HOME

Matthew G. Whitaker: Bigfoot und Zeitreisen: Die irren Geschäfte von Trumps Interims-Justizminister

Trumps Interims-Justizminister hat mächtig Ärger. Seine Berufung soll nicht verfassungskonform sein,  seine Position zur Russland-Ermittlung zu Trump-freundlich. Und dann sind da noch die Betrugsermittlungen - wegen teils skurriler Geschäfte.

Matthew G. Whitaker ist seit kurzem Trumps Mann im Justizministerium

Matthew G. Whitaker ist seit kurzem Trumps Mann im Justizministerium

Getty Images

Erst wenige Tage ist Matthew G. Whittaker als Attourney General im Einsatz und steht schon in einem wahren Kreuzfeuer der Kritik. Meist dreht es sich dabei um seine Einberufung, die ohne die Zustimmung des Senats erfolgte und daher von Kritikern als nicht verfassungskonform beurteilt wird. Auch dass Whitaker sich in der Vergangenheit für ein Ende der Ermittlungen gegen Donald Trump stark machte, stößt manchen sauer auf. Da ging es fast unter, dass auch gegen Whitakers ehemaligen Arbeitsgeber ermittelt wird - wegen durchaus kruder Geschäfte.

Von denen hatte World Patent Marketing, in dessen Berater-Bord Whitaker von 2014 bis 2016 arbeitete, jede Menge im Gepäck. Unter anderem vermarktete das Unternehmen eine Toilette "für gut bestückte Männer", warb mit "wissenschaftlich als echt bewiesener" Bigfoot-DNA für Puppen des Fantasie-Wesens und versuchte mit Time Travel X, eine "theoretische Zeitreise-Handelsware" zu verbreiten, die über Bitcoin Vergangenes und Zukünftiges erleben lassen sollte. Wie auch immer das funktionieren sollte.

Das FBI ermittelt

Bei der Verbraucher-Seite "Ripoffreport" häuften sich die Kundenbeschwerden. Da wundert es kaum, dass nach Berichten des "Wall Street Journal" das FBI gegen die Firma ermittelte. Der Vorwurf: Sie soll mit Pseudo-Patenten Investoren gelockt und sie dann um ihr Geld gebracht haben. Insgesamt soll sie so "Tausende von Kunden um Millionen von Dollar betrogen" haben, urteilte die US-Handels-Kommission. Die Firma wurde im Mai dicht gemacht, musste 26 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Whitaker betonte im Rahmen der Ermittlungen stets, er habe von den betrügerischen Machenschaften des Firmenchefs nichts gewusst. Auch die Ermittler konnten ihm laut Angaben der "Washington Post" keine solchen Kenntnisse nachweisen.

Was wusste Whitaker?

Tatsächlich lässt seine Rolle aber Fragen offen. Nach einem Bericht von "Mother Jones" war Whitaker tiefer in die Geschäfte involviert, als er das nun darzustellen versucht. Mehrfach trat er als Gesicht der Marke auf, warb etwa in einem Video für ein Rasierklingen-Konzept. Auch zahlreiche Betrugs-Beschwerden von Kunden sollen ihn erreicht haben, ohne dass er deshalb gehandelt hatte. Zudem soll er als eine Art Anwalt des Unternehmens aktiv versucht haben, Kritiker zum Schweigen zu bringen, drohte ihnen gar mit Gefängnis-Strafen. Und: Anders als andere Mitglieder des Bords hat Whitaker nach dem Auffliegen der Vorwürfe seine Bezüge des Unternehmens nicht zurückgezahlt.

Nun könnte ausgerechnet seine Berufung in den Posten des Attourney General diese Geschichten wieder nach oben spülen. Das Amt verbindet die in Deutschland getrennten Positionen des Justizministers und des obersten Bundesanwaltes. Whitaker ist damit auch für Ermittlungen des FBIs zuständig. Whitakers Problem: Er wurde von Präsident Trump nur als Interims-Posten besetzt, nachdem sein Vorgänger Jeff Sessions gefeuert wurde. Trumps Aufmerksamkeit hatte er durch zahlreiche Fernsehauftritte erlangt, in denen er sich negativ zu den FBI-Ermittlungen wegen der Russland-Affäre geäußert hatte. Um den Posten auf Dauer besetzen zu können, müsste er vom Senat bestätigt werden. Dort haben aber bereits demokratische Senatoren angekündigt, sich die Geschäfte von World Patent Marketing noch einmal sehr genau anzusehen - und endlich herauszufinden, was Whitaker wirklich wusste.

Quellen: "Wall Street Journal", "Washington Post", "Mother Jones" 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.