittern zu rechnen. Das Tiefdruckgebiet "Vincent" werde am Wochenende feuchte und auch etwas kühlere Atlantikluft nach Deutschland bringen, kündigte die DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn in Offenbach an. Nach erneut bis zu 40 Grad im Westen sind den Wetterfröschen zufolge bereits am Freitagnachmittag und -abend von der Eifel bis zu den Alpen erste Gewitter wahrscheinlich, wobei Unwetter mit großen Regenmengen, Sturm und Hagel nicht ausgeschlossen sind.

+++ 11.35 Uhr: Auch Meike Schlecker tritt Haftstrafe an +++

Auch die Tochter des einstigen Drogeriemarktunternehmers Anton Schlecker, Meike Schlecker, hat ihre Gefängnisstrafe angetreten. Sie befinde sich seit Anfang der Woche in Haft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag. Wo sie die Strafe absitzt, wurde nicht mitgeteilt. Meike Schlecker war wie ihr Bruder Lars zu zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Lars Schlecker hatte seine Strafe vor rund einem Monat angetreten.

+++ 11.34 Uhr: Ermittlungen gegen Gymnasiasten in Leonberg wegen Klassenchat +++

Die Polizei ermittelt gegen fünf Schüler eines Gymnasiums in Leonberg (Kreis Böblingen) wegen Mitteilungen im Klassenchat mit nationalsozialistischen und pornografischen Inhalten. Dabei gehe es auch um die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag. Zuerst berichtete die "Bild"-Zeitung darüber. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei handelt es sich um jugendliches Fehlverhalten in dem geschlossenen Klassenchat des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Die Mitteilungen seien nicht an Außenstehende gelangt.

+++ 11.23 Uhr: UN: Mehr als 400.000 Menschen seit Ende April im Nordwesten Syriens vertrieben +++

Seit Beginn einer neuen Offensive der Regierungstruppen im Nordwesten Syriens Ende April sind nach UN-Angaben mehr als 400.000 Menschen in die Flucht gezwungen worden. Die Kämpfe im Süden der Provinz Idlib und dem Norden der Provinz Hama hätten binnen drei Monaten über 400.000 Menschen aus ihren Häuser vertrieben, sagte ein Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha).

+++ 10.54 Uhr: Schweizer Polizei bringt Reichsbürger nach Deutschland +++

Die Behörden in der Schweiz haben einen 41 Jahre alten Mann aus der Reichsbürger- und Prepperszene nach Deutschland überstellt, der mindestens neun Vergehen nach dem deutschen Waffengesetz begangen haben soll. Auslöser war ein von der Lebensgefährtin des Manns erwirkter gerichtlicher Beschluss, wonach dieser deren Schweizer Wohnung sofort und dauerhaft verlassen musste, wie das baden-württembergische Landeskriminalamtam Freitag in Stuttgart mitteilte.

Bei der Durchsetzung des Beschlusses seien diverse erlaubnispflichtige Waffen, Waffenteile, Munition, zwei Kilogramm Silber und Drogen gefunden worden. Nach seine Rücküberführung kam der in Deutschland ohne festen Wohnsitz gemeldete Mann in Untersuchungshaft. Die Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Institutionen nicht an, Prepper bereiten sich auf vermeintlich bevorstehende Katastrophen vor.

+++ 10.53 Uhr: Iran lässt neun indische Besatzungsmitglieder von festgesetztem Tanker frei +++

Der Iran hat neun der zwölf indischen Besatzungsmitglieder des festgesetzten Tankers "Riah" freigelassen. Das teilte das indische Außenministerium am Freitag mit. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff war am 14. Juli im Persischen Golf von den iranischen Revolutionsgarden aufgebracht worden. Zur Begründung hieß es, der Tanker habe Öl geschmuggelt.

+++ 10.36 Uhr: Vermisstenfall in München: Polizei sucht im Wald nach Leichen +++

Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden einer Frau und ihrer Tochter aus München durchsucht die Polizei einen Wald. "Wir sind hier auf der Suche nach zwei Leichen", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Freitag. Rund 150 Einsatzkräfte, darunter Polizeitaucher, und ein Hubschrauber seien in dem Waldstück im Südosten der bayerischen Landeshauptstadt unterwegs. Welche Hinweise die Ermittler haben, dass in dem Gelände die Leichen der 41 und 16 Jahre alten Vermissten sein könnten, blieb zunächst unklar.

