Ukraine-Krieg
Ukraine: Moskau ignoriert Selenskyjs Waffenruhe-Vorstoß

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, Kiews Vorstoß zu einer Waffenruhe zu ignorieren. (Archivbild) Foto:
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, Kiews Vorstoß zu einer Waffenruhe zu ignorieren. (Archivbild) Foto
© Hannes P. Albert/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Für die Nacht zum Mittwoch hatte die Ukraine einseitig den Beginn einer Waffenruhe angekündigt. Nun wirft Kiew Moskau vor, seine Angriffe nicht eingestellt zu haben.

Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe hat Kiew Moskau vorgeworfen, seine Angriffe fortgesetzt zu haben. Moskau habe einmal mehr einen realistischen und fairen Aufruf, die Feindseligkeiten zu beenden, ignoriert, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Russische Angriffe mit 108 Drohnen und drei Raketen dauerten ihm zufolge die ganze Nacht an. Russland habe die von der Ukraine initiierte Waffenruhe verletzt.

Das zeige, dass Russland Frieden ablehne, argumentierte Sybiha. Er sprach von einem vorgetäuschten Aufruf Russlands zu einer Feuerpause am 9. Mai, die nichts mit Diplomatie zu tun habe. Kremlchef Wladimir Putin interessiere sich nur für Militärparaden, nicht für Menschenleben, schrieb Sybiha. Er forderte mehr Druck auf Russland.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Beginn der Feuerpause auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau zunächst nicht kommentiert. Selenskyj hatte gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte.

dpa

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos