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Ex-US-Präsident Obama lädt zur großen Geburtstagssause – Hunderte Gäste erwartet

Barack Obama, früherer US-Präsident (2009 – 2017)
Barack Obama, früherer US-Präsident (2009 – 2017)
© Elijah Nouvelage / AFP
Der frühere US-Präsident Barack Obama plant offenbar eine große Feier anlässlich seines 60. Geburtstags. Hunderte Gäste sollen kommen. Dabei sah sich die US-Gesundheitsbehörde wegen Großveranstaltungen zuletzt dazu gezwungen, ihre Richtlinien anzupassen.

Der frühere US-Präsident Barack Obama plant anlässlich seines 60. Geburtstags an diesem Mittwoch eine große Feier mit Hunderten Gästen. Das berichtet das US-Portal "Axios". Demnach soll die Veranstaltung am kommenden Wochenende auf Martha's Vineyard stattfinden, einer Insel vor der Südküste Massachusetts. Der US-Bundesstaat hatte zuletzt wegen der starken Ausbreitung der Delta-Virusvariante für Schlagzeilen gesorgt.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC passte ihre Richtlinien an und empfahl auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder das Tragen einer Maske. Das sei unter anderem aufgrund der Ergebnisse einer Studie zu einem Corona-Ausbruch im Bundesstaat Massachusetts erfolgt, teilte CDC-Chefin Rochelle Walensky mit. Bei dem Ausbruch rund um mehrere Großveranstaltungen wurden laut Studie 469 Infektionen identifiziert, davon fast 75 Prozent bei Menschen mit vollem Impfschutz und ein Großteil mit der Delta-Variante.

Ex-Präsident Obama erwartet Hunderte Gäste

Wie "Axios" berichtete, seien 475 Gäste zu Obamas Geburtstagsfeier geladen – darunter Freunde, Familie und ehemalige Mitarbeiter – und zusätzlich mehr als 200 Angestellte eingeplant. Vor Ort soll es demnach einen "Covid-Koordinator" geben, der für die Einhaltung der Corona-Regeln verantwortlich zeichnet – wenngleich diese bislang im vagen bleiben, wie das Portal berichtete.

Obamas Gäste werden demnach auf das Coronavirus getestet, allerdings sei etwa offen, ob das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend sei. Die Impfung gegen das Coronavirus ist offenbar nicht nötig, um an der Feier teilzunehmen, doch würde diese den Gästen empfohlen.

Darüber hinaus soll das Fest unter freiem Himmel stattfinden. Demnach könnten die Feierlichkeiten auf dem Zwölf-Millionen-Dollar-Anwesen der Obamas stattfinden, das sich direkt am Meer befinde, wie eine "Axios"-Reporterin auf der Insel erfahren haben will. Laut "Axios" gilt die Insel Martha's Vineyard nach Maßstäben der US-Gesundheitsbehörde nicht als Gebiet mit "wesentlich hohem" Infektionsrisiko.

Über die geladenen Gäste sei bisher wenig bekannt, doch gebe es erste Hinweise. Spekuliert wird, ob Pearl Jam auf der Feier auftreten werden – ein Mitglied der Rockband sei bei einem Friseur auf der Insel gesichtet worden, so "Axios". Auch der Erfolgsregisseur und -Produzent Steven Spielberg ("Indiana Jones", "Jurassic Parc") werde erwartet.

Joe Biden, der amtierende US-Präsident und Obamas damaliger Vize, wird nicht vor Ort sein, wie ein Sprecher des Weißen Hauses zu "Axios" sagte. "Obwohl Präsident Biden an diesem Wochenende nicht dabei sein kann, freut er sich darauf, den ehemaligen Präsidenten Obama zu treffen und ihn im Club der Über-60-Jährigen begrüßen zu dürfen", wurde der Sprecher zitiert. Das Weiße Haus sei nicht auf die Frage eingegangen, ob es Bedenken hinsichtlich der Menschenansammlung habe.

Impf-Nachfrage in den USA steigt mitten in neuer Infektionswelle wieder

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag (Ortszeit) wurden 816.000 Impfungen verabreicht, darunter 517.000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weißen Hause auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen "steten Anstieg", erklärte Cyrus Shahpar.

Die Zahl der im Wochendurschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11.000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72.000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen verfehlt, es wurden nur 67 Prozent.

Quellen:"Axios", mit Material der Nachrichtenagentur DPA

fs

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