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ÜBERRASCHUNG: Eis in der Antarktis wächst angeblich

Entgegen bisherigen Annahmen deuten neueste Messungen darauf hin, dass die Eismassen der westlichen Antarktis zunehmen statt zu schmelzen.

Neueste Untersuchungen der amerikanischen Glaziologen Ian Joughin und Slawek Tulaczyk ergeben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit das Eis in der Antarktis wächst.

Während man bisher von einem Schmelzen der Eismassen ausging, belegen neue Daten aus der Westantarktis, dass das Eis jährlich um 26,8 Milliarden Tonnen zunehme.

Vorhergehende Messungen waren zu ungenau

Frühere Messungen waren von einem jährlichen Verlust von rund 20 Milliarden Tonnen ausgegangen. Die neuen Ergebnisse scheinen zu belegen, dass die über zehntausend Jahre anhaltende Abtauphase der antarktischen Gletscher nach dem Ende der letzten Eiszeit damit zuende sein könne.

»Frühere Messungen ... enthielten beträchtliche Unsicherheiten, weil es zu wenige Probenpunkte gab, um die genaue räumliche Verteilung (der Eismassen) zu erfassen,« erklärte der Klimaforscher Richard B. Alley. Dieser Mangel sei mit dem Einsatz neuer spezieller Radarmessungen im Bereich des Ross Schelfeises der Westantarktis nun behoben worden.

Antarktis wird auch kälter

Schon in der vergangenen Woche hatten amerikanische Forscher eine Studie veröffentlicht, nach der es zumindest in Teilen der Antarktis kälter wird. Während die Durchschnittstemperaturen der Erde ständig leicht angestiegen sind, sanken sie zwischen 1986 und dem Jahr 2000 in den trockenen Täler im McMurdo-Gebiet pro Dekade um 0,7 Grad Celsius.

(Quelle: dpa)

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