Belarussische Opposition radikalisiert sich "Wenn Putin verliert, werden wir auch unseren Diktator zur Verantwortung ziehen"

Anton Motolko
Anton Motolko hat auf Telegram einen Dienst gestartet, mit dem er die russischen Truppenbewegungen in Belarus dokumentiert
Vom litauischen Vilnius arbeitet die belarussische Opposition gegen den Diktator Alexander Lukaschenko. Doch je radikaler dieser mit neuen Gesetzen und Verhaftungen gegen seine Gegner vorgeht, desto mehr radikalisiert sich auch der politische Widerstand – die Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja ist beunruhigt.

Anton Motolko wollte seine belarussische Heimat lange nicht verlassen. Der populäre Blogger und Aktivist kämpfte vor zwei Jahren im Wahlkampf der Opposition gegen den Langzeitherrscher Alexander Lukaschenko. Und als dann der von ihm unterstützte Herausforderer des Diktators plötzlich verhaftet wurde, hatte Motolko die Wahl: Flucht oder Knast. "Ich dachte mir, dass ich in der Emigration mehr für mein Land tun kann, als wenn ich in Gefängnis sitze", sagt der 34-Jährige. 


Mehr zum Thema



Newsticker