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US-Bundesstaat Alabama: Hier kommt ein Senatskandidat zum Wahllokal

Selten wurde einer Nachwahl für den Senat in den USA so entgegengefiebert. Aber in Alabama steht mit Roy Moore ein höchst kontroverser Republikaner zur Wahl. Und das ist nicht der einzige Spannungsfaktor.

Es wirkt kurios, ist für Republikaner Roy Moore aber durchaus normal: Hoch zu Ross kam er zum Wahllokal in Alabama

Es wirkt kurios, ist für Republikaner Roy Moore aber durchaus normal: Hoch zu Ross kam er zum Wahllokal in Alabama

Hochspannung in Alabama: Nach Beginn der Senatswahl in dem Südstaat hat US-Präsident Donald Trump noch einmal um Stimmen für den umstrittenen Republikaner geworben. Moore werde immer mit den Republikanern stimmen, schrieb Trump am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Sein Gegenkandidat Doug Jones mache sich für Abtreibung stark, sei gegen die Mauer an der Grenze zu Mexiko und schlecht für Waffenbesitzer und Veteranen.

Bei der wegweisenden Abstimmung ging es darum, wer künftig im Senat vertreten wird: Moore oder der Demokrat Doug Jones. Für die Republikaner stand viel auf dem Spiel. Verliert Moore, schrumpft ihre ohnehin knappe Senatsmehrheit auf nur eine Stimme. Der Kandidat ist wegen seiner extremen Positionen aber selbst in den eigenen Reihen umstritten. Mehrere Frauen beschuldigen ihn zudem, sie in den siebziger und achtziger Jahren sexuell belästigt zu haben. Eine von ihnen war damals erst 14 Jahre alt. Moore weist die Anschuldigungen zurück.

Knappes Rennen zwischen Roy Moore und Doug Jones

Mehrere in Washington waren auf Distanz zu dem heute 70-Jährigen gegangen. Trump erklärte dagegen nach anfänglicher Zurückhaltung seine Unterstützung für Moore. Er malte als Konsequenz einer Niederlage negative Auswirkungen für seine politische Agenda an die Wand.

In einer kurz vor der Wahl erschienenen Umfrage der Monmouth Universität kamen beide Kandidaten auf je 46 Prozent der Stimmen. In einigen Erhebungen lag Moore vorne, in anderen .

Nachwahl in Alabama wurde nötig

Die Nachwahl in Alabama war durch den Wechsel des früheren Senators Jeff Sessions an die Spitze des Justizministeriums notwendig geworden. Eigentlich ist der Staat mit seinen rund 4,8 Millionen Einwohnern ein traditionell sicheres Rennen für die Republikaner.

Vermeintliches Kuriosum am Rande der Wahl: Der konservative Moore kam gemeinsam mit seiner Frau Kayla per Pferd zu seinem Wahllokal im Dorf Gallant. Dass derartige Auftritte des Republikaners jedoch nicht allzu ungewöhnlich sind, zeigt das stern-Porträt über Roy Moore.


wue/DPA