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3,1 Millionen Tote: Japaner gedenken ihrer Weltkriegs-Opfer

Ganz Japan trägt Trauer: Am Sonntag haben die Japaner der Kapitulation ihres Landes im Zweiten Weltkrieg und der gefallenen Soldaten und zivilen Opfer gedacht. Rund 6000 Menschen - darunter Kaiser Akihito, Kaiserin Michiko und Ministerpräsident Naoto Kan - nahmen an der Gedenkzeremonie in Tokio teil.

Japan hat am Sonntag der Kapitulation des Landes im Zweiten Weltkrieg vor 65 Jahren und der etwa 3,1 Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer gedacht. Rund 6000 Menschen - darunter Kaiser Akihito, Kaiserin Michiko und Ministerpräsident Naoto Kan - nahmen an einer Gedenkzeremonie in Tokio teil.

Die USA hatten am 6. August 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs die erste Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Drei Tage später folgte dann der zweite Atomangriff auf Nagasaki. Noch heute sterben in Japan Menschen an den Spätfolgen des Atomwaffeneinsatzes. Am 15. August 1945 kapitulierte Japan.

In London wollten Premierminister David Cameron und Thronfolger Prinz Charles gemeinsam mit Kriegsveteranen der 30 000 in Fernost gefallenen britischen Soldaten gedenken. Allein 12 500 Briten sollen in japanischen Gefangenenlagern umgekommen sein. "Wir dürfen niemals vergessen, welche Opfer diejenigen, die für unser Land im Zweiten Weltkrieg gedient haben, gebracht und welchen Einsatz sie gezeigt haben", sagte Cameron vor den Feierlichkeiten.

Die britischen Truppen kämpften vor allem in aufreibenden und brutalen Dschungel-Schlachten in Birma gegen die Japaner. Nach vielen Rückschlägen und tausenden Todesopfern gelang den Briten 1945 unter General Bill Slim die entscheidende Wende. Die von ihm kommandierte 14. Armee erhielt später den Beinamen "vergessene Armee", weil die Soldaten noch monatelang aufopferungsvoll kämpften, als in der Heimat schon der Sieg über Nazi-Deutschland gefeiert wurde.

DPA / DPA