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Anschlag fehlgeschlagen Terroristen wollten Frachter im Suez-Kanal sprengen


Auf den Suez-Kanal in Ägypten ist ein Anschlag verübt worden. Ein Terrorist hat mit einem Angriff auf ein Containerschiff versucht, den wichtigen Seehandelsweg zu blockieren. Es gab zwei Explosionen.

Im ägyptischen Suez-Kanal ist nach Angaben der Betreiberbehörde ein Anschlagsversuch auf ein Schiff fehlgeschlagen. In einer Erklärung hieß es, ein Terrorist habe am Samstag durch einen Angriff auf ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff den wichtigen Seehandelsweg blockieren wollen. Er sei jedoch "vollkommen gescheitert". Weder das Schiff, noch seine Fracht seien beschädigt worden. Allerdings gab es Berichte, wonach zwei starke Explosionen an Bord des Schiffs zu hören gewesen seien.

Angesichts eines von den USA und anderen Staaten angekündigten Militärangriffs gegen Syrien ist der strategisch wichtige Suezkanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, von besonderer Bedeutung. Die US-Streitkräfte verstärkten ihre Präsenz im östlichen Mittelmeer. Fünf mit Tomahawk-Marschflugkörpern bestückte Zerstörer und ein Kriegsschiff mit hunderten Marineinfanteristen an Bord kreuzen vor der syrischen Küste.

Sinai als Rückzugsgebiet von Islamisten

Die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena meldete unterdessen, der Verantwortliche für die Tötung von 25 Polizisten auf der Sinai-Halbinsel am 19. August sei zusammen mit weiteren "Terroristen" in der Stadt al-Arisch festgenommen worden. Adel Mohammed Ibrahim war bereits in Abwesenheit zum Tod verurteilt worden.

Am 19. August hatten mutmaßliche Islamisten zwei Polizeibusse auf dem Weg zum Kontrollposten Rafah an der Grenze zum Gazastreifen mit Panzerfäusten angegriffen.

Die ägyptische Polizei hat in den vergangenen Tagen ihre Präsenz im Nordsinai entlang dem Suez-Kanal verstärkt. Die mehrheitlich von Beduinen bevölkerte Wüstenregion gilt als Rückzugsgebiet zahlreicher bewaffneter Islamisten.

Ausgangssperre

Die ägyptische Regierung hat die nach den blutigen Unruhen von Mitte August verhängte Ausgangssperre weiter gelockert. Außer am Freitag werde das Ausgehverbot nun in Kairo und in 13 Provinzen um zwei Stunden verkürzt, teilte die Regierung am Samstag mit. Ab sofort gelte sie nur noch zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens.

Die ohnehin angespannte Lage in Ägypten seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi war Mitte August nach der gewaltsamen Räumung von zwei Protestlagern der Muslimbrüder in Kairo eskaliert. An dem Tag sowie bei Protesten in den folgenden Tagen wurden mehr als 900 Menschen getötet.

tib/AFP AFP

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