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Bombenanschlag in Kairo: Ägyptens Generalstaatsanwalt stirbt bei Explosion

Nahe des Autos von Ägyptens Generalstaatsanwalt Hischam Barakat ist eine Bombe detoniert. Laut Staatsfernsehen ist Barakat seinen Verletzungen erlegen. Es wird vermutet, dass der Anschlag eine Verbindung zur verbotenen Muslimbruderschaft hat.

Mindestens fünf Polizisten und ein Zivilist wurden laut Staatsfernsehen bei dem Anschlag verletzt

Mindestens fünf Polizisten und ein Zivilist wurden laut Staatsfernsehen bei dem Anschlag verletzt

Der ägyptische Generalstaatsanwalt ist bei einem Anschlag getötet worden. Wie das Staatsfernsehen berichtete, starb Hischam Barakat am Montag an inneren Blutungen, nachdem am Morgen eine Bombe in der Nähe seines Autos im Norden Kairos explodiert war.

Zudem sind nach Senderangaben mindestens fünf Polizisten und ein Zivilist verletzt worden. Die staatsnahe Zeitung "Al-Ahram" sprach dagegen von neun Verletzten. Fernsehbilder zeigten mehrere ausgebrannte Fahrzeuge am Tatort. Zunächst hatte es geheißen, Barakat habe das Attentat unverletzt überlebt.

"Volkswiderstand" beansprucht Tat für sich

Auf Facebook beanspruchte eine Gruppe namens "Volkswiderstand" die Tat für sich. Die Behauptung konnte zunächst nicht überprüft werden, die Seite in dem Netzwerk ist mittlerweile nicht mehr zugänglich. Es wird vermutet, dass die Gruppe eine Verbindung zur verbotenen Muslimbruderschaft des ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi hat. Sie bekannte sich in der Vergangenheit zu mehreren kleinen Bombenangriffen.

Am Dienstag jährt sich die Amtsübernahme des Islamisten Mursi zum dritten Mal. Genau ein Jahr später kam es in Kairo zu Massenprotesten gegen den Präsidenten - wenige Tage danach wurde Mursi von der Armee abgesetzt. Staatsanwälte hatten neben Sicherheitskräften eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der folgenden Proteste von Anhängern der Bruderschaft gespielt.

amt / DPA