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+++ Ticker +++

News des Wochenendes: Zeugen löschen brennendes Auto mit Limonade

Franzosen verabschieden sich von Chirac +++ Tote bei Absturz von Achterbahnwagen in Mexiko +++ AfD lässt TV-Dokus produzieren +++ Oktoberfest-Besucher von S-Bahn erfasst +++ Die News des Wochenendes im stern-Ticker.

Ein Blick auf den Motorraum eines PKW, der nach erheblichen Brand mit Löschschaum bedeckt ist

Ein Blick auf den Motorraum eines PKW, der nach erheblichen Brand mit Löschschaum bedeckt ist

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zeugen löschen brennendes Auto mit Limonade (17.45 Uhr)

  • ÖVP von Ex-Kanzler Kurz gewinnt laut Prognose Wahl in Österreich (17.11 Uhr)

  • 20.0000 Menschen demonstrieren in Moskau für Freilassung von Oppositionellen (16.40 Uhr)

  • Franzosen verabschieden sich von Chirac (14.50 Uhr)

  • Außenamtsstaatsminister nennt Trump "Rassisten" (12.49 Uhr)

Die News des Wochenendes im stern-Ticker:   

+++ 20.30 Uhr: Großer Stromausfall legt weite Teile von Teneriffa lahm  +++

Ein großer Stromausfall hat weite Teile der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa lahmgelegt. Vom Blackout seien am Anfang rund 400.000 der insgesamt 900.000 Einwohner der Kanareninsel betroffen gewesen, teilte das Stromversorgungsunternehmen Endesa mit. Touristen hatten in ihren Hotels nach Medienberichten weniger Probleme.

Den Blackout habe um 13.11 Uhr eine Explosion im Umspannwerk Granadilla de Abona im Süden der Insel verursacht. Man versuche, der Ursache der Explosion auf den Grund zu gehen. Gegen 20 Uhr hätten 30 Prozent der Betroffenen wieder Strom gehabt, hieß es. Die Bürgermeisterin der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife, Patricia Hernández, schrieb auf Twitter, bis zum späten Abend wolle Endesa die Versorgung zum größten Teil wiederhergestellt haben.

+++ 18.57 Uhr: Tödliches Unglück bei Fest in Potsdam: Frau fällt von Fahrgeschäft +++

Beim "Potsdamer Oktoberfest" ist eine 29-jährige Beschäftigte tödlich verunglückt. Sie sei von einem Fahrgeschäft heruntergefallen, sagte ein Sprecher der Polizei. Das Unglück ereignete sich am späten Sonntagnachmittag auf dem Fahrgeschäft namens "Playball": Auf einer sich drehenden Plattform befinden sich dort Gondeln, die sich ebenfalls drehen. Die Frau, eine Mitarbeiterin des Betreibers, habe auf der Plattform gestanden, sagte der Sprecher. Sie fiel mehrere Meter hinab. Nach Angaben von Augenzeugen versuchte ein zufällig anwesender Arzt noch, die Verunglückte zu retten.

+++ 17.45 Uhr: Zeugen löschen brennendes Auto mit Limonade +++

Zeugen haben bei einem Autobrand in Nordrhein-Westfalen beherzt eingegriffen und das Feuer mit Limonade eingedämmt, bis ein Löschzug der Feuerwehr eintraf. So sei es gelungen, den immer wieder im Motorraum aufflammenden Brand auf der Autobahn 44 bei Würselen in Schach zu halten, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Zunächst hatten Ersthelfer die Flammen mit Pulverlöschern bekämpft. Als das nicht ausreichte, nahmen sie den Angaben zufolge die Getränke zur Hilfe. Die Feuerwehr löschte den Brand am Samstagmorgen schließlich ganz. Verletzt wurde niemand.  

+++ 17.11 Uhr: ÖVP von Ex-Kanzler Kurz gewinnt laut Prognose Wahl in Österreich +++

Die konservative ÖVP mit ihrem Spitzenkandidaten Sebastian Kurz ist der klare Sieger der Parlamentswahl in Österreich. Die ÖVP erreichte am laut Hochrechnungen 37,2 Prozent der Stimmen. Das ist ein Plus von 5,7 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2017.

Die sozialdemokratische SPÖ mit Pamela Rendi-Wagner verlor 4,9 Prozentpunkte und kam auf 22 Prozent. So schlecht hat die SPÖ bei einer Nationalratswahl noch nie abgeschnitten. Die rechte FPÖ unter Norbert Hofer erzielte laut Hochrechnung 16 Prozent. Das ist ein deutliches Minus von 10 Prozentpunkten.

Die zuletzt an der Vier-Prozent-Hürde gescheiterten Grünen profitierten von der Debatte um die Klimakrise und feiern ein spektakuläres parlamentarisches Comeback. Die Partei mit dem Spitzenkandidaten Werner Kogler erhielt 14,3 Prozent der Stimmen nach 3,8 Prozent vor zwei Jahren. Die liberalen Neos verbessern sich um 2,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Die Liste Jetzt kommt auf 1,8 Prozent. 

Video: Kurz: "Wir sind zuversichtlich"

+++ 16.49 Uhr: Union will Steuer auf Binden und Tampons senken +++

Die Union will den Mehrwertsteuersatz für Binden und Tampons von 19 auf sieben Prozent senken. Die Neuregelung solle ins Jahressteuergesetz eingebaut werden, das sich derzeit in der parlamentarischen Beratung befindet, sagte die CDU-Finanzpolitikerin Antje Tillmann dem Düsseldorfer "Handelsblatt". Der normale Steuersatz für Produkte der Monatshygiene sei für viele offenbar eine schreiende Ungerechtigkeit im Steuersystem, begründete sie den Vorstoß.

+++ 16.40 Uhr: Tausende demonstrieren in Moskau für Freilassung von Oppositionellen +++

In Moskau sind tausende Demonstranten für die Freilassung von inhaftierten Oppositionellen auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich am Sonntag rund 20.000 Menschen an der genehmigten Kundgebung im Zentrum der russischen Hauptstadt. Teilnehmer skandierten "Lasst sie gehen" und zeigten Plakate, auf denen die Beendigung der "Repressionen" gegen die Opposition gefordert wurde. 

+++ 15.50 Uhr: Huthi-Rebellen zeigen angebliche Aufnahmen saudischer Gefangener +++

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben Videoaufnahmen veröffentlicht, die saudische Gefangene nach einer großangelegten Offensive im Grenzgebiet zu Saudi-Arabien zeigen sollen. Bei dem Angriff nahe der gemeinsamen Grenze seien mehr als 2000 Kämpfer des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses gefangen genommen worden, sagte Huthi-Militärsprecher Jahia Sari bei einer Ansprache im Rebellen-nahen Fernsehsender Al-Masirah. Darunter seien auch saudische Soldaten. Mehr als 500 Kämpfer des Bündnisses seien getötet oder verletzt worden.

Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben der Rebellen nicht. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis äußerte sich zunächst nicht. Sari sagte nicht, wann die angebliche Offensive lief.

+++ 15.27 Uhr: Unwetter in Indien: Zahl der Todesopfer steigt auf 120 +++

Heftige Unwetter während der Monsunzeit haben im Norden Indiens mindestens 120 Menschen das Leben gekostet. "Die Situation in den östlichen Bezirken ist übel. Der Regen lässt nicht nach", sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes im Bundesstaat Uttar Pradesh. Die meisten Todesfälle habe es gegeben, als Häuser einstürzten und Blitze einschlugen. Andere Opfer seien in den Fluten ertrunken. Im Nachbarstaat Bihar starben mindestens sieben Menschen in Folge der Unwetter, wie der Sender NDTV berichtete. Der Wetterdienst kündigte für morgen weitere Regenfälle an.

+++ 14.50 Uhr: Franzosen verabschieden sich von Chirac - lange Schlange vor Kirche +++

Tausende Menschen haben sich von dem verstorbenen früheren Staatspräsidenten Jacques Chirac verabschiedet. Vor der Pariser Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides bildete sich am Mittag bei Regenwetter eine lange Schlange. Der Sarg des konservativen Politikers stand im Eingang der Kirche bedeckt von der französischen Trikolore. An der Wand hing ein riesiges Porträt Chiracs, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Zuvor war der Sarg des ehemaligen Präsidenten mit einem Konvoi zum Invalides-Gelände gebracht worden. Dort hielten Vertreter verschiedener Religionen eine interreligiöse Zeremonie ab, um Chirac zu gedenken. Auch Mitglieder seiner Familie wie seine Tochter Claude waren anwesend. 

Das ehemalige Staatsoberhaupt war am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Morgen wird es einen Trauertag zu Ehren Chiracs geben. Zu einem Gottesdienst in der Pariser Kirche Saint-Sulpice werden Dutzende Staats- und Regierungschefs erwartet.

Früherer französischer Staatspräsident : Jacques Chirac stirbt mit 86 Jahren

+++ 14.41 Uhr: Tausende fordern in Moskau Freilassung von politisch Gefangenen +++

Tausende Menschen haben in der russischen Hauptstadt Moskau für die Freilassung politischer Gefangener demonstriert. Mit der von den Behörden genehmigten Kundgebung setzte die liberale Opposition ihre Proteste vom Sommer fort. Mit dabei war auch der Kremlkritiker Alexej Nawalny. Demonstranten riefen "Freiheit für alle" und forderten die Behörden auf, die bei den Protesten in den vergangenen Wochen festgenommenen Demonstranten freizulassen.

Im Juli und August gab es in Moskau immer wieder Proteste gegen den Ausschluss Dutzender prominenter Oppositioneller von der Kommunalwahl. Bei nicht genehmigten Aktionen nahm die Polizei Tausende Menschen in Gewahrsam. Die meisten kamen zwar schnell wieder frei, mehrere wurden aber zu Haft im Straflager verurteilt.

+++ 14.15 Uhr: SPD will Führung verkleinern und mehr Mitspracherechte für Mitglieder +++

Die SPD-Führung hat bei einer Klausurtagung in Berlin nach "Spiegel"-Informationen umfassende Reformen ihrer Parteistrukturen beschlossen. Dem Beschlusspapier zufolge, das dem "Spiegel" vorliegt, soll der Parteivorstand von derzeit 44 auf maximal 34 Mitglieder verkleinert werden. Das Parteipräsidium soll ebenfalls schrumpfen. An der Spitze kann nach dem Willen des Vorstands künftig ein Führungsduo stehen, "ohne den Weg für Einzelvorsitzende zu verschließen". Die Zahl der Stellvertreter solle auf drei beschränkt werden. Die Funktionen von Bundesgeschäftsführer und Generalsekretär würden nach den Plänen des Vorstands zusammengeführt, das Amt des Bundesgeschäftsführers abgeschafft. Auf Parteitagen solle die Delegiertenzahl auf 450 begrenzt werden, um "wieder mehr Raum für Diskussionen" zu bieten.

Zweiter Schwerpunkt der geplanten Reform: Die rund 430.000 SPD-Mitglieder sollen besser eingebunden werden. Dazu solle in einem zweijährigen Modellversuch ein 20 Personen umfassender Mitgliederbeirat erprobt werden, der "Beschlussempfehlungen für den Parteivorstand entwickelt und drängende Themen unserer Zeit aus der Perspektive der Mitgliedschaft identifiziert und transportiert".

+++ 13.27 Uhr: Mann fährt im Streit Ehefrau mit Auto an +++

Ein Ehestreit ist in Kamen in Nordrhein-Westfalen so eskaliert, dass ein Mann sich betrunken ans Steuer setzte und seine Ehefrau mit dem Auto anfuhr. Sie wurde dabei schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand aber nicht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die 60 Jahre alte Frau war demnach zu Fuß unterwegs, als ihr Mann sie mit dem Wagen verfolgte und anfuhr. Er wurde vorläufig festgenommen und musste eine Blutprobe abgeben. Der Führerschein wurde eingezogen.

+++ 13.12 Uhr: Es wird herbstlich in Deutschland +++

Der Herbst zeigt sich in Deutschland in den nächsten Tagen von seiner ungemütlichen Seite. Es wird regnerisch, grau und windig, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Auch der Wind wehe zunächst weiter kräftig. Der Straßen- und Bahnverkehr könne durch umstürzende Bäume beeinträchtigt werden. Am Montag sei es meist stark bewölkt. Im Norden und der Mitte des Landes könne es Schauer geben. Im Laufe des Tages lockere die Wolkendecke aber etwas auf. Im Süden regne es meist nicht und die Sonne scheine. Die Temperaturen erreichten zwischen 14 bis 19 Grad. Vor allem im Nordosten und an den Küsten kann es stürmisch werden.

+++ 12.49 Uhr: Außenamtsstaatsminister nennt Trump "Rassisten" +++

Der Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), hat US-Präsident Donald Trump als "Rassisten" bezeichnet. Bei der SPD-Regionalkonferenz im nordrhein-westfälischen Troisdorf, antwortete Roth auf die Frage des Moderators, "Was machen wir mit Donald Trump?": "Wir haben nur eine Chance gegen den Donald Trump, wenn alle Europäerinnen und Europäer ihre Egoismen überwinden und sagen, wir halten gegen diesen Rassisten zusammen und wir bieten ihm die Stirn."

Roth bewirbt sich gemeinsam mit der NRW-Landtagsabgeordneten Christina Kampmann um den SPD-Vorsitz. Insgesamt sieben Kandidatenduos präsentieren noch bis Mitte Oktober bei 23 Regionalkonferenzen ihre Vorstellungen der Basis. Im Auswärtigen Amt gehört Roth als einer von drei Staatsministern und neben zwei Staatssekretären zur obersten Leitungsebene hinter Außenminister Heiko Maas (SPD).

US-Präsident Donald Trump in seiner auf Twitter verbreiteten Videobotschaft

+++ 12.29 Uhr: Teenager liefern sich 69 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit Polizei +++

Fünf Teenager sind in der Nacht in ein Kölner Computergeschäft eingebrochen und danach knapp 70 Kilometer mit einem Auto vor der Polizei geflüchtet. Mit Streifenwagen und Hubschrauber verfolgten die Beamten die Flüchtigen 69 Kilometer weit von Köln nach Essen, wie die Polizei bestätigte. Erst dort gelang es, das Fluchtauto anzuhalten.

Zwei der fünf Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren versuchten in Essen noch, zu Fuß zu entkommen - die Polizei konnte aber schließlich alle Beteiligten festnehmen und mit auf die Wache nehmen. Dort sollen sie heute befragt werden. In dem Kölner Geschäft hatte die Gruppe nach Angaben der Polizei zuvor Geräte im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Wie die führerscheinlosen Jungen an das Fluchtauto gekommen waren, ist unklar.

+++ 12.16 Uhr: Obama sieht "monumentale" Aufgabe für Thunberg +++

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg übernimmt nach Ansicht von Ex-US-Präsident Barack Obama eine "monumentale" Aufgabe, die eigentlich andere bewältigen müssten. "Sie ist sehr jung, um diese Bürde zu tragen. Eine 16-Jährige sollte das nicht tun müssen", sagte Obama in München bei der Gründermesse "Bits & Pretzels". "Wir sollten es jungen Leuten nicht so schwer machen." Junge Leute würden immer wieder aufgehalten - "von alten Leuten wie mir". Greta erinnere daran, "dass diejenigen unter uns, die behaupten, Erwachsene zu sein, unserer Verantwortung oft nicht gerecht werden".

