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+++ Aufruhr in der arabischen Welt +++: Libyen: Aufständische nehmen angeblich Soldaten als Geiseln

Aus Tripolis gibt es erste friedliche Anzeichen. In anderen arabischen Ländern gab es nach den Freitagsgebeten blutige Proteste. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

+++ 21.45 Uhr: Libysche Aufständische erreichen Adschdabija +++

Libysche Aufständische erreichen einem Bericht des Fernsehsenders "Al Dschasira" zufolge die Stadt Adschdabija. Sie hätten viele Soldaten der Regierungstruppen als Geiseln genommen, hieß es.

+++ 19.33 Uhr: Kanadier leitet Nato-Einsatz +++

Der Nato-Einsatz über Libyen soll von einem Kanadier befehligt werden. Das Bündnis habe Generalleutnant Charles Bouchard mit der Leitung der Mission beauftragt, teilte das Verteidigungsministerium in Ottawa mit. Der Luftwaffen-Offizier, der früher Kampfhubschrauber flog, war bislang Vize des Nato-Hauptkommandos in Neapel, das für den gesamten Mittelmeerraum verantwortlich ist. Bouchard, in der französischsprachigen Provinz Quebec aufgewachsen, hatte innerhalb der kanadischen Luftwaffe mehrere hochrangige Aufgaben inne. Vor seiner Nato-Verwendung war er stellvertretender Kommandeur der nordamerikanischen Luftverteidigung Norad in Colorado Springs. Kanada hat sechs CF-18-Jagdbomber und eine Fregatte ins Mittelmeer geschickt, um sich an der Durchsetzung der UN-Resolution gegen Libyen zu beteiligen.

+++ 18.33 Uhr: Tripolis will Friedensplan umsetzen +++

Die libysche Regierung ist nach eigenen Angaben bereit zur Umsetzung eines Friedensplans der Afrikanischen Union (AU). Vertreter Libyens sagten bei einem Treffen am Sitz der Organisation in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ihre Regierung akzeptiere den AU-Plan zur Beendigung der Kämpfe in Libyen. Dieser Plan diene der friedlichen und demokratischen Umsetzung der Wünsche des libyschen Volkes, hieß es in der Rede der libyschen Delegation, die der Presse verteilt wurde. Die AU versucht seit Freitagmorgen hinter geschlossenen Türen, eine politische Lösung des Konflikts in Libyen zu finden. An der Sitzung nimmt eine große Delegation der libyschen Regierung teil, nicht aber Vertreter der Rebellen. Zudem sind Vertreter der UNO, der EU, der Arabischen Liga und der Konferenz der Islamischen Staaten beteiligt. Die Beratungen stützen sich auf einen Plan, den ein Komitee von fünf afrikanischen Staatschefs ausgearbeitet hat.

+++ 17.58 Uhr: Malier demonstrieren für Gaddafi +++

In der Hauptstadt des afrikanischen Staates Mali, Bamako, demonstrieren Tausende Menschen für Gaddafi. Vor der französischen Botschaft rufen einige "Mörder Sarkozy". Sie wenden sich damit gegen Luftangriffe auf Liyben, an denen französische Kampfflugzeuge beteiligt sind.

+++ 17.50 Uhr: Libyische Raffinerien arbeiten wieder +++

Nach einem Bericht des amtlichen libyschen Fernsehsenders sind mehrere Raffinerien des Landes wieder in Betrieb. Die Treibstoffreserven reichten aus.

+++ 17.07 Uhr: Hundert Verletzte bei Gewalt gegen Demonstranten +++

In Jordanien sind bei einem Polizeieinsatz gegen demonstrierende Regierungsgegner mindestens hundert Menschen verletzt worden. Die Sicherheitskräfte setzten in Amman Wasserwerfer ein, um die Kundgebung aufzulösen, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija. Die hauptsächlich jugendlichen Demonstranten hatten am Vortag mit einer Dauer-Besetzung des Nasser-Platzes in Amman begonnen, um den Rücktritt von Ministerpräsident Maruf Bachit zu erzwingen.

+++ 15.58 Uhr: Sicherheitskräfte töten 20 Demonstranten in Syrien +++

Syrische Sicherheitskräfte haben einem Medienbericht zufolge erneut Demonstranten getötet. Mindestens 20 Menschen seien in der Ortschaft Sanamein im Süden des Landes erschossen worden, berichtete der Fernsehsender Al-Dschasira unter Berufung auf einen Augenzeugen am Freitag.