Die beiden gelten seit rund zwei Wochen als verschollen. Inzwischen sitzt der 44 Jahre alte neue Ehemann der Frau wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte ihn am Sonntag festgenommen. Angaben des Ehemannes und Stiefvaters über das Verschwinden der Frau und ihrer Tochter hatten sich nicht bestätigt.

+++ 10.01 Uhr: Jede zweite Rente liegt unter 900 Euro +++

Jede zweite Rente beträgt weniger als 900 Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Demnach erhielten im vergangenen Jahr 51,4 Prozent der Altersrentner weniger als 900 Euro - das sind rund 9,4 Millionen Menschen. 58,6 Prozent der Rentner bekamen weniger als 1000 Euro. Über die Anfrage hatte zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

+++ 9.55 Uhr: Schulze wirbt für Pro-Kopf-Bürgerprämie als Ausgleich für CO2-Abgabe +++

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich für eine Pro-Kopf-Prämie für alle Bürger ausgesprochen, um Belastungen durch eine CO2-Abgabe auszugleichen. Dieses Modell sei "besonders gut geeignet, um gerade kleine und mittlere Einkommen zu entlasten", sagte Schulze der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. Kompensationen für einen CO2-Preis müsse es auch für Pendler geben.

Auf diese Weise könne sich eine CO2-Steuer, wie sie Schulze fordert, für die Bürger lohnen, sagte die Umweltministerin. "Wer sich dann für klimafreundliche Varianten entscheidet, kann sogar ein Plus machen." Das Grundprinzip müsse sein: "Das Verbrennen von fossilen Energien wird einerseits teurer, und auf der anderen Seite werden die Bürgerinnen und Bürger entlastet."

+++ 9.08 Uhr: 14-Jährige stirbt nach Badeunfall in Niedersachsen +++

Nach einem Badeunfall in einem See ist in Niedersachsen eine 14-Jährige gestorben. Die Jugendliche sei am Donnerstagnachmittag im Silbersee in Garßen untergegangen und nicht wieder aufgetaucht, berichtete die Polizei in Celle am Freitag. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft rückten demnach aus. Ein Feuerwehrmann barg das Mädchen etwa 15 Meter vom Ufer entfernt am Übergang vom flachen ins tiefere Wasser. Es wurde reanimiert und ins Krankenhaus nach Celle gebracht, wo es am Abend starb.

Im Video: Auf der Donau: Ukraine setzt russischen Tanker fest 

Vorfall in der Meerenge von Kertsch: Auf der Donau: Ukraine setzt russischen Tanker fest

+++ 8.30 Uhr: Vater und zwei Töchter sterben bei Brand eines Hauses in Blaubeuren +++

Beim Brand eines Wohnhauses in Blaubeuren nahe Ulm sind drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handle es sich um einen Mann und dessen neun und 13 Jahre alten Töchter, sagte ein Polizeisprecher. In dem Haus lebte demnach eine fünfköpfige Familie. Die Mutter habe sich noch rechtzeitig retten können. Eine 18 Jahre alte Tochter war nicht zu Hause. Nachbarn der Familie waren den Angaben nach am frühen Freitagmorgen von einem lauten Knall geweckt worden. Im Anschluss hätten sie das brennende Einfamilienhaus entdeckt. "Mutmaßlich eine Explosion", sagte der Polizeisprecher. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit mehr als 90 Einsatzkräften vor Ort. Die Flammen waren nach etwa eineinhalb Stunden bis auf einzelne Glutnester gelöscht.

+++ 8.25 Uhr: Neue Ermittlungen gegen Verdächtigen in Mordfall Lübcke +++

Im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gibt es einem Medienbericht zufolge weitere Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen. Wie "Spiegel Online" berichtete, soll Stephan E. an einem Angriff auf einen Flüchtling im Jahr 2016 beteiligt gewesen sein. Ermittler hätten am Donnerstag das Haus des Mannes in Kassel erneut durchsucht, heißt es in dem Bericht. 

