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Er tötete sieben Menschen: Unfallfahrer von Südtirol bleibt im Gefängnis – auch wegen seines psychischen Zustands

Mit seinem Auto tötete er sieben junge Deutsche in Südtirol. Nun musste der Unfallfahrer vor den Haftrichter. Sein psychischer Zustand ist sehr labil. Das spielt bei der Entscheidung des Richters eine Rolle.

Unfallstelle in Luttach, Südtirol

An der Unfallstelle in Luttach, Südtirol, legten Trauernde Blumen nieder und stellten Kerzen auf

DPA

Der Unfallfahrer von Südtirol bleibt in Haft. Das ergebe sich aus der Schwere des Unfalls mit sieben Toten, sagte Richter Emilio Schönsberg von Landesgericht in Bozen der Nachrichtenagentur DPA. Die Anwälte des 27 Jahre alten Südtirolers hätten keinen Antrag auf Hausarrest gestellt. Der Fahrer hatte zuvor laut seines Anwalts eingeräumt, zu viel getrunken zu haben und das Unglück bereut.

Bei dem Unfall in dem Ort Luttach kamen am Sonntag sieben junge deutsche Skiurlauber ums Leben. Der Beschuldigte hatte nach Angaben der Polizei fast 2 Promille Alkohol im Blut. Ihm wird mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 18 Jahre Haft. 

Sieben Menschen bei Unfall in Südtirol getötet

Zum derzeitigen Gesundheitszustand des Fahrers machte der Richter zwar keine Angaben. Sein Anwalt hatte aber zuvor gesagt, er sei psychisch sehr labil. Italienische Medien (u.a. "Die neue Südtiroler Tageszeitung") berichteten, dass das Verhör wegen des schlechten Zustands des Mannes unterbrochen und dann abgebrochen werden musste. Er sei mehrmals in Tränen ausgebrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Anwälte. Diese gingen davon aus, dass es besser sei, den Mann wegen seines fragilen Gesundheitszustandes in Haft statt in Hausarrest unterzubringen. 

Unfallauto

Ermittelt werden muss unter anderem, wie schnell der Mann unterwegs war, als er die Reisegruppe erfasste. Sechs Menschen waren auf der Stelle tot, eine weitere Frau starb einen Tag später in einem Krankenhaus in Innsbruck. Am Mittwoch waren noch zwei Verletzte auf der Intensivstation, einer davon im kritischen Zustand, sagte eine Sprecherin des Südtiroler Sanitätsbetriebes. 

Offiziell wurde die Identität der Toten bisher nicht bekannt gemacht. Die meisten stammen aus Nordrhein-Westfalen.

wue / DPA