+++ 15.26 Uhr: Schiitische Predigt in Bahrain +++

Tausende Menschen haben im Golfstaat Bahrain an einem Gebet des einflussreichen schiitischen Geistlichen Issa Kassim teilgenommen. Nach den Freitagsgebeten gab es zunächst aber keine Proteste gegen die sunnitische Staatsführung. Regierungsgegner hatten erneut zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. In Bahrain, wo 60 Prozent der Bevölkerung Schiiten sind, herrscht der Ausnahmezustand. Alle Protestaktionen sind verboten. Viele Oppositionelle verlangen von der Herrscherfamilie die Umwandlung des Staates in eine konstitutionelle Monarchie. Die Regierung beschuldigte unterdessen die vom Iran gestützte Organisation Hisbollah, hinter den Unruhen in dem Inselstaat zu stecken.

+++ 15.19 Uhr: Schweden wird sich an Libyen-Einsatz beteiligen +++

Schweden wird sich wahrscheinlich am Militäreinsatz in Libyen beteiligen. Außenminister Carl Bildt sagte am Rande des EU-Gipfels in Brüssel, er rechne mit einer entsprechenden Anfrage bei der in London geplanten Libyen-Konferenz Anfang kommender Woche in London.

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte zuvor mehrfach erklärt, die Beteiligung seines allianzfreien Landes sei von einer "klaren Kommandostruktur" abhängig.

Nach der Einigung auf ein gemeinsames Nato-Kommando schließe er nun weder humanitäre noch militärische Einsätze aus, sagte Reinfeldt. Als wahrscheinlich gilt die Entsendung von schwedischen Kampfflugzeugen des Typs JAS Gripen. Die Mehrheit im Reichstag für einen entsprechenden Beschluss gilt als sicher.

+++ 15.13 Uhr: Demonstranten in syrischer Stadt Daraa getötet +++

Bei einer Demonstration nahe der südsyrischen Stadt Daraa sind nach Angaben eines Bürgerrechtlers mehrere Menschen getötet worden. Der Demonstrationszug sei in Richtung der Stadt gezogen, als das Feuer auf die Teilnehmer eröffnet worden sei, sagte der Aktivist.

+++ 15.04 Uhr: Katar steigt in Libyen-Einsatz ein +++

Katar ist als erstes arabisches Land aktiv in den internationalen Militäreinsatz in Libyen eingestiegen. Wie die katarische Armee am Freitag erklärte, überflogen mehrere ihrer Kampfflugzeuge das nordafrikanische Land. Dies sei im Zuge der "Teilnahme an der internationalen Koalition" erfolgt, die eine Flugverbotszone über Libyen durchsetze und die libyschen Zivilisten schütze, hieß es in der kurzen Erklärung nach Angaben der Nachrichtenagentur QNA. Angaben über den genauen Zeitpunkt sowie die Zahl der an dem Einsatz beteiligten Flugzeuge machte das Militär nicht.

Neben Katar hatten auch die Vereinigten Arabischen Emirate angekündigt, sich mit zwölf Kampfflugzeugen an dem Einsatz auf der Grundlage einer UN-Resolution zu beteiligen. Das Außenministerium in Abu Dhabi erklärte laut der Nachrichtenagentur Wam, der Einsatz werde "in den kommenden Tagen" beginnen.

+++ 15.03 Uhr: Sarkozy beansprucht Einsatz-Führung für sich +++

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will die politische Führung des Militäreinsatzes gegen Libyens Machthaber Muammar Gaddafi nicht aus der Hand geben. Die Maschinerie der Nato werde künftig zwar genutzt, die politische Koordination bleibe aber auf höchster Ebene bei den elf am Einsatz beteiligten Staaten angesiedelt, erklärte Sarkozy am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Schließlich engagierten sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, die nicht von der Nato kommandiert werden könnten. "Das würde sonst Gaddafi in die Hände spielen, wenn die Nato das Kommando übernähme und es keine Koalition mehr gäbe", sagte Sarkozy.

+++ 13.31 Uhr: 30 Verletzte bei Zusammenstößen in Amman +++

Bei einem Angriff von Regimeanhängern auf eine Pro-Demokratie-Kundgebung sind in der Nacht zum Freitag in der jordanischen Hauptstadt Amman 30 Demonstranten verletzt worden. Die Regimeanhänger warfen Steine gegen die Kundgebungsteilnehmer, die sich nicht zur Wehr setzten, berichteten Augenzeugen. Später kamen in Amman Tausende Regierungsanhänger zu einer Kundgebung zusammen.

+++ 13.01 Uhr: Jemens Salih will nicht mit Opposition reden +++

Vor drohenden Zusammenstößen zwischen Regimeanhängern und Oppositionellen hat der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih am Freitag seine Rücktrittsbereitschaft signalisiert, einen Dialog mit der Opposition aber ausgeschlossen. Auch blieben die Umstände der von ihm angesprochenen Amtsübergabe unklar. "Ich bin bereit, die Macht abzugeben, aber nur in sichere Hände", sagte Salih in einer Ansprache vor seinen Anhängern. Der Opposition traue er nicht, diese stelle eine "kleine Minderheit von Drogenhändlern" dar.

Die Opposition hatte für Freitag zu einer Massenkundgebung unter dem Motto "Tag des Abschieds" aufgerufen. In Sanaa versammelten sich jeweils Zehntausende Regimegegner und Anhänger des Präsidenten. Augenzeugen beschrieben die Lage als äußerst gespannt.

+++ 12.57 Uhr: Sicherheitskräfte lösen Proteste auf +++

In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Sicherheitskräfte Augenzeugen zufolge Proteste gegen die Regierung aufgelöst und Dutzende Demonstranten festgenommen. Nach den Freitagsgebeten waren Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den im Süden des Landes getöteten Demonstranten zum Ausdruck zu bringen. "Wir opfern unser Blut, unsere Seele für Euch in Deraa", riefen sie in Sprechchören.

In Deraa zogen Augenzeugen zufolge Tausende Menschen in einem Trauermarsch durch die Stadt. Sie forderten einen demokratischen Wandel im Land, das seit rund 40 Jahren im autoritären Stil von der Familie Assad regiert wird. Auch aus den umliegenden Dörfern hätten sich Hunderte Menschen in einem Protestmarsch auf den Weg nach Deraa gemacht, berichteten Augenzeugen.

+++ 12.21 Uhr: Assad-Anhänger fahren durch Damaskus +++

Rund tausend Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sind am Freitag mit ihren Autos durch Damaskus gefahren, um für den Staatschef zu demonstrieren. Sie schwenkten syrische Fahnen und riefen: "Das ist das Syrien von Al-Assad!", berichteten Augenzeugen. In der südlichen Stadt Daraa wollten tausende Menschen erneut für einen demokratischen Wandel demonstrieren. Dort waren zur Wochenmitte Dutzende Oppositionelle von Sicherheitskräften getötet worden. Journalisten wurden am Freitag nicht nach Daraa gelassen.

+++ 12.19 Uhr: Keine Beweise für zivile Opfer +++

Der britische Außenminister William Hague erklärt, es lägen keine Beweise dafür vor, dass es Opfer unter der Zivilbevölkerung durch Luftangriffe der internationalen Militärkoalition gegeben habe.

+++ 11.31 Uhr: Zehntausende versammeln sich zu Massenprotesten im Jemen +++

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben sich am Freitag zehntausende Menschen zu geplanten Massenprotesten gegen Präsident Ali Abdallah Saleh versammelt. Zahlreiche Polizisten und regierungstreue Soldaten positionierten sich in Sanaa. Saleh mobilisierte seinerseits tausende Anhänger, die nahe des Präsidentenpalasts eintrafen. Die vor allem jugendlichen Demonstranten harren seit Wochen vor der Universität aus und fordern den Rücktritt Salehs. Für Freitag riefen sie zu Massenprotesten auf und wollten unter anderem zum Präsidentenpalast marschieren

+++ 11.29 Uhr: Westerwelle alarmiert über Vorgehen Syriens +++

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich "alarmiert" über die jüngsten Entwicklungen in Syrien gezeigt. "Wir verurteilen die massive Gewalt der syrischen Führung gegen friedliche Demonstranten", sagte Westerwelle am Freitag in Berlin. Dies müsse "unverzüglich" beendet werden. Die Regierung in Damaskus müsse dafür sorgen, dass die "grundlegenden Menschen- und Bürgerrechte sowie rechtsstaatliche Prinzipien" eingehalten würden. "Stabilität entsteht nicht durch Gewalt, sondern nur im Dialog und durch die Umsetzung von Reformen." Er nehme "erste zaghafte Schritte" der syrischen Regierung zur Kenntnis, auf die Demonstranten zuzugehen, es komme aber jetzt auf "belastbare Taten" an, sagte Westerwelle.

