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Aufstände im Jemen Die USA sind schuld


Auch im Jemen protestieren die Menschen gegen die Regierung. Präsident Ali Abdallah Saleh hat die Gouverneure der betreffenden Regionen entlassen. Die Schuld an den Auftsänden gibt Saleh bisherigen Verbündeten - den USA.

Nach Protesten gegen die Führung des Landes hat Jemens Präsident Ali Abdallah Saleh die Gouverneure von fünf Provinzen entlassen. Betroffen seien vier Verantwortliche im Süden und ein weiterer im Westen des Landes, hieß es am Dienstag aus Regierungskreisen in der Hauptstadt Sanaa. Dabei handle es sich um die Gouverneure der Provinzen Aden, Hadramut, Abjan, Lahadsch und Hodeida.

Die fünf Regionen waren in den vergangenen Wochen Schauplätze heftiger Proteste gegen den seit 32 Jahren regierenden Saleh gewesen. Nachfolger für die entlassenen Gouverneure wurden den Angaben zufolge zunächst nicht benannt.

Die Schuld an den Aufständen in seinem Land gibt Salih seinen bisherigen Verbündeten, den USA: "Sie (die Proteste) werden vom Weißen Haus gesteuert, und das Kontrollzentrum für die Destabilisierung der arabischen Welt ist in Tel Aviv." Möglicherweise will Salih mit dieser außenpolitischen Kehrtwende sein politisches Überleben sicherstellen. Denn viele Kritiker werfen ihm vor, er pflege zu enge Kontakte zu Washington.

Die Nachrichtenwebsite "News Yemen" meldete, am Dienstag habe es erneut Anti-Salih-Demonstrationen in den Städten Sanaa und Tais gegeben. Dem Bericht zufolge schlossen sich in Sanaa auch mehrere Offiziere den Protesten an.

Die Protestaktionen gegen Salih und seine Regierung waren in den vergangenen drei Wochen immer größer geworden. Der seit 1978 amtierende Präsident hatte darauf mit der Ankündigung reagiert, er wolle 2013 nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Später bot er die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit an. Beides wurde jedoch von der Opposition abgelehnt. Den Demonstranten, die seit Wochen vor der Universität von Sanaa protestieren, hatten sich in den vergangenen Tagen auch mehrere Oppositionsparteien und einige Stammesführer angeschlossen.

mm/AFP/DPA DPA

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