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Im Süden Pakistans: Flugzeug mit rund 100 Menschen an Bord stürzt in Wohngebiet – es gibt Überlebende

Nur eine Woche nach der Wiederaufnahme inländischer Flüge stürzt eine Passagiermaschine in Pakistan ab. Bereits in den vergangenen Jahren kam es zu schweren Unfällen in dem südasiatischen Land.

Feuerwehrleute löschen an der Absturzstelle in einem Wohngebiet in Karatschi

Feuerwehrleute löschen an der Absturzstelle in einem Wohngebiet in Karatschi

AFP

Ein Flugzeug mit rund 100 Passagieren an Bord ist im Süden Pakistans abgestürzt. Die Passagiermaschine sei in der Nähe der Stadt Karatschi wenige Minuten vor der Landung in einem Wohngebiet abgestürzt, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Freitag mit. Zunächst waren keine genauen Angaben zu Todesopfern bekannt. Fast ein Dutzend Leichen seien von der Absturzstelle geborgen worden - mindestens zwei Menschen haben den Crash in der Millionenmetropole Karatschi überlebt. Das sagte ein Sprecher der Luftfahrtbehörde am Freitag.

Häuser wurden durch den Absturz beschädigt, wie ein Sprecher der Luftfahrtbehörde sagte. Das Militär und die Polizei sperrten das als "Model Colony" bekannte Gebiet rund zwei Kilometer entfernt von der Landebahn ab. Fernsehaufnahmen zeigten eine dichte, schwarze Rauchwolke sowie Krankenwagen, die zur Absturzstelle eilten. 

Einer der Überlebenden, der Chef einer Bank, sei in einem stabilen Zustand, sagte der Chefminister der südlichen Provinz Sindh, Murad Ali Shah, der den Mann in einem Krankenhaus traf. Es könne noch weitere Überlebende geben, sagte ein Sprecher der Airline.

Verletzte wurden aus den Trümmern eingestürzter Gebäude herausgezogen. Mindestens 15 Menschen, die in den beschädigten Häusern verwundet wurden, wurden in das Jinnah-Krankenhaus von Karatschi gebracht, wo der Notstand ausgerufen wurde, sagte der Arzt Seemin Jamali.

Flug war auf dem Weg nach Karatschi

Der von Pakistan International Airline (PIA) betriebene Airbus mit der Flugnummer PK8303 war auf dem Weg von der östlichen Stadt Lahore nach Karatschi, sagte der Sprecher der Fluggesellschaft Mohamed Abdullah. 99 Passagiere und acht Crewmitglieder seien an Bord gewesen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von 91 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern.

Der Pilot habe dem Tower technische Probleme der Maschine berichtet, sagte PIA-Chef Arshad Malik. Augenzeugen berichteten lokalen Fernsehsendern, dass sie das Flugzeug um den Flughafen kreisen sahen, bevor es abstürzte.

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Pakistans Premierminister Imran Khan drückte den Opfern und Familien sein Beileid aus. "Schockiert und betrübt über den PIA-Absturz", schrieb Khan auf Twitter.

Pakistan: Flugverkehr gerade wieder aufgenommen

Der Absturz erfolgte nur eine Woche nach der Entscheidung der pakistanischen Behörden, den Flugverkehr im Inland wiederaufzunehmen. Wegen der Corona-Pandemie sind internationale Flüge in das südasiatische Land noch bis Ende des Monats ausgesetzt.

Bereits im Jahr 2016 kam es zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz einer Maschine einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karatschi nach Islamabad. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

fin / DPA / AFP