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Die Morgenlage: Leere im Briefkasten, verspätete Pakete: Beschwerden über die Post nehmen drastisch zu

Elf US-Soldaten bei iranischem Angriff vergangene Woche im Irak verletzt +++ Touristen aus Peru abgeschoben +++ Demokraten fordern Zeugen bei Trump-Impeachment im Senat +++ Die Nachrichtenlage am Freitag.

Gelbe Kisten zum Sortieren von Briefen laufen im Briefzentrum Kiel der Deutschen Post über ein Förderband

Gelbe Kisten zum Sortieren von Briefen laufen im Briefzentrum Kiel der Deutschen Post über ein Förderband. Der Ärger vieler Bürger über Probleme bei der Post-Zustellung hat sich 2019 erneut vergrößert.

DPA

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

der Ärger vieler Bürger über Probleme bei der Post-Zustellung ist 2019 erneut gewachsen. Bei der Bundesnetzagentur gingen im vergangenen Jahr 18.209 Beschwerden ein, wie aus Zahlen der Behörde hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das sind rund ein Drittel mehr als 2018. Blickt man noch weiter zurück, hat sich die Zahl sogar etwa verdreifacht - 2017 gab es 6100 Beschwerden.

Für den meisten Ärger sorgten dabei Briefe, die zu spät oder gar nicht bei ihren Empfängern ankamen. Die Pakete lagen - mit den gleichen Problemen - dicht dahinter. Die Beschwerden bei der Bonner Regulierungsbehörde beziehen sich auf die ganze Branche - also auch auf die Wettbewerber der Deutschen Post. Da der ehemalige Staatskonzern aber mit großem Abstand Marktführer ist, richtet sich die allermeiste Kritik gegen die Arbeit seiner Beschäftigten.

Amtsenthebungsprozess: Auftakt des Impeachment-Verfahrens: Druck auf Trump steigt

Was heute Morgen sonst noch wichtig ist? Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

US-Armee: Elf Soldaten bei iranischem Angriff vergangene Woche im Irak verletzt

Bei den iranischen Raketenangriffen der vergangenen Woche auf von ausländischen Truppen genutzte Stützpunkte im Irak sind mindestens elf US-Soldaten verletzt worden. In der Luftwaffenbasis Al-Asad habe es bei einer Reihe von Soldaten Symptome von Gehirnerschütterung gegeben, die von den Explosionen verursacht worden seien, teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte mit. Bisher hatte es von der US-Armee noch geheißen, durch die Angriffe sei niemand verletzt worden.

Demokraten fordern Zeugen bei Trump-Impeachment im Senat

Zum Beginn des Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump im Senat haben die Demokraten ihre Forderung nach der Anhörung weiterer Zeugen bekräftigt. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte am Donnerstag, jeder Senator müsse nun entscheiden, ob das Verfahren der Wahrheitssuche oder dem Wunsch Trumps nach Vertuschung dienen solle. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sagte: "Jeden Tag kommen neue belastende Informationen hinzu." Republikanische Senatoren, die keine neuen Zeugen anhören wollten, "haben Angst vor der Wahrheit". Das historische Amtsenthebungsverfahren im Senat hatte am Donnerstagmittag begonnen.

Deutsche Handballer wahren Chance auf EM-Halbfinale

Die deutschen Handballer haben zum Auftakt der EM-Hauptrunde das erhoffte Erfolgserlebnis gefeiert. Die DHB-Auswahl setzte sich am Abend in Wien gegen Weißrussland deutlich mit 31:23 (18:11) durch und verfügt in der Gruppe I nun über 2:2 Punkte. Bester Werfer für den WM-Vierten war Rechtsaußen Timo Kastening mit sechs Toren. Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Christian Prokop ist am Samstag (20.30 Uhr/ZDF) Kroatien.

Machu Picchu in Peru: Tourist verrichtet Notdurft in Inka-Tempel – Festnahme

Fünf Touristen wegen Beschädigung von Machu Picchu aus Peru abgeschoben

Peru hat fünf Touristen wegen mutmaßlicher Beschädigung der weltberühmten Inka-Ruinen von Machu Picchu in das Nachbarland Bolivien abgeschoben. Einem sechsten Urlauber soll in Peru der Prozess gemacht werden, teilten die Behörden mit. Der 28-jährige Argentinier hat demnach zugegeben, Schäden am Sonnentempel von Machu Picchu angerichtet zu haben.

Bei den fünf Touristen handelt es sich um eine Französin, zwei Brasilianer, einen Argentinier und einen Chilenen. Die sechs Urlauber wurden zudem beschuldigt, in dem Tempel ihre Notdurft verrichtet zu haben.  

Das wird heute wichtig:

CDU-Vorstand trifft sich zu zweitägiger Klausurtagung in Hamburg

Die CDU-Spitze trifft sich in Hamburg zur Jahresauftakt-Klausur. Am Abend steht zunächst mit dem Besuch von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ein außenpolitischer Schwerpunkt auf der Tagesordnung. Dann aber wird es um den Bericht zur politischen Lage der Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gehen. Die Aussprache verspricht Spannung, sagen Beobachter. Dort dürfte es auch um die Kabinettspläne von CSU-Chef Markus Söder gehen, die der bayerische Ministerpräsident zuletzt mit der Frage der Unions-Kanzlerkandidatur verknüpft hatte. In jedem Fall her er eine Auffrischung der Groko gefordert und dabei auch CSU-Minister zur Disposition gestellt.

Mehr Rechte für Ermittler im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Ermittler sollen beim Kampf gegen Kindesmissbrauch deutlich mehr Möglichkeiten bekommen. Im Bundestag soll ein Gesetz verabschiedet werden, das schon den Versuch unter Strafe stellt, sexuelle Kontakte zu Kindern im Internet anzubahnen. Außerdem sollen sich verdeckte Ermittler künftig mit künstlich erzeugten Videos von sexuellem Kindesmissbrauch in Internetforen einschleichen dürfen. 

Bundesliga: West-Schlager zum Rückrunden-Auftakt

Die Fußball-Bundesliga startet nach ihrer Winterpause mit einem West-Schlager in den 18. Spieltag. Am Abend (20.30 Uhr/live im stern-Ticker) empfängt der Tabellen-Fünfte FC Schalke 04 den Zweiten Borussia Mönchengladbach zum Rückrunden-Auftakt. Beide Teams haben nach jeweils starken Hinrunden gute Chancen auf einen Europapokal-Einzug am Saisonende. Die Gladbacher rechnen sich sogar Möglichkeiten auf die erste Meisterschaft seit 43 Jahren aus.

Gerichtsstreit um totes TV-Huhn Sieglinde wird entschieden

Im Rechtsstreit um ein von einem Hund totgebissenes Filmhuhn namens Sieglinde will das Landgericht im niederrheinischen Kleve eine Entscheidung verkünden. Möglicherweise erhöht das Gericht dabei den Schadenersatz. In der ersten Instanz hatte die Besitzerin gut 300 Euro zugesprochen bekommen. Die Frau fordert 4000 Euro. Schließlich sei ihr Huhn für Film und Fernsehen geschult gewesen und habe in einer ARD-Produktion vor der Kamera gestanden, hatte die Besitzerin argumentiert.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag!

dho / anb / DPA / AFP