+++ 11.28 Uhr: Nato will gesamten Militäreinsatz übernehmen +++

Die Nato will schon in wenigen Tagen den gesamten Militäreinsatz in Libyen leiten. "Wir prüfen, ob wir eine größere Rolle übernehmen können, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu am Freitag in Brüssel. "Ich erwarte eine Entscheidung darüber in den nächsten Tagen." Diplomaten sagten ergänzend, die Nato wolle am Sonntag beschließen, nicht nur die Flugverbotszone zu kontrollieren. Vielmehr werde dann die gesamte Militäroperation von der Nato übernommen. Damit werde die westliche "Koalition" de facto zu bestehen aufhören. Ein Leitungsgremium, in dem alle an der Operation beteiligten Staaten vertreten sind, werde weiterhin bestehen und die Nato politisch beraten. Die Nato hatte am späten Donnerstagabend zunächst nur beschlossen, die Flugverbotszone zu kontrollieren.

+++ 10.52 Uhr: Neue Proteste in Syrien erwartet +++

In Syrien wurden am Freitag neue Demonstrationen für Demokratie und Bürgerrechte erwartet. In Daraa, dem Schauplatz blutiger Angriffe der syrischen Sicherheitskräfte auf Demonstranten, und in anderen Landesteilen riefen die Prediger in den Moscheen zu einem "Tag der Würde" auf. Auch über die Internet-Plattform Facebook verbreiteten Menschenrechtsaktivisten einen entsprechenden Aufruf.

Die Proteste sollen nach dem traditionellen Freitagsgebet am Mittag stattfinden. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad hatte am Vortag Zugeständnisse wie die Aufhebung des seit 1963 geltenden Ausnahmezustands in Aussicht gestellt. Von der syrischen Opposition wurde dies allerdings skeptisch beurteilt. Bei Kundgebungen in Daraa waren zur Wochenmitte Dutzende Menschen getötet worden.

+++ 10.13 Uhr: Emirate beteiligen sich an Militäraktion +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beteiligen sich als zweites arabisches Land an der internationalen Militäraktion zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen. Der Golfstaat entsendet insgesamt zwölf Kampfflugzeuge zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen, teilte Außenminister Scheich Abdullah bin Said am Freitag in einer Presseerklärung mit.

Die jeweils sechs Flugzeuge von den Typen F-16 und Mirage würden sich an Patrouillenflügen zur Überwachung des von den Vereinten Nationen verhängten Flugverbots beteiligen, fügte er hinzu. Als erstes arabisches Land hatte das Emirat Katar kurz nach Verabschiedung der UN-Resolution vor einer Woche seine Teilnahme an der Militäraktion angekündigt.

+++ 10.05 Uhr: 30 Verletzte bei Zusammenstößen in Amman +++

Bei einem Angriff von Regimeanhängern auf eine Pro-Demokratie-Kundgebung sind in der Nacht zum Freitag in Amman 30 Demonstranten verletzt worden. Die Regimeanhänger warfen Steine gegen die Kundgebungsteilnehmer, die sich nicht zur Wehr setzten, berichteten Augenzeugen. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein. Die hauptsächlich jugendlichen Demonstranten hatten am Donnerstag auf dem Nasser-Platz in Amman ihre Zelte aufgestellt, um mit einer Besetzung des Platzes den Rücktritt von Ministerpräsident Maruf Bachit zu erzwingen.

Die jungen Leute gehören keiner der in Jordanien tätigen Parteien oder politischen Gruppierungen an. Sie haben sich über Internet-Plattformen wie Facebook organisiert, um Neuwahlen unter demokratischen Bedingungen zu verlangen.

+++ 9.39 Uhr: Neue Angriffe auf Stellungen nahe Tripolis +++

Das westliche Bündnis hat seine Angriffe gegen Militäreinrichtungen des libyschen Regimes fortgesetzt. Im Süden der Hauptstadt Tripolis waren am Freitag laute Explosionen zu hören. Ein libyscher Militärsprecher erklärte, dass "mehrere zivile und militärische Einrichtungen in Tripolis" bombardiert wurden. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Der US-Sender CNN berichtete, Kampfjets hätten am frühen Freitag Stellungen in den Außenbezirken der Hauptstadt Tripolis bombardiert. Kurzfristig habe es Gegenfeuer der Luftabwehr gegeben, das dann aber wieder aufgehört habe. Ein französisches Kampfflugzeug hat nach Angaben des Generalstabs in Paris in der Nacht zum Freitag eine libysche Artilleriestellung zerstört. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.

