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Ehemaliger US-Präsident Bush bleibt dabei: Der Irak-Krieg war richtig und gut

Der frühere US-Präsident George W. Bush äußert sich zum Irak-Krieg
Der frühere US-Präsident George W. Bush verteidigt seine Irak-Kriegsentscheidung
© Eric Draper / Ho/DPA
2003 zog die USA gegen den Irak in den Krieg. Die Invasion war fragwürdig, so ein offizieller neuer Bericht aus Großbritannien. Doch der ehemalige Präsident der USA hält den Einmarsch nach wie vor für richtig.

Der frühere US-Präsident George W. Bush sieht sich durch den kritischen Bericht einer britischen Untersuchungskommission nicht zu einer Neubewertung seiner Entscheidung für den Irak-Krieg veranlasst. "Bush glaubt nach wie vor, dass es für die ganze Welt besser ist, dass Saddam Hussein nicht mehr an der Macht ist", erklärte ein Sprecher des früheren Staatsoberhaupts.

Bush sei weiterhin "zutiefst dankbar" für den Einsatz der US-Truppen und ihrer Verbündeten im Krieg gegen den damals von Saddam Hussein geführten Irak. "Und es gab keinen stärkeren Verbündeten als das Vereinigte Königreich unter der Führung von Premierminister Tony Blair", fügte der Sprecher hinzu. Zuvor hatte eine britische Untersuchungskommission nach jahrelanger Arbeit eine Bewertung zu Großbritanniens Rolle im Irak-Krieg vorgelegt. Darin heißt es, Blair sei den USA blind gefolgt und habe sein Land in einen schlecht geplanten und zudem rechtlich fragwürdigen Krieg geführt. Blair habe dem damaligen US-Präsidenten Bush in einem Brief vom Juli 2002 geschrieben: "Ich bin mit dir, was auch geschehen möge."

Irak-Invasion war heftig umstritten

Blair hatte nach Vorlage der Befunde sein Bedauern geäußert, aber seine Kriegsentscheidung verteidigt. "Ich denke wir haben die richtige Entscheidung getroffen", sagte Blair. Die Welt sei ohne den irakischen Staatschef Saddam Hussein "besser und sicherer". Die US-Regierung äußerte sich zurückhaltend zu dem britischen Bericht. Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama erklärte, dessen Ablehnung der Irak-Invasion sei seit langem bekannt. Obama habe "in seiner gesamten Präsidentschaft mit den Folgen dieser schicksalhaften Entscheidung zu tun gehabt, und vermutlich wird dies auch für künftige Präsidenten gelten". Ein Sprecher des US-Außenministeriums betonte, die Bemühungen der Regierung gälten nun einer Befriedung der Lage im gegenwärtigen Irak und in Syrien. Das Verteidigungsministerium in Washington wollte sich zu dem Bericht überhaupt nicht äußern.

Australien hat ebenfalls seine Rolle im Irak-Krieg verteidigt. Der enge US-Verbündete beteiligte sich damals wie rund 40 andere Nationen an der US-Invasion. Die Politiker hätten aufgrund der besten damals zur Verfügung stehenden Geheimdiensterkenntnisse gehandelt, sagte Außenministerin Julie Bishop in einem Fernsehinterview.  Sie war 2003 nicht im Amt, aber in leitender Rolle der konservativen Partei der Liberalen, die die Regierung führte. "Ich erinnere mich sehr wohl an die Informationen, die uns damals präsentiert wurden", sagte sie. Sie betonte, dass auch die Labor-Partei in der Opposition sich für eine Beteiligung ausgesprochen hatte.

Die Irak-Invasion war heftig umstritten, auch weil sie ohne klares Mandat des UN-Sicherheitsrats erfolgte. Angebliche Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. Bereits 2004 kam ein britischer Untersuchungsbericht zu dem Schluss, dass Blair die "Beweise" der Geheimdienste für die Existenz dieser Waffen im Parlament aufbauschte.

jek AFP DPA

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