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"Erhebliche Schäden": Schneechaos in Frankreich: ein Toter, Hunderttausende ohne Strom

Im Südosten Frankreichs kam es zu heftigen Schneefällen. 300.000 Haushalte sind ohne Strom. Ein Mann wurde von einem Baum erschlagen. Es herrschte Chaos im Verkehr.

Abgebrochene Äste behindern den Verkehr nach Schneefällen in Südfrankreich

Abgebrochene Äste behindern den Verkehr nach Schneefällen in Südfrankreich

AFP

Wegen heftiger Schneefälle haben im Südosten Frankreich weiter Hunderttausende Menschen keinen Strom. In den Départements Drôme, Isère, Rhône und Ardèche waren rund 300.000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Enedis dem Sender BFMTV sagte.

Der Schneefall sei "sehr ergiebig" und es sei schwierig vorherzusagen, wann die Stromversorgung in den abgeschnittenen Haushalten wiederhergestellt sei, sagte Enedis-Sprecher Robin Devogelaere. Es gebe "erhebliche Schäden" an Stromleitungen. Am Donnerstagabend waren zwei Hochspannungsleitungen zusammengebrochen.

Mann wird von Baum erschlagen

"Der Zugang ist für Techniker sehr schwierig", erklärte Antoine Jourdain, Technischer Direktor und Leiter der nationalen Kriseneinheit von Enedis, dem Sender. Es handele sich um eine Ausnahmesituation. Mehr als 1000 Techniker würden nun versuchen, die Schäden zu beheben.

Bereits am Donnerstagabend hatte der Wintereinbruch im Osten des Landes für Chaos gesorgt. Bei Tausenden fiel der Strom aus. In der Gemeinde Roche im Département Isère kam ein Mann ums Leben, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen. Der 63-Jährige wurde von einem zweiten Baum erschlagen, der ebenfalls unter der Schneelast zusammenbrach. Ein 27-Jähriger wurde verletzt. Auch am Freitagmorgen waren noch zahlreiche Straße wegen Schnee und Glätte gesperrt. In einigen Regionen blieben die Schulen geschlossen. Behörden riefen Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen.

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Behinderungen im Bahnverkehr in Frankreich

Der Wintereinbruch führte außerdem zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Rund um Grenoble wurden drei Bahnstrecken vorläufig gesperrt, da umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Zudem galten Beschränkungen für den Lkw-Verkehr. Auf dem Flugplatz Saint-Exupéry in Lyon und in Saint-Etienne wurden 15 Zentimeter Schnee gemessen, am nahe Grenoble gelegenen Vercors-Massiv gar 30 Zentimeter.

Der Wetterdienst hob seine Warnungen für einen Großteil der Départements am Freitagmorgen auf, nur noch im Zentrum des Landes warnten die Meteorologen vor Eis und Glätte.

rw / DPA / AFP