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China als Krisenretter?: Italien dementiert Gepräche über Anleihekäufe

Das hochverschuldete Italien sucht Hilfe in China. Bei Gesprächen mit chinesischen Investoren in der vergangenen Woche sei es aber lediglich um industrielle Beteiligungen gegangen, nicht etwa um den Kauf von Staatsanleihen, sagte Staatssekretär Antonio Gentile am Dienstag.

Die Regierung des hoch verschuldeten Euro-Landes Italien hat Spekulationen über angebliche Gespräche mit China über Anleihekäufe zurückgewiesen. "Die Regierung hat nur über direkte Investitionen in der Industrie gesprochen, aber nicht über Anleihenkäufe", sagte der stellvertretende Wirtschaftsminister Antonio Gentile am Dienstag in Rom. Die Auktion italienischer Staatsanleihen am Dienstag zeige, dass die Nachfrage nach italienischen Anleihen weiter vorhanden sei. Bei der Versteigerung von Papieren mit einer Laufzeit von fünf Jahren stieg die Rendite allerdings im Vergleich zu einer vorangegangenen Auktion (Juli) von 4,93 Prozent auf 5,6 Prozent.

Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, dass die Vertreter Chinas mit der italienischen Regierung auch über den Kauf von Staatsanleihen gesprochen hätten.

jwi/DPA/AFP / DPA
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