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Glücksfall für Kinder in Entwicklungsländern: Diese Schuhe wachsen mit

Fünf Jahre und nur ein Paar Schuhe? Für Frauen im reichen Westen eine Horrorvorstellung. Für Kinder in Entwicklungsländern ein Glücksfall. Dank einer Idee des Amerikaners Kenton Lee.

Von Johanna Braun

Kinder in Ghana waren die ersten, die das neueste Modell des mitwachsenden Schuhs ausprobieren konnten

Kinder in Ghana waren die ersten, die das neueste Modell des mitwachsenden Schuhs ausprobieren konnten

Nach dem College wollte Kenton Lee die Welt sehen. Der Amerikaner landete in Nairobi, Kenia, und arbeitete in einem Kinderheim. Eines Tages fiel ihm auf, dass die Kinder häufig Schuhe trugen, die ihnen viel zu klein waren. Eigentlich hatte hier kaum jemand etwas Richtiges an den Füßen: stattdessen Pappe, Klebestreifen, aufgeschnittene Schuhe.

Da hatte Kenton Lee eine Idee: "Wäre es nicht sinnvoll, wenn es einen Schuh gäbe, der sich an die Größe des Fußes anpasst? Der mitwächst?" Auch nach seiner Rückkehr ins heimatliche Idaho ging ihm der Gedanke nicht aus dem Kopf. Und er beschloss zu handeln. Mit Freunden gründete er die gemeinnützige Organisation "Because International". Sie hätten zwar "keine Ahnung von Schuhen" gehabt, versuchten aber, die Idee bei großen Schuhfirmen unterzubringen, sagt Lee im Gespräch mit stern. "Uns war egal, wer es realisiert. Dass es passiert, war uns wichtig." Doch niemand war interessiert.

"Alle Hoffungen und Träume waren in dieser Box"

Hilfe fand Lee schließlich in Portland, Oregon. "Proof of Concept" heißt die Firma für Prototypenentwicklung. Gary Pitman und sein Team, die auch schon für Nike und Adidas gearbeitet haben, ließen Lees Traum vom wachsenden Schuh wahr werden.

Das Startkapital kam durch lokale Spendenaktionen und Privatspenden zusammen. Und über die Crowdfunding-Plattform "Crowdrise". Lee schoß Eigenkapital zu - und 2012 hielt er den Prototyp in den Händen.

"Als die Kiste mit dem Schuh vor mir stand, war ich zuerst zu nervös, um sie zu öffnen. All meine Hoffnungen und Träume waren in dieser Box, und ich hatte Angst, enttäuscht zu werden", erzählt Lee. Dann hat er sie natürlich doch geöffnet: "Ich war so zufrieden mit dem Ergebnis! Es sah tatsächlich aus wie ein Schuh."

Der Schuh, der mitwächst besteht aus robusten Material. An drei Stellen verstellbar, passt er an einen Kinderfuß über fünf Größen

Der Schuh, der mitwächst besteht aus robusten Material. An drei Stellen verstellbar, passt er an einen Kinderfuß über fünf Größen

Einfaches Material - kein Schickschnack

"The shoe that grows" - der Schuh, der mitwächst - besteht aus einfachen Materialien: Leder, Gummi, Druckknöpfen, Schnallen. Kein Schnickschnack. Nichts, was schnell kaputt geht. Hochwertige Materialien machen den Schuh robust, "damit er tatsächlich fünf Jahre hält", sagt Lee. Der Schuh ist an drei Stellen verstellbar, überbrückt fünf Größen und kann einem Kind so womöglich fünf Jahre lang Füße und Gesundheit schützen.

"Viele Kinder in Entwicklungsländern laufen barfuß", sagt Angelika Böhling von der Kindernothilfe Deutschland. "Weil sie es nicht anders gewohnt sind, und weil sie zu arm sind, um sich Schuhe zu kaufen". Die Gefahr, sich auf diese Weise Infektionen einzufangen sei enorm hoch und ein verbreitetes Problem. "Bedarf gibt es für die Schuhe sicher genug."

Die ersten 100 Paar Schuhe verteilte Kenton Lee 2012 mit seiner Frau Nikki in Kitale, Kenia

Die ersten 100 Paar Schuhe verteilte Kenton Lee 2012 mit seiner Frau Nikki in Kitale, Kenia

Ein "sehr sinnvolles und schönes Projekt"

Gleich mit den ersten 100 Paar reisten Lee und seine Frau nach Kenia, um sie zu verteilen. "Wir besuchten vier Schulen und ließen die Schuhe dort von den Kindern ein Jahr lang testen", so Lee. In Gesprächen mit Kindern, Eltern und Lehrern hätten sie sich dann Anregungen und Verbesserungsvorschläge eingeholt.

Über diese Herangehensweise freut sich Angelika Böhling von der Kindernothilfe. Es sei "ein sehr sinnvolles und schönes Projekt". Und die Tatsache, dass Lee den Schuh aus den Bedürfnissen der Kinder in Kenia heraus entwickelt habe, mache es besonders sympathisch. Die Haltung sei nicht "paternalistisch", also von oben herab, sondern eine aufmerksame Beschäftigung mit den Problemen der Kinder in Entwicklungsländern.

"Die Unterstützung ist überwältigend"

Die Anregungen und Verbesserungsvorschläge aus Kenia haben Gary Pitman und sein Team auch gleich in ein neues Design umgesetzt. Und zwar ohne Bezahlung. Im Herbst 2014 waren 3000 Paar neue Schuhe fertig. Im selben Jahr startete die Seite theshoethatgrows.org, die Hilfsbereiten anbietet, selbst Schuhe zu bestellen und denen zu bringen, die sie brauchen. Oder zu spenden. Because International arbeitet derzeit mit fünf Hilfsorganisationen zusammen - wie Expansion International oder Hands of Hope -, die die Schuhe vor Ort verteilen.

Die nächste Ladung soll im Juli fertig sein. Diesmal werden es 5000 Paar. "Wir hätten nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde. Die Unterstützung ist überwältigend", sagt Lee. Und er arbeitet schon am nächsten Projekt: ein freistehendes Moskitonetz, um Kinder vor übertragbaren Krankheiten wie Malaria zu schützen. Denn viele Kinder haben gar kein Bett, über dem sie die herkömmlichen Netze aufhängen könnten.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(