+++ 9.16 Uhr: Kampflugzeuge greifen Ziele bei Adschdabija an +++

Französische und britische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Freitag Fahrzeuge und ein Artilleriegeschütz der libyschen Truppen bei Adschdabija angegriffen. Ein Jagdflugzeug habe am Stadtrand von Adschdabija ein Artilleriegeschütz zerstört, sagte der französische Generalstabschef Edouard Guillaud dem Sender France Info.

Britische Tornado-Flugzeuge hätten mehrere Raketen auf gepanzerte Fahrzeuge der libyschen Truppen abgefeuert, die die Zivilbevölkerung von Adschdabija im Osten des Landes bedroht hätten, erklärte der britische Verteidigungsminister Liam Fox in London. Es habe sich um einen "koordinierten Raketenangriff auf die Armeeeinheiten" von Machthaber Muammar el Gaddafi gehandelt, um die UN-Resolution 1973 durchzusetzen. Seit Samstag fliegt eine von Frankreich, Großbritannien und den USA angeführte Militärallianz Luftangriffe gegen militärische Stellungen von Libyens Machthaber Gaddafi.

+++ 8.44 Uhr: Syrische Opposition bleibt misstrauisch +++

Die syrische Opposition reagierte skeptisch auf Reformankündigung des Präsidenten. Echte Reformen seien nicht zu erwarten, hieß es in den Internet-Foren der Regimegegner. Allerdings bestätigten Menschenrechtler, dass seit Donnerstag tatsächlich, wie angekündigt, mehrere Aktivisten freigelassen wurden, die in den vergangenen Tagen festgenommen worden waren.

Präsident Baschar al-Assad hatte nach einem Bericht der britischen BBC die Freilassung aller während der jüngsten Unruhen festgenommenen Demonstranten angekündigt. Dies sei am Abend im staatlichen Fernsehen verkündet worden. Zuvor hatte die syrische Führung umfassende Reformen ins Aussicht gestellt. So werde geprüft, den seit Jahrzehnten geltenden Ausnahmezustand zu beenden.

+++ 8.19 Uhr: Assad verspricht Freilassung inhaftierter Demonstranten +++

In Syrien geht das Regime auf weitere Forderungen der Demonstranten ein. Präsident Baschar al-Assad hat nach einem Bericht der britischen BBC die Freilassung aller während der jüngsten Unruhen festgenommenen Demonstranten angekündigt. Dies sei am Abend im staatlichen Fernsehen verkündet worden, berichtete die BBC am Freitag. Die Opposition hatte zuvor bereits zu neuen Protesten nach dem Freitagsgebeten aufgerufen.

+++ 5.18 Uhr: Niebel wirft Militärallianz gegen Libyen Heuchelei vor +++

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat der internationalen Militärallianz Heuchelei im Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar el Gaddafi vorgeworfen. Es sei "bemerkenswert, dass gerade die Nationen munter in Libyen bomben, die noch Öl von Libyen beziehen", sagte Niebel am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Deutschland dagegen wolle offenbar als einziges Land einen absoluten Öl-Boykott.

Niebel wies auch den Vorwurf zurück, bei der Enthaltung Deutschlands zur UN-Resolution habe es sich um ein Wahlkampfmanöver gehandelt. Eine Enthaltung sei im Wahlkampf viel schwieriger zu vertreten als eine Zustimmung, sagte der Minister. Die deutsche Position sei aber richtig, da im Vorfeld "nicht alle nichtmilitärischen Möglichkeiten ausgeschöpft worden" seien. Zudem gebe es keine politische Strategie für ein Libyen ohne Gaddafi.

+++ 3.33 Uhr: USA verurteilen "brutale Unterdrückung" in Syrien +++

Die USA verurteilen das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Syrien. Regierungssprecher Jay Carney sprach von "brutaler Unterdrückung". Er ging allerdings nicht auf die Reformankündigungen von Präsident Baschar al-Assad ein. "Die Vereinigten Staaten verurteilen scharf die brutale Repression der syrischen Regierung, besonders die Gewalt und das Töten von Zivilisten durch Sicherheitskräfte", sagte Carney.

swd/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(