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Amtsantritt für Norwegens Ex-Ministerpräsident: Stoltenberg ist neuer Nato-Generalsekretär

Jens Stoltenberg tritt heute seinen Posten als neuer Generalsekretär der Nato an. Der 55-Jährige folgt auf den Dänen Anders Fogh Rasmussen - und bekam schon vorab Lob von US-Präsident Barack Obama.

Der Norweger Jens Stoltenberg (r.) tritt als Nator-Generalsekretär in die Fußstapfen von Anders Fogh Rasmussen.

Der Norweger Jens Stoltenberg (r.) tritt als Nator-Generalsekretär in die Fußstapfen von Anders Fogh Rasmussen.

Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg tritt seinen Posten im Brüsseler Hauptquartier der Militärallianz an. Der 55-jähre ehemalige norwegische Ministerpräsident ist damit der Nachfolger des Dänen Anders Fogh Rasmussen, der seit 2009 ziviler Chef des Bündnisses war.

Einen besseren Mann hätte man für die Nato nicht finden können, sagte US-Präsident Barack Obama im März, als Stoltenberg von den 28 Nato-Regierungen zum künftigen Generalsekretär bestimmt wurde. Der Sozialdemokrat gilt als ruhig, besonnen und verständnisvoll. Eine breite internationale Öffentlichkeit erlebte das, als die Anschläge des Massenmörders Anders Behring Breivik in Oslo und auf Utøya im Sommer 2011 Norwegen erschütterten. In einer einfühlsamen Rede appellierte Stoltenberg damals unter Tränen an den Zusammenhalt der Menschen. Er spendete Trost, hörte zu, warb dafür, niemanden aus der Gesellschaft auszuschließen.

Schon als Jugendlicher politisch aktiv

Politisch aktiv war der Sohn des früheren Außenministers und Botschafters Thorvald Stoltenberg schon als Teenager. Mit 14 trat er der Arbeiterpartei bei, mit 20 saß er im Vorstand der Jugendorganisation der Sozialdemokraten. Später wurde er Wirtschaftsminister, dann Finanzminister, im Jahr 2000 zum ersten Mal Ministerpräsident - mit nur 41 Jahren. Am Ende wurden es - mit Unterbrechungen - fast zehn Jahre an der Spitze Norwegens.

Dass er 2013 die Wahl gegen die Konservative Erna Solberg verlor, lag nicht an seiner schwindenden Beliebtheit, die Norweger wollten einfach einen Wechsel. Stoltenberg, Vater zweier Kinder, trug es mit Fassung.

kup/DPA / DPA