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Ankara: Bombenanschlag in Touristenviertel

Bei einem Bombenanschlag in einem Touristenviertel von Ankara sind fünf Menschen getötet worden. Der türkische Ministerpräsident sprach sichtlich erschüttert von einer bösartigen, unbarmherzigen Terrorattacke.

Vier Türken und ein Pakistaner seien getötet, mehr als 60 Menschen verletzt worden. Einem TV-Bericht zufolge nahm die Polizei sieben Verdächtige fest. Durch die Wucht der Explosion am Eingang barsten die Scheiben der Anafartalar-Einkaufspassage in der türkischen Hauptstadt. Fernsehbilder zeigten eine Leiche auf der Straße vor dem Gebäude, Rettungswagen eilten zum Ort des Geschehens und transportierten blutüberströmte Opfer ab. Die Polizei evakuierte die Gegend und sperrte sie weiträumig ab. Die Detonation ereignete sich im vor allem wegen seiner Basare beliebten Bezirk Ulus.

In jüngerer Vergangenheit haben verschiedene Extremistengruppen Bombenanschläge in türkischen Städten verübt. Vergangenes Jahr erschütterte eine Anschlagsserie kurdischer Aufständischer türkische Ferienorte, mehr als ein Dutzend Menschen starben. 2003 wurden bei Anschlägen in Istanbul, die Al-Kaida-Muslimextremisten zugeschrieben wurden, 32 Menschen getötet. Wenige Tage zuvor hatten sich Selbstmordattentäter mit ihren Autos vor zwei Synagogen der Stadt in die Luft gesprengt und 30 Menschen mit in den Tod gerissen.

AP / AP