+++ 8.06 Uhr: Simbabwe geht gegen Korruption vor, Tourismusministerin verhaftet +++

Die Ministerin für Umwelt,  Tourismus und Gastgewerbe Simbabwes, Prisca Mupfumira, wurde von der Zimbabwe Anti-Corruption Commission (ZACC) wegen  Korruptionsvorwürfen verhaftet. Es ist die erste hochkarätige  Verhaftung nach der Ernennung der ZACC-Vorsitzenden Loice  Matanda-Moyo vor zwei Wochen, die Nulltoleranz für Verbrechen und  Behinderung geschworen hat.

+++ 6.50 Uhr: Polizei durchsucht nach Brandanschlag in Japan Wohnung von Verdächtigem +++

Eine Woche nach dem verheerenden Brandanschlag auf ein Trickfilmstudio im japanischen Kyoto hat die Polizei die Wohnung des mutmaßlichen Täters durchsucht. Der öffentlich-rechtliche Sender NHK zeigte Bilder, wie Polizisten mit Handschuhen und großen weißen Kisten an der Wohnung des Verdächtigen in der Stadt Saitama nördlich von Tokio ankommen. Berichten zufolge suchen die Ermittler nach Anhaltspunkten über Motiv und Vorgehen des Mannes.

+++ 6.28 Uhr: Richterin senkt Strafe für Bayer in Glyphosat-Prozess drastisch +++

Bayer kommt in einem der wichtigen Glyphosat-Prozesse in den USA mit einer deutlich geringeren Strafzahlung davon. Die zuständige Richterin Winifred Smith senkte den von einer Jury verhängten Schadenersatz für die an Krebs erkrankten Kläger von insgesamt rund zwei Milliarden auf 86,7 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet rund 77,8 Millionen Euro. 

+++ 5.55 Uhr: Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea droht sich zu verschärfen +++

Der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea droht zu eskalieren. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, plant Tokio, das Nachbarland von der Liste jener Länder zu streichen, die Vorzugsbehandlungen bei Handelsgeschäften genießen und Produkte beziehen, die für militärische Zwecke benutzt werden können. Die rechtskonservative Regierung in Tokio wolle über eine Streichung von der Liste am 2. August entscheiden, die dann Ende des Monats wirksam würde, berichtete Kyodo. Damit droht sich der Streit über verschärfte Exportkontrollen Japans im bilateralen Handel zu verschärfen.

+++ 5.11 Uhr: 16 US-Soldaten wegen Menschenschmuggels und Drogenvergehen festgenommen +++

In den USA sind 16 Soldaten wegen Vorwürfen des Menschenschmuggels und von Drogenvergehen festgenommen worden. Die Marineinfanteristen wurden nach Angaben der Streitkräfte am kalifornischen Stützpunkt Camp Pendleton in Gewahrsam genommen. Der Stützpunkt liegt rund 100 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt. Ermittlungen in einem anderen Fall hätten zu den Festnahmen geführt, erklärten die US-Streitkräfte. Anfang Juli waren zwei US-Marines an der Grenze zu Mexiko wegen Menschenschmuggels festgenommen worden. Sie sollen drei Mexikaner gegen Geld über die Grenze gebracht haben. Die beiden Soldaten waren am selben Stützpunkt stationiert wie die nun festgenommenen 16 Marines und dienten in derselben Einheit.

+++ 5.08 Uhr: Einigung mit Bund: 86 Milliarden Euro für Erhalt des Schienennetzes +++

Bund und Deutsche Bahn wollen in den kommenden zehn Jahren rund 86 Milliarden Euro und damit viel mehr Geld als bisher in den Erhalt des Schienennetzes stecken. Das sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Grundsatzeinigung über eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung vor. Die Laufzeit der Vereinbarung soll zehn Jahre betragen. Der weitaus größte Anteil der Gelder kommt vom Bund.

+++ 4.34 Uhr: Deutliche Mehrheit für Zentralabi in Deutschland +++

Eine deutliche Mehrheit in Deutschland ist für ein Zentralabitur. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sprachen sich 80 Prozent der Befragten dafür aus, dass Abiturienten im ganzen Land einheitliche Prüfungen vorgelegt bekommen. Nur jeder Zehnte lehnt das ab. Neun Prozent antworteten mit "Weiß nicht/keine Angabe".

ivi/anb / DPA / AFP