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Großbritannien: Britisches Parlament: Zehntausende Versuche, auf Porno-Seiten zuzugreifen

Im britischen Parlament gab es von Juni bis Oktober über 24.000 Versuche, auf Webseiten mit pornografischem Inhalt zu surfen. Größtenteils soll das nicht mit Absicht geschehen sein, sagt ein Parlamentssprecher.

Außen stattlich, innen schlüpfrig? In den Houses of Parliament soll zehntausende Mal versucht worden sein, auf Porno-Seiten zuzugreifen. Größtenteils nicht absichtlich, heißt es vom Parlamentssprecher.

Außen stattlich, innen schlüpfrig? In den Houses of Parliament soll zehntausende Mal versucht worden sein, auf Porno-Seiten zuzugreifen. Größtenteils nicht absichtlich, heißt es vom Parlamentssprecher.

Zwischen Juni und Oktober 2017 hat es aus dem britischen Parlament heraus über 24.000 Versuche gegeben, auf Porno-Seiten zuzugreifen. Das berichten mehrere britischen Medien am Montag und berufen sich dabei auf offizielle Daten.

Die genaue Zahl belaufe sich auf 24.473 Versuche, berichtet unter anderem der "Guardian". Dies entspreche durchschnittlich 160 Anfragen pro Tag. Ein eklatanter Anstieg der Anfragen sei demnach im September zu verzeichnen gewesen. Generell aber verzeichne man einen Rückgang: Im gesamten Jahr 2016 waren noch 113.208 Versuche blockiert worden.

Parlamentssprecher: Passierte größtenteils nicht absichtlich

Von Parlamentsseite wird laut "Guardian" unterstrichen, dass die Mehrheit der Zugriffsversuche nicht mit Absicht geschehen sei. Ein Sprecher sagte demzufolge: "Alle pornographisches Seiten werden vom Parlamentsnetzwerk blockiert. Die große Mehrheit der Versuche, auf die Seiten zuzugreifen, war nicht absichtlich. Die Daten zeigen die Anfragen, nicht die Besuche."

Laut dem Sprecher, den der "Guardian" zitiert, können 8500 Computer auf das Parlamentsnetzwerk zugreifen. Das Netzwerk werde von den Mitgliedern des Parlaments und den Mitarbeitern genutzt. Zudem würden die Daten von privaten Geräten erfasst, sobald sie sich ins Parlaments-Gäste-Wifi einloggten.

Sexuelle Belästigung: Theresa May baut ihr Kabinett um

Die Aufregung um die Daten kommt für Theresa May zur Unzeit: Die Premierministerin ist gerade dabei, ihr Kabinett umzubilden. Erst Ende Dezember war ihr Vize-Premierminister und Kabinettschef Damian Green nach Belästigungsvorwürfen zurückgetreten. Gegen Green lief eine interne Untersuchung, zudem hatten ihn Ex-Polizisten beschuldigt, auf einem seiner Dienstcomputer pornografisches Material gefunden zu haben.

Im November waren bereits Verteidigungsminister Michael Fallon und Enrtwicklungsministerin Priti Patel zurückgetreten. Fallon trat wegen Belästigungsvorwürfen zurück, Patel wegen nicht abgesprochener Treffen mit Politikern in Israel. Wirtschaftsminister Greg Clark und Bildungsministerin Justine Greening stehen nach Medienberichten ebenfalls vor der Ablösung.

Zentrale Kabinettsmitglieder wie Außenminister Boris Johnson, Finanzminister Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis sollen hingegen auf ihren Posten bleiben.

pg / AFP
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