+++ 12.10 Uhr: Boris Johnson weist Vorwürfe des Amtsmissbrauchs strikt zurück +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat vehement bestritten, während seiner Zeit als Bürgermeister in London sein Amt missbraucht zu haben. "Ich bin sehr, sehr stolz auf alles, was wir getan haben, und sicherlich auch auf das, was ich als Bürgermeister von London gemacht habe", sagte der Regierungschef in der Andrew-Marr-Show der BBC. Er habe sich an die Vorschriften gehalten.

Johnson war von 2008 bis 2016 Bürgermeister. Dem Premier wird vorgeworfen, die mit ihm befreundete US-Geschäftsfrau Jennifer Arcuri mit Fördergeldern und der Teilnahme an Reisen begünstigt zu haben, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte. Auch Arcuri, die wieder in den USA lebt, wies die Vorwürfe zurück. Die "Sunday Times" berichtet, dass Johnson mit dem Ex-Model ein Verhältnis gehabt habe. Es lägen Indizien für eine Straftat vor, teilte die Londoner Stadtverwaltung mit. Bewiesen sei das aber noch nicht. Ob ermittelt werde, müsse die Polizeiaufsicht entscheiden.

+++ 11.18 Uhr: CSU in Bayern in Umfrage weiter unter der 40-Prozent-Marke +++

Auch ein Jahr nach der Landtagswahl in Bayern verharrt die CSU laut einer Umfrage unter der 40-Prozent-Marke. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder kommt laut einer von der "Augsburger Allgemeinen" vorab veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey derzeit auf 38 Prozent und liegt damit etwa auf dem Stimmenanteil wie bei der Landtagswahl im Oktober 2018, als sie auf 37,2 Prozent kam. Die Freien Wähler als Regierungspartner der CSU erreichen demnach derzeit zehn Prozent. Die Grünen liegen bei 22, die SPD nur noch bei sieben Prozent. Die AfD würde neun Prozent der Stimmen erreichen, die FDP fünf Prozent und die Linkspartei drei Prozent. Die Umfrage basiert auf den Angaben von 4502 Internetnutzern in Bayern.

+++ 10.57 Uhr: Leibwächter von Saudi-Arabiens König erschossen +++

Der persönliche Leibwächter von Saudi-Arabiens König Salman, General Abdel Asis al-Fagham, ist getötet worden. Laut Polizei hatte General Fagham gestern in der Stadt Dschidda einen Bekannten in dessen Haus besucht. Dort hätten sich Fagham und ein weiter Gast, der ebenfalls mit Fagham befreundet war, gestritten. Dieser Gast habe das Haus zunächst verlassen, sei aber mit einer Pistole zurückgekehrt und habe den General niedergeschossen. Fagham erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Bruder des Hauseigentümers sowie ein philippinischer Angestellter wurden ebenfalls verletzt. Nach der Tat verbarrikadierte sich der Angreifer und lieferte sich einen Schusswechsel mit der Polizei, in dessen Verlauf schließlich auch er getötet wurde. Fünf Polizisten erlitten Verletzungen.

In Saudi-Arabien war General Fagham, der oft an der Seite des Königs zu sehen war, eine bekannte Persönlichkeit. In den Online-Netzwerken bedauerten zahlreiche Nutzer den Tod des königlichen "Schutzengels".

+++ 10.05 Uhr: MiG-Kampfflugzeug in der Slowakei abgestürzt +++

Bei einem Übungsflug ist in der Slowakei ein Kampfflugzeug des sowjetischen Typs MiG-29 abgestürzt. Das Unglück ereignete sich gestern Abend bei der Gemeinde Nove Sady im Bezirk Nitra, wie das Verteidigungsministerium in Bratislava heute mitteilte. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz herauskatapultiert und überlebt. Die Absturzursache ist unklar. Nach Angaben der Polizei könnte Treibstoffmangel verantwortlich gewesen sein. Die slowakische MiG-29-Flotte soll ab 2022 nach und nach durch US-amerikanische F-16 ersetzt werden. Ein zweiter an der Übung beteiligter Kampfjet konnte sicher landen. Die Slowakei ist seit 2004 Nato-Mitglied.

+++ 9.44 Uhr: Zwei Tote bei Absturz von Achterbahnwagen in Mexiko +++

In Mexiko sind beim Absturz eines Achterbahnwagens zwei Männer ums Leben gekommen. Der Wagen entgleiste nach Behördenangaben im beliebten Vergnügungspark La Feria in Mexiko-Stadt und stürzte rund zehn Meter in die Tiefe. Zwei Frauen wurden bei dem Unglück verletzt, eine von ihnen lebensgefährlich. Der Unfall wurde nach ersten Erkenntnissen durch einen mechanischen Schaden an dem Wagen verursacht. Der Freizeitpark erklärte auf Twitter sein "tiefes" Bedauern über den "schrecklichen Unfall". Die bei Familien beliebte Anlage wurde vorerst für Besucher geschlossen.

+++ 9.26 Uhr: Staatschef Xi zeichnet "Helden" und "alte Freunde" Chinas aus +++

Vor dem 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China am Dienstag hat Staatschef Xi Jinping Auszeichnungen an "Helden" aus dem In- und Ausland vergeben. In einer feierlichen Zeremonie würdigte Xi unter anderem den ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Jean-Pierre Raffarin als "alten Freund des chinesischen Volkes". Raffarin habe sich über einen langen Zeitraum der Förderung der chinesisch-französischen Freundschaft verschrieben, schrieb die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Weitere Ehrungen gingen unter anderem an den kubanischen Präsidenten Raúl Castro und an die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn. Unter den chinesischen Preisträgern waren die Pharmokologin Tu Youyou, die für die Entwicklung eines Anti-Malaria-Medikaments mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, und der Atomphysiker Yu Min, der als "Vater der chinesischen Wasserstoffbombe" gilt. Insgesamt wurden 42 Männer und Frauen ausgezeichnet.

+++ 6.35 Uhr: Vorgezogene Parlamentswahl in Österreich hat begonnen +++

In Österreich ist die vorgezogene Parlamentswahl angelaufen. Die ersten Wahllokale öffneten bereits um 6Uhr, weitere sollen ab 7 Uhr folgen. Die Chancen für den konservativen Ex-Kanzler Sebastian Kurz, erneut Regierungschef zu werden, stehen gut. Umfragen zufolge könnte seine ÖVP ihr Wahlergebnis von 2017 sogar noch übertreffen und rund ein Drittel der Stimmen erhalten. Auch eine Neuauflage der Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ scheint nicht ausgeschlossen. Mit ersten Hochrechnungen ist kurz nach Schließung der Wahllokale um 17 Uhr zu rechnen. Kurz' Regierung war nach dem "Ibiza-Skandal" Ende Mai vom Parlament per Misstrauensvotum gestürzt worden.

+++ 6.14 Uhr: Zum Semesterstart lange Wartelisten bei Wohnheimplätzen +++

Zum Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober suchen noch viele Studenten nach einer Bleibe. Auf Basis der ersten Rückmeldungen aus den großen Universitätsstädten müsse man davon ausgehen, dass die Situation ähnlich angespannt sein dürfte wie zu Beginn der Wintersemester in den Vorjahren, sagte der Sprecher des Deutschen Studentenwerks, Stefan Grob. So ständen in München 12.000 Studenten auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz, in Berlin seien es 4000, in Stuttgart 3800 und in Heidelberg 1700. 

