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Feuer in Kalifornien Man muss bloß mal ordentlich Laub rechen – Trumps irre Theorie zur Feuer-Hölle

Feuer in Kalifornien: Man muss bloß mal ordentlich Laub rechen – Trumps irre Theorie zur Feuer-Hölle
© Paul Kitagaki Jr/ / Picture Alliance
Donald Trump hat die Feuer-Katastrophe in Kalifornien besucht. Dabei verstieg er sich auf eine völlig abwegige Theorie, wie man die Feuer vermeiden kann - und verglich Kalifornien mit Finnland.

Er hat lange auf sich warten lassen, doch gestern hat Donald Trump sich endlich in Kalifornien blicken lassen, um sich ein Bild von den Feuern zu machen. Dabei erklärte er auch seine Theorie, warum so etwas in Finnland nicht passiert - und zeigte, dass er die Situation nicht wirklich verstanden hatte. 

Bei einer Pressekonferenz tat der Präsident seine Ansicht zu den Brandursachen kund. "Man muss sich um die Böden kümmern, die Waldböden. Sehr wichtig. Wenn man sich andere Länder anschaut, was sie anders machen, dann sieht das gleich ganz anders aus." Er habe mit dem finnischen Präsidenten darüber gesprochen. "Er nannte es eine Waldnation, und sie würden eine Menge Zeit in Rechen und Säubern und Dingetun stecken", so Trump. "Und sie haben keine Probleme".

Donald Trump: Waldböden reinigen

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump zu viel Laub und Äste am Waldboden zur Ursache der kalifornischen Feuerhölle erklärt - obwohl er von Experten aus der Wissenschaft und der Brandbekämpfung mehrfach entschiedenen Widerspruch für seine Theorie erhielt. Dass er nun ausgerechnet Finnland als Beispiel für seine Theorie heranzieht, zeigt aber, wie wenig er von der Situation versteht.

Den kalifornischen Wäldern wird meist der Regenmangel und die Trockenheit der Region zum Verhängnis. Blitzeinschläge oder - deutlich öfter - Unachtsamkeit von Menschen können dann verheerende Großbrände auslösen. Finnland dagegen ist die meiste Zeit des Jahres feucht. Waldbrände gibt es dort aber entgegen Trumps Behauptung auch - wenn auch nur in besonders heißen und trockenen Sommern.

Laubrechen gegen Brände

Trump will aber lieber an das Aufräumen glauben. In einem Interview bei "Fox News", das erst heute ausgestrahlt werden soll, erzählte er, wie Feuerwehrleute kleine Büsche und Bäume im Unterholz entfernten, nachdem diese Feuer gefangen hatten. Das berichtet unter anderem "The Hill" unter Berufung auf Vorabmaterial des Senders. "Das hätte alles vorher schon weggemusst. Dann hätte es das Feuer gar nicht gegeben." Den Klimawandel und die daraus entstehenden, längeren Dürre-Perioden in Kalifornien sieht er dagegen weniger als Auslöser. "Vielleicht trägt das auch etwas bei", spielt er das Problem auf Nachfrage herunter. "Aber das große Problem ist Management."

Bei Twitter machen sich die Nutzer reihenweise über Trumps merkwürdige Analyse lustig, posten Bilder von schneebedeckten finnischen Wäldern. Auf die absurde Vorstellung, die gigantischen Wälder des Skandinavischen Staates würden ständig gereinigt, antwortet ein Nutzer: "Stimmt, nach unserem Schul-Abschluss müssen wir alle erstmal sechs Monate Laub rechen."

Quellen: "CNN", "Newsweek", "The Hill" 

mma

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