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Doodle zum Geburtstag von Marie Curie Ein Leben für die Forschung


Sie war eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen der Geschichte und ist noch immer die einzige Frau, der gleich zwei Nobelpreise verliehen wurden: Marie Curie wäre heute 144 Jahre alt geworden. Google ehrt die Forscherin mit einem Doodle.

Marie Curie wurde am 07.11.1867 in Warschau geboren. Sie war das jüngste von fünf Kindern, ihr Vater war von adeliger Herkunft und Physiklehrer. Ihre Mutter starb an Tuberkulose, als sie erst zehn Jahre alt war. Trotz hervorragender schulischer Leistungen verwehrte man ihr das Studium. Polen war damals Teil des russischen Reiches und die polnische Kultur Gegenstand der Unterdrückung.

1883 trat Marie Curie einer im Geheimen operierenden sogenannten "Fliegenden Universität" bei, die inoffiziell Studien in wechselnden Räumen durchführte. Bei ihren ersten Experimenten in den geheimen Labors wurde Marie Curies Leidenschaft für die Forschung geweckt. Um ihr Studium und ihre Forschung ungehindert fortsetzen zu können, siedelte sie 1891 nach Paris um, wo ihre Schwester lebte, bei der sie unterkam. 1893 machte sie dort als erste Frau ihren Abschluss in Physik, mit summa cum laude. Ein Jahr später beendete sie auch erfolgreich das Mathematikstudium. Obwohl sie geplant hatte, nach dem Studium in ihre Heimat zurück zu kehren, entschloss sie sich in Frankreich zu bleiben. Dort hatte sie auch Pierre Curie kennen gelernt, einen Chemielehrer, den sie zwei Jahre später heiratete.

Entdeckung der Radioaktivität

Marie Curie fand gemeinsam mit ihrem Mann Pierre die zwei neuen Elemente Radium und Polonium. Sie entdeckte zudem, dass die von Henri Becquerel erstmals beobachtete geheimnisvolle Strahlung in uranhaltigen Mineralien (von ihr später Radioaktivität genannt) nicht aus chemischen Prozessen resultierte, sondern auf Reaktionen der Atome selbst beruhte. Diese entscheidende Entdeckung sollte die Grundlage für die Theorie des radioaktiven Zerfalls bilden.

1903 erhielt sie für ihre Entdeckungen gemeinsam mit ihrem Mann Pierre und Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik. Ursprünglich waren nur ihr Mann und Becquerel nominiert gewesen, aber ihr Mann setzte sich auch für ihre Auszeichnung ein. 1906 kam Pierre Curie bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sie übernahm daraufhin seinen Lehrstuhl an der Sorbonne und wurde die erste Professorin der Pariser Universität, nachdem sie dort vorher "nur" als Assistentin ihres Mannes angestellt gewesen war.

Einzige Frau mit zwei Nobelpreisen

In ihren späteren Forschungsjahren widmete sich Marie Curie der Erforschung der chemischen, physikalischen und biologischen Wirkungen der radioaktiven Strahlung und begründete damit die Radiochemie. Außerdem schrieb sie Beiträge zur medizinischen Röntgenologie. 1911 erhielt sie für ihre radiochemischen Arbeiten zum zweiten Mal den Nobelpreis, diesmal für Chemie. Damit ist sie bis heute die einzige Frau, der zwei Nobelpreise verliehen wurden.

Marie Curie starb am 04.07.1934 an Leukämie, eine Folge ihres Umgangs mit den radioaktiven Substanzen, deren Gefahren zu dieser Zeit noch unbekannt waren. Ihre Tochter Irène wurde später selbst eine berühmte Physikerin, die in die Fußstapfen ihrer Mutter trat und 1935 ebenfalls den Nobelpreis für Physik erhielt.

vim/DPA DPA

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