Das DSW bewirtschaftet die meisten der bundesweit rund 243.000 Wohnheimplätze. Zwar ist die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze nach DSW-Angaben in den letzten Jahren gestiegen, die der Studenten sei aber deutlich schneller gewachsen. Die Plätze sind auch wegen der günstigen Mieten von durchschnittlich weniger als 250 Euro warm pro Monat vor allem bei Studienanfängern beliebt.

+++ 5.34 Uhr: Innenminister Seehofer für gemischte Cheerleading-Gruppen +++

In der Debatte über den Verzicht auf Cheerleader beim Basketball-Bundesligisten Alba Berlin plädiert der auch für den Sport zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) für gemischte Tänzergruppen. "Wenn die Besetzung nur mit Frauen als nicht mehr zeitgemäß empfunden wird, könnten wir das verändern", sagte der 70 Jahre alte Seehofer der "Bild am Sonntag". Gemischte Cheerleading-Teams "verstehen es durchaus zu begeistern. Das würde auch viel stärker unsere Gesellschaft und die Zusammensetzung der Fans abbilden".

Einen generellen Verzicht auf weibliche Cheerleader lehnt Seehofer ab: "Cheerleading ist ein Sport mit langer und internationaler Tradition. Die Vereine müssen jeweils selbst entscheiden."

+++ 4.47 Uhr: Staat lässt sich angeblich Überbrückungskredit für Condor teuer bezahlen +++

Nach der Thomas-Cook-Pleite lässt sich der Staat seinen Kredit für die Tochter Condor laut einem Zeitungsbericht teuer bezahlen. Allein die Bearbeitungsgebühr für den Kredit der Bundesregierung und des Landes Hessen in Höhe von 380 Millionen Euro liege bei 3,8 Millionen Euro, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Hinzu kämen Zinsen zwischen fünf und zehn Prozent, also zwischen 9,5 und 19 Millionen Euro für das halbe Jahr. Die genaue Zinshöhe wird dem Bericht zufolge derzeit noch verhandelt.

Am Dienstag hatte die Bundesregierung einen sogenannten Massekredit beschlossen, um Condor finanziell über den Winter zu helfen. Wenn Condor damit tatsächlich gerettet wird, verdient der Staat laut "BamS" also mindestens 13 Millionen Euro an seinem finanziellen Einspringen.

+++ 3.23 Uhr: Alicia Keys und Pharrell Williams singen gegen Armut +++

Musiker wie Alicia Keys, Pharrell Williams und Carole King haben bei einem gemeinsamen Konzert im New Yorker Central Park für mehr Engagement im Kampf gegen Armut und Krankheiten geworben. Zudem traten Schauspieler wie Katie Holmes und Dakota Johnson sowie Vertreter von Regierungen, den Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen in der Nacht vor rund 60.000 Zuschauern auf. Tickets für das "Global Citizen Festival"-Konzert gab es wie jedes Jahr kostenlos im Internet. Wer eines ergattern wollte, musste online Texte, Fotos und Videos über den globalen Kampf gegen Armut und Krankheiten lesen und weiterverbreiten.

+++ 03.01 Uhr: Mindestens 36 Tote bei Verkehrsunfall in Ostchina +++

Bei einem Verkehrsunfall im Osten Chinas sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. 36 weitere seien bei dem Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Lastwagen verletzt worden, berichteten Staatsmedien. Der Bus war demnach mit 69 Menschen unterwegs gewesen, als er gestern in der Provinz Jiangsu verunglückte. Laut einer vorläufigen Untersuchung sei der Unfall durch einen geplatzten Reifen an dem Bus verursacht worden.

+++ 0.45 Uhr: Thomas Cook warnt Kunden vor E-Mail-Betrugsmasche +++

Nach der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook wollen Betrüger offenbar sensible Kundendaten abfischen. Thomas Cook in Deutschland warnte gestern Abend via Twitter und auf seiner Homepage: "Derzeit gibt es eine böse E-Mail-Betrugsmasche: Diese E-Mail ist als offizielle Nachricht von Thomas Cook deklariert mit dem Betreff: "Wichtig: Erstattung Ihrer Thomas Cook-Reise."" Darin würden sensible Daten abgefragt, beispielsweise Pass- und Kreditkartendaten. Thomas Cook habe aber "zu keiner Zeit E-Mails dieser Art an Kunden verschickt. Bitte ignorieren Sie diese Mails und löschen diese", hieß es weiter.

+++ 0.14 Uhr: AfD lässt TV-Dokus produzieren  +++

Die AfD-Bundestagsfraktion lässt jetzt auch längere TV-Dokumentationen produzieren. "Mit dem TV-Format von knapp einstündigen Dokumentationen wollen wir eine Gegenöffentlichkeit zur einseitigen Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen schaffen", sagte Fraktionsvize Peter Felser der "Welt am Sonntag". Die Filme sollen bald im Youtube-Kanal der Fraktion zu sehen sein.

Laut ihrem Vorsitzenden Alexander Gauland will die Partei den Protest gegen Klimaschutzmaßnahmen zu einem zentralen Thema machen. "Die Kritik an der sogenannten Klimaschutzpolitik ist nach dem Euro und der Zuwanderung das dritte große Thema für die AfD", sagte er der "Welt am Sonntag". "Natürlich ändert sich das Weltklima, aber dass dabei der Mensch durch CO2-Emissionen eine wesentliche Rolle spielen würde, ist zumindest umstritten." Tatsächlich ist es in der Fachwelt nahezu unbestritten, dass der aktuelle Klimawandel von Menschen verursacht wird.

+++ 0.05 Uhr: Republikaner unterstützt Untersuchungen der Demokraten gegen Trump +++

Ein US-Abgeordneter aus den Reihen von Donald Trumps Republikanern unterstützt die Nachforschungen der Demokraten für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten. Der Politiker aus dem US-Bundesstaat Nevada, Mark Amodei, machte aber unverzüglich klar, dass er nicht darüber urteilen wolle, ob Trump eine rechtliche Grenze überschritten habe. "Ich habe in keiner Weise, Form oder Gestalt Unterstützung für eine Amtsenthebung signalisiert", erklärte Amodei. 

Die Demokraten hatten am Dienstag erste formale Schritte angekündigt, die in einem Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten münden könnten. Trump wird vorgeworfen, die Macht seines Amtes genutzt zu haben, um zu erreichen, dass sich ein anderes Land zu seinen Gunsten in die US-Wahl 2020 einmischt. Im Zentrum der Vorwürfe steht ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in dem Trump seinen Kollegen zu Ermittlungen ermunterte, die seinem politischen Rivalen Joe Biden schaden könnten.


Nachrichten von Samstag, den 28 September

+++ 20.12 Uhr: Polizei überprüfte Rede von Brexit-Partei-Chef Nigel Farage +++

Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, hat mit einer aggressiven Äußerung zum EU-Austritt Großbritanniens die Polizei auf den Plan gerufen. Sie sehe in seiner Wortwahl aber keinen Grund für weitere Ermittlungen, teilte die Polizei von Gwent in Wales nach der Überprüfung der Redepassage mit. 

+++ 19.19 Uhr: Simbabwes Ex-Präsident Mugabe in Heimatdorf beigesetzt +++

Simbabwes Ex-Präsident Robert Mugabe ist in seinem Heimatdorf Kutama beigesetzt worden. Der langjährige Staatschef war Anfang September im Alter von 95 Jahren gestorben. Ohne großen Prunk wurde Mugabes mit der Nationalflagge umhüllter Sarg im Innenhof seines Grundstücks in die Erde gelassen. Hochrangige Regierungsvertreter befanden sich nicht unter den Teilnehmern der Zeremonie. 

