Ein US-Politiker hat wenige Tage nach seinem Tod bei einer Vorwahl zum Abgeordnetenhaus im US-Bundesstaat New York die meisten Stimmen gewonnen. Der Republikaner Bill Nojay brachte es bei der Vorwahl am Dienstag in seinem Wahlbezirk auf 60,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, wie nun mitgeteilt wurde. Er setzte sich damit gegen seinen lebenden Konkurrenten Richard Milne durch, der auf 38,8 Prozent kam. Örtliche Parteikollegen hatten die Wähler trotz des Todes von Nojay ermutigt, für den Republikaner zu stimmen.
Der 59-jährige Vater dreier Kinder hatte sich Berichten zufolge am Freitag in Rochester das Leben genommen. Am selben Tag hatte er wegen mutmaßlicher Unterschlagung von 1,8 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) aus einem Treuhandfonds, den er für einen Architekten verwaltete, vor einem US-Gericht erscheinen sollen. Zudem drohte ihm laut US-Medien mit zwei weiteren Männern in Kambodscha ein Prozess, weil sie einen Investor um eine Million Dollar betrogen haben sollen.