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Unwetter in den USA: Zahl der Tornado-Toten steigt und steigt

Mindestens 350 Tote und tausende Verletzte. Die Tornadoserie in den USA nimmt historische Ausmaße an. US-Präsident Obama zeigte sich bei einem Besuch im Katastrophengebiet schwer betroffen und versprach schnelle Hilfe.

Die Tornado-Serie in den USA hat sich mittlerweile zur zweitschlimmsten Katastrophe dieser Art in der Geschichte des Landes ausgeweitet. Bis Samstagmorgen erklärten die Behörden mindestens 350 Menschen für tot - nur die Tornadokatastrophe von 1925 mit 747 Toten war damit folgenschwerer. US-Präsident Barack Obama zeigte sich bei einem Besuch im Katastrophengebiet tief bestürzt.

Allein in dem am schlimmsten betroffenen Bundesstaat Alabama kamen bei der Tornadoserie am Mittwoch nach Behördenangaben mindestens 254 Menschen ums Leben, 1730 wurden verletzt. Acht Menschen wurden noch vermisst. Jeweils 34 Menschen starben nach Angaben der Behörden durch die Tornados in Mississippi und Tennesse, 15 in Georgia, acht in Arkansas und fünf in Virginia.

Besonders starke Zerstörungen richteten die Tornados in der Stadt Tuscaloosa in Alabama an. Um die öffentliche Ordnung zu wahren und Plünderungen vorzubeugen, verhängte der Bürgermeister eine nächtliche Ausgangssperre für die 90.000 Einwohner. Sie galt von Sonnenuntergang bis acht Uhr morgens.

Obama zeigte sich in Tuscaloosa tief bestürzt über das Ausmaß der Schäden. "Ich habe noch nie so eine Zerstörung gesehen. Das ist herzzerreißend", sagte Obama nach einem Rundgang durch verwüstete Wohngegenden. Er versprach, die Regierung werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um die zerstörten Gemeinden wieder aufzubauen.

Bereits zuvor hatte der US-Präsident Hilfsmaßnahmen angeordnet, darunter Gelder für die vorübergehende Unterbringung von obdachlos gewordenen Menschen und die Reparatur beschädigter Häuser sowie Kredite für Schäden an unversicherten Gebäuden. Nach einer Schätzung der Risikobewertungsgesellschaft EQECAT belaufen sich allein die durch das Unwetter verursachten Versicherungsschäden auf zwei bis fünf Milliarden Dollar.

cjf/AFP / AFP