Daraa

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Atif Nadschib beim Prozessbeginn am 26. April

Syrien: Gericht wirft Ex-Geheimdienstvertreter Nadschib Kriegsverbrechen vor

Ein Gericht in Syrien hat einem ranghohen Verantwortlichen aus dem Apparat des ehemaligen Machthabers Baschar al-Assad "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bei der Niederschlagung friedlicher Proteste im Jahr 2011 vorgeworfen. "Sie waren die höchste Autorität in der Provinz Daraa und sind direkt verantwortlich dafür, Befehle zum Töten, Verhaften und Foltern gegeben zu haben", sagte Richter Fachr al-Din al-Arjan am Sonntag an den Angeklagten Atif Nadschib gewandt.
Die syrische Flagge

Prozess gegen früheren Assad-Verantwortlichen beginnt in Syrien

In Syrien beginnt am Sonntag der erste Prozess gegen einen ranghohen Verantwortlichen aus der Regierungszeit des Ende 2024 gestürzten Machthabers Baschar al-Assad. Vor Gericht verantworten muss sich der frühere Geheimdienstchef der südsyrischen Provinz Daraa, Atif Nadschib. Der Assad-Cousin wird für das gewaltsame Niederschlagen von Protesten im Jahr 2011 verantwortlich gemacht. Daraa war damals Ausgangspunkt der regierungskritischen Proteste, deren Niederschlagung zum Bürgerkrieg in Syrien führten.
Lastwagen mit Beduinen verlässt Suwaida

Syrien: Beduinenfamilien aus von Drusen zurückeroberter Stadt Suwaida evakuiert

Nach der Rückeroberung der südsyrischen Stadt Suwaida durch die religiöse Minderheit der Drusen haben die syrischen Behörden mit der Evakuierung von Beduinenfamilien aus dem Ort begonnen. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, fuhren ein Buskonvoi und weitere Fahrzeuge in Suwaida ein, die anschließend Zivilisten aus der Stadt brachten, darunter Frauen und Kinder. Der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge wurden 1500 Angehörige von Beduinenstämmen evakuiert. 
Pufferzone zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen

Israel reagiert nach Beschuss aus Syrien mit Gegenangriffen im Süden des Nachbarlandes

Nach Beschuss aus Syrien hat Israel mit Gegenangriffen im Süden des Nachbarlandes reagiert. Die israelische Armee erklärte, als Reaktion auf das Eindringen zweier Geschosse auf israelisches Territorium in der Nacht zu Mittwoch Luftangriffe im Süden Syriens geflogen zu haben. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz machte die syrische Übergangsregierung für den Beschuss verantwortlich. Diese wies jegliche Verantwortung zurück und wertete den Beschuss auf Israel als "Versuch, die Region zu destabilisieren".