+++ 18.49 Uhr: 18 Verletzte bei schwerer Explosion auf Tanker in Südkorea +++

Bei einer schweren Explosion auf einem Öltanker sind in Südkorea 18 Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich im Hafen der südöstlich gelegenen Stadt Ulsan, wie die südkoreanische Küstenwache mitteilte. Die Explosion auf dem unter der Flagge der Cayman-Inseln fahrenden Tanker hatte demnach ein Feuer zur Folge, das auf ein zweites Schiff übergriff.

+++ 17.40 Uhr: Oktoberfest-Besucher wird von S-Bahn erfasst und stirbt  +++

Eine S-Bahn hat in München einen Besucher des Oktoberfests erfasst. Der 22-Jährige starb in der Nacht zum Samstag in einem Krankenhaus. Der Tourist aus Frankreich hatte mit einer Gruppe das Oktoberfest besucht und war anschließend in München am Bahnhof Laim neben einer fahrenden S-Bahn gelaufen, wie ein Polizeisprecher sagte. Dabei sei der Mann ins Schleudern geraten und sein Fuß habe sich zwischen dem Bahnsteig und dem Zug verfangen. Er wurde einige Meter mitgerissen. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten am Freitag in eine Klinik, in der er wenig später starb.

+++ 17.10 Uhr: 25 Jahre "Estonia"-Untergang - Schweden und Estland gedenken der Opfer +++

Schweden und Estland haben am 25. Jahrestag des Untergangs der Ostseefähre "Estonia" der 852 Opfer des größten Schiffsunglücks der europäischen Nachkriegsgeschichte gedacht. Bei einer Zeremonie am Denkmal für die Opfer nahe der schwedischen Hauptstadt Stockholm sagte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven: "Es war ein Trauma für die gesamte Nation". Bei dem Unglück waren damals mehr als 500 Schweden ums Leben gekommen. "Ihr, die einen geliebten Menschen verloren habt, sollt wissen, dass ihr Name und Schicksal niemals vergessen sein wird", sagte Löfven an die Angehörigen der Opfer gewandt weiter. Kronprinzessin Victoria und ihr Mann Daniel legten einen Kranz an dem Denkmal nieder.

+++ 15.21 Uhr: Tattoo verrät Verkehrssünder auf Sizilien +++

Ein Verkehrssünder auf Sizilien hat sich als sein eineiiger Zwillingsbruder ausgegeben, um einer Strafe zu entgehen, doch eine Tätowierung auf seinem Arm verriet ihn, wie die italienische Polizei mitteilte. Demnach hatten Beamte den 20 Jahre alten Autofahrer bei einer Routinekontrolle ohne Führerschein erwischt. Der Mann gab kurzerhand den Namen seines Bruders an, weil dieser über eine Fahrerlaubnis verfügt. Wenige Tage später erschien der Bruder mit seinem Führerschein auf dem Polizeirevier und gab sich als der Fahrer aus. Doch die Carabinieri ließen sich nicht täuschen. Denn bei der Straßenkontrolle war ihnen aufgefallen, dass der Fahrer seinen Namen auf den Arm tätowiert hatte. Auch der Bruder hatte ein Namenstattoo auf dem Arm - allerdings einen anderen.

Dem Verkehrssünder droht nun eine Geldstrafe von bis zu 5110 Euro. Außerdem werde gegen beide Brüder wegen Identitätsbetrugs ermittelt. Man wolle auch prüfen, ob die Zwillinge schon zuvor ähnliche Tricks versucht hätten, hieß es.

+++ 15.05 Uhr: Feuerkugel am Himmel über Nordostdeutschland gesichtet +++

Über dem Nordosten Deutschlands ist erneut eine Feuerkugel gesichtet worden. Mehrere Menschen meldeten die Leuchterscheinung gestern Abend auf Twitter, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heute bestätigte. Ob es sich dabei um einen Meteoriten handelte, also einen Gesteinsbrocken, der auf die Erde gefallen ist, sei unklar, sagte ein DLR-Sprecher. Ein Nutzer aus Ludwigsburg bei Greifswald fotografierte die große Sternschnuppe über dem Greifswalder Bodden. Auch über Berlin und anderen östlichen Bundesländern wurden Sichtungen davon gemeldet. Das DLR hat selbst keine Feuerkugel registriert. Die Wissenschaftler analysierten für die Bestätigung Aufnahmen aus Expertenforen im Internet. Erst vor rund zwei Wochen war eine ähnliche Lichterscheinung über dem Norden zu sehen gewesen.

+++ 15.03 Uhr: Vermisster Junge tot in Schacht gefunden +++

Ein im Landkreis Leipzig vermisster Junge ist tot aufgefunden worden. Die Leiche des Elfjährigen befand sich im Schacht eines Silos, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig sagte. Die Kriminalpolizei ermittelt, die Behörden gehen aktuell von einem tragischen Unglück aus. "Es deutet bisher nichts auf eine Straftat hin", sagte die Polizeisprecherin. Nach ihren Angaben hatte die Mutter das Verschwinden des Kindes in Bad Lausick gestern Abend gemeldet, seitdem war nach dem Jungen gesucht worden. Laut "Bild"-Zeitung soll das Silo zu einer alten Mühle gehören.

+++ 14.50 Uhr: Mahnmal zu Anschlägen von Oslo und Utøya in Norwegen enthüllt +++

Mehr als acht Jahre nach den Anschlägen in Oslo und Utøya mit 77 Toten ist in Norwegen ein Mahnmal zu Ehren der Opfer enthüllt worden. An der Zeremonie vor dem Osloer Dom nahmen auch Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit teil. Das Monument "Jernrosene" (deutsch: die Eisenrosen) besteht aus rund 1000 eisernen Rosennachbildungen, die von Menschen aus aller Welt geschmiedet wurden, darunter auch Überlebende und Angehörige der Opfer. Sie sollen an die Reaktion der Norweger auf die Anschläge erinnern. In den Tagen und Wochen nach den Vorfällen hatten Tausende Menschen Rosen vor dem Dom abgelegt.

Der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo gezündet und im Anschluss auf der Insel Utøya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers erschossen.

Survivors: Emma Martinovic überlebte das Attentat auf Utøya

+++ 14.19 Uhr: Zweites Opfer des Gewalttäters aus Göttingen stirbt an Verletzungen +++

Das schwer verletzte zweite Opfer des mutmaßlichen Göttinger Frauenmörders Frank N. ist tot. Die 57-Jährige sei an ihren Verletzungen gestorben, sagte der Göttinger Polizeichef Thomas Rath. Sie hatte am Donnerstag versucht, einer anderen angegriffenen Frau zu Hilfe zu kommen. Diese Frau hatte der 52-jährige Mann getötet. Er wurde nach anderthalb Tagen auf der Flucht am späten Freitagabend in Göttingen festgenommen.

Am Morgen sei der Beschuldigte einem Haftrichter am Amtsgericht Göttingen vorgeführt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz mit. Anschließend sei gegen Frank N. ein Haftbefehl ergangen. Ihm werden Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Bei seiner Vernehmung habe der Beschuldigte keine Angaben zur Tat gemacht. Weitere Erkenntnisse sollen auch Vernehmungen von Zeugen bringen. Frank N. sei zuvor wegen Vergewaltigung strafrechtlich aufgefallen, erklärte die Polizei. Zwischen 1985 und 2001 habe N. drei Haftstrafen in diesem Zusammenhang abgesessen. 

+++ 13.16 Uhr: 25 Jahre "Estonia"-Untergang: Estland gedenkt der Opfer +++

Estland hat am 25. Jahrestag des Untergangs der Ostseefähre "Estonia" der 852 Opfer des größten Schiffsunglücks der europäischen Nachkriegsgeschichte gedacht. In der Hauptstadt Tallinn versammelten sich Überlebende und Hinterbliebene bei einer Gedenkfeier am Denkmal für die Opfer. Daran nahmen einem Bericht des estnischen Rundfunks zufolge auch Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid und mehrere Regierungsvertreter teil. Später solle es noch ein Konzert in einer Kirche am Freiheitsplatz zu Ehren der Toten geben. Bei einer Zeremonie am Denkmal für die Opfer in der schwedischen Hauptstadt Stockholm werden unter anderen Kronprinzessin Victoria, ihr Mann Daniel sowie Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven erwartet.

Die "Estonia" war am 28. September 1994 auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der Südküste Finnlands gesunken - sie liegt bis heute auf dem Grund der Ostsee.

Die abgebrochene Bugklappe der "Estonia"

+++ 13.05 Uhr: Frau ruft Polizei - weil Ziegenbock "komische Geräusche" macht +++

Ein brünftiger Ziegenbock hat auf einer Weide in Unterfranken derart laut geblökt, dass eine Anwohnerin wegen "komischer Geräusche" die Polizei gerufen hat. "Der Bock war aber nicht krank oder verletzt - sondern völlig außer sich, um die Damen der Herde zufrieden zu stellen", sagte ein Polizeisprecher. "Als eine Streife gegen sechs Uhr am Morgen die Weide in Lohr am Main kontrollierte, grunzte und blökte der Bock zufrieden vor sich hin." 

Die Beamten beruhigten den Angaben zufolge die besorgte Anwohnerin. "Ein Blick aus dem Fenster des Wohnhauses vor dem Notruf hätte die Situation vielleicht auch geklärt", hieß es weiter. "Erfreulich ist, dass es jetzt bald kleine Zicklein gibt."

+++ 13.04 Uhr: Immer mehr Waffen bei Rechtsextremen sichergestellt +++

Bei der Aufarbeitung rechtsmotivierter Straftaten wurden im letzten Jahr deutlich mehr Waffen sichergestellt als 2017, wie die ARD unter Berufung auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet. 2018 wurden demnach 563 rechtsmotivierte Straftaten registriert, bei denen die Polizei auf insgesamt 1091 Waffen gestoßen sei. Im Jahr zuvor seien es 676 Waffen gewesen. Unter den Waffen waren dem Bericht zufolge Faustfeuerwaffen, Langwaffen, Kriegswaffen (oder wesentliche Teile davon), Spreng- und Brandvorrichtungen, Pyrotechnik, Sprengattrappen, Gas-, Luft-, Schreckschusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Reizgas- und Pfefferspray, Softair- und Gotchawaffen, Dekowaffen, Wurfgeschosse sowie gefährliche Werkzeuge.

Der Rechtsextremismus-Experte Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft bezeichnete diese Entwicklung auf "Tagesschau.de" als "erschreckend". Sie zeige "eine massive Aufrüstung und Bewaffnung der rechtsradikalen Szene". Diese bereite sich offensichtlich auf militante Angriffe auf Minderheiten, politische Gegner und Repräsentanten des Staates vor.

+++ 12.18 Uhr: Mehr als 60 Tote bei Überschwemmungen in Indien +++

Bei heftigen Regenfällen während der Monsunzeit sind im Norden Indiens mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. "Die meisten Tode wurden von einstürzenden Häusern verursacht", sagte Shakti Verma von der Katastrophenschutzbehörde im Bundesstaat Uttar Pradesh der Deutschen Presse-Agentur. Andere seien von Blitzen erschlagen worden oder in den Fluten ertrunken.

Seit Donnerstag fegen Stürme mit heftigen Regenfällen und Gewittern über den Norden Indiens hinweg. Sie brachten Bäume und Strommasten zum Umstürzen, deckten Dächer ab und zerstörten provisorische Unterkünfte. Die hinduistischen Pilgerstädte Varanasi und Prayagraj wurden demnach besonders schwer getroffen.

+++ 12.07 Uhr: Geschoss aus Ägypten schlägt in Israel ein +++

Ein Geschoss aus Ägypten ist in einem israelischen Ort nahe der Grenze eingeschlagen. Das Geschoss sei vermutlich nicht gezielt von der Sinai-Halbinsel nach Israel abgefeuert worden, schrieb die israelische Armee auf Twitter. Es habe in Bnei Nezarim eine Synagoge und ein Auto beschädigt, dabei seien aber keine Menschen verletzt worden. Nach Medienberichten habe es sich um eine Mörsergranate gehandelt, die vermutlich von Kämpfen zwischen militanten und Sicherheitskräften in Ägypten stammte.

Im Norden der Sinai-Halbinsel ist der ägyptische Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv, der sich mehrfach zu Attacken auf ägyptische Sicherheitskräfte und die christliche Minderheit bekannt hat. Bei einem der schwersten Angriffe auf eine Moschee waren 2017 mehr als 300 Menschen getötet worden.

+++ 11.34 Uhr: 13-jähriger Bayer droht in Chat mit Amoklauf - FBI ermittelt +++

Ein 13-Jähriger aus Haßfurt (Bayern) hat mit einer Amokdrohung gegen die Entwicklerfirma des Computerspiels "League of Legends" in den USA das FBI auf den Plan gerufen. "Der Bursche hatte in einem Chat sehr konkret einen Amoklauf im Studio der Firma angekündigt", sagte ein Polizeisprecher in Haßfurt. Nachdem Mitarbeiter der Firma mit Sitz in Los Angeles den Chat entdeckt hatten, alarmierten sie die US-Bundespolizei. Diese ermittelte und gab die Erkenntnisse an die deutschen Kollegen weiter. Die örtliche Polizei machte sich dann auf die Suche nach dem Autor der Drohung und fand dessen Name und Adresse heraus. 

Bei einem Gespräch zusammen mit dessen Eltern kam heraus: "Das Ganze war von ihm als Scherz gedacht". Er habe sich einsichtig gezeigt. Die Staatsanwaltschaft habe deswegen und in Hinblick auf das Alter des Jungen das Verfahren eingestellt. Ganz folgenlos bleibt die Aktion für ihn aber nicht: "Sein Name ist in den Datenbanken des FBI gespeichert - das kann zum Beispiel zu einem Einreiseverbot in die USA führen", hieß es.

+++ 11.03 Uhr: Schüsse in Berlin-Charlottenburg - Mindestens ein Verletzter +++

Im Berliner Stadtteil Charlottenburg sind am frühen Morgen Schüsse gefallen. Die Polizei machte zum Hergang bislang keine Angaben, bestätigte aber, dass geschossen wurde. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren auf der Kantstraße im Bereich mehrerer Bars zwei Gruppen in Streit geraten, mindestens ein Mensch wurde demnach verletzt. Warum geschossen wurde und um wen es sich bei den Beteiligten handelte, ist noch nicht bekannt.

+++ 10.54 Uhr: Feuerwehr rettet Fuchs aus Dortmund-Ems-Kanal +++

Ein im Dortmund-Ems-Kanal eingeklemmter Fuchs ist von der Feuerwehr gerettet worden. Bootsführer des Begleitbootes von Ruderern hätten das in Not geratene Tier bemerkt und die Einsatzkräfte gerufen, teilte die Feuerwehr mit. Der Fuchs sei in Dortmund am Rand des Kanals in einer Nische zwischen einer Spundwand und einer Aufstiegsleiter eingeklemmt gewesen. Über das Begleitboot sei ein Feuerwehrmann am Freitagnachmittag bis zur Leiter gebracht worden und habe dem verängstigten Vierbeiner zunächst eine Decke übergeworfen und ihn dann ans Ufer gehoben. "Eine heikle Aufgabe, musste er doch gleichzeitig darauf achten, nicht von dem panischen Tier gebissen zu werden", hieß es. Anschließend habe der Fuchs sofort das Weite gesucht.

Dass Einsatzkräfte Wildtiere aus dem Kanal retten müssen, ist laut Feuerwehr selten. Meist handele es sich um streunende und entlaufende Hunde.

+++ 10.28 Uhr: Iran verurteilt US-Verweigerung von Sarifs Krankenbesuch +++

Der Iran hat die Verweigerung eines Krankenbesuchs seines Außenministers Mohammed Dschawad Sarif durch die USA scharf verurteilt. "Es ist schon ein Schande, dass eine Regierung menschliche Angelegenheiten für ihre politischen Ziele ausnutzt", sagte Vizeaußenminister Abbas Araghchi. Das US-Außenministerium hatte Sarif einen Besuch des iranischen UN-Botschafters Madschid Tacht Rawantschi in einem Krankenhaus in New York verweigert. Voraussetzung für die Genehmigung von Sarifs "Reiseantrag" sei, dass der Iran zuvor einen amerikanischen Staatsbürger aus der Gefangenschaft entlasse, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums auf Anfrage. 

Tacht Rawantschi, ein Freund Sarifs seit über 40 Jahren, wurde Medienberichten zufolge in New York an Krebs operiert. Deshalb konnte er nicht mit Sarif und Präsident Hassan Ruhani an der UN-Vollversammlung in New York teilnehmen.

+++ 10.05 Uhr: Anschläge überschatten Präsidentschaftswahl in Afghanistan +++

Die am Morgen angelaufene Präsidentschaftswahl in Afghanistan wird landesweit von mehreren Anschlägen überschattet. Bei einer Bombenexplosion vor einem Wahllokal in der südlichen Stadt Kandahar wurden mindestens 15 Menschen verletzt. Präsident Aschraf Ghani, der erneut für das Amt des Staatschefs kandidiert, rief die 9,6 Millionen registrierten Wähler auf, trotz der Drohungen der radikalislamischen Taliban ihre Stimmen abzugeben.     Landesweit sichern nach Regierungsangaben rund 72.000 Soldaten die rund 5000 Wahllokale ab. Trotzdem gab es nach offiziellen Angaben bereits wenige Stunden nach Wahlbeginn an Wahllokalen im ganzen Land Anschläge.

+++ 8.57 Uhr: Feuer auf griechischer Fähre ausgebrochen - alle Passagiere wohlauf  +++

Auf einer griechischen Fähre mit über 600 Menschen an Bord ist am Morgen ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff befand sich auf dem Weg vom griechischen Igoumenitsa nach Venedig in Italien. Die Besatzung konnte den Brand unter Kontrolle bringen. "Alle Menschen sind wohlauf", sagte ein Sprecher der griechischen Küstenwache im Fernsehen. Das Schiff kehrte in den Hafen von Igoumenitsa zurück. 

Das Feuer war auf einem Autodeck kurz nach Auslaufen der Fähre ausgebrochen. Das örtliche Nachrichtenportal thespro.gr zeigte Fotos und ein Video der Fähre, wie diese im Hafen von Igoumenitsa wieder anlegte und die Passagiere geordnet ausstiegen. Es war eine leichte Rauchbildung zu sehen.

+++ 8.05 Uhr: Mordverdächtige Teenager in Kanada bekannten sich in Videos zu Morden +++

Zwei mordverdächtige Teenager, die im Sommer vor der Polizei durch halb Kanada geflüchtet waren, haben sich vor ihrem Tod in Videos zu den drei Morden bekannt. In den auf ihrer Flucht aufgenommenen Clips hätten Kam McLeod und Bryer Schmegelsky "die Verantwortung für alle drei Morde übernommen", teilte die kanadische Polizei mit. Sie hätten dabei keine Reue gezeigt und mit weiteren Bluttaten gedroht.

Der Fall hatte international für Schlagzeilen gesorgt: Die kanadische Polizei hatte im Juli und August mit einem Großaufgebot nach dem 19 Jahre alten McLeod und dem 18 Jahre alten Schmegelsky gesucht. Die beiden wurden verdächtigt, Mitte Juli in der westkanadischen Provinz British-Columbia einen 23-jährigen Australier und seine 24 Jahre alte Freundin aus den USA erschossen zu haben. Vier Tage nach dem Fund der zwei Leichen an einer Landstraße in British-Columbia wurde zudem ein 64-jähriger Botanik-Professor tot aufgefunden.

+++ 7 Uhr: Mindestens 15 Verletzte bei Anschlag auf Wahllokal in Afghanistan +++

Bei einem Anschlag auf ein Wahllokal im Süden Afghanistans sind mindestens 15 Menschen verletzt worden. Vor dem Wahllokal in der Stadt Kandahar sei eine Bombe explodiert, sagte der Chef des Krankenhauses, in welches die Verletzten gebracht wurden. Bei allen Verletzten handelt es sich demnach um Männer. In Afghanistan hatte wenige Stunden zuvor die Präsidentschaftswahl begonnen. Für den Urnengang sind 9,6 Millionen Bürger registriert. Amtsinhaber Aschraf Ghani und Regierungschef Abdullah Abdullah gelten als Favoriten. Mit Ergebnissen wird nicht vor dem 19. Oktober gerechnet.

+++ 6.52 Uhr: Frontmann in Entzugsklinik: Metallica sagt Shows ab +++

Wegen der Suchterkrankung von James Hetfield muss die US-Metal-Band Metallica ihre ab Mitte Oktober geplante Tournee durch Australien und Neuseeland verschieben. Hetfield müsse - wie die meisten wahrscheinlich wüssten - seit Jahren immer wieder gegen seine Sucht kämpfen. Er müsse nun "leider" erneut ein Behandlungsprogramm aufnehmen, um wieder an seiner Genesung zu arbeiten, twitterten die drei anderen Bandmitglieder Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo. "Es tut uns wirklich leid, unseren Fans und Freunden mitteilen zu müssen, dass wir unsere bevorstehende Tournee durch Australien und Neuseeland verschieben müssen." Metallica habe die Absicht, nach Australien und Neuseeland zu kommen, "sobald es die Gesundheit und der Zeitplan erlauben".

Die Metal-Ikonen hatten zuletzt Ende August Auftritte in Deutschland, unter anderem in Mannheim und München, wo sie begeistert gefeiert wurden. Alle vier Musiker sind mittlerweile deutlich über 50 Jahre alt. Alleine das nach der Band benannte fünfte Album verkaufte sich rund 30 Millionen Mal.

+++ 5.49 Uhr: Explosion auf Schiff in Südkorea +++

Auf einem Frachtschiff im Hafen der südkoreanischen Stadt Ulsan hat sich eine Explosion ereignet. Zum Zeitpunkt des Unglücks seien 25 Arbeiter auf dem Schiff gewesen, das sich in Reparatur befunden habe, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Behörden. Bislang seien 19 von ihnen gerettet worden, die Hilfsaktion sei noch im Gange. Die Küstenwache untersuche die Ursache für die Explosion. 

Auf Fotos sind über dem Schiff ein riesiger Feuerball und eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Ulsan befindet sich rund 400 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Seoul und liegt am Japanischen Meer.

+++ 5.19 Uhr: Arbeitslosigkeit bei Älteren sinkt weiter +++

Die Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen über 55 Jahren ist in Deutschland weiter auf dem Rückmarsch. Das geht aus Statistiken hervor, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Verfügung gestellt hat. Im August 2019 waren demnach 495.768 Männer und Frauen im Alter zwischen 55 Jahren und der jeweiligen Renteneintrittsgrenze arbeitslos. Die Zahl ist seit 2011 rückläufig. 2014 lag sie im Jahresdurchschnitt noch bei 584.085.

Menschen im Alter von 55 Jahren und älter nähmen immer häufiger am Erwerbsleben teil, so die BA. Die Erwerbsquote der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren sei in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis 65-Jährigen. Hinzu komme, dass immer mehr Menschen auch nach dem Erreichen des Rentenalters im Beruf bleiben - dann aber ausschließlich als geringfügig Beschäftigte. Die arbeitslosen Älteren sind zum weit überwiegenden Teil Fachkräfte oder sogar Experten und deutsche Staatsangehörige.

+++ 4.38 Uhr: Afghanistan wählt neuen Präsidenten +++

In Afghanistan sind heute mehr als 9,6 Millionen Menschen aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Abstimmung findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Fast ein Drittel der Wahllokale bleibt geschlossen, weil die Gebiete von den islamistisch-militanten Taliban kontrolliert oder beeinflusst werden und Anschläge befürchtet werden. 18 Kandidaten stehen auf dem Stimmzettel, vier von ihnen haben ihre Kandidatur mittlerweile zurückgezogen. Realistische Chancen auf einen Sieg haben der amtierende Präsident Aschraf Ghani und sein Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah.

+++ 3.56 Uhr: Investitionsmittel in Höhe von 15 Milliarden Euro nicht abgerufen +++

Beim Bund stehen laut Finanzminister Olaf Scholz Investitionsmittel für Schulen, Straßen und Digitalisierung in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro bereit, die bislang nicht abgerufen wurden. "Wir mobilisieren schon heute Milliarden für den Klimaschutz, für bessere Schulen, neue Straßen und sozialen Wohnungsbau - und stellen am Jahresende regelmäßig fest, dass viel Geld nicht abgerufen wird", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Dies nehme "von Jahr zu Jahr" zu. "Inzwischen sind das im gesamten Etat mehr als 15 Milliarden Euro."

Als Gründe nannte Scholz einen Mangel an Planungskapazitäten und Bauarbeitern. Zudem seien viele Regelungen zu kompliziert und Entscheidungsprozesse zu langwierig. Daher habe er seine Kabinettskollegen "gebeten, die Regeln zu überarbeiten". "Es kann nicht sein, dass Investieren so kompliziert geworden ist", kritisierte Scholz und forderte Länder, Kommunen und Investoren auf:  "Bitte nehmt das Geld!"

+++ 2.42 Uhr: Ukraine-Sondergesandter der USA zurückgetreten +++

Nach den Enthüllungen über das brisante Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist der US-Gesandte für die Ukraine, Kurt Volker, zurückgetreten. Volker habe seinen Rücktritt eingereicht, nachdem der US-Kongress ihn zu einer Befragung für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einbestellt habe, hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Trump wird wegen seiner Äußerungen in dem Telefonat mit Selenskyj Amtsmissbrauch vorgeworfen.

+++ 1.49 Uhr: Trump-Regierung erleidet juristischen Rückschlag bei Migration +++

Die US-Behörden dürfen minderjährige Migranten einer Gerichtsentscheidung zufolge während der Überprüfung ihrer Asylanträge auch künftig nicht unbegrenzt in Gewahrsam halten. Bundesrichterin Dolly Gee untersagte entsprechende Pläne der Regierung von US-Präsident Donald Trump in Los Angeles. Sie entschied, die bisher geltende Regelung bleibe in Kraft. Demnach dürfen Minderjährige nur 20 Tage lang festgehalten werden, nachdem sie beim illegalen Grenzübertritt festgesetzt werden. 

19 US-Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington hatten Klage gegen die Pläne der Regierung eingelegt, die im Oktober umgesetzt werden sollten. Die US-Regierung hatte im August erklärt, illegal in die USA gelangte Familien künftig für die gesamte Dauer ihres Asyl- oder Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam zu halten. Die Regelung solle auch als Abschreckung dienen, um den Zustrom von Migranten an der Südgrenze der USA zu bremsen.

+++ 1.44 Uhr: Britischem Premier Johnson drohen Strafermittlungen wegen Interessenkonflikts +++

Neben seinem Ärger mit dem geplanten Brexit drohen dem britischen Premierminister Boris Johnson nun auch noch Strafermittlungen wegen eines mutmaßlichen Interessenkonflikts in seiner Zeit als Londoner Bürgermeister. Die Regionalregierung des Großraums London teilte mit, sie habe die zuständige Behörde IOPC aufgefordert zu prüfen, ob es hinreichende Gründe für die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen Johnson gebe.

Die Regionalregierung reagierte damit auf einen Bericht der "Sunday Times", wonach die US-Unternehmerin Jennifer Arcuri während Johnsons Amtszeit als Bürgermeister von 2008 bis 2016 insgesamt 126.000 Pfund (141.000 Euro) an öffentlichen Fördergeldern erhalten habe. Außerdem sei das Ex-Model wegen seiner freundschaftlichen Verbindungen zu Johnson bei Auslandsreisen des damaligen Bürgermeisters bevorzugt worden.

+++ 1.23 Uhr: Harald Schmidt betet regelmäßig +++

Entertainer Harald Schmidt zieht sich nach eigenen Angaben zum Beten gern in leere Kirchen zurück. Nach einer sehr religiös geprägten Kindheit habe er nie den Bezug zur Kirche verloren, sagte er dem "Mannheimer Morgen". Er besuche heute wie damals regelmäßig Gottesdienste. Sein Lieblingsgebet sei das "Vater unser". Trotz aller Vorbehalte, die er gegen die Amtskirche habe, sei die Kirche in seinem Leben eine Konstante.  Schmidt kommt am Sonntag, den 6. Oktober, in die Mannheimer Jesuitenkirche und tritt mit dem Jesuitenpater Werner Holter in einen Predigt-Dialog. Dieser nennt das eine Art Marketing-Veranstaltung für die Kirche.

+++ 0.57 Uhr: China nutzt UN-Generaldebatte für Warnung vor Protektionismus+++

Chinas Außenminister Wang Yi hat bei der UN-Generaldebatte in New York vor den Folgen von Protektionismus gewarnt. "Die Lehren der Großen Depression sollten nicht vergessen werden", sagte Wang vor der UN-Vollversammlung. "Zölle und das Provozieren von Handelsstreitigkeiten, welche die globale Industrie und Lieferketten erschüttern, untergraben das multilaterale Handelssystem und die globale Wirtschaft- und Handelsordnung." Solche Entwicklungen könnten die Welt gar "in eine Rezession stürzen".

Offensichtlich mit Blick auf die Strafzölle der USA gegen chinesische Produkte betonte Wang, sein Land werde niemals durch Drohungen eingeschüchtert oder "durch Druck unterworfen werden".

+++ 0 Uhr: Halbe Million Menschen bei Klima-Protesten in Kanada mit Greta Thunberg +++

Unter der Führung der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg haben sich im kanadischen Montréal eine halbe Million Menschen an einer Demonstration für eine entschlossene Klimaschutzpolitik beteiligt. "Es ist unglaublich, auf diese Weise für eine gemeinsame Sache vereint zu sein", sagte Thunberg vor den Demonstranten. "Wenn die Leute an der Macht ihre Verantwortung nicht übernehmen, werden wir das tun", fügte die 16-Jährige hinzu.

Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 500.000 Menschen an der Kundgebung teil. Auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau und andere Parteichefs marschierten mit.

ivi/ kng / fs / DPA / AFP
VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?