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Anschlag auf Fußballfans: Erste Festnahmen in Uganda

Sie wollten noch einmal ein Fußballfest feiern, zum Ende der WM. Doch dann explodierten Bomben und brachten Tod und Zerstörung nach Uganda. Inzwischen wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

Nach dem Terroranschlag islamischer Extremisten in Kamapala mit über 70 Toten haben ugandische Sicherheitskräfte mehrere Verdächtige festgenommen. Das berichtete die ugandische Zeitung "Daily Monitor" am Dienstag. Polizeisprecher wollten den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Der britische Rundfunksender BBC berichtete am Dienstag, dass die Polizei im Zuge der Ermittlungen in einem Vorort Kampalas einen noch nicht fertig gestellten Sprengkörper gefunden habe. In der ugandischen Hauptstadt findet in Kürze das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) statt.

Bei den Sprengstoffanschlägen auf einen Sportclub und ein äthiopisches Restaurant, wo sich zahlreiche Besucher zum Public Viewing des WM-Finales versammelt hatten, waren am späten Sonntagabend 74 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. Am Montag hatte sich die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz aus Somalia zu dem Anschlag bekannt.

Mehrere ugandische Oppositionspolitiker forderten nach dem Anschlag ein Ende des militärischen Engagement des ostafrikanischen Landes in Somalia. "Wir bitten die Regierung, unsere Truppen zurückzuziehen", sagte Boniface Toterebuka vom Forum für demokratischen Wandel (FDC).

Uganda und Burundi stellen gemeinsam das Kontingent der gut 5000 Friedenstruppen der AU in Somalia. Die Friedenstruppen wurden in der Vergangenheit wiederholt Ziel voin Selbstmordanschlägen. Mit dem Anschlag in Kampala machte Al-Shabaab erstmals die Drohung wahr, auch Länder anzugreifen, die die somalische Übergangsregierung aktiv unterstützen.

DPA / DPA