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Kampf gegen den IS: 350 getötete IS-Kämpfer - der Sniper-Opa ist gefallen

Abu Tahseen widmete sein Leben dem Kampf gegen den IS. Er soll 350 Kämpfer der Terror-Miliz getötet haben. Beim Vormarsch auf Hawija im Irak ist der alte Scharfschütze gestorben. In einem seiner letzten Botschaften wünschte er sich Frieden für sein Land, über alle Religionen hinweg.

Im April sah man Abu Tahseen beim Kampf  um Mossul.

Der Iraker Abu Tahseen al-Salhi wurde durch seinen Kampf gegen den IS bekannt. In mehreren Videos erklärte der graubärtige Mann seine Einsätze und gab stolz die Zahl seiner getöteten Gegner bekannt. Sein letztes öffentliches Statement datiert vom April 2017. Damals kämpfte er in Mossul und sagte, er habe inzwischen über 320 IS-Kämpfer getötet. Seitdem soll die Zahl auf etwa 350 gestiegen sein. Nun gab der Sprecher seiner Miliz bekannt, dass der Scheich der Scharfschützen beim Versuch, die Stadt Hawija vom IS zu befreien, in den Hügeln vor der Stadt gefallen sei.  

Der 63-jährige Kämpfer hat in seinen Videos angegeben, seit dem Jom-Kippur-Krieg zu kämpfen. Er sagte, er habe in allen Kriegen gekämpft, an denen der Irak direkt oder indirekt beteiligt gewesen sei. "Mein Name ist Abu Tahseen. Ich wurde 1953 geboren. Ich habe in vielen Kriegen gekämpft, auch auf den Golan-Höhen 1973 im Jom-Kippur-Krieg. Ich bin Scharfschütze. Ich habe am Kuwaitkrieg teilgenommen, am Krieg zwischen Iran und Irak, ich habe gegen die Amerikaner und gegen die Israelis gekämpft."

Viele Trauernde begleiteten den Beerdigungszug des Schützen.

Viele Trauernde begleiteten den Beerdigungszug des Schützen.

Zurück aus dem Leben eines Pensionärs

Ausgebildet wurde Abu Tahseen al-Salhi in Weißrussland, das damals zur Sowjetunion gehörte. Zu seinem Auftreten gehört sein gewaltiges Gewehr. Abu Tahseens Waffe ist ein iranischer Nachbau der Steyr HS .50, eine AM50, im mächtigen Kaliber 12.7 x 99 mm (.50 BMG). Auf kürzere Entfernung durchschlägt die Waffe selbst den Stahl leichter Schützenpanzer. "In Russland habe ich mein Handwerk gelernt und das Leben eines Scharfschützen auf mich genommen und dieses Wissen seitdem bewahrt",  bekannte der Schütze.

In einem Video direkt an der Front erklärte er dem Reporter. "Hier bin ich entspannt. Ganz entspannt. Wenn ich von der Front abgezogen werde, kann ich es nicht erwarten zurückzukommen. Sie haben mir einen Monat Urlaub gegeben, aber nach zwölf Tagen war ich wieder hier." Doch Abu Tahseen al-Salhi ist kein netter Mann. Während eines anderen Interviews entdeckte sein Beobachter zwei IS-Kämpfer. Die Köpfe im Schussfeld, offene Sicht. Tasheen visierte, feuerte und sagte ergriffen: "Süß. Gebete für den Propheten und seine Familie. Das war süß!"

Appell für den Frieden

Obwohl er selbst in einer schiitischen Miliz kämpfte, beschwörte der alte Kämpfer in einem seiner letzten Videos die Einheit des Iraks "unabhängig von eurer Religion und euren politischen Differenzen." Abu Tahseen al-Salhi hat Zeit seines Lebens gekämpft. In dem Video aus dem Frühjahr wünscht er sich Frieden für die junge Generation. "Wir stehen für euch an der Front. Wir hier sagen euch: Geht raus. Seht euch die Welt an. Freut euch des Frühlings. Habt Spaß, seid glücklich. Wir stehen hier, nichts Böses kann euch erreichen. Der IS bedroht euch nicht mehr. … Wir kämpfen für euch."

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.