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Tornado-Serie in den USA: Dutzende Menschen sterben bei Todes-Tornados in USA

Schon wieder haben heftige Unwetter dem Süden der USA Tod und Verwüstung gebracht. Die Zahl der Opfer stieg in der Nacht zum Donnerstag fast stündlich. Die Tornados wirbelten auch die US-Reise von Verteidigungsminister Thomas de Maizière durcheinander.

Weggefegte Häuserzeilen, überschwemmte Straßen, verzweifelte Menschen - Tornados im Süden der USA haben in der Nacht zum Donnerstag mindestens 76 Menschen getötet und viele Teile der Region verwüstet. Allein im US-Staat Alabama kamen mindestens 50 Menschen ums Leben, wie US-Medien am Donnerstag früh meldeten. Bis zum frühen Morgen wurden nach Angaben des Nachrichtensender CNN insgesamt 76 Opfer gezählt. Hunderte von Menschen wurden verletzt, viele galten zunächst als vermisst.

Ein Fernseh-Meteorologe sagte, Gebäude in der Stadt Tuscaloosa seien einfach verschwunden. Das Schicksal ihrer Bewohner sei ungewiss. Dutzende von Straßen waren nach Überschwemmungen zunächst unpassierbar. Bis Mitternacht (Ortszeit) seien mindestens 138 Tornados über die ebenfalls hart getroffenen Bundesstaaten Tennessee und Mississippi hinweggefegt, hieß es. Hunderttausende Menschen in der Region waren ohne Strom.

US-Präsident Barack Obama ordnete sofortige Hilfe für Alabama an. Dazu sollten auch Such- und Rettungskräfte gehören. "Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von dieser Verwüstung betroffen sind, und wir loben den heldenhaften Einsatz jener, die unermüdlich gegen die Folgen dieser Katastrophe gearbeitet haben", erklärte Obama. In mehreren US-Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen.

Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) war von dem Unwetter betroffen. Er nahm auf seiner USA-Reise kurzentschlossen den Zug von New York nach Washington, weil der dort geparkte Regierungsflieger am Mittwoch nicht rechtzeitig loskam, um den Minister in New York abzuholen. Die Fahrt dauerte etwa drei Stunden.

Die US-Nationalgarde mobilisierte Hunderte von Mitgliedern, um in den am härtesten betroffenen Regionen zu helfen. Die schweren Stürme deckten von Texas bis Tennessee Häuser ab, kippten Autos um und ließen Strommasten wie Streichhölzer umknicken. Das Ausmaß der Schäden sei noch nicht abzusehen, betonte Obama.

Bereits in den Tagen zuvor waren bei Stürmen, Tornados und Überschwemmungen in verschiedenen US-Bundesstaaten elf Menschen ums Leben gekommen. Vor zehn Tagen starben mindestens 40 Menschen bei tödlichen Tornados in Oklahoma und North Carolina.

